Einzelbild herunterladen

fassen: Bekämpfung der erschreckend hohen Ar­beitslosigkeit durch ein großzügiges Ar­beitsbeschaffungsprogramm und Be­seitigung der Auswüchse der Rationalisierung, schärfstes Vorgehen gegen die vaterlandsverrä­terische Kapitalflucht, sofortige durchschla­gende Maßnahmen für die Hebung der Wirt­schafts- und Finanznot. Senkung der Preise, im besonderen der durch Kartelle und andere Verbände gebundenen Preise und der Zinsspanne.

Der Bund bekundet volles Verständnis für die Not aller darbenden Volksgenossen und war jederzeit bereit, seiner Mitgliedschaft Opfer für die Sanierung der Reichs- und Landessinanzen zuzumuten. Aber er lehnt Sonderopfer und Sonderbesteuerung der Beam­tenschaft im Reiche ab und fordert gerechte Verteilung der Lasten unter Heranziehung aller leistungsfähigen Volksschichten. Von den hessi­schen Staatsbeamten. Polizeibeamten und Leh­rern kann aber billigerweise diese grundsätzliche Opferbereitschaft nur dann verlangt werden, wenn die chnen durch die Erhöhung des Schulgeldes und den geplanten Abbau der Kinderzuschläge zugemuteten besonderen Geldopfer nicht oder nicht mehr zur Erhebung kommen.

An die Kundgebung schloß sich ein Referat von Professor Dr. Friedländer über ..Reichssparkommissar und Beamtenschaft" an. das durch eine interessante Aussprache noch er­gänzt wurde. Ein Antrag des Polizeibeamten- und des Landeslehrervereins, den hessischen Staat um Weiterzahlung der im Landtag gestrichenen Kinderzulage zu ersuchen, wurde bei we­nigen Stimmenthaltungen angenommen.

> DieHekoga genehmigt dieMrgasverträge

Stadtrat gefaßt worden war. Es wurde aber dar-

Darmstadt, 2. 3uli. (IDSJl.) heute nachmittag

stimmte die Generalversammlung der hekoga den Ruhr-Saar-Verträgen in der verbesserten Form mit starker Mehr­heit (186 zu 72 Stimmen) zu. Der Beschluß lautet folgendermaßen:Die Generalversammlung ge- nehmigt die von Vorstand und Aussichtsrat oot- gclegten Vertragsentwürfe, nimmt zugleich von dem Mainzer Pachtvertrag Kenntnis, ist mit ihm ein­verstanden und nimmt die zugunsten der hekoga darin enthaltenen Bestimmungen an. Die General­versammlung bevollmächtigt den Vorstand, das Vertragswerk rechtsverbindlich zum Abschluß zu bringen."

Für den Vertrag stimmten die Provinzen Ober­hessen und Rheinhessen, die Städte Mainz, Gie­ßen und das Land Hessen (mit zwei Anteilen). Gegen das Vertragswert stimmten die Provinz Starkenburg und die Stadt Worms. Die Stadt Darmstadt beteiligte sich nicht an der Abstimmung. Ihr Oberbürgermeister gab die Erklärung ab, daß er sich nicht für legitimiert erachte, weil in der jetzigen Fassung noch kein rechtsgültiger Stadtrats­beschluß ergangen sei. Eine Anfrage, ob für den Generalversammlungsbeschluß qualifizierte Mehrheit erforderlich sei, wurde vom Vorstand auf Grund der Satzung verneint.

Der 'Abstimmung ging eine längere De­batte über einen Dertagungsantrag der Stadt Worms voraus, der am Vormittag vom Wormser

auf hingewiesen, daß bei einer Vertagung auf keinen Fall eine Veränderung in der jetzt auf Grund der Beschlüsse der Mitgliedkörperschaften vorhandenen Mehrheit zu erwarten sei. Der Oberbürgermeister von Darmstadt erklärte sich in dieser Frage un­interessiert, weil mit einer Zustimmung des Darm­städter Stadtrats nicht gerechnet werden dürfe. In ähnlichem Sinne äußerte sich auch der Vertreter der Provinz Starkenburg. Anderseits wurde vom Vor­stand darauf hingewiesen, daß eine erneut« Ver­tagung ernstlich die Gefährdung des Ver­tragswerks, unter Umständen einen Abbruch der Verhandlungen bedeuten würde. Der Vertagungsantrag wurde dementsprechend a b = gelehnt. Nur die Stadt Worms stimmte dafür.

Nach der Abstimmung über das Vertragswerk dankte der Vorsitzende Provinzialdirektor Weh­ner (Mainz) und gab der Erwartung Ausdruck, daß alle Hoffnungen sich erfüllen möchten, die an das Vertragswerk geknüpft werden, im Interesse der Städte, Provinzen und des ganzen Hessen­landes. Bürgermeister R i tz e r t (Darmstadt), der Vorsitzende der hekoga, fügte hinzu, daß nunmehr die Bahn frei ist für die Verhandlungen mit den benachbarten Gebieten, wofür schon alles vorbereitet sei. Der Vorstand hege die Ueoerzeugung, daß diese Verhandlungen bald zu einem positiven Ergebnis führen werden. Es werde sich zeigen, daß die he­koga diese Frage niemals als eine hessische, sondern als eine Angelegenheit des Rhein- Main-Gebiets betrachtet habe.

Wirtschaft.

Keine Besserung der Wirtschaftslage im Juni.

Nach der auf Grund von Berichten preußischer Industrie- und Handelskammern und des Deut­schen Handwerks- und Gewerbekammertags im Ministerium für Handel und Gewerbe zusam­mengestellten Llebersicht über Handel und Ge­werbe im Iuni zeigte die Wirtschaftslage bis­her noch keine wesentliche Besserung. In Bergbau und Eisenindustrie blieb die Lage gedrückt. Nur im Braunkohlen» und Kalibergbau war eine Belebung fest­zustellen. Auch in der M a s ch i n e n i n d u st r i e hielt der unbefriedigende Absatz an. Die ch e m i - s ch e Industrie konnte ihren verhältnismäßig günstigen Stand nicht überall behaupten. Elek­trotechnische und Weritindustri» klagen eben- so wie Automobil- und F i l mindustrie und fast alle Konsumgüterindustrien über Absah- mangel. Im Handel trat nur zeitweise eine geringe Belebung ein. Das gleiche gilt vom Handwerk. Das Kursniveau ging weiter zurück. Nur im Außenhandel für Mai zeigte sich ein günstiges Moment, da der Ausfuhrüberschuß von 266 Millionen einen Export an Fertigware in Höhe von 78,9 Millionen Reichsmark aufwies.

Nach Mitteilung des Statistischen Reichs­amtes wurden im Iuni 1930 durch den Reichs­anzeiger 853 neue Konkurse ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 647 eröffnete Ver­gleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechen­den Zahlen für Mai 1930 stellten sich auf 1 062 bzw. 702.

* *

' Frankfurter Börse. Vom 5. Iuli 1930 db wird die Notiz für Iulius Sichel & Co.- Aktien und 4proz. Fürstl. Bsenburg-Büdingen- Wächtersbach 061. von 1884 eingestellt.

Internationaler Kongreß für Gläubigerschutz Wien 1 930. Das Ergeb­nis dieses ersten internationalen Kongresses auf dem Gebiete des Gläubigerschuhes ist ziemlich erfreulich. Schon die Tatsache der Teilnahme von elf Staaten zeigt, wie Handelsminister Dr. H a i n i s ch in seiner Eröffnungsrede aussührte, das Wachstum der Bedeutung der Bewegung. Von den gefaßten Resolutionen sind die wich­tigsten die zur Gründung einer permanent täti­gen internationalen Zentrale zwecks Fühlung­nahme mit den entscheidenden legislativen In­stanzen aller Länder betreffend den Kredit­schutz: ferner die Resolution zur Rechtsanglei­chung und Schaffung von Kollosionsnormen auf dem Gebiete des Insolvenz rechts und die zur Einrichtung des internationalen Gläubigerschutz­kongresses zu einer ständig wiederkehrenden Ein- richtung.

* Verlängerung des rumänischen Minimaltariss. Die Gültigkeit des rumä­nischen Minimaltarifs wurde für alle Staaten bis zum 31. August d. I- verlängert.

* Der Eisenerzbergbau im Lahn- Dill-Gebiet. Die Lage aus dem Erzmarkt im Lahn-Dill-Gebiet hat sich nach den Mittei­lungen der Frankfurter Industrie- und Handels­kammer weiter verschlechtert. Die in den Vor­monaten vorgenommenen Detriebseinstellungen und -einschränkungen begannen sich auszuwir­ken. Nachdem bereits im April der Absatz gegen­über dem März um rund 12 000 Tonnen zurück- aegangen war, verminderte sich im Iuni der Absatz um weitere 4000 Tonnen. Die Folge ist, daß die für die Gewährung der Staatsbeihilfe verlangten Mindestmengen nicht mehr erreicht werden. Mit dem 31. März war das Iahr ab- gelaufen, für welches die Staatsbeihilfe bewilligt war. Ob und in welcher Form eine Beihilfe über jenen Termin hinaus dem Notstandsgebiet weiter gewährt werden .wird, steht noch dahin. Augenblicklich schweben Verhandlungen hierüber.

Nur noch ein Hochofen in Ober­schlesien in Tätigkeit. Infolge der außerordentlich schlechten Absahverhältnisse in allen Zweigen der Eisenindustrie ist die Iukien- Hütte. wie das Werk mitteilt, zu erheblichen Be­triebseinschränkungen gezwungen.'Es ist der Mit­teilung zufolge unmöglich, noch weiter auf La­ger zu arbeiten, da die Vorräte an Roheisen sehr groß sind, während der Bedarf der weiter­verarbeitenden Betriebszweige gering ist. Die Herstellung von Roheisen muh möglicherweise in absehbarer Zeit ganz stillgelegt werden. Das Werk sieht sich zur Zeit gezwungen, den einen seiner beiden Hochöfen, die noch im Gange sind, in der nächsten Zeit stillzulegen. Auch der zweite Hochofen wird stillgelegt werden müssen, wenn nicht bald eine erhebliche Besserung der Absatz­lage eintritt. Dann wäre in der gesamten ober­schlesischen Industrie kein einziger Hochofen mehr in Betrieb. Die Zahl der Arbeiter, die jetzt zur Entlassung kommen sollen, beträgt 350, die der Angestellten 50. Die beabsichtigte Stillegung ist bereits den zuständigen Behörden angezeigt.

* Frankfurter Armaturenfabrik AG., F ra n k f u r t a. M. Die GV., in der 388 900 Mark Aktien vertreten waren, genehmigte den dividende- losen Abschluß (i. V. 5 v. 5). Dividende), lieber die Geschäftslage im laufenden Jahre wurde mitgeteilt, daß die krisenhaften Zustände auf dem Baumarkt nicht ohne Einfluß auf den Geschäftsgang geblieben seien. Trotzdem habe man den Vorjahrsumsatz bis jetzt annähernd erreichen können. Für die Zukunft lass« sich schwer etwas voraussagen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Iuli. Tendenz: schwä­cher. Die Börse eröffnete in gedrückter und lustloser Haltung. Anregungen fehlten vollkom­men. Es waren eher wieder nachteilige Momente vorhanden, so daß bei der herrschenden Auf­

nahmeunlust die Kulisse zu Abgaben schritt. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten bei stillstem Geschäft infolge der anhaltenden Order- losigkeit Abschwächungen bis zu 3 Prozent ein. Stärker ins Gewicht fielen Mutmaßungen über Gerüchte, wonach der Geschäftsgang der Schiffahrtsgesellschaften im Lause des Geschäftsj^res so schlecht sei, daß nach dem kom­menden Abschluß nicht mit einer Dividendeaus­schüttung $u rechnen ist: aber gleichzeitig wurde dabei erwähnt, daß mit einem Bonus in Höhe der letztjährigen Dividende gerechnet werden köime. Nach diesen Dingen war die Zukunftsbeur­teilung für die Schiffahrtsgesellschaften sehr pessi­mistisch, und die Kulisse schritt an diesem Markte zu Abgaben. Die ganze Börse wurde hiervon ausgehend ungünstig beeinflußt und trug einen deprimierten Charakter. Im allgemeinen ergaben sich Abschwächungen bis zu 3 Prozent gegen­über der gestrigen Abendbörse. Am Schiff­fahrtsmarkt hatten H a p a g und Nord­deutscher Lloyd bei Eröffnung der Börse Verluste bis zu 4 Proz. hinzunehmen. Da das Angebot anhielt, Aufnahmekreise aber nicht vor­handen waren, sank das Kursniveau erneut um zirka 1,5 Proz. Stärker unter Druck standen ebenfalls wieder K a l i a k t i e n, die bis zu 4 Proz. niedriger taxiert wurden. Auch am Elektromarkt ergaben sich teilweise ganz er­hebliche Kursabschwächungen. Vor allem S ch u ck e r t mußten 4 Proz. einbüßen. Sie­mens LHalske, Gesfürel lagen bis 2Pro­zent abgeschwächt, AEG. und Elektrische -Lieferungen gaben bis zu 1,5 Proz. nach. Der Montanmarkt hatte kaum älmsähe zu verzeichnen. R h e i n st a h l notierten, nach Be­rücksichtigung des Dividendenabschlages, zirka 2 Prozent niedriger. Am Dauunterneh- munasmarkt lagen Holzmann 2 Prozent schwächer. Zell st off Waldhof waren bei größerem Angebot wieder gedrückt und verloren 3 Proz. Von Chemiewerten waren I.-G.- Farben 1,5 Proz. gedrückt. Renten ohne nennenswertes Geschäft. Im Deylaufe traten nochmals Kursverluste bis zu 1 Proz. ein; S i e- mens verloren sogar 2 Proz. Das Geschäft war minimal und die Stimmung lustlos. Später hatte das Angebot jedoch nachgelassen und die Kurse blieben auf dem stark gesenkten Niveau behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt war das Pfund international fester. Man nannte hier Mark gegen Dollar 4,1930, gegen Pfund 20,3090, London gegen Kabel 4,8650, gegen Paris 123,74, gegen Mailand 92,8150, gegen Madrid 42,50, gegen Schweiz 25,0650, gegen Holland 12,0925.

Berliner Börse.

Berlin, 3. Iuli. Schon im Dormittagsver- kehr war die Stimmung auf wenig günstige Nach­richten aus der Industrie als etwas gedrückt zu bezeichnen, so daß man mit einer schwächeren Eröffnung rechnete. An der Dorbörse sprach man

bann 1 bis 3 Prozent niedrigere Kurse. Der- stimmend wirkte Die Meldung eines hiesigen Mittagsblattes, wonach für das Iahr 1930 bei den Schiffahrtswerten Hapag und Lloyd nur mit einem Bonus und nicht mit einer Dividende gerechnet werden könne. Obwohl eine Bestätigung dieser Nachricht nicht zu erlangen war, herrschte am Schiffahrtsmarkt größerer Ab­gabedruck, so daß diese Papiere bis zu 3,5 Pro­zent schwächer eröffneten. Im übrigen wurde die Tendenz durch den anhaltenden Ordermangel, die Teilstreiks und die Kündigungen bei der Nordwest gruppe ungünstig beeinflußt. Der Jahresbericht für 1929 des Stahlwerkver­eins, die Zusammenlegung im Verhältnis 5:2 bei Telefon Berliner, die Passiva in Höhe von 5 Millionen bei Schichau und die Tatsache, daß im oberschlesischen Industriegebiet nur noch ein Hochofen unter Feuer steht, waren Motive für die schwache Veranlagung der Börse. Die wenigen günstigen Momente, wie die Stabilisie­rung der 3.-Klasse-Fahrpreise im Verkehr mit Südamerika, die Festigkeit der Neuhorker Börse, der befriedende Geschäftsgang bei der Braubank AG. und die eventuelle Kapital­erhöhung bei Berger vermochten Ttu«- wenig Eindruck zu machen. Die Kurse lagen durchweg 1 bis 2,5 Prozent unter Vortagsschluß. Mon­tanwerte waren stärker angeboten, doch ver­loren nur Rheinstahl, bei Berücksichtigung des Dividendenabschlags, 2,75 Prozent. Salz­detfurth minus 3,5 Prozent, Polyphon und Hackethal je minus 3 Prozent waren etwas stärker rückgängig. Nur Svenska ge­wannen 4 Mark. Berger und Gelsenkir­chen zogen etwa 1 Prozent an, so daß nur Rhein stahl niedriger lagen. OtaviMinen, Stollberger Zink und Danatbank no­tierten exklusive Dividende. Von deutschen An­leihen waren Neubesih etwas gedrückt. Von Ausländern waren Bosnier weiter fest, Ungarn etwas schwächer. Der Pfand­briefmarkt war unentwickelt. Der Geld­markt war weiter etwas leichter. Tagesgeld 4,5 bis 6,5 Prozent; Monatsgeld 4,5 bis 5,5 Proz.: Warenwechsel etwa 7,40 Prozent. Im Verlaufe blieb die Tendenz schwach, doch ergaben sich im allgemeinen nur Rückgänge bis zu etwa 1 Proz.

6 i e m end verloren 3 Prozent. Weiter schwach lagen S ch i f f a h r t s w e r t e, die neuerlich bis zu 2,5 Prozent einbüßten, sowie Danatbank, die 2 Prozent unter Anfang umgingen.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Iuli. Auftrieb: 91 Rinder, 825 Kälber, 113 Schafe, 543 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 70 bis 74 Mk., mittlere Mast- und Saug­kälber 65 bis 69 Mk., geringe Kälber 55 bis 64 Mark. Schweine nicht notiert. Marktverlauf: Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine schleppend, ausverkauft.

Erweitertes VezirkSschöffengericht Gießen. Gießen, 2. Iuli. Fünf junge Männer aus Gießen, die sich zu einer Diebsbande unter dem romantischen NamenDie rote Maske" ver­einigt hatten, standen wegen fortgesetzten Diebstahls, zum Teil Einbruchdiebstahls, einer von ihnen auch im wiederholten Rückfall, vor Gericht. Sie waren im wesentlichen ge­ständig. Die Diebsbeute bestand in der Haupt­sache aus Alkohol, ferner wurden Schuhsohlen­leder und eine Autouhr gestohlen. Mit Rücksicht auf die verhältnismäßige Äugend der Ange­klagten und den nicht hohen Wert Der gestoh­lenen Gegenstände wurden mildernde älmstände angenommen. Drei der Angeklagten erhielten sechs Monate Gefängnis, der vierte wegen Einbruchdiebstahls im Rückfall die gesetz­liche Mindeststrafe von einem Iahr Ge­fängnis.

Eine Postbeamtin vom Lande erhielt wegen Amtsvergehens und Unter­drückung eines Brieses eine Gesamt- gefängnisstrafe von sieben Mo­naten. Sie hat fortgesetzt eingenommene Gelder von nicht erheblicher Höhe für sich verwendet, ferner einen Bries beiseite geschafft.

Ein Kaufmann aus Hungen hatte sich wegen einer schw ören Privaturkundenfäl­schung zu verantworten. Er hat einen Bürg­schein, Der von seiner Firma, bei der er als Ver­käufer angestellt war, von ihm verlangt wurde, mit der Unterschrift eines Bekannten gefälscht und damit die Firma geschädigt. Die Strafe lautete auf eine Woche Gefängnis.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 d. Sy, Lombardzinsfuß 5 v. H.

yranffurl a. M.

Serlw

Frankfurt a. TI.

Berlin

Schluß-s fur< |

t-Uhr- Äur<

Schluß-s für« |

Anfang- Kur«

Schluß-s für« |

1-Uhr- Kurs

Schluß« fürs

Anfang- Kurs

Datum

2. 7.

3. 7.

2. 7. ;

3. 7.

Dalum

2. 7.

3. 7.

2. 7.

3. 7.

6% 2)eui|d)e »teui)»aiuei9e

Hamvurg-Amertka Pakei . .

t

103,5

100,5

103,25

100,25

von 1927 .........

87,5

87,75

Hamburg-Südam. Dampsschifs

8

161,5

7% Deutsche Retchöanleihe

Hansa Dampfschiff.....

10

138

135

von 1929 ..........

103,4

104

Norddeutscher Lloyd ....

8

104,5

100

104

100,5

Deutsche Anl^Ablös.-Schuld mii

Allgemeine Deutsche Ereditanst. 10

112,25

112,75

112,5

AuSlos.-Rechten.......

59,25

59,3

59,4

Barmer Bankverein ....

10

122,75

122,5

122,75

122,5

DrSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .

9

9

9

8,9

Berliner Handelsgesellschaft .

12

160,5

160,25

160

8% Hess. BolMtaat von 1929 (rüctjatjlb. 102%)......

Commerz- und Privat-Bank .

11

141,5

141

141,5

207,25

141

95,1

95,4

Darmstädter und Nattonalbank

12

208

206

Oberhessen Provinz - Anleihe mii

Deutsche Bank und

Aueios.-Rechten......

DiSconto-Gesellschast, . . .

10

133,5

133

132

Deutsche Komm. Sammelabl.

Dresdner Bank......

10

133,5

133,5

133

Anleihe Serie 1.......

57,5

57,13

RetchSbank........

12

258

258

256,5

8% Franks. Hyp.-Bcmk Goldpse

XIII unkündbar bi« 1934 . . .

101

A.E.G...........

8

151,25

150

151,75

150,4

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar biS 1932 .....

95,5

Bergmann........

9

180

Elektr. LieserungSgesellschaft.

10

141

140

140,5

140

*Yt% Rheinische Hyp>Bank ßtqu. Goldpse.........

Licht und Kraft......

10

147,25

147,25

145

91

>

Felten & Guilleaume . . .

?/2

111

110,25

109,6

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt,

Gesellschaft für Elektrische

Psandbriefe R. 17......

101

101

Unternehmungen ....

Hamburger ElektrtzitätS-Werke

10

147,5

145

147,75

146

8% Pr. LandeSpsandbriesanstall,

10

133,5

Komm.-Lbl. R. 20......

7% Pr. LandeSpfandbriefanstalt,

97

97,5

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

143

143

142.5

95,5

Schlesische Elektrizität. . . .

10

149,5

148,5

Psanvbriese R. 10......

95,5

Schuckert & (So..... .

11

163,5

167,75

163,6

A.E.G. abg. BorkriegS-Obllgatio-

- 94

Siemen« & Halske .....

16

215

213

215,25

213,5

nen, rückzahlbar 1932 .....

-

Transradio ........

. 8

117

Lahme yer & (So...... .

10

160,5

7

4% Oesterreichische Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Stlberrenie <% Oesterreichische Einheitliche

27

2,75

27

2,9

27

Buderus.........

Deutsche Erdöl......

Essener Steinkohle.....

. 6 . 6

. 8

76

1 1 1

75,75

86,5

85,5

Rente...........

<% Ungarische Goldrente . . . .

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

23,65

11 I

2 23,8

23,7

Gelsenkirchener......

Harpener.........

Hoesch Eisen........

. 8 . 0 6V?

128

121

I 11

127,75

121

98,25

126,5

121,25

97

4'/,% desgl. von 1913.....

--

Ilse Bergbau.......

Klöcknerwerke .......

1(

1% Ungarische Kronenrente . .

1,95

1,95

'S

_

96,25

96,5

4% Türkische Zollanlethe von 1911

5

5

4,95

4,95

Köln-Ncuessen.......

. 7

95,25

95,25

<% Türkische Bagdadbahn-Anl

5,3

ManneSmann-Röhren . . .

. 7

95,5

_

95,25

94,13

5,05

Mansfelder Bergbau . . .

. 7

66

65,4

4% dergl. Serie N . - - - - - -

5,13

6,2

5,3

Oberschlei. Etsenbedarf . . .

. k>

62

&% Rumänische vereinh. Rente

9,65

9,6

Oberschlei. Koktwerke....

. 7

96,13

94,9

von 1W)3.......2./

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen . .

6'/,

88

87,75

88,25

87,75

Rumänische vereinh. Rente

16,4

10

218

218,5

218,5

von 1913 .....

-

10,4

Rhetnstahl........

.

111,5

101

111,25

101,75

4% Rumänische vereinh. Rente

7,65

!

7,65

1 7,7

Riebeck Montan......

7/2

87

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß»! fürs |

t-lchr- Kurs

Schluß« fürs

Anfang- Kurs

Datum

2. 7.

3. 7.

2. 7.

3. 7.

Bereinigte Stahlwerke '.

Otavt Minen.....

88

88,13

42,25

. 16'/.

46

Kaliwerke Aschersleben .

. . 10

205,5

205

Kaliwerke Westeregeln .

. . 10

209,5

210

208,25

Kaliwerke^alzdetfurth .

. . 16

368

369,5

365,5

F. G. Farben-Jndustrie.

. . 12

160,75

159,25

161,13]

159,5

Dynamit Nobel ....

. . . 6

82

Scheidccmstalt.....

. . . 9

145

-

Goldschmidt.....

. . . 6

57,75

59

58,25

Rütgerßwerke.....

. . . 6

59

58,25

59

58,5

Metallgesellschaft. . . .

. . . 8

113

113,5

Philipp Holzmann . . .

. . . 7

91

89

Zementwerk Heidelberg

. . 10

112

Eementwerk Karlstadt. .

. . 10

135

Wayß & Frey tag . . .

. . . 8

75,75

76

Schultheis Pahenhoser .

. . 16

290

288,5

Ostwerke.......

. . 12

-

235,5

234

Aku.........

. . 18

86,5

87,5

Bemberg.......

. . 14

92,5

Zellstoff Waldhos . . .

. 13'/.

145

142

145,5

144

Zellstoss Aschaffenburg .

. . 12

110

109

109

Charlottenburger Wasser

... 8

99,5

100

Dessauer GaS.....

... 9

149,25

148,5

Daimler Motoren . . .

. . . 0

33

32,5

33,13

Deutsche Linoleum . .

205,5

204,25

201,25

. . . O

-

47,5

47

Rat. Automobil . . . .

. . . 0

Orenllein & Koppel . .

... 6

68,5

68,5

Leonhard Tietz . . . .

. . 10

149

150,5

150

SveySka.......

306

310

Frankfurter Maschinen .

. <

25,5

_

23

Grihner.......

... 6

32

31,75

Heyliaenstaedt . . . .

. . . O

Iunghan«.......

... 6

36,25

36,5

Lechwerke.......

. . . k

96,75

Matnkrastwerke Höchst a.

M-. . k

79

Miag...... . .

. . 10

114

111,75

110,75

Gebr. Roeder . . . . .

. . 1(

105

Boigt & Haeffner . . .

Süddeutsche Zucker . .

... 9

. . 10

150

156,25

156

150 155,25

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin, 2. ßuli

®cI5

25rGT '

Amerikanische Noten ......

4-173

4.193

Belgische Noscn. .......

58,50

58,74

Dänische Noten ........,

111,93

112,37

Englische Noten ........

20.335

20,415

ffranzöitsche Noten .......

16,453

16,515

Holländische Noten .......

168,16

168,84

Italienische Noten........

22,01

22,09

Norwegische Noten.......

111,95

112,39

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling

59,28

59,52

Rumänische Noten.......

2.465

2,485

Schwedische Noten .......

112,38

112,82

Schweizer Noten .......

81,24

81,56

Spanische Noten........

48,80

49,00

Tschechoslowakische Noien. ....

12,44

12,50

Ungarische Noten . .......

73,15

73,45

2. Zull

3. Juli

Amtliche Notierung

AmiUche Notierung

Geld

Srlcl

Geld

Briet

Amft.-Rott.

168,45

168,79

168,48

168,82

Buen.-Slirei

1,482

1,486

1,517

1.521

Brss.-Antw.

58,47

58,59

58,50

58,62

Christiania.

112,19

112,41

112,20

112,42

Kopenhagen

112,15

112,37

112,19

112,41

Stockholm .

112,51

112,73

112,56

112,78

Helsingfors.

10,544

10,564

10,544

10,564

Italien. .

21,95

21,99

21,95

21,99

London. . .

20,333

20,406

20,376

20,416

Weilt)ort ..

4,189

4,197

4,1885

4,1965

16,465

16,505

16,46

16.50

Schweiz ».

81,215

81,375

81,30

81,46

Spanien.

49,20

49,30

47.50

47,60

!>apan . . .

2,072

2,076

2,072

2,076

Wo de Ian

0,471

0,473

0,471

0,473

Wien in D.

Ocft. abacfi

58,165

58,285

59,15

59,27

Prag . . .

12,43

12,45

12,431

12,451

Äclzrad .

7,409

7,423

7,415

7,429

Budapest.

73,29

73,43

73,29

73,43

Bulgarien

3,037

3,043

3,037

3,043

Lissabon .

18,80

18,84

18.80

18,84

Danzig. .

81,44

81,60

81.50

81,66

Konstantin

1,785

1,789

1,784

1,789

Athen. .

5,42

5,43

5,43

5.44

Tanada .

4,187

4,195

4,186

4,194

Uruguay.

3,496

3,504

3,521

3,534

Cairo . .

20,855

I 20,925

20,79

20,93