Nr. 234 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)Dienstag, 7. Oktober MO
Wirtschaft.
Oie Marktlage für Tabakwaren im September.
Nach den Erhebungen des Reichsverbaick>es der Handelsvertreter des Tabakgewerbes (RHT) hat sich für die Marktlage für Tabak- waren im September folgendes -öuö er- ^Der Umsatz aller Tabakwaren hat unter den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen gelitten Der Handel hält seine Läger möglichst klein um sich nicht Verpflichtungen aufzuladen, denen er nachher nicht nachkommen kann. Das Weihnachtsgeschäft für Zigarren war ab- geschlossen. Es sind nur notwendige Ergän-ungs- aufträge für laufende Sachen gegeben worden. In manchen Bezirken blieben die Umsätze hinter den Umsätzen des August zurück. Die Nachfrage nach Zigarren in billigen Preislagen und nach Zigarillos ist verhältnismäßig stark: die Industrie hat sich hierauf eingestellt.
Das Zigarettengeschäft nahm in den letzten 14 Tagen des September den üblichen Aufschwung vor Quartalsschluh: die Händler versuchen zum Teil durch größere Aufträge in eine höhere Umsahstufe hineinzukommen. Allerdings scheint die Vorversorgung diesmal nicht ko stark, wie in den vorhergehenden Diertel- 1 ähren gewesen zu sein. Es besteht der Eindruck, daß der gemeinsame Bezug von Zigaretten durch mehrere Händler zugenommen hat, so daß auf diese Meise leichter eine höhere Umsahstufe erreicht wird. Im Kreise des Handels wird deshalb auch im allgemeinen das derzeitige Staffelsystem als ungünstig für Industrie und Handel abgelehnt. Das Mahnwesen der Zigarettenindustrie ist mit Rücksicht auf die Verkürzung der Stundungsfristen für Banderolen im allgemeinen abgekürzt worden.
Das Geschäft mit Rauchtabak hielt sich in den Grenzen des Vormonats. Besonders aus Großstädten wird berichtet, daß der Krüllschnitt gegenüber dem steuerbegünstigten Feinschnitt nach und nach verloren hat.
Bezirkösparkaffe Schotten.
v. Schotten, 5. Ott. Die ordentliche Mitgliederversammlung der hiesigen Bezirks- s p a r k a s s e fand gestern im Rathaussaal unter starker Beteiligung statt. Der Direktor der Kasse, Bürgermeister M e n g e l, Schotten, begrüßte die Vertreter der Gemeinden, die nach den neuen Gemeinderatswahlen von den Gemeindevertretungen neu gewählt waren, insbesondere galt der Gruß dem Vertreter des Kreisamts Schotten, Regierungsrat Schwan, und dem Vorsitzenden des Hessischen Sparkassenverbandes, Iustizrat Reh, Darmstadt, sowie den von der öffentlichen Bausparkasse Hessen erschienenen Herren Regierungsrat Dr. P a b st und H ä g e r t. Frankfurt.
Die Rechnung für 1 929 war durch eine Kommission geprüft, die Versammlung genehmigte sie und erteilte dem
Rechner Entlastung. Ein eingehender I a h res- bericht wurde vom Direktor erstattet.
Die Kasse hat sich günstig weiterentwickelt. Die Million Einlagen ist im vergangenen Jahr überschritten worden, an Spareinlagen waren Ende 1929 1 025 000 Mark vorhanden, bis heute ist der Bestand weiter bis auf 1 414 000 Mark gestiegen. Arn Jahresschlutz befanden sich 2582 Sparbücher im Umlauf mit einer Durchschnittseinlage von 397 Mark. Auf jeden vierten bis fünften Einwohner kommt ein Sparbuch, ein Zeichen, daß der gesunde Sparsinn der Bevölkerung wiedergekehrt ist.
Die Kasse pflegt in erster Linie das H h p o - thelargeschäft. Die meisten Gelder der Kasse sind in Hypotheken angelegt. Der Kontokorrentverkehr war bei der Kasse sehr lebhaft. Die Rücklagen der Kasse haben sich mit Ende 1929 auf 65 000 Mark erhöht, in der Vorkriegszeit betrug die Rücklage 97 000 Mark, über zwei Drittel der früheren Rücklage ist also bereits wieder angesammelt. Die Zinssätze bei der Kasse hielten sich im vergangenen Iahr in den normalen Grenzen bei den Guthaben 7 bis 8 Prozent, im Soll 10 bis 11 Prozent. Eine weitere Zinssenkung ist inzwischen wieder erfolgt. Der Reingewinn betrug im letzten Iahr 13 777 Mark, er wurde der Rück
lage zugeschrieben. Für wohltätige Zwecke wurden rund 1500 Mark verausgabt, ein Betrag von 1000 Mark dem Krankenhaus Schotten überwiesen. Wie in früheren Iahren, wurden auch diesmal wieder Dienstbotenprämien für langjährige Dienste überwiesen.
In den S ch u l s p a r k a s s e n des Bezirks wurden insgesamt rund 22 000 Mk. angesammelt, davon 350 Mk. von Altenhain, 1500 Mk. Eichelsachsen, 700 Mk. Eschenrod, 3300 Mk. Rainrod, 10 000 Mk. Schotten, 960 Mk. Stornfels, 3500 Mk. Ulfa, 1100 Md Wingershausen. In den Heim- sparbüchsen wurden rund 3800 Mk. angcsam- melt. Die Aufwertung der Dorkriegsguthabcn ist erledigt, die Kasse wird mit 133 4 Proz. aufwerten. Justizrat Dr. Reh und Reg.-Rat Schwan sprachen im Namen der vorgesetzten Dienststellen der Kasse und den Beamten ihren Dank und das Vertrauen aus.
Rcgierungsrat Dr. Pabst von der öffentlichen Bausparkasse hielt darauf einen Vortrag über Zweck und Ziele der für Hessen. Hessen-Nassau neugebildeten und der Hess. Girozentrale und den hessischen Sparkassen angegliederten öffentlichen Bausparkasse. Der interessante Vortrag begegnete lebhaftem Interesse.
Bezirkssparkaffe Laubach.
□ Laubach, 6. Oft. Im „Solmser Hof" fand die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der B ez irks s par k a sse Laubach unter dem Vorsitz des Direktors Oberamtsrichter Zimmermann ft'att. Anwesend waren sämtliche Vertreter der Garantiegemeinden. Ferner waren erschienen der Ehrenvorsitzende, Se. Erlaucht Graf Georg Friedrich zu Solms-Laubach, Regierungsrat Schwan vom Kreisamt Schotten als Vertreter der Aufsichtsbehörde, Justizrat Dr. Reh als Vertreter des Hessischen Sparkassen- und Giro- verbandes und Direktor Henkel für die Landes- kommunalbank-Girozentrale für Hessen in Darmstadt.
Wie aus dem Geschäftsbericht zu ersehen ist, war die Entwicklung der Dezirksspar- kasse in ihrem 97. Geschäftsjahre g ü n st i g. Die Spar- und Scheckeinlagen hatten im vergangenen Jahre einen Zuwachs von rund 220 000 Mark zu verzeichnen, so daß sie am Ende des Jahres einen Bestand von 1 145 000 Mark erreichten. Die Aufwertungseinlagen sind in dieser Summe nicht enthalten: diese betragen etwa 364 000 Mark, folglich ein G e - samtbestand an Spar- und Scheckeinlagen von 1,5 Millionen Mark. Die Jahresbilanz ergab an Aktiva und Passiva je 1 236 100 Mark. Zu erwähnen ist noch der Bestand der Sch u l sp a r k a s s e n , der sich am 31. August auf 11 860,90 Mk. belief, während der Bestand der Pfennigsparkassen 17 535,45 Mk. ausmachte. Der Jahresumsatz betrug 7 511500 Mark gegen 6 744 700 Mark im Vorjahre. Außerdem wurde beschlossen, die Prämien für die Schul- sparkassen und Dienstboten beizuzubehalten. Die vorgelegte Aufwertungsrechnung wurde genehmigt.
Für das infolge hohen Alters freiwillig ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Altbürgermeister Bornmann (Trais-Horloff), wurde Landwirt Karl Reih (Inheiden) einstimmig gewählt.
Justizrat Dr. Reh sprach namens des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes der Kassenverwaltung Dank für ihre Tätigkeit aus, wobei er betonte, daß die Bezirkssparkaffe Laubach zu denen gehöre, die ein besonderes Lob verdienen.
An den geschäftlichen Teil schloß sich ein gemeinsames Mittagessen an, bei dem Se. Erlaucht Graf Georg Friedrich der ernsten Zeit in einer Ansprache gedachte, die mit einem Hoch auf unseren Reichspräsidenten von Hindenburg ausklang.
*
* Ausfall der Berliner Börse am Mittwoch. Der Berliner Börsenvorstand hat beschlossen, am Tage der Beerdigung des Vorsitzenden des Berliner Börsenoorstandes Richard Pohl die Börse ausfallen zu lassen, und zwar sowohl den Effekten- und Devisenmarkt, als auch die Produktenbörse.
• Der Saaten st and i m Deutschen Reich Anfang Oktober. Die vorwiegend regnerische und kühle Witterung im September hat die Weiterentwicklung der Hackfrüchte kaum
beeinflußt. An Kartoffeln werden fast aus allen Teilen Deutschlands überdurchschnittliche Erträge erwartet. In schweren Böden läßt allerdings der Knollenwuchs zu wünschen übrig. Stellenweise ist die Kartoffelernte nahezu beendet. Zucker- und Runkelrüben stehen fast überall gut und lassen mengenmäßig eine reichliche Ernte erwarten. Die Futterpflanzen, Wiesen und Weiden zeigen weiter kräftiges Wachstum und liefern reichliches Herbstfutter. Der Stoppelklee weist einen guten Stand auf. Die zweite Heuernte ist, abgesehen von einigen Teilen Norddeutschlands, wo besonders viele Niederschläge erfolgten, überall eingebracht. Die Aussaat des Wintergetreides nimmt im allgemeinen einen guten Fortgang. In günstigen Lagen sind Wintergerste und Roggen bereits aufgelaufen. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 gleich gut, 3 gleich mittel, 4 gleich gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung: Spätkartoffeln 2,4 (Vormonat 2,6), Zuckerrüben 2.4 (2,5), Runkelrüben 2,4 (2,5), Klee 2,4 (2.7), Luzerne 2,4 (2,5-,
* Ziehung von Auslosungsrechten der Ablösungsschuld. Bei der Reichs- schuldenvcrwaltung fand gestern die Ziehung von Auslosungsrechten der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches für das Iahr 1930 statt, und zwar für die ausgegebenen drei Serien mit den Nummern 1 bis 90 000. Gezogen wurden für jede Serie 1000 Nummern, zusammen 3000 Nummern. Die gezogenen Auslosungsrechte werden vom 31. Dezember d. I. ab mit dem fünffachen Nennbetrag, zuzüglich 4,5 Prozent Zinsen für fünf Iahre von diesem fünsiachen Betrage eingelöst, das sind für je 100 Mk. Nennwert der Auslosungsrechte 500 Mk., dazu 4,5 Prozent Zinsen für fünf Iahre 112,50 Mk., abzüglich 10 Prozent Steuern vom Kapitalertrag ll,25Mk., macht also 601,25 Mk.
* Mehlpreiserhöhung. Die Süddeutsche Mühlenoereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 um 25 Pf. auf 40,50 Mark für 100 Kilogramm ab Mühlenstation erhöht.
* Deutsch - französische Gemein- schaftsgrundung. In Paris wurde von der Tochtergesellschaft der Ruhrgas AG., der Leitungs- bau G. m. b. H., und der öocists d’Entreprise de Canalisation die Firma Compagnie Internationale de Canalisation gegründet.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 7. Oft. Tendenz: schwächer. — Unter dem Eindruck der stärkeren Abschwächungen an der gestrigen Neuyorker Börse war die Tendenz zu Beginn der heutigen Börse allgemein schwächer. Das Geschäft blieb minimal, und kleinste Verkäufe genügten, um neue Kursrückgänge zu verursachen, da die Aufnahmeneigung der Banken gering war. Die anhaltende Unsicherheit über die innerpolitische Weiterentwicklung trug zu der Derkaufs- neigung wesentlich bei. Von außen her dürften die Abgaben jedoch kaum größeres Ausmaß angenommen haben. Immerhin ergaben sich zu den ersten Kursen meist Rückgänge von 1 bis 3 Prozent gegenüber dem Niveau der gestrigen Abendbörse. Elektrowerte standen wieder besonders unter Abgabedruck. AEG. und Felten gaben je 1,5 Prozent nach Siemens und Gesfürel 2 Proz., Licht und Kraft und Schuckert je 3 Prozent. Kaliwerte waren wieder stärker gedrückt. Salzdetfurth büßten 5 Prozent, Westeregeln 2 Prozent ein. I.-G.-Farben lagen 1,1 Prozent niedriger: Metallgesellschaft minus 1 Prozent, Scheideanstalt jedoch gut behauptet. Schwächer eröffneten noch Deutsche Linoleum (minus 3,5 Prozent), Bemberg (minus 2,75 Prozent), Conti Gummi (minus 1,75 Prozent), Rheinstahl (minus 1,5 Prozent), Zellstoff Aschaffenburg, Daimler und Wayß & Freytag je minus 1 Prozent. Montanwerte lagen umsatzlos. Bankaktien verloren etwa 1 Prozent: Reichsbank aber minus 3 Prozent. Deutsche Anleihen lagen ebenfalls schwächer. Altbesih gaben 1 Prozent nach. Ausländer ohne Hrnsah. Im Verlaufe konnte sich die Tendenz etwas erholen. Die Spekulation nahm vereinzelt Deckungen vor. Später jedoch hörte fast jede älmsahtätigkeit auf. Am Geldmarkt machte die Erleichterung Fortschritte. Tagesgeld stellte sich auf 3,25 Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,25, gegen Pfund 20,42, London gegen Kabel 4,8513, gegen Paris 123,25, gegen Mailand 92,97. gegen Madrid 47,20, gegen Schweiz 25,0340, gegen Amsterdam 12,0490.
Berliner Börse.
Derlin, 7. Ott. Die Vorgänge tn Brasilien haben über die Auslandbörsen doch stärker auf die Tendenz des hiesigen Marktes Einfluß gehabt, als man im Vormitlagsverkehr noch annahm. Obwohl diese revolutionäre Bewegung in Südamerika keinen nachteiligen Einfluß auf die deutsche Wirtschaft zu haben braucht, genügte doch schon das llnsicherheitsmoment, daß gestern in Neuyork und heule in London unverkennbar eine Schwäche herrschte, um auch in Berlin die Stimmung zu verschlechtern. Hinzu kam allerdings daß trotz der abgeschlossenen Besprechungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern die innerpolitische Lage immer noch recht ungeklärt ist. Auch die geringe Unternehmungslust der Spekulation und der Mangel an Orders bei den Banken drückte auf die Kurse. Eine angebliche Entspannung im Metallarbeiterkonflikt blieb demgegenüber eindruckslos. Obwohl an den einzelnen Märkten das Angebot nicht allzu groß war und in den Hauptwerten, wie Farben und Siemens, etwa 60 bis 90 Mille betrug, gaben die Kurse schon allgemein zu Beginn der Börse um 1 bi« 3 v. H. nach. Stärker abgeschwächt waren Iu- lius Berger minus 6 Prozent. Sonst verloren Werte, wie Schubert L Salzer. Aku. Chadeaktien, Svenska, Deutsche Linoleum. Rhein. Braunkohlen, Licht L Kraft, Schuckert, Siemens und Reichsbank ebenfalls etwa 3 Prozent. Danatbank, die anfangs nur 1,25 Prozent gedrückt lagen, gingen gleich nach der ersten Notierung um weitere 1,75 Prozent zurück. Am Rentenmarkt bestand in Altbesih nach der Ziehung erneut größere Abgabeneigung. Der Kurs ging auf 56,5 Prozent zurück. Bon Ausländem lagen Anatolier bis 0,75 Prozent schwächer. Sonst konnten sich die Kurse Ziemlich behaupten. Der Pfandbriefmarkt lag still: Pfandbriefe waren aber ebenfalls eher angeboten. Der Geldmarkt zeigte eine weitere Erleichterung. Tagesgeld 4 bis 6, vereinzelt 3,75 Prozent: Monatsgeld stellte sich auf 5 bis 6 Prozent, Warenwechsel auf etwa 4,25 Prozent. Diese Gelderleichterung wurde als Begründung für eine durch weitere Käufe eingetretene Erholung gegeben. Die nach den ersten Kursen eingetretenen Verluste von 1 bis 3 Prozent wurden meist wieder eingeholt. Vereinzelte Papiere konnten sich auf Deckungen und Interventionen zweier Großbanken darüber hinaus etwas bessern.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Eine Frage an die Steuerbehörde.
Die Steuerbehörde hat verfügt, daß das Notopfer „am 10. Oktober 1930 und 10. Ianuar 1931" bezahlt wird. Was geschieht, wenn ich an einem dieser Tage erkrankt bin, oder verreisen muß? Und weshalb müssen die Betroffenen in wenigen Stunden sich zusammendrängen, bis sie abgefertigt werden? Weshalb nicht: „bis zum 10. Oktober und 10. Ianuar". Dann würde man auch mit Recht von „vorgeschriebenen Fristen" sprechen können: einzelne Tage sind keine „Fristen".
Aus aller Welt.
Die Ueberreste der Andree-Expedition in Stockholm.
Der Kreuzer „S v e n s k s u n d" mit den Heber- resten der Andree-Expedition an Bord, traf am Sonntagnachmittag im Stockholmer Hafen ein, geleitet von zwei Kriegsschiffen und einem Flugzeuggeschwader. Inmitten hoher Trauer- pilonen warteten der König, die Verwandten der Polarforscher, die gesamte Regierung, Vertreter der norwegischen Regierung sowie Delegierte der Universitäten und Hochschulen. Heber 100 000 Menschen waren erschienen. Nachdem das Schiff angelegt hatte, ging der König an Bord, um den Toten die letzte Ehre zu erweisen. Unter Trauersalut wurden dann die Särge an Land gebracht. Heber 5000 Personen bildeten Spalier. Als die Särge in die Kirche getragen wurden, spielten die Kapellen den Trauermarsch aus der „Eroica". Dor der Beisetzung legte der König einen Kranz nieder. Erzbischof Söder- b I 0 m hielt die Trauerrede. Von in- und ausländischen Organisationen sind zahlreiche Kränze eingetroffen. Abends fand im Stadthaus eine Gedenkfeier statt, an der über 2000 Personen teilnahmen.
Kurszettel her Berliner und Krankfutter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 0. H.
Frankfurt a. M. I 23erlin
Frankfurt a. M.
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Frankfurt a. M.
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Banknoten.
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Berlin, 6. Oktober Amerikanische Noten......
Belgische Noten. .......
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4,205
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20,395
Brief 4,225 58,57 112,59 20,475
Datum
6 10
7 10
6 10
7. 10
Datum
6 10
7 10
6 10 ! 7 10
Datum
6 10
7 10.
6 10
7 10
6% Deutsche Reichsanleihe von 1927 ..........
7% Deutlche Reichüanleihe von 1929 ..........
Deutlche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechleu.......
De »gl. ohne Autlol.-Rechte . . 6% Hell. Bolksstaat von 1929 (tlldiablb. 102%)......
Oberhrssen Provinz - Anleihe mit AuSIos.-Rcchten.......
Deutlche Komm. Sarnrnelabl.
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe XIII unkündbar bi« 1934 . . .
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe unkündbar bl» 1932 .....
4Yi% Rheinische Hyp.-Bank Stau. Goidpse.........
8% Pr. LandeSpfandbriesanstatt, Psandbriele R. <9......
8% Pr LandeSpiandbrtesanstalt, fiomm.ȣbl. R. 20......
7% Pr. LandeeplandbriesanNalt, Psandbriele R 21......
A.E.G- abg. Sormegt-Obligatio- nen. rückzahlbar 1932 .....
4% Oesterreichtsche Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Oesterreichische Einheitliche Rente...........
4% Ungarisch« Goldrente . . - 4% Ungarische Staalsrente v. 1910 V/i% deSgl. von 1913.....
4% Ungarische Kroncnrente . . - 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.
Serie 1...........
4% beügl. Serie II ....... .
5% Rumänische vereinh. Mnte von 1903 ..........
Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
4% Rumänische vereinh. Rente .
87,75
98,75
56,9
6,8
89,5
56,9
99,75
94,5
86,13
101
98
97
94,5
27,5
24,25
19,1
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5
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7,25
I | ££ | | | | | | | | | | II I 1 1 1 II II 1 II
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2
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5,05
9,4
14,9
7,25
56,5
6,6
27,6
24,5
Hamburg-Amerika Paket ... 7 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Dampfschiff.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgem-ine Deutsche Credttanst. 10
Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz, und Privat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und
DiSconto-Gefellschaft, ... 10
Dresdner Bent ...... 10 Reichsbank....... . 12
AEG............b
Bergmann.........9
Elektr LieferungSgefellschaft. 10 Licht und Kraft......10
Felten & Guilleaume . . . 7% Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10
Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert & Co.......11
Siemens & Halske ..... 16 Transradio..... 8
Labmeyer & Co...... . 10
Buderus...... • • • • 6
Deutsche Erdöl . ...... 6
Gelsenkirchener ....... f Harpcner. . °
Harsch Eisen. ....... 6V» Ilse Bergbau ...... 1< Klöckncrwerke ........ 1 Köln-Neuesten....... 7 ManncSmunn-Röhren .... 7 Mansselder Bergbau.....7
Oberichles. Eisenbedarf . . • • E Obcrschlcs. KokSwerke..... 7 Phönir Bergbau......6^
Rheinische Braunkohlen . . 10 Rheiustahl........ • 6
Rtebeck Montan...... 7,2
78
77,75
108
133,5
118,9
161,5
117,5
116,5
220
121,25
123
97,5
122,5
179,5
145
52
99,5
73
68
75,5
77,13
107,25
118
115,5
119,75
120
96
120,5
134
177,5 -
64,13
73,75
77,65 164
78,4
102
107,75
133,5 118,9
161,5
117,25
116,5 220
121,5
148
117,5
123,25
97
123,5 119,75
121
137 179,75
145
52 66
98,75
87,5 78,25 203,5
70,5 80
72,5
45
74,25
68,5 180,75
75,4
77,25
78
102,13 107,4
133,13
118
160,25
116,5
115,5 217
120
115,5 120'5
95,25
121,4
118,75
119,5
134,5
178
143
51,13
65,5
98
86,5 77
69,25
78
71,5
44
73,13 68,25
177,75
74,5
Bereinigte Stahlwerke.....
Otavi Minen......16*/.
Kaliwerke Aschersleben . . . 10 Kaliwerke Westeregeln . . . io Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
F. ®. Farben-Industrie ... 12 Dynamit Nobel ....... 6 Scheide anstatt........9
Goldschmidt ........6
RütgerSwerke........6
Metallgesellschaft. ...... 8
PHNipp Hohmann ...... 7 Zementwerk Heidelberg . . io Cementwerk Karlstadt. ... 10 Wayß & Freytag......8
SchulthelS Patzenhoser ... 15 Oftwerke.........12
Aku...........18
Bemberg...... 1-t
Zellstoff Waldbof .... 13'/, Zellstoss Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer Gas . . ...... 9 Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ......
Maschinenbau A.-G. . . • . • 0 Nat. Automobil ....... 0 Orenstein & koppel ..... 6 Leonhard Tiey ...... 10 SvenSka........ . . .
Frankfurter Maschine» .... 4 Srinner..........6
Heyligenstaedt ....... C IungyanS..........6
Lechwerke..........8
Mainkrastwerke Höchst a.M.. .8 Miag...........10
Gebe. Roeder.......10
Loigt L Haeffner......9
Süddeutsche Zucker . • • . 10
70 31,13 195,5 198.5
280
137,4
-
44
50,5 99
75
92
52
63 73
156,5
20 31
29,25 93 77 78 95
150 133
196.5
275
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135,5
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50,75
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189.5
150.5
63
72,5
121,75
89,5
84
117,4
25,75
156
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48
120
300
20
29
30
79
150
133
69
30,75 195
197 277,5
136,5
43 50,25
74,25
187,5 149.25
60.25
71
121
83,5 115,13
25.4 153
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48
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112,34
112,76
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59,33
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18,865
81,69 1,789 5,448 4,209
3,383 20, ti


