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älteren Angestellten in andere Beschäftigungen übergehen muhten, weil sie in ihrem eigentlichen Berus kein ilntcrfommcn mehr fanden. Die Schwierigkeit der Beschäftigung älterer weiblichen Angestellten ist auch daraus zu ersehen, das) Wit­wen und Geschiedene nur in ganz geringer Zahl beschäftigt werden. Die Erhebung stellte fest, dah die Zahl der beschäftigten Witwen nur 1,3 Pro­zent ausmachte, diejenige der geschiedenen Frauen 1,2 Prozent. Ebenso ergibt die geringe Zahl der Doppelverdiener unter den weiblichen Han­dels- und Dureauangestelltcn, daß mit einer Be­schäftigung im vorgerückten Alter nicht zu rechnen ist. Unter den der Erhebung Unterzogenen mach­ten die verheirateten Frauen nur 3,5 Prozent aus: es traten überwiegend ganz junge Frauen, die in der ersten Ehezeit zur Vervollständigung der Aussteuer noch dazu zu verdienen suchten. Wie anders liegen die Verhältnisse bei Männern. Gewiß kennt auch der männliche Arbeitsmarkt die Not der älteren Angestellten, doch fängt hier die Anstellungsschwierigkeit im allgemeinen erst mit dem 50. Lebensjahre an; und wie viele Pensionäre finden sich noch unter den Beschäftigten, wenn sie auch unter Tarif arbeiten.

Hinsichtlich der Gehaltsverhältnisse ergab die Erhebung das Resultat, dah der Durchschnittsver­dienst der weiblichen Angestellten auf unter 200 Mark Bruttogehalt anzusetzen ist. Ein Gehalt bis zu 300 Mark monatlich hatten 17,17 Prozent. Zu unterscheiden i.st dabei noch zwischen dem Gehalt, das in Groh- und Mittelstädten üblich ist. In der Großstadt ist mit dem Durchschnitts-Drutto» aehalt von 140 bis ISO Mark zu rechnen, in den Mittelstädten mit 100 bis 160 Mark. Diese Zahlen zeigen, daß wohl das junge Mädchen, das mit Zuschüssen durch die Eltern rechnen kann, als Dureauangestellte gut auszukommen vermag, daß aber äußerste Knappheit der Lebenshaltung ein­

tritt, wenn mit solchen Zuschüssen nicht zu rechnen ist, oder gar noch Beiträge für eine mittellose Mutter usw. abzuführen sind. Es ist erstaunlich, welch hohe Summen für solche Abgaben von den weiblichen Handels- und Bureauangestellten auf­gebracht werden. Die Grhebmig ergab, daß 7059 der Befragten insgesamt 9912 Personen mit Geld­beträgen unterstützten. Angesichts dieser Leistung darf man Wohl fragen, ob es gerechtfertigt ist, den weiblichen Beschäftigten 10 Prozent weniger an- Gehalt zu geben, als den männlichen, tote es viel­fach üblich ist. Man hat diese Regelung stets damit verteidigt, daß die ledigen weiblichen An­gestellten nur für sich zu sorgen und keine Familie zu erhalten hätten. Aber diese ermittelten Unter­stützungssummen beweisen, daß die weiblichen An­gestellten weit wenigernur für sich zu sorgen." haben, als angenommen wird. In der Altersstufe, aus der überwiegend die Zahl der weiblichen An­gestellten sich rekrutiert, hat auch der Mann noch nicht für einen Hausstand zu formen, und man darf mit Recht fragen, ob der ledige Mann die Familienunterstützung wirklich so bereitwillig und in solchem Umfang auf sich nimmt, wie die lebige Angestellte. In vielen Familien wird die Woh­nung mit vom Verdienste der Tochter bezahlt und kann nur so in der alten Weise aufrechterhalten werden, während der Sohn die Freiheit der möb­lierten Wohnung vorUeht. Wie viele Hilfe bringt die weibliche Angestellte mit Geschenken und Ar- beitsübernahme im Hause, während der unver­heiratete Sohn dafür weder Mittel, noch Zeit bereitstellt. Wieviele Töchter erhalten heute die Eltern aus ihrem Arbeitsverdienst, während der verheiratete Sohn keinerlei Zahlung leistet. Die große soziale und ethische Leistung der weiblichen Angestellten durch Unterhaltsbeiträge an Ver­wandte geht aus dieser Erhebung klar hervor.

Wirtschaft.

* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924 26 gleich 100 > stellt sich für die Woche vom 22. bis 27. Sep­tember auf 98,6 gegenüber 102,7 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwer­industrie auf 94,7 (98,9), Gruppe verarbeitende Industrie auf 87,2 (91,3) und Gruppe Handel und Verkehr auf 121,3 (125,8).

* 1 0094 Mill. Mark Spareinlagen im Deutschen Reich. Ende August beliefen sich die Spareinlagen bei den deutschen Spar­kassen auf 10 094,28 Mill. Mark gegen 10 008,45 Mill. Mark Ende Juli. Der Derichtsmonat weift mithin eine Zunahme von 85,83 Mill. Mark auf.

* Deamtenkündigungen bei Krupp in Rheinhausen. Die Friedrich-Alfred- Hütte in Rheinhausen hat am Montag einer großen Anzahl von Beamten fast 30 Prozent in den einzelnen Bureaus Kündigungsschrei­ben zugestellt, in denen ihnen das Anstellungs­verhältnis zum 31. Oktober bzw. 31. Dezember gekündigt wird. Zur Zeit sind etwa 1150 Be­amte auf dem Werk beschäftigt. In den Kün­digungsschreiben wird als Grund die augen­blickliche schlechte Wirtschaftslage und der Um­stand. daß eine Besserung in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sei, angegeben.

* .Umfangreiche Entlassungen bei den Vereinigten Stahlwerken. Die überaus schlechte Absatzlage hat die Abteilung Gelsenkirchen der Vereinigten Stahlwerke ver­anlaßt, zum l.Rovember umfangreiche Kündigun­gen vorzunehmen. Von der Kündigung werden insgesamt 2600 Bergleute betroffen, die sich auf die Zechen Nordstern, Graf Moltke, Holland, Pluto, Stahlverein. Rhein-Elbe, Alma und Boni­fatius verteilen. Der Rückgang der Förderung wird, wie von der Verwaltung der Vereinigten Stahlwerke mitgeteilt wird, so erheblich fein, daß die zukünftige Förderung nach Durchführung der Kündigung voraussichtlich dem Absatz ange- paht sein wird. Weitere Kündigungen dürften deshalb nicht mehr in Frage kommen, allerdings rn der Voraussetzung, daß sich der Absatz nicht weiter verschlechtert.

* Konferenz zur Behebung der Not­lage auf dem Kartoffelmarkt. Angesichts des völligen Zusammenbruches der Kartoffelpreise und der dadurch entstandenen Notlage der kartoffel­bauenden Landwirtschaft hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft auf Mittwoch, 1. Ok­tober, neben den Spitzenorganisationen der Land­wirtschaft Vertreter des Kartoffelbaues, der Kar­toffeln verarbeitenden Industrien, der Genossenschaf, ten und des Handels zu einer Konferenz eingeladen,

um mit den beteiligten Kreisen über die bereits ein­geleiteten und die noch zu ergreifenden Maßnahmen zur Behebung der dringendsten Notstände zu be­raten.

* Ermäßigung der Reifenpreise. Das Reichswirtschastsministerium beschäftigte sich schon längere Zeit mit her Preispolitik der Gummireifenfabrikanten, um zu einer Anglei­chung der Reifenpreise an die durch den Rückgang der Rohstoffpreise veränderte Lage zu kommen. Rach Mitteilung des Vereins deutscher Gummi­reif cnsabriken werden nunmehr zum 1. Oktober von einer großen Anzahl von Reifenfabriken die Preise der Personenwagenreifen um 5 Pro­zent diejenigen der Lastwagenreifen (Riesen­luft- und Elastic-Reifen) um 10 Prozent gesenkt. Diese Preisermäßigung ist gewiß nicht sehr groß, und die Fabrikanten weisen selbst aus Gntschul- digungsgründen u. a. darauf hin, daß die Preis­gestaltung für Gummireifen in der Welt keine einheitliche sei. Man hatte allgemein eine Er­mäßigung der Gummireifenpreise um mindestens 10 Proz. erwartet. Eine solche Preisermäßigung wäre auch möglich gewesen, wenn die Ratio­nalisierung in der Gummireifenindustrie weiter fortgeschritten, oder aber die Unkosten einer zum Teil verfehlten Rationalisierung gespart worden wären.

Schweinemarkt in Gießen.

Auf dem heutigen Gießener Schweinemarkt standen 173 Ferkel und 6 Läufer zum Verkauf. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 22 bis 25 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 25 bis 28 Mk., 8 bis 13 Wochen alte 30 bis 40 Mk., Läufer 50 bis 70 Mk. Cs verblieb etwas Lieberstand.

Schwcinemärkte in Lanbach und Gcdcrn.

Laubach, 30. Sept. Auf dem heutigen Ferkelmarkt waren etwas über 100 Ferkel aufgetrieben. Der Verkauf ging sehr schleppend. Für Ferkel wurden 30 bis 35 Mark pro Stück bezahlt, ältere Tiere kosteten bis zu 40 Mark.

V Gedern, 30. Sept. Der heutige Schweine­markt war mit 285 Tieren beschickt. Viele Kauf­lustige mußten unverrichteter Sache wieder heim­kehren, da die Tiere bald abgesetzt waren. Die Preise waren fest; es wurden für 6 Wochen alte Ferkel 20 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 22 bis 26 Mark, für 10 bis 12 Wochen alte Springer je nach Qualität bis 35 Mark bezahlt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 1. Oft. Tendenz gut be­hauptet. Zu Beginn der heutigen Börse blieb die Grund st immung freundlich, bn das Sa­

nierungsprogramm der Reichsregierung überwie­gend günstig beurteilt wurde. Größere Ge­schäftstätigkeit konnte sich jedoch nicht entwickeln int Hinblick auf die Schwierigkeiten, die der Durchführung des Regierungsprogramms im Reichstage nach Ansicht der Börse im Wege stehen werden. Geschäftshemmend wirkten sich auch neue umfangreiche Entlassungen im Ruhr­gebiet aus. Außerdem wurde die Zurückhal­tung durch den bevorstehenden israelitischen Feier­tag verstärkt. Die Eröffnungskurse waren meist gut behauptet. Für Eleltrowerte bestand Inter­esse. AEG. konnten 1 Proz., Licht und Kraft 2,25 Proz., Gesfürel 2 Proz. anziehen. Farben waren etwas niedriger und nur knapp gehalten. Rüt- gerswerke gewannen 1,25 Prozent. Am Mon­tanmarkt traten Rheinische Braunkohlen mit plus 5 Prozent stärker hervor. Sonst war das Geschäft sehr still, bei kaum ver­änderten Kursen. Bankaktien waren eben­falls nur wenig verändert. Barmer Bank und Berliner Handelsgesellschaft waren leicht gesteigert. Am Bauunternehmungsmarkt konn­ten sich Wayß & Freitag nach den letzttägigen Kursrückgängen 1,5 Prozent erholen. Zellstoff- werte lagen still. Waldhof 1 Prozent gedrückt. Außerdem eröffneten Norddeutscher Lloyd (plus 1,25 Prozent) und Deutsche Lino­leum (plus 1 Prozent) gebessert. Von deutschen Anleihen lagen Altbesitz 5/r Prozent höher. Schutzgebiete gut gehalten. Ausländische Ren­ten still. 2m Verlaufe ergaben sich meist nur noch geringe Kursveränderungen, doch überwogen die Besserungen um zirka 1 Pro­zent. Umsätze kamen nur noch vereinzelt zu­stande. Der Geldmarkt war unverändert. Die Nachfrage hielt an. Tagesgeld 5 Prozent. Am Devisenmarkt waren die Mark und das Pfund gegen Dollar schwächer. Man nannte Mark ge­gen Dollar 4,2027, gegen Pfund 20,42, London gegen Kabel 4,8585, gegen Paris 123,83, gegen Schweiz 25,0390, gegen Holland 12,0413.

Berliner Börse.

Der l i n , 1. Oft. Der gute Gesamteindruck, den das in den gestrigen Nachmittagsstunden veröffentlichte Regierungsprogramm der Reichsregierung von Anfang an machte, hatte bereits gestern abend zu einer wesentlich beruhigteren Grundstimmung geführt. Auch die Bedenken, d.e noch wegen der parla­mentarischen Durchführung dieses Sarierungspro- gramms bestehen, konnten hieran nichts ändern. Dagegen wirkten die Vorgänge an der gestrigen Neuyorker Börse etwas tendenzhemmend, nicht weil Deutschland direkt interessiert ist, sondern weil man eventuelle Auswirkungen auf andere europäische Börsen (London und Mailand) be­

fürchten mußte. Die ersten Kurse entsprachen dann auch in der Tat nicht immer den vorbörs­lichen Erwartungen, da es einerseits an größeren Orders fehlte, anderseits auf einigen Märkten etwas Ware abgegeben wurde. Die Kursent- Wicklung mußte dann als unregelmäßig bezeichnet werden. Wesentlich höher eröffneten Schultheiß, Salzdetfurth. Deutsche Linoleum. Rheinische Braunkohlen, Transradio usw., bei denen die Gewinne bis zu 5,5 Proz. betrugen, während Polyphon, Svenska und Salzdetfurth bis 3,25 Vroz. nachgaben. Dah die Limsätze hierbei nicht sehr groß gewesen sein können, geht daraus hervor, daß z. B. die 5,5proz. Steigerung der Transradio-Aktie auf eine 6 Mille bestens Kauf­order zurückzuführen war. Deutsche Anleihen tagen uneinheitlich. Altbesitz konnten sich um 0,40 Prozent erholen. Von Ausländern lagen Bosnier etwas freundlicher, Mexikaner eher schwächer. 4,5prozentige Rumänen und 4,5prozentige 11. Ana­tolier verstehen sich heute exklusive Kupons. Der Pfandbriefmarkt lag nicht ganz einheitlich und ziemlich still. Vereinzelt machten sich kleine Kauf­orders bemerkbar. Bei Schuldbuchforderungen konnten besonders die hinteren Fälligkeiten er­neut um 2Prozent anziehen. Der Geldmarkt zeigte nur geringfügige- Veränderun­gen. Tagesgeld wurde immer noch mit 5,25 bis 7 Prozent genannt und stellte sich nur ganz ver­einzelt auf 5 Prozent. Monatsgeld hatte mit 5 bis 6 Prozent und Warenwechsel mit 4,25 Prozent ziemlich nominellen Satz. Auch der 'Verlauf war uneinheitlich, aber überwiegen b-bj;j e sti g t. Die Börse schritt auf Grund der innerpolitifchen Beruhigung zu Deckungen, die bei den Kaliwerten, Spritaktien, Polyphon, Rheinische Braunkohlen, Reichsbank, Siemens, Deutsche Erdöl, Elektrische Lieferungen, Zellstoff Waldhof zu 1 bis l,5pro- zentigen Steigerungen führten. Auch Svenska konnten 2 Mark gewinnen. I.-G.-Farben holten ihren Anfangsverlust wieder ein.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 1. Ott. Am Produkten­markt war die Haltung eher etwas freundlicher, aber der Markt sehr ruhig. Llmsätze kamen in An­betracht des bevorstehenden hohen jüdischen Feier­tages nur wenig zustande. Das Angebot von In- landbrotgetreide war weiterhin reichlich; die Preise konnten sich teilweise etwas befestigen. Der Preis für Weizenmehl wurde heute um 0,25 Mark ermäßigt, doch zeigte sich fast keine Nachfrage. Futtermittel ruyig. Es wurden no­tiert: Weizen, Hektolitergewicht von 75 Kilo, 242,50 bis 245; Roggen 162,50 bis 165; Hafer, inländischer 157 bis 162,50; Weizenmehl, südd., Spez. 0 39,75 bis 40,50; Roggenmehl 26 bis 27; Weizenkleie 6,25, Roggenkleie 6,25 bis 6,50 Mk.

Letzte Nachrichten.

Strafantrag im Sockverratsprozeß gegen die Almer AeichswehroWere.

Leipzig, 1. Oft (IBXB. Funkspruch.) 3m Hoch­verratsprozeh gegen die Reichswehrofstziere be­antragte der Reichsanwalt gegen alle drei Angeklagten eine Festungshaf t von je 2 Jahren 6 Monaten unter Anrech­nung der vollen Untersuchungshaft. Ferner beantragte er gegen Ludin und Scheringer Dienstentlassung. Der Angeklagte Mendt gehört bekanntlich der Reichswehr nicht mehr an. Der Reichsanwalt betonte, d«h auf Zuchthaus nicht erkannt werden könne, weil die Angeklagten nicht aus ehrloser Gesinnung heraus gehandelt hätten. Sie hätten aus, wenn auch falsch verstandener, Vaterlandsliebe gehandelt. Die Strafe dürfe aber nicht milde sein. Die einzigen Milderungsgründe seien die Jugend der Angeklagten und die Tatsache, daß ihr Unternehmen im Seime erstickt werden konnte.

Das Llrieil gegen den Berliner Oberbürgermeister Böß.

Berlin, 1. Oft. (WTB. Funfspruch.) Amtlich. 3n der Angelegenheit des Oberbürgermeisters Böh hat das Oberverwaltungsgericht folgen­des Urteil gefällt: Die Entscheidung des B e- zirfsausschu sses Berlin, Abt. I, vom 20. Mai 1930 wird dahin abgeändert, dah der An- geschuldigte mit einer Geldbuhe in höhe

feines derzeitigen einmonatigen Diensteinfommens bestraft wird. Die baren Auslagen der Berufungsinstanz fallen dem An- geschuldigten zur Last, wie dieBerliner Zeitung" meldet, wird Oberbürgermeister Böh zunächst dem Magistrat ein Urlaubsgesuch einreichen. Selbst­verständlich wird dieses Gesuch genehmigt werden. Dann wird sich Oberbürgermeister Böh auf eine Reise begeben und während seiner Urlaubszeit ein Pcnsionierungsgesuch einreichen. An eine Rückkehr des Oberbürgermeisters in fein Amt wird von feiner Seite mehr gedacht.

Reichspräsident von Hindenburg in München.

München, 1. Oft. (WTB. Funkspr.) Reichs­präsident von Hindenburg traj heute vor­mittag mit dem fahrplanmäßigen FD-3ug i n München in Begleitung des Oberstleutnants von Hindenburg ein. Am Bahnhof hatten sich zur Be­grüßung des Herrn Reichspräsidenten, der die Feld­marschallsuniform trug, der Vertreter des Reiches in München, Gesandter von Hantel, Oberbür­germeister Dr. Scharnagel, Polizeipräsident Koch und Reichsbahn-Vizepräsident Drumm ein­gefunden. Eine riesige Menschenmenge brachte dem Reichspräsidenten am Bahnhofsplatz stürmische Ovationen dar. Der Reichspräsident setzte sofort die Fahrt im Automobil nach Dietramszell fort. Von dort, wo er seinen 83. Geburtstag begehen wird, wird er am Freitag zur Beisetzung des Feldmar­schalls Prinzen Leopold von Bayern, seines Nachfolgers im Oberkommando Ost, nach München zurückkehren.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Sranffurt a. DI

Berlin

Schluß-s kur» |

l»Uhr» Kur»

Schluß»! für» |

Anfang» ffurd

Datum

30 9. 1

1. 10

30 9

1. 10

6% Deutsche Reich-anleihe von 1927 ..........

88,25

_

88,3

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........

98,8

99

Deutsche Anl.-Ablöf.-Schuld mit

AuSlof.-Rechteu.......

59

59,6

58,9

59,4

DeSgl. ohne AuSlos.-Rcchte . .

6,9

6,85

6,7

8% He«. Bolksstaafvon 1929 trückzahlb. 102%)......

90

_

89,25

Lberhellcn Provinz - Anleihe mit

Auslos.-Rechten.......

55

_

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

56,25

_

55,6

8% fitanff. Htip.-Banf Goldpse.

XIII unlünbbar bi? 1934 . . .

99,5

_

7% fitanff. App.-Bank Goldpse unkündbar ul» 1932 .....

94,5

_

4%% Rheinische Hyp.-Bank

£lqu. Goldpse.........

86

_

8% Pr. fianbeSpfnnbbriefanftalt, Pfandbriefe R. 19......

102

_

102

8% Pr. Landesvfanvbriesansialt, flomm.'CbL 81. 20......

98

98

7% Pr. Landesplandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 21......

97,5

97,5

A.E.G. abg. BonriegS-Obligatio- neu, rückzahlbar 1932 .....

93,5

4% Oeslerrcichifche Golbrente . .

27,4

27,13

4,20% Oesterreichische SUberrente

3,5

3,25

4% Oesterreichifche Einheitliche Rente...........

1,9

_

1,95

4% llnnarifrfie Goldrente . . . .

24

23,9

24,13

4% Ungarifche StaatSrentc v. 1910

4Vi% deSgl. von 1913.....

-

4% Ungarische Aronenrente . .

1,9

1,95

_

4% Türkische ßollanlelbe von 1911

4,8

_

4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie ............

4,95

4% be»pl. Serie II.......

5% Rumänische vereinh. Rente

von 1903 ..........

4,8

4,85

_

9,1

9,25

4K% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........

15,65

_

15,5

15

4% Rumänische vereinh. Mente -

7,2

1

7,05

i 7,25

Frankfurt a. M.

Berlin

(Schluß- lurd

1»Uhr» fiurtt

Schluß» Iure

Anfang- Kurs

Datum

30 9

1. 10

30 9

1. 10

Hamvurg-Amenka Paket . .

t

80

78.75

79

Hamburg-Südam. Dampfschiff

8

Hansa Tampsschiss.....

10

125

Norddeutscher Lloyd ....

. 8

79.5

79,75

79

79,25

Allgemeine Deutsche Creditanst.

10

102,25

102.25

102.4

Barmer Bankverein ....

10

109,5

110

109.5

110

Berliner Handelsgesellschaft .

12

133

132,25

133

Commerz- und Privat-Bank .

11

120,5

120,5

120,5

120,5

Tarntstädter und Rationalbank

12

164,5

164,5

163,5

Deutsche Bank und

DiSconto-GeseUschaft, . . .

10

118,25

-

118,5

118

Dresdner Bank......

10

117,5

117,5

117,4

117.4

Reichsbank........

12

225

224,5

224,25

AEG...........

. d

121,5

122.4

120,25

121.5

Bergmann........

. ti

150.5

152

Elektr. LteferungSgefellfchasi.

10

118

118

Licht unb fliaft......

10

125,25

127,5

125,25

125,5

Felten & Guilleaume . . .

iv,

100,5

100,75

101,75

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

10

126,5

128,5

126

117,25

Hamburger Clektrizitätr-Werfe

10

129,75

130,5

Rheinische Elektrizität . . .

. i)

124,5

Schlesische Elektrizität. . . .

10

122,5

124

Schuckert L Co.......

11

139,5

140,13

139,9

140

Siemens & Halske .....

16

180,5

181

Tranüradio ........

. 8

120

125,5

Labmeyer L Co.. .....

10

143,5

140,5

146

Buderus.........

. d

54

_

_

Deutsche Erdöl......

. 6

66.5

66,5

65,75

Essener Steinkohle .....

. 8

Gelsenkirchener......

. 8

100

100

100

100

Harpencr.........

. 0

89

89

89.5

Hoesch Eisen..... . .

6 V,

78.75

78,75

Ilse Bergbau.......

ftlödiicrtucrfe .......

10

208

205,5 71

201,5

72,5

Köln-Ncuessen..... .

. 7

80

79,75

ManiieSmann-Röhren . . .

. 7

73

_

73,25

72,75

ManSscldcr Bergbau ....

. 7

49

49,25

48,5

Obcrschles. Eijenvedarf . . .

. 6

Oberschlcs. Koköwerfe....

. 7

_

76

76

Phönix Bergbau......

6Vt

69,75

70

69,75

Rheinische Braunkohlen . .

10

178,5

173,5

178,5

Rhciustahl........

. 6

76,75

77

77

77

Riebeck Montan......

7,2

Frankfurt a. M.

Berlin

(Schluß-! kurS I

1-Uhr»

(Schluß­kurs

Ansang» jsurS

£)atum

30 9.

1 10

30 9

1 10 !

Verein täte Stahlwerke .

Otavi Minen.....

71.5

71.5

71,5

. IG'/.

27,75

28,25

Kaliwerke Aschersleben .

. . 10

197

197

198

197,5

Kaliwerke Westeregeln .

. . 10

200

200,5

199

Kaliwerke Salzdetfurth .

. . 15

288

284,5

287,5

I. G- fiarben-Jndustrie . Dnnamit Nobel ....

. . 12

140,25 1 140,13

140

139,4

. . . 6

65,25

65,25

Scheideanslalt.....

. , . 9

133,5

__

Goldschmidt.....

. . . 6

44

43,75

44

Rütgerswerke.....

. . . 6

51,5

52,75

51,5

21,25

Metallgelellschaft. . . .

. . . k

98,5

99.75

Philipp Holzmann . . .

. . . 7

75,5

_

75

76

Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. .

. . 10

99,75

99,75

. . 10

_

Wayv & fireyiag . . .

... 8

45

46,5

46

Schultheis Patzenhofer .

. . 15

_

_

196

199

Lstwerke.......

. . 12

158

159

Aku.........

. . 18

66,5

66

65,75

Bemberg.......

. . 14

78,5

77.5

76

Zellstoff Waldhof . . .

- 13'/.

123,5

123

124

122,75

Zellstoss Aschaffenburg .

. . 12

86,75

87

83

Charlottenburger Wasser

... 8

84

84

Dessauer Gas.....

. . . 9

118.25

120

Daimler Motoren . . .

. . . 0

25,5

26

26

Deutsche Linoleum . .

159,5

158,5

161

Maschinenbau A.-G. . .

. . . 0

35,5

36,75

Rat. Automobil ....

. . . O

12

Orcnsiein & Koppel . .

. . . 6

51,5

52

Leonhard Tietz ....

. . 10

120

-

122

122

Svcnsfa.......

-

294,25

291

firankfurtcr Maschinen .

... 4

19,5

_

19,5

Gritzner.......

... 6

30

29,25

Heyligensiaedi ....

. . . 0

Iunghans.......

. . . 6

31

30

31

Lcchwerke.......

... 8

94

93,5

Mainkrastwerke Höchst a. M.. .8

76,75

_

Mlag.........

. . 10

75

__

.

Gebr. Roeder.....

. . 10

95

__

_

_

Voigt L Haesfner , . .

. . . 9

150

151

_

Süddeutsche Zucker . .

. . 10

123

-

123

-

Banknoten.

23erfm7 30- (September

Seid

Ärief

Amerikanische Roten . .

4,226

4,246

Belgische Roien. ...

58,33

112,08

58,57

Dänische Roten ...

112,52

Englische Roten ....

20,395

20,475

firanzösische Roten . . .

- - -

16,45

16,51

Holländische Roten . . .

169,28

169,96

Italienische Roten....

21,96

22,04

Rvrwegiiche Roten . . .

112,05

112,49

Dentsch-Ocstrrreich, i 100 Schilling

59,155

59.395

Rumänische Roten . . .

2.475

2,495

Schwedische Roten . . .

112,93

113,37

Schweiler Roten ....

81,44

81,76

Spanische Roten ....

43,81

43,99

Tschechoslowakische Roten.

12,42

12.48

Ungarische Roten . . .

73.24

73,54

Deoiletimarfl Berlin Frankfurt

a M

30. September

1 Oktober

Amtliche

Jloilcrung

Amtliche

.Notierung

Geld

vric

Geld

Briei

Amst.-Nott.

169.33

169,67

169,35

169,69

Buen.-AireS

1.480

1,482

1.485

1.487

Brss.-Aniw.

58.50

58,62

58.56

58,68

Christiania -

112,31

112,53

112,28

112,50

Kopenhagen

112,34

112,56

112,33

112,55

Stockholm .

112.73

112,95

112,72

112,94

Hclsirigsorö-

10,562

10,582

10.564

10,584

Italien. . . London. . . Rcuhork . .

21,975

20,397

22,015

21,975

22,015

20,437

20,396

20,436

4,1970

4,2050

4,1980

4,2060

Paris. . .

16.47

16.51

16,465

16,505

Schwei; . .

81,455

81.615

81,46

81,62

Spanien.

43.96

44,04

43.81

43,69

Japan . . .

2,075

2,079

2,075

2,079

'Hin de Ian

Wien in D.»

0,4395

0.4415

0,4405

0,4425

Oest- abgest

59,225

59,345

59,255

59,375

Prag . . . .

12,457

12,477

12,453

12,473

Äclirad . -

7,436

7,450

7,438

7,452

Budapest. .

73,43

73,57

73.43

73,57

Bulgarien .

3,050

3,056

3,045

3,051

Lissabon . .

18,83

18.87

18,83

18,87

Danzig. . .

81,59

81,75

81,55

81,71

Konstantin.

1.784

1,789

1,784

1,789

Athen. .

5,44

5,45

5,44

5,45

Cannda . .

4,202

4,210

4,199

4,207

Uruguay.

3,337

3,342

3,337

3,347

Cairo . .

20,91

20,95

20,91

20,95