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Nr. 105 Erstes Blatt

180. Jahrgang

Dienstag, 6. Mai 1950

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General-Anzeiger für Oberhessen

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Englands Offensive gegen Gandhi.

Oer Kampf der indischen Rationalisten geht nach Gandhis Verhaftung weiter. Protestkundgebungen in Bombay.

Mahatma Gandhi scheint sehr viel Sinn für europäische oder besser amerikanische Propa­gandamethoden und Schlaworte zu haben. Der EhrennameSalzdieb", den er sich bei­gelegt hat, ist jedenfalls in seiner knappen Fornurlierung außerordentlich wirksam und atmet in nichts den Geist der Sprache Tagores, deren blumenreiche Ausdrucksweise für viele Europäer bis jetzt noch das literarische Er­lebnis des Orients war. Man wird sich umstellen müssen. Denn auch die Konsequenz, mit der Gandhi seine Verhaftung durch die eng­lischen Behörden betrieben und durchgesetzt hat, gehört in diesen politischen Propagandafeldzug hinein, sie ist auch nur ein Teil der Methoden, die auf durchaus amerikanische Weise das Inter­esse des westlichen Menschen an dem Schicksal Indiens wecken sollen und geweckt haben. Denn auch dem, für den das indische Problem ein Buch mit sieben Siegeln ist, an die er nicht zu rühren wagt, leuchtet wohl ein, daß die plötz­liche Verhaftung des indischen Nationalist en- führers zum mindesten das Zeichen für eine außerordentlich scharfe Zuspitzung des englisch- indischen Gegensatzes ist, wenn sie nicht gar die Gegensätze noch vertieft und die indische Doykott- bewegung zu offenem Aufruhr treibt.

Natürlich ist cs falsch, die indische Frage lediglich unter dem Gesichtswinkel britischer Daumwollinteressen zu sehen und zu beurteilen. Aber es ist nicht zu leugnen, dah die großen Spinnereien von Lancashire und Manchester durch den von Gandhi inszenierten Boykott gegen ihre Waren in eine bedrohliche Situation geraten sind und dah in dieser Weise indirekt also der indifch-britische Konflikt in dem Interesse eines mächtigen Teils der englischen Industrie an den großen Märkten von Bombay, Kalkutta usw. zum mindesten einen günstigen Nährboden findet. In den glücklichen Zeiten der ostindischen Han- delScompanie hatte der indische Vizekönig noch nicht Gewaltmahnahmen nötig wie die, die er fetzt anwcnden muh. Immerhin ist bemerkens­wert, dah die Verordnung, mit deren Nechts- titcln Gandhi verhaftet wurde, auf das Iahr 1827 zurückgeht, also schon mehr als hundert Iahre alt ist und somit beweist, daß die britische Herrschaft. will sagen, das britische Handels- interesse an den indischen Märkten, bedroht war. Lind wer erinnerte sich nicht noch der grausi­gen Bilder aus der Zeit des blutigen Militär- aufstandcs in Indien, als es die englischen Offiziere für notwendig hielten, mit den Metho­den finsterster spanischer Kolonialzeit zu ar­beiten und vor dem indischen Volke dergestalt Exempel zu statuieren, dah sie vor ihre gelade­nen Kanonen die Meuterer binden liehen, und die Geschütze dann abfeuerten!

Immer wieder hat es seither Volksbewegungen, Unruhen und Aufruhr in dem Lande gegeben, das den stolzesten Besitz im politischen Kron­schatz Englands darstellt und um dessentwillen sich die britische Politik nirgends, weder in Aegypten, noch in Palästina, noch endlich in Persien vor offenkundigen Rechtsbrüchen ge­scheut hat, bannt nur ja der Landweg nach Indien gesichert werde. Aber vielleicht noch nie ist die Bewegung dort so in die Tiefe gegangen wie diesmal. Ein Beweis, für wie ernst man in London ebenso wie in Kalkutta die Situation beurteilt, ist doch die Tatsache, daß der indische Vizekönig es für notwendig gehalten hat, auch prominente Mohammedanerführer gefangen zu sehen, um sie an der antienglischen Propaganda zu verhindern. Bisher konnte man sich im bri­tischen Kolonialamt, das ja noch immer die we­sentlichsten Angelegenheiten des indischen Do- minons betreut, darauf verlassen dah die leiden­schaftlichen, religiös bedingten Spannungen zwischen Hindus und Mohammeda­nern den britischen Regierungsbeamten in In­dien die Situation erleichtern würden. Noch vor wenigen Fahren konnten wir ja verschiedentlich Nachrichten von blutigen Zusammenstößen zwi­schen Hindus und Mohammedanern leserc. Es scheint aber, dah die Inder selbst mindestens für die Dauer chres Kampfes gegen England die Austragung dieser inneren Gegensätze zurückge­stellt haben, um sich durch eine geschlossene Front die politische Freiheit zu erkämpfen, die sie er- ftreben, nicht die, die Großbritannien ihnen zu konzedieren bereit ist.

So lastet bas indische Gespenst auf der ganzen britischen auswärtigen Politik, und Macdonald sieht sich gewiß gegen seinen eigenen Willen genötigt, zur Wahrung der politischen Autorität Londons in Indien Mittel anzuwcnden. die einer rücksichtslosen konservativen Regierung würdig gewesen wären. Wie werden die Dinge nun weitergehen? Wird die Verhaftung Gandhis, der in europäisch-Parlament - tarischem Sinne ja eigenllich nie politischer Führer gewesen ist, sondern seinen Anhängern gegenüber viel mehr mit religiösen und philosophischen Argu­menten arbeitete, den indischen Aktivismus erst recht entfalten oder ist sie dazu angetan, ihn zu ersticken, ehe sich Lord Irvin, der Vizekönig, genötigt sieht, Truppen aus der Heimat anzufordern? Antwort hierauf kann nur die Entwicklung der nächsten Wochen allein geben, und von ihr hängt es ab, in welchem Ausmaß und welchem Tempo die oft ver­heißene und nie durchgeführte indische Derfassungs- reform, die den Indern eine wirklich indische Re­gierung geben soll, durchgefuhrt werden wird.

Links: Mahatma Gandhi und die indische Frauenführerin Sarogini Naidus in der primitiven indischen Tracht. Rechts: Lord Irwin, der englische Vizekönig, der Gandhi verhaften ließ.

Wie Gandhi verhaftet wurde.

London, 5. Mai. (IlL) lieber die Verhaftung Gandhis rocrben folgende Einzelheiten gemeldet: Gandhi befand sich in seinem Lager in ft a r a b i, einer kleinen Stadt, etwa 225 Kilometer von Bom­bay. ft u r 3 vor 1 llhr nachts erschien der Bc- zirksrichter, der Polizeichef, sein Stellvertreter und 20 bewaffnete Polizisten am Lager Gandhis. Gandhi war fest eingeschlasen. Die Polizei richtete einen grellen Taschcnschelnwerfer auf sein Gesicht. Gandhi erwachte und fragte nach den Wünschen der Polizei, worauf ihm mstgeteilt wurde, dah man Anweisung hätte, ihn zu verhaften. Gandhi fragte nach dem Grund, worauf der Haftbefehl verlesen wurde. Gandhi machte sich dann sofort bereit, gab einem seiner Mitarbeiter einen Brief an den Vize­könig, Lord 3 r ö i n , und ersuchte einen anderen, die Hinduhymne zu fingen. (Er selbst nahm sein trag­bares Spinnrad mit sich und wurde sodann in einem Lastauto zum Bahnhof, von dort mit einem Bom- bayer Postzug bis Bovrivli, etwa 35 Kilometer von Bombay, gebracht. Dort wurde er zu einem Polizeiauto geführt, das mit heruntergezogenen Scheibengardinen ausgerüstet war, um nach aufjen hin den Eindruck zu erwecken, als ob sich eine ver­schleierte indische Frau darin befände. Die Ankunft in dem sehr weit entfernten Gefängnis von 3oroba ging glatt vonslatten Gandhi erklärte dem Vertreter des Reuterbureaus, dah ihm auf der Fahrt jeg­liche Bequemlichkeit gewährt worden fei. Wan glaubt, dah die Regierung ihm eine monat­liche Pension von 100 Rupien für feinen Lebensunterhalt sowie den ihm Unterstellten eine Lebensmittelbeihilfe zubilligen werde.

OieGründefürdieBerhastung

Tic Regierung von Bomban befürchtete blutige Zusammenstöße.

Lon don, 5. Mai. (SeL-Un.) Die Regierung von Bombay veröffentlicht einen amtlichen Be­richt über die Verhaftung Gandhis, in dem es u. a. heißt: Der Feldzug des zivilen Ungehorsams, für dessen Einleitung und Führung Gandhi in erster Linie verantwort­lich war, hat zu ausgedehnten Ver­letzungen von Recht und Ordnung und schweren Störungen des öffent­lichen Friedens in allen Teilen Indiens geführt. Gandhi hat zwar selbst diese Ausschrei­tungen bedauert, aber seine Proteste gegen das Benehmen seiner unruhigen Anhänger sind schwächer geworden und es ist offensichtlich, daß er nicht länger in der Lage ist, sie zu kontrol­lieren. Nachdem Gandhi feststellen konnte, dah weder die Verletzung der Salzgesetze, noch das Streikposten stehen von Geschäf­ten, Spirituosenausschänken, noch der Boy­kott ausländischer Kleidung zu dem gewünschten Ergebnis geführt haben, hat er seine Anhänger veranlaßt, die Zahlung von Landabgaben einzustellen.

Weiter hat Gandhi erklärt, daß er beabsichtige, nach den Salzwerken in Dharrsana zu marschieren, um von dem dort gesammelten Sal; Besitz zu er­greifen, daß nicht Eigentum der Regierung, sondern der Salzfabrikanten ist. Ein solcher Vorfall könnte nicht ohne die Anwendung von Gewalt erfolgen und würde unvermeidlich zu bewaffnetem Widerstand der Solzherstellung und der Polizei füh­

ren. Die Regierung von Bombay hat, seitdem Gandhi Ahmedabad verließ, stets eine Politik der größtmöglichen Duldsamkeit befolgt. Die Ereignisse haben aber nun gezeigt, daß die früheren Vorfälle ähnlicher Art, die im späteren Verlauf von Blut und Feuer begleitet waren, sich wiederholen würden, wenn Gandhi erlaubt würde, seine gegen­wärtige Kampagne sortzusetzen. Unter diesen Um­ständen ist die Regierung von Bombay in vollem Einvernehmen mit der Regierung Indiens zu dem Beschluß gekommen, daß es nicht länger mög - l i ch ist, Gandhi in Freiheit zu lassen, wenn nicht eine sehr e r n ft e Bedrohung der Ruhe Indiens erfolgen soll.

Der Haftbefehl, auf Grund dessen Gandhi festgenommen wurde, führt u. a. aus, da die Re­gierung die Tätigkeit des zu Verhaftenden mit Be­sorgnis betrachten müsse, werde ihm nach Maß- gäbe der Ordonnanz 25 vom Jahre 1 8 2 7 eine Freiheitsbeschränkung aufer­legt. Die angezogene Ordonnanz sieht die Möglichkeit vor, gewisse Persönlichkeiten ohne gerichtliches Urteil in Hast zu halten. Als Aufenthaltsort für Gandhi ist das Peroda-Gefängnis in Puna be­stimmt, wo er heute morgen gegen 11 Uhr ringe- troffen ift.

Gandhis Nachfolger.

Ter Kampf wird fortgesetzt.

Bombay, 5. Mai. (Tel.-lln.) Abbas Tyabj, den Gandhi zur Führung seiner Frei­willigen im Falle seiner Verhaftung bestimmt hatte, hat seinen Posten angetreten. Aus La­hore wird gemeldet, daß auf die Nachricht von der Verhaftung Gandhis hin alle Schu­len geschlossen wurden. 15 freiwillige Mit­glieder des Kongresses wurden bei der Bildung von Posten vor den Geschäften, die ausländische Stoffe verkauften, verhaftet. Eine Massen­versammlung von mehr als 100 000 Perso­nen wurde in Bombay abgehalten. Die Red­ner forderten die Anwesenden auf, weiterhin keine Gewalt anzuwenden und den Kamps fortzusetzen und beglückwünschten Gandhi zu seiner Verhaftung

Oie Lage in Bombay

Tie Läden geschlossen und die Arbeit eingestellt.

Bombay, 5. Mai. (211.) Die Nachricht von Gandhis Verhaftung wurde in Bombay von Kongrehfreiwilligen mit Glockengeläute verbrei­tet. Das Publikum wurde aufgefordert, d i e Arbeit einzustellen und den heutigen, sowie den morgigen Tag als National­trauertag zu begehen. Die Devisen-, Baurn- woll- und Saatbörsen wurden geschlossen. Die Dombayer Regierung hat zwei Abteilungen eines englischen Infanterieregiments im Zen­trum der Baumwollspinnerei-Industrie und in der Nähe eines Polizeihauptquartiers statio­niert. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurde ein Freiwilligendienst für die Aufrechterhaltung der Ordnung mit Lastautos eingerichtet. Die Hindu-Läden sowie die Mehrzahl der mohammedanischen Geschäfte sind zum Protest gegen die Verhaftung Gandhis ge­schlossen. Die Börsen haben ihre Tätigkeit eingestellt. Die Regierungsgebäude, die Post und die Spinnereien werden militärisch bewacht. Wie aus Ialalpur gemeldet wird, erklärte Frau Gandhi in einem Interview, sie hoffe, daß Indien aus die ungerechtfertigte Tat der Regie­rung eine kampfbereite Antwort geben werde.

In Peschawar durchsuchte Militärpolizei die Bureaus des Verbandes der Freiwilligen Gandhis und anderer Organisationen, beschlag­nahmte eine Reihe von Schriftstücken und nahm 17 Personen fest. Diese Maßnahmen erfolgten wegen eines Briefwechsels der Ausschüsse des Verbandes der Freiwilligen Gandhis mit Haji von Tarangzai, einem Führer der Mohamme­daner jenseits der Grenze, der, wie erklärt wird, eine Armee von 100 000 Mann aufstellen sollte. Haji kam wirklich mit 400 Stammesangehörigen an der Grenze an, aber die Mohammedaner gingen auf seine Wünsche nicht ein. Der afghani­sche Stamm der Afridi unterstützt die Polizei bei der Aufrechterhaltung der Ordnung.

Studentenunruhen in Madrid.

Die Universität gefchloffcn.

Madrid, 5.Mai. (Id.-Un.) Die am Sams­tag gemeldeten Studentenunruhen haben sich am Montag in verstärktem Maße wieder­holt. Da die Negierung der Polizei noch immer keine Erlaubnis zum Betreten des Universitäts­gebäudes gegeben hat, waren die Polizisten den An­griffen der in der Universität verschanzten Studen­ten ausgesetzt, die mit Steinen und ande­ren Wurfgeschossen nicht nur die Polizei, sondern auch harmlose Passanten und Straßenbah­nen bombardierten. Das Dach der medizinischen Fakultät, dessen Ziegel das Munitionslager für die Studenten darstellte, ist abgedeckt. Die Lage war am Montag wesentlich ernster, da die Polizei, nachdem zahlreiche Beamte gefährlich durch Steinwürfe ver­letzt waren, in Selbstverteidigung, zur Schuß­waffe greifen mußte. Auch aus der Universität heraus, auf der wieder die rote Fahne wehte, sollen Schüsse gefallen sein. Bisher sind ein Toter und 17 Schwerverwundete gemeldet, darunter ein Husarenmajor. In der medizinischen Fakultät, die im gleichen Gebäude ist wie das Krankenhaus San Carlos, kam es zu aufregenden Szenen, da die Stu- denteu ohne jede Rücksicht auf die Kranken ihren Kampf führten.

Die. Unruhen im Universitätsviertel fanden erst ein Ende, als der Rektor und der Senat beschlossen, die Universität bis auf weiteres zu schließen. Zwei von den bei den Zusammenstößen am Montag verwundeten Leuten liegen im Sterben, so daß sich die Zahl der Todesopfer auf drei erhöhen wird. Die katholischen Studenten befinden sich im schärf­stem Gegensatz zu den Rebellen und klagen vor allen Dingen U n a m u n o wegen seiner Hetzreden als indirekten Urheber der blutigen Zwischenfälle an. Der Straßenverkehr war am Montagmittag nach verschiedenen Teilen der Stadt bis zu drei Stunden unterbrochen. Die Arbeiterschaft verhält sich bis jetzt neutral.

Die Demokraten und das Kabinett Brüning.

Ter Erweiterte Partcivorstand billigt die Politik der Reichstagsfraktion.

Verl in, 5. Mai. (END.) Irn Reichstag trat der Erweiterte Parteivorstand der Deut­schen Demokratischen Partei zu der angekündigten Sitzung zusammen, die vor allem den Zweck hat, die Auffassungen in der Partei zu klären Dis Sitzung, die sehr gut besucht ist. wurde mit einem groß angelegten Referat des Parteiführer- Koch-Weser eingeleitet. Dieser begründete den Eintritt der Fraktion ins Kabinett und ver­wies im übrigen auf die Vorbehalte, die der Abgeordnete Staatssekretär a. D. Meyer in seiner Rede zum Etat vor einigen Tagen im Namen der demokratischen Fraktion gemacht hat. Diese Vorbehalte beziehen sich vor allem auf die Forderungen der Demokratischen Partei zum Oft* Programm und aus die Ablehnung des Panzer­kreuzers B. der übrigens nach der Auffassung parlamentarischer Kreise praktisch nicht mehr zur Debatte steht. Besonders ausführlich behandelte Koch-Weser die versch ebenen Bestrebungen zur Ne ugestaltung der Parteikon st ella- t i o n. Er zerstreute und mißbilligte unter der Zustimmung des Parteivorstandes die falschen Gerüchte, durch die in den letzten Wochen die Einigkeit der Partei gefährdet worden sei. Koch- Weser bekannte sich zu der Notwendigkeit einer Zusammenfassung der st a a t s b ü rg er­lichen Kräfte, lehnte aber die Fusionierung bestehender Parteien ab. Iede Neubildung, die als eine Mandatsversicherung der heutigen Par­lamentarier erscheine, sei untoirffam und aussichts­los Auch in der kritischen parlamentarischen Lage vor Ostern sei von keinem verantwort­lichen Führer über gemeinsame Listen verhandelt worden. Das wichtigste sei, daß das demokratische Gedankengut gewahrt bleibe.

Die Aussprache ergab, daß die in der Oeffenb# lichkeit aufgestellte Behauptung, die Reichstags­fraktion der Demokratischen Partei habe sich in ihrer Stellungnahme zu dem Kabinett Brüning durch Fusionsmöglichkeiten bestimmen lassen, völlig gegenstandslos sei, und daß auch, wie bereits durch die Abgeordneten Meyer und Dr. Fischer erklärt wurde, die geplanten Verlautbarungen über Verhand­lungen wegen gemeinsamer Listen mit anderen Parteien jeder Begründung entbehr-