reroerein 1900 Wieseck; 2. Preis Radfahrerverein 1890 Alsfeld. Motorrad-Geschicklichkeits- fahren: 1. Preis Hans Welker, Alsfeld: 2. Preis Willi Rau, Wieseck: 3. Preis Schmidt, Wetzlar.
Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900.
ö. Auch bei den Nationalen Wettkämpfen des BSC. 99 Offenbach waren den 1900cm wieder Erfolge beschicken. Bon der ersten Nennmannschaft waren allerdings nur Bepperling. Geist und Schäfer mit von der Partie, während man auf Peters, Gütz o t und Hopfenmüller verzichten muhte. Die beste Leistung zeigte Bepperling im 800-Me- ter-Lauf der 1. Klasse. Bereits nach 400 Meter war zu erkennen, dah der Giehener einen harten Endkampf mit seinem alten Widersacher Lcu- nig von der Frankfurter „Eintracht" und dem bekannten Mainzer Mittelstreckler Schilling zu bestehen haben würde. Die beiden Süddeutschen setzten zuerst mit dem Spurt ein, und der 1900er muhte sich strecken, Schilling noch kurz vor dem Ziel zu erreichen, während der „Eintrachtler" in 2:03,6 Min. siegte. Bepperling lief die recht gute Zeit von 2:04,3 Win. heraus. 1900’8 Sprinter Geist stieh im 200-Meter-Lauf der 2. Klasse auf ein äußerst starkes Feld. Aach erfolgreichem Bor- und Zwischenlauf belegte er in der Entscheidung Handbreite hinter dem Dritten in 23,9 Sek. den vierten Platz. Schäfer, 1900, startete im Kugelstohen und Diskuswerfen der 1. Klasse. Der sonst so beständige Werfer hatte aber einen recht schwarzen Tag. Er belegte zwar jeweils den zweiten Platz (hinter Gies, Offenbach 99, bzw. Enders, „Eintracht" Frankfurt), seine Leistungen sind aber als schwach zu bezeichnen (Kugelstoßen 11,67 Meter, Diskuswerfen 33,67 Meter). Bon den übrigen Mitgliedern der 1900er Expedition erzielte noch Knigge im 800-Meter-Lauf der 3. Klasse einen Achtungsersolg. Bei einem 24 Mann starken Feld kam er als Vierter ein und lief auch unter 2:10 Min. Von den Staffeln konnte nur die 4X100-Meter-Staffel der 2. Klasse bestritten werden. Da sie zwei Ersatzleute aufwies, waren keine Siegesaussichten vorhanden. Hinter Fuhball- sportverein und Sportclub 1880 Frankfurt wurde in 47,1 Sek. der dritte Platz belegt. Die Schwedenstaffel konnte nicht mitgelaufen werden, da sich Bepperling beim 800-Meter-Nennen eine starke Fußprellung zugezogen hatte, die ihn wahrscheinlich für mehrere Wochen außer Gefecht sehen wird.
V.f.B. Leichtathletik.
Wie in der Freitagsvorschau vorausgesagt war, hatten die am Samstag abgehaltenenleicht- athletischen Zugendwettkämpfe des BEI. 99 Offenbach eine außerordentlich starke Besetzung aufzuweisen. Den Hauptteil der Konkurrenz stellten naturgemäß die Vereine aus Frankfurt, daneben war u. a. noch vertreten: Wiesbaden, Krefeld, Würzburg, Mannheim, Mainz, Darmstadt und Pirmasens. Trotzdem vermochten sich die VfD.-Zugendlichen erfreulicherweise überall doch bis in die Entscheidung durchzukämpsen und drei zweite und drei dritte Siege zu erringen. Die Konkurrenzen, in denen VfB. vertreten war:
100 Meter, K l. 8.: 1. v. Koppen, FSV. Frankfurt. 12 Sek.: 2. Schäfer, VfB., 12,2 S.: 3. Paulus, VfB., 12,4 Sek. Es starteten hier nicht weniger als 26 Läufer: die beiden Gießener konnten sich durch einen Vorlauf und zwei Zwischenläufe für den Endlauf qualifizieren.
'3 00 Meter, K l. 8. : 2. Schäfer, VfB., 2,17 Min. Der Sieger lief 2,16,8. Aus den beiden Zeiten geht hervor, daß der Kampf sehr scharf war. Schäfer war vom 100-Meter-Lauf noch ermüdet: er hätte sich sonst den Sieg nicht nehmen lassen.
1500 Meter, K l. A. : Hier lief Zager die gute Zeit von 4,30 Min., kam aber trotzdem damit nur an vierter Stelle ein. Die Zeit des Siegers war 4,17.
Kugel, Kl. A. : Luh wurde mit 12,36 Meter Dritter: er hat schon besser gestoßen.
Hoch sprung, Kl. 8. : Der erstmals startende Radon blieb hier mit 1,49 Meter auf dem vierten Platz. Radon ist sehr gut veranlagt und kann sich noch verbessern.
Weitsprung, Kl. C. : Unter rö. 40 Konkurrenten belegte Happ mit 4,33 den dritten Platz.
GroheStaffel (200 — 100 — 50 — 50 — 200 — 100 Meter): 1. Eintracht Frankfurt: 2. VfB. 2 Meter zurück: 3. BEI. Offenbach: 4. SpV. Darmstadt. Zu dieser Staffel starteten 12 Mannschaften. Die VfB.er kamen hier durch ausgesprochenes Pech um den verdienten Sieg,
da sie durch unabsichtliche Behinderung zurückgeworfen wurden. Die Schlußleute Schäfer und Kirchheimer holten das verloren gegangene Terrain bis auf 2 Meter wieder auf.
Müller konnte sich am Sonntag bei den Kämpfen der Aktiven nicht durchsetzen. Unter 34 Läufern, die zu den 800 Meter der Kl. III starteten, lief er als Sechster ein.
Arbeiter-Turn- und Sporibund.
2. Bezirk — 3. Bezirk 4:2.
Zm Zwischenrundenspiel um die Kreisfe st mei st erschüft standen sich am Sonntag in Frankfurt a. M. die Dezirks- mannschaften des zweiten und dritten Bezirkes gegenüber. Allgemein hatte man mit einer hohen Riederlage des 3. Bezirkes gerechnet, jedoch blieb es bei einem für die Groß-Frankfurter Elf sehr mageren Ergebnis. Das Spiel selbst litt sehr unter der großen Hitze und ließ deshalb auch keine Mannschaft zu ihrem vollen Können kommen. Vom Spielbeginn ab sah man den zweiten Bezirk im Vorteil. Bereits nach kurzer Zeit gelang es ihm, die Führung zu übernehmen. Doch auch die Mannschaft des 3. Bezirkes schaffte schöne Momente, bis es ihr gelang, den Ausgleich herzustellen. Dann aber kam wieder Leben in die Frankfurter Elf und bis zur Halbzeit stellte sie das Resultat auf 3:1. Rach Seitenwechsel kam dann der 3. Bezirk wieder mehr auf und bedrohte öfters das Tor der Gegners, doch reichte es vorerst zu keinem weiteren Erfolg. Schließlich brachte ein Hand-Elfmeter dem 3. Bezirk sein zweites Tor. Zeht ging auch die Elf des 2. Bezirkes wieder mehr aus sich heraus und erzielte ihr viertes Tor. Bei diesem Resultat blleb es bis Schluß.
Collar I — Wieseck Ib 5:1.
Zu einem Samstagabendspiel trafen sich obige Mannschaften in Lollar. Das Resultat selbst entspricht in feiner Weise dem Spielverlauf. Die erste Halbzeit zeigte ausgeglichenes Spiel, in dem Lollar bei Halbzeit 1:0 führte. Rach Seitenwechsel spielten die Gäste mit nur 10 Mann. | Auch jetzt folgte weiter schönes offenes Spiel, in dem Wieseck zu einem Erfolg kam, während •
die Einheimischen durch das leichtsinnige Spiel des Wiesecker Torhüters zu weiteren vier Erfolgen kamen und so obigem Resultat herstellen konnten.
paddlergilde Gießen.
Gelegentlich ihrer Fahrt zum Schauplatz der 10. Zubiläums-Jsar-Regatta (zugleich Deutsche Langstreckenmeisterschaften im Faltboot), welche am 20. Zuli auf der etwa 35 Kilometer langen Wildwasser-Strecke Einöd-München ausgetragen wird, gingen die Mitglieder der Paddlergilde Gießen Zoachim K a p h i n a st und Ernst W i 11 i n g in Freiburg (Baden) an den Start. Wider Erwarten fand auch diese Langstrecken- Wettfahrt gute Beschickung insbesondere aus dem Oberrhein- und Mainkreis des Deutschen Kanu- Verbandes. — Es waren u. a. anwesend bekannte Rennpadler aus Mainz, Karlsruhe, Stuttgart, Konstanz, Freiburg, Breisach, außerdem die besten Vertreter der badischen Hochschulen. — Kaphingst der das Einer-Rennen für Zu- nioren bestritt, konnte dieses wiederum überlegen siegreich gestalten und damit den zweiten Sieg dieser Saison mit nach Hause nehmen. Wie s. Zt. in Kaiserslautern auf der kurzen Strecke, so fuhr er auch diesmal auf der langen Bahn die Bestzeit des Tages im Einer. Witting führte bis ungefähr 200 Meter vor dem Ziel, wo er leider kenterte. Trotzdem sicherte er sich noch einen sehr guten dritten Platz der Anfänger- Klasse. — Am 20. Zuli gehen beide Fahrer in Einöd an den Start, außerdem versuchen sich Max Lehmann als Anfänger und Heinz M oe se r als Zugendlicher auf der am 13. d. M. in Hanau stattfindenden Kurzstrecken-Regatta. — Man darf auf ihr Abschneiden mit Recht gespannt sein.
Deutsche ÄZasserballmeisterschast.
Zn der ersten Runde der deutschen Wasserballmeisterschaft traf am Sonntag in Weihensee der dortige SV. 93 auf den sächsischen Vertreter Stern, Leipzig, und konnte dank größerer Spielerfahrung sicher mit 5:2 (3:0) siegreich hervorgehen. Weißensee 96 kommt in der zweiten Runde gegen Magdeburg 96 und dürfte kaum Siegesaussichten haben.
Wirtschast.
Oer Saaienstand im Reich Anfang Zuli
Die vorherrschende Trockenheit und hochsommerliche Hitze hat die Weiterentwicklung der Feldfrüchte vielfach ungünstig beeinflußt. Beim Getreide ist die Blüte noch durchweg gut verlaufen. Beim Wintergetreide zeigen sich aber auf leichten Böden, namentlich in Ost- und Rord- deutschland bereits Dürreschäden. Zn den süd- und westdeutschen Gebieten, wo zeitweilig Riederschläge erfolgten, wird der Stand des Winter- getreides im allgemeinen günstig beurteilt. Das Sommergetreide hat dagegen infolge unzureichender Riederschläge verschiedentlich gelitten. Zm Osten des Reiches ist mehrfach Rotreife eingetreten. Die Hackfrüchte sind durchweg gut auf gelaufen: ihre Weiterentwicklung wird aber durch die allzu große Trockenheit aufgehalten. An Frühkartoffeln ist eine baldige Ernte zu erwarten. Auf den Kleeäckern und Wiesen ist der erste Schnitt größtenteils beendet. Der Ertrag ist der Beschaffenheit nach durchweg gut, der Menge nach zufriedenstellend. Der Rachwuchs ist bei Futterpflanzen und Weiden noch spärlich.
Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 == gut, 3 — mittel, 4 gering ergibt sich im Reichs- ourchschnitt folgende Begutachtung: Winterroggen 2,6 (Vormonat 2,4), Winterweizen 2,4 (2,3), Winterspelz 2,3 (2,3), Wintergerste 2,5 (2,5), Hafer 3,0 (2,6), Frühkartoffeln 2,9 (2,7), Spätkartoffeln 2,9 (2,8), Zuckerrüben 2,8 (2,8), Runkelrüben 2,9 (2,8), Klee 2,7 (2,4), Luzerne 2,4 (2,3), Dewässe- rungswiesen 2,3 (2,2), andere Wiesen 2,7 (2,5).
* Frankfurter Börse. Die Zulassung der 29 Millionen Reichsmark neue Aktien der Rudolph Karstadt AG., Hamburg, wurde genehmigt,
*3nternationale Verein igung der Seiden-Veredelungsindustrie. Zn Aix-les-Dains hielt die Zntemationale Vereinigung der Seidenveredelungsindustrie FZMZS. ihre erste ordentliche Generalversammlung ab in Anwesenheit von 80 Vertretern der Seidenfärbereien von Deutschland, Frankreich, Ztalien, Oesterreich, der Schweiz und Spanien, il. a. wurden die Einführung einer international geschütz
ten Marke für Seidengewebe, Fragen der Echtfärbung, die internationale Wirtschaftskrise behandelt. Lieber alle behandelten Fragen ergab sich vollkommene Liebereinstimmung.
* T e l l u s AG. fürBergbau undHütten- industrie, Frankfurt a. M. Der Aufsichtsrat beschloß, von der Verteilung einer Dividende abzusehen. (Im Vorjahre wurden je 8 o. H. auf Stamm- und Vorzugsaktien verteilt.) Aus dem Ueberschuß des Geschäftsjahres 1929 von etwa 265 000 RM. (im Vorjahr 271 653 RM.) soll der Betrag von 240 000 Reichsmark (—) zu Abschreibungen und Rückstellungen verwandt und der Rest vorgetragen werden.
* Blci-Hüttcnproduktion im M ai. Rach den Berechnungen der Metallgesellschaft AG., Frankfurt a. M. stellte sich die Blei- Hüttenproduktion der Welt im Mai 1930 auf 141710 Tonnen gegen 140 321 Tonnen im April d. Z. und 145 796 Tonnen im Monatsdurchschnitt 1929. Diese Produktion verteilt sich auf die einzelnen Kontinente wie folgt: Amerika 84115 (April 81981) Tonnen, Europa 34 6111 (35 190) Tonnen, Australien 13 658 (13 824) Tonnen, Asien 7526 (7526) Tonnen, Afrika 1800 (1800) Tonnen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 8. Zuli. Tendenz: weiter abgeschwächt. — Auch heute wurde die Börse durch ungünstige Momente beherrscht, die zum Teil gestern schon eine nachteilige Rolle gespielt hatten. Das Geschäft beschränkte sich auf Grund des weiter sehr geringen Ordereinganges wieder auf einen minimalsten Umfang. Die Kulisse war auf sich selbst angewiesen, und übte aus Anlaß der schwächeren gestrigen Reuyorker Börse, der stattfindenden Reichstagsverhandlungen usw. eine noch größere als bisher gewohnte Zurückhaltung. Aus diesem Grunde kam heute, wenn auch nicht in großem Umfange, Material an den Markt, und die Tendenz neigte weiter zur Schwäche. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten im Durchschnitt Verluste b i s zu 2 Prozent ein. Stärker unter Druck lagen vor allem Zellstoff Waldhof mit minus 3 Prozent. Man hatte angenommen, daß nach der gestrigen Erholung auf diesem Gebiete eine Besserung ein- getreten fei; aber heute kam bei erneuter Ver
stimmung in der alten Angelegenheit in wieder größerem Maße Material heraus. Zellstoff Aschaffenburg gaben 2,25 Prozent nach. Am Elektromarkt verloren AEG. 1,5 Prozent und Siemens 2 Prozent, während Schuk- f er t nur geringfügig abgeschwächt lagen. Z.-G.-Farben eröffneten 1 Prozent niedriger, Holzverkohlung blieben gut gehalten. Bei kleinsten Umsätzen ergaben sich am Montan- markt Abschwächungen bis 1,5 Proz. Gelsenkirchen traten mit minus 2 Proz. etwas mehr hervor. Zn der Miag-Angelegenheit schien sich trotz des Ausscheidens des Generaldirektors Gressenius eine Beruhigung bemerkbar machen zu wollen, da jetzt angenommen wird, daß die Befürchtungen hinsichtlich der Einbußen der Aktionäre des Konzerns als zu stark übertrieben angesehen wurden. Aber trotzdem ergab sich heute nochmals ein Abschlag von 1 Prozent, so daß immerhin ein Gesamtvevlust von zirka 7 Prozent bestehen blieb. Das Angebot war heute nicht mehr dringend. Kaliwerte büßten bis zu 1,5 Prozent ein. Parallel der M i a g - Situation waren am Bankenmarkt Danatbank heute noch nicht von ihrem Druck befreit und gaben 3,5 Prozent nach. Die übrigen Werte gaben bis zu 1,5 Prozent nach. Schiffahrtswerte waren ebenfalls angeboten und bis zu 2 Prozent niedriger. Zement Heidelberg und Süddeutsche Zucker lagen gut behauptet. Am Rentenmarkt erhielt sich aus dem schon gestern abend bekanntgewordenen Grunde für Schutzgebiete weiteres Znteresse bei erneut anziehendem Kurse. Auch die übrigen deutschen Renten waren bei lebhafter Rachfrage leicht gebessert. Auch im Verlaufe trat keine wesentliche Belebung des Geschäftes ein, doch wurde die Stimmung etwas zuversichtlicher. Auf Znterventionen von Grvh- bankseite schritt die Kulisse vereinzelt zu Deckungen, so daß im Höchstfälle Besserungen bis zu 2 Prozent eintreten konnten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1920, gegen Pfund 20,405, London gegen Kabel 4,8660, gegen Paris 123,72, gegen Mailand 92,89, gegen Madrid 41,50, gegen Schweiz 25,0575.
Berliner Börse.
Berlin, 8. Zuli. Während sich die gestern gegen Schluß eingetretenen Erholungen an der Frankfurter Abendbörse im allgemeinen behaupten konnten, ließ, der Dormittagsverkehr trotz der herrschenden Geschäftsstille eine schwächere Grund st immung erkennen. Die Beratungen der Deckungsvorlage im Reichstag hemmten die Llnternehmungslust, so daß sich einige ungünstige Momente stärker auswirken konnten. Die schwache Reuyorker Börse von gestern, der Streik im Klöckner-Konzern, das Scheitern der Saarverhandlungen, der Dividendeausfall bei der Tel- lus - A.-G., und die noch immer nicht erfolgte Stickstoff-Einigung waren die Hauptmotive Les heutigen Kursrückganges. Die Erhöhung der französischen Kunstseidepreise und der voraussichtlich günstige Qlb- fchluh bei Lahmeyer konnten sich demgegenüber nicht auswirken. Es traten auf fast allen Märkten Abschläge von 1 bis 3 Prozent ein. Darüber hinaus lagen K a l i w e r t e bis zu 5 Prozent, Deutsche Linoleum bis 3,5 Prozent, Schubert & Salzer bis 4,75 Prozent und Ehadeaktien bis zu 4,75 Mk. schwächer. Bemerkenswert schwach tendierten ferner Schiff- fahrtswerte, Montanpapiere, Da - natbank, Berger und Gaswerte, wenn auch die Verluste bei diesen Werten nicht über den gewohnten Rahmen hinausgingen. Ganz vereinzelt bemerkte man auch einzelne Besserungen. So lagen Rheinische Elektrizität 1 Prozent, F a h l b e r g List 1,25 Prozent, Hirsch Kupfer sogar 3,5 Prozent höher. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländer schwächer. Bosnier mit einem Verlust von 1,90 Prozent schwach. P f andbrief e waren anscheinend gesuchter. Der Geldmarkt war weiter verflüssigt. Tagesgeld 3,75 bis 5.75 Prozent; Monatsgeld 4,5 bis 5,75 Prozent; Warenwechsel etwa 3,75 Prozent. Zm Verlaufe wurde es zunächst bei Heinern Geschäft neuerlich etwas schwächer, doch hielten sich die Abschläge in engen Grenzen und betrugen in keinem Falle mehr als 1 Prozent. Später bemerkte man Interventionen von Grohbankseite, so daß eine leichte Erholung eintrat.__________________________________________________
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Jranffurt a. JDI. |
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7% Deutsche Reichsanleche
87,5
—
88,75
—
von 1929 .......
104,1
103,6
59,9
Deutlche Anl.-Ablös.-Schuld mli
Vuslos.-Rechten.......
59,85
—
59,8
8,5
DeSgl. ohne Au«los.»Rechte . . 8% Hell. BolkSltaat von 1929
8,5
8,6
8,6
(tüd<a61b. 102%).....
96,25
95,5
Oberhelsen Provinz - Anleihe mit
Aueloi.-Rechten......
Deutlche Komm. Sammelabl.
—
—
—
—
Anleihe Serie 1......
8% Franks. HyP.»Bank Goldpse
XIII unkündbar bis 1934 . . .
58
—
58,2
—
101,5
—
—
—
7% Frankl. Hyp^Bank Goldpse unkündbar bl« 1932 ....
96,5
_
_
4y,% Rheinilche Hyp.-Bank
Llyu. Golvpse........
8% Pr. Landespsandbriesanstalt, Psandbriese R. 17......
90,13
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—
101,5
—
8% Pr Landespsondbriefanstalt,
—
Komm.-Lbl. N. 20......
7% Pr. Landespsandbriesanstalt,
97,5
—
97,5
—
Psandbriele R. 10......
A.E.G. abg. Borkriegs-Obligati o-
—
aen, rückzahlbar 1982 ...
94
—
—
—
4% Oesterretchtsche ©olfctente .
26,65
26,9
3,13
4,20% Oesterreichijche SUberrenie
3
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4% Oesterreichst che Einheitliche Rente..........
1,975
_
«% Ungarische Goldrente . . .
23,13
_
23 J 3
4% Ungarilche Siaalsrente v. 1910
19,5
—
19,75
47.% Detfll. von 1913 . .
7Q 9
20,5
4% Ungarische Kronenrente . .
i.9
1,9
4% Türkische Zollanleihe von 1911
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5
5,2
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_
5,1
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6% Rumänische vereinh. Rente
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—
—
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—
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16,2
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Frankfurt o. M.
Berlin
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Kurs
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Datum
7. 7.
8. 7.
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8. 7.
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Hamburg-Südam Dampsschiss
. 8
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10
—
—
130
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
—
96,5
98,65
96,75
Allgemeine Deutsche Creditanst. 10
111,5
110
112
Barmer Bankverein ....
10
122
121
121,5
121
Berliner Handelsgesellschaft .
12
157
156,75
156
Commerz» und Privai-Bank.
11
140
138,5
140
138,5
Darmstädter und Nalionalbanl
12
201
197,5
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198
Deutsche Bank und
DiSconto-Geselstchaft, . . .
10
130
130
130,5
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Dresdner Bank......
10
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12
—
—
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AEG...........
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149,5
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Bergmann........
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—
—
178,5
Elektr. LieserungSgesellschast.
10
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Licht und fitaft......
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7 %
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107,5
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Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
10
—
_
143,5
141,5
Hamburger ElektrizitäU-Werke
10
—
—
132,75
132,75
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
—
—
141,75
142,75
Schlesische Elektrizität. . . .
10
—
—
145
142
«chuckert L Co...... .
11
—
156
165,75
165
Siemens L Halske .....
16
_
205
207
205,75
Transradio........
. 8
_
Lahmeyer L Co.. .....
10
160
—
158
—
Buderus ......
. 6
73
—
73
72,25
Deutsche Erdöl......
. 6
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84,9
84,13
Essener Steinkohle.....
. 8
—
126,13
Geilenkirchener ......
. 8
125,5
123,6
126
124,5
Harpener.........
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95,25
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Ilse Bergbau.......
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—
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92,25
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ManneSmann-Röhren . . .
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57
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Rheinilche Braunkohlen . .
10
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218,13
Rheinstahl........
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. 6 7,2
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Berlin
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Kurs
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Bereinigte Stahlwerte .
85
—
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Otavi Minen.....
. 16'/,
—
42.75
42,5
Kaliwerke Aschersleben .
. . 10
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—
201,5
197,5
Kaliwerke Westeregeln .
. . 10
203,5
—
204,5
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Kaliwerke Salzdetfurth .
. . 15
355
353,8
356.5
351,5
I. ®. Farben.Industrie .
. . 12
157
156,13
157,75
156,4
Dynamit Nobel ....
. . . 6
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—
75
—
Scheideanstalt.....
. . . v
—
—
—
Goldschmidt.....
. . . 5
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—
58,25
58,25
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. . . 6
56,75
57,25
57,5
56,75
Metällgesellschaft. . . .
. . . 8
113
—
113
—
Philipp Holzmonn . . .
. . . 7
87
_
_
84.25
Zementwerk Heidelberg
. . 10
109
109
—
Ccmentwerk Karlstadt. .
. . 10
—
—
—
—
Wanst & Freytag . . .
. . . 8
75,25
—
75
—
Schultheis Patzenhoser .
. . 16
_
283,5
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Ostwerke.......
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—
—
230
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97,25
—
97,5
95
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Zellstoss Waldhos . . .
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141
138
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138,5
Zellstoff Aichassenburg .
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—
101
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101
Charlottenburger Wasser
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—
100
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—
—
147
144,5
Daimler Motoren . . .
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31,5
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11,25
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Deutsche Linoleum . .
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198
—
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193,5
—
—
44,75
Nat. Automobil . . . .
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—
—
Orenstein & Koppel . .
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—
—
67,5
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Leonhard Tietz ....
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145
—
144,5
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SvenSko.......
—
—
309.73
308
Frankfurter Maschinen ,
... 4
_
—
22
—
Grihner ......
... 6
—
—
31
——
Heyligenstaedt . . . .
. . . 0
—
—
—
—
Iunghanv......
... 6
38
—
38
—
Lechwerke.......
... 8
95
_
—
Mainkraftwerke Höchst a. M.. .8
80
80
—
—
Miag........
. . 10
98
97
97,5
97
Gebr. Roeder ....
. . 10
105
—
—
Voigt & Haeffner . . .
. . . 9
148
——
148
—
Süddeutsche Zucker . .
. . 10
156
156
157
—
Banknoten.
Berlin, 7. Mi
Geld
■" ifrlef "
Amerikanische Noten......
4,174
4,194
Belgische Noten .......
58,60
58,84
Dänische Noten .......
112,10
112,54
Eng'ische Noten........
20,34
20,42
Französische Noten .......
16.46
16,52
Holländische Noten .......
168,16
168,84
Italienische Noten........
22,06
22,14
Norwegische Noten.......
111,98
112,42
Deutsch-Oesterreich, 6 100 Schilling
59,17
59,41
Rumänische Noten.......
2,47
2,49
Schwedische Noten .......
112,43
112,87
Schweizer Noten . .......
81,42
81,74
Spanische Noten ........
48,90
49,10
T'chechojlowakische Noten.....
12,44
12,50
Ungarische Noten .......
73,13
73,43
Deoifinmarfl Berlin — Frankfurt o. M
7. Juli
8. 3ull
Amtliche
Notierung
Amtliche Notierung
Geld | Sric,
Geld
Arle
ülmfi.» Rott.
168,46
168,80
168,46
168,80
Buen.-Aires
1,458
1,502
1,502
1,506
Brss.'Antw.
58,51
58,63
58,51
58,63
Christiania.
112,18
112,40
112,19
112,41
iiopenbag.'n
112,24
112.46
112,24
112 46
Stockholm -
112,55
112,77
112,56
112,78
Helsingfors-
10,547
10,567
10,543
10,563
Italien . . .
21,94
21,98
21,94
21,98
London. . .
20,378
20,418
20,376
20,418
Neuyork . . Paris....
4,189
4,197
4,1885
4,1965
16,465
16,505
16,465
16,505
Schwei; . .
81,31
81,47
81,325
81,485
Spanien -
49,20
49.30
48,92
49,02
Japan . . -
2,073
2,077
2,071
2,075
-Hio de Jan
Wien in D-»
0,464
0,466
0,460
0,462
Ceft. abgest
59,18
59,30
59,16
59,28
Prag . . . .
12,43
12,45
12,429
12,449
Bel irad . .
7,423
7,437
7,420
7,434
Budapest. .
73,31
73,45
73,33
73,47
Bui arien
3,037
3,043
3,037
3,043
Lissabon
18,80
18,84
18,80
18,84
Danzig. . . fionfLntut.
81,47
81,63
81,43
81,59
1,785
1,789
1,784
1,789
Athen. . .
5,43
5,44
5,43
5,44
Capada
4,186
4,194
4,186
4,194
Uru uay.
3,566
3,574
3,566
3,574
Cairo - .
20,89
20,93
20,89
20,93


