Amateure, bet kürzlich im Londoner Camera- Club zufammentrat, zeigte einen stattlichen Besuch. und es wurde dabei mitgeteilt, das; cs gegenwärtig in ®nglanb weit über 10 000 Amateure gibt, die sich mit der Kinomatographie beschäftigen, das mehr als 50 Amateurfilmgesellschaften und jede größere Stadt einen solchen Verein besitzt, London sogar über ein Dutzend. Eine der Hauptaufgaben des Kongresses bestand darin, eine Zentralstelle zu errichten, mit deren Hilfe die Amateure aus allen Teilen Groß-Britanniens ihre Filme austauschen und sich ein abwechslungsreiches Programm für ihre Heimkinos verschaffen können. Von Liebhabern sind schon einige sehr hervorragende Filmwerkc geschaffen worden. Eins, das unter dem ironischen Titel „Das Vergnügen der Völker" Kriegsszenen darstellt, wurde von zwei begeisterten Film- freunden in einem gewöhnlichen Zimmer, das als Atelier diente, mit zwei kleinen Bogenlampen hergestellt. Obgleich Massenszenen vorgetäuscht werden, erscheinen doch tatsächlich nur neun Schauspieler in dem Film, und alle die grausigen und großartigen Kriegsszenen waren auf einem Tisch aufgebaut worden. Die Tanks waren Pappmodelle von 6 Zoll Höhe, die Scheinwerfer Streifen hellen Papiers usw. Es gehört eine ungewöhnliche Geschicklichkeit dazu, mit so winzigen Mitteln packende Wirkungen zu erzielen, und besonders schwierig war dabei die Lichtführung. Eine Gruppe von Filmfreunden in Rorb-Wales drehte einen verschiedentlich auch in öffentlichen Kinos aufgeführten Film, in einem Raum hinter dem Kino, das sich auf dem Deich von Llandudno befindet, und als Lichtquellen wurden die Lichter benutzt, die dazu bienten, die Mole zu beleuchten. Wenn die Filmhersteller das Licht benutzten, dann war die Hafenanlage in Dunkel getaucht; sie konnten daher nur in den Abendstunden arbeiten, und doch kam ein recht eindrucksvoller Film zustande.
Die unternehmungslustigste Schar von Ama- teurkmomatographen ist in London unter dem Rainen der Apex-Filmfabrik zusammengeschlossen. Es sind elf leidenschaftliche Freunde des Films, die außer ihren eigentlichen Berufen sich auch noch auf diesem Gebiet betätigen und den ersten Amateur-Grohfilm hergestellt haben, ein Drama mit vielen Akten, das P/e Stunden dauert. Sie sind auch Bahnbrecher in der Einführung des Sprechfilms geworden, haben sich ihre eignen Sprechfilmapparate hergestellt, und ihr Grohfilm „Schatten von Limehouse" enthält an den dramatischsten Stellen Dialogszeneir. Die Herstellung dieses Films erforderte sieben Monate und kostete nicht mehr als 400 Mark. Scotland QJarb, die Polizeibehörde von London, gewährte alle möglichen Erleichterungen und gestattete die Aufnahmen in dem Verbrecherviertel. Zuschauer erlebten eine aufregende Szene, als der Kampf zwischen dem Helden und dem Schurken auf dem Dach eines Hotels ausgefochten wurde. Schließlich flog des Schurken Körper zur Erde hernieder, erwies sich aber glücklicherweise als eine mit Zeitungspapier ausgestopfte Puppe. Ein Londoner Krankenhaus gewährte den Liebhabern des Films die Möglichkeit, eine Operation aufzunehmen, die in dem Operationssaal des Krankenhauses dargestellt wurde, wobei Aerzte und Schwestern mitwirkten. Riemals vorher hat ein englisches Krankenhaus einer Filmgesellschaft ein so großes Entgegenkommen bewiesen. Diese Liebhaberfilme werden auch zu praktischen Zwecken in Anspruch genommen. So hat z. D. eine Gesellschaft für häusliche Hygiene von Liebhabern einen Propagandafilm Herstellen lassen, und Amateure waren es auch, die für die „Orthopädische Gesellschaft" den Film „Stehe auf und wandle" schufen, in dem die neuesten Maßnahmen zur Verhütung von Verkrüppelung und zur Heilung von Krüppeln vorgeführt werden.
Wirtschaft.
Oie Wirtschaftslage im März.
Rach den Berichten der preußischen Industrie« und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages hat sich die Wirtschaftslage imMonatMärz noch nicht gebessert. Saisonmähige Ansätze dazu zeigten sich zwar, doch drückte die ungeklärte innerpolitische Lage noch zu sehr auf den Geschäftsgang und verhinderte auch eine wesentliche Besserung der Börsenlage. Auf dem Pfandbriefmarkt trat eine geringe Belebung ein. Don den einzelnen Industriezweigen hatten die chemische und die Kali-Industrie befriedigenden Absatz. Die Großhandelspreise zeigten eine sinkende Tendenz und wirkten sich schon etwas auf die Indexziffern der Lebenshaltung aus. Der Geldmarkt war ziemlich flüssig, dagegen zeigte der Kapitalmarkt trotz weiterer Herabsetzung des Diskontsatzes der Reichsbank noch keine wesentliche Erleichterung. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat den Tiefstand überwunden. Die Handelsbilanz war im Februar aktiv.
^Konkurse und Vergleichsverfahren i m M ä r z. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im März durch den Reichsanzeiger 1142 neue Konkurse (ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung) unb 692 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. (Fe- bruar 1103 bzw. 576).
* Der Aktieninbex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete 2Iftieninbc$ (1924 26 = 100) • stellt sich für die Woche vom 24. bis 29. März auf 120,2 gegenüber 118,3 in der Vorwoche, und zwar i. in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf • 120,2 (117,9), Gruppe verarbeitende Industrie auf
* 108,4 (106,5) und Gruppe Handel und Verkehr auf , 140,5 (138,4).
* Der Privatdiskont. Der Privatbis- kont wurde gestern für beide Sichten um je Vs Prozent auf 43/t Prozent ermäßigt.
D i e Abfindung der Aktionäre der F a v a g. Auf Grund des zwischen der Frankfurter Allgemeinen Dersichcrungs-A.-G. unb ben Mitgliedern ihres Aufsichtsrates abgeschlossenen Vergleiches sollen nunmehr die Aktien der Gesellschaft zum Preise von 60 Mk. netto die Aktie angekauft werden. Die Aktionäre werden aufgefordert, ihre Aktien mit laufenden Gewinnanteilscheinen bis 30. Juni 1930 gegen Zahlung des Kaufpreises einzureichen, wobei den Aktien jeweils die Erklärung beigefügt fein muh, daß
der betreffende Aktionär auf alle ihm etwa gegen die derzeitigen oder früheren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft zustehenden Regreßansprüche Verzicht leistet. Börsenumsah- fteuer hat der einreichende Aktionär nicht zu zahlen.
* Absatzsteigerung bei Opel, Rüsselsheim. Anläßlich einer Besichtigung der Werksanlagen der Opelwerke in Rüsselsheim durch die Presse wurden von der Verwaltung die Pro- duktions- und Absatzziffern mitgeteilt, die für das erste Vierteljahr 1930 gelten und gegen die gleiche Zeit des Vorjahres nicht unerhebliche Steigerungen aufweisen. Die Ablieferung der Händler an die Kunden belief sich im ersten Vierteljahr auf 5714 Wagen, gegen 3512 im gleichen Zeitraum 1929. Der Versand der Fabrik an die Händler erhöhte sich im ersten Vierteljahr 1930 von 7508 auf 8533 Wagen. Die Produktion stieg in der angegebenen Zeit auf 8919 Wagen gegen 8456 in der gleichen Vorjahrszeit. Gegenwärtig werden in den Opelwerken täglich 200 Automobile und 700 Fahrräder hergestellt. Die Belegschaft beträgt zur Zeit 8200 Arbeiter und 1400 Angestellte.
* Ungarifdje Aufträge für die Wahh & Fr ehkag A.-G. Wie dem W.T. B.-Hanbelsbienst mitgeteilt wirb, hat bie ungarische Tochtergesellschaft ber Wayh & Frehtag A.-G. Frankfurt am Main in Bubapest von ber ungarischen Regierung einen großen Strahenbauaustrag auf Herstellung von Betonstraßen im Werte von 2 Millionen Peng5 erhalten. Ferner hat bie Gesellschaft ben Reubau eines neunstöckigen Hochhauses in Eisenbeton im Zentrum von Bubapest im Werte von 1,8 Millionen Pengö in Angriff genommen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 2. April. Tenbenz fest. Im Anschluß an bie feste gestrige Abenbbörse war auch im heutigen Vormittagsverkehr eine weitgehenbe Freunblichkeit zu erkennen. Zu Beginn bes offiziellen Marktes gewann bie Zuversicht auch hinsichtlich bes neuen Kabinetts weiter an Buben, unb ber Kreis ber Spezialaktien konnte sich erheblich vergrößern. Aufträge waren in größerem Ausmaße eingetroffen, so baß bie Spekulation keine Bebenken mehr zeigte, zu Deckungen zu schreiten. Auch Meinungskäufe würben von ihr vorgenommen. Die sehr feste gestrige Reuyorker Börse unb bas Fortschreiten ber internationalen Gelbmarkterleichterung gaben ber Börse eine kräftige Stühe, unb auf fast allen Marktgebieten
war bas Geschäft sehr lebhaft. Hinzu kamen noch Wirtschaftsnachrichten, bie zwar immer noch nicht von Klagen ablaffen, aber troh- bem wirb auch hier von verschiebenen Seiten eine Besserung ber Zukunft vorausgesehen. Am Kunstseibemarkt war wohl eine Beruhigung im Zusammenhang mit bem Rachlassen bes Angebotes zu verzeichnen, aber in erster Linie half bie Besserung ber Allgemeintenbenz über bie Ain- stimmigkeiten an biefem Markte hinweg. Demberg 1 Proz. fester, Aku gut behorchtet. Im Vorber- grunbe ftanben Elektrowerte, von benen Siemens plus 5 Proz. unb Chabeaktien mit plus4Mk. führenb waren. AEG., Licht L Kraft, Gesürelunb Schuckert gewannen bis zu 3 Prozent. Interesse beftanb noch für Chemieaktien, bie unter Führung von I. G. Farben bis zu 3Prozerrt höher eröffneten, unb für Conti Gummi, bie auf höhere Divibenbenaussichten 5 Prozent anzogen. Von Warenhausaktien waren Karstabt 4 Prozent fester. Bei regerer Rachfrage gewannen am Kalimarkt Aschersleben 4 Prozent unb Westeregeln 3 Prozent. Auch bem in letzter Zeit stärker vernachlässigten Montanmarkt wandte sich stärkeres Interesse zu, bei Erhöhungen bis zu 1,5 Prozent. Banken lagen bis zu 2 Prozent fester. Zellstoffwerte bis zu 1,5 Prozent gebessert. Von Autowerten waren Daimler auf Ge- winnsicherungen etwas angeboten unb leicht gebrückt. Stärker hervortreten konnten noch von Bauuntemehmungen Wayh 8- Frehtag, bei einem erneuten Gewinn von 2,5 Prozent. Renten hatten geringeres Geschäft. Im Verlaufe war bas Geschäft stiller geworben, ba neue Aufträge nicht hereingekommen waren. Die Kulisse schritt an einigen Märkten zu Gewinnmitnahmen, unb bie Kursgestaltung war gegen Anfang nicht ganz einheitlich. Die Abbröckelungen blieben sehr gering. Auf ber anderen Seite konnten jedoch verschiedene Papiere weiter geringfügig an- ziehen. Am Geldmarkt war Tagesgelb mit 5,5 Prozent leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1880, gegen Pfunb 20,382, gegen Paris 124,23, Conbon gegen Kabel 4,8655, gegen Mailanb 92,85, gegen Mabrib 38,9550, gegen Hollanb 12,1175.
Berliner Börse.
Berlin, 2. April. Schon im heutigen Vormittagsverkehr konnte man eine festere Grunbstimmung erkennen, ohne baß nennenswerte Momente aus ber Wirtschaft als Grunb hierfür Vorgelegen hätten. Allerbings schloß bas Auslanb fest, unb auch an ber gestrigen Frankfurter Abenbbörse waren mehrprozentige Erhöhungen eingetreten; eine Besserung ber Wirtschaftslage war aber aus bem Han- belskammerbericht für März noch nicht zu erkennen, bie Konkursziffern im März hatten sich sogar noch etwas erhöht. Immer noch bleibt bie Politik im Vorbergrunbe ber Betrachtungen, bie Börse glaubt eben an bas Kabinett Brüning unb erwartet eine balbige Klärung ber Situation. Zu Beginn ber Börse wirkte sich biese zuversichtlichere Stimmung in mehrprozentigen Gewinnen aus, zumal für einige Spezial- werte auch in- unb auslänbifche Kauforbers Vorgelegen hatten. Das Geschäft war aber verhältnismäßig ruhig; von einer stürmischen Hausse konnte trotz ber teilweise erheblichen Kurssteigerungen nicht bie Rebe sein. Conti Gummi gewannen auf ben guten Abschluß unb bie 2prozentige Divibenbenerhöhung 5 Proz. Am Elektromarkt regte Schweizer Interesse an, unb auch hier gingen bie Gewinne bis zu 5 Proz. Chabeaktien waren 6 Mark höher. I.-G.-Farben zogen um 4 Proz. an; man wollte plötzlich von einer 12prozentigen Rettobivibenbe wissen. Spritwerte tagen weiter fest unb bis 5,5 Proz. höher. Auch Montanwerte hatten heute erstmalig wieher etwas größeres Geschäft. Deutsche Anleihen freunblich. Auslänber uneinheitlich. Der Pfanb- briefmarft war wenig verändert. Auch bieGelb- sähe hatten noch keine Erleichterung erfahren. Der Alltimoausweis ber Reichsbank lieh eigentlich rein zahlenmäßig bie angeblich leichte lleber- toinbung bes Quartals nicht erkennen. Die Ge- famtanfbannung wirb mit etwa 7 Millionen aufgewiesen, unb bie Deckung hat sich auf 51,9 resp. 60 verschlechtert. Allerbings sinb bie jetzigen Grunbziffem wesentlich besser, als bie bes Iahresultimos unb biejenigen bes entsprechenden Ausweises für bas Vorjahr. Im Verlaufe wurde das Geschäft an einigen Märkten lebhafter, und es setzten sich unter Schwankungen weitere Steigerungen durch. Werte wie Siemens, Aku, Schubert & Salzer, RWE., Ostwerke unb Berger zogen um 2 Proz. gegen ben Anfang an. Auch Reu- besihanleihe lagen lebhafter unb erreichten im Verlaufe einen Kurs von 10,05 Prozent. Später lieh bas Geschäft allgemein toieber etwas nach
unb es kam, besonbers am Montanmarkt, zu kleinen Kursabbröckelungen.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 2. April. Tenbenz: ftei- genb. — Am heutigen Prubuktenmarkt macht« sich feit längerer Zeit erstmalig toieber eine regere Geschäftstätigkeit geltenb. Anlaß boten hierzu in erster Linie bie höheren Auslanb- notierungen unb bas sehr gering geworbene In- lanbangebot. Die Händler zeigten demgemäß größeres Interesse und nahmen Eindeckungen vor, doch hält die Landwirtschaft in Erwartung einet weiteren Preissteigerung mit Ware zurück. Lebhafter gehandelt wurden vor allem Roggen unb Weizen. Auch am Mehlmarkt ergaben sich im Zusammenhang damit Besserungen. Cs wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Rassaul Hektolitergewicht von 78 Kg., gesund unb trocken, 280 Gelb, 285 Brief; Roggen, Hektoliter gewicht von 72 Kg., gesunb unb trocken, 185 Gelb: Sommergerste für Brauzwecke 180 Gelb, 190 Brief; Hafer, inlänbischer, 172,50 Gelb, 175 Brief; Weizenmehl, sübbeutsches, Spezial 0, 40,75 bis 41,50; Roggenmehl 26,50 bis 27,50; Weizenkleie 8,50 bis 8,75; Roggenkleie 9,25 bis 9,50.
Amtsgericht Gießen.
• Gießen, 28. März. Einem Former von hier war wegen Alnteroermietung eines Zimmers bie Mietunterstützung entzogen worben. Er erschien auf bem Wohlfahrtsamt unb beanspruchte unter Vorlegung angeblicher Belege solche noch weiterhin. Der bienfttuenbe Beamte lehnte aber pflichtgemäß bas Ansinnen ab. Zwischen beiben kam es zu Auseinanbersehungen; ber Angeklagte berief sich auf seine verzweifelte Lage, in bie er ohne bie Unterstützung komme. Er will aber von bem Beamten, ber zubem noch ehrverletzenbe Aeuhe- rungen ihm gegenüber getan habe, gar nicht angehört worben sein. Der Beamte stellte untet Eib bies in Abrebe. Die weitere Beweisaufnahme ergab, bah ber in großer Erregung be- finbliche Angeklagte biefem währenb ber Aus- einanbersehung durch das Schalterfenster einen heftigen Schlag ins Gesicht versetzte. Den Dienstraum verließ ber Angeklagte erst, nachbem et von zustänbiger Seite wiederholt hierzu vergeblich aufgefordert unb mit ber Polizei ihm ge- broht worben war. Das Gericht war überzeugt, bah sich bie Auseinanbersehung so abgespielt hat, wie ber Beamte als Zeuge versichert, weist aber bie Möglichkeit nicht von ber Hanb, bah von bem Angeklagten bie Aeuherungen bes Beamten so aufgefaht worben seien, als ob biefet keinerlei Verstänbnis für feine verzweifelte Lag- Habe. Diese Möglichkeit, also bie hierdurch hervorgerufene Erregung, konnte aber nur straf- milbernb wirken unb vermochte ben Angeklagten nicht vor einer Gefängnisstrafe wegen Körperverletzung bzw. tätlicher Beamtenbeleibigung unb Hausfriedensbruchs zu bewahren. Eine Freiheitsstrafe war angebracht, ba ben hier in Betracht tommenben Beamten in ihrem schweren Berufe vor berartigen sich häufenben brutalen Angriffen ein wirksamer Schutz zuteil werben muß. Der Angeklagte erhielt eine achttäg i g e Gefängnisstrafe.
Pfanbverleiher unb Tröbler haben bei Ausübung ihres Gewerbes bestimmten gesetzlichen Anorbnungen nachzukommen, beren Befolgung von Zeit zu Zeit polizeilich nachgeprüft wird. Bei einer derartigen Revision stellte sich heraus, bah ber Angeklagte statt bes Ramens bes Käufers eines Damenfuchspelzes, ben er genau kannte, einen falschen Rainen in bas Tröblerbuch eingetragen hat. Es war nicht bas erste Mal, baß ber Angeklagte gegen bie einschlägigen Vorschriften verstoßen hat. Eine © e I b ft r a f e von 4 0 Mark war beshalb angemessen.
Kunst und Wissenschaft.
werke holzamers für hessische Bibliotheken.
Wie aus 2) a r m ft a b t gemeldet wirb, hat sich bie hessische Regierung entschlossen, um den zu Unrecht vergessenen hessischen Dichter Wilhelm H o l z - a m e r dem deutschen Lesepublikum wieder näherzubringen, eine Reihe von Werken Holzamers zu erwerben und sie im Laufe des Jahres den Volks- unb Arbeiterbibliotheken zu übermitteln.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische Gemeinden.
Donnerstag, den 3. April.
Gießen. 17.30 Uhr: Beichte.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o.H.
Frankfurt a. Dl. |
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Frankfurt o. Dl.
Berlin
Frankfurt a. Dl. |
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Datum
1 4.
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Datum
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2. 4.
6% Deutsche Reichsanlethe von 1927 .........
7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 .........
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auelos. Rechten.......
Desgl. ohne Auslos^Rechte . . .
8% Hess. Bolksstaat von 1929 «rückzahlb. 102%)......
Lberhessen Provinz - Anleihe mfl Auslos.-Rechten.......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie l.......
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe XIII unkündbar bis 1931 . 7% Franks. Hyp^Bank Aoldpse unkündbar bis 1932 .....
4‘/*% Rheinische Hnp -Bank
2iqu. Aoldpse.........
87
98,75
55
9,75
92,5
53,5
97,5
88,75
84,4
97
94,5
89
94
29,25
2,675
26 22,25
2,65
7
7
7
10,15
16,4
8,2
10
87
99
55
9,7
92
53,5
97
94,5
89
29
4,5
2,5
26,1
22,75
2,65
7,25
7,4 7,25
10,25
16,5
8,35
wro ^ro
II 1 tn 1 | 1 uuia 1 cn io 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 1 1 ।
oamvurg-Amenka Paket ... 7
Hamburg-Südam. Dampfschiff 8
Hansa Dainpsschifs.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgemeine Deutsche Credttcmst. 10
Barmer Bankverein ... 10
Berliner Handelsgesellschaft . 12
Commerz und Privat-Bank . 11
Darmstädter und National-ank 12 Deutsche Bank und
Tisconto-Gesellschaft, ... 10
Dresdner Bank......10
Retchsbank........12
Bergmann.........9
Elektr. LieserungSgesellschafi 10
Licht und Kraft......10
Felten & Guilleaume . . 7% Geseilschast für Elektrische
Unternehmungen .10
Hamburger Elektrizitäts-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert L Co. ...... 11 Siemens & Halske . • . • • 16 Transradto ......... 8
Labmever & (So.......10
Buderus ....... o
Deutsche Erdöl ....... 6
Essener Steinkohle . ..... 8
Gelsenkirchener ....... 8
Harpcner. . ........ 0 Hoesch Eisen. ....... 6*/? I'se Bergbau ....... 10
Köla-Neuessen........ 7
Mannestnann-Röhreu .... 7
Mansselder Bergbau . .... 7
Oberschles. Eisenbevarf .... 5
Oberschlej. Kokswerke..... 7
Phönix Bergbau. . .... 6%
Rheinische Braunkohles . . 10 Rheinstahl ......... 6
Rtebeck Montau ...... 7,2
111.75
105,5
117.75
134
172
160,5
238
152
153.75
288
170
171,5
177
131
183,5
196
259
171
81,75
142
131
106,5
108,5
108,25
103
236
112,5
107
135
161
240
154,5
172.5
178.5
186
2
198.5
264
82.13
106,5
107,5
110
120,75
111,25
105,65 118.25
133,5
172
160,4 237
151
153,5
287
169
146,5 170,25 175,13
182,65 137.25
170
193,9 256,75
170
81,5
104 ,,5
• 142
131,5 111,75
250 106 109,25
108,5
108 73-5
107,13
235
119
111,75
106,75
135 172 25
161
239
151,75
154 5 290
172 208,5 173,75 178,75
132,9
184,75
138
149 171,5 197.75 261,75
171,5
82
55 144.*5 144,75
131,5
113
107,25 110,5 109,9
108,75
75 25 108,4 104,75
237 120,25
Peremtate Stahlwerke.....
Otavi Minen......16*7,
Kaliwerke Aschersleben ... l< Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
I. G. ssorben-InvulMe... 12 Dynamit Nobel ....... 6 Scheideanstalt........ 9 Goldschmidt ......5 Müigeröwerke . ....... 6 Metallgesellschaft. ...... 8
Philipp Holz mann......i
Zementwerk Heidelberg . . ,10 (Sementroed Karlstadt. ... 10 Wantz & Drehtag .....8
Schultheis Payenhoser ... 15 Ostwerke...... 12
Aku...........18
Betnberg...... 14
Zellstoff Waldbof .... 13'/.
Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer Gas..... 9
Daimler Motoren ...... O Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.-G. ..... O Nat. Automobil . ...... O Orenstein & Koppel . .... 6 Leonhard Tiey ...... 10 Svensko...........
frankfurter Maichtnen .... 4 Krihner...... 6
Henligenstaedt ....... O JunghanS..........6
Lechwerke. . 8
Mainkraftwerke Höchst a. M.. - 8 Mag...........10
Gebr. Roeder . ...... 10 Boigt & Haefsner ...... 9 Süddeutsche Zucker • • • • 10
98.25
218
223
375
176.65
70,5
81,65
109
107
131.5
141,25
92
99
147
214,5
157,5
44
253
36
39 5
39
106
134,5 105
218
60
222
226
179,13
72.5
81,75
111
132
94.5
148
216
158,4
43
108
98 57.65 218 222,5
374
175
70,25 80 4
109.5
106.5
92,75
285,5 236,75
995 146,25 212,75 157,9 107.13
175,5 42,9
251 50,5 I9,9 77,5
155.5 353,75
35,75
40
38,5
133,75
218 158
99,25
60
221 224,75 377,75
179 z 72
82,4
110
108 25
291
241,5 99,25
146.75
215
158 108,5 177,75
43.13
255
51,6 20.75
78.5
158 352,5
133,75
8% Pr. Landespsandbriesanstalt, Psanvbricse R. 17......
6% Pr. Landespfandbriefanstalt, Komm^Lbl. R. 16......
’% Pr. Landespsandbriesanstalt, Pfandbriefe M. 10......
A E G- abg. Borkriegg-Obltgatio- nen rückzahlbar 1932 . . .
4% Cefterretdjtldie Goldrente . . 4,20% Oeslerreichische Silberrente 4% Oeslerreichische Einheitliche Rente...........
4% Ungarische Goldrente ....
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4tz% desgl. von 1913.....
4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.
Serie 1...........
4% desgl. Serie II.......
5% Rumänische Vereins). Rente von 1903 ..........
*‘/*% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
4% Rumänische vereinh. Rente .
Banknoten.
Berlin, 1. April
Gelb
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Kimcrifantid Belgische N Dänische N Englische N Französische Holländische italienische Norwegische Deutsch-Oes Rumänische Schwedische Schweizer S Spanische 9 TschechosloN Ungarische
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4 171
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20,325
16.392
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a. M.
1. April
2. April
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Amtliche Gelb
Notierung
Brief
ÄMft.» Rott. Buen.-Aires Brss.-Antw- Christiania. Kopenhagen Stockholm . Helsingfors. Italien. . . London. . . Neunork .. Paris.... Schwei» .. Spanien . . Japan - . . Mi io de Jan. Wien in D-- Oest. abgcst. Prag . . . . Beizrad .. Budapest. . Bulgarien. Lissabon - . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . Canada . . Uruauav. . Cairo . . .
167,91
1.607
58.37
112,00
112,05
112,49
10,525
21,935
20.357
4,1845
16,375
80.995
52,17
2,068
0 488
58,985
12,394.
7,397
73,05
3,037
18,78
81,395
1,784
5,425
4,183
3,776
20,875
168,25 1.611 58,49
112,22 112,27
112,71 10,545
21,975 20,397 4,1925 16,415 81.155
52,20 2,072 0,490
59,105 12,414
7.411 73.19 3,043 18,82
81,555 1,788 5.435 4,191 3,784
20,915
168.01 1,609
58,385 112.01 112,06 112,46 10,525
21.93 20.358 4.1845 16,375
81.02 52,28
2.068 0,492
58,98 12,393
7,399 73,04 3,037 18.78
81,305 1,785
5,425 4,183 3,776
20,875
168 35 1 613
58.505 112,23 112 28 112,68 10.545
21,97 20,398 4,1925 16.415
81,18 52,38 2,072 0,494
59,10 12,413
7.413 73.18 3,043 18,82
81,555 1.789 5,435 4,191 3.784
20,915


