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Schachts Rücktritt und die Börse.
Das gestrige Echo in Berlin.
Berlin, 7. März. (Tel.-Un.) Die im Laufe der heutigen Berliner Börsenversammlung durchsickernden Gerüchte von einem Rücktritt D r. Schachts bewirkten bereits unmittelbar nach den ersten Kursen empfindliche Kursrückgänge auf allen Gebieten. Die amtliche Bestätigung von Schachts Rücktrittserklärung hatte gegen Börsenschluß eine ausgesprochene Derflauung der führenden Aktien zur Folge. Die Kursrückgänge erreichten bei einzelnen Papieren ein Ausmaß, das hier feit Monaten nicht mehr beobachtet wurde. Die stärksten Verluste verzeichnete Reichsbankanteile mit 15j d. 5)., Siemens mit 11% d. $)., Salzdetfurth mit 113, Polyphon mit 10$, Rheinbraunkohlen mit 10* und J.-G.-Farbeninduftrie mit 5$. Auch nach den Schlußkursen hörte man weiter rückgehende Kurse.
Die Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., l.*IRä-y (TU.) Nachdem die Kurse auf der Frankfurter Mittags- b ö r s e auf Schachts Rücktritt hin um etwa 12 b i s 1 5 v. H. zurückgegangen waren, zogen sie auf der 2l b e n d b ö r s e im Durchschnitt um etwa 2 bis 3 v. H. wieder an, da man die Reichsbankkrise in ruhigerem Sinne aus- fahte. Man nannte auf der Aöendbörse bereits Direktor Kehl von der Deutschen Bank und Di'coniogesell chaft als Schachts Rach'olger.
2ln der Abendbörse war die Stimmung allgemein beruhigter, und auf Deckungen und Intervcntionskäufe konnten sich die Kurse auf den meisten Marktgebieten erholen, da andererseits die großen Verkäufe aufgehört haben. Gegen den Berliner Schluß lagen die heute mittag am stärksten gedrückten Werte, wie I.-G.-Farben, AEG., Licht und Kraft und Siemens bis 1,5 Pro- ?"nt, hoher. Dresdner Bank, Rütgerswerke und W.ldhos konnten je 1,5 Prozent anziehen. Reichs» bankanteile nannte man etwa 3 Prozent höher. 3m Verlaufe machte sich wieder eine gewisse Zurückhaltung und Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen von Schachts Rücktritt geltend, wenn auch neue Verkäufe nicht vorgenommen wurden. Reubesitzanlcihe 8.40, Adca 120,50, Commerzbank 152,50, Danatbank 228.50, Dedibank 145, Dresdner Dank 146,50, Rcichsbank 276, Gelsenlirchen 136, Aschers eben 204.50. Westeregeln 207, Rheinstahl 113, Stahlverein 93,75. Aku 103, AEG. 157,50, Deutsche Linoleum 259, Licht und Kraft 163, 3.-G.-Farben 159.75, Gesfürei 167, R.itgerswerke 74,50, Siemens 242, Schuckert 180, Südd. Zucker 151,50, Zellstoff Aschaffenburg 151, Waldhof 203,25.
Erho-ung der Tendenz
an der heuigen Berliner Börse.
Berlin, 8. März. Nach der ersten Bestürzung, die durch den Rücktritt d^s Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht an der gestrigen Börse hervorgerufen wurde, konnte sich schon gestern abend eine E r - holung der Tendenz durchsetzen. Heute vormittag beurteilte man die Situation schon wieder recht beruhigter, zumal auch das Ausland die Angelegenheit in seinen Kommentaren ziemlich gleichmäßig behandelt. Schon vormittags verlautete, daß die Banken die Absicht hätten, im Bedarfsfälle zu intervenieren. Da aber die Provinz nicht mit Verkäufen an den Markt kam, das Ausland eher Kauf- interesfe zeigte, war die Börse, die gestern stark schuldig geworden war, zu Deckungen gezwungen. Es wurde bekannt, daß der Generalrat der R.ichs- bank auf Dienstag, 11. März, 4 Uhr nachmittags einbervfen fei, und es sah so aus, als ob die Börse
Herrn Dr. L u t h e r alj Nachfolger Dr. Schachts große Chancen gäbe. So war es nicht verwunderlich, daß die ersten Notierungen heute teilweise kräftige Erholungen aufweifen konnten. Steigerungen bis zu 5 o. H. waren keine Seltenheit. Reichsbankanteile zogen sogar bei Materialknappheit um 11,5 v. H. an. Auch Rheinische Braunkohlen fielen mit einer 6-v. H.-Steigerung auf. Deutsche Anleihen waren ruhig. Von Ausländern setzten 4,5-v. H.- Oesterreichische Staatsrente von 1914 ihre Aufwärtsbewegung fort. Der Geldmarkt war bei wenig veränderten Sätzen eher leichter. Tagesgelü stellte sich auf 6 bis 8 o. H., vereinzelt auf 5,5 o. H. Auch nach den ersten Kursen blieb die Stimmung freundlich. In Reaktion auf die anfänglichen Steigerungen traten bei den besonders stark erhöhten Werten zunächst kleine Rückschläge ein; später setzten aber erneute Käufe des Auslandes (Paris, Schweiz) ein, die das Kursniveau wieder nach oben beeinflußten. Etwas größeres Interesse trat für Kaliwerte hervor, die etwa 1,5 o. H. über Anfang umgingen.
Ausgesprochen freundlich an der frankfurter ^örse.
Frankfurt a. M., 8. März. Tendenz: freundlicher. Zum Wochenschluß konnte die Besserung an der Börse weiter an Boden gewinnen, nachdem das Ausland die Lage nach dem Rücktritt des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht ziemlich ruhig beurteilte, hat die gestrige starke Erregung sich vollkommen gelegt, denn man hofft, daß durch den Wechsel in der Reichsbankleitung ein reibungsloses Zusammenarbeiten zwischen der Regierung und der Notenbank ermöglicht wird. Die Tendenz war ausgesproo'en freundlich. Von Publikumsseite kam kein Material heraus. Die Kulisse zeigte nach den überstürzten Angstverkäufen Deckungsbedürfnis, so daß gegenüber der schon gebesserten gestrigen Abendbörse weitere Erholungen eintraten. Das Geschäft war aber nur zeitweise lebhafter, die zweite Hand fehlte immer noch. Einen guten Eindruck machte die feste gestrige Neuyorker Börse, trotz des unverändert belassenen Diskontsatzes am dortigen Platze. Die Diskontreduktion der Reichsbank und, als Folge davon, die Zins- ermäßigungen an anderen Plätzen, wirkten günstig nach. Zu den ersten Kursen konnten vor allem Schiff- fahrtswerte, die auf nichtbestätigte Gerüchte lebhafte Nachfrage aufzuweisen hatten, bis zu 3 v. H. gewinnen. Ferner trat noch am Kalimarkte regeres Interesse hervor. Der gesteigerte Kaliabsatz blieb nicht ohne Wirkung. Afchersleben zogen 5,5 o. H. und Westeregeln 4 v. H. an. Don Elektrowerten konnten Schuckert 3 v. H. gewinnen. Siemens waren dagegen nur leicht gebessert. Licht & Kraft und AEG. gewannen je 2 v. H. Chadeaktien lagen gut behauptet. Am Chemiemarkt erfreuten sich Deutsche Erdöl bei einem Gewinn von 2,5 o. H. etwas lebhafterer Nachfrage. Farben besserten sich um 1,5 v. H. Für Montanwerte blieb auch heute das Interesse gering. Am Bankenmarkt war die Umsatztätigkeit ebenfalls reger. Besonders Reichsbank traten mit plus 6 v. H. an die Spitze. Die übrigen Werte gewannen bis zu 2 v. H. Zellstoffwerte bis 1,5 v. H. fester. Kunstseidenwerte konnten bis zu 2 o. H. gewinnen. Renten ft.ll und zumeist gut behauptet. Im Verlaufe blieb die Tendenz bei ftillem Geschäft freundlich. Don Auslandseite sollen einige Aufträge eingetroffen fein. Das Kursniveau konnte sich gegenüber dem Anfang bis zu 1 v. H. heben. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 o. H. leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar zirka 4,1915, gegen Pfund zirka 20,3775, gegen Paris zirka 124,24, London gegen Kabel zirka 4,8615, gegen. Mailand zirka 92,82, gegen Madrid zirka 40,25, gegen Holland zirka 12,1250.
suchen und nehmen, anstatt, tote es eigentlich richtig wäre, in die langfristige Anlage zu gehen.
Was die weitere Entwicklung des Geldmarktes anlangt, so dürfte die ihn beherrschende außerordentliche Abundanz jetzt wohl etwas zurück- gehen. Von 3nteresse ist übrigens noch die Tatsache, daß die Reichsbank entgegen geäußerten Erwartungen die Spanne zwischen Reich-bank- diskont und Lombardsatz unverändert auf 1 v. Sy gelassen hat.
Z.nSermäßiüUng der Seehandlung.
Berlin, 7. März. Mit Rücksicht auf die heute erfolgte Diskontermäßigung der Reichsbank hat auch die Preußische Staatsbank (Seehandlung) ihre im Verkehr mit den Danken und Bankiers geltenden Zinssätze herab- ?! e s e tz t. Laut einem am 7. März an die Dank- undschait versandten Rundschreiben werden tägliche Gelder mit 33/t (bisher 4) Prozent und, sofern sie über Ultimo bei der Seehandlung verbleiben, mit 5'/s (d7/s) Prozent verzinst. Die Zusatzvergütung für Gelder, welche über Ultimo Februar und über Ultimo März bei der Preußischen Staatsbank belassen worden sind, bleibt unverändert 3/8 Prozent. Die Sätze für Gelder, die der Staatsbank auf 1 bis 3 Monate fest überlassen werden, sind um 1/t Prozent auf 6 Proz. herabgesetzt worden. Darlehen auf Konto „3*‘ (innerhalb des Monats) kosten jetzt 5*/z (53/4) Prozent; für Einzahlungen darauf werden 4v/8 (43/s) Prozent Habenzinsen gezahlt.
Nochenberichl
vom Sranffurfer Effektenmarkt.
Auch die neue Woche begann lustlos, in erster Lini" unter der ftarien Einwirkung des Auftragsmangels. Aber auch die immer noch nicht geklärte innerpolitische Lage war in der Hauptsache der Grund einer so engen Umsatztätigkeit. Die Kulisse schritt trotz der glatten Ueberwindung des Ultimos immer noch zu Positionslösungen, so daß sich bei der geringen Aufnahmelust zumeist kleine Abschwächungen einstellten. Die Verluste nahmen aber ein größeres Ausmaß nur in Einzelfällen an, da der Grundton der Börse eine unverkennbare Widerst a n d s k r a f t dem ungünstigen Zwang entgegensetzen konnte. Als besondere Motive kamen der Rückgang der RuhrkohlenfÜrderung, die Zunahme der Feie, schichten und einige nicht gerade vorteilhafte Wirtjchaftsnachrichten m Betracht. Das Geschäft konnte ferne Belebung erfahren, da von einem Ordereingang immer noch nichts zu spüren war. Die Kulisse war auf sich selbst angewiesen, schritt auch in einigen Fällen zu Deckungen, so daß wenigstens verschiedene Spezialw r t e eine etwas regere U m s a tz t ä t i g k e i t erzielen konnten. Hinzu kamen noch günstige Meldungen, die Anlaß zu Sonderbewegungen boten. Dor allem traten Schiffahrtswerte mehr in den Vordergrund. Man sprach von nun endlich zur Tatsache werdenden Freigabeaussichten von feiten Amerikas, bann wurde wieder von bevorstehenden Fusionen im Verkehrswesen gesprochen, zuguterletzt erfuhr man von einer Betriebs- und Jnteressegemeinsch^ft zwischen de- Nordd. Lloyd A. G. und dem Königs. Holl. Lloyd; letzteres wurde offiziell bestätigt. Diese Gründe genügten um regeres Interesse auf den Schiffahrtsmarkt zu konzentrieren. An Stelle der sonst gewohnten Stille und Zurückhaltung konnte man an diesem Markt fast von einer Haussebewegung sprechen. Bei einem Vergleich der Surfe gegenüber der vergangenen Woche gewannen Hapag und Lloyd bis zu 6 v. H. Gleichzeitig wurden zwischendurch Gewinnmitnahmen vorgenommen, so daß ein Teil des Gewinnes wieder hergegeben wurde. Obwohl die Börse von diesem Augenblick an zuversichtlicher und freundlicher war, konnte man bei der Spekulation immer eine gewisse Zurückhaltung und Nerrosität beobachten. Es mag aber auch eine gewisse Vorsicht gewesen sein, da man immer noch nicht weiß, wie die Beratungen im Reichstage ausgehen; aber der Hauptverstim- mungsfaftor war und blieb die O r d e r l o s i g k e i t. Diese war auch die Ursache, daß zwischendurch eine Abschwächung eingetreten war. Die Spekulation unternahm zwar immer Ankurbelungsversuche, da die zweite Hand aber trotz des sehr günstigen Kursstandes in ihrer zögernden Stellung verharrt, wurde die Kulisse jedesmal mutlos und schritt zu Abgaben zur Geldbeschaffung Einen günstigen Eindruck machte noch die Wiederaufnahme der Dividendeausschüttung bei Harpener, die Dividende-Erhöhung bei Buderus und noch einigen anderen Unternehmen. Zum Wochenschluß war die Stimmung trotz der Einigung innerhalb der Regierung über das Finanzprogramm verstimmt, und zwar vom Siemensmarkte ausgehend. Ein größerer Posten herauskommenden Materials machte die Aussichten auf eine Besserung zunichte.
Das Geschäft schrumpfte erheblich zusammen. Die Auknahmelust blieb minimal. Die Londoner Diskontsenkung konnte nur vorübergehend etwas freundlicher stimmen. Aber trotzdem -aren die Kurse zumeist gegenüber der vergangenen Woche bis zu 2 v. H. höher. Banken gut behauptet. Zellstoffwerte bis 6 v H. fester. Kaliwerte gewannen auf die hohen Absatzziffern des Kalisyndikats bis zu 6 v. H. Chadeaktien büßten auf die schwache spanische Valuta 12 Mark ein.
Wochenbericht
vom Sranffurfer Schlachtviehmarkt
Das Geschä't am Frankfurter Schlachtviehmarkt war auch in dieser Woche sehr klein. Trotz des meist schwächeren Auftriebs konnte keine Unternehmungslust aufkommen, da die allgemein
schlechte Wirtschaftslage weiter geschäftshemmend wirkte. 1 Eine amtliche Verfügung, wonach am Rebenmarkt keine Schweine bis auf weiteres zur Rotiz gebracht werden, wirkte ebenfalls verstimmend. Ein Grund h.ersür war nicht zu erfahren. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb geringer, als in der Vorwoche. Rach ruhigem Handel und weiter verstärkter Beteiligung von auswärts wurde der Markt ausverkauft. Die Preise blieben unverändert. Kälber und Schafe verzeichneten reges Geschäft bei anziehenden Preisen. Die Märkte wurden geräumt. Am Schweinemarkt war der Auftrieb außerordentlich groß, nach ruhigem Handel verblieb äleberstand. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1391 Rindern, darunter befanden sich 342 Ochsen, 64 Dullen, 501 Kühe und 318 Färsen,
ferner aus 1463 Kälbern, 360 Schafen und 5923 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 191 Rinder, 172 Kälber und 52 Schafe weniger am Markt, während 950 Schweine mehr zum Verkauf standen.
Dezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen: al) 54 bis 57, a2) 50 bis 53, bl) 46 bis 49. Dullen: a) 54 bis 56, b) 49 bis 53. Kühe: a) 45 bis 48, b) 41 bis 44, c) 34 bis 40, d) 28 bis 33. Färsen: a) 56 bis 59, b) 52 bis 55,
c) 48 bis 51. Kälber: b) 75 bis 78, c) 68 bis 74,
d) 62 bis 67. Schafe: al) 48 bis 52, b) 40 bis 47.
Schweine: a) 73 bis 76, b) 74 bis 76, c) 74 bis
77, d) 74 bis 77, e) 72 bis 75. 3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnten Kälber um 3 Mark, Schafe und Färsen je um 1 Mark anziehen, dagegen gaben Schweine bis zu 4 Mark nach. Ochsen, Dullen und Kühe behauptet.
* Schweizerische Holdinggründung der Polyphontoerke. -3ur Zusammenfassung ihrer verschiedenen ausländischen Fabrikations- und Vertriebsinteressen und in Verbindung mit dem beabsichtigten we.teren Ausbau dieser Gebiete hat die Polyphonwerke AG., Wahren-Derlin, eine Holdinggesellschaft unter dem Rainen „Polyphon-Holding AD." mit dem Sih in Dasel und mit einem Kapital von 8,5 Millionen Schweizer Francs errichtet. Das Aktienkapital besteht aus 4,5 Millionen Schweizer Francs, Aktien Lit. A, von denen zunächst 2,25 Millionen Schweizer Francs voll bezahlt werden, und vier Millionen Schweizer Aktien Lit. B, die zunächst mit 25 v. H. einbezahlt werden. Das gesamte Aktienkapital bleibt zunächst in den Händen der Polyphonwerke, doch ist in Aussicht genommen, den Aktionären zu gegebener Zeit ein Dezugsrecht auf die Aktien Lit. B einzuräumen. Ein Beschluß hierüber dürfte in der in einigen Wochen stattsindenden Dilanz- sihung vom Aufsicht'rat gefaßt werden.
* Linke-Hofmann-Buschwerke A -G., Berlin. 3n der Aufsichtsrals,i.;ung wurde beschlossen, nach reichlichen Abschreibungen und Rückstellungen eine Dividende von 5 Prozent (i. V. 0 Prozent) auf das 30 Millionen Mark betragende Aktienkapital vorzuschlagen. Der bisherige Verlauf des neuen Geschäfts ahres, sowie der Auftragsbestand seien weiterhin günstig.
• Preußengrube 21.-©., Berlin. Der Aufsichtsrat schlägt die Verteilung einer Dividende von 6 (i. V. 5) Prozent vor.
* Maschinenfabrik Buckau R. Wolf A.-G., Magdeburg. Aus dem nach Vornahme von 1 117 086 (i. V. 845 022) Mark Abschreibungen verbleibenden Reingewinn von 1 430 309 (1 408 883) Mk. wird die Verteilung einer Dividende von wieder 10 Prozent vorge- schlagen.
Kunst und Wissenschaft.
Inlendantenwechfel in Mannheim.
WSR. Mannheim, 7. März. Das Dienstverhältnis mit dem 3ntenöan.en Sioli wird auf den 31. August 1931 gelöst. Gleichzeitig wird dem Ersuchen des Intendanten, ihn schon für das Spieljahr 1930/31 zu beurlauben, entsprochen. — lieber den Rachfolger Siolis ist noch nichts bekannt.
Wissenschaftliche Auszeichnung.
Dem Direktor des Instituts für experimentelle Krebsforschung in Heidelberg, Prof. Dr. Hans Sachs, und dem Direktor des Serologischen Instituts und der Lungenheilstätte in Ambrock (Weftf.), Dr med. Ernst Meinicke, wurde, wie aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, für ihre serologischen Forschungen, im besonderen auf dem Gebiete der Syphilisdiagnostik, der Ludwig- Darmstädter-Preis mit der Paul-Ehr- lich-Plakette vom Vorstand der Stiftung „Georg-Speyer-Haus" verliehen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Geschäftliches.
Eine Propaganda-Kolonne der Daimler-Benz A.-G., bestehend aus Liefer- und Lastwagen von 1—5 t Tragfähigkeit und einigen Omnibussen passierte gestern auf der Durchfahrt unsere Stadt und nahm einige Zeit Aufstellung in der Frankfurter Straße. Besonders fiel ein großer dreiachsiger Omnibus mit modernem Ganz-Stahl-Aufbau und ein riesiger 5-t-Laftwagen mit Rohölmotor auf. Alle Wagen zeigten geschmackvolle, solide Ausführung.
347
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzi beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 v. H., Lombardzinsfuß 7 o. H.
Frankfurt a 2)1.
Berlin
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6% Tcundje iHctcbwilcitie von 1*127 ...
7% Deutsche Reschsanleihe
voll 192‘J ...
Seitliche -lnl.-Abldi.-Cchuld mH Auslo,..Rechten
Seen), ohne Auriol.-Rechie .
8% Heli. mplttftaat von 1929 irüduihlh.
£ ['erhoffen Provinz ■ Anleihe mit fltieh'i.»rechten
Seitliche Som in. Sammelobi.
Anleihe Serie 1
8% .tranf| Hup.Bank Goldvle XIII unkündbar bis 1931
7% Äranff Hvv.-Bauk Äolbpse unfuüobdr bi? 1932
Mein liehe Hvv.-Bank tiliiu. toolbpfe.
8% Pr. VanDeopfanDbrlefonftalt, Pfandbriefe R. 17
8°.. Pr Landeüpsandbriescmllalt, Stomni.-fbl. fR. Iß
7?<r Pr. i'anheevfanbbrtelanRali, Piauvbriefe 91.10 . ..
Cl.tf.flJ. abff. Borkrieg« Obligatio neu. riirfiühlbm 1933 . . .
4",. Ceftcrretdmrhe Goldrente . .
4,20% Cefterreidindie GHberrente
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—
40
Lechwerke. .....
. 8
105.5
105,75
—
Mainkrastwerke Höchst a. M..
. 8
107
-
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Miag .....
10
131
129
130
(Sehr. Roeder.....
10
116
—
—
Bolgt & Haesfner . . •
. 9
218
218
—
Süddeutsche Zucker • «
• •
10
151,5
152,5
*
Banknoten.
Berlin, 7. März___
Geld
Sritf
•ecukritaiiiiaic 'Jtoten . .
4,168
4.188
Belgische 'J/otcn.....
58.13
58.37
Taniiche Noten.....
111,78
112,22
Englische Noten. . . . .
20,315
20.395
Französische L.'oten . . .
16.37
16.43
holländische Noten . . .
_ * .
167,53
168,21
At fientfefte 'J/nten . . .
21,96
22,04
Norwegische Noten. . .
111.78
112.22
Deutsch Ccfterr .äiooflroncn
58,80
59.04
Nnmänische Noten . . .
2,47
2.49
Schwedische
Noten - > .
e • a
112,08
112.52
Schweiter Noten ....
80 74
81.06
Spanische Noten ....
50,05
50,25
Tschechoslowakische Noten . .
12 365
12.425
Ungarische Noten
• • •
72.95
73.25
Z,eviftnmar(t Berlin
- Frankfurt
a. M.
7. 2).Lrz
8. Mär,
Amtlich. Notierung
Amtliche Folierung
Geld
Sri.
Geld
Srltl
rinnt.-Nott.
167.81
168 1
167.94
168.28
Bu.'U-NireS
1,572
1,576
1,570
1.574
Brss.-rintw
18.315
58,435
58,33
58.45
Christiania.
111,96
112.1b
112,06
112,28
Novenhag.'n
H2.01
112.23
112,12
112,34
Stockholm -
112,31
112,53
112.39
112,61
Helsingtors.
10,526
10,546
10.53
10,56
Italien. . .
London. . .
21,91
21,96
21.94
21,98
20.344
20.384
20,36
20,40
Neuyork . .
4,1865
4.1945
4.189
4,197
DariS....
Schweiz ..
16,37
16,4
16.39
16,43
o,895
49,42
1 055
81.02
8113
Spa L-n .
49,52
51.20
51.30
Japan . . .
2,063
2,072
2,067
2.071
•Nio de Jan
1.474
0.476
9.483
0,485
Wien in
Ceft. obfleft Prag . . .
38,95
39.0/
38.98
59,10
12,402
12,422
•2.415
12,435
Pel irad . .
7.383
7,397
7,391
7,405
Dudav . . Bul arten
73.15
73.29
73.19
73,33
3,027
3 03
3,035
3.041
Lissabon
18.83
18,87
13,82
18.86
STaiutfl. . . fionit ntin.
,1,34 1,785
bl ,5«, 1,789
81,38
1,784
81.54
1,788
Athen. . .
5.415
5,425
5,435
5,445
Canada
4,167
4,175
4.171
4,179
Uru uat). .
3,686
3.694
3.706
3,714
Cairo .. -
20,86
20,00
20,875
20,915
3 K Pfarre' HE jkirch rer 0 ordeirtl her Zuhör' grob^ den 5
Kirche. PalW ir, fol c'n£ tt* y ycbotts tz'thE geböte lang bies a) 19,20 a Sil-bar zu 28.0 zu 14,. Krvsdo je Fest 22,502 Meter, Schiefe traM, schaM Menge
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