Ausgabe 
3.5.1930
 
Einzelbild herunterladen

Wirtschaft.

I -G Karben.

wieder 12 v.h. Dividende und 2 o.f). Jreigabebonus.

In der gestern in Frankfurt a. M.°Höchst abge- haltenev Äufsichtsratssitzung der J.-G- Fardcnindustrie A.-G. wurde der Abschluß für 1 9 29 oorgelegt. Danach soll der auf den 4.Juni d. I. nach Frankfurt a. M. «inzuberufenden General- Versammlung eine Dividende von 12 v. H (wie in den beiden Vorjahren) vorgeschlagen wer­den. Nach 70 099 929 Mk. (im Vorjahr 71 776 52b) Abschreibungen beträgt der Reingewinn 104 597 746 (118 450 169) Mark. Hieraus sollen nach Abzug der Dividende dem Pensions- und Unterstütznngs'konto 5 000 000 Mark zugewiesen werden. Einschließlich des aus dem Vorjahr übernommenen Vortrages von 5 463 375 Mk. werden 5 941 994 Mk. vorgetragen.

Auf Grund des Gesetzes über die Freigabe des deutschen Eigentums in den U.S.A. Hot die J.G. im Jahre 1929 21 063 464 Mark ver- einnahmt. Da dieser Betrag in den Goldmarkbilan­zen vom 1. Januar 1924 der später in die J.G. aufgegangenen Firmen nicht aktiviert war, wird er der G. D. zu einer einmaligen Ausschüttung von 2 d. Sy zur Verfügung gestellt. Dies bedingt, daß die Inhaber der Teilichuldverschreibung von 1928 einen einmaligen Bonus von 1 v. Sy erhalten. Ferner erhalten die mit der I. G. durch Interessen- qemeinschafts. oder Garantieoerträge verbundenen Firmen den nachstehend angegebenen einmaligen Bonus: J.G. Chemie Basel 2 d.Sy, Chemische Werke Lothringen G. m. b. H. 2 v. Sy, 21. Riebeck- sche Montanwerke A.-G. 1,2 v. Sy, Dynamit A.-G, norm. Alfr. Nobel & Co. 1 v. Sy, Deutsche Cellu­loid-Fabrik 1 d. Sy, Rhein.-Westf. Sprengstoff A.-G. 0,8 v. S)., Siegener Dynamit A.-G. 0,8 v. Sy, Gu­stav Genschow & Co. A.-G. 0,8 v. Sy

Das Geschäftsjahr 1930 hat bisher eine im gan­zen befriedigende Entwicklung genom­men.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Die Börse war in der verflossenen Woche ge­kennzeichnet durch das lebhafte Geschäft, das sich am Markte der festverzinslichen Werte entwickelte, zum Wochenschluß aber be­reits wieder fast vollkommen verebbte. Diese Bewegung war die Llrfache für die zunächst herrschende freundliche Stimmung, die Aktienmärkte wurden jedoch nicht mitgezogen, da das anlagesuchende Publikum und auch die Spekulation vielfach Aktien zum Berkaus brachte, um festverzinsliche Werte zu erwerben. Die Llltimoliquidation bereitete, wie man es erwartet hatte, keine besonderen Schwierig­keiten. Die noch bestehenden Terminengagements waren meist nur gering. Außerdem trug die anhaltende Flüssigkeit am Geldmarkt wesentlich zu der leichten Lieberwindung des Llltimo bei. Tagesgeld blieb bis kurz vor dem Zahltag zu 3 bis 4 Proz. stark angeboten. Selbst die Kommunen, die mit ihrer Nachfrage seither den Markt belastet hatten, sollen ver­schiedentlich als Geldgeber am Markte gewesen sein. Auch die Einkommen st euerzah- l u n g e n vermochten den Markt nicht zu ver­knappen. Sofort nach dem Zahltag war Tages- igeld wieder 41/2 Proz. Diese Geldflüssigkeit war also eine Hauptursache der leichten Liquida- tbn, den vielfach erwarteten Anstoß zu einer Belebung der Effektenbörse konnte sie bis jetzt aber noch nicht geben, dies verhinderte das an­haltende Fehlen der zweiten Hand. Das wenig kapitalkräftige Publikum begnügte sich, wie schon erwähnt, damit, sein geringes Anlagebedürfnis am Pfandbriefmarkt zu befriedigen. Das Angebot in 8prozentigen Gold­pfandbriefen ist sehr klein geworden, so daß verschiedene Emissionen den Paristand erreich­ten und sich schließlich auch den 7- und 6proz. Typen erhöhtes Interesse zuwandte. Großes Ge­schäft hatten deutsche Anleihen, nament­lich Ablösungsschuld für Altbesitz, die zeitweise den Kurs von 59 Proz. überschritten, ober auch Aeubesitzanleihe konnte über 1 Proz. anziehen. Aktien lagen unter Schwan­kungen zunächst überwiegend etwas schwächer, zumal die unsicheren Auslandbörsen dem Markte keine Stühe bieten konnten. Zum Wochenschluh setzte sich allgemein eine festere Stimmung durch auf die überraschenden Diskontsen­kungen in England und Frankreich. Auch die Dividendenerhöhung bei Schuckert, die eben­falls unerwartet kam. befriedigte. E l e k tro- werte traten daraufhin etwas mehr in den

Vordergrund und konnten die anfänglichen Kurs­verluste wieder ausgleichen. Schuckert gewan­nen 8 Proz. Montanwerte waren vernach­lässigt und eher schwächer. I.-G.-Farben lagen auf die vorläufig ergebnislosen Stickstosfverhand- lungen zunächst etwas gedrückt, konnten jedoch später auf über 180 Proz. anziehen. Kunst- s e i d e w c r t e waren nur vorübergehend er­holt. Sonst waren einige Sonderbewegungen zu verzeichnen. Mansfelder setzten ihre Ab­wärtsbewegung infolge der neuen Kupferbaisse, der ergebnislosen Tarifverhandlungen und der weiteren Stillegungsanträge um mehrere Prozent fort. Zellstoff Aschaffenburg gaben in Erwartung einer Dividendenreduktion 15 Proz. nach: als dann überraschenderweise die Divi­dende in unveränderter Höhe vorgeschlagen wurde, trat eine Erholung um 10 Proz. ein, von der aber schließlich wieder 3 Proz. verloren­gingen. Merklich höher lagen noch Reichs- bankanteile, ferner H o l z m a n n auf den günstigen Abschluß. Am Markte der Ausland­renten waren Türken gefragt und fester, wäh­rend das Geschäft in deutschen Anleihen wieder aus ein Minimum zurückging.

Wochenbericht

vom Sronffurfcr Schlachtviehmarkt.

Der Frankfurter Schlachtviehmarkt ver­zeichnete in dieser Woche überwiegend Preis- r ü ck g ä n g e, die namentlich auf den teilweise ganz erheblichen Auftrieb zurückzuführen waren. So in erster Linie bei Schweinen, wo der Mehrauftrieb gegen die vergangene Woche über 2000 Stück betrug. Das Geschäft verlief sehr langsam und bei stark rückgängigen Preisen ver­blieb ziemlich Lieberstand. Fettschweine fast unverkäuflich. Auch auf dem Rinder markt war der Auftrieb stärker als in der Borwoche. Das angetriebene Vieh war nur von mittlerer Qualität. Der Markt verkehrte durchweg ruhig, nur gute Färsen waren etwas besser gefragt und konnten daher schneller abgeseht werden. Bei etwas nachgebenden Preisen wurde nahezu ausverkauft. Rach den Versorgungsgebieten Hessen-Rassau, Rheinprovinz und Hessen (ins­besondere Provinz Starkenburg) wurden etwa 43 Prozent des Auftriebs ausgeführt. Kälber wurden bei anfangs ruhigem, später lebhaftem Geschäft geräumt, doch gaben auch hier die Preise nicht unwesentlich nach. Schafe wurden wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1504 Rindern, darunter 357 Ochsen, 90 Bullen. 483 Kühen und 360 Färsen, ferner aus 1299 Kälbern, 127 Scha­fen und 6009 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 446 Rin­der, 115 Kälber, 30 Schafe und 2153 Schweine mehr angetrieben. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 55 bis 59, a2) 51 bis 54. bl) 45 bis 50; Dullen a) 54 bis 56, b) 48 bis 53; Kühe a) 46 bis 50, b) 42 bis 45,

c) 37 bis 41, d) 28 bis 36; Färsen a) 57 bis 60,

b) 54 bis 55, c) 48 bis 52. Kälber b) 80 bis 82,

c) 74 bis 79, d) 65 bis 73. Schafe nicht notiert.

Schweine b) 63 bis 66, c) 65 bis 67, d) 65 bis 67, e) 63 bis 66. 3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche gaben Schweine um 8 Mk., Kälber um 3 Mk. und Rinder von 1 bis 2 Mk. nach.

* P o r tland-Cemen t erke Heidel- berg Mannheim Stuttgart A. G., Heidelberg. Die Gesellschaft teilt mit. daß im Geschäftsjahr 1929 der Absatz zurückgegongen ist infolge des kalten Winters, der allgemeinen Geldknappheit, Zunahme der Auhenseiterfabri- ken und des Rückgangs der behördlichen Bau­vorhaben. Mehrere Fabriken hätten daher im Laufe des Jahres stillgelegen. Auch die Aus­fuhr sei zurückgegangen. Der Bruttogewinn stieg von 8,80 auf 9,50 Mill. Mk., während der Rein­gewinn nach erhöhten Abschreibungen auf 2,68 Mill. Mk. zurückging. Daraus soll wieder eine Dividende von 10 Prozent auf die Stamm- und von 5 Prozent auf die Vorzugsaktien verteilt werden. Lieber das neue Geschäftsjahr lasse sich angesichts der gedrückten Wirtschaftslage und der unsicheren Zustände auf dem Zementmarkt nichts Voraussagen.

Dergarbeiterentlafsungen bei Mannesmann. Die in Dortmund zwischen Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der zum Mannesmann-Konzern gehörenden Zechen ,,Konsolidation" undKönigin Elisabeth"

in Anwesenheit der beteiligten behördlichen Stel­len geführten Verhandlungen über die Kündi­gungsabsichten der betreffenden Zechen ergaben, daß 3000 Bergarbeiter der genannten Zechen bis zum Juli d. 3. in terminmäßigen Fristen zur Entlassung kommen, d. h., daß am 1. und 15. eines jeden Monats jeweils eine gewisse Anzahl Bergarbeiter entlassen wird, bis die Ziffer von 3000 erreicht ist.

* Zellstoff-Fabrik Waldhof A.-G. Mannheim-Waldhof. 3n der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft wurde die Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung per 31. Dezember 1929 vorgelegt. Entsprechend dem Antrag des Vorstandes wurde beschlossen, der Generalversammlung vorzuschlagen, aus einem Gewinn von 8 583 319 (8 283 637) Mark nach Abschreibungen von 3 566 026 (3 543 040) Mark eine Dividende von 12 (13V«) Prozent auf das Stammaktienkapital von 34,35 Mill. (30,15 Mill.) Mark auszuschütten. Generalversammlung am 30. Mai.

* Liebergang des Gothaer Wag- aon-Pakets an Oren st ein L Koppel. Es war in den letzten Wochen wiederholt die Rede davon, daß Verhandlungen über das von Banken kontrollierte Paket von Aktien der Go­thaer Waggonfabrik A.-G. mit der Orenstein & Koppel A.-G. schweben. Wie WTB.-Han- delsdienst von unterrichteter Seite hört, sind diese Verhandlungen jetzt zum Abschluß gekom­men. Das Paket ist in den Besitz von Orenstein & Koppel übergegangen.

* Phönix 21.-©. für Bergbau und Hüttenindustrie. 3n der Generalversamm­lung wurde davon Mitteilung gemacht, daß die drei bekannten Großaktionäre Otto Wolff, Hoogoven und Familie H a n i e l ihr Aktien­paket an die Gruppe Gelsenkirchen-Thyssen ab- gestoßen haben. Die Berwaltung des Phönix beabsichtige in diesem Zusammenhang mit Gel­senkirchen ein engeres Gemeinschaftsverhältnis einzugehen. 3m übrigen könne gesagt werden, daß die Zukunft der Gesellschaft im Gesamtrah­men dieser gemeinsam zu verfolgenden Geschäfts­entwicklung mit großer Zuversicht erwartet wer­den könne. Generaldirektor Fahrenhorst führte aus, daß, wie im Vorjahre, die Erlöse des Kontos Wertpapiere und Beteiligungen die Haupteinnahme der Gesellschaft gebildet haben. Die freiwerdenden Mittel seien zur Steigerung des Wertpapierebesihes verwandt worden. Der Besitz an Aktien des Stahlvereins betrage nun­mehr 24,10 v. H. des Aktienkapitals dieser Ge­sellschaft. Mit van der Zypen kontrolliere der Phönix ungefähr 212 Millionen Mark Aktien des Stahlvereins gleich 26,5 v. H. Bor wenigen Tagen sei durch Vermittlung der DD-Dank mit einem holländischen Bankenkonsortium zu der Aufnahme einer Anleihe von 20 Millionen Gul­den geschritten worden, die mit 6 v. H. verzinslich sei und zum Kurse von 92 v. H. ausgegeben werde. Der Erlös werde der Gesellschaft schon in wenigen Wochen zufliehen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Tendenz uneinheit. lich. Nachdem im heutigen Vormittagsverkehr die Stimmung im Anschluß an die etwas abgeschwächte Haltung der gestrigen Abendbörse weiter eher schwä­cher war, konnte sich zum offiziellen Beginn des Marktes auf einigen Markten eine freundliche Stimmung durchsetzen. Vor allem am Montan­markt war das Geschäft trotz der neuen Arbeiter- entlassunaen bei Mannesmann und Stahlverein recht lebhaft. Die meisten Werte dieses Marktes lagen auf größere rheinländische Käufe bis 2 v. Sy höber. Die Grundtendenz war jedoch sonst eher schwächer, da das Zögern der Reichsbank, den Diskontsatz her­abzusetzen, und die drohende Tariferhöhung bei der Reichsbahn verstimmten. Die Kursentwicklung gegen­über der gestrigen Abendbörse war uneinheitlich, und es ergaben sich meist Rückgänge von 1 bis 3 v. Sy Stark gedrückt eröffneten am Elektro- markt Chadeaktien, die trotz der erhöhten Dividende von 2 v. Sy 3 Mark nachgaben. Siemens und AEG. lagen je 1 d. S). niedriger. Am Chemiemarkt hat das Interesse für Farben merklich nachgelassen; J.-G.- Farben waren zum ersten Kurs 1,13 d. Sy schwä­cher. Bis zu 1 v. Sy niedriger eröffneten noch Schiff- fahrtswerte, Banken und Kunstseideaktien, während für Zellstoffwerte stärkeres Interesse bestand, bei Besserungen bis zu 2 d. Sy Von Bauunternehmun­gen konnten Wayß & Freytag 1 v. Sy anziehen, da­gegen lagen Dyckerhoff und Wydmann nach der letzttägigen Aufwärtsbewegung 1 ü. Sy schwächer. Am Anleihemarkt logen Neubesitz etwas niedriger, während Altbesitz gut gehalten waren. Von auslän­dischen Renten zogen Ungarische Goldrente leicht an. Die übrigen Werte dieses Marktes waren be­

hauptet. Im Verlaufe war das Geschäft still, und btt anfangs etwas gedrückten Werte gaben weiter leicht nach, während Spezialwerte gut behauptet lagen. Interesse bestand lediglich für Reichsbank, die zwei vom Hundert anziehen konnten. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas leichter (4 v. H.). Am Devisenmarkt konnte sich der französische Franken weiter be­festigen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1890, gegen Pfund 20,3620, London gegen Kabel 4,8605, gegen Paris 123,84, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 39,25, gegen Schweiz 25,0750, gegen Holland 12,08.

Berliner Börse.

Berlin, 3. Mai. Eine Reihe ungünstiger Mo­mente hatte schon im Vormittagsoerkehr auf die Stimmung gedrückt, und die Kurse hatten gegen ihren Höchstsatz von gestern abend ein bis zwei v. H. verloren. Vor allem wurde die Spekulation zu Ge­winnmitnahmen und Glattstellungen Veranlaßt, weil die Festigkeit der letzten Tage und die Sonderbe­wegung der favorisierten Papiere ihrer Meinung nach die Provinzkundschaft nicht genügend angeregt hat. Hinzu tarnen der flaue Schluß der gestrigen Neuyorker Börse, die geftrige Haushaltsdebatte im Reichstag, die Tariferhöhungspläne der Reichsbahn, der Abbruch der Brüsseler Konferenz, Meldungen von weiteren Benzolpreiserhöhungen, die Unstim­migkeiten im Kupfertarif und die neuen Arbeiter­entlassungen und Feierschichten bei Mannesmann und Vereinigte Stahlwerke. Während sich die Mehr­zahl der Papiere auf ihren gestrigen Mittagskurs­stand behaupten konnte, verloren einzelne Werte, wie Ilse Bergbau, Chadeaktien, Gesfürel, Karstadt (bei denen der Schwedenoertrag noch nicht abge­schlossen ist), Siemens usw. bis zu 3 v. Sy, doch waren anderseits auch Lorenz plus 7, Aku plus 2,25, Buderus plus 2,60, Sarotti plus 1,5, Nordwolle plus 1,5 d. Sy usw. recht fest. Interesse bestand be­sonders im Verlaufe für Orenstein & Koppel auf die gemeldete Uebernahme der Mehrheit von Gothaer Waggon. Im Gegensatz zu den Aktienmärkten war das Geschäft in festverzinslichen Werten wieder recht lebhaft. Die Stimmung blieb auf die Erwartung einer Diskontermäßigung der Reichsbank zu Be­ginn der nächsten Woche ausgesprochen fest. Alt­besitzanleihe konnten sich um 0,4 d. Sy erholen. Neu­besitz. und Auslandrenten lagen behauptet. Am Geld- markt liegen die Sätze auch heute unverändert. Nach den ersten Kursen war das Geschäft zunächst sehr ruhig, wurde aber später, von Maschinen- und Montanwerten ausgehend (diese hatten auf Bank­käufe 1- bis 2prozentige Gewinne aufzuweisen), all­gemein freundlicher. Auch in Reichsbank, Orenstein & Koppel war das Geschäft lebhaft, nur Kupfer- werte tendierten relativ schwach.

Aus aller Welt.

Der Millionenschah der Bettlerin.

Valencia, 3. Mai. (WTB. Funksoruch.) Eine alte Bettlerin, die hier eine Mansarde be­wohnte, war seit mehreren Tagen nicht mehr ae- sehen worden. Die Nachbarn erstatteten deshalb An­zeige. Als die Polizei die Wohnung öffnete, ergab sich, daß die Bettlerin gestorben war. Gleichzeitig aber machte man die verblüffende Entdeckung, daß sie in ihrer Mansarde Wertpapiere in Höh e von 2 Millionen Peseten, also einen Be­trag von über einer Million Reichsmark versteckt hatte.

Do. X bald betriebsbereit.

Friedrichshafen 2. Mai. (WTB.) Ein Teil der zwölf 600-?8-Curtis-Motoren ist auf der Dor­nier-Werft Altenrhein eingetroffen. Der Rest wird in Kürze folgen, so daß nach Einmontierung der Motoren Anfang Juni mit dem Beginn der Probeflüge gerechnet werden kann. Nach den Probeflügen im Bodenseegebiet werden Besuchsflüge nach der Schweiz und innerhalb Deutschlands, an­schließend Flüge ins Mittelmeergebiet unternommen werden. Je nach den Wetterverhaltnissen findet dann in diesem Jahre noch der Transozeanflug statt, der in Etappen über die Azoren und die Bermudas nach Neuyork führen wird. Die FlugschiffeDo. XII" und Do. XIII", die von einer italienischen Luftverkehrs­gesellschaft in Auftrag gegeben wurden, sind bis auf den Einbau der Motoren fertiggestellt. Die beiden Flugschiffe sollen noch in diesem Jahre in Betrieb genommen werden. /

Einfuhrverbot für Papageien in England.

Das englisch« Wohlfahrtsministerium hat eine Verfügung erlassen, in der unter Hinweis auf die während der letzten zwei Monate in England und Wales vorgekommenen zahlreichen Fälle von Papageienkrankheit die Einfuhr von Papageien und anderer verwandter Vögel nach England vom 20. Mai an verbo­ten wird.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Neichsbankdiskont 5 d. Sy, Lombardzinsfuß 6 o. Sy

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kure

1-Uhr- Kurs

Schluß-s kur» ,

Anfang- Kurv

Datum

2.

3- 5.

2. 5

3 5.

6% Deutsche Reichsanleihe von 1927

7% Deutsche ReichSanleihe

, 87,5

87,8

-

von 1929

102,25

102,6

Deutsche SInl.-Ablöl.-Schuld mit

Auslos.-Rechten

58,4

58,5

58,8

DeSgl. ohne AuSlos..Rechte . 6% Hess. Aolksslaal von 1929

U,2

11,13

11,3

11,3

trückzahlb. 102%)

Obcrhessen Provinz Anleihe ml!

94,9

94,75

-

Auslos.-Rechten

Deutsche Komm. Sammelabl.

55

-

-

Anleihe Serie 1

8% Franks Hvp.-Bank Goldpfe.

56,9

56,75

XIII unkündbar dir 1934 7% Franks Hyp.-Bank Goldpfe

99,75

-

unkündbar bi- 1938

444% Rheinische Hhp^BanI iiiqu. Goldpfe.

94

-

86,425

-

-

-

8% Pr. LandesvlandbriefanNall,

Psandbriese R. 17

100

I00

_

8% Pr Lande-pfandbrielansialt,

Komm^Obl. R. 16

95,5

_

95,5

7% Pr. Lande-Vsandbrtesanstalt,

Pfandbriefe R. 10

tl.tt.lfc. abg. Bortriegtz-Obligatio-

93,25

-

92,75

uen. rückzahlbar 1932

94

-

4% OeNerrrtchUche (Soldrenle . . 4,20% Oesterreichtsche Silberrente

27

26,8

4,3

4% Oesterreichtsche Einheitliche Rente

4% Ungarische Goldrente

2.5

26

2,5

24,7

2,5

4% Ungarische StaalSrente v. 1910

20,75

21

21,25

V/i% de«gl. von 1918

4% Ungarische Kronenrenle

2,4

2,4

2.45

4% Türkische ZoUanieihe von 1911 4% Türkische Bagdadbabn-Anl

7,13

7,1

Serie 1

7,25

7.15

7.25

4% deigl Serie II . . . .

5% Rumttnilch, vereinh. Rente

7.25

7,15

7,2

von 1903

441% Rumänische vereinh. Rente

,0,05

-

10,13

von 1913 ... .....

16,9

16,8

4% Rumänische vereinh. Rente .

8,175

8,1

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß«! furd |

1-llhr- Sliird

Schluß- kurv

Anfang- Kur«!

Dalum

2 5 ..

3 5

2. 5

3. 5

Hamburg-Amerika Patel . .

7

113,75

113,5

>13,13

113

Hamburg-Südam. Dampfschiff

3

171,25

Hansa Dampsschisf

10

-

161

160

Norddeutscher Lloyd ...

8

113,65

113,5

113,25

113

Allgemeine DeutscheEreditanll.

10

115,75

115,5

115,75

Barmer Bankverein .

10

12/

127

26,75

126,75

Berliner Handelsgesellschaft

12

177

176,25

176

Commerz, und Privat-Bank .

11

152

151,5

152

151,75

Darmstädter und Nationalbant

12

229,25

228,5

229

Deutsche Bank und

Disconto-GeseUschaft, . . .

10

143,5

143

143

Dresdner Bank......

10

145

144,75

144,75

44,75

Reichsbank ......

1 f.

297,75

298,25

297

297,5

A.E.G..........

. 8

172

171

72

170,75

Bergmann........

. 9

Elektr. Lieserungsgesellschaft

10

160

Licht und Krasl

10

171

Felten & Guilleaume

126,75

126,75

126,5

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

10

171,5

171,13

168,6

Hamburger Elektrizitäts-Werke Rheinische Elektrizität . . .

10

138,65

138,5

. 9

148,5

-

148,5

Schlesische Elektrizität. . . .

10

_

-

Schuckert & Go. . .....

11

194,75

194

194,5

193,4

Siemens & Halske . .

16

248

247

248.5

246,75

Transrabto ........

. 8

129.5

128,25

Ladmever L Co.. .....

10

171

171

Buderus . . ......

. 6

70,5

71,6

72,75

Deutsche Erdöl ......

. 6

103,6

103,75

103,25

Gelsenkirchener ......

. 8

139

I40

139

138,25

. 0

125,75

125,25

Hoesch Eisen ......

6*/i

109

109

gile Bergbau.......

10

225

klocknerwerke - .....

. 7

102

-

101,75

100,5

. 7

106,75

106,5

Mannesmann-Röhreu ...

. 7

107

106,5

106,4

Mansfelder Bergbau ....

Oberschles. Eisenbebars . . .

. 7

77,75

77,5

76,6

. 6

Lberschlej. KokSwerke ...

. 7

110,13

109,9

Phvnir Bergbau ...

Rheinische Braunkohle» . .

6%

104,5

104,9

105,25

10

-

226,25

Khetnstahl . ......

Riebeck Moni« ......

. 6

117,6

117,5

117,25

117

V

109,75

109,25

Datum

Kereintflte Stahlwerke . . . .

Olavi Minen .... 16'/, Kaliwerke Aschersleben ... io Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaltwerte SaUdetfurtb ... 15

N. G. Farben.JnvUstrie . . . 12 Dynamit Nabel ....... 6 Scheideanstalt........ 9

Goldschmidt ...... ..5 Rütgeröwcrke ........ 6 Melallgelellschaft. ...... 8

Philipp Hohmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10 Cemenlwerk Karlstadt. ... 10 Wavb & freytag .....8

Schultheis Patzenhofer ... 15 Ostwerte.........12

llku ..........18

Bemberg.........14

Zclistvss Waldhof .... 13'/, LeNsloli Aschaffenburg . . . 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer Gas........9

Daimler Motoren . ..... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.-G. .... 0 Not. Automobil ...... 0 Orenstein & Koppel .... 6 Leonhard Lieh . 10 Sven-ko .......

frankfurter Maichme» .... 4 Gritzner . ...... 6

Heyliaenstaedl ....... 0 Kunghan» ....... 6

Lechwerte..........8

Matnkraftwerke Höchst a. M.. . s Miag 10

Debr. Roeder ....... io Boigt L Haefsner«. 9 Süddeutsche Zucker . . . 10

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

1-Uhr- Kurv

Schluß­kurs

Anfang- Kurs

2- 5

3 5

2 5

3 5

97

98,5

96.75

96.9

50,25

50,5

50,25

230

230

235

235,25

400

400,25

400,5

186

184,9

185,5

185

88

88

152

-

71

71,25

71

70,75

70.5

71,25

70,5

110,5

HO

109,75

111,75

111,5

135

135,5

143,5

92

93

91

-

305,5

303,75

258,5

--

259,5

116

115

113

115,25

14/

142,5

142,25

186

184,5

185,5

144,75

146.5

142,5

105,5

104,9

170

>68,5

42,13

41,4

41,25

247

247,5

52

52

19

19

81,25

82,5

150.)

150.2,

-

-

348,5

347

35

35,6

38

38 <4

M

44

43,75

105,7

94

*

133

*

132,5

132,5

03,5

*

189

190

-*

160,5

160,75

160

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin, 2. Mal

Ä-it.

Aries

Amerikanische Noten .....

TiTö

4,186

58.19

111,70

58,43

112,14

Dänische Noten .

Englische Noten........

20,30

20,38

Französische Noten ......

Holländische Noten......

16,405

16,465

168,06

168,74

Italienische Noten ......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr, i 100 Kronen

21,95

22.03

111,68

112,12

58,88

59,12

Rumänische Noten......

2,46

2,48

112,57

81,29

«Lchwedische Noten ......

112,13

00,97

Schweizer Noten.......

Svanlsüre Noten..... .

51,80

12,37

52,00

12,43

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten

72,95

'3,25

2. Mai

3. Mai

Amtliche Notierung

Amtliche Jlollcrunq

Geld

Brief

Geld

Brie,

Amft.-Rott.

168,45

168,75

168,38

68,72

Bucn.-AtreS

1,595

1,599

1,608

1,612

Brss.-Antw.

58,37

58,49

58,37

58.49

Chrtstiania.

111.99»

112,21

111,98

112,20

Kopenhagen

112,01

112,23

111,99

112,21

Stockholm .

112,43

112,65

112,39

112,61

HelsingforS.

10,534

10,554

'0,534

21,935

10 555

Italien. . .

21,92

21,96

21,975

London. . .

20,34

20,38

20,342

20,382

Neuyork -» Paris....

4,1845

4,1925

4,1845

4,1925

16,415

16,455

16,415

16,455

Schwei» . .

81,12

81,28

81,150

81,275

Spanien . .

51,87

51.97

51,92

52,02

Japan - - . Mo de Jan.

2,068

2,072

2,068

2,072

0,498

0,500

0,198

0,500

Wien in D-> Oest. abgest.

58,99

59,11

59,025

59,145

Prag . .

<2,398

12,418

12,399

12,419

Bel'rad . .

7,408

7,422

7.408

7,422

Budapest. .

73,155

73,195

73,17

73,31

Buloarieu.

3,036

3,042

3,036

3,042

Lissabon .

18,79

18,83

18,78

18,82

Danzig. . . Konst mtm.

81,36

81,52

81,36

81,52

1,785

1,789

1,784

1,788

Athen. . .

5,435

5,445

5,435

5,445

Canada

4,178

4.186

4.177

4,185

Uruguay. .

3,846

3,854

3,846

3,854

Cairo . . .

20-86

20,90

20,86

20,90