Einzelbild herunterladen

Oberheffen.

Gemeinderat in Grünberg.

- Grünberg. 5. Aug. 3n feinet jüngsten -Sitzung war der Gemeinderat vollzählig versammelt.

Zunächst verhandelte man über eine Anzahl Einsprüche wegen Herantziehung zu den KanalbenuhungSgebuhren. Hier­bei wurde daraus hingewiesen, daß eS selbst in kanalisierten Straßen noch Gebäude gäbe, die nicht angeschlossen seien, deren Abwässer daher oberirdisch Abläufen, wodurch allerlei Mißstände hervorgerusen würden. Daher sand ein Antrag einstimmig Annahme, der besagt, daß mit einer Frist von zwei Monaten sämtlicheGebäude an kanalisierten Straßen anzu- fchließen seien, andernfalls die Stadt aus Kosten der Säumigen den Anschluß Herstellen werde.

Für die Beschaffung von Wasser­messern. die kürzlich beschlossen wurde, lagen Angebote von fünf Firmen vor. Man entschied sich zunächst noch für keines derselben, da man erst die Frage geklärt wissen will, ob man Trocken- oder Rahläuser wählen und der Bei­geordnete an anderen Orten nähere Auskünste einholen soll.

Auf ein Gesuch der beiden Sportvereine um Ueternahme eines Teiles der Kosten zur Errichtung von Toren für die Benutzung des Sportplatzes seitens der Oberrealschule und def Volksschule wurde ein Betrag von 50 Mark bewilligt.

Wie der Beigeordnete mitteilte, ist in einer Sitzung mit den Vereinsvorsitzenden und den Leitern der Schulen die Abhaltung ter Der- sassungsseier am Sonntagatend in der Turnhalle unter Mitwirkung dec beiden Gesang­vereine, deS MusikvereinS und des Turnverein geplant. Der Gemeinderat ist damit einverstanden.

Längere Zeit beanspruchte ter folgende Punkt der Tagesordnung- Errichtung eines Schwimmbades. Ein für diesen Zweck be­stimmter Ausschuß hat durch Umfrage von Haus zu HauS feststellen lassen, dah durch Cofen von Dauer- und Familienkarten die jährliche Summe von rund 2600 Mark an Einnahmen aufgebracht würde, wozu nach Mitteilung der beiden Schul­leiter durch das Baden ter Schüler in den Turn- flunten, bzw. Lösen von Schülerkarten noch wei­tere 300 Mark Einnahmen zu erwarten seien. Der Ausschuh glaubt daher, dah auf Grund dieser Einnahmen die Verzinsung des Bau- kapitalS gesichert sei, und er bat um Beschluß­fassung über die Errichtung eines Schwimmbades. Die Lösung der Platzfrage solle später durch Zu­ziehung von Sachverständiaen geklärt werten. Die Aussprache zeigte, daß die Mehrheit der Gemeinderäte für den Plan ist, zunächst tourte aber die Sache nochmal- an den Finanzausschuß verwiesen, der vor allem auch die Aage ter Geldbeschaffung prüfen soll.

3iegemprämiierun0 in Hungen.

/ A.u ngen. 4. Aug. Gelegentlich des gestri­gen Ziegenmarktes in unserer Stadt sand auch eine Ziegen-Prämiierung statt, die folgendes Ergebnis hatte:

Klaffe I.

2 öcke, 2 Jahre und älter: 1. Preis Gemeinde Großen-Buseck: 2. Gemeinde Inheiden: 3. Gemeinte Laubach.

Klaffe 11.

2 öcke. 1 Jahr alt: 1. Preis Gemeinde eattenrob; 2. Gemeinte Laubach und Balthasar hilipp (Steinberg): 3. Gemeinte Burkhards­felden, Gemeinde Utphe und Gemeinde Ettings- Ha usen.

Klaffe 111.

Ziegen, 3 3 ahre und älter: (Preise: H. Raa IV. (Hattenrod) und W. Keil II. (Ettings­hausen): 2. Preise: Ad. Böcher (TraiS-Horloss), 3. 3akob (Inheiden), O. Fink (Hattenrod). Fried­rich Löffler (Hungen), W. Gocr (Lich): 3. Preise: Karl Peter, R. Krießel, 3. Raumann (sämtliche aus Laubach), K. Münster (Hattenrod), A Dur- kart (Ettingshausen), C. Phil pp III. (Steinberg), Hermann Moll, Emil Schäfer (beide aus Hungen).

K l a f (e 1 V.

Ziegen, zwei Jahre alt: Erste Preise: Heinrich Münster (Hattenrod) und 5r. <3tauf (Utphe): 2. Preise: H. Münster (Hatten­rod), Wilh. Kaiser!!. (Bellersheim), H. Rühl II. (Utphe). 3. Preise: H. K. Köhler (Bettenhausen>. derselbe. S. Schäser (Hungen), D. Weppler (Har- bach). K. Schwarz (Hungen), A. Burkart (Ettings­hausen) und Gotth. Stein (Ettingshausen).

Klasse V.

Ziegen, 1 3ahr alt: 1. Preise: P. Dietz (Lich) und O. Jäger (Laubach): 2. Preise: H Stengel (Laubach). Gg. Schäfer (Lich), W. Weber (Trais-Horloss); 3. Preise: R. Eichenauer (Utphe). H. Münster (Hattenrod). R. Weber (3nheiden). O. Sack (Utphe) und Wilh. Gort (Lich).

Klasse VI.

Z « itziegen : l. Preis: Karl Münster (Hat- tenrod): 2. Friedr. Löffler (Hungen): 3. Karl Baumbach (Trais-Horloff).

Arbeiisbeschaffungsprogramm der Stadt Friedberg.

WSR. Friedberg. 6. Aug. Den Demühun- gen der Stadtverwaltung ist es gelungen, größere Dlittel zur Verbilligung des Zinsfußes von ter hessischen Regierung zwecks Durchführung eines Arbeitsbeschaffungsprogrammes zu erhalten. 3n zwei nichtöffentlichen Sitzungen des Stadtrates wurde die Durchführung von Ka­nal- und Straßenbauarbeiten im Q3e- trage von mehreren hunderttausend Mark be­schlossen. Die Dauer dieser Arbeiten ist auf ein balte« Jahr berechnet. Ferner sollen im Rahmen d^ses Programmes vier Doppelhäuser erbaut toerten, die in der Hauptsache Zwei- und Dreizimmerwohnungen, sog. Schlichtwohnungen, enthalten. Dem Dauverein .Eigner Herd ist Gol­des toert" wurde die Erstellung dieser Dohnun- gen übertragen. Für den restlichen Teil ter auf­zuwendenden Gelder hat der Staat die Zinsver­billigung übernommen. Die Stadt Friedberg hat lediglich 3 Prozent ter Zinsen zu tragen.

Landkreis Gießen.

, r Lich. 6. Aug. Das H a f s i a - De z i r ks - schlchen des Bezirks Lich findet nicht am 31. August statt, wie kürzlich irrtümlich mitgeteilt wurde, sondern bereits am I 7. A u g u st. und -war in Lich. Das Probeschießen wird am 10. August veranstaltet.

*= L i ch. 6. Aug. Die Getreideernte ist hier und in der nördlichen Wetterau im toefent-

Die Studenten-Weltmeislerschasten.

Der sechste Tag ter Studenten-Weltmeister­schaften tn Darmstadt wie- gestern in feinem Programm die Fortsetzung ter Wettkämpfe im Schwimmen, Fechten und Fußball und das Fi­nale um die Wasserball-Weltmeisterschaft auf. 3n all diesen Wettbewerben gab eS eine Reihe ®°n großartigen Erfolgen ter Deutschen, so den Endsieg im Wasserball gegen* Ungarn, den Atovi- ten Platz im Säbelfechten vor Italien, den Fuh- ballsieg gegen die Franzosen und eine Reihe von Öiegen in den Sinzelkämpfen im Schwimmen.

Zuhballkamps Deutschland Frankreich 4:2.

3m Frankfurter Stadion kam vor knapp 1000 Zuschauern dec Fußball Länderkampf zwischen Deutschland und Frankreich zum Austrag, den Deutschland mit 4:2 (1:1) zu feinen Gunsten ent­schied. Trotz des Sieges war die Forni der deut­schen Mannschaft keineswegs überzeugend, Umstel­lungen hatten ihr die in den ersten Spielen vor­handene Einheit genommen. Frankreich spielte besser als bisher, war aber nach der Pause durch Ver­letzung eines Spielers geschwächt.

In einem zweiten Tressen standen sich in Darm- stadt Italien und Luxemburg gegenüber. Trotz einiger Ersatzleute siegten die Italiener mit 10:6 (6:0) verdient und sicher.

Entscheidungen im Schwimmen.

3m Turmspringen siegte der Berliner Ziegler mit 100,42 Punkten vor Hefter (Jena) mit 96,12 und dem Finnen Riemelainen mit 83,18 Punkten Kisfaludi (Ungarn), Rota (Italien) und Eucurroula (Italien) belegten die nächsten Plätze. In ter 4X100-Meter-Frei st il- staffel vergab Deutschland durch Umsehen deS Schlußmannes den Sieg an die in 4:24 Min. siegenden Ungarn. Deutschland wurde mit 4:24,2 vor Italien, Oesterreich und den Tschechen knapper Zweiter. 3m 200-Meter-Brust schwim­me n der Damen gab eS wieder Erfolge der Deutschen, die die drei ersten Plätze belegten. Sri. 2 ae r siegte in 3:31,5 vor Frl. Sparbier (3:39,4) und Ziegenfuß (3:45), ter Französin Dlondeau und Philipp (Ungarn). 3m 200- Meter-Dru st schwimmen der Herren siegte Weigmann (Deutschland) in 3:04,2 vor Manzoni (Italien) 3:05.6, Hagneß (Rorwegen) 3: 06,8, Herber (Deutschland) 3: 10. Haas (Oester­reich) und Aru (Italien), lieber 100 Meter Freistil Damen siegten die Französinnen Salgado (1:20) und Dlondeau (1:26,8) überlegen vor den Deutschen Mohr, Ioßmann und Döpking. DaS 100 -Meter-Freistilschwimmen der Herren gewann ter Ungar Szekely nach

hartem Kampf in 1:03,7 vor den Tschechen Stei­ner (1:03,8) und Modrickh (1:04), Pepe (Italien), Sutton (England) und Gruß (Deutschland).

Deutschland Weltmeister im Wasserball. Deutschland schlägt Ungarn 3.-0.

Deutschlands größter Sieg kam gestern nach­mittag im Wasterballendspiel gegen Ungarn zu- Rante Die deutsche Mannschaft spreite tesser zu­sammen, fchoh auch sicherer und konnte so die im allgemeinen ebenbürtige Sieben ter Magna- ren verdient besiegen. Die Ungarn spielten sehr hart und wurden zweimal durch HinauSstellung eine- Spieler- bestraft. Die 4000 Zuschauer ver­folgten den Kampf unter Einsatz von .Spvech- chören" sehr leidenschaftlich. Deutschland ging vor ter Pause durch Schürger in Führung, er­höhte später durch DörieS auf 2:0 und schließ­lich durch Orlemann auf 3:0. Eckstein im deutschen Tore hatte großen Anteil an dem Erfolg.

England schlägt Belgien 3:0 (1:0).

Den dritten Platz im Wasserballturnier sicher- len sich die Engländer durch einen 3.0-Sieg über Belgien. Der Sieg ter Briten war aus Grund besseren Schuhvermögens auch in ter Höhe teS Ergebnisses verdient.

Deutschland Zweiter im Säbelfechten.

Im Säbel Mannschaftssechten holte sich Deutsch­land einen weiteren Erfolg. Die deutsche Mannschaft schlug sich ausgezeichnet und belegte hinter den Ungarn (3 Punkte, 17 Einzelsiege) mit 2 Punkten und 16 Einzelsiege n den zweiten Platz vor Italien. Belgien und Dänemark gaben auf.

Gtudentenempfang im hessischen GtaatSministenum.

Darmstadt. 6. Aug. (WSR.) Die Inter­nationalen Studentenmeisterschaften gaben dein hessischen Staatsprä'itenten Dr. Adelu ng und dem Darmstädter Oberbürgermeister Mueller am Montagabend Gelegenheit, die offiziellen Vertreter des Auslandes, die Führer ter Sport- mannfchaften, Vertreter des Staates, ter Stadt, ter Hochschulen und zahlreiche Pressevertreter ins Staatsministerium einzulaten. Die Degrü- ßungsworte des Staatspräsidenten, ter auch im Rainen des Oberbürgermeisters sprach, waren kurz und herzlich. Das zwanglose und anregende Zusammensein mit den Herren aus ganz Deutsch­land und aller Welt nahm einen harmonischen Verlaus

Der Sternhimmel im August.

Sonnenaufgang von 4.20 Uhr bis 5.10 Uhr. Sonnenuntergang von 19.50 Uhr bis 18.50 Uhr.

Lichtgestalten des Montes: 1. Viertel am 1. um 13 Uhr und um Mitternacht vorn 30. zum 31., Vollmond am 9. um 12 Uhr. letztes Viertel am 17. um 13 Uhr.

mfh. Eine der Hauptschönheiten des August- Himmel- ist die Milchstraße, die namentlich gegen

angehörender Haine durchgeseht hat. Auch aus das Sternbild des Pegasus und das ihm und der Andromeda angehöcente Himmel-quadrat können wir einen Blick werfen, denn tief unter der rechten Seite des Quadrats sehen wir den Fomalhaut. den südlichsten bei uns sichtbaren Stern, und unter dem äußersten rechten Ente des Pegasus erblicken wir zwei Sterne, die dem

STERNBILDER

STABEN

& \Mars ($)Juplter <&>Saturn

Mond: D1 Viertel @ Vollmond d letztes Viertel

>2

5

Sterne:

Kleine Buch- stoben

Der die 24 Stundenzahlen ron Mitter­nacht bit Mitternacht eines Tages ent­haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest­stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monalsmitle sicht­baren Sterne. Unsere Karle zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo- natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be­obacht ungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeil sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo­nats mitte ist der gerade Pfeil Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monals- müte */j Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht- gestalt zeigt.

Ende des Monats immer strahlender hervortritt. Man beginnt ihre Betrachtung am besten beim Stern Deneb im Schwan, der nun hoch zu un­seren Häupten steht. Bei ihm teilt sich nämlich die Milchstraße in zwei Aeste. die dann gleich­laufend nebeneinander hergehen. Außerdem ist diese Gegend ter Milchstraße ungefähr die Grenze ihres sommerlichen und winterlichen Teils. Rach Osten zu wendet sie sich zur Cassiopeia und zum Perseus, also überwiegend winterlichen Sternbildern, nach Westen zu geht sie zwischen den Sommersternbiltern Herkules und Adler hin­durch und wendet sich dann zum Schild des Eobieski, einem an sich wenig auffallenden Stern­bild, das nur dadurch eine gewisse Bedeutung hat. daß es das einzige Sternbild des nörd­lichen Himmels ist. für das sich ein ter Reuzeit

Wassermann angehören, einem sonst weniger be­achteten Tiertreissternbild.

Wie im Vormonat fo sind auch in diesem Rkonat alle Wandelsterne mit Ausnahme des Hierfür sichtbar. Die Sichtbarkeitsdauer ter 2enus als Abendstern nimmt immer weiter ab unö beträgt gegen Ende des Monats nur noch eine gute halbe Stunde. Auch die Sichtbarkeit des anderen am Abendhimmel stehenden Wan­delsterns, nämlich des Saturn, nimmt ab. be­trägt aber doch noch gegen Ente deS Monats 3*/t Stunden. Hingegen werten die am Morgen­himmel sichtbaren Wandelsterne Mars und Ju­piter besser sichtbar, was beim Mars so weit geht, daß man schon bald vom ,langsamen Ver­schieben auf den Abendhimmel" sprechen kann.

st ermann.

liehen beendet, früher als in anderen Jahren. Auf dem Halm stehen nur noch vereinzelte Aecker. Die außergewöhnliche Hitze im Juni uicd in ter ersten Iulihälfte hat zur Schnellreife ge­führt. die aber zur Folge hatte, daß die Entwick­lung ter Körner zurückgeblieben ist. Rachtem seit einigen Tagen die Dreschmaschinen an ter Arbeit ftnl>, bestätigen die ersten Druschergeb- nisse, daß infolge ter Schnellrcife und auch ter vielen LaHersrucht ter Körnerertrag zum Teil nur dem einer knappen Mittelernte entspricht. Reichlich ist hingegen ter Strohertrag. Die Witterung hat. da es nach den Regenfällen immer wieder rasch trocknet, die draußen noch in Garben stehende Frucht noch nicht ernstlich ge­schädigt. Rur bei Gerste, die schon fast drei Wochen draußen steht und bei der Fülle anderer Erntearbeit nod> nicht eingefahren werten konnte, bemerkt man hier und da erste Anzeichen des Auswachsens.

LJ Rodheim a. d. Horlosf, 6. Aug. Auch in unserer Gemarkung richtete die vor einigen Tagen bei Rabertshausen und Ulfa beobachtete Windhose großen Schaden an. Der ganz

plötzlich sich erhebende Wirbelwind warf die Fruchtgarben kirchturmhoch empor, um sie dann ün ganzen Feld zu zerstreuen. Andere Garben zerzauste ter Sturm vollständig^ Stellenweise sind ganze Fruchthausen von den Aeckern verschwun­den, ohne daß die Besitzer sie wieder finden konnten. So büßte ein geringbemittelter Mann von seiner aus nur sechs Kornhaufen bestehenden Roggenernte zwei Hausen ein. Wie bei dem schlimmsten Hagelwetter wurden die Aehren aus- gedreschen. Ein Getreitebinter überschlug sich bei der Gewalt des Sturmes und wurde erheb­lich beschädigt. Ein erfreuliches Bild von dem Gesundheitsstand unserer Ein­wohnerschaft zeigt die Tatsache, daß in unserem kleinen Dori sieben Leute vorhanden sind, die das 8 0. Lebensjahr erreicht oder überschritten haben. Es sind di^s: Oekonomierat

>»0/tvald K l i n g e l h ö f f e r auf Hof-Graß (90 Jahre alt); Landwirt Georg Hornberger letzter Veteran von 187071 (86 Jahre alt)- dessen Schwester Katharine Klipper t Witwe (84 Jahre alt); Kirchenrechner Otto Hofmann, der bis vor einem Jahre auch noch Gemeinde-

und Sparkaflenrechner war (83 Jahve alt): Land­wirt Heinrich Kröll VI. (83 Jahre alt): Georg Kl öppe r (80 Jahre all) und Katharine Eli- beth Wacker (83 Jahre alt). In den zu un- ferem 51(^^101 gehörenden Dörfern Steinheim und Rabertshausen find in ersterem, das größer ist als unser Ort. noch vier, in letzterem zwei Leute in diesem Alter am Leben.

* Ober-Borgern, 5. Slug. Die ältefte Einwohnerin unsere» Dorfe», Frau Dorothea- Müller, geb. Lotz, konnte gestern die 85. Wieder­kehr ihres Geburtstages feiern. Sie ift geistig und körperlich noch sehr rüstig und Hilst noch bei der Verrichtung häuslicher arbeiten.

* Aus der nördlichen Wetterau, 5. Aug. Heute mittag zog ein schweres (Se­ro i 11 e r über unsere Gegend. In kurzer Zeit stand alles unter Wasser, die Feldwege verwandelten sich in Bäche. Der Regen mar mit Hagel vermischt. Die Ernte zieht sich bei diesem ungünstigen Wettet sehr in die Länge.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

> QD i 6 m a r, 6. Aug. Das Innere unserer 100jährigen Kirche wird nunmehr auch er­neuert, nachdem vor drei Jahren die Kirche äußerlich neu hergerichtet wurde Die Zivil- gemeinte hat für den Innenanstrich 1000 Mark bewilligt, weitere 1503 Mark wurden von kirch­licher Seite beschafft. Die Oeffnung ter Angebot« erfolgte am Montag, wobei sich herau-sdellte, daß die hiesigen fed>8 Weißbinder ein gemein­sames Angebot eingereicht hatten, da- ten Zu­schlag erhalten wird. In ter letzten Ge - meinderatSsitzung wurde mitgeteilt, daß die ReichSbahndireklion einer Umwandlung des Fußgängerweges nach Lollar an der Eisenbahnbrücke in eine Fahrbrücke nicht ablehnend gegenübersteht Jedoch würde die Ausführung dieses Planes 30 000 Mark Kosten verursachen und jährlich 1000 Mark für Unter­haltung ter Drücke. An der Kostenfrage muß leider ter Plan scheitern. Die Bepflanzung des neuen Friedhöfe -an ter Salzbödener Straße tourte beschlossen und Krei-obstbauinspek- tor K i l p (Wetzlar) um einen Voranschlag ge­beten.

Kreis Biedenkopf

XX Frankenbach, 5. Aug Der älteste Mann unseres Dorfes, Altbürgermeister und früherer Ortsgerichtsmann Ioh. Schneider, voll- endete am heutigen Dienstag fein 8 0. Lebens­jahr. Der Hochbetagte fühlt sich noch ziemlich rüstig und kann noch bei vielen Arbeiten int häuslichen Streife Mitwirken.

ch Hartenrod, 5. Aug. Die von unserem Obst- und Gartenbauverein veranstal­tete Blumenausstellung hat alle Erwar­tungen übertroffen. Der zielbewußten, eifrigen Tätigkeit ter Führer auf gartenbaulichem Gebiete in unserem Orte ist es zu verdanken, dah die Ausstellung sehr geschmackvoll ausgestaltet tourte. Besonderer Dank gebührt hierfür Bürgermeister Happel, Herrn B i 11 e n d o r f, ferner Land- toirtschaftsrat Ianicaud (Gladenbach), ter mit gutem Kennerauge gemeinsam mit Frl. Schwarz von ter Landwirtschastsfchule Gladenbach die Wertung vornahm. Großes Interesse erregten eine fast 3 Meter hohe Zimmerlinte ter hiesigen Schtoesternstation, ferner schöne Arten von Kak­teen, Fuchsien und Hortensien. Daß auch in Har­tenrod reges Interesse für ten Gartenbau herrscht, beweist die Tatsache, daß bei einer Dauer von einer Woche die Ausstellung täglich gut besucht war. Möge sie anfeuernd wirken für die weitere, gesunde Entwickelung deS Obst- und Gartenbane­in Hartenrod.

Mainqau.

WEN. Frankfurt a.'M., 6. Aug. Die Frank­furter Postkriminalpolizei beschäftigt sich äugen- blicklich mit der Aufklärung eines geheimnis­vollen Briefdieb st ahls. Aus einem Brief aus England ift ein Scheck in Höhe von vier Pfund (8 0 Mark) entwendet worden, ohne daß der Brief Spuren einer äußeren Gewalt er­kennen läßt. Der Empfänger, ein junger, hier woh­nender Engländer, erhielt dieses Geld von seinen Angehörigen in einem geschlossenen Brief. Irgend ein Langfinger hat darin einen wertvollen In­halt vermutet und den Brief auf eine bisher noch unbekannte Art und Weise beraubt. Der Scheck wurde sofort gesperrt.

Kirche und Schule.

' Salzböden. 5. Aug. DaS Synodalfest furInnereMissiondeSKreifeSWeh- l a r wird in unserem Orte am Sonntag, 10. Aug., stattfinden. Das Fest beginnt nachmittag- 2 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Kirche, bei dem Pfarrer Dr. Schmid t. Dui-burg. die Fest- predigt halten wird. In der Rachversammlung, die um 4 Uhr bei günstigem Wetter im Freien, sonst in der Kirche gehalten wird, wird Pfarrer Dr. Schmidt überBilder aus der Duisburger Diakonenanstalt. Bedeutung und Segen der In­neren Mission" sprechen. Der Festgottesdienst, wie die Rachversammlung werden durch Wädchen- chöre von Odenhausen-Salzböten und Lützellinden, sowie durch den Posaunenchor Lützellinden musi­kalisch umrahmt werden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bl» 1230 Uhr. 16 bl» 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

Verantwortlich für das Feuilleton I. B-: ___ Dr. Fr. W. Lang e.

Warum Stuhlverstopfung?

-/®T.C düssn^ verursachen ungenügender unö Verstopfung häufig Appetitlosig- kest. Blähungen, Angstgefühle, Kopfschmerzen und %rDt.,r.c ®ctcx3lfcit wodurch Gesundheit und Wohlbefinden ernstlich gefährdet werden könnenl Wozu quälen Sie sich dann mit solchen Deschwer- den anstatt darauf zu achten, daß Ihr Stuhlgang stets pünktlich erfolgt und Verstopfung nicht zur Gewohnheit wird? Gebrauchen Sie doch recht­zeitig ein unschädliches, ausschließlich aus pflanz- Nchen Auszügen und Stossen hergestelltes Ab- fuhrmrttel. wie es Apotheker Richard Brandt'» Schweizerpillen sind, die Sie in allen Apotheken 3U Ttm. 1,50 die Schachtel erhalten. Dieses be- wahrte Hausmittel beseitigt die Stuhlträgheit mud und zuverlässig, ohne unangenehme CH eben­er) (Meinungen wie Leibschmerzen oder Uebelkeit hervorzurufen. Durch seine Anwendung gewöhrit man sich nicht etwa an das Wittel, sondern in­folge der gleichmäßigen Anregung der Darm- tätigten an regelmäßigen und ergiebigen Stuhl- 0«ng. 992v