Einzelbild herunterladen

fit' 1

Ild

1'1! 1

Schachts Rücktritt und die Börse.

Das gestrige Echo in Berlin.

Berlin, 7. März. (Tel.-Un.) Die im Laufe der heutigen Berliner Börsenversammlung durchsickernden Gerüchte von einem Rücktritt D r. Schachts bewirkten bereits unmittelbar nach den ersten Kur­sen empfindliche Kursrückgänge auf allen Gebieten. Die amtliche Bestätigung von Schachts Rücktrittserklärung hatte gegen Börsen­schluß eine ausgesprochene Derflauung der führenden Aktien zur Folge. Die Kursrückgänge erreichten bei einzelnen Pa­pieren ein Ausmaß, das hier feit Monaten nicht mehr beobachtet wurde. Die stärksten Verluste ver­zeichnete Reichsbankanteile mit 15j d. 5)., Siemens mit 11% d. $)., Salzdetfurth mit 113, Po­lyphon mit 10$, Rheinbraunkohlen mit 10* und J.-G.-Farbeninduftrie mit 5$. Auch nach den Schluß­kursen hörte man weiter rückgehende Kurse.

Die Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., l.*IRä-y (TU.) Nachdem die Kurse auf der Frankfurter Mittags- b ö r s e auf Schachts Rücktritt hin um etwa 12 b i s 1 5 v. H. zurückgegangen waren, zogen sie auf der 2l b e n d b ö r s e im Durchschnitt um etwa 2 bis 3 v. H. wieder an, da man die Reichsbankkrise in ruhigerem Sinne aus- fahte. Man nannte auf der Aöendbörse bereits Direktor Kehl von der Deutschen Bank und Di'coniogesell chaft als Schachts Rach'olger.

2ln der Abendbörse war die Stimmung allgemein beruhigter, und auf Deckungen und Intervcntionskäufe konnten sich die Kurse auf den meisten Marktgebieten erholen, da anderer­seits die großen Verkäufe aufgehört haben. Gegen den Berliner Schluß lagen die heute mittag am stärksten gedrückten Werte, wie I.-G.-Farben, AEG., Licht und Kraft und Siemens bis 1,5 Pro- ?"nt, hoher. Dresdner Bank, Rütgerswerke und W.ldhos konnten je 1,5 Prozent anziehen. Reichs» bankanteile nannte man etwa 3 Prozent höher. 3m Verlaufe machte sich wieder eine gewisse Zu­rückhaltung und Unsicherheit hinsichtlich der Aus­wirkungen von Schachts Rücktritt geltend, wenn auch neue Verkäufe nicht vorgenommen wurden. Reubesitzanlcihe 8.40, Adca 120,50, Commerzbank 152,50, Danatbank 228.50, Dedibank 145, Dresdner Dank 146,50, Rcichsbank 276, Gelsenlirchen 136, Aschers eben 204.50. Westeregeln 207, Rheinstahl 113, Stahlverein 93,75. Aku 103, AEG. 157,50, Deutsche Linoleum 259, Licht und Kraft 163, 3.-G.-Farben 159.75, Gesfürei 167, R.itgerswerke 74,50, Siemens 242, Schuckert 180, Südd. Zucker 151,50, Zellstoff Aschaffenburg 151, Waldhof 203,25.

Erho-ung der Tendenz

an der heuigen Berliner Börse.

Berlin, 8. März. Nach der ersten Bestürzung, die durch den Rücktritt d^s Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht an der gestrigen Börse hervorgerufen wurde, konnte sich schon gestern abend eine E r - holung der Tendenz durchsetzen. Heute vor­mittag beurteilte man die Situation schon wieder recht beruhigter, zumal auch das Ausland die An­gelegenheit in seinen Kommentaren ziemlich gleich­mäßig behandelt. Schon vormittags verlautete, daß die Banken die Absicht hätten, im Bedarfsfälle zu intervenieren. Da aber die Provinz nicht mit Ver­käufen an den Markt kam, das Ausland eher Kauf- interesfe zeigte, war die Börse, die gestern stark schuldig geworden war, zu Deckungen gezwungen. Es wurde bekannt, daß der Generalrat der R.ichs- bank auf Dienstag, 11. März, 4 Uhr nachmittags einbervfen fei, und es sah so aus, als ob die Börse

Herrn Dr. L u t h e r alj Nachfolger Dr. Schachts große Chancen gäbe. So war es nicht verwunderlich, daß die ersten Notierungen heute teilweise kräftige Erholungen aufweifen konnten. Steigerungen bis zu 5 o. H. waren keine Seltenheit. Reichsbankanteile zogen sogar bei Materialknapp­heit um 11,5 v. H. an. Auch Rheinische Braunkohlen fielen mit einer 6-v. H.-Steigerung auf. Deutsche An­leihen waren ruhig. Von Ausländern setzten 4,5-v. H.- Oesterreichische Staatsrente von 1914 ihre Aufwärts­bewegung fort. Der Geldmarkt war bei wenig ver­änderten Sätzen eher leichter. Tagesgelü stellte sich auf 6 bis 8 o. H., vereinzelt auf 5,5 o. H. Auch nach den ersten Kursen blieb die Stimmung freundlich. In Reaktion auf die anfänglichen Steigerungen traten bei den besonders stark erhöhten Werten zu­nächst kleine Rückschläge ein; später setzten aber er­neute Käufe des Auslandes (Paris, Schweiz) ein, die das Kursniveau wieder nach oben beeinflußten. Etwas größeres Interesse trat für Kaliwerte her­vor, die etwa 1,5 o. H. über Anfang umgingen.

Ausgesprochen freundlich an der frankfurter ^örse.

Frankfurt a. M., 8. März. Tendenz: freund­licher. Zum Wochenschluß konnte die Besserung an der Börse weiter an Boden gewinnen, nachdem das Ausland die Lage nach dem Rücktritt des Reichs­bankpräsidenten Dr. Schacht ziemlich ruhig beur­teilte, hat die gestrige starke Erregung sich vollkommen gelegt, denn man hofft, daß durch den Wechsel in der Reichsbankleitung ein rei­bungsloses Zusammenarbeiten zwischen der Regie­rung und der Notenbank ermöglicht wird. Die Ten­denz war ausgesproo'en freundlich. Von Publikumsseite kam kein Material heraus. Die Ku­lisse zeigte nach den überstürzten Angstverkäufen Deckungsbedürfnis, so daß gegenüber der schon ge­besserten gestrigen Abendbörse weitere Er­holungen eintraten. Das Geschäft war aber nur zeitweise lebhafter, die zweite Hand fehlte immer noch. Einen guten Eindruck machte die feste gestrige Neuyorker Börse, trotz des unverändert belassenen Diskontsatzes am dortigen Platze. Die Diskontreduk­tion der Reichsbank und, als Folge davon, die Zins- ermäßigungen an anderen Plätzen, wirkten günstig nach. Zu den ersten Kursen konnten vor allem Schiff- fahrtswerte, die auf nichtbestätigte Gerüchte lebhafte Nachfrage aufzuweisen hatten, bis zu 3 v. H. ge­winnen. Ferner trat noch am Kalimarkte regeres Interesse hervor. Der gesteigerte Kaliabsatz blieb nicht ohne Wirkung. Afchersleben zogen 5,5 o. H. und Westeregeln 4 v. H. an. Don Elektrowerten konnten Schuckert 3 v. H. gewinnen. Siemens waren dagegen nur leicht gebessert. Licht & Kraft und AEG. gewannen je 2 v. H. Chadeaktien lagen gut behauptet. Am Chemiemarkt erfreuten sich Deutsche Erdöl bei einem Gewinn von 2,5 o. H. etwas lebhafterer Nachfrage. Farben besserten sich um 1,5 v. H. Für Montanwerte blieb auch heute das Interesse gering. Am Bankenmarkt war die Umsatztätigkeit ebenfalls reger. Besonders Reichsbank traten mit plus 6 v. H. an die Spitze. Die übrigen Werte gewannen bis zu 2 v. H. Zellstoffwerte bis 1,5 v. H. fester. Kunstseiden­werte konnten bis zu 2 o. H. gewinnen. Renten ft.ll und zumeist gut behauptet. Im Verlaufe blieb die Tendenz bei ftillem Geschäft freundlich. Don Auslandseite sollen einige Aufträge eingetroffen fein. Das Kursniveau konnte sich gegenüber dem Anfang bis zu 1 v. H. heben. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 o. H. leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar zirka 4,1915, gegen Pfund zirka 20,3775, gegen Paris zirka 124,24, Lon­don gegen Kabel zirka 4,8615, gegen. Mailand zirka 92,82, gegen Madrid zirka 40,25, gegen Holland zirka 12,1250.

suchen und nehmen, anstatt, tote es eigentlich rich­tig wäre, in die langfristige Anlage zu gehen.

Was die weitere Entwicklung des Geldmarktes anlangt, so dürfte die ihn beherrschende außer­ordentliche Abundanz jetzt wohl etwas zurück- gehen. Von 3nteresse ist übrigens noch die Tat­sache, daß die Reichsbank entgegen geäußerten Erwartungen die Spanne zwischen Reich-bank- diskont und Lombardsatz unverändert auf 1 v. Sy gelassen hat.

Z.nSermäßiüUng der Seehandlung.

Berlin, 7. März. Mit Rücksicht auf die heute erfolgte Diskontermäßigung der Reichsbank hat auch die Preußische Staatsbank (Seehandlung) ihre im Verkehr mit den Danken und Bankiers geltenden Zinssätze herab- ?! e s e tz t. Laut einem am 7. März an die Dank- undschait versandten Rundschreiben werden täg­liche Gelder mit 33/t (bisher 4) Prozent und, so­fern sie über Ultimo bei der Seehandlung ver­bleiben, mit 5'/s (d7/s) Prozent verzinst. Die Zu­satzvergütung für Gelder, welche über Ultimo Februar und über Ultimo März bei der Preußi­schen Staatsbank belassen worden sind, bleibt un­verändert 3/8 Prozent. Die Sätze für Gelder, die der Staatsbank auf 1 bis 3 Monate fest über­lassen werden, sind um 1/t Prozent auf 6 Proz. herabgesetzt worden. Darlehen auf Konto3* (innerhalb des Monats) kosten jetzt 5*/z (53/4) Prozent; für Einzahlungen darauf werden 4v/8 (43/s) Prozent Habenzinsen gezahlt.

Nochenberichl

vom Sranffurfer Effektenmarkt.

Auch die neue Woche begann lustlos, in erster Lini" unter der ftarien Einwirkung des Auftrags­mangels. Aber auch die immer noch nicht geklärte innerpolitische Lage war in der Hauptsache der Grund einer so engen Umsatztätigkeit. Die Kulisse schritt trotz der glatten Ueberwindung des Ultimos immer noch zu Positionslösungen, so daß sich bei der geringen Aufnahmelust zumeist kleine Abschwächun­gen einstellten. Die Verluste nahmen aber ein grö­ßeres Ausmaß nur in Einzelfällen an, da der Grund­ton der Börse eine unverkennbare Wider­st a n d s k r a f t dem ungünstigen Zwang entgegen­setzen konnte. Als besondere Motive kamen der Rück­gang der RuhrkohlenfÜrderung, die Zunahme der Feie, schichten und einige nicht gerade vorteilhafte Wirtjchaftsnachrichten m Betracht. Das Geschäft konnte ferne Belebung erfahren, da von einem Order­eingang immer noch nichts zu spüren war. Die Ku­lisse war auf sich selbst angewiesen, schritt auch in einigen Fällen zu Deckungen, so daß wenigstens ver­schiedene Spezialw r t e eine etwas regere U m s a tz t ä t i g k e i t erzielen konnten. Hinzu kamen noch günstige Meldungen, die Anlaß zu Sonderbewe­gungen boten. Dor allem traten Schiffahrtswerte mehr in den Vordergrund. Man sprach von nun end­lich zur Tatsache werdenden Freigabeaussichten von feiten Amerikas, bann wurde wieder von bevor­stehenden Fusionen im Verkehrswesen gesprochen, zuguterletzt erfuhr man von einer Betriebs- und Jnteressegemeinsch^ft zwischen de- Nordd. Lloyd A. G. und dem Königs. Holl. Lloyd; letzteres wurde offiziell bestätigt. Diese Gründe genügten um regeres Inter­esse auf den Schiffahrtsmarkt zu konzentrieren. An Stelle der sonst gewohnten Stille und Zurückhaltung konnte man an diesem Markt fast von einer Hausse­bewegung sprechen. Bei einem Vergleich der Surfe gegenüber der vergangenen Woche gewannen Hapag und Lloyd bis zu 6 v. H. Gleichzeitig wurden zwi­schendurch Gewinnmitnahmen vorgenommen, so daß ein Teil des Gewinnes wieder hergegeben wurde. Obwohl die Börse von diesem Augenblick an zuver­sichtlicher und freundlicher war, konnte man bei der Spekulation immer eine gewisse Zurückhal­tung und Nerrosität beobachten. Es mag aber auch eine gewisse Vorsicht gewesen sein, da man immer noch nicht weiß, wie die Beratungen im Reichstage ausgehen; aber der Hauptverstim- mungsfaftor war und blieb die O r d e r l o s i g k e i t. Diese war auch die Ursache, daß zwischendurch eine Abschwächung eingetreten war. Die Spekulation un­ternahm zwar immer Ankurbelungsversuche, da die zweite Hand aber trotz des sehr günstigen Kursstan­des in ihrer zögernden Stellung verharrt, wurde die Kulisse jedesmal mutlos und schritt zu Abgaben zur Geldbeschaffung Einen günstigen Eindruck machte noch die Wiederaufnahme der Dividendeausschüttung bei Harpener, die Dividende-Erhöhung bei Buderus und noch einigen anderen Unternehmen. Zum Wo­chenschluß war die Stimmung trotz der Einigung in­nerhalb der Regierung über das Finanzprogramm verstimmt, und zwar vom Siemensmarkte ausgehend. Ein größerer Posten herauskommenden Materials machte die Aussichten auf eine Besserung zunichte.

Das Geschäft schrumpfte erheblich zusammen. Die Auknahmelust blieb minimal. Die Londoner Diskont­senkung konnte nur vorübergehend etwas freund­licher stimmen. Aber trotzdem -aren die Kurse zu­meist gegenüber der vergangenen Woche bis zu 2 v. H. höher. Banken gut behauptet. Zellstoffwerte bis 6 v H. fester. Kaliwerte gewannen auf die hohen Absatzziffern des Kalisyndikats bis zu 6 v. H. Chade­aktien büßten auf die schwache spanische Valuta 12 Mark ein.

Wochenbericht

vom Sranffurfer Schlachtviehmarkt

Das Geschä't am Frankfurter Schlachtviehmarkt war auch in dieser Woche sehr klein. Trotz des meist schwächeren Auftriebs konnte keine Unternehmungslust aufkommen, da die allgemein

schlechte Wirtschaftslage weiter geschäftshemmend wirkte. 1 Eine amtliche Verfügung, wonach am Rebenmarkt keine Schweine bis auf weiteres zur Rotiz gebracht werden, wirkte ebenfalls ver­stimmend. Ein Grund h.ersür war nicht zu erfah­ren. Auf dem Rindermarkt war der Auf­trieb geringer, als in der Vorwoche. Rach ruhigem Handel und weiter verstärkter Beteili­gung von auswärts wurde der Markt ausver­kauft. Die Preise blieben unverändert. Kälber und Schafe verzeichneten reges Geschäft bei anziehenden Preisen. Die Märkte wurden ge­räumt. Am Schweinemarkt war der Auf­trieb außerordentlich groß, nach ruhigem Handel verblieb äleberstand. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1391 Rindern, darunter befanden sich 342 Ochsen, 64 Dullen, 501 Kühe und 318 Färsen,

ferner aus 1463 Kälbern, 360 Schafen und 5923 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der ver­gangenen Woche waren 191 Rinder, 172 Kälber und 52 Schafe weniger am Markt, während 950 Schweine mehr zum Verkauf standen.

Dezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen: al) 54 bis 57, a2) 50 bis 53, bl) 46 bis 49. Dullen: a) 54 bis 56, b) 49 bis 53. Kühe: a) 45 bis 48, b) 41 bis 44, c) 34 bis 40, d) 28 bis 33. Färsen: a) 56 bis 59, b) 52 bis 55,

c) 48 bis 51. Kälber: b) 75 bis 78, c) 68 bis 74,

d) 62 bis 67. Schafe: al) 48 bis 52, b) 40 bis 47.

Schweine: a) 73 bis 76, b) 74 bis 76, c) 74 bis

77, d) 74 bis 77, e) 72 bis 75. 3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnten Kälber um 3 Mark, Schafe und Färsen je um 1 Mark anziehen, dagegen gaben Schweine bis zu 4 Mark nach. Ochsen, Dullen und Kühe be­hauptet.

* Schweizerische Holdinggrün­dung der Polyphontoerke. -3ur Zu­sammenfassung ihrer verschiedenen ausländischen Fabrikations- und Vertriebsinteressen und in Verbindung mit dem beabsichtigten we.teren Aus­bau dieser Gebiete hat die Polyphonwerke AG., Wahren-Derlin, eine Holdinggesellschaft unter dem RainenPolyphon-Holding AD." mit dem Sih in Dasel und mit einem Kapital von 8,5 Mil­lionen Schweizer Francs errichtet. Das Aktien­kapital besteht aus 4,5 Millionen Schweizer Francs, Aktien Lit. A, von denen zunächst 2,25 Millionen Schweizer Francs voll bezahlt werden, und vier Millionen Schweizer Aktien Lit. B, die zunächst mit 25 v. H. einbezahlt wer­den. Das gesamte Aktienkapital bleibt zunächst in den Händen der Polyphonwerke, doch ist in Aussicht genommen, den Aktionären zu gegebe­ner Zeit ein Dezugsrecht auf die Aktien Lit. B einzuräumen. Ein Beschluß hierüber dürfte in der in einigen Wochen stattsindenden Dilanz- sihung vom Aufsicht'rat gefaßt werden.

* Linke-Hofmann-Buschwerke A -G., Berlin. 3n der Aufsichtsrals,i.;ung wurde beschlossen, nach reichlichen Abschreibungen und Rückstellungen eine Dividende von 5 Prozent (i. V. 0 Prozent) auf das 30 Millionen Mark be­tragende Aktienkapital vorzuschlagen. Der bis­herige Verlauf des neuen Geschäfts ahres, sowie der Auftragsbestand seien weiterhin günstig.

Preußengrube 21.-©., Berlin. Der Aufsichtsrat schlägt die Verteilung einer Divi­dende von 6 (i. V. 5) Prozent vor.

* Maschinenfabrik Buckau R. Wolf A.-G., Magdeburg. Aus dem nach Vor­nahme von 1 117 086 (i. V. 845 022) Mark Ab­schreibungen verbleibenden Reingewinn von 1 430 309 (1 408 883) Mk. wird die Verteilung einer Dividende von wieder 10 Prozent vorge- schlagen.

Kunst und Wissenschaft.

Inlendantenwechfel in Mannheim.

WSR. Mannheim, 7. März. Das Dienst­verhältnis mit dem 3ntenöan.en Sioli wird auf den 31. August 1931 gelöst. Gleichzeitig wird dem Ersuchen des Intendanten, ihn schon für das Spieljahr 1930/31 zu beurlauben, entsprochen. lieber den Rachfolger Siolis ist noch nichts bekannt.

Wissenschaftliche Auszeichnung.

Dem Direktor des Instituts für experimentelle Krebsforschung in Heidelberg, Prof. Dr. Hans Sachs, und dem Direktor des Serologischen In­stituts und der Lungenheilstätte in Ambrock (Weftf.), Dr med. Ernst Meinicke, wurde, wie aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, für ihre serologischen Forschungen, im besonderen auf dem Gebiete der Syphilisdiagnostik, der Ludwig- Darmstädter-Preis mit der Paul-Ehr- lich-Plakette vom Vorstand der Stiftung Georg-Speyer-Haus" verliehen.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Geschäftliches.

Eine Propaganda-Kolonne der Daimler-Benz A.-G., bestehend aus Liefer- und Lastwagen von 15 t Tragfähigkeit und einigen Omnibussen pas­sierte gestern auf der Durchfahrt unsere Stadt und nahm einige Zeit Aufstellung in der Frankfurter Straße. Besonders fiel ein großer dreiachsiger Om­nibus mit modernem Ganz-Stahl-Aufbau und ein riesiger 5-t-Laftwagen mit Rohölmotor auf. Alle Wagen zeigten geschmackvolle, solide Ausführung.

347

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzi beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 v. H., Lombardzinsfuß 7 o. H.

Frankfurt a 2)1.

Berlin

^ranffurt a. 2)1.

Serlln

Sa,.i t-Udr- iv» « rd

Schluß-j tänianj« für» I flurd

v-d)iuB» turd

1-Uhr- Kur

tvchluv« Bnsa g- tur i flurd

Datum

7. j.

d. 4.

1. 4

8. 3.

Datum

7. i.

8. 3.

7. d.

8. 3.

6% Tcundje iHctcbwilcitie von 1*127 ...

7% Deutsche Reschsanleihe

voll 192J ...

Seitliche -lnl.-Abldi.-Cchuld mH Auslo,..Rechten

Seen), ohne Auriol.-Rechie .

8% Heli. mplttftaat von 1929 irüduihlh.

£ ['erhoffen Provinz Anleihe mit fltieh'i.»rechten

Seitliche Som in. Sammelobi.

Anleihe Serie 1

8% .tranf| Hup.Bank Goldvle XIII unkündbar bis 1931

7% Äranff Hvv.-Bauk Äolbpse unfuüobdr bi? 1932

Mein liehe Hvv.-Bank tiliiu. toolbpfe.

8% Pr. VanDeopfanDbrlefonftalt, Pfandbriefe R. 17

8°.. Pr Landeüpsandbriescmllalt, Stomni.-fbl. fR.

7?<r Pr. i'anheevfanbbrtelanRali, Piauvbriefe 91.10 . ..

Cl.tf.flJ. abff. Borkrieg« Obligatio neu. riirfiühlbm 1933 . . .

4",. Ceftcrretdmrhe Goldrente . .

4,20% Cefterreidindie GHberrente

4°o £eiteacld)ifd)r Einheitliche ilfcffte

4% UtifldriRhe choldrente

4% Ungarn ehe Staaterente v. 1910

4%%. ewU- von 1913

4% Ungarische stronenrfnle

4% Türkische flollcnieibe von 1911

4% Türkische Bagdadbakm-Pnl -Serie-1

4% btfflT. Serie 11

5% fliumänildir vereinh. Rente

von jvO3 ......

4!:% Rumänische vercinh. Renke Völl 1913.......

4% Rumänische vereint». Rente .

87,5

97.5

50,9

8.4

85,25

48,75

48,65

96.5

85

1,85

97

C4

69

92

i,25

',525 »5.9

2,6 .15

0,1 6.1

11,1

17 ti,9

11 1 ' «।1।£ 1i 1 I l 1 1 1 i 1 l kS 1

87.4

97,75

,25

86,2

48.8

97

4

69

,7 26

23

4.5 .4

,25

11

17,25 8,85

1 E*. 1 1 ' ' 1 ' 1 1 18E1 1T S 1 1 1

s* «

vuniburn«'2lmenla Paket ... 7

Hamburg-SstdamDampsschlss 8

Hanta Tampsschiss.....10

)?vrddeukscher Llond.....8

Allgemeine DeutscheCreditanst. 10

Barmer Bankverein . 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Cominerv und Privat-Bank . 11

Darmstädter und Nationalbanl 12

Deutsche Bank und

Tiseonto cheseUichast, . . 10

Dresdner Bank......10

Reichsbank ........ 12

A.E.G............8

Bergmann.........9

cLlektr. Lieseniugögeselllchaft 10

Licht und ilrast 10

irclten & ©ullleaume . . 7'/2 GeseUschast für Elektrische

Unternehmungen .... io

Hamburger TlertriritäkS-Werke 10

Sikeinljche Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schuckert & Cu.......11

Sientens L Halske.....16

Trausradio.........8

Vabmencr & (So.......1<

Budents..... . b

Deutsche Erdöl . ...... 6

Eisener Steinkohle ...... 8

Gelsenkirchener ......8

Harpener ....... 0

Hoesch Eben ......6';

3ie Bergbau ...... lu

Rludnenuerle . ...... 7

Söln-Neueilen........7

Mannesmann-Röhren .... 7

Mansselder Bergbau . .... 7

Oberichles. Elsenvedarf .... 5

Cberidilcj. floföroede.....7

Pbönir Bergbau.....654

Rheinische Braunkohl«! . 10

Riebeck montan « 7,£

120 5

128

178,5

152,5

228,5

145

46.5

276

157,5

157,5 163

167

180

242

164

136

131

>02,5

-

99

113

103,25

105

129

180 5

153,75

146,5

146,5

282

159,5

165

T

183

242,5

100,25

-

-

100

101.25

121

128 5

178 151,5

227

144 5

145 271.5

156,3

157,5 161.5

122.25

164.75

129,75

140 . 158

178

239

165

75,25

98

137 5

136

130.5 '07.75

247

102 103.5

2,75

104

69.5

98 98,65 224.5

112

95

103,5

105,75 121

129

179 5

153.75

231

146,5

146.5

281,5

160

197.5

164.9

124,75

168,5

129,75

141

161,5

182,5 243

-

75,25 100

140

138

132,5 107

249

102,5

105,13

104,5 104

98,75

100.4

230,5

113,4

Frankfurt a. |

Berlin

Schluß-

i-Uhr-

Schluß-

Ansanq«

turd |

fiurd

turd

flurd

Datum

7. 3.

8. 3.

7. 3.

8. 3.

Bereuttgte Stahlwerke .

93,75

95

54,5

Ltavi Mitten.....

. 16*/,

i6 5

56,5

Kaliwerke.'lldierdlebcn .

11

204,5

212

. 212

209

Kaliwerke Westeregeln .

10

20/

215

214

212,13

Kaliwerke ^al.idetsurth .

15

343

358

<57.5

354

I. (9. Aarden-Industrte.

12

159,75

161

159

161.6

76

Echeideanitalt.....

e

. 0

146

I47

(Molblrbmibt.....

. 6

63

67

67

Rütgerswerke.....

. 6

/4.5

74.5

73

74,5

Metallgekellschafk. . . .

. 5

106

-

106.5

-

Phlllvv Holzmann . . .

. 7

95

95,5

95,25

Zementwerk Heidelberg

10

'26 5

127,25

Eementwerk Karlstadt. .

10

141,5

Wan» & Rrentao . . .

. 8

82.25

82,75

81.25

Schultheis Payenhoser .

15

-

264,25

266,5

Cftroedc.......

e

12

206

208

Aku ........

18

103

105

106.5

107

Bemberg.......

14

-

149

151

Zellstoff B. aldhos . . .

. 18*/.

703.25

201

204

Zellst ass Afchasfenburg .

12

151

152.25

152.5

152.75

Eharlottenburger Wafser

e e

. 8

95,75

97

Dessauer ffla-5.....

. 9

166,25

169,5

Daimler Motoren . . .

e e

. 0

17.5

38.4

36,5

Deutsche Linoleum . .

e e

.

239

238

241

Maschinenbau '21.-Q). .

e

. 0

44

44,75

Rat. Automobil . .

r .

. 0

19

Crenftein & Koppel .

. 6

'2,5

Leonhard Tietz ....

10

155

155

155

Evenska.......

332

332

»frankfurter Matchmen .

. -

. 4

37

37

iSrinner . . . .

. 6

14,5

37

Hevllgenflaedk . . .

. 0

d

Zunghans .....

. 6

40

40

Lechwerke. .....

. 8

105.5

105,75

Mainkrastwerke Höchst a. M..

. 8

107

-

1

>

Miag .....

10

131

129

130

(Sehr. Roeder.....

10

116

Bolgt & Haesfner . .

. 9

218

218

Süddeutsche Zucker «

10

151,5

152,5

*

Banknoten.

Berlin, 7. März___

Geld

Sritf

ecukritaiiiiaic 'Jtoten . .

4,168

4.188

Belgische 'J/otcn.....

58.13

58.37

Taniiche Noten.....

111,78

112,22

Englische Noten. . . . .

20,315

20.395

Französische L.'oten . . .

16.37

16.43

holländische Noten . . .

_ * .

167,53

168,21

At fientfefte 'J/nten . . .

21,96

22,04

Norwegische Noten. . .

111.78

112.22

Deutsch Ccfterr .äiooflroncn

58,80

59.04

Nnmänische Noten . . .

2,47

2.49

Schwedische

Noten - > .

e a

112,08

112.52

Schweiter Noten ....

80 74

81.06

Spanische Noten ....

50,05

50,25

Tschechoslowakische Noten . .

12 365

12.425

Ungarische Noten

72.95

73.25

Z,eviftnmar(t Berlin

- Frankfurt

a. M.

7. 2).Lrz

8. Mär,

Amtlich. Notierung

Amtliche Folierung

Geld

Sri.

Geld

Srltl

rinnt.-Nott.

167.81

168 1

167.94

168.28

Bu.'U-NireS

1,572

1,576

1,570

1.574

Brss.-rintw

18.315

58,435

58,33

58.45

Christiania.

111,96

112.1b

112,06

112,28

Novenhag.'n

H2.01

112.23

112,12

112,34

Stockholm -

112,31

112,53

112.39

112,61

Helsingtors.

10,526

10,546

10.53

10,56

Italien. . .

London. . .

21,91

21,96

21.94

21,98

20.344

20.384

20,36

20,40

Neuyork . .

4,1865

4.1945

4.189

4,197

DariS....

Schweiz ..

16,37

16,4

16.39

16,43

o,895

49,42

1 055

81.02

8113

Spa L-n .

49,52

51.20

51.30

Japan . . .

2,063

2,072

2,067

2.071

Nio de Jan

1.474

0.476

9.483

0,485

Wien in

Ceft. obfleft Prag . . .

38,95

39.0/

38.98

59,10

12,402

12,422

2.415

12,435

Pel irad . .

7.383

7,397

7,391

7,405

Dudav . . Bul arten

73.15

73.29

73.19

73,33

3,027

3 03

3,035

3.041

Lissabon

18.83

18,87

13,82

18.86

STaiutfl. . . fionit ntin.

,1,34 1,785

bl ,5«, 1,789

81,38

1,784

81.54

1,788

Athen. . .

5.415

5,425

5,435

5,445

Canada

4,167

4,175

4.171

4,179

Uru uat). .

3,686

3.694

3.706

3,714

Cairo .. -

20,86

20,00

20,875

20,915

3 K Pfarre' HE jkirch rer 0 ordeirtl her Zuhör' grob^ den 5

Kirche. PalW ir, fol c'n£ tt* y ycbotts tz'thE geböte lang bies a) 19,20 a Sil-bar zu 28.0 zu 14,. Krvsdo je Fest 22,502 Meter, Schiefe traM, schaM Menge

unter < einige 1 Srsvarr verden Dersüg weite unter ' nens ' Pump' Laui genom 2>crfrc die bafi ist verp zu begii md zu 15v.h. denen Steige' cinüch sonder wurde lei, ti den 21 der 2 meinte teiligt sasfunc

iG meüM kauf auch l wch'm

Btt

Hf

24,1

66,7

10,6

59,0

64,4

18,5)

990 !

36,7 6,0

79,7

55,9 430

Ilall!

8(U5 soll da werben,

Ml beginne 97 (S| (Ferne)

70,0

2560 ' 2.0) rX

fohlen,

<ßeo. i

58 Dag Borge, Wirb

3uf bruch

ß. ' beyinr 66, io Nell desF

10,8