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Wirtschaft
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Sranffurt a. M.
Berlin
Banknoten.
6. 5. i 7. 5.
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7. 5.
6. 5.
7H.
110,5
112
110,25
111,13
Allgemeine Deutsche Credltanst. 10
12,1
57,75
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
170
4-
f
243,5
26,6
26,25
71
71,75
24,13
6,7
7,05 ।
129
16,9
120,5
Anfang. Kur-
7
7
Hansa Dampsschsss . Norddeutscher Lloyd
Anfang. Kur-
26,5
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60
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8
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100,5
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185,25
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124,25
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240,5
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35 !
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24,4
21,9
2,4
ist ebenfalls von hohem Wert. Es sind die unübersehbaren Möglichkeiten, die der Tonfilm dem schöpferischen Musiker bietet. Nichts regt die Phantasie des Komponisten stärker an, als die Vorgänge, die sich nach den noch ungeschriebenen Gesehen des Films auf der Leinwand abspielcn. Sowohl die konkreten als auch die abstrakten Vorgänge der filmischen Darstellung drängen an und für sich immer nach Musikalität. Sie können sogar durch musikalischen Aufbau in ihrer Entwicklung stark gefördert und veredelt werden. Ich selbst habe bei der Erfindung der Musik für den großen Ufa-Tonfilm der Crich°Pommer°Produktion „Der blaue Engel" diese Erkenntnis praktisch ausgewertet. Der Regisseur, von Sternberg, ein äußerst feinfühliger Künstler, hatte, in klarer Erkenntnis seiner Aufgabe, den Wunsch geäußert, meine Komposition vor Beginn seiner Atelicrarbeit kennenzulernen. Starke Befruchtung des eigenen Schaffens erwartete er von der Musik.
Schon mit dem Schlager „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" — war die Charakterrolle von Marlene Dietrich, der vcr-
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io . 6 7,2
wobei er a übrigen si stützt murb H großen usw, ober und es blei!
°'sthe, zu bi Nehmen we
führerischen Variete-Sängerin Lola-Lola, so scharf Umrissen, daß durch dieses Chanson eine klare Grundlinie für die Handlung gewonnen war. Dieses Chanson schuf sofort die Atmosphäre, nach der der Stoff gebieterisch verlangte.
Das Thema dieser Melodie war prädestiniert dazu, Leitmotiv für das innerste Geschehen zu werden, Schickfalsmotiv des verführten Professor Rat (Emil 3annin g s). Das gleiche Motiv in symphonischer Gestaltung begleitet die Handlung bis zur Katastrophe.
Ein anderer Schlager „Kinder, heut' Abend such' ich mir was aus" schaltet sich beim ersten Auftreten des Professors organisch in das Gefüge der Geschehnisse ein, als er in der Umgebung erscheint, die ihm zum Verderben werden soll. Dieser Schlager ergänzt und steigert zusammen mit dem Choral „Heb' immer Treu und Redlichkeit" — das Glockenspiel der Turmuhr spielt ihn — die Fülle der dramatischen Gegensätze, die sich im Verlauf der Handlung entwickeln.
Kunst und Wissenschaft.
Massenfälschungen von Meisterwerken des französischen Impressionismus.
Paris, 5. Mai. (CRB. Funksvruch.) Paris hat jetzt seinen K u n st s k.a n d a t, nach dem Muster der Affäre D o s s e n a in Rom. Was Dossena für die frühitalienische Plastik getan hat, das hat ein Mater Cazeau in Maison- Laffitte für die großen Ramen des französischen Impressionismus getan. Er stellte, und zwar in stattlicher Fahl olles her, was in dieser Beziehung gut und teuer ist. Er malte ..echte" Degas, er malte ..echte" Cezanne, er versuchte sich als Claude Monet, als Theodor Rousseau, als Corot und Sisley. Als ihn das Schicksal ereilte, war er in seinem Atelier gerade beschäftigt, die letzte Hand an ein Bild zu legen, daß von einem vor Jahrzehnten verstorbenen Meister herzurühren bestimmt war. Im ganzen soll cs sich um ein Geschäft von mehreren Millionen Francs handeln, an dem leider auch der Enkel eines Großen jener Zeit, des Malers M i l l e t von Barbizon, ein gewisser Charles Millet, als Agent für den Absatz der Fälschungen beteiligt ist. Der Kunsthandel hat freilich, insbesondere von Corot, manches Werk schon auftauchen sehen, das verdächtig war. Trotzdem soll der fleißige Cazeau auch Sachverständige getäuscht haben.
Generalintendant Ebert bleibt in Darmstadt.
Von der Verwaltungskommission des H e s s i - schen Landcstheaters in Darmstadt wird mitgeteilt: Generalintendant Professor Karl Ebert Hot sich erfreulicherweise entschlossen, dem Ruf nach Mannheim nicht zu folgen und der Verlängerung seines Vertrages in Darmstadt zuzustimmen.
Barmer Bankverein .... Berliner Handelsgesellschaft . Commerz, und Privat-Baiik. Darmstädter und Nationalbank Deutsche Bank und
Tiseonto-Gesellschast,. . . Dresdner Bank ...... Reichsbank........
A.E.G...........
Bergmann........
133,5 । 195
161,5 I
Rheinische Elektrizität Schlesische Elektrizität. Schlickert L Co. . . . Siemens L HatSke . • Lransradio ..... Lahmcver L Co.. . .
Buderus......
Deutsche Erdöl ... Essener Steinkohle • • Gelsenkirchener . . . Harpener. ..... Hoesch Eisen. .... 3*1e Bergbau .... Ktücknerwerke .... Köln-Neuessen.... ManneSmann-Rölirea ManSfelder Bergbau .
Oberschles. Eisenbedarf Oberschles. Kokswerke.
Phönix Bergbau . . . Rheinische Braunkohle» Rheinstahl ..... Rtebeck Montan ...
2,4
6,9
6,75
6,75
10
16,95
8,1
6 Berlin [mb in dem letzten I°9 Reichs" Den, und m weit oorroa oder 31. i ben Unterau Die Reiche bet Reichsre zvtrelbe bah die Der Inner ge Ausgaben, d jltlierle
schaflsvertreter aus dem ganzen Bezirk beteiligt haben, gegründet worden.
Zu geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern wurden gewählt der bisherige Hauptgeschäftsführer der Frankfurter Filiale der Deutschen Raiffeisenbank, K. Jolk, und der Geschäftsführer M. Mieth: außerdem gehören dem Vorstand ehrenamtlich an Geschäftsführer G. Dickhaud (Idstein) und Kaufmann K. Kitzel (Frankfurt a. M.-Sossenheim). In den Aufsichtsrat wurden zunächst zehn Genossenschaftsmitglieder aus Nassau, Kreis Wetzlar und Oberhessen gewählt, den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm der Derbandsvorsitzende Dr. N o l d c n , als sein Stellvertreter wurde Lehrer Gerhards (Groß- Rechtenbach) bestimmt.
Mit dieser Gründung ist neben dem Verband und der auf guter und sicherer Grundlage arbeitenden Zcntralwarenanstalt, der Raiffeisen-Hauptgenossen- schäft, auch das bisher von der Frankfurter Filiale der Deutsä^n Raiffeisenbank noch rein genossenschaftlichen Grundsätzen betriebene Geldgeschäft auf eine angemessene und durchaus aussichtsvolle Grundlage gestellt.
Schweinemarkt in Gießen.
Der heutige Schweinemarkt in Gießen war mit 180 Ferkeln, zum größten Teil von Händlern, beschickt. Da sich sehr viele Käufer cingefunden hatten, war der Handel flott, so daß kein Kleber- stand verblieb. Bezahlt wurden für Ferkel, sechs bis acht Wochen, 40 bis 50 Mark: acht bis dreizehn Wochen, 50 bis 60 Mark: über dreizehn Wochen alte 60 bis 70 Mark je Stück.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Trostloser Zustand
der Straße von Steinberg nach Grüningen.
(Ls ist an dieser Stelle schon oft über die traurige Beschaffenheit der Landstraße von Steinberg nach Grüningen geklagt worden. Bekanntlich herrscht hier ein starker Omnibus-, Lastkraftwaqcn- und Pferdefuhrwerksverkehr nach Gießen. 'Die Strecke ist als Zufuhrweg für Gießen stark belebt und hat deshalb erheblich mehr Bedeutung, als irgendeine Perbindungsstraße zwischen zwei Ortschaften.
Und wie sieht es hier aus! Die Oberfläche der Straße ein Höckerfelh, dazwischen ukhähüge Schlaglöcher, viele davon von enormer Breite und Tiefe. Wehe dem armen Kraftfahrer, der dieses Trichterfeld nicht kennt und gar bei Nacht hineingerät! Für die v-Straßen hat er seine mühsam zusammengesparte Kraftfahrzeugsteuer bezahlt, das erkennt er hier mit grausamer Deutlichkeit. Um einigermaßen ohne Beschädigung durchzukommen, besonders in der ' oberen Hälfte vor Grüningen, lenken Kraftfahrer und Fuhrleute ihre Fahrzeuge zur Seite und fahren Auf dem Fußweg. Es herrschen also, kurz gesagt, Zustände, die' jeder Beschreibung spotten. Wenn hier nicht baldigst Abhilfe geschaffen wird, werden die Schadenersatzklagen nicht ausbleiben, denn entweder muß die Strecke ohne Gefahr für Leib und Leben passierbar sein, oder sie muß gesperrt werden.
Warum muß eine Straße erst der vollständigen > Zerstörung anheimfallen, um sie nachher nach dem Verfahren aus dem vorigen Jahrhundert mit Dampfwalze, Schotter und Sand neu herzurichten. Die Strecke Holzheim—Grüningen wurde im oori- / gen Jahre auf diese Weise erneuert, heute zeigen sich' die Schlaglöcher schon wieder serienweise. Ohne Teerüberzug wird auch diese Strecke bald wieder zerstört sein, und das Geld der Steuerzahler ist ausgegeben.
Wenn die Schlaglöcher und Unebenheiten einer j beschädigten Straße mit Teer und Feinschlag aus-1 gefüllt werden und dann die Strecke mit einer I durchgehenden Teerschicht überzogen wird, ist die ■ Haltbarkeit für einige Jahre ohne große Ausbesse- \ rungskosten gewährleistet, wenn der Verkehr nicht zu stark ist. Dieses Verfahren hat sich doch an vielen 1 Straßen bewährt und ist billiger als Neuwalzen, j
Möge dieser Hinweis dazu beitragen, daß endlich einmal der unerträglichen Verkehrsnot auf dieser Strecke obgeholfcn wird.
Ein Leidtragender
im Namen vieler Leidensgefährten.
2.4
24.6 l
21,9
2,4
7
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ffrankfurier Malchlnea . .
Krihner...... .
Heyligenfkaedl.....
Iunghans........
Lechwerke. ....... Mainkraftwerte Höchst a. M. Mtag.......... Gebr. Roeder ...... Voigt & Haessner . . . . Süddeutsche Zucker . • .
Reichsbank und Oiskontfrage.
Die für den Beginn dieser Woche erwartete Einberufung des Zentralausschusses der Reichsbank ist nicht erfolgt und eine Entscheidung über die Ermäßigung des deutschen Reichsbankdiskonts noch nicht gefallen. Für die abwartende Haltung des Reichsbankdirektoriums sind Gründe maßgebend, die sich zum Teil darauf beziehen, daß die zum Monatsbeginn erwarteten Rückflüsse bisher nicht eingetreten sind, zum anderen Teil mit seiner Auffassung bezüglich der internationalen Diskontlage Zusammenhängen. Es ist bekannt, daß sich die internationalen Geldmärkte im Stadium der Vorbereitung der ersten Reparationsan- leih et rauche befinden und daß die Verbilligung der kurzfristigen Gelder bisher noch nicht nennenswert auf die Kapital sätze übergegriffen hat. ^Tie Reichsbank will vor allem abwarten, wie sich die neuen internationalen Diskontsenkungen am Devisenmarkt auswirken. Die Entwicklung des R e i chs- m a r k k u r s e s während der letzten Tage läßt deutlich erkennen, daß man allgemein mit einer Dis- tontsenkung der Reichsbank gerechnet hatte. Aber von einem erheblichen Devisenangebot kann am deutschen Markt nicht gesprochen werden, wie lange allerdings die gegenwärtige Situation anhält, ist fraglich. Wenn trotzdem über kurz oder lang eine Ermäßigung des Reichsbankdiskonts für wahrscheinlich gehalten wird, so liegt dies daran, daß man mit neuen großen G o l d z u f l ü s s e n rechnet. Anscheinend will die Reichsbank solche großen Goldzuflüsse abwarten und erst dann zwangsläufig den Diskont ermäßigen. Zu berücksichtigen ist auch, daß die gegenwärtigen Vorgänge auf den internationalen Geldmärkten sehr bald zu einem Ende führen können, zumal die Ausgabe der Reparationsbonds bevorsteht, die natürlich nicht ohne Ein- Iluß auf das große Geldangebot fein wird. Wenn alfo die Reichsbank jetzt den Diskont sofort ermäßigen wurde, so würde sie gegebenenfalls sehr bald gezwungen sein, ihn wieder zu erhöhen, und Dis- konterhöhungen haben stets einen stärkeren Effekt •-auf die allgemeine Zinslage, als Diskontermäßigun- ?gcn. Man kann daher die reservierte Haltung der R e i ch s b a n k verstehen, die die D i s- kon.tbaisfe nicht mitmachen will, um nicht der Wirtschaft sehr unerwünschte Erschütterungen von der Zinsseite her zu bringen. Auch dos Direktorium der Schweizerischen Nationalbank hat sich zur Aufrechterhaltung des Diskonts trotz der internationalen Diskontbaisse entschlossen.
Vom ländlichen Genossenschaftswesen.
Da die V e r e i n h e i t l i ch u n g s b e ft r e b u n - gen im Rhein -Maingebiet zu einem posi- tiuen Ergebnis bis jetzt nicht geführt haben, hat üch — wie uns vom Raiffeisen-Perband Frankfurt a. M. berichtet wird — der Raiffeisen-Verband Frankfurt a. M., dem 621 Genossenschaf- len angehören, gezwungen gesehen, für die Geld- wirtichaft seiner Mitglieder durch die Errichtung einer eigenen Verbandskasse zu sorgen. Dementsprechend ist die „G e n o s s e n s ch a s t s - bank Raiffeisen" als eingetragene Genossen- MaE mit beschränkter Haftpflicht mit dem Sitze in ifranksurt a. M. in einer am 3. Mai unter dem Vor- l'v des Verbands-Vorsitzenden Dr. N o l d e n statt- gehabtcn Versammlung, an welcher sich Genossen-
Mehr als 16. bis 18. ßänöert1 ein halbes gangenen ? geleistet M eine recht seinerzeit Hot sich al schiedene ' lassen, bis wurden. D berAbgr shen Re Men» wi vrzanisc Wtx $ zwisihrn Bei bet Irtz Ährer blii fcmplej ofj kommen in rung Ser u finanjie H-m Rach btt letzten r schlagnn auherpreutz gung Prer großen un teil von ! wurde ab gung der herigen s mein|d geb u n c
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Frankfurt a. M. | Berlin
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Die fllonaU; £20 0)5Pf'I lehn, auch toinen ei”! Infolge^ lMterSanM Anschrift >
ztaiifstrtui
Oeftr. LieserungSgelelllchaft. 10
Licht und Kraft......10
Felten L Guilleaume ... 7^
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10
Hamburger Elektrizitäts-Werke 10
4% Oesterretchtlche Golvrenlr . . 4,20% Oesterreichilche Silberrenle 4% Oesterreichilche Einheitliche
Rente...........
4% Ungarilche Goldrente ....
4% Ungarilche StaatSrente v. 1910 4Vi% beSfll. oon 1918.....
4% Ungarische Kronenrente . . .
4% Türkische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Llnl.
Serie 1...........
4% desgl. Serie U.......
5% Stu manische vereknh. Rente
von 1903 ..........
l'A% Rumänische Verein-. Rente von 1913 ..........
1% Rumänische verelnb. Rente .
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+ Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/1926 = 100) stellt sich für die Woche vom 28. April bis 3. Mai auf 121,3 gegenüber 121,7 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 119,6 (120), Gruppe verarbeitende Industrie auf 110,9 (110,9) und Gruppe Handel und Verkehr auf 141 (141,8). Für den Durchschnitt des Monats April 1930 ergibt sich eine Steigerung auf 122,2 gegenüber 119 im Durchschnitt März 1930, in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 120,9 (118,6), Kruppe verarbeitende Industrie auf 110,3 (107,4) und Gruppe Handel und Verkehr auf 142 (139,5).
* D r. C. Schlei, ßn er A. - G., F°rankfurt a. M. Die G.-V. genehmigte den Abschluß mit 7 (i. V. 0) v. H. Dividende auf die Stammaktien mit 104 gegen 14 Stimmen eines Aktionärs, auf dessen Anregung in Abänderung der ursprünglichen Vorschläge auf Wertpapiere nur 7000 (anstatt 10 000) Mark abgeschrieben und die freiwerdenden 3000 Mk. der Reserve überwiesen werden. Der Aktionär bemängelte die Höhe der Unkosten und Abschreibungen und beantragte die Verteilung einer Dividende von 10 v. H. Demgegenüber wurde von der Verwaltung erklärt, daß die Reserven der Gesellschaft nach wie vor gestärkt werden müßten, um der Konkurrenz des I.-G.-Farben-Konzerns auf dein Filmgebiet ent- gegentreten zu können. Infolge dieses Konkurren;- kampses müsse mit einem weiteren Steigen der Unkosten gerechnet werden, da das Unternehmen der enormen Reklame der J.-G.-Fabrikate nur durch hochwertiges Material und neue Spezialartikel be- gegnen könne. Die G.-V. beschloß sodann einstimmig die vorgeschlaeene Erhöhung des Stammaktienkapitals von 270 000 auf 600 000 Mark. Die neuen
r-t-t -
Aktien, auf die zunächst 25 v. H. einbezahlt werden sollen, werden den Aktionären im Verhältnis 1:1 zum Bezüge angeboten. Die vorgeschlagene Erhöhung des Vorzugsaktienkapitals von 5000 Mark auf 10 000 Mark wurde gcaen die 14 Stimmen des Aktionärs genehmigt, der Protest zu Protokoll gab.
Odenwälder Hortsteinindustrie A.-G., D a r m st a d t. Die Generalversammlung beschloß die Ausschüttung einer Dividende von 8 (im Vorjahr 7) Prozent auf die Stammaktien. Die Aussichten für das Jahr 1930 wurden von der Verwaltung als zunächst nicht sehr günstig bezeichnet, da es dem Reich, den Ländern und der Reichsbahn an Geld mangele. Bestimmte Voraussagen könnten nicht gemacht werden. Zur Zeit werde mit verringerter Belegschaft gearbeitet, doch hoffe man im Laufe des Jahres auf eine Belebung des Geschäftsganges, wenn durch Steuereingänge neue Mittel in die Staatskasse geflossen seien.
* Frankfurter Bank, Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmigte ohne Aussprache den Abschluß für 1929 mit wieder 7 Proz. Dividende auf die Stammaktien.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 7. Mai. Tendenz: freundlicher. — Im Einklang mit den festeren Schlußkursen an der gestrigen Reuhorker Börse war die Stimmung am heutigen Markt freundlicher. Das Geschäft erfuhr aber trotzdem keine nennenswerte Belebung, da immer noch die zweite Hand fehlte. Rur einzelne Spezialwerte traten etwas mehr in Erscheinung. Anregende Momente waren sonst nicht vorhanden, vielmehr drückten die in letzter Zeit bekanntgewordenen ungünstigen Rachrichten immer noch etwas auf die Stimmung. In der Hauptsache wurden die Rückgänge der Kupferpreise beachtet, die zu einer völligen Interesselosigkeit in diesen Werten führten. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten zumeist Besserungen in kleinem Ausmaße ein. Etwas in den Border- grund treten konnten am Clektrornarkt Siemens mit plus 2 Prozent: AEG. lagen dagegen auf Realisationen leicht gedrückt. Am Chemimarkt eröffneten I.-G.-Farben 1 Prozent und Deutsche Erdöl 1,5 Prozent fester. Am Markt der Montanaktien erhielt sich auch heute das Interesse für Rheinstahlaktien, die bei lebhaften Umsätzen wiederum 2,5 Prozent gewannen. Kaliwerte lagen dagegen im Einklang mit dem nicht gerade befriedigenden Kali- absatz in diesem Jahre im Angebot und bis zu 2 Prozent schwächer. Dem Markte der Freigabe a k t i e n wandte sich ebenfalls vermehrte Rachsrage zu. Hapag und Rorddeutscher Lloyd lagen bis zu 1,5 Prozent fester. Bankaktien uneinheitlich. Dresdner Bank büßten 1 Prozent ein, während Commerzbank leicht erholt lagen. Deutsche Linoleum traten mit plus 1.5 Prozent etwas mehr hervor. Zellstoff Aschaffenburg etwas nachgebend. Auch heute bestand für deutsche "Renten weiter Interesse. Besonders Anleihen ohne Ablösung zeigten weiter aufsteigende Kursbewegung. Im Berlaufe blieben einige Spezialwerte im Vordergründe. Im allgemeinen blieben bei freundlicher Tendenz die Kurse des Anfangsniveaus gut behauptet. Am Anleihemarkt waren Reubesih weiter lebhaft gehandelt, bei einer weiteren Besserung. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Prozent notiert. Am Devisenmarkt lag das Pfund international schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,19025, gegen Pfund 20,3620, London gegen Kabel 4,8595, gegen Paris 123,82, gegen Mailand 92,68, gegen Madrid (etwas erholt) 29,55. gegen Schweiz 25,0858, gegen Amsterdam 12,0750.
Fra:.7' .rtev Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 7, Mai. Am heutigen Produktenmartt war die Stimmung im Ein- nang mit den höheren Auslandnotierungen nicht unfreundlich, doch blieben die Händler sehr zurückhaltend, da sich stärkeres Angebot von Aus- landware bemerkbar machte, was im Verlause eine Preissenkung vereinzelter Getreidesorten zur Folge hatten. Besonders Roggen war gedrückt, während an den übrigen Märkten die Preise teilweise behauptet blieben. Unter Druck standen noch Weizen- und Roggenkleie. Don Mehlen war Roggenmehl niedriger notiert. Cs wurden notiert: Weizen, Hektolitergewicht von 78 Kilogramm, 305; Roggen, Hektolitergewicht von 72 Kilogramm, 182,50—185; Sommergerste für Brau^wecke 205—207,50; Hafer, inländischer, 185 vis 190; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 43.50—45,25; Äoggenmehl 26,50—27.75; Weizenkleie 7,75; Roggenkleie 9,00-9,25. Tendenz: flau.
l-Uhs. I (rdilug-
-Hur« | kur«
w -
MH.
Kurszettel der Berliner un- Frankfurter Börse.
D>- h,n.°r den Papieren ang.^hrten Ziffern geben die Hijhc der zuleht b-,ch,°'sen-n Dividend- an. - R-ich-bankdi-kont 5 v.H, Lombardzin-suß 6 n.tz.
Dalum
iiamvurg-Amerika Pakcl ... 7
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8
Datum
6% Deutsche StetchLantcihe von 1927 ..........
7% Deutsche SieichSanIeche von 1929 ..........
Deutsche An^2lblöI.«Cchtlld mit
AllLlos^Rcchlen.......
DeSgl. ohne Auslos^Rechte . . . 6% Hess. VoUsstaat von 1929 (rückzahw. 102%)......
Oberhessen Provinz - Anleihe mit AuLlvs^Rechten.......
Deutsche Komm. Eammelabl.
Anleihe Serie 1.......
8% flranks. Hyp.-Bank Goldpfe.
XIII unkündbar bis 193-1 . . . 7% Franks. Hyp^Bank Goldpfe. unkündbar bis 1932 .....
<Yt% Rheinische Lvv^Bank
Ltqu. Goldpfe.........
6% Pr. LandeSpsandbriesanslalt, Pfandbriefe R. 17......
8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt, Komm^Obl. R. 16......
7% Pr. LandespsandbriesanüaU, Pfandbriefe R. 10 ..... . ll.E.G. ahg. BorkriegS-Obligatio- nen. tüdAohlbat 1932 .....
Schluß-! t-Uhr« kurü | Kurs
Frankfurt a. M.
Berlin
Echluß- kurs
1-Uhr- ffunt
Schluß« für«
Anfang Kurs
Datum
6. 5.
7. 5.
6. 5.
7. 5.
Vereinigte Stahlwerke.....
97.5
...
97,65
97,75
Otavt Minen......16'/,
48
—
49,13
49
Kaliwerke Aschersleben ... 10
227
225,5
227,5
224,6
Kaliwerke Westeregeln ... 10
232
230
232
230
Kaliwerke GaUbetfurtb ... 15
397
397
395
I. G. Farben-Invustne. . . 12
Dynamit Nobel ....... 6
182,75
183,9
182,75
183,75
Scheideanstalt....... .9
—
—
_
Goldschmidt ........6
70
—
69
69
RütgcrSwerke ....... .6
69.5
—
70,25
70,6
110
110,5
109,5
Philipp Holzmann..... 7
109,5
_
109,5
101,75
Zementwerk Heidelberg . . 10
135,5
—
Cementwerk Karlstadt. ... 10
142.25
_
Wavtz & Frcytag......8
94,5
93,5
93,2d
—
Schultheis Paycnhoser ... 15
—
—
301,25
302
Ostwerke.........12
—
—
254,5
256,25
Aku......... . 18
110,5
—
111,5
112,25
Bembcrg....... . i-i
140
—
139
Zellstoff Waldbof .... 13'/,
—
180,5
180
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
vharlottenburger Wasser ... 8
—
146,5
146,5
104,75
147,5 105
Dessauer Gas........9
—
— ■
167,4
166
Daimler Motoren ...... 0
—
___
39,5
39,5
Deutsche Linoleum ......
242,5
244
241
243
Maschinenbau A.-G, ..... 0
53
Rat. Automobil . ...... 0
—
—
18,65
Orenstcin & Koppel . .... 6
—
—
82,25
82.75
Leonhard Tiey ...... io
-
-
150.25
150
SvenSka...........
-
340,5
346
Dcrlin, 6. Mal
Geld
»rief
Amerikanische Noten.....
Belgische Noten ........ Dänische Noten........
Englische Sloten........
Französische Noten ...... Holländische Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr., 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten ...... Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten • • Ungarische Noten.......
4.166
58,30
111,71
20,305
16,405
168,11
21,94
111,73
53 92
2,465
112.05
80,99
50.90
12,385
72,97
4.186 58.54
112.15 20,385
16,465 168,79
22,02
112,17 59,16
2.485
112,49 81,33
51,10
12,445
73,27
6. Mai
7. Mal
Amtliche Geld
Notierung »rief
Amtliche Geld
Notierung Bries _
Amst.«Rott.
168,51
168.85
168,42
168,76
Buen-AireS
1,608
1.612
1,619
1,623
Brff.-Antw.
58,38
58,50
112,21
58,39
58,51
Chrtstiania.
111,99
111,99
112,21
Kopenhagen
111,99
112.21
111,98
112,20
Stockholm .
112,33
112.55
112,31
112,53
HelsingforS.
10,536
21,94
10,556
10,542
10,562
Italien. . .
21,98
21,945
21,985
London. . .
20,342
20,382
20.341
20,381
Lteuhork ..
4,1845
4,1925
4,1865
4,1945
Paris....
Schweiz . .
16,42
81,07
16,46
81,23
16,42
81,085
16.46
81.245
Spanien. .
51,00
51,10
51,35
51,45
Japan . . .
2,067
2,071
2,067
2,071
Rio de Jan. Wien in D.«
0,500
0,502
0,4985
0,5050
IDeft. abgeft.
59,025
59,145
59,03
59,15
Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Damtg. . . Konstantür. Athen. . . Canada . . Urnauap. . Cairo .».
12,40 7,403 73,15 3,036 18,78 81,39 1,784 5,435
4,176 3,846 20,86
12.42 7,417
73,29 3,042
18,82 81,49 1,788 5,445 4.184 3.854
20,90
12,407 7,405
73,165 3,036 18,78
81,33 1,735
5,435 4,173 3,846
20,86
12,427 7,419
73,305 3,042 18,82 81,49 1,789 5,445
4.181 3,854 20,90


