Kaiserkrönung in Abessinien.
Große Krönungsfeier in Addis Abeba. — Oie Abessinier feiern sieben Tage lang auf Kosten ihres neuen Kaisers.
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Ras Tafari, der Regent Abessiniens, bei einem Besuch der deutschen Gesandtschaft in Addis Abeba.
A ddis Abeba, 2. Noo. (WTB.) Mit der Ent- hülluna des Denkmals für Kaiser Menelik II. auf dem Platze vor der St. Georgs-Kathedrale begannen am Samstag in der abessinischen Hauptstadt die Festlichkeiten ^ur Kaiserkrönung Ras Tasaris. lieber 250 OCX) Angehörige der verschiedensten Stämme Abessiniens sind in der Hauptstadt zu- samme^geströmt. Das am Samstag enthüllte Denkmal Meneliks ist eine vergoldete Statue des Kaisers auf einem sich bäumenden abessinischen Schlachtrotz. In einem Rahmen, der an Farbeilpracht kaum zu überbieten war, wurde dann am Sonntagvormittag Ras Tafari zum König der Könige und Kaiser von Aethiopien in der eigens boftir erbauten Kirche neben der Kathedrale des Heiligen Georg gekrönt. Noch vor Morgengrauen hatte sich die große zwei Kilometer lange Staatsprozession vor dem vom Kaiser Menelik erbauten Palast versammelt. Abessinische Gardetruppen, strahlend im Glanze nagelneuer europäischer Uniformen, eröffneten den Zug. Hinter den Truppen folgten die Vertreter der fremden Mächte, darunter der Sohn des Königs von England, der Herzog von Gloucester und der Gesandte des deutschen Reiches, Freiherr von Waldhausen. Ras Tafari saß in einem Krönungswagen, der aus den Beständen des ehemaligen kaiserlichen Marstalls in Berlin stammte und von sechs österreichischen Falben gezogen wurde.
Vor der im Innern reich mit Teppichen behängten Kirche erwartete der Erzbischof Cyrill mit den Würdenträgern der koptischen Kirche die Prozession. Die Priester trugen prächtige Sammetgewänder und darüber Umhänge, die mit Goldstickereien geschmückt waren. Mächtige Chöre setzten ein, als der Erzbischof und die Geistlichkeit dem kaiserlichen Zuge in die Kirche voranschritten. Ras Tafari betrat die Kirche in einem prächtigen karminroten Gewände, das ebenfalls mit Goldstickereien reich verziert war.
Die Krönung selbst war kurz. Nach dorn Sprechen der Gebete setzte der Erzoischof die mit 3u» welen beselcke Krone auf das Haupt des Kaisers. Aus die offizielle Krönungszeremonie folgte um 9 Uhr eine religiöse Zeremonie in der Kathedrale. Danach fuhr der Kaiser im Krönungswagen durch die geschmückten Straßen und die Triumphbögen. die unter seiner persönlichen Aufsicht für die Krönungsfeier errichtet worden waren, zurück zum Palast. Er wurde von seinen zu Tausenden aus allen Teilen des Landes herbeiströmten Untertanen begeistert begrüßt. 2km Palast nahm er dann die Glückwünsche der Führer der auswärtigen Missionen entgegen. Sieben Tage und Nächte werden das Volk aus Addis Abeba und die Besucher von nah und fern Gäste des Kaisers sein.
Vorbereitung für die europäischen Gäste: Verschönerungsarbeiten am Vorplatz des Bahnhofs in Addis Abeba.
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Kapitän Ehrhardt antwortet Herve.
Berlin, l.Nov. (TU.) Arnold Rech berg hat an Kapitän Ehrhardt folgendes Telegramm gerichtet:
„Gustave H e r v 6 depeschiert mir soeben wie folgt: Nachdem ich von Herrn Hitler und von dem Stahlhelm keine präzise Antwort erhalten habe, bitte ich Sie, den Kapitän Ehrhardt über meine Vorschläge zu befragen. Ich weiß, daß sich der Kapitän Ehrhardt, einer der ausgeprägtesten Führer des deutschen Nationalis- mus, bereits früher für eine deutsch-französische Einigung unter der Voraussetzung ausgesprochen hat, datz sie'der nationalen Ehre Deutschlands und seinen Lebensinteressen im weitesten Maße gerecht werde. Ich wäre 2khnen sehr verbunden, wenn Sie den Kapitän Ehrhardt, von dem ich annehmen muß. daß er seine prinzipielle Einstel- lung trotz der Schwankungen der Tagespolitik Nicht geändert hat, zu einer Aeußerung an mich veranlassen könnten. Unterschrift: Gustave Herve. — 2kch bitte um Ihre Aeußerung zwecks Weitergabe an Hervel gez. Arnold Rechberg."
Kapitän Ehrhardt hat Arnold Rechberg folgendermaßen geantwortet, bitte Hervä zu antworten:
Ich bin mir der Tragweite einer öffentlichen Erörterung, die zur deutsch-französischen Einigung beitragen kann, voll bewußt. Ich scheue mich auch keineswegs, klipp und klar zu den Vorschlägen Hervös Stellung zu nehmen, ganz gleich, welche tPeTle Aern-5 in Frankreich sp::'i Wefenll '. ip, daß die Fra
bleibt. Da ich mit meiner persönlichen zustimmenden Meinung zur deutsch-französischen Einigung bereits hervorgetreten bin, so halte ich es nunmehr für erforderlich, eine breitere Basis zu schaffen. Ich werde daher meine poli- tischen Freunde, von denen viele ihre Arbeitskraft den größeren nationalen Verbänden und Parteien gewidmet haben, befragen, wie der einfache deutsche Frontsoldat über die endgültige Beilegung des Jahrhunderte alten Streites zwischen Deutschland und Frankreich, für den beide Nationen ihr wertvollstes Blut vergossen haben, denkt. gez. Kapitän Ehrhardt.
General von der Lippe zur Gtahihelmaniwort.
Berlin, 1. Nov. (TU.) Arnold Rechberg übergibt der Oesfentlichleit folgende Erklärung des Generalleutnants a. D. von der Lippe:
„Die vock dem Stahlhelm-Bundcs an-ler, Herrn Major a. D. Wagner, unterzeichnete Antwort aus die Vorschläge Gustave Heroes, in der jede Diskussion des Stahlhelin mit Franzosen über die Revision des Versailler Vertrages zugunsten Deutschlands und über eine deutsch-französische Einigung grundsätzlich von der vorherigen Bereinigung der Kriegsschuldfrage abhängig gemacht wird, hat mich tief bestürzt. Damit wird die für die Zukunft unseres Vaterlandes vielleicht entscheidende Erörterung a u f ein totes Gleis geschoben. Ebensowenig wie irgendein patriotischer Deutscher jemals eine -negsschuld Deutschlands zugeben wird, ebenso- 1 ‘’rtifl Wird eine patriotischer Franzose die Kriegs- ' ' '' > auf Frankreich übernehmen Einigen sich
dagegen Deutschland und Frankreich auf der Grundlage von Bedingungen, welche der nationalen Ehre und den Lebensinteressen auch Deutschlands gerecht werden, dann wird damit zugleich die Kriegsschuldfrage bereinigt werden.
Ich kann mich der schweren Befürchtung nicht verschließen, daß von verkappten Parteigängern des Bolschewismus versucht wird, auf die Stahlhelm-Bundesleitung zugunsten eines Zusammengehens des nationalen Deutschland mit Sowjetrußland gegen Frankreich und gegen die Westmächte einzuwirken. Jeder Versuch, derartige Pläne zu verwirklichen, wäre gleichbedeutend mit dem Ende Deutschlands. Moskau will Deutschland durch die Hoffnung auf die Waffenhilfe der Roten Armee die in Wirklichkeit jeder Kampfkraft ermangelt, zum Krieg provozieren, damit unser Vaterland von überlegen bewaffneten Gegnern nochmals vernichtend geschlagen, zur leichten Deute des Bolschewismus werde. Darum fürchtet Moskau die Einigung zwischen Deutschland und Frankreich und versucht sie zu vereiteln. Ich halte mich vor Gott und vor meinem Gewissen für verpflichtet, nicht länger zu schweigen."
Eine Erklärung deutscher Freimaurer.
Berlin, 2. Nov. (TU.) Pfarrer Habicht, der National Großmeister der Großen National- Mu11erloge zu den drei Weltkugeln gibt im Auftrage von acht deutschen Großmeistern folgende Erklärung ab:
Wie Ende August bekannt wurde, haben Mitglieder des Ober st en Rats des alten und angenommenen schottischen Ritus der 91 i e ö e r ( a n b e u n b berSchweiz am 18. April bieses Jahres einen Obersten Rat gleicher Art für Deutfchlanb eingesetzt. Dieser neue Oberste Rat hat sich bann im Sommer angemaßt, a ch t neue be u t s ch e Logen zu grünben, bereu Regularität er anerkannt wissen will. Die Mitglieber biefer Logen stammen fast ausnahmslos aus ben Winkel
logen des Freimaurerbunbes „Zur aufgehenden Sonne". Um anerkannt zu werben, haben sie sich nicht gescheut, sich vor ber Grünbung ber genannten Logen burch auslanbische Logen aufnehmen zu lassen. Die acht Logen haben sich inzwischen, wie es von Anfang an geplant gewesen zu sein scheint, zur „symbolischen Großloge" zusammengeschlossen. Weber bestaub- in Deutfchlanb bisher ein Oberster Rat, noch hatten bie beutschen Großlogen und Logen irgendwelche Beziehungen zu ben Obersten Räten bes Auslanbes. Die deutschen Großlogen erheben feierlich Einspruch gegen diese undeutschen Gründungen, die sie auf das entschiedenste ablehueu. Ihre freimaurerische Anerkennung ist wie für die Gegenwart, so auch für die Zukunft ausgeschlossen. Da aber die deutschen Großlogen und Logen gesetzlich nicht in der Lage sind, diesen Organisationen und ihren Mitgliedern die Bezeichnung als Oberster Rat, Großloge, Loge und Freimaurer zu verbieten, so legen sie Wert darauf, die Oesfeutlichkeit davon zu unterrichten, daß weder der Ober st e 9i a t in Deutschland, noch d i e neuesymbolifche G r o ß l o g e, wie die von ihr gegründeten bestehenden oder späteren Logen mit ben alten b e u t = schenLoaen verwechselt werben bürfen, und baß beren Mitglieber als beutsche Freimaurer nicht angesehen werden können. Ihre Aeußerungen, ihre Handlungen, ihr Wesen hat mit der alten deutschen Freimaurerei nichts zu tun. Nach dem freimaurerischen Recht und der freimaurerischen Gepflogenheit steht die Gründung oder Billigung neuer Logen in Deutschland neben der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland nur den unterzeichneten acht Grohlogen zu.
Große National-Mutkerloge zu ben 3 Weltkugeln, Berlin. Große Loge von Hamburg, Hamburg.
Große Freimaurerloge Zur Eintracht, D a r m st a b t. Große Lanbesloge von Sachsen,
Dresben. Große Loge von Preußen, genannt „Zur Jreunbschask", Berlin. Großloge „Zur Sonne", Bayreuth. Große Mutterloge bes Eklektischen Freimaurerbunbes, Frankfurt a.M. Großloge Deutsche Bruberkette, Leipzig.
OeutscheVerwahrunginWarschau
Mit einem Stvßseuszer der Befriedigung wird die deutsche Oeffentlichkeit davon Kenntnis nehmen, daß jetzt sogar dem Auswärtigen Amt der schier unendliche Faden der Geduld gerissen ist und der deutsche Gesandte den Auftrag erhalten hat, bei der polnischen Regierung wegen der fortgesetzten Angriffe in der polnischen Presse gegen alles, was deutsch ist, energisch Verwahrung ei nz ulegen. Das hätte schon längst geschehen müssen. Ein Teil der polnischen Presse betreibt ja das Verleumder- Handwerk seit Jahr und Tag geradezu gewerbsmäßig, und seit dem Beginn des Wahlkampfes sind eigentlich auch die letzten Hemmungen noch gefallen, die bisher gelegentlich beobachtet wurden. Man soll gewiß nicht jedes Wort, das im politischen Kampfe fällt, auf die Goldwaage legen. Aber gewisse Grenzen müssen nun doch einmal gewahrt werden.
Bismarck hat einmal das Wort geprägt von den Fensterscheiben, die außenpolitisch sehr leicht durch die Presse eingeworfen werden können. Was auf diesem Gebiet möglich ist, hat die polnische Presse längst fertiggebracht, zu verderben ist gewiß nichts mehr. Aber gerade weil Deutschland sich scheinbar alles gefallen lieh, weil unsere Diplomatie nie über vertrauliche Winke hinausging, glaubte die polnische Presse, nachgerade einen Freibrief für Beleidigungen gegen Deutschland zu besitzen. Es kann nut nützlich wirken, wenn ihr jetzt einmal nachdrücklich zu Gemüte geführt wird, daß sie unter Umständen die Kosten dieser Fensterscheiben nachträglich selbst bezahlen muh, denn auch in Warschau kann es nicht verborgen geblieben sein, daß das europäische Gleichgewicht sich doch in den letzten Jahren etwas verschoben hat; nicht positiv zum Vorteil Deutschlands, jedoch mindestens negativ zum Nachteil Volens.
In Versailles war den Polen die Rolle eineS französischen Schutzmannes an der deutschen Ostgrenze zugedacht, und auf dieses Mandat hin haben sie gesündigt. Sie haben die Deutschen im eigenen Lande alsSkaatsbürgerzweiter Klasse behandelt, haben ihre finanzielle Sanierung und ihre Agrarreform im wesentlichen auf Kosten Deutschlands auf gezogen; immer unter französischem Beifall. Und auch außenpolitisch war die Taktik der Presse darauf gerichtet, durch einen Feldzug gegen Deutschland die nationale Leidenschaft wachzuhalten. P i 1 s u d s k i hat in seinen Anfängen freilich begriffen, daß Polen im Augenblick, wo ihm die westliche Unterstützung fehlt, unter Umständen sch r ec in e ne de u t s ch - r u s s i- s ch e Zange geraten kann. Er war deshalb Anhänger des Versuchs einer Verständigung mit Deutschland. Aber davon ist er längst a b g e - k o m m e n. Heute braucht er die antideutsche Hetze, um seinen Wahlkampf auch gegen die polnische Opposition durchführen zu können. Ec spekuliert darauf, daß die deutsch-russische Zange ja doch nicht mehr zupacken kann, was vermutlich ja auch richtig ist.
Aber wir haben auch noch andere Mittel, uns zu wehren. Bei den letzten Verhandlungen im Völkerbundsrat hat Polen gerade keine glückliche Rolle gespielt, und daß Frankreich sich in den letzten Jahren geweigert hat, neue Anleihen nach Warschau zu legen, konnte die polnischen Machthaber doch auch immerhin nachdenklich stimmen. Ganz abgesehen von den Möglichkeiten, die uns unmittelbar gegeben sind, um uns vor Beleidigungen zu schuhen. Wir können daher einstweilen annehmen, daß eine solche kalte Dusche genygt, um den Größenwahnsinn der polnischen Nationalisten abzukühlen. Sollten wir uns darin täuschen, dann wird hoffentlich die erfreuliche Aktivität, die aus der Demarche spricht, nicht sofort wieder einschlafen, dann werden wir eben zu schärferen Mitteln greifen müssen, um uns Genugtuung zu verschaffen.
Der oberschlesische Woiwode verweigert eine Audienz.
Neue Terrorakte.
Kattowitz, 1. Nov. (TU.) Am Freitagvormittag wollte der Führer der deutschen Wahlgemeinschaft, dem sich die Vertreter der deutschen und polnischen Sozialisten angeschlossen hatten, beim Woiwoden vorsprechen, um ihn auf die blutigen Terrorakte der Aufständischen gegen harmlose und wehrlose deutsche Bürger aufmerksam zu machen und um entsprechenden Schuh durch die Polizei zu bitten. Nach einstündigem Warten wurde der Llbordnung mitgeteilt, daß der Woiwode einen Empfang der Abordnung in dieser Angelegenheit ab 1 ehne. Dem Führer der Abordnung, den früheren Abgeordneten Franz, wurde empfohlen, die Beschwerde schriftlich einzureichen. Die Herren mußten darauf ergebnislos das Woiwodschaftsgebäude verlassfen. Bemerkenswert ist, daß kurze Zeit vorher deck Woiwode den Vertreter des Aufständischenverbandes und einige führende Abgeordnete der Regierungspartei empfangen hatte.
Inzwischen werden neue Ueberfälle aus verschiedenen Ortschaften der Woiwodschaft Schlesien gemeldet. In Siemianowih wurden am Hellen Tage Austrägerinnen deutscher Zeitungen von sechs Aufständischen belästigt, so daß sie flüchten mußten. Aus der Dorfstraße wurde ein deutschsprechender junger Mann gcofjrfeigt Einer Zeitungsträgerin, die ihren von Ausstän-« dischen übersällenen Mann verteidigen wollte, wurde die linke Hand gebrochen. Der Zeitungsstand wurde zerstört und die Zeitungen vernichtet. Am Freitag sind die deutschen Zeitungen „Oberschlesischer Kurier" und „Kattowiher Zeitung", die sich mit den Vorfällen und Terrorakten beschäftigten, wieder von der Polizei beschlagnahmt worden.
Die Wünsche Gochsens.
Tie Besprechung des Reichskanzlers in Dresden.
Dresden. l.Nov. (CNB.) Die Besprechung zwischen der Reichsregierung und der sächsischen Regierung wurde dadurch eingeleitet, daß Ministerpräsident S ch i e ck eingehend die sächsischen Schwierigkeiten und Nöte Darlegte. Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsfinanzminister Dietrich führten aus, daß es nach der Gesamtlage darauf ankomme, das Vertrauen zur deutschen Wirtschaft und Finanzpolitik zu befestigen. In diesem Sinne sei der Wirtschafts- und Finanzplan der Reichsregierung als einheitliches Ganzes zu würdigen. Beschlüsse wurden nicht gefaßt, vielmehr diente die Aussprache einem vertraulichen Gedankenaustausch über die wichtigsten Probleme dieses Reformplanes, dessen Einzelberatung im Reichsrat bekanntlich bevorsteht. Selbstverständlich wurde hierbei auch das Reparationsproblem besprochen. Dabei trug Ministerpräsident Schieck unter Bezugnahme aus den unlängst ergangenen Beschluß des Sächsischen Landtages den Wunsch vor, lobülb wie möglich zu einer Revision der deutschen Reparationbvcrpslichtungcn zu gelangen.
Kleine politische Nachrichten.
Die Staatsanwaltschaft batgegenbasUrtefl im Bombenlegerprozeß R e v,i s i o n eingelegt. Ein Revisionsantrag ber Verteibigung ist bis Samstag nicht eingegangen. Rechtsanwalt Dr. tiuetgebrune soll auf Befragen erroibert haben, es sei noch unentschieben, ob Revision eingelegt werbe. Die Verurteilten lehnten bieses Rechtsmittel grunb- sätzlich ab, aber bie Verteibigung trete bafiir ein; bie Frist zur Anmeldung laufe noch bis zum 7. November.
Generalmajor Freiherr von Hammerstein Equord, Chef ber Heeresleitung, ist mit Wirkung vorn 1. November z u m General der Infanterie befördert worden.
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Das Reichsinnenministerium hat in feinem Haushaltsplan für 1931 100 000 Mark zur „Vorbereitung der Wahl desReichsprä- s i d e n t e n" angefordert. Die Amtsdauer des Reichspräsidenten läuft im Mai 1932 ab. Ein Teil der Wahlvorbereitungen und auch der Ausgaben fällt daher in das Rechnungsjahr, dessen Haushalt jetzt fertigaestellt werden muß. Bei der letzten Wahl des Reichspräsidenten betrugen die auf das Icich entfallenden Kosten insgesamt 2,4 Mill. Mk.


