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Dohle feinet Person und Familie, aber auch zum Besten seines Vaterlandes arbeiten kann.

Senkung der Losholziaxe in Hessen.

In Verfolg der mm der Reichsregierung ein- geleiteten Preissenkungsaktion hat man sich auch im hessischen Finanzministerium mit den et­waigen Möglichkeiten zur Einleitung von Preis- senkungen beschäftigt. Als ein erfreuliches Er- gebnis dieser Beratungen ist es anzusehen, das) die Forstabteilung des Finanzministeriums die diesjährige Loshvlztaxe durchgängig um mehr als ein Viertel gesenkt hat.

Daten für Tonntag, 2. November.

Sonnenaufgang: 6.53 LIHr, Sonnenuntergang: 16.33 Uhr. Mondaufgang: 15.24 Llhr, Mond­untergang: 2.07 Ufjr.

1766: der österreichische Feldmarschall Franz Karl Graf Radetzky in Trzebnitz geboren. 1827: der Orientalist Paul de Lagarde in Berlin geboren.

Daten für Montag, 3. November.

Sonnenaufgang: 6.55 ülhr, Sonnenuntergang: 16.32 Hfjr. Mondaufgang: 15.34 Uhr, Mond­untergang: 3.18 Uhr.

1500: der italienische Goldschmied und Bild­hauer Benvenuto Cellini in Florenz geboren. 1801: der Buchhändler Karl Baedecker in Essen geboren. 1871: der Schriftsteller Hanns Heinz Ewers in Düsseldorf geboren. 1918: Beginn der Revolution in Deutschland mit dem Ma­trosenaufstand in Kiel.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund 1,20; Butter 1,50 bis 1,60; Matte 30 bis 35; Wirsing 8 bis 10; Weißkraut 5 bis 6; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 15 bis 20; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Rosenkohl 30 bis 35; Feldsalat 80 bis 1,00; Tomaten 25 bis 50; Zwie­beln 10 bis 12; Meerrettich 40 bis 60; Schwarz­wurzeln 40 bis 60; Kürbis 8 bis 10; Kartoffeln 31/» bis 4; Aepfel 25 bis 50; Dirnen 15 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hahne 1,00 bis 1,10; Suvpenhühner 1,00 bis 1,10; Gänse 1.00 bis 1,10; Rüsse 40 bis 60; Tauben Stück 50 bis 70; Käse 10 Stück 60 bis 1,40; Eier 15 bis 16; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 10 bis 15; Salatgurken 20 bis 30; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 6 bis 10; Lauch 5 bis 10; Ret­tich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Radieschen Bund 10 bis 15; Kartoffeln Zentner 2,20 bis 2,50; Weihkraut 3,00; Wirsing 4,00; Rotkraut 5,00.

Bornotize«.

Tageskalender für Samstag. Gie- hener Radfahrer-Verein 1885: Winterfest, 20 Uhr, in der Turnhalle am OswaldSgarten. Kaval­lerie-Verein e. V.: Winterfest, 20 Uhr, Koth. Der- einshaus. Erste Reichskurzschriftgesellschaft Gabelsberger" und Damenabteüung e. D.: Der- einsabend in derStadt Lich". Kurzschriftver­ein von 1861: Vereinsabend, Kaufm. Dereinshaus. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Hai-Tang". Astoria-Lichtspiele:Das grüne Monokel" und Die falsche Zarentochter".

Lageskalender für Sonntag. Stadttheater:Das Land des Lächelns", 18 bis 21 Uhr. GesangvereinHeiterkeit" Gießen: Kon­zert, 16 Uhr, in der Reuen Aula. Militär- Streichkonzert, Liebigshöhe, 16.30 Uhr. Refor­mationsfeier in der Stadtkirche, 20 Uhr. Licht­spielhaus Bahnhofstraße:Hai-Tang'. Astoria- .Lichtspiele:Das grüne Monokel" undDie falsche Zarentochter".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, findet eine einmalige Wiederholung der OperetteDas Land des Lächelns" von Lehär statt. Auf Wunsch vieler Theaterbesucher und um dem auswärtigen Publikum den Besuch einer gediegenen Operette zu ermöglichen, hat die Intendanz die vereinig­ten Operettenbühnen Bochum-Hamborn zu diesem einmaligen Gastspiel verpflichtet. Die Vorstellung findet als Fremdenvorstellung statt und beginnt bereits um 18 Uhr. Für Dienstag, 4. Rovem- ber, wurde Harry Liedtke mit seinem En­semble zu einem Gastspiel verpflichtet. Zur Auf­führung gelangtEin idealer Gatte" von Oskar Wilde. Die Vorstellung ist außer Abonnement, den Abonnenten werden jedoch ermäßigte Ope­rettenpreise angerechnet. Am Mittwoch geht als Erstaufführung das Lustspiel von Frank und HirschfeldGeschäft mit Amerika" unter der Regie von Karl Volk über die Bühne. -- Am Freitag wird das Schauspiel von Wolfgang GoekReid- hardt von Gneisenau" in der Besetzung der Erst­ausführung gegeben.

Der Mandolinen- und Gitarren» D e r e i nN e a p o I i t a" veranstaltet am Sonntag, 9. November, in der Aula der Universität ein Herbst­konzert. Zur Mitwirkung verpflichtete der Verein die Gitarresolistin Frl. Luise Walker (Wien), die sich durch ihre Darbietungen im Rundfunk und vielen großen Städten einen Namen gemacht hat. Das Programm des Konzerts bringt Werke von Strauß (Dorfschwalben"); Wölki (Ouvertüre Nr. 1 in A=Dur); Diens (Sinfonie); A. Thomas (Mignon") u a. m. Die Künstlerin wird als Solistin verschiedene Werke von Brahms, Mozart usw. zu Gehör bringen.

~~ ® t>n ne über P i z Palü. Ein erfahre­ner Skiläufer schreibt uns zu diesem alpinen Ski- Nlm, der am Mittwoch, 5. Rovember, 20 Tlhr, in der Reuen Aula vorgeführt wird: Wer den ker­nigen Steiermärker W. Dobiasch mit seinem urwüchsigen, würzigen Humor kennt, wird sich die­sen Frlmvortraa nicht entgehen lassen. Der Vor­tragende versteht eS meisterhaft, mittels der aus- gezelchneten Rother-Filme, die bar jedes Kitsches sind, den Zuhörern einen Abend echtester Bergwelt hervorzuzaubern. Davon hat Dobiasch, der selbst Darsteller, wie auch in früheren Filmen dieser Art ist, bereits bestes Zeugnis abgelegt. Ein Mei­ster seines Faches tritt uns als Mensch gegenüber. Richt nur Sportsleuten, sondern auch Raturfreun­den kann der Besuch dieses Abends besonders empfohlen werden. Man beachte die heutige An- zeige.

** Handwerkerhilfe für Bergarbei. t e r ° H t n t e r b l i e b e n e. Die Hessische Hand- Werkskammer Darmstadt hat für die Hinterbliebenen der bei den Grubenkatastrophen von Alsdorf und Maybach tödlich verunglückten Bergleute eine Bei- Hilfe von 300 Mark gespendet.

Eine80jährige. Am 3. Rovember feiert Frau Dekan E. Wahl Witwe, Dleichstraße 28 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag. Ihr Gatte war lange Iahre Geistlicher in Wieseck und Hausen und längere Zeit Dekan des Dekanats Gießen.

** Das (£ a f 6 Ebel wiedererstanden. Nachdem die Gießener Studentenhilfe das Haus Durgqraben 9, in dem vor einer Reihe von Jahren das weithin beliebte Gafd Ebel betrieben wurde, lange Zeit für Zwecke der Studentenspeisung be­nutzt hatte, ist nunmehr nach der Uebcrsiedlung die­ses Betriebes in das neue Studentenhaus das Cafd Ebel im Burggrabcn 9 wiedererstanden. Die Eigen­tümerin des Hauses, die Studentenverbindung Hasso-Rhenania, hat an dem Gebäude umfangreiche Erneuerungsarbeiten vornehmen lassen, wodurch es sowohl in seinem Aeußeren, wie auch im Inneren neuzeitlich und in gefälliger Art gestaltet wurde. Das Haus bietet mit seinem neuen Anstrich und der klaren Beschriftung dem Strahenpassanten ein wohlgefälliges Bild, in seiner inneren Neugestaltung verheißt es den Gästen eine Stätte angenehmsten Aufenthaltes. Namentlich der Fcstsaal mit seiner vortrefflichen dekorativen Ausgestaltung macht einen günstigen Eindruck, daneben bieten aber auch die kleineren Säle für Versammlungszwecke wohl- begründeten Anlaß zu einem günstigen Urteil. Um- fangreiche Erneuerungen wurden auch hinsichtlich des Mobiliars, wie der Toilettenanlagen vorgenom- men, ebenso hat man die Beleuchtung zeitgemäß gestaltet. Der Gesamteindruck, den man von dieser wiedererstandenen Gaststätte erhält, ist, daß man in

** Eine Ford-La st Wagenkarawane berührt am Sonntag und Montag auf ihrer Fahrt durch Deutschland auch unsere Stadt. Die Karawane ist am Sonntag in der Frankfurter Straße 82 und am Montag von 10 bis 15 Uhr am Parkplatz West- anlaae, gegenüber Hotel Köhler, zu besichtigen. Es sei, so schreibt man uns, darauf hingewiesen, daß die Ford-Lastwagen zu 65 v. H. aus deutschem Ma­terial hergcstellt werden. (Siehe heutige Anzeige.)

Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

7. Lollar, 31. Ott. Der hiesige Turn- und Gesangverein veranstaltete einen Unter« Haltungsabend und verband damit sein Winterkonzert. Der Vorsitzende Herr Harbusch betonte in seiner einleitenden An­sprache, daß dec Verein auch weiterhin in der Pflege des deutschen Liedes sein Ziel sehen werde. Der Chor brachte unter Leitung von Fortbildungsschullehrer Eberle eine Reihe schöner Volkslieder zum Vortrag, die herzlichen Beifall fanden. Die Kapelle Lynker er­freute mit musikalischen Darbietungen, die eben­falls starken Beifall auslösten. Einige humo­ristische Gesänge und Beigaben, die das Publi­kum erzwang, unterhielten gleichfalls aufs beste.

Was bietet der Gießener Anzeiger seinen Lesern?

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diesem Hause gute Vorbedingungen für behagliches Derweilen der Gäste als gegeben ansehen kann.

** Gewerkschaftsbund der An ge- st e l l t e n. Man berichtet uns: Im Rahmen des Winterbildungsprogramms des GdA. hielt im Kaufmännischen Vereinshaus Bücherrevisor B o ck (Dad-Rauheim) einen Vortrag überZeitgemäße Steuerfragen". Der Redner behandelte eingehend die verschiedensten Steuerarten und gab im Zu­sammenhang damit der Meinung Ausdruck, daß d'.e Steuergesetzgebung so undurchsichtig und kompli­ziert geworden sei, und gab den Rat, steuerliche Angelegenheiten stets durch einen Fachmann bear­beiten zu lassen. Für den Buchhalter allerdings sei es wesentlich, die Handhabung der Steuererklärun­gen zu kennen. Der Vortragende behandelte in sei­nen Ausführungen die Auswirkungen einer über­steigerten Steuergesetzgebung in wirtschaftlicher Hinsicht und fesselte damit die Aufmerksamkeit sei­ner Zuhörer in hohem Maße. Geschäftsführer Mack dankte dem Redner und beschloß den Abend.

"Hessische Missionskonferenz in Marburg. Man schreibt uns: Kürzlich fand in Herrenhut die zehnte Mifsionswoche der vereinig­ten deutschen Missionskonferenzen statt, der be­sondere Bedeutung deshalb zukam, weil hier füh­rende Männer des Geisteslebens sich zu offenen Aussprachen über brennende Fragen der Gegen­wart zusammenfanden. In der jüngsten Missions- Woche wurden die ThemenDer Synkretismus und die Gefahr der Religionsvermengung",Die Bibelfrage in den Seminarien" und schließlich Das Verhältnis der Mission zum angestammten Volksleben" behandelt. Im Zusammenhang mit der Missionswoche der vereinigten deutschen Mis­sionskonferenzen sei darauf hingewiesen, daß die Hessische Missionskonferenz (Bezirk Kassel) am Montag, 3. Rovember in Marburg Gelegenheit haben wird, einen Vortrag des bekannten Leip­ziger Missionars Dr. Bruno Gutmann über das ThemaUmgegliedertes Volkstum in Afrika und Deutschland" zu Horen. Im Rahmen der Kon­ferenz wird auch Missionsinspektor Schomerus (Herrmannsbürg) überSüdafrika und Abessi­nien" sprechen. Interessenten seien auf die heutige Anzeige hingewiesen.

Ein Einakter, der mit viel Geschick zur Auffüh­rung gelangte, bildete den Abschluß des offiziellen Programms.

* Klein-Linden, 31. Oft. Auf Einla­dung des hiesigen evangelischenFrauen- Vereins hielt in unserer Kirche Pfarrer ©raubt (Lich) einen Vortrag über das Thema: Recht und Pflicht der Mutter." Einleitend schil­derte er die Rot unserer Zeit und warf die Frage auf:Ist uns Gott noch Wirklichkeit?" Er er­zählte aus eigener Kenntnis als ehemaliger Seel­sorger an dem Mädchenheim in Glauburg in Rie­der-Erlenbach von der Rot in den Familien und forderte die Pflege des Familiensinns als Grund­lage eines gefunden Volkslebens. Anschließend an seinen Vortrag zeigte !der Redner eine «Serie Lichtbilder von wunderbarem Reiz,Aus dem Leben der Mutter", von Rudolf Schäfer. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Bremmer, sprach dem Redner den Dank der Gemeinde aus. Die Kol­lekte des Abends kommt dem Kreiswohlfahrts­dienstGiehen-Land", in dessen Dienst Pfarrer Draudt arbeitet, zugute.

g. Klein-Linden, 31. Oft. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Lieferung der Eisenteile zur K a n a I i f a t i o n , wie Kanal­deckel, Steigeisen usw. der hiesigen Firma Lud­wig Hildebrand zum Angebotspreis von 8349,50 Mark übertragen.

* Leihgestern, 31. Oft. Durch ein äleber- cinfommen zwischen dem hessischen Ministerium des Innern und dem Landeskirchenamt wurde es in diesem Iahre zum ersten Male ermöglicht, daß das R e f o r m a t i o n s f e st am 31. Oktober, dem Reformationstage, in den Gemeinden und Schulen Hessens begangen werden konnte. Auch in unserer Gemeinde wurde von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Die Feier gestaltete sich dadurch zu einem erhebenden Ereignis für alle Teilnehmer, daß da­mit die Pflanzung einerLu ther linde" verbunden wurde. Ein Festzug, an dessen Spitze die junge Linde von den Konfirmanden getragen wurde und in dem neben dem Gemeindevorstarwe, dem Kirchenvorstande und dem Schulvorstande, die ervangelischen Schüler und Gemeindemitglieder schritten, bewegte sich von der Kirche zum Hof der

AltenSchule". Hier fand die Feier statt. Rach dem ReformationsliedErhalt uns Herr" hielt der Spezialvikar unserer verwaisten Kirchen- gemeinde Pfarrer S t a u b a ch aus Watzen­born-Steinberg die Weiheredc, in der die Be­deutung des Reformationssestes der Gemeinde klargelegt und die Forderung erhoben wurde, daß dieses Fest, wie in Sachsen, so von allen Evan­gelischen am 31. Oktober gefeiert werden sollte. An­schließend an Gedanken der Weiherede, sprach der Vorsitzende des Schulvorstandes, Rektor Loh, über das Verhältnis von Kirche und Schule unter dem alten und neuen Recht. Er betonte, daß unter dem neuen Recht dieses Verhältnis gestaltet wer­den müsse zu gegenseitigem Vertrauen in evan­gelischer Freiheit. Rach Verlesung der LIrkunde wurde die Pflanzungsurne, eine Gabe des Elektro­meisters Wilhelm Volk, in die Erde gebettet, und der Baum, gestiftet von dem älniversitätsforst- gärtner Heinrich Binz, darüber gepflanzt. Hier­auf übernahm der Bürgermeister unserer Ge­meinde, Iohannes Heß XXIV., den Baum in den Schuh der Gemeinde. Während der Pflanzung, die durch die Gärtner Gemeinderatsmitglied Laux und Kirchenvorstandsmitglied Heß vollzogen wurde, erklang von der Kirche feierliches Geläute der Glocken. Mit dem Lutherliede ^Ei^feste Burg ist unser Gott" schloß die eindrucksvolle Feier.

Leihgestern, 31.Oft. Aus der jüngsten Gemeind eratssitzung ist u. a. zu berichten: Als Schätzer für das bei einer Viehseuche fallende Vieh wurden die Landwirte Karl Damm und Georg Arnold II. gewählt. Ein Antrag des San» deskirchenamts auf I n st a n d s e tz u n g des zur Zeit durch Pensionierung unseres Pfarrers leerstehenden und verwohnten Pfarrhauses wurde geneh­migt. Die Kosten belaufen sich nach dem Voranschlag des Staatlichen Hochbauamts Gießen auf 200 RM. Weiter wurde für unsere Gemeinde die Einführung der B i e r st e u e r beschlossen.

df. Langsdorf, 31. Oft. Am Mittwoch konnte Bauinspektor i.R. Daniel Roth mit seiner Ehefrau Veronika, geb. Fay, das Fest der gol­denen Hochzeit begehen. Beide sind Langs- dorfer Kinder und schlossen einst am 29. Oktober 1880 hier ihre Ehe. Rach der Jnruhestandver- sehung des Ehegatten, der zuletzt in Offenbach tätig war, kehrten sie wieder in die Heimat zurück. Beide sind noch sehr rüstig. Dem Jubelpaare wur­den von feiten der Gemeinde, des Kreises und Staates die üblichen Ehrungen zu teil, auch der Reichspräsident v. Hindenburg übersandte eine llrfunbe. Am Rachmittag fand im geschmück­ten Gotteshaus eine nochmalige Trauung des Paares statt, nach der der Ortsgeistliche das Ge- denkblatt des Landesrirchenamtes überreichte. Im Laufe der nächsten Monate isteszweiwei- terenPaaren vergönnt, auf den gemeinsamen Lebensweg von fünfzig Iahren zurückzublicken.

|_| R o dh e i m a. d. H., 30. Oft. Der Männer- g e s a n g v e r e i n ,.S ä n g e r k r a n z" hielt jetzt seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Gg. K l i p p e r t, erstattete den Iahresbericht, der eine rege Vereins tätig­feit zu erkennen gab. Die von dem Rechner H. R a g e l erstattete Rechnung zeigte, daß der Verein tm vergangenen Geschäftsjahr einen an­sehnlichen wirtschaftlichen Aufschwung genommen hat. Die Mitgliederzahl blieb auf der alten Höhe. Die Vorstandswahl brachte folgendes Er­gebnis: 1. Vorsitzender Ludwig Decker, 2. Vor­sitzender Gg. Klippert; Rechner Hermann R a g e l; Schriftführer Adolf Hofmann; Bei­sitzer Ludwig Metzger, Otto Kröll IV., Konrad Lamp IV.

Kreis Friedberg.

b. Butzbach, 29. Oft. Gegenwärtig ist die Deutsche > Straßenbau-Gesellschaft hier tätig, um die Griedeler, Hochweiseler und Tau­nus-Straße mit einer Topekadecke zu versehen. Die Weiseler und die Wetzlarer Straße, erstere bis Riederweisel, letztere bis zur Gemar­kung Pohl-Göns, wurden schon vor Iahren mit dieser Decke ausgestattet.

Kreis Büdingen.

§ Hirzenhain, 31. Oft. Hier wurde einem Arbeiter aus Gelnhaar, der in der hiesigen Filiale des Konsumvereins Einkäufe machte und während dieser Zeit fein Rad vor dem Laden stehen lieh, das Fahrrad gestohlen. Der Dieb entwendete außerdem von anderen dort stehenden Rädern noch eine Luftpumpe und eine Lampe.

i. Bobenh ausen I, 31. Oft. Die Gemeinde­verwaltung hat beschlossen, vom Schulhaufe eine Kanalisation nach dem etwa 30 Meter ent­fernten Laisbach anlegen zu lassen, um auf diesem Wege die Keller des Schulhauses, die bei an­haltendem Regenwetter meistens unter Wasser stehen, von der Feuchtigteit zu befreien. Es ist wahrscheinlich, daß verschiedene Hausbesitzer, die unter dem gleichen liebelst and zu leiden haben, ihre Häuser an diese Kanalisation anschließen lassen werden.

Kreis Alsfeld.

idz Mücke, 31. Oft. Gestern wurde hier wie­der ein Waggon mit Erntegaben, haupt­sächlich Kartoffeln, für das Diakonisfen- haus Elisabethen st ist In Darmstadt ge­laden. An der außerordentlich reichlichen Samm­lung beteiligten sich die Gemeinden Stumperten­rod, Groß-Eichen, Ober-Ohmen, Ruppertenrod, ilnterfeibertenrob und ällrichstein.

*!* Ruppertenrod, 31. Oft. Der diesjäh­rige Herb st markt litt etwas unter dem Regen­wetter. Für geringe Ferkel wurden 18 Mf., für mittlere 20 bis 25, für bessere 32 Mf. geboten und bezahlt. Der Krämermarkt war von den Händlern im üblichen Ausmaß besucht und hielt sich auf der gewohnten Höhe.

+ Ober-Sorg, 27. Oft Die Schule in Ober-Sorg wurde vor etwa drei Jahren wegen zu geringer Schülerzahl geschlossen. Seit­dem müssen die Kinder aus Ober-Sorg den weiten Schulweg nach Hopfgarten zurück- legen. Da die Schülerzahl in Ober-Sorg sich in­zwischen auf 13 erhöht hat und im kommenden Frühjahr auf 16 steigt, wird wegen UeberfüHung der Schulklasse in Hopfgarten in absehbarer Zeit an die Einstellung eines zweiten Lehrers gedacht werden müssen. Als eine günstige Lösung wäre es zu betrachten, wenn die Schuke in Ober-Sorg wieder geöffnet würde und die Schüler der be­nachbarten Orte Ober- und Llnter-Sorg hier gemeinsam älnterricht erhielten. Dieser Rege­lung steht nur das Hindernis entgegen, daß die Gemeinde älnter-Sorg Miteigentümerin an dem Schulgebäude und dem Schulgut in Hopfgarten ist und daß sie nicht gewillt scheint, die bestehen­den Rechtsverhältnisse ohne Gegenleistung auf­zugeben.

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