Einzelbild herunterladen

sich gegenwärtig wieder. Namentlich wird auch Krupp einen regelmäßigen Kalksteintransport nach seinen Hochosenwerken aufnehmen und baut dazu an seinem Kalksteinbruch in Fachingen eine Verladestelle aus.

Bei der heutigen Lage der Wirtschaft ist nicht daran zu denken, daß das Reich, die kommu­nalen Verbände und sonstige Interessenten an den Bau der oberen Lahn Herangehen. Die Vor­arbeiten für diese sind allerdings inzwischen vom Wasscrbauamt Diez erneut aufgestellt: nach den Erfahrungen bei der unteren Strecke dürften die Kosten von Steeden bis Gießen auf etwa 10 Mill. Mark zu schätzen sein.

Unter den Umständen hat der Verein seine Mittel zusammengehalten und vermehrt, um dann und d a einzusetzen, wo ein Erfolg mög­lich scheint. Dafür, daß ein solcher einmal kom­men muß, hat man in den Bodenschätzen Nassaus, die der Lahnkanal später einmal nach Entwick­lung des Verkehrs in besseren Jahren tragen wird, so wie der Rhein-Heme-Kanal die Kohle trägt, eine unverrückbare Grundlage, ein Funda­ment aus Erz und Stein.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

n. Großen-Linden. 4. Juli. Georg -Wagner Wwe., Clisabetha, geb. Kramer, wird heute 81 Jahre alt.

X Klein-Linden, 3.Juli. Die Bienen­züchter können in diesem Jahre mit dem Honigertrag sehr zufrieden sein, da die Völker, mit Ausnahme von Schwächlingen, sehr fleißig eintragen. Sehr zu kämpfen haben die Bienen gegen ihren gefährlichsten Feind, die Wachs- mvtte. In der jetzigen heißen Jahreszeit um­fliegen die Motten stark die Fluglöcher der Bienenkasten, um in diese zur Ablage der Eier einzudringen, so daß die Wächter an dieser Stelle einen ständigen, heftigen Abwehrkampf zu führen haben. Für die Groß- und Kleintierzüchter ist zur Zeit die Bekämpfung der Stechfliegen m den Diehställen eine nützliche Aufgabe. Zugluft ist ein gutes Dekämpfungsmittel, wozu noch das Aufhängen von Fliegenfängern und größte Reinheit in den Ställen hinzu treten muß, um die Plagegeister zu bekänrpfen, welchen das Vieh fast hilflos ausgesetzt ist.

§ Saubringen, 3. Juli. Infolge der Um­leitung des gesamten Verkehrs ist die Provin­zialstraße Saubringen ®ie ß en bis zur Einmündung in die Durchgangsstraße Gie­ßenMarburg in einen geradezu trostlosen Zu­stand geraten. Es reihen sich Schlaglöcher an Schlaglöcher, und es ist kaum noch möglich, mit dem Fahrrad die genannte Straße zu durch- sahren. Obwohl die Provinzialstraßenverwaltung im Vorjahre bereits eine Erneuerung der Straße vorgesehen hatte, mußte das Vorhaben infolge Geldmangels unterbleiben. Die Kraftwagen müssen sehr langsam die Strecke passieren. Da auch ohne Umleitung ein starker Verkehr auf ge­nannter Straße herrscht, so würde sich die Stra- ßcnverwaltung den besonderen Dank der vielen Passanten verdienen, wenn noch in diesem Jahre die Straße erneuert werden könnte. Die Staub­plage ist in unserem Dorfe für die Anlieger der Hauptstraße schier unerträglich geworden.

<5 Allendorf a. d. Lumda, 3. Juli. Am vergangenen Sonntag hielt der hiesige S p a r - und Vorschußverein seine diesjährige Generalversammlung hier ab. Eröffnet und ge­leitet wurde die zahlreich besuchte Versammlung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Obervermes- > sungssekretär E. L o tz von hier. Aus dem Iah- _resbericht ist zu entnehmen, daß der Erfolg des 'Instituts im vergangenen Jahr wiederum recht erfreulich war, und daß die Verwaltung in jeder Beziehung das genossenschaftliche Interesse in den Vordergrund gestellt hat. Die Jahresrech- nung und Bilanz wurde von dem Rechner, Bei­geordneten Heinrich Doll, vorgetragen und erläutert. Hieraus ist zu entnehmen, daß sich der Gesamtjahresumsatz von 4 809 734,27 Mk. auf 5 552 126,18 Mk. erhöht hat. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 430 222,27 Mk. auf 502 111,18 Mark, somit um 71 888,91 Mk. Die Mitglieder­zahl betrug am 31. Dezember 1928 gleich 303, während des Geschäftsjahres gingen neu zu 35, ab 15, so daß am Jahresschluß ein Vfestand von 323 Mitgliedern zu verzeichnen ist. Sie Haft­summe beträgt je Mitglied 1500 Mk. Nachdem die Mittel für eine 15proz. Aufwertung der früheren Spareinlagen sichergestellt und ein Teil dieser Aufwertungen an ältere und bedürftige Sparer bereits zur Auszahlung gekommen ist, konnte auch an die Aufwertung der früheren Stammeinlagen gedacht werden: hierfür wurden einstweilen 3000 Mark eingestellt. Geführt wur­den 457 Kontokorrentkonten und 378 neue Spar­einlagenkonten. Trotz der schwierigen wirtschaft­lichen Verhältnisse erhöhten sich die neuen Spar­einlagen um 68125,33 Mk. Die Flüssigmachung der reichsbankfähigen Wechsel begegnete keiner­lei Schwierigkeiten. Rechnung und Bilanz wurden genehmigt und dem Vorstände Entlastung erteilt. Beschlossen wurde ferner von der Generalver­sammlung, den Vorschlägen des Aufsichtsrates und Vorstandes zuzustimmen, die dahin gingen, 1. vom Reingewinn 10 Proz. Dividende an die Mitglieder zu verteilen, 2. den verbleibenden De st des Reingewinnes je zur Hälfte dem Re­servefonds und der Detriebsrücklage zuzuführen, und 3. die früheren Stammeinlagen mit 25 Pro-, aufzuwerten. Die sahungsgemäß ausscheidenden Aussichtsratsmitglieder Landwirt Johs. Rols- Hausen und Landwirt Ludwig Weiß, von hier, wurden wiedergewählt. Für unseren am 10. April d. I. in den Ruhestand getretenen Bürgermeister Rein ist nunmehr Neuwahl auf den 20. Juli d. I. festgesetzt worden. Als Bewerber kommen bis jetzt Postassistent Friedrich Schneider und Landwirt Ludwig Becker in Frage.

/ Lich , 3. Juli. Dieser Tage wurde ein hiesiger Landwirt auf der Nieder-Bessinger Straße von einem Motorrad überfahren und trug einen schweren Oberschenkelbruch da­von. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Am 12. d. M. volleni et unsere Mitbürgerin, die Lehrerswitwe Elisabeth Sauer in voller kör­perlicher und geistiger Rüstigkeit ihr 9 0.Ce» b e n s j a h r. Damit beherbergt unsere Stadt drei über 90 Jahre alte Mitbürger und Mit­bürgerinnen in ihren Mauern.

L i ch , 3. Juli. Seit einigen Jahren machen sich bei unserer Wasserleitung bzw. dem Wafserzufluß in steigendem Maß mehrere Män­gel bemerkbar. Durch die Trockenheit der letz­ten Wochen haben diese Mängel unhaltbare Zustände hervorgerufen. In einigen Straßen sind oft schon am frühen Morgen die mittleren und oberen Stockwerke der Häuser ohne Walssev.

Man nahm zunächst an, daß das wegen der Hitze reichlichere Begießen der Gärten an die­sem Wassermangel mitschuldig sei. Aber der Wassermangel hielt auch in voriger Woche an, als sich infolge des Regens das Gießen der Gärten erübrigte. Die zur Verfügung stehende Wassermenge (30 bis 40 Eimer pro Kopf der Bevölkerung) müßte nach Angaben der Stadt­verwaltung genügen, alle Ansprüche zu erfüllen. Der trotzdem bestehende Wassermangel kann also nur in einem schadhaft gewordenen Zufluß oder in übermäßiger Verschwendung einzelner seine Ursache haben. Auch scheint die Anlage der Wasserbehälter den heutigen gesteigerten An­sprüchen nicht mehr zu genügen. Jedenfalls zeigt

die Leitung in einigen Straßen auch im Winter einen zu schwachen Druck. Die Abstellung dieser Mängel muß jedenfalls auf alle nur mögliche Art und Weise (Heranziehung eines Sachver­ständigen, Erbauung eines neuen Hochbehälters, Einsetzung von Wassermessern und bergt) erfol­gen. Cs kann auf die Dauer den Beziehern, die trotz Bezahlung ihres Wassergeldes im Sommer sehr häufig ohne Wasser sind, nicht zugemutet werden, fortgesetzt unter diesen Mängeln zu leiden. Vielleicht könnten bei diesen Ausbes­serungsarbeiten manchen ausgesteuerten Er­werbslosen Arbeit und Verdienst gegeben werden.

Oer Sternhimmel im Juli.

Nachdruck verboten!

Sonnenaufgang von 3.45 bis 4.20 Uhr, Son­nenuntergang von 20.25 bis 19.50 Uhr. Licht­gestalten des Mondes: 1. Viertel am 3. um 4 Uhr, Vollmond am 10. um 21 Uhr, letztes Viertel um Mitternacht vom 18. auf den 19.

Nur allmählich werden die Abende dunkler und lassen damit den Fixstemhimmel in voller Pracht

schließt. Der Helle Stern links von der Wega ist der Denneb im Schwan: unter dem Schwan erblicken wir das Sternbild des Adlers, dessen hellster Stern den Namen Atair trägt.

Von den Wandelsternen sind außer dem Mer­kur alle sichtbar, wenngleich nicht übermäßig günstig. Die Gründe für diesen Mangel sind für alle diese Sterne verschieden. Der (Saturn

Der die 24 Stundenzahlen von Mitter­nacht bis Mitternacht eines Tages ent­haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenann te Horizont, sind fest­stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt, Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht­baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo- nalsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be­obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo- naismitte ist der gerade Pfeil Vs Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats - mitte Vs Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht­gestalt zeigt.

STERNBILDER)

w

(t) Vollmond d letztes Viertel

UrPlaneten:

X) Venus IglMars (^Jupiter <&>Saturn

GROSZE BUCH-^ STABEN

I®

\21Ä

Mond:

SPIES' «AHA idfyo-ic/

Sterne:

Kleine Buch­staben

erstrahlen. Der Arctur und die Wega sind die hellsten Sornmersterne, und in der Nähe der Wega in der Richtung nach den beiden Bären zu erkennen wir einen ziemlich Hellen Stern, der dem Sternbilde des Drachen angehört. Er hat in der Geschichte der Himmelskunde, nämlich bei der Entdeckung der jährlichen, durch die Fortpflanzung des Lichtes hervorgerufenen Ver­schiebung der Fixsterne, der sogenanntenAber­ration", eine große Rolle gespielt. Mit drei Sternlein in feiner Nähe bildet er gerade ein gleichseitiges Viereck, und der unterste dieser Sterne gehört schon zum Stembilde des Her­kules, das sich unmittelbar an den Drachen an­

steht am Monatsbeginn in der Gegenstellung zur Sonne, was an und für sich besonders gün­stig ist. In dieser Jahreszeit aber bedeutet es, daß der Stern nur einen Dogen beschreibt, der dem der Sonne am 1. Januar entspricht, das heißt also einen sehr kleinen Tagbogen. Die Venus ist zwar Abendstern und steht ziemlich weit von der Sonne entfernt, aber in erheblich tieferen Gegenden des Tierkreises als sie, so daß ihre Sichtbarkeit nur etwa eine Stunde beträgt, zu Beginn des Monats etwas mehr, zum Schluß etwas weniger. Der Mars und der Jupiter erscheinen nur am Morgenhimmel, was im Juli ihre Unsichtbarkeit bedeutet. Küstermann.

Turnen, Sport und Spiel.

Gauturnsest des Gaues Hessen O. T.

= Das Gauturnsest des Gaues Hessen hat für nächsten Sonntag die alte Turnerstadt Kirch­hain gerüstet, die als Feststadt unter den Turnern des Gaues einen besonders guten Ruf hat. Dieser Tatsache durste es auch zuzuschreiben sein, daß trotz der allgemeinen Wirtschaftsnot, die .auch schwer auf den Vereinen lastet, für die Wettkämpfe in Ober-, Mittel-, Unter- und Altersstufe die erfreulich hohe Zahl von 55 0 Turnern gemelbet ist. Außerdem werden 5 2 Musterriegen turnen, so daß sich mit den Kampfrichtern allein die Zahl von weit über 700 ausübenden Turnern ergibt, die an dem Feste teilnehmen. Dazu kommen bestimmt noch sehr viele Turner als Festbesucher: denn Kirch­hain übt immer eine starke Anziehungskraft auf die Turner des Gaues aus.

Hindenburgstaffel

der mittelrheinischen Turner.

Eine große Kundgebung für das befreite Rheinland und für den Reichs­präsidenten veranstaltet der Mittelrheinkreis der D. T., der besonders von den Besatzungsnöten betroffen wurde, anläßlich der Anwesenheit Hindenburgs im ehemals besetzten Gebiet am 20. Juli. Es wird eine große Sternstaffel gelaufen, an der über 100 000 Turner und- Turnerinnen teilneßmen. Die fünf Hauptläufe beginnen in Saarbrücken, Worms, Aschaffenburg, Marburg und Koblenz und enden sämtlich in Wiesbaden, woselbst die Turner dem Reichs­präsidenten huldigen werden. Zu den Haupt­läufen werden noch Nebenläufe geführt, um mög­lichst das gesamte Kreisgebiet zu erfassen.

Unser Heimatgau Hessen nimmt an dem Hauptlauf teil, der in Marburg seinen Aus­gang nimmt und über Gießen, IWetzlar, Braunfels, Weilburg, Limburg, Diez, Schwal- bach nach Wiesbaden führt. Die Strecke ist» rund 170 Kilometer lang und soll in der Zeit von 9.30 Stunden durchlaufen werden. Auf den Gau Hessen entfällt der Streckenabschnitt Mar­burg Gießen Weilburg. Obleute für den Lauf Marburg Wiesbaden sind Gauoberturn­wart Will (Gießen) und Gauvolksturnwart Älimmer (Haina).

BoMport

Am 5., 6. und 7. Juli findet in Wieseck das Gausommerfest des Lahngaues des Bundes Deutscher Radfahrer, ver­bunden mit dem 30jährigen Stiftungsfest des Radfahrervereins 1900 W i e f e d statt. Der Samstagabend wird ausgefüllt mit dem Kommers und Gesangsvorträgen der Ortsvereine. Der Sonntag bringt am Vormittag die Dor­wettbewerbe, nachmittags den Festzug. Kunft- und Reigenfahren, Radballspiele und Motorrad- Geschicklichkeitsfahren. Am Montag wird ein historischer Festzug und abends ein Feuerwerk dem Fest das Gepräge geben. (Näheres siehe in der gestrigen Anzeige.)

Zugendspieltag.

Der Jugendspieltag des Gaues Gie- ßen-Wetzlar vom Deutschen Fußballbund und der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik nahm dank des prächtigen Wetters in allen Teilen einen guten Verlauf. Der Vormittagsteil der Veranstaltung machte mit feiner Fußwande­rung, dem Feldgottesdienst und dem Geschichts­vortrag den Teilnehmern den stärksten Eindruck. Die Wanderung führte morgens zum Schiffen­berg. Nach kurzer Rast berfammeltcn sich die Jugendlichen in der Kapelle zum Feldgottes­dienst. Pfarrer Lenz (Münzenberg) verstand es, in fesselnder Predigt die paffenden Worte zu den Jugendlichen zu finden. Rektor Müller hielt einen interessanten Vortrag über die Ent­stehung des Klosters Schiffenberg und fand un­geteilte Aufmerksamkeit. Dann erfolgte der Rück­weg zur Volkshalle, von wo aus die Teilnehmer in Sportkleidung gum Festzug durch die Stadt und zurück zum Waldsportplah antraten. Hier hielt Univ.-Prof. Dr. L e n z die Degrüßungs- anfprache, in der er die Bedeutung der körper­lichen Ertüchtigung für die deutsche Jugend her- vorhob. Auch der Vorsitzende des Bezirks Hessen- Hannover, Happ (Gießen), begrüßte die jungen Sportler und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Wettkämpfe in guter Ordnung durchgeführt würden. Dann begannen die Spiele und Wett­kämpfe, die als Mannschaftsdreikämpfe ausge- tragen wurden. Die Sieger: A-K lasse (Hinder­nislauf, Tauziehen und Schleuderballwerfen): Niederweisel 6 Punkte: Aßlar 6 P.: Ehrings­hausen I. 6 P.: Burgsolms 6 P.: Sp. Vgg. 1900 5 P.: V. f. D. I. 5 P. und II. 5 P.: Ehringshausen II. 3 P. L-K lasse (Tauziehen, Ballweitwerfen und Hindernislauf): Grünberg 6 P.: Sp. Vag. 1900 II. 6 P.: Großen-Buseck I. 5 P.: Burgsolms 5 P.: V. f. D. III. und Aßlar I. je 4 P.: durch Los­entscheid erhielt Aßlar den Siegerwimpel. O Klasse (Mallauf, Reiterkampf und Medizin- ballstafsel): Garbenteich 6 P.: V. f.B. IV. 5 P. O-K lasse (Mallauf, Reiterkampf und Medizin­ballstaffel): V. f. D. V. 6 P.: Butzbach 5 P. Jede siegende Mannschaft erhielt den D. F. D.°Wimpel und daneben für jeden ihrer Spieler das vom Westdeutschen Spielverband ßerauggegebene Ver­bandsabzeichen. Außerdem wurden V. f. D., der der erfolgreichste Verein war und sich vier Wim­pel und 36 W. S. V.-Abzeichen erkämpfte, Sp. Vgg. 1900, Niederweifei, Butzbach, Aßlar und Großen-Buseck als Anerkennung für zahlreiche Beteiligung usw. mit einem besonderen Wimpel ausgezeichnet. Anschließend an die Kämpfe fand ein Fußballspiel zwischen einer kombinierten Mannschaft des V. f. B. und der 1. Elf ©roßen» Dusecks statt. Die Vertretung des Platzvereins bestand größtenteils aus Ligaspielern und war dem Gegner in allen Teilen überlegen. Großen- Buseck vermochte nur während der ersten Viertel­stunde sich der Angriffe Gießens zu erwehren. Erst als die V. f. Der systemvoller spielten, reichte der Eifer der Gäste nicht mehr aus, ihre Unter­legenheit auszugleichen. Sie mußten sich trotz tapferer Gegenwehr bis zur Pause vier Tore gefallen lassen. Auch nach dem Wechsel hielt

die üeberlegenßCit Gießens an und führte bald zum fünften Tor. Großen-Duseck versuchte mit Macht, das Resultat zu verbessern, kam auch etwas auf, hatte jedoch weiter keinen Erfolg damit. Kurz vor Schluß konnte V. f. D. den sechsten Treffer buchen. Das Spiel wurde von beiden Seiten fair durchgeführt. Damit fand der Jugendspieltag sein Ende. Dank der gründlichen Vorbereitung durch den Platzverein sowie der reibungslosen Durchführung, in erster Linie das Verdienst des Gaujugendobmanns Dusch (Duh- bach) darf er als gelungen bezeichnet werden.

Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900.

o. Am kommenden (Sonntag bringt der Dall- spielklub 1899 Offenbach a. M. seine nationalen leichtathletischen Wettkämpfe, verbunden mit Sportplatzeinweihung, zum Aus trag. Dem Offen­bacher Verein, einem alten Pionier der Leicht­athletik im Maingebiet, ist es gelungen, für sein Fest eine ausgezeichnete Besetzung zu erhal­ten. Die Spielvereinigung 1900, die in verschie­denen Disziplinen und Klassen der Aktiven ver­treten ist, wird gegen die süddeutschen Spihen- leute einen äußerst schweren Stand Ijnbcn. Es wird vor allem das Abschneiden der neuen De- zirksmeister, und zwar Schäfer (im Kugel­stoßen), Bepperling (800 Meter), Peters (1500) und Geist (200 Meter) interessieren. Für das Abschneiden der übrigen 1900er sind keinerlei Anhaltspunkte vorhanden.

V.f.B. Leichtathletik.

Zu den am kommenden Samstag stattfinden- den Nationalen Jugendwettkämpfen des B. El. 99 Offenbach hat V. f. B. insgesamt 10 Jugend­liche gemeldet. Kirch he im er beteiligt sich am 100-Meter-, Jäger am 1500-Meter-Lauf, und Luh am Kugelstoßen der Klasse A. In der Klasse B laufen Paulus und Stroh die 100 Meter, Simon und Schäfer die 800 Meter. Radon versucht sich erstmalig im Hoch­sprung. Happ bestreitet die 50 Meter der L-Klasse. Angesichts der zahlreichen und star­ken Konkurrenz, auf die die V. f. B.er in Offen­bach treffen werden, sind ihre Aussichten auf Erfolge nicht allzugroß. Sie werden sich sehr an- strengen müssen, wenn sie einigermaßen günstig abschneiden wollen. Am Sonntag veranstaltet D. El. 99 Offenbach seine Nationalen Wettkämpfe für Aktive. An diesen beteiligen sich vom V. f. B. Koch und Müller. Koch stößt in Klasse III die Kugel, Müller läuft in derselben Klasse 800 Meter. Auch sie werden auf sehr starke Konkurrenz treffen.

Zausiball im T. V. 1846 Gießen.

Io. 1846 bei der 3. Griesheim-Llektron.

Die vom J.-G.-Sportverein veranstaltete Faustballrunde erfreut sich in ganz Deutschland unter den Faustballern eines guten Rufes. Bei der reichsoffenen Veranstaltung traf man immer auf die Spitzenmannschaften aus Hamburg, Han­nover usw. In diesem Jahre zum ersten Male nur kreisoffen, ist die Meldung keineswegs ge­ringer. Spielen doch insgesamt 37 Turnermann­schaften in drei Klassen und vier Turnerinnen­mannschaften. Die Meisterklasse, in der auch die Gießener Mannschaft mitspielt, hat 18 Teilneh­mer, die in drei Gruppen je die beiden besten Mannschaften für eine Endrunde ausspielen. Die 46er haben als beachtliche Gegner ihrer Gruppe Postsportverein Frankfurt und Licht-Luft Frank­furt II. Sollte es gelingen, einen der beiden zuerst genannten zu besiegen, so wäre eine Teil­nahme an der Endrunde möglich. Bei einiger­maßen gutem Spieltag muß die Mannschaft sich bis zum 3. oder 4. Platz der Endrunde durchsetzen können.

Handball im Männerturnverein (O.T).

Tv. Wetzlar 1.3gd. Wlv. Gießen 1. 3gb.4:7 (1:5).

Am vergangenen Samstag kam auf dem Mtv.- Platz am Schisfenberger Weg ein Handball-Freund­schaftsspiel zwischen der ersten Jugendmannschaft des Turnvereins Wetzlar und der gleichen des hie­sigen Männerturnoereins zum Austrag. Obwohl die Einheimischen, die in kompletter Aufstellung an­traten, in der ersten Halbzeit gegen die Sonne spielen mußten, konnten sie dennoch bis zum Halb­zeitpfiff mit 5:1 in Führung gehen. Erst in der zweiten Halbzeit kamen die Wetzlarer, nachdem die Mio.-Mannschaft unverständlicherweise ihren Tor­wart gewechselt hatte, etwas mehr auf, doch mußten die Gäste dennoch mit einer 7:4-Niederlage den Heimweg antreten.

Tv. Wetzlar 1. Schüler Wtv. Gießen 1. Schüler 1:3 (0:1).

Außerdem kam noch ein Freundschaftsspiel zwi­schen den ersten Schülermannschaften der beiden Vereine zum Austrag. Auch aus diesem Treffen gingen die Männerturner nach leicht überlegenem Spiel mit 3:1 als Sieger hervor.

Die für den Sonntag angesetzten Spiele gegen Butzbach wurden in letzter Stund« abgesagt.

Arbeiter Turn und Sportbund.

Am kommenden Sonntag findet in Frankfurt a.M. auf dem Westendplatz das Zwischenrunden- spiel zur Kreisfestmeisterschaft zwischen dem 2. und 3 Bezirk statt. Obwohl die zusammengestellte Elf des 3. Bezirkes bereits im Vorrundenspiel ihr Kön­nen unter Beweis stellte, dürfte ihr ein Sieg gegen die aus den besten Spielern Groß-Frankfurts zu­sammengestellte Elf des zweiten Bezirkes, sehr schwerfallen. Die Mannschaft muß einen unbeug­samen Siegeswillen mitbringen, wenn sie ehrenvoll abschneiden und zum Endspiel am Kreisfestsamstag sich qualifizieren will.

Handball.

Zum fälligen Serienspiel treffen sich am Sonntag in Heuchelheim, Heuchelheim und Wieseck. Zw?i gleichwertige Gegner werden hter um die Punkte ringen, wovon der Glücklichere Sieger bleiben wird.

Krofdorf ist am kommenden Sonntag in Großen- Linden zu Gast. In einem Freundschaftsspiel werden Großen-Linden und Krofdorf für den Handballsport neue Anhänger zu werben suchen. Das Spiel selbst dürften di« besseren Gäste wohl für sich entscheiden.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 5. Juli. Freitagabend 7.45 Uhr; Samstagvormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.40 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 7.15 Uhr.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 5. Juli. Vor­abend: 7.45 Uhr; morgens: 8.30 Uhr; abends: 9 und 9.40 Uhr.

Das ideale Abfuhr-Konfekt