Ausgabe 
3.6.1930
 
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Aus der Darmstädter Kommunalpolitik.

WS2. Darmstadt. 2. 3uni. 3n der ver­gangenen Woche wurde der Etat der Stadt Darmstadt mit DeckungSvorfchlägen de- Ober­bürgermeisters abgelehnt. der eine erneute starke Steigeruna der Re al steuern und der Gebühren verlangt hatte, während die Mehrheit des StadtrateS nur bei gleichzeitiger Erhebung einer Dürgerabgaoe sich mit einer DteuererhShung einverstanden erklären wollte. Gewissermaßen al- Antwort darauf Hal Oberbürgermeister M ue Her seinen Erho­lungsurlaub angetreten und vorher noch eine Verfügung an die Stadtverwal­tung herauSgeaeben, in der bestimmt wird: ersten-, es sind sämtliche städtische Unter- haltungsarbeiten sofort einzu stel­len . -weitens, daß an Handwerker keine Rechnungsbeträge oder Vorschüsse gezahlt werden dürfen, dritten-, das) die freiwilligen Lei st ungen in der Wohl­fahrtspflege sofort ernzustellen find und vierten-, daß Baukostenzuschüsse (ge­nehmigte oder vorgesehene) nicht -ur Aus - zahlüng kommen dürfen. Wie gleichzeitig von dem städtischen Presseamt mitgeleilt wird, ist die sür den 14. und 15. Juni vorgesehene offizielle Jubiläumsfeier anläßlich deS 6v0jährigen StadtjubiläumS abgesagt worden.

Tagung der hessischen Zustizamtmänner

WGR. Frankfurt a. Main, l.Iuni. 3m Volksbildungsheim zu Frankfurt a. M. hielt am Sonntag der Verein der hessischer 3u- stizamtmänner seine diesjährige Haupt­

Versammlung ab. 3ustizinspek^or Schrö- d e r-Darmstadt begrüßte als Vorsitzender die ersckienenen Mitglieder sowie die Vertreter der Behörden von Darmstadt und deS Reichsbundes der 3ustizmanner. 3n einer kurzen Ansprache kennzeichnete Schröder die gegenwärtige Lage der Veamtenschast, gegen die heute von allen Seiten Sturm gelaufen werde. Weitgehende Er­sparungen in der Verwaltung, besonder- in der 3ustiz, über die gerade jetzt wieder so viel ge­sprochen werde, könnten nur, wie da» ja in Hes­sen vorgesehen sei und auch von den 3ustizamt- männern gewünscht werde, durch die Ucbertra- gung der DerwaltungSarbeit der Richter auf Die mittleren 3ustizbeamten erzielt werden.

Ministerialrat Dr. M a tz-Darmstadt überbrach­te die Grütze de- 3ustizministerS und teilte mit, dah da- 3ustizministerium beabsichtige, die Funk- tion-bezeichnung deS Rechtpflegers auch in Hes­sen offiziell einzuführen.

Rach weiteren Begrüßungsansprachen hielt Oberamt-anwalt S a r t a m-Berlin einen Vor­trag über »Die Ausdehnung der EntlastungS- befttmmungen in Preußen". Der Zusammenbruch de- Staate- und der Rechtspflege nach dem Krie­ge und die spätere starke Anhäufung der Rechts­geschäfte hatten eine Reform der Rechtspflege notwendig gemacht. Zur Entlastung der Richter wurden zuerst in Preußen Entlastungsbestim­mungen erlassen, die die ^Übertragung gewisser richterlicher Geschäfte aaf die »Recht-Pfleger" vorsahen. Die ersten günstigen Auswirkungen der Reform machten sich bei der Gesetzgebung über die Aufwertung geltend. Hervorragende 3uristen urteilten heute anerkennend über die Tätigkeit der Recht-Pfleger und machten weitere Vorschläge

zur Au-dehnung der Geschäfte deS RechtSpfle- aerS. Die Reform, die al» Vorarbeit zur großen 3ustizrevrmf angesprochen werden könne, habe sich bewährt. 3n Preußen seien im StatSjahr 1929 30 insgesamt 927 Richter erspart und durch mittlere Beamte ersetzt worden. Durch diese Um­schichtung seien erhebliche Ersparnisse erzielt wor­den.

Uebcr »Die Auswirkungen der Gnilastung-be- stimmungen in Hessen" sprach 3ustizinspektor Schröder. Dah man in Hessen noch keine Er­fahrungen mit den Sntlastungsbest immungen ge­macht habe, sei darauf -urück-uführen, daß die Bestimmungen noch nicht in Kraft gefetzt worden seien. Eine Rundfrage habe aber ergeben, dah eine Ucbertragung der Rechtsgeschäfte auch in Hessen gewünscht werde. Schröder führte die ein­zelnen Rechtsgeschäfte auf, die in Hessen über­tragen werden könnten und sagte zum Schluh: Es ist ein Gebot der Stunde, DereinfachungS- und VerbilligungSMethoden in der 3ustiz, die sich in anberen Staaten bereit- seit 3ahren bewahrt haben, auch in Hessen zur Durchführung zu bringen. Gerade infolge seiner derzeitigen Lage darf Hessen in Zukunst hinter anderen Ländern nicht mehr zurückstehen.

Am Rachmittag wurden in einer nichtöffentli­chen Sitzung neben den Reuwahlen geschäftliche Angelegenheiten erledigt.

Deutsche Bau« und Siedlungö» genoffenschast.

WSR. Bad Homburg, 2.3unL 3m Kur» hausfaal fand die Generalversammlung der Deutschen Dau- und Siedlung--

genvssenschas t eG mbH. Darmstadt sta'l. Die Leitung hatte der Vorsitzende de» AufsichtS- rat» RegicrungSrat a.D. Bartmann. Anwe­send waren sämtliche 103 Delegierte, ferner zahl­reiche Mitglieder al» Zuhörer und eine Anzahl geladener Gaste. U. a. war die Stadt Bad Hom- bürg durch ihren Bürgermeister und den Stabt» baurat vertreten, die nassauische Landwirtschaft durch LandeSoekonomierat Bartmann-Lüdicke. Eine besondere Freude wurde der Versammlung durch die Anwesenheit deS Vorsitzenden deS RaiffeisenrevisionSverbande» Frankfurt a. Mai:* und Ludwigshafen, Dr. Holten zuteil, der üb­rigen- in einer späteren Ansprache die außer­ordentliche Liquidität der Genossenschaft aner­kannte. Die Versammlung verlief in großer Har­monie. Sämtliche Beschlüsse wurden einstimmig aesaht. Die ausscheidenden AuffichtSratSmitglie- Der wurden sämtlich wiedergewählt. Die D. B. S, deren Ausgabe die Gewährung zinsenloser Dau- darlehen an ihre Mitglieder ist, weist zum 3ah- reSschluß einen Mitgliederstand von 32 072 auf. Degen Anfang deS 3ahreS war ein leichter Rück­gang eingetreten, der sich aber Infolge Verän­derungen in Der Geschäft-leitung wieder ge­hoben hat. Die Genofsenfchast bilanziert mit 18,6 Millionen Mark Als Aktiva stehen an erster Stelle Hypothekendarlehen mit 16,7 Millionen Mark, Guthaben mit 1,3 Millionen Mark. Grundbesitz mit 242 000 Mark und Rückstände mit 177 000 Mark. Passiva: Geschäftsanteile 725 000 Mark, Forderungen der Bausparer für Dauspar- einlagen 13,8 Millionen Mark. Htzpothekentilgung 2,3 Millionen Mark, noch nicht in Anspruch ge­nommene Hypotheken 872 000 Mark.

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