Ausgabe 
6.8.1930
 
Einzelbild herunterladen

gut durcheinander gemischt muß eine ziemlich trockene Masse ergeben. Diese drückt man in eine gefettete Form und läßt den Pudding andert­halb Stunde im Wasserbade kochen. Tomaten­oder Petersiliensohe ist dazu geeignet.

Salat von weißen Bohnen.

Weich gekochte weiße Bohnen schüttet man auf einen Durchschlag zum Abtropfen. Bon Tomaten­brei. Salz, Pfeffer. Essig, Oel.rührt man eine Soße und gibt sie über die Dohnen. Man über­streut mit geriebenem Meerrettich und legt rings-

lieber die letzten Dorträge im Rahmen des Dritten Gießener Ferienkurses ist noch zu berichten: Privatdozent Dr. A. Storch (Gießen) sprach über

Psychoanalyse und Persönlichkeitsforschung.

Die Grundgedanken des Vortrages sind etwa folgende: Von empirischen älntersuchungen an neurotischen Kranken ausgehend, zeigte Freud die Bedeutung der unbewußt-vitalen Kräfte im Menschen, insbesondere der nicht eingestandenen verdrängten Regungen und ihre Wirksamkeit in der neurotischen Symptombildung. Diese Regun­gen zeigten sich in infantilen Triebbildungen, insbesondere erotischer Art verankert. Der Äeu- rotische erscheint so als der an vergangene Trieb­gestaltungen gebundene Mensch, der an der Lin­erfüllbarkeit seiner regressiven Triebwünsche schei­tert und durch sie in Konflikt mit seinem Ideal- Ich gerät. Seine Shmptombildungen erscheinen sinnvoll als Ausdruck eben dieser Konflikt­situation. 3n ihrer Theorie versucht die Psycho­analyse olles Lcbensgeschehen bis in die geistigen Akte hinauf aus wenigen vitalen Grundtrieben zu erklären. Sie arbeitet mit einer energetischen Auffassung (Anhäufung und Entspannung von Triebcnergien). Die Psychoanalyse hat eine Fülle von tatsächlichen Phänomenen entdeckt, sie geht aber in der Interpretation derselben von einer geistigen Haltung aus, die sich vor der tieferen philosophischen Besinnung nicht rechtfertigen läßt. In dieser Haltung ist sie Riehsche nahe, dem der Geistdie kleine Vernunft" war, hinter derdie große Vernunft des Leibes" wirkt, mithin dem Iertrümmerer deralten" Werte, nicht dem auf­bauenden Riehsche. Der Psychoanalyse bleibt die eigentliche personale Schicht des Menschen, die Schicht der Sinn- und Wertverwirklichung in ihrer Eigengesetzlichkeit verborgen. Deutlich zeigt sich dies in ihrer Stellung zur Kultur und be­sonders zum Religiösen: die Verwurzelung im Vitalen in physiologischen Rotzuständen (Riehsche) besagt nichts Entscheidendes über den Wahrheitsgehalt der religiösen Sinnsphäre und erschöpft auch nicht den existenziell-personalen Bedeutungsgehalt des Religiösen. Die Abwand­lungen der Psychoanalyse (Adler, Jung) versuchen diese Mängel auszugleichen, bleiben aber gleich­falls einseitig, ohne das Ganze des Menschen zu umfassen, während die Sprangersche Typen- lehre einseitig gegenüber dem Vitalen die Sinn- relationen betont. Llmfassender auf die psycho- physische Ganzheit des Menschen eingestellt, er­scheint die Typenlehre Kretschmers. Ihr ist trotz Gegensähe nahe verwandt die Typenauffassung von Iaensch. Freilich liegt es im Wesen der Typenlehren, daß sie an das konkret Einmalige des Menschen nicht heranreichen. Die charaktero­logischen Systeme, besonders Klages, Häberlin, geben große umfassende Perspektiven. Erst eine philosophisch-medizinische Anthropologie vermag jedoch alle diese verschiedenen Gesichtspunkte zu vereinigen und zu einer Lehre vom Menschan zusammenzufassen. Auf dieser Ebene kann auch nach der heute schon fortgeschrittenen Lleberwin- dung einer ausschließlich mechanisch-kausalen Er- fLfsung des Menschen die unvermeidliche Ausein­andersetzung einer idealistischen Deutung von Sinn- und Ideengehalten her mit einer vita- listischen, vom blinden Lebensdrang ausgehenden ihre Auflösung finden. Sie gelangt zur Synthese in einer konkret-personalen Auffassung, nach der es im Wesen des Menschen liegt, in seiner ein- maligcn ihm gegebenen Seinsform das zu ver­wirklichen, was in ihm als Sinn seiner Existenz lebt,

Professor Dr. Walze! (Bonn) sprach über das Thema:

Der deutsche Roman der Gegenwart.

Er sagte u. a.: Seit dem Weltkrieg, also etwa seit dem Expressionismus, erlebt der deutsche Roman bemerkenswerte Schicksale. Als der Ex­pressionismus seinen jähen, dem Grotesken ge»

herum hartgekochte Eihälften, Rapunzen oder Salatblätter.

Daten für Donnerstag 7. August Sonnenaufgang 4.32 Llhr. Sonnenuntergang

19.39 Llhr. Mondaufgang 19.26 Llhr, Mond­untergang 1.40 Llhr.

1848: der Chemiker Ioh. I. Freiherr v. Ber- zelius in Stockholm gestorben: 1898: der Aegyptolege Georg Ebers in Tutzing gestorben: 1902: der Staatsmann R. v. Bennigsen gestorben.

neigten, auf knappe Kürze gerichteten Form­willen dem Zeitalter aufzwang, schien dem Roman und seiner ausführlichen Darstellungsweise aller Raum genommen zu sein. Romane in expressio­nistischer Gestalt der Wortkunst muteten dem Leser ein Zuviel von unentwegter Spannung und von eiligem Schrittmaß zu. Solche gedrängte Fülle war nur in dem engeren Bereich der Ro- velle zu ertragen. Wirklich gewann damals die Rovelle durch Karl Sternheim und durch Kasimir Edschmid eine neue Gestalt von ausgeprägter Eigenheit. Seit dem Zusammenbruch des Ex­pressionismus scheint der Roman wieder in seiner altgewohnten Form zu seinem Recht zu gelangen. Roch mehr: Sein Umfang überschritt mehrfach den Brauch, der um 1900 galt. Man hat wieder viel Zeit und viel Geduld für ihn übrig, mehr als selbst einst für die Werke der Keller, Raabe, Fontane und Ricarda Huch. Thomas Mann über­holte nun in seinem ..Zauberberg" um beträcht­liches die Seitenzahl seiner früheren Werke. Schon da kündigt sich der Wunsch an. über den Roman des Impressionismus hinauszulommen. Freilich bleibt mit Rotwendigkeit manche Ge­bärde des Impressionismus noch üblich, wenn wie im Fall Thomas Manns einer der Führer des Impressionismus von einst sein Schaffen weiter ausgestaltet.

Wohl das wesentlichste neue Merkmal des Romans ist das wiedererwachte Bedürfnis, sitt­liche Ziele zu weisen. Der Expressionismus hatte im Widerspruch gegen die Haltung fast der ge­samten deutschen Dichtung der Zeit um 1900 solche sittlichen Ansprüche erhoben. (Sie bestehen heute besonders im Kriegsroman, der dank dieser Tatsache abermals mit dem Expressionismus und

* Henschel & Sohn AG.. Kassel. Wie die Verwaltung in ihrem letzten Geschäftsbericht schon ausgeführt hatte, muhte sie in Zukunft mit Entlassungen von Arbeitern rechnen, wenn nicht demnächst weitere Aufträge hereinkommen wür­den. Da die Hoffnung, daß rechtzeitig herein- kommende neue Aufträge genügend Beschäfti­gung für den augenblicklichen Arbeiterstand bie­ten, sich bisher nicht erfüllt hat, hat die Ver­waltung bei der Regierung in Kassel vorsorglich zunächst einen Antrag zur Entlassung von 300 Arbeitern gestellt. Der Antrag ist von der Regierung genehmigt worden. Die Verwal­tung von Henschel & Sohn hat sodann noch ein­mal einen Antrag auf Entlassung von 50 Ar­beit e r n gestellt. Lieber den letzteren Antrag ist eine Entscheidung seitens der Regierung bis­her nicht gefallen. Es handelt sich bei diesen An­trägen um eine vorsorgliche Maßnahme. Ob die beantragten Entlassungen tatsächlich zur Aus­führung kommen, hängt mit dem Beschäftigungs­grad der Firma in der nächsten Zeit zusammen.

* Der Aktienindex vom 28. Juli bis 2. A u g u st. Der vom Statistischen Reichsamt er­rechnete Aktienindex (1924 26 = 100) stellt sich für die Woche vom 28. Juli bis 2. August 1930 auf 105,3 gegenüber 108,0 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwer­industrie auf 101,4 (105,4), Gruppe verarbeitende Industrie 94,6 (97,2) und Gruppe Handel und Verkehr auf 127,3 (129,1). Für den Durchschnitt des Monats Juli 1930 ist der Index mit 110,0 gegenüber 116,4 im Durchschnitt des Juni 1930 ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie 107,6 (114,5), Gruppe verarbei­tende Industrie mit 99,1 (105,8) und Gruppe Handel und Verkehr mit 131,0 (136,6).

Berliner Börse.

Berlin, 6. Aug. Die ungünstige Situation für Effekten hatte zu Beginn der heutigen Börse

mit dessen Kampf gegen den Krieg sich ver­wandt zeigt.) Allerdings wird es vielen Er­zählern nicht leicht, den Eindruck zu meiden, daß sie zuletzt noch ein bißchen Moral an» fügen, aber dem, was sie eigentlich fesselt, länger nahe bleiben, dem Unsittlichen, das sich in dem Leben der Gegenwart und besonders in der Erotik der Jugend durchsetzen will. Liegt dem Roman und auch das wurde vom Expressio­nismus gefördert, wenn auch nicht als ganz neuer Anspruch vorgetragen doch nichts mehr an der kunstvollen Dämpfung, die zumal seit Keller sich im 19. Jahrhundert durchgefetzt hatte. Er will wieder aufregen, wieder schlimme Er­wartungen wecken und sie nur spät beruhigend losen. Kriminalistisches ist an der Tagesord- nung. Richt länger liegt eine weite Kluft zwi­schen kunstvollem Erzählen und dem Detektiv-, überhaupt dem Schauerroman.

Das ModeschlagwortReue Sachlichkeit" wird auch zur Rechtfertigung dieser Erzählweise heran­geholt. Es deutet auf Preisgabe aller Sentimen­talität. Sicherlich weckt jetzt manches im Roman des Impressionismus den Eindruck des Senti­mentalen. Am unmittelbarsten wohl das Bedürf­nis, die Abschattungen im Seelenerlebnis über­fein empfindender Versallmenschen zu errechnen. Einer Eigenart, die nicht länger auf dekadente Reizbarkeit oderReizsamkeit" stolz sein möchte und durchs Sport zu gesunden hofft, find solche Seelenerlebnisse gleichgültig, wenn nicht gar ver­ächtlich geworden. Ob die Dichtung (nicht nur der Vornan) sie völlig überwunden hat, bleibe offene Frage. Schon wurde festgestellt, daß neue Sach­lichkeit zuweilen auch nur zu neuer Süßlichkeit toeröc; Anderseits birgt sich in dem Streben, das schlichte Lebensgefühl Ungebrochnerer zu packen, auch ein Verzicht auf manche Gewinne hoher Kultur, die gerade dem Roman um 1900 etwas Selbstverständliches waren.

Gewollt und nichtgewollt kehrt manches wieder, das vor einem Menschenaller im Brauch war. Einzelne Kühne wagen daneben ganz neue Wege. Schon zur Zeit des Expressionismus hatte Alfred Döblin mutig Llngewohntes in den Roman hin- eingetragen, auf die Gefahr hin, Schwer- oder Llnerträgliches zu bieten. Jetzt greift er in dem BuchAlexanderplah" zu Mitteln des Erzählens, die auf den ersten Blick wie überwältigende Erfüllung neuer Sachlichkeit wirken können. Frei­lich dürfte er nur übernehmen, was vor ihm das Ausland gewagt hat.

eher noch eine Verschlechterung erfahren. Die Momente aus der Wirtschaft, die man in der Morgenpresse fand (anhaltende unbefriedigende Lage des Ruhrkohlenmarktes, weitere Arbeiter- entlassungen und Betriebseinschränkungen im Ruhrbergbau, die Breslauer Eiseninsolvenz Otto Schwarz usw.), waren nicht dazu angetan, die Spekulation aus ihrer Reserve herauszulocken. Die Exekutionen, die schon in den letzten Tagen die Börse beeinflußt hatten, setzten sich heute in eher verstärktem Maße fort, wo­bei immer noch nicht deutlich erkennbar ist, woher die Ware kommt. Da aber auch die Differenzen zu den letzten Liquidationskursen von Tag zu Tag größer werden, schien es sich bei den heutigen Abgaben wieder um Verkäufe der Kulisse zu handeln, jedenfalls konnte man bei den Banken verstärktes Inland- und Ausland­angebot feststellen. So lagen die ersten Kurse im Durchschnitt 1 bis 3 Prozent schwächer: Spezialpapiere verloren noch darüber hinaus bis zu 7 «Prozent. Selbst die unveränderte Dividende, die für 1930 bei den Deutschen Linoleum nach einer Verwaltungserklärung als gesichert ange­sehen werden darf, konnte nicht verhindern, daß dieses Papier um 1,25 Prozent nachgab. Rheinische Braunkohlen wurden heute exklusive Dividende gehandelt. Mit Minus-Minus-Zeichen waren Aschaffenburger Zellstoff und Berliner Maschinen erschienen. Aber auch Papiere, wie Schubert & Salzer, Berger, Spritwerte, Salzdet­furth, Schuckert waren um 5 bis 8 Prozent ge­drückt. Rur ganz vereinzelt konnte man ein- prozentige Kursbesserungen feststellen, so bei Iunghans und Maschinen-Augsburg-Rürnberg. Deutsche Anleihen gaben ebenfalls nach. Aus­länder konnten sich etwa behaupten. Pfand­briefe lagen fast umsatzlos und ohne erkennbare Tendenz. Der Geldmarkt zeigte heute eine kleine Erleichterung für Tagesgeld mit 3,5 bis 5,5 Pro­

Dritter Gießener Ferienkurs.

Wirifchast.

zent: später war dieser Sah aber nicht mehv du erzielen. Auch im Verlaufe glitten die Kurse zunächst weiter ab. Die Banken intervenierten nur wenig. Der einzige Kurs der Berliner Börse, der noch über 300 Prozent stand (Salzdet­furth) unterschritt diese Grenze erstmalig feit langer Zeit und ging mit 298,10 Prozent tum. Sonst waren im Verlaufe zwei- bis vierprozentige Rückgänge keine Seltenheit. Später bekamen die Kurse auf dieser ermäßigten Basis einen gewissen Halt, zumal der Verkaufsdrang nachgelassen hatte und die Banken geneigter waren, die noch her­auskommende Ware aufzunehmen.

Kurseinbruch in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 6. Aug. Tendenz flau. Der heutige Vormittagsverkehr zeigte, ebenso wie die gestrige Abendbörse, eine nicht zu ver­kennende Widerstandskraft. Die wirtschaftliche Lage hat sich nicht gebessert. Es waren im Gegenteil verschiedentlich weitere verstimmende Meldungen eingetroffen, die von Arbeiterent­lassungen infolge der weiter rückgängigen Kon­junktur sprechen und der Kulisse eine, starke Zurückhaltung auferlegten, zumal Aufträge von Publikums- oder Auslandseite nicht^eingetrofsen waren. Das beeinflußte die TendenzTiorläufig wenig. Erst als in erheblichem Umfange Exekutionen borgenommen wurden, schritt auch die Kulisse zu Blankoabgaben. Die Ten­denz war sehr schwach, so baß gegenüber der gestrigen Abendbörse Kursverluste bis zu 7,5 Proz. eintraten. Man vermutet in der Hauptsache Auslandabgaben, und zwar von der Schweiz und der Tschechoslowakei. Auch die schwache gestrige Reuyorker Börse trug zur Verstimmung bei. Das herauskommende Material wurde nur schwer aufgenommen. Am stärksten wurden von dem heutigen Kurseinbruch am Kalimarkt Salzdetfurth mit minus 7,5 Proz. und Westeregeln mit minus 6,5 Prozent betroffen. Auch am Elektromarkt er­gaben sich recht erhebliche Kursrück­gänge. Schuckert verloren 6 Proz., Siemens 4, Lahmeher 3, Felten 5 und AEG. 2,25 Proz. Rur Lechwerke waren gut behauptet. Ziemlich groß war das Angebot noch in Zellstoff- a f t i c n. von denen Aschaffenburg 7 und Waldyof 4,72 P r o z. verloren. Am Chemie­markt gingen die Verluste unter Füh­rung von I. - G. - Farben bis zu 3,5 Prozent. Auch die übrigen Märkte wurden von dieser Abwärtsbewegrkng stark in Mit­leidenschaft gezogen. So gaben auch Schiffahrts­papiere, Montanwerte, Deutsche Linoleum und Süddeutsche Zucker usw. bis 3,5 Proz. nach. Eine Ausnahme machten Conti-Gummi, die leicht gebessert eröffneten. Auch der Rentenmarkt konnte sich der verschlechterten Situation nicht entziehen, doch blieben die Rückgänge ziemlich bescheiden. Im Verlaufe war das Angebot nicht mehr so dringend, doch gaben die Kursbzumeist w e i- t e r etwas nach. Salzdetfurth verloren zirka 4 Proz.; sonst bewegten sich die Verluste gegen Anfang im Rahmen von 1 Proz. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Proz. etwas leichter. Am Devisenmarkt war das Pfund etwas fester. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1830, gegen Pfund 20,3813, London gegen Kabel 4,8728, gegen Paris 123,4813, gegen Mailand 93,00, gegen Madrid 43,80, gegen Schweiz 25,0525, gegen Holland 12,0875.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Aug. Weizen in ab­fallender Qualität entsprechend niedriger. Troi> der höheren Auslandnotierungen war am Pro­duktenmarkt keine freundlichere Stimmung zu er­kennen. Auch das geringer werdende Angebot von Inlandware blieb ganz ohne Einfluß. Die Händler schritten nur im Bedarfsfälle zu Ab­schlüssen. Weizen und Roggen war leicht nach­gebend. Der Mehlmarkt hatte nur schleppendes Geschäft, doch trat nur in Roggenmehl ein ge­ringer Preisabschlag ein. Auch für Kleie hatte die Rachfrage nachgelassen, und der Preis war ebenfalls etwas nachgebend. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je Doppelzentner. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Rassau) Hektoliter» gewicht von 76 Kilogramm 270 Mk., Roggen (Hessen, Prov. Hessen-Rassau und Unterfranfen) Hektolitergewicht von 70 Kilogramm 170, Hafer (inländischer, alte Ernte) 185, Hafer (ausländi­scher, neue Ernte) 175, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 43,50 bis 45,25, Roggenmehl 26,75 bis 27,75, Weizen- und Roggenkleie 7,90 bis 8 Mk. Tendenz: ruhig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Lle hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt be|d)lof|enen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franktun a. DI.

Berlin

Gchiuß- kurs

1-Uhr» Hits

Schluß» fürs

Ansang» Kurs

Datum

5. 8

6. 8.

5. 8.

«...

6% Xeunaje vteia)euiueujt von 1927 .....

7% Deutsche Reichsanleihe

88

88

von 1929 ..........

$eutf*e Anl.-Ablöl.-Schuld mii

102

102,1

eiu6loL-8ted)ten .....

6C,5

60,2

60,5

60,3

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . .

8% Aefi. Bolksstaat von 1029 «rückzahlb. 102%)......

8,25

8,1

8,35

8

95

95,1

Oberteilen Provinz > Anleihe mL

AuSIoi.-Rechten.....

59

_

_

Deutsche Komm. SammelabL

Anleihe Serie 1 ...

8% Franks. Hhv.-Bank Goldpse

59,7

60

XIII unkündbar bis 1934 . . . 7% Franks. Hr>P.-Bank Goldvse

101,5

unkündbar bis 1932 .

*¥i% Rheinische Hnp.-Bank Ligu. Goldpse........

96

87,75

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt

Psandbriese R. 17 ......

8% Pr LandeSpsandbriesansialt.

101,25

101,25

Komm.-Cbl. R. 20......

7% Pr: LandeSpsandbriesansialt.

98

98

Pfandbriefe R. 10......

V.E.G. abff. BorkriegS-Obligatio

97

97

nen. rlldtflbrbar 1932

92

4% Oesterretchtlche iSulorente

26,4

26,5 i,13

4,20% Lösterreichische Silberrenle

4% Oetterreichische Einheitliche

Rente

2,1

2,15

24,2

20

«% Ungarische Goldrente ....

>4,15

_

24,3

4% Ungarische Staatorenie v. 1910

19,8

_

4%% beflfll. von 1913

20,65

20,75

4% Ungarische ftrouenrente . .

2,15

2,1

5,05

2,05

5,05

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

4,95

4,9

Serie 1

5

3,25

4% detgl. Serie 11.......

6% Rumänische vereinh. Rente

5

5,1

von 1903 .... .

i,5

9,5

__

4%% Rumänische vereinh. Rente

von 1913.........

15,75

_

16

15,9

1% Rumänische vereinh. Rente

7,4

7,5

7,4

Frankfurt a. Dl

Berlin

Schluß- lurü

1-Uhr» Äur«

Schluß» lurs

Atsta g» siurS

Dalum

5. 8.

°

5. 8

6. 8

oamvurg-Ämenta 'Bittet . .

. 1

88,5

86,25

88,4

86

Hamburg-Südam. Dampsschist

. 8

148

Hansa Tampsschiss . . .

10

_

Norddeutscher Llohd ....

. 8

88,5

85,25

88,5

86,13

Allgemeine Deutsche Ereditanst. 10

106,25

106,75

106,75

Barmer Bankverein . . .

10

U4

114

114

114

Berliner Handelsgeiellschast .

12

143,25

144

142

Commerz- und Prioat-Bank .

11

129,5

128,5

>29,5

128,5

Darmstädter und Nationalban!

12

183

182

180

Deutsche Bank und

TiSconto-Gesellschasl, . . .

10

125,13

124,5

125,13

124,25

Dresdner Bank......

10

125,5

125,25

124,25

Reichsbant........

12

239

738,5

235,5

A.E.G. . .........

. 8

138

135,75

138,25

136,75

Bergmann........

. 9

T

171

169

Elektr. LieserungSgelellschaft.

10

126,25

122,75

Licht und Kraft .....

10

132,75

133,5

129

Feiten & Guilleaume . . .

7'/z

98

93

97,13

94

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

10

134

130

133

130

Hamburger ElektrizitätS-Werle

10

129,75

128

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

_

124

schlesische Elektrizität. . . .

10

_

128

124,25

ädtudert & do. . .....

11

143

149,25

142

«lernen« & Halüke.....

16

185,5

181,8

186,5

182,5

Transradto........

. 8

109,25

107

Lahmeher & (So.. .....

10

154

151

152,5

150

Buderus .....

. v

59,5

59

56,5

Deutsche Erdöl......

. 6

72,5

70

72

70

Essener Steinkohle .....

. 8

Gelsenkirchener ......

. k

'04,5

101,5

i04,5

101,5

Harvener........

. 0

93,5

94

91,75

Hoesch Eisen........

6*6

84

83

I>Ie Bergbau.......

Klöcknerwerke.......

10

80,5

80

Köln-Neuesten.......

_

81,75

80,5

ManneSmann-Röhren . . .

e <

>2,25

81,13

83

81,6

ManSselder Bergbau ...»

53.13

52.75

Obersckles Eisenbedarf . . .

. 6

_

Oberschles. Kokswerke....

_

_

84,76

R2 96

Phönix Bergbau......

6*/t

'6,5

_

76,5

76,25

Rheinische Braunkohlen . .

Rheinstahl ......

Stiebet! Montan ......

10 . 6 7,2

214

89

86

'14,5

88,5

204

86

Frankfurt a. Di.

Berlin

Schluß» turd

1-ühr- Kurel

Echluß- tur i

Anfang» Kurs

Datum

5. 8.

6. 8.

5. 8.

6. 8.

lUcretnigre Stahlwerke . . .

77

75

76,75

76

Otaoi Minen......16'/.

39,5

39,13

Kaliwerke Aschersleben . . . 10

183,5

183

179,25

Kaliwerke Westeregeln ... 10

188

182

188

185

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

310

302,5

310,75

305,25

3. Farben-Industrie ... 12

147,65

144,13

147,75

144,25

Dnnainil Nobel.......6

69,13

Scheideanstalt........9

136,5

134

Goldschmidt ........5

54,5

55

54,25

Rütgerswerke........6

48,5

47,9

47

Metallgesellschafi.......k

103

101

103,5

101,5

Philivv Holzmann......7

73

72

72,75

70,75

Zementwerk Heidelberg . . 10

102

101

Eementwerk Karlstadt. ... 10

124

_

Wanb & Kreistag......8

70

Schultheis Payenhofer ... 15

_

_

254

249

Ostwerke.........12

203

198

Aku...........18

87

'6,75

84

Bemberg.........11

90

88

87

Zellstoff Waldhos .... 13'/,

119,25

124

119,5

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

89

95

87

Charlottenburger Wasser ... 8

93

90

Dessauer Gas........v

126,5

124,5

Daimler Motoren......0

27

25

26,13

25,5

Deutsche Linoleum ......

176,5

174

176,25

175

Maschinenbau A.-G. ..... 0

42,4

41,25

Nat. Automobil.......0

10,25

Crcnftefn & Koppel.....6

59

56,5

Leonhard Tietz ...... 10

130

130

129

Svenska ..........

303,5

301

ftrantfurter Maschinen .... 8

22,5

_

22

Gritzner ...... 6

32,5

31,75

Heyligenstaedt ....... 0

IunghanS.........6

30

_

30,13

Lechwerke..........8

93,75

93

_

Mainkraftwerke Höchst a. M.. .8

Miag .......10

84

fflebr. Roeder.......10

99,5

Boigt & Haessner......9

156

156

Süddeutsche Zucker .... 10

150,25

148

148,25

Banknoten.

gertln, 5- 2lt gust

Geld

Arles

Amerikanische Noten......

4,164

4,184

Belgische Noten .......

58,48

58,72

Dänische Noten ........

111,88

112,32

Englische Noten . .......

20,325

20,405

Französische Noten..... .

16,435

16,495

Holländische Noten.......

168.11

168,79

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

21,96

111,88

22,04

112,32

Deutsch-Oesterreich, ä 1OO Schilling

59,035

59,275

Rumänische Noten.......

2,47

2,49

Schwedische Noten.......

112,27

112,71

Schweizer Noten . . ......

81,44

81.76

Spanische Noten...... .

46,41

46,59

Tlchechoslowakische Noten.....

12,37

12,43

Ungarische Noten ......

73.10

73.40

Dcoi|iamatfl Berlin Jranffurl a M

5 Au?,ust

6. August

Amtliche Geld

Kotierung Brie.

Amtliche Geld

Kotierung Ane

«mit.»'Hott.

168,34

168,68

168,43

168,77

Buen.-AtceS

1,506

.1,510

1,518

1,522

Brss.-Antw

58.49

58,61

58,495

58,615

Cbrtstiania.

112.04

112,26

112,05

112,27

Kopenhagen

112,10

112.32

112,10

112,32

Stockholm .

112,42

112,65

112,44

112,66

Hslsingfors-

10,519

10,539

10,519

10,539

Italien. . .

21,89

21,93

21,895

21,935

London. . .

20,36

20,60

20,362

20,402

'Jieunort . .

4,179

4,187

4,179

4,187

Paris....

16,44

16,48

16,44

16,48

Schwei; . .

81,265

81,425

81,265

81,425

Spaitirtt.

46,50

46,60

2,080

46,45

46,55

Japan - . . 'Kto de Ian Wien in D->

2,076

2,066

2,070

0,434

0,436

0,430

0,432

Ceft. abflcit.

59,095

59,215

59,095

59,215

Prag ...

12,396

12,416

12,394

12,414

Bell rod . .

7,415

7,429

7,417

7,432

Budapest. .

73,30

73,44

73,30

73,44

Bulgarien

3,032

3,038

3,032

3,038

Lissabon

18,77

18,81

18,79

18,83

Danzig. . .

81,43

81,59

81,40

81,56

Konst ntin.

1,784

1,789

1,784

1,789

Athen. . .

5,435

5,445

5,44

5,45

Canada

4,185

4,193

4,185

4,193

Hut not) . .

3,417

3.423

3,437

3,453

Cairo . . .

20,87

20,91

20,87

20,91