Ausgabe 
7.10.1930
 
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Oberheffen.

Prämiierungsmarkt in Hungen.

L Hungen, 4. Ott. Sic Rindvieh-Prä­miierung gelegentlich des hiesigen Mark­te- hatte folgendes Ergebnis:

hessische» Fleckvieh (Simmentaler):

Dullen über 2 Iahre: Gemeinde Langs­dorf I. Preis.

Jüngere Bullen: Gemeinde Langsdorf 1. Preis: Herrn. Fay (Langsdorf) und Rud. Rieh (Heuchelheim) je 3. Preis.

Aeltere Kühe: Wilh. Bausch (Reichels­heim), Karl Ludw. Albach II. (Lich), je 1. Preis: Herm. Kneipp II. (Langsdorf), Heinr. Müller II. (Birklar), je 2. Preis: Otto Lang (Steinheim), 3. Preis, Wilh. Weil (Inheiden), Hch. Köhler III. (Langsdorf). Otto Lang (Steücheim), je Aner­kennung.

Iüngere Kühe: Emil Sonnenburg (Hun­gen), Karl Ludw. Albach (Lich), je Ehrenpreis: Otto Köhler (Langsdorf), 1. Preis: Karl Ludwig Albach (Lich) Karl Christian Wolf (Lich), der­selbe, je 2. Preis: Heinrich Müller (Birk­lar), Adolf Bausch (Reichelsheim), Karl Bogt I. (Lich), derselbe, Otto Zimmer I. (Billingen), Her­mann Bender II. (Langsdorf), Adam Hofmann (Langsdorf), je 3. Preis: Hch. Müller (Birklar), Adolf Bausch (Reichelsheim), Hermann Kneipp II. (Langsdorf), derselbe, Heinr. Köhler III. (Langs­dorf). Herm. Dender II. (Langsdorf), derselbe, Heinr. Drink III. (Rieder-Dessingen), je Aner­kennung.

Kalbinnen: Ad. Dausch I. (Reichelsheim), I. Preis: Hch. Stcuernagel (Rieder-Dessingen), 2. Preis: Karl Mathes (Lich), Hch. Merle (Lich), je 3. Preis.

Rinder: Wilhelm Dausch (Reichelsheim), 2. Preis: Phil. Schäfer (Langd), Phil. Christian Heller (Lich), Otto Zimmer (Billingen), Hermann Kneipp II. (Langsdorf), je 3.Preis: Wilh. Bausch (Reichelsheim), Herm. Moll (Hungen), Adam Hofmann (Langsdorf), je Anerkennung.

Familien: Wilh. Bausch (Reichelsheim), Ehrenpreis: Karl Ludw. Albach (Lich) 1. Preis: Hch. Müller II. (Birklar), Otto Köhler I. (Langs­dorf). je 2. Preis: Adolf Bausch (Reichelsheim), 3 Preis: Otto Lang (Steinheim), Otto Zimmer I. (Billingen), je Anerkennung.

Vogelsberger Vieh:

Dullen: August Schmaust (Lindenstruth), 3 Preis.

Aeltere Kühe: Karl Märle (Lich), Ehren­preis; Aug. Schmaust (Lindenstruth), 1. Preis: Wilh. Schwarz (Htphe), 2. Preis: K. Keblowsky (Rieder-Dessingen), 3. Preis. Otto Ricklas (Hun­gen), Anerkennung.

Jüngere Kühe: Karl Keblowsky (Rieder- Bessingen). I. Preis; Wilh. Schwarz (Utphe), 2. Preis.

Rinder: Karl Keblowsky (Rieder-Dessingen), 2. Preis; Leopold Alles (Lich), Karl Keblowsky (Rieder-Dessingen), je 3. Preis.

Familie: Karl Keblowsky (Rieder-Dessin­gen), Ehrenpreis.

Landkreis Gießen.

ck. Heuchelheim, 7. Ott. In einer am San-s agabend in der Turnhalle abgehaltenen

l n:g wurde hier ein Kleinkaliber- : r e i n gegründet. Es wurde ein 'orstand eingesetzt, der die eigent- sversammlung in Kürze einbe-

\\ Göns, 6. Oft. Die 25 au tätig» - 'icrern Dorfe war 1930 äußerst g e - Anbauten sind gar keine aufgeführt worden. 'i der Schwierigkeit der Geldbeschaffung liegt d.!S wohl auch daran, daß von einer eigentlichen Wohnungsnot in unserer Gemeinde nicht mehr die Rede sein kann. Die Bauarbeiten beschränkten sich in der Hauptsache auf kleine Ergänzungen von Hof- .reiten: nur ein Wohnhaus wurde vollständig um- aebaut und erneuert. Die 0 b st e r n t e fiel dieses Jahr so schlecht aus wie wohl noch keine der letzten 50 Jahre. Aepfel und Birnen gab es ganz wenig, nur hier und da einige Zwetschen. Die Ver­steigerung des Gemeindeoostes brachte den Betrag von etwas über 100 Mark (gegen 1200 bis 1400 in normalen Iahren). Auch der Deharw an den Provinzialstraßen war fast gleich Dull. Der Ertrag der Kartoffelernte war dagegen sehr gut. Don einem Berkaus und Versand der Kartoffeln ist wenig zu merken, da die Preislage man spricht von 1,80 bis 2 Mk. für den Zentner sehr ungünstig für die Landwirte ist.

Kreis Büdingen.

Aus der nordöstlichen Wetterau, 6. Olt. Die diesjährige Kartoffelernte wirft gute Erträge ab. Die Preise sinken fortgesetzt, der Handel ist sehr schleppend. Es werden von Händlern für Speisekartoffeln (In­dustrie und verwandte Sorten) 2,20 bis 2,40 Mark pro Zentner bezahlt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

ZI Groß-Rechtenbach, 6.Oktober. 2luf der Straße nach Weidenhaufen brannte gestern nach­mittag das Auto eines hiesigen Fuhrhalters bis auf die Eisenteile nieder. Es ist anzunehmen, daß Bergaserbrand die Ursache war.

CO Münchholzhausen, 8. Okt. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde über den geplanten Kirchenneubau der Gemeinde verhandelt. Heber die beiden Bauprojekte selbst (Prof. Ku hl- ma n n - Charlottenburg und Daurat Pfaff- Gießen) wurde in dieser Sitzung nicht beraten. Da in der vorigen Sitzung die Meinung geäußert wurde, bei der Durchführung eines anderen Bau­

projekts als dem Kuhlmannschen Plan könnten die in Aussicht gestellten Beihilfen verloren­gehen, hat man sich nun entschlossen, dem Kuh l- mannschen Plane zuzustimmen, obwohl dieser Entwurf in der Gemeinde vielfach Wider­spruch gefunden hatte. Der Gemeinderat beschloß, für den Kirchenbau 10 000 Mark zu bewilligen und für ein Darlehen von 9000 Mark, das die Gemeinde auf sich nehmen müßte, die Bürgschaft zu übernehmen. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Herbst begonnen werden. Erwerbslose der hiesigen Gemeinde sollen bei dem Kirchenbau in erster Linie beschäftigt werden. Pfarrer ßifl. Müller wurde empfohlen, für eine Senkung der Projektsbearbeitungsgebühren, die für die heutige Zeit als zu hoch erachtet wurden, einzutreten.

Spiele des BfB.

vfv. Germania Fulda 3:0.

Rach ihren Leistungen in den letzten Spielen zu urteilen, glaubte man der BfD.-Liga in der Borschau über das Spiel gegenGermania" Fulda im besten Falle nur einen ganz knappen Sieg Voraussagen zu können. Sie enttäuschte aber nach der angenehmen Seite, indem sie den Gegner nach überlegenem Kampf mit 3:0 abfertigte. Wenn sich auch diesmal wieder noch mancherlei Mängel offenbarten, so verdient ihre Gesamt­leistung doch ein volles Lob. Bor allem zeigte sich der Sturm entschieden angriffsfreudiger, wenn auch nicht im vollen Maße durchschlagskräftig. Dem Spielverlauf und den sich bietenden Tor­gelegenheiten nach hätte das Torergebnis höher ausfallen können. Die Läuferreihe war in der Zerstörung der gegnerischen und im Aufbau der eigenen Angriffe gleich gut. Verteidiger und Tormann spielten ohne Tadel. In technischer und taktischer Beziehung war VfB. seinem Gegner voraus, sein Spiel zeigte mehr System. Bon den Gästen hatte man etwas mehr erwartet. Ihr Spiel machte einen recht unfertigen Eindruck. Dagegen sah man nicht selten sehr gute Einzel- lei st ungen, die am Verlauf und Ausgang des Spiels allerdings nichts ändern konnten. Restlose Anerkennung verdient der immense Eifer, mit dem dieGermanen" bis zum Schluß versuchten, das Resultat zu verbessern. Das Spiel wurde überaus fair durchgeführt. Schiedsrichter Hör­ner (Kassel) war zuverlässig. Er hatte ein leichtes Amt. Kurz der Spielverlauf: Fulda fand sich zuerst: raumgreifendes Flügelspiel verschaffte ihm kurze Zeit ein kleines Plus. Bald jedoch kamen die Eirrheimischen auf und erzielten be­reits in der achten Minute das Führungstor. Kurz darauf blieb aber eine klare Chance un- ausgenüht. Von diesem Zeitpunkt ab gestaltete die Plahelf das Spiel überlegen und diktierte die Handlung. Trotz großem Energie- und Krälte- aufwand konnten die Gäste nicht verhindern, daß sich das Spiel fast ausschließlich in seiner Hälfte abwickelte. Trotz ständigen Drängens der Gieße­ner blieb es beim 1:0 bis $ur Pause. Rach Wiederbeginn bemühten sich öte Gäste sehr um zählbaren Erfolg. Bei wechselnden Angriffen tarnen beide Tore in Gefahr. Für etwa zehn Minuten schien es, als wollte Fulda dem Spiel eine Wendung geben. Der Erfolg blieb jedoch aus, die Mannschaft fiel wieder ab. Die Vf Der kämpften mit verdoppeltem Eifer um Verbesse­rung des Ergebnisses. Es gelang auch, während der letzten ^ehn Minuten fielen noch zwei Tore zugunsten des Platzbesihers.

Die dritte Mannschaft hatte im Verbandsspiel die erste des Sportvereins Bieber zum Gegner. In der ersten Halbzeit war sie durchweg leicht überlegen und führte mit 2:0. Auch nach dem Wechsel hatt-n die VfDer noch einige Zeit das Heft in der Hand und konnten sogar auf 3:0 erhöhen. Dann aber kam Bieber stark auf und stellte das Ergebnis auf 2:3.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

ö. Run hat auch die Ligamannschaft ihr zweites Spiel verloren. Diesmal kehrte sie mit einer 5:3- Riederlage (Halbzeit 2:0) aus Wallau zurück. Durch die Unfähigkeit der Sturmer und eine sehr mäßige Leistung der beiden Verteidiger ging ein Spiel verloren, das nicht unbedingt für die Gießener verloren sein mußte. Bis zur Mitte der zweiten Spielhälfte zeigte 1900 eine einwand­freie Kombination. Der Gegner spielte ebenfalls in ausgezeichneter Form. Zu einem energischen Torschuß raffte sich indessen niemand auf. Der Gegner war dabei stets früher am Ball und konnte immer wieder die Gefahren bannen. Umgekehrt machte die Dodenbeschaffenheit der Gießener Hintermannschaft viel zu schaffen. Bei allen Treffern sah sich Brambach dem Schützen allein gegenüber.

Mitte der ersten Halbzeit kommen die Gast­geber im Anschluß an eine Flanke des Rechts­außen zum ersten Erfolg. Gleich darauf wurde eine Ausgleichchance der Gießener durch den Schiedsrichter unterbunden. Ein schneller Vorstoß des linken Flügels der Wallauer wurde mit einem zweiten Treffer abgeschlossen. Die Gieße­ner Angriffsreihe ließ eine Reihe guter Ge­legenheiten ungenutzt verstreichen.

Rach dem Wechsel hatte 1900 den Wind zum Bundesgenossen und zeigte im Feldspiel Heber» legenheit, aber erst nach etwa fünfzehn Minuten schoß Arnold das erste Gegentor, im Anschluß daran glich Henrich durch Elfmeter aus. Ein Sieg der Gießener erschien sicher, aber ein Elf­meter, der gegen 1900 verhängt und von Wallau verwandelt wurde, brachte die Plahbesitzer wie­der in Führung. Wallaus linker Flügelstürmer schoß ein viertes Tor, das jedoch von den Gie­ßenern angezweifelt wurde. Es kam zu einer Auseinandersetzung und Gießen verlor den Mit­telläufer. Iede Partei erzielte nun noch je einen Erfolg.

Das Spiel war beiderseits fair durchgeführt. Wallau spielte mit großem Eifer und wird in dieser Form noch manchen Gegner zu Fall brin­gen. Das zahlreiche Publikum verhielt sich sehr ruhig. Der Schiedsrichter konnte in seinen Ent­scheidungen nicht immer gefallen.

Der Sieg der Ligareserve über den Lokal­gegner kommt überraschend. VfB. ging zwar anfangs 1:0 in Führung, als sich aber 1900 vervollständigt hatte (die Mannschaft spielte 20 Minuten mit nur 9 Mann), siel noch vor der Pause der Ausgleich. In der zweiten Hälfte wurde durch einen zweiten Treffer der Sieg sichergestellt.

1900s dritte Elf fertigte Daubringens zweite Mannschaft nach einem überlegenen Spiel mit 4:0 ab. Die vierte Mannschaft mutzte sich Gar- benteichs elfter Elf äußerst knapp mit 1:2 beu­gen. Die Iugend- und Schülermannfchaften waren spielfrei.

Abturnen des Tv. 1846 Gießen.

Mit dem vergangenen Sonntag beschloß der Tv. 1846 Gießen die diesjährige Sommerturn- saison. Bereits vormittags um 8 Hhr fanden sich die Iugendlichen des Vereins in der Turn­halle ein, um die Vereinsmeisterschaften zum Austrag zu bringen. Der ganze Vormittag war mit den Wettkämpfen ausgefüllt, denen im Laufe der vergangenen Woche die Wettbewerbe der Fechter und Schwimmer vorausgingen. An der Austragung beteiligten sich insgesamt 160 Turner und Turnerinnen.

Am Abend fand dann eine Familienfeier statt, in deren Rahmen die Siegerehrung vorgenommen wurde. Der Verein kann mit Genugtuung auf die vergangene Saison zurück­blicken. Gelang es doch, insgesamt 230 Siege, darunter 30 erste Siege zu erringen. Die 46er Turnerinnen und Turner brachten beim Bezirks- turnfest allein 49, beim Feldbergfest 14, beim Gautumfest 22, beim Gauschwimmen 29 und beim Kreisfrauenturnen 41 Siege an sich. Der Faust­ballmannschaft gelang es, Gaum ei ft er zu wer­den, die Fechter konnten sich am letzten Sonntag in Marburg gegen schwere Konkurrenz aus Bad-Rauheim, Wetzlar und. Marburg an erste Stelle setzen.

Im Laufe des Abends boten die einzelnen Abteilungen des Vereins Proben ihres Könnens auf der Bühne. Reigenspiele der Jüngsten, Hebungen der Iugendlichen am Reck, überaus exakt, frisch und elastisch durchgeführte S t a b - ü b u n gen der Alten Herren, rhythmische Freiübungen der Turnerinnen, schließlich her­vorragende Hebungen der Turner am Barren fesselten die Aufmerksamkeit der Besucher im vollen Maße. Man spendete lebhaft Beifall. Der Verein kann auf das Erreichte mit Recht stolz fein.

Handball im Männeriurnverein (O.T).

Tv. Wetzlar-Niedergirmes 1 Mlv. Gießen I 7:7 (3:4).

Am Sonntag trug die erste Mannschaft des hie­sigen Männerturnvereins ihr letztes auswärtiges und wohl auch schwerstes Verbandsspiel der Vor­runde aus. Die Männerturner waren bei den Tur­nern in Wetzlar-Niedergirmes zu Gast. Obwohl die Gießener wieder mit Ersatz antreten mußten, hiel­ten sie sich dennoch sehr gut. In der dritten Minute gingen die Männerturner in Führung. 10 Minuten später siel durch unhaltbaren Strafwurf der Aus­gleich. Nach kurzem Hin und Her brachte der Gie­ßener Halbrechte seinen Verein wieder in Vorteil, der Ausgleich ließ abermals nicht lange auf sich warten. Zur Halbzeit stand das Spiel 4:3. In der zweiten Halbzeit zeigte sich das gleiche Bild. Nach­dem die Männerturner wieder den Vorsprung auf 5:3 vergrößert hatten, glichen die Gastgeber aber­mals durch zwei Strafwürfe auf 5:5 aus. Noch zweimal wiederholte sich die Handlung, so daß der äußerst spannende Kampf, der bei besseren Platzver- hältnissen sicher einen anderen 2lusgang genommen hätte, mit dem hohen Resultat von 7:7 endete.

T. u. Spv. Butzbach II Mlv. Gießen II 2:3 (1:1).

Die 2. Mannschaft trug in Butzbach gegen die gleiche des dortigen Turn- und Sp^tvereins das festgesetzte Verbandsspiel aus und tonrttF, trotzdem sie fast das ganze Spiel mit nur zehn Mann be­streiten mußte, bei leichter Ueberlegenheit Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen.

Handball im Turnverein 1846 Gießen.

Das Verbandsspiel in Großen-Duseck ging nach hartem aber durchaus anständigem Kampfe 4:3 verloren. In erster Linie wohl dadurch, daß die 1846er das ganze Spiel mit zehn Mann be­streiten mußten, sich aber trotzdem dem Gegner ebenbürtig zeigten. Energische Verteidigung der Gastgeber in der zweiten Halbzeit verhinderte ein Hnentschieden.

Zaustball im T. V. 1846 Gießen.

Tie letzten Spiele in diesem Jahre trug die erste Mannschaft in Herborn aus.Licht Luft" Frankfurt hatte leider abgesagt, so daß nur zwei Treffen gegen Tv. Herborn zustande kamen. Her­borns erste erwies sich als ein ebenbürtiger Gegner. Beide Spiele gingen im Faustball eine Seltenheit unentschieden, und zwar 29:29 und 24:24 aus. Die Gießener zeigten allerdings nicht die Form, die sie während' des Sommers innehatten.

Rollschuhlauf als Ergänzungsspori.

Der Eisverein Gießen will als Ergänzungs­sport, in Zeiten da der Schlittschuhlauf nicht möglich ist, Rollschuhlauf in sein Betätigungs­feld aufnehmen. Wie aus der heutigen Anzeige hervorgeht, findet der erste Hebungsabend be­reits am Mittwochabend in der Volkshalle statt.

Um die Gaumeisterschasti im 6er Rasenradball.

Gießener Radfahrverein 1885 als Sieger.

Zu dem am Sonntag ausgetragenen ®au* Meisterschaftskampf im 6er Rasen­radball hatten die Mannschaften von R. V. v. 1885 Gießen, R. C. Germania Gießen, R. C. Teutonia Krofdorf gemeldet. Da die Mann­schaften ziemlich gleichwertig waren, gab es sehr interessante Kämpfe, die von dem Schiedsrich­ter, Gausaalwart Seidel, Marburg, sicher ge­leitet wurden. Die einzelnen Spielergebnisse sind: R. C. Teutonia Krosdorf 1885 Gießen 0:1. Germania Gießen 1885 Gießen 0:1. Krofdorf- Germania Gießen 0:3. Somit errang die Mann­schaft des Gießener Radfahrvereins v. 1885 (Hauck, Grämlich, Faust, Rieger, Kepp­ler, Wihner) die Gaumei st erschaft im 6er Rasenradball von 1930. R.C. Ger­mania Gießen belegte den zweiten, R. C. Teu­tonia Krofdorf den dritten Platz.

Deutsche Tennisspieler in Meran.

Bei schönem Wetter wurde das Internatio­nale Tennisturnier in Meran am Montag wei­ter gefördert. In den Einzelspielen schmolz die deutsche Expedition weiter zusammen, nachdem Frenz, Dr. Buh, Kuhlmann, Menzel und Heine ausgeschaltet wurden. Kuhlmann hatte gegen Heine 6:2, 6:3 gewonnen, dann aber gegen Dr. Kleinschroth 1:6, 0:6 verloren. Frenz verlor gegen Hecht 4:6, 6:2, 9:11, Dr. Butz unterlag Hughes 0:6, 2:6, und Menzel wurde von Tloczhnski 8:6, 6:4 geschlagen. Bei den Da­men schlug Frl. Äußern die Französin Meunier 6:1, 6:1, während Frau Schomburgk gegen Fr. Ribini 3:6, 9:7, 8:6 unterlag.

Taten für Mittwoch, 8.Oktober.

1849: der Dichter Edgar Allan Poe in Balti­more gestorben. 1862: der Schriftsteller Otto Emst Ottensen geboren.

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