Ausgabe 
3.6.1930
 
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wurde auf Empfehlung der KreiSverwaltung mit Mehrheit abgelehnt.

Annahme des Voranschlags.

In der Gefamtabstimmung wurde der Doranschlag für 1930 nach Maßgabe der erfor­derlichen kleinen Aenderung der Ab­schluß z i f f e r gemäß den Kreistagsbefchlüssen mit allen Stimmen gegen die Stimme des Kom­munisten angenommen.

Oie weiteren Beschlüsse.

Die vorläufigen Ausschlagssähe für die Kreisumlagen und Kreis-Sondergebäudesteuer für 1929 wurden als endgültige bestimmt.

Der vorübergehenden Bestellung eines z w e i - tenKreisvollziehungsbeamten wurde mit 16 gegen 12 Stimmen zugestimmt.

Die Tagegelder und Reisekosten der Kreistagsmitglicder, des Kreisausschusses und der Krciskommissionen wurden entsprechend den Sähen für den Provinzialtag angenommen. Aus demokratischen Antrag wurde jedoch aus Ersparnisgründen beschlossen, den in Gießen woh­nenden Kreistagsmitgliedern nur 5 Mark Tage­geld zu gewähren.

Eine Anregung, nachträglich von dem jetzigen KreiSkassedlrektor die Gestellung einer Kaution zu verlangen, nachdem der frühere Krcisausfchuß darauf verzichtet hatte, sand keine Mehrheit.

Der Vorschlagsliste für die Wahl de r Kör- k o m m i s s i o ne n wurde ohne Aussprache zu­gestimmt.

Ein Antrag des Herrn Alex Walldorf in Gießen, der internationalen Arbei­ter Hilfe 150 VN. Zuschuß für einen Kinder­aufenthalt im Vogelsberg zu bewilligen, wurde dergestalt erledigt, daß die Bereitwilligkeit der Bezirksfürsorgestelle des Kreises Gießen zu der­artigen Kuren für stärkungsbedürftige Kinder be­tont wurde.

Eine ereignisreiche Nacht in Gießen.

Das war ein Betrieb und ein Trubel am Sonntagabend, oder richtiger gesagt in der Vacht vom Sonntag zum Diontag in der Volks- Halle. Dort konnte manRund um die Welt in einer Sommernacht" ziehen und dabei allerlei erleben. Verantwortlich für diese Weltreise" auf heimischem Grund und Boden zeichneten die GiehenerDtudentenschast und die Gießener Studentenhilfe, die ihr diesjähriges Sommerfest unter das Motto dieser fröhlichen Weltfahrt gestellt hatten. Lind ihre Arbeit wurde um es vorweg zu sagen in reichem Maße belohnt.

Eine große Menge Besucher sand sich in dem weiten Raume der Dolkshalle zusammen, um dort unter allerlei Kurzweil in der linden Sommernachtrund um die Welt" zu ziehen und sich dabei unter weitgehender Bereitschaft xum Opfern für die Gießener Studentenhilfe bestmöglichst zu amüsieren. Dazu war in den verschiedenartigsten Formen reichlich Gelegenheit geboten. Der Ches des festlichen Abends, der Geschäftsführer der Gießener Studentcnhilfe Dr. Kiel mann, hatte unter Assistenz von cand. med. Kreie ein Fest aufgezogen, das recht schmissig war und sich in allen Teilen sehen lassen konnte. Die Volkshalle, mit Fahnen reich ge­schmückt, war zu einer ArtLunapark in der Westentasche" umgcmobelt worden. Zwar fehlten die großen Rutschbahnen, die man im echten Lunapark in Berlin vorfindet, aber dafür war Gelegenheit genug geboten, im Wein­dorf, in der Dar, in der Wildwest-Dar usw. vergnüglich zu rutschen, wobei man natürlich immer daran zu denken hatte, daß die Studenten«- Hilfe dabei auch auf ihre Rechnung kommen sollte. Zu den Klängen einer schneidigen Kapelle, für die Kapellmeister Seitz und cand. med. Rusch verantwortlich zeichneten und dieser Verantwort­lichkeit durch famose Leistungen vollkommen ge­recht wurden, wurde auf zwei großen Tanz­flächen eifrig und unermüdlich bis in den frühen Morgen hinein wir selbst erlebten diesen frühen Morgen in der Volkshalle allerdings nicht getanzt. Wer sich von diesen Anstren- ungen zwischendurch erholen wollte, fand im Wein- dorf unter der umsichtigen Herrschaft von Frau Professor Dr. Eger genügend Gelegenheit zum Derweilen und zum Flaschenstudium. Wen es nach einer Tasse Mokka verlangte, wurde in der türkischen Mokkastube unter der sachkundigen Leitung der Frau Ober­

schwester Dohnen slott und glänzend be» bient. Eine gute Tasse Tee wurde in der Tee­stube unter der verantwortlichen Leitung von Frau Professor Dr. Kuhn beveitgehalten, wer aber etwas Handfeste- in das Gehege seiner Zähne bringen wollte, wandte sich am besten an die Drotestube, in der man ganz ausgezeich­nete Sachen vorfand, die den verantwortlichen Leiterinnen dieses Proviantamts, Frau Professor Dr. Brüggcmann und Frau Prof. Hep- ding, ein sehr gutes Zeugnis für hervor­ragende Direktorinnentätigkeit ausstellte. (Bin Mordsbetrieb herrschte vor allem in der Dar, in der cand. phil. Dorell der alänzende Ma­nager war, sowie in der Wildwest-Dar, die die studentische Reformverbindung A d e l P h i a aus­gemacht hatte: beide Fest- und Reisestationen hat­ten ständig starken Publikumsverkehr, der zum Teil recht seßhaft schien, zum Teil auch nur kurzen Aufenthalt nahm, allgemein aber von einer schier unerschöpfbaren Erfrischungsbedürf- tigkcit war. Lim das Maß des Vergnügens und der Reisegenüsse voll zu machen, war die Bühne der Volkshalle in eine richtiggehende Bayrische Kirchweih' verwandelt work^n, auf der man Karussell fahren konnte, beim Wurzensepp die Möglichkeit fand, allerlei nette Sachen zu er­stehen, daneben beim lustigen Bonzo Reisean­denken erlangen konnte, anschließend im Heih- wurstglöckle gute Frankfurter Würstchen aus Gie­ßen zu probieren vermochte und schließlich beim Sepp auf einer richtiggehenden Bierbank ein gutes Glas Bier vorfand. Aber nicht allein auf dem Lande, sondern auch auf dem Wasser sollte die sidele Reisegesellschaft ihr Vergnügen fin­den, und zu diesem Zwecke machte der neueste Gießener LokaldampferFridolinI." unermüd­lich seine Rundfahrten in der Halle, um dabei die Annehmlichkeiten einer Seefahrt den mehr oder minder phantasievollen Reisenden darzu- bieten: daß dieses SchiffFridolin I." nichts anderes war als der geschickt verkleidete Flaschen- transportkarren der Weinfirma Inderthal, ver­schlug nichts und tat der Fröhlichkeit keinen Ab­bruch. Zur Abkühlung von all den bunt durch- einanderwirbelnden Geschehnissen des Abends stand der von Diplom-Volkswirt K a l i s ch e r

geleitete Eisstand zur Verfügung, und schließ­lich fand man auch noch den ägyptischen Rauch­bazar von Frau Prof. Dr. Vanselow als angenehme Erholungsstätte.

Als Conferencier wirkten Herr Tannert und Herr Vieren in glänzender Weise, außer­dem hatte sich Herr Tannert bei der künst­lerischen Vorbereitung des Festes in fruchtbarster Weise für das Gelingen der Sache eingesetzt. Reizende Tanzdarbietungen boten Tanzlehrer Däulke und Frau, ferner Fräulein Guir- lit t und Herr Michel. Als Sängerin berei­cherte Fräulein Würzburger den Abend in angenehmster Weise. Alle diese Damen und Herren, aber auch die anderen uns unbekannten Mitwirkenden konnten verdientermaßen herzlichen Beifall als Lohn für ihre geschätzten Darbietun­gen ernten.

LIeberall in dem festlich-fröhlichen Getriebe standen den hier verzeichneten verantwortlichen Leiterinnen und Leitern eine große Anzahl junger Damen und Herren, meist Studentinnen und Studenten, im freiwilligen Dienste für die Studentenhilfe eifrig und aufopferungsvoll zur Seite, und dem gemeinsamen Bemühen aller gelang es denn auch, diese Sommernacht in einer so schönen Weise auszugestalten und durch­zuführen, daß die Besucher sicherlich in vollem Maße befriedigt die festliche Statt verließen. Wenn dabei auch das Loch im Portemonnaie hier und da etwas fühlbarer geworden sein mag, so stand demgegenüber doch das Bewußtsein, in den fröhlichen Stunden auch seinen Obolus mit beigetragen zu haben zum Besten unserer Gieße­ner Studentenhilse, die derartige Finanzverbesse­rungen nur allzugut gebrauchen kann.

Der Studentenvater, Professor Dr. Eger, seine rechte Hand, der Geschäftsführer Dr. Kiel- mann und alle die vielen Damen und Herren dieser Festarbeit können jedenfalls mit voller Befriedigung auf da- in allen Teilen wohlge­lungene Werk zurückblicken, zumal der Ertrag dieser vergnüglichen Rächt für die Kasse der Studentenhilfe ebenso zufriedenstellend ausge­fallen ist, wie im vorigen Jahre. And damit ist ja der eigentliche Zweck des Abends in schönster Weise erreicht worden.

Wirtschaft.

Handel und Gewerbe im Mai.

Der Tiefstand der Wirtschaftslage in Deutsch­land findet nach den Berichten preußischer In­dustrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages in dem geringen Rückgang der Arbeitslosenziffcr und dem erneuten Fehlbetrag im Reichshaushalt seinen Ausdruck. Wenn auch die Lage auf fast allen Weltmärkten zu wünschen übrig läßt, wird Deutschland von der Depression doch besonders schwer betroffen. Insbesondere sind seine Pro­duktionsmittelindustrien zu erneu- ten Einschränkungen gezwungen. Die La^e auf dem Kapitalmärkte erfuhr nur eine geringe Entlastung. Auf dem Dorsenmarkt zogen nur die festverzinslichen Werte an. Die Ausfuhr blieb im April mit 88,5 Mill. Mark aktiv. Der Dau- markt erfuhr nur eine ganz geringe Belebung, die hinter den Vorjahren weit zurückbleibt. Auch die Belebung in der Woll- und Scidenindustrie blieb gering. Die Preise sanken weiter.

* Konkurse und Vergleichsverfah­ren Im Mai. Rach Mitteilung des Statisti­schen Reichsamts wurden im Mai 1930 durch den Reichsarueiger 1062 neue Konkurse ohne die wegen Massenmangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 702 eröffnete Ver­gleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechen­den Zahlen für April 1930 stellten sich auf 1006 bzw. 703.

Stillegung des Mansfeldschen Kupferbergbaues. Von der Mansfeld AG. für Bergbau und Hüttenbetrieb wird mitgeteilt, daß die gestern früh bei sämtlichen Gruben und Hütten erschienenen Arbeitswilligen an der Auf­nahme der Arbeit gehindert worden seien. Da unter diesen Umständen ein wirtschaftlicher Wei­terbetrieb der Schächte unmöglich sei, habe sich die Werkleitung im Sinne ihrer Bekanntmachung vom 23. Mai 1930 entschlossen, sämtliche mit dem Kupferbergbou zusammenhängende Betriebe mit sofortiger Wirkung stillzulegen.

* Bing-Werke vormals Gebrüder Ding AG., Nürnberg. In der gestrigen AR.-Sihung wurde die Bilanz für 1929 be­

sprochen, die nach Abschreibungen von 502 849 Mark (im Vorjahre 568 688 Mk.) und unter Verwendung des Vortrages von 215 398 Mk. einen Verlust von 278 657 Mk. aufweist, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Juni. Tendenz: lust­los. Auch heute stagnierte das Geschäft an der Börse fast vollkommen, wozu nicht gerade günstige Wirtschaftsnachrichten und die anhaltende Orderlosigkeit beitrugen und eine wei te re Verschlechterung der Stimmung herbeisührten. Die Kulisse zeigte keine Unternehmungslust. schritt aber an verschie­denen Märkten zu Abgaben, so daß bei schwäche­rer Tendenz eine Abschwächung der Kurse her­beigeführt wurde. Dor allem drückte die Aus­sprache über das Sanierungsprogramm der Re­gierung auf die Tendenz. Alan befürchtet neue Steuern und eine Verzögerung der in Aussicht stehenden Dörsenreform. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich Abschwächungen bis zu 3 Prozent. Erstnotizen kamen nur wenig zustande. Am Elektromarkt eröffneten AEG. knapp gehalten: Licht & Kraft ver­loren 2 Prozent, Gesfürel und Diemens je 1,5 Prozent. Starker angeboten waren Deutsche Lino­leum mit minus 3,5 Prozent. Gut gehalten waren Süddeutsche Zucker. Am Farben- martt war die Ämsatztätigkeit ebenfalls be­scheiden. I.-G.-Farben waren wenig verändert. Von lokalen Aktien gaben Holzmann 1,5 Prozent nach, während Metallgesellschaft auf dem Ni- veau der gestrigen Abendbörse behauptet waren. Stark gedrückt eröffneten noch A.-G. für Ver­kehrswesen mit minus 5,5 Prozent, auf eine Meldung, wonach diesem Unternehmen durch eine Fehlexpansion Verluste erwachsen sein sollen. Von Schiffahrtswerten lagen Hapag 2 Prozent und Norddeutscher Lloyd 1 Prozent abgeschwächt. Dankwerte gaben bis zu 1,25 Prozent nach. Montanwerte tagen vollkommen geschäftslos. Am Rentenmarkt waren Umsätze kaum zu verzeichnen. Deutsche Anleihen lagen etwas niedriger, wäh­rend von Ausländern Mexikaner gebessert waren und leicht anziehen konnten. Auch im Verlaufe

trat keine Geschäftsbelebung ein. Die Stimmung blieb lustlos. Nur in einigen Spitzenwerten konnte sich zeitweise etwas regeres Geschäft entwickeln. Aber dessenungeachtet gaben die Kurse gegen den Anfang erneut um Druchteile eines Prozentes nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Pro­zent wieder leichter. Am Devisenmarkt lagen das Pfund und der Peseta etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,191750, gegen Pfund 20,36, London gegen Kabel 4,8575, gegen Paris 123,90, gegen Mailand 92,72, gegen Madrid 40,07, gegen Schweiz 25,1075, gegen Holland 12,08.

Berliner Börse.

Berlin, 3. Juni. Schon im Dormittagsver­kehr muhte die Stimmung trotz der herrschenden Geschäftslosigkeit, und obwohl noch keine Kurse genannt wurden, als unsicher be­zeichnet werden. Ungünstige Meldungen^aus der Wirtschaft, schwache und unregelmäßige Aus- landbörsen, verbunden mit dem Streit um das Votopfer, ließen eine etwas schwächereEr- Öffnung erwarten. Zu Beginn des offiziellen Derkehrs zeigte es sich dann, daß auf einigen Spezialgebieten doch stärkere Abgabeneigung be­stand: das herauskommende Material stammte in erster Linie aus Dörsenkreisen, in denen der Reichsbankausweis per Ultimo Mai mit einer als normal zu bezeichnenden Anspannung um 572,9 Millionen etwas Verkaufsneigung aus­loste. Maßgebend hierfür war Wohl weniger die Gesamtanspannung, als der vielmehr relativ erhebliche Notenumlauf von 766,7 Millionen, und, damit zusammenhängend, die Verringerung der Deckung um 10,1 bzw. 11,3 v. H. Auch der Han­delskammerbericht für Mai, der die anhaltende Wirtschaftsdepression feststellt, wurde lebhaft dis­kutiert. Demgegenüber mußten anregende Mo­mente, wie z. D. der deutsche Goldkauf in Eng­land, in den Hintergrund treten. Die Abschläge betrugen im allgemeinen 1 bis 2 v. H. Spezial- werte. insbesondere Kaliwerte, verloren 3,5 bis 4,5 v. H. Auch Schultheis lagen 3,88 v. H. ge­drückt. Auf die Meldung von größeren Verlusten muhten A.-G. für Verkehrswesen mit Minus- Minuszeichen notiert werden: der Kurs wurde später 5,90 v. H. unter Vortagsschluh angesetzt. Die größte Einbuße hatten I. Berger (minus 8 v. H.) zu verzeichnen. Bemerkenswert war fer­ner die Schwäche der Schiffahrtswerte und die DMW-Aktien, wenn auch die Abschwächungen nicht über das übliche Maß hinausgingen. Son- derbewegungen nach oben hatten Thüringer Ga­vins 1,5 v. H. und Augsburg-Nüricherger Ma­schinen Plus 3 v. H. Deutsche Anleihen waren leicht nachgebend. Don Ausländern waren Mexi­kaner schwächer. Der Geldmarkt war nach deni Ultimo etwas erleichtert. Tagesgeld 5,25 bis 7,5 v. H., teilweise schon zu 5 v. H.: sonst waren die Sähe unverändert. Rach den ersten Kursen setzten auf einzelnen Marktgebieten kleine Deckun­gen ein, so daß sich die anfangs stärker ab- geschwächten Werte etwas erholen konnten. Die Kursentwicklung blieb jedoch unregelmäßig.

Landesverband-Versammlung der Hessischen Fleisch- und Trichinenbeschauer.

WSN. Friedberg, 2. Juni. Samstag und Sonntag hielt hier der über 400 Mitglieder zählende Landesverband derhessischen Fleisch- und Trichinenbeschauer seine diesjährige Verbandsversammlung ab. Nach einer Dorstandssitzung, die sich mit internen Derbands- sragen beschäftigte, eröffnete Samstagabend im Hotel Trapp der Dorsitzende des Landesverban­des, Dahmer (Offenbach), die Derhandlungen des Derbandstages. Im Geschäftsbericht er­klärte der Dorsitzende u. a., dah an eine Erhöhung der Fleischbeschaugebühren in der gegenwärtigen Sparperiode Hessens nicht zu denken sei, obwohl in den meisten anderen Ländern die Gebühren beträchtlich höher lägen. Ferner wurde der Kassenbericht erstattet und die Beratung einige t Kreisvereinsanträge vorgenommen. Sonntag- Vormittag wurde mit der Beratung sortgesahren. Zunächst sprach Oberveterinärrat Dr. Stein vom Kreisveterinäramt Friedberg über:Nachprü­fung oder Fortbildungskursus?", wobei er sich nachdrücklich gegen die veraltete Methode der Nachprüfungen wandte und sich für deren Ersatz durch Fortbildungskurse einsetzte. In Friedberg habe man im vergangenen Winter damit eine Probe gemacht, die glänzend ausgefallen sei. Nach einem Dortrag des Schriftführers Horst (God­delau) wurde der seitherige Dorstand einstimmig wiedergewählt. Anläßlich des im nächsten Jahre stattsindenden 25. Derbandsjubiläums wurde als Tagungsort für die Landesversammlung 1931 Darmstadt bestimmt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die ftöije der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 o. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

Frankfurt a. M.

Äerlin

Frankfurt a. Dl.

3tr1ln

Schluß«! l«ilhr« hird | flurt

Schluß- Iure

Anfang«

Schluß« Iure

l.ilhr^ fluni

Schluß« furd

Anfang. Kurs

Dalum

2- 6 |

3. 6.

2 6

3. 6

Datum

2. 6

3 6

2 6

3. 6

6% Deunche Reichsamelye von 1927 .........

7% Deutsche RetchSanlethe Von 1929 ..........

88

104,25

58,5 10,6

96,13

57

58,75

99,5

94,75

89

101

97

95,8

1 96,5

26,75

24.25

2,3 5,65

5,75

10,13

8,2

|| | II | | | | | 1 II 1 1 | | | 1 1 1 1 1 8^. 1 1

88,5

104,75

58,5 IC,7

96,25

58,5

101

97

95,5

27,13

3,8

2,4

24,25

22

2,3

6,13

6

10,2

17,3

8,2

| | 5". 1 l 1 1 1 1 1 1 1 1 ES 1 1 1 1 S 1 II 1^1

Hamburg-Amerika Paket . . . '<

Hamburg-Eüdam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine DeutscheEreditanst. 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank . 11

Darmstädter und Nattonalbank 12

Deutsche Bank und

DiSconto-GeseUschaft, ... 10

Dresdner Bank......10

ReichSbanl........18

A.S.G............8

Bergmann.........v

Elektr. Lieserungtgesellschast. io

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume . . . IVi Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 10

Homburger ElekirtzttätS-Werke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

Schlesische Elcktrijität. ... 10

Schlickert L Co. ...... 11

Siemens & Halt!«.....16

Transrabto.....«... 8

Lahmeyer LCo.......10

Buderus........ . 6

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle ...... 8

Gelsenkirchener . ..... 8

Harpener....... . . 0

Hoesch Eisen........6H

nilc Bergbau ....... IC

Klvcknerwerko........'«

Köln-Neucssen........ 7

ManneSmann-Rbhren .... 7

ManSselder Bergbau.....7

Oberichles. Sisenvedars .... 6

Oberschles. Kaliwerke.....7

Bhäntr Bergbau . ..... 6%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rheinstahl...... 6

Riebeck Montan......7,2

nr

115

126,5

151,75

231

141,25

142,25

294

166,25

164

117,5

165

149

170,5

137

126

100

108

98,5

231

118

IÖ5-

109,75

126

150,75

14?

165,75

172

163,5

179

244,75

107

1

110.75 175

110,75

115,5

126 25

175,75

151.75

230,5

141,25 142

294,5

166,75

153 164

119

165

139

166,25 179,75 246,75

169,9

77

99

137,5

125,25

106 5

217,5

100,13

103,5

108,4

72,25

108,13

98,4

231,5

118

108.75

109,4

115,5

126

175

150.75

229,5

140,75

141

168

151,5

164,4

139

165

179

245

76.4

98,75

136,75

125

217,5

100

103,25

107.5

71

108,13

230,25

118

Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mit ffliUlof.-IRechtcn.......

De»gl. ohne Auilos.-Rechte . .

8% He». Bolttstaat von 1920

/rflrfinhlh 1O2°Z.)......

Obcrhessen Provinz - Anleihe mli

Deutlche ftr-rnm. SammelaßL

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank (Solbpfc

XIII unkündbar bis 1934 . .

7% fitaulf. Hyp.-Banl Goldpse unkündbar 6U 1932 .....

4y,% Rheinische Hhp.-Bank Ltqu. Goldpse.........

8%^ Pr. Landedpfandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 17......

8% Pr. Landeilpsandbriesanstalt, Komm.-Obl. R. 20......

7% Pr. Landedplandbriesan statt, Pfandbriefe R. 10......

O.Ö.®. abg. Borkrieg«-Obligatio- neu, rückzahlbar 1982 .....

4% Oesterreichische Goldrente . . 4,20% Ocsterrctchtsche Silbcrrente 4% Oesterrctchtschc Einheitliche

Rente...........

«% Ungarische Soldrente . . . . 4% Ungarische Staat«rente v. 1010 4V4% Mfll. von 1918.....

4% Ungarische fttonenrente . . . 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl

Serie ............

4% Mol. Serie II.......

8% Rumänische veretnh. Rente von 1903 ..........

4%% Rumänische vereinh. Rente von 1018 ..........

4% Rumänische vereinh. Mente

Frankfurt o. 071 1

Berlin

Banknoten.

Schluß» fürs

l»lchr» 1

flurt 1

Schluß« hird

Anfang­flurs

Merlin, 2. ZunI

Geld

Brief

Amerikanische

Roten......

37168

4.188

Belgische Rolon.

9ö,dU

58,54

'.Dalum

2. 6

3. 6

2. 6

3. 6

Dänische Roten .....

111,75

112,19

Englische Roten . . ssranzbststhe Roten . . . .

20,31

20,39

Vereinigte Stahlwerke.....

96,25

96,4

95.75

16.40

16.46

Olavi Minen......16'/,

54

53

Holländische Roten . .

168,06

168,74

Kaliwerke Aschersleben . . . 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

227,5

227,5

223,75

Italienische Roten.....

21,98

22,06

229

228,75

225

Norwegische Roten . . . .

111,68

112,12

Kaliwerke Salzdetfurth ... 16

416

416

411,5

Deutsch-Oesterreich, a 100 Schilling

58,98

59,22

Rumänische Violen . . . .

2,455

2,475

I. G. Farben-Industrie . . . 18

185,7

185

185,13

184 75

Schwedische Noten . . . .

Schmetter Noten.....

12,03

80,97

112,47

81,29

Dynamit Robü.......6

-

Spanische Noten.....

50 86

51.06

Schetdeanstalt........9

152

Tschechoslowakische Noten.

e .

12,405

12.465

Goldschmidt........6

69

68,25

Un«arische Noten . . . .

73,02

73,32

RüigerSwerke........6

68

66,25

67,25

Metallgesellschaft. ...... 8

121,5

121,5

122

120,5

Deoi

enmarfl Berlin Jranffur

a. M.

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10

Eementwcrk Karlstadt. « . . 10

Wovb & Freytag......8

102

100,5

102,25

100,75

2. 3unl

3. Juni

87,5

1 1 I

85,75

L,

Amtliche Rviicrung

Geld | »fiel

Amtliche Geld

Notierung Sries

Amst.-Rott-

168,34

168.68

168.32

168.bG

Schultheis Patzenhofer ... 15

320

316,13

Buen-«AireS

1.587

1,591

1.585

1,589

Brff.-Antw.

58,41

58,53

58,405

58,525

Ostwerke.........18

267,65

266

Christianta.

111.99

112.21

112,01

112,23

Aku...........18

102.5

-

102.5

101,4

Kopenhagen

111,99

112.21

112,02

112,24

Bembcrg.........14

112

110,5

109

Stockholm - HelnngforS.

112.31

112,53

112.44

112,56

Zellstoff Waldbos .... 13'/,

161

160

158

10,538

10,558

10,537

10 557

Zellstofs Aschaffenburg ... 18

-

Italien. - -

21,93

21,97

21.925

21 965

Charlottenburger Wasser ... 8

-

103

103

London. . .

20,34

20,38

20,338

20,378

Dessauer Gas........9

163,75

163

Vlcuhort . -

4.1865

4,1945

4,1875

4,1955

Daimler Motoren......0

38,25

38

Paris....

Schweiz ..

16,41

16,45

16,41

16,45

Deutsche Linoleum......

236,5

235,75

51,75

19,5

233,25

80,98

81,14

81,00

81,16

51,75

Spanten. . Japan .. . «io de Jan.

50,97

2,071

51,07

2.075

51,54

2,070

51,64

2,074

Rat. Automobil.......0

Orenstein & Koppel.....6

84.5

84

0,4945

0,4965

0,494

0,495

Leonhard Tietz ...... 10

160

160,5

159,5

Wien in D-«

324,5

325

Lest, adgcst.

59,065

59,185

59.05

59,17

Prag . . . .

12.415

12,435

12,416

12,436

Frankfurter Maschinen .... 4

Gritzner...... 6

30

36

_

30

35

Belgrad .

Budapest. .

Bulgarien.

7,393

73,15

7,407

73.28

7,390

73,15

7-404

73,29

Hehliaenstaedt.......o

3,035

3,041

3.035

3,041

ZunghanS..........6

40,5

41

Lissabon .

18.80

18,84

18.81

18,87

öechwerke..........8

98

Panztg.

81,36

81,52

81,35

81.51

Matnkraftwerko Höchst a. M.. . 8

88,6

| Konstantin.

1,784

1,789

1,785

5,42

1,789

Rttag...........10

117,5

117,5

| Athen- .

5,42

5,43

5,43

107

--

I Canada .

| Uruguay.

4.183

4,191

4,182

4,190

Botgt & Haessner......9

150

150

7,776

7.784

3 767

3,784

Süddeutsche Zucker .... 10

162

161,25

1

1 Latro . .

1 20,865

20,905

20.865

20,905