Ausgabe 
1.7.1930
 
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Wirtschaft

15,8 Sek.: Lina Börbing, Heuchelheim, 15,9Sek.: Emma Äesseldreher, Heuchelheim, 16 Sek.

W e i t s p r u n g : Ilse Euler, Krofdorf. 4 Me­ter: Elise Diehl, Gießen, und Anna Sack, Heu­chelheim. 3,90 M.: Emma Aesseldrehcr, Hcuchöl- heim, 3,85 M.: Iohannette Pfeiffer, Launsbach, 3,80 Meter.

dem ganzen Skandal offensichtlich der treibende Teil war, besonders hervor, indem sie u. a. einem Polizeibeamten das Gesicht zerkratzte und in den Unterleib trat. Sie erhielt deshalb, obwohl sie noch nicht vorbestraft war. wegen Hausfriedens­bruchs und Widerstands die härtere Strafe, näm­lich eine Geldstrafe von 75 M k. und der Ehemann nur eine solche von 40 Mk. Außerdem wurde die Ehefrau wegen Sachbeschädigung noch zu einer Geldstrafe von 30 Mk. verurteilt. Gin Autofahrer soll bei einer Fahrt nach dem Bahnhof die Ecks Frankfurter Strahe-Liebig- straße mit zu großer Geschwindigkeit genom­men, auch kein Signal, wenigstens kein deutlich hörbares, vor der Kreuzung abgegeben haben. Die erstgenannte ^Übertretung konnte ihm nicht nachgewiesen werden, wohl aber die andere. Der Angeklagte erhielt wegen dieser eine Geld­strafe von 1 0 Mk.

Daten für Mittwoch, 2. Juli.

1714: der Komponist Christoph Willibald Ritter von Gluck auf Weidenwana geboren; 1724: der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock in Quedlinburg geboren.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 27. Juni. Vor einer hiesigen Wirt­schaft entstand eines Abends ein Strahenauf- lauf, der durch ein Ehepaar, welches dem Alkohol zu sehr zugesprochen hatte, veranlaßt worden war. Die Frau suchte Händel mit dem Wirt, der schließlich mit Hilfe von Gästen das Ehepaar wegen seines ungebührlichen Benehmens vor die Türe setzte, nachdem er ihm wiederholt den weiteren Aufenthalt in der Wirtschaft verboten hatte. Beide setzten aber draußen den Skandal fort. Der Wirt holte schließlich durch eine Hinter­pforte die Polizei, da die Eheleute die Haus­türe von außen zuhielten. Als die Polizei er­schien, ließen sie diese nicht herein, indem sie jetzt die Türe von innen zuhielten. Die Ehefrau hatte inzwischen zwei Fensterscheiben im Hause zertrümmert. Die Polizei gewann schließlich die Oberhand und nahm das Ehepaar fest. Auf dem Transport zur Wache leisteten beide Widerstand. Dabei tat sich die Ehefrau, eine Polin, die bei

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hmter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reicksbankdiskant 4 n

Reichswirtschaftsmini st er und Kohlensyndikat. In einer am 27. Juni in Essen abgehaltenen Versammlung der Berg­werk s be s i h e r an der Ruhr ist eine Verstän­digung mit der Mehrzahl der bisherigen Außen­seiter erzielt. Dagegen haben zwei Verwaltungen, die bereits dem freiwilligen Syndikat bei­getreten waren, ihre Unterschriften wieder zu­rückgezogen. Der Reichswirtschaftsminister hat nunmehr durch Verordnung vom 30. Juni die Außenseiter dem Rheinisch-Westfälischen Koh­lensyndikat, das durch den im notariellen Proto­koll beurkundeten Beschluß gebildet worden ist, zwangsweise beigefügt

* Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten. Die Reichsindex- ziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung undSonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für

Hoffnungen, daß in Bälde die geplante schärfere Bautätigkeit einsetzen werde. Holz mann, Wayh & Frey ta g und Hoch- und Tief­bau gewannen bis zu 2Prozent. Der Mon­tan - sowie der Kalimarkt lagen anfangs ohne Umsätze. Beachtung fanden noch Schiff­fahrtsaktien, bei Erholungen bis zu 1,5 Prozent. Banken ohne Geschäft. Am Ren­tenmarkt war das Geschäft ebenfalls klein. Deutsche A n l e i he n zogen weiter leicht an. Im Verlaufe gaben die Kurse unter dem Druck der Geschäftsstille zumeist bis zu 1,5 Prozent nach. Kaliwerke lagen bis zu 5 Prozent fester, gaben aber später auch wieder von ihrem Gewinn etwas her. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent wieder etwas leichter. Am De­visenmarkt war die Mark etwas gebessert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1937, gegen Pfund 20,389, London gegen Kabel 4,8595, gegen Poris 123,72, gegen Mailand 92,75 gegen Madrid 43,85, gegen Schweiz 25,0713, gegen Hol­land 19,09.

Berliner Börse.

Berlin, 1. Juli. Der heutige Vormittags­verkehr lag wieder sehr ruhig, doch hielt die zuversichtliche Grundstimmung an, und man rech­nete schon zu dieser Zeit mit einem gut behaup­teten Börsengewinn. Es lagen heute jtoar wenig c/K^nte vor, aber soweit Rachrichten aus der Industrie eingetroffen waren, lauteten sie nicht ungünstig Die Einigung im Ruhrkoh­lensyndikat, die festere Reuhorker Börse und die Meldungen über einen drohenden Kohlen- arbeiterftreif in Belgien regten etwas an. Die Tatsache des Verlustabschlusses Lazard- Speyer-Ellis en konnte die Börse nicht mehr überraschen, und die Meldung von der noch nicht erfolgten Belebung des Farbenmark- tes wirkte sich nicht stärker aus. Ein vorbörs­licher Verkehr fand nicht statt. Unmittelbar nach ber Rheinlandbefreiungsfeier be­gann die Feststellung der ersten Rotierungen. Es ergaben sich überwiegend Besserungen bis zu 1,5 Prozent gegen gestern Schluß. Deutsche Li­noleum gewannen 5, Kali-Aschersleben 2,5, Salzdetfurth 2, Gesfürel 2,5, Des- s a ue rG as 2,25, S chlesische 8.-G as 1,90, OSogel Telegraph 2, Körting 2,25, Demberg 3,75 Prozent und Svenska 3 Mk. Andererseits lagen Werte wie BMW., Ham- merson, Eisenbahn-Verkehrsmittel und Jung Hans 1,5 bis 2 Proz. gedrückt. Oberkvks und Daimler notierten heute exklusive Dividende. Deutsche Anleihen waren fester. Ausländer freundlich. Mexikaner fester. Der Pfandbriefmarkt war noch unent­wickelt. Die G e l d s ä h e waren heute noch un­verändert. Im Verlaufe wurde es, angeblich auf herrschenden Ordermangel, auf den Haupt- markten etwas schwächer. Die Kurseinbußen be­trugen in der Regel nicht mehr als 1 Proz . meinjelt gingen sie bis 2 Proz. Auch die zu Beginn bevorzugten Montan- und Elektro- werte waren leicht rückgängig.

Briefkasten Oer Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Student. Wir empfehlen Ihnen, sich in dieser Angelegenheit mit der Gießener Studentenhilfe, Bismarckstraße 16III, Telephon 3395, in Verbindung ZU setzen.

Verschiedene Mieter. Die Erhöhung der Müll­abfuhrgebühren von 92 auf 116 Pf. je 100 RM. mit Rückwirkung vom 1. April ist, wie uns von der Stadtverwaltung mitgeteilt wird, genehmigt, aber noch nicht veröffentlicht; sie ist in vier Zielen nach Aufforderung zahlbar. Die Erhöhung der gesetz- lichen Miete von 120 v. H. auf 122 v. H. der Frie­densmiete ist beantragt, aber vom hessischen Ge- famtminifterium noch nicht genehmigt.

Letzte Nachrichten.

Abrechnung

mit rheinischen Separa isten.

Kaiserslautern, 1.3uli. (1BTB. Juntfpr.) 3n der Rächt zum 1. Juli kam es hier zu A u e - chreitungen junger Leute gegen ehe­malige Separatisten. Die Demonstranten zertrümmerten Scheiben, drangen in Läden und in eine Wohnung ein, zerstörten waren und Möbel und warfen aus einem Fenster der Wohnung ein Klavier auf die Straße. Die Polizei griff mit einer Motorspritze ein und zerstreute die jungen Burschen. Auch in Main; und anderen Orten soll die empörte Bevölkerung bekannten Separatisten Denkzettel verabfolgt haben.

den Durchschnitt des Monats Juni auf 147,6 gegenüber 146,7 im Vormonat. Sie ist somit um 0,6 v. H. gestiegen. An dieser Steigerung sind im wesentlichen die DedarssgruppenErnährung" undWohnung" beteiligt. Innerhalb der Er- nährungsausgaben konnte im Monatsdurchschnitt die Erhöhung der Preise für Gemüse, Eier, Kartoffeln, sowie Brot und Mehl durch den Rück­gang der Preise für Milch und Butter, die in der zweiten Monatshälfte wieder angezogen haben, sowie Fleisch und Wurstwaren nicht ausgeglichen werden. Bei den Wohnungsausgaben wirkte sich die Heraufsetzung der staatlichen Grundvermögens steuer in den preußi­schen Gemeinden aus. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913,14=100) für Ernährung 142,7, für Wohnung 129,8, für Hei­zung und Beleuchtung 149,4, für Bekleidung 166,8, für densonstigen Bedarf" einschließlich Ver­kehr 193,6.

* Festsetzung der Stick st offpreise. Die Meldungen über eine bereits erfolgte Senkung der Preise des Stickstoffsyndikats, Berlin, entbehren der Grundlage. Erst nach Abschluß der internationalen Verhandlungen in Paris, die zur Zeit noch an­bauern, roirb über die neuen Preise für Stickstoff, büngemittel Beschluß gefaßt werden.

* D i e Erneuerung des Superphos­phatsyndikats gesichert. Bei den Ver­handlungen, die in Stettin mit dem Zwecke der Erneuerung des am 31. Mai 1930 abgelaufenen Superphosphatssyndikats geführt wurden, konnten die wesentlichsten Schwierigkeiten beseitigt werden. In beteiligten Kreisen rechnet man daher bestimmt mit dem Wiederzustandekommen des Syndikats. Am Freitag werden die abschließenden Besprechungen stattfinden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 1. Juli. Tendenz: freund­lich- Das Geschäft an der heutigen Börse kam nur langsam in Gang. Durch eine vormittags abgehaltene schlichte Feier, in der der Befrei­ung der Rheinlande würdig gedacht wurde, verzögerte sich die Festsetzung der Kurse. Auf­träge waren wiederum kaum eingegangen, doch schritt die Kulisse, angeregt durch die festen Schlußkurse an der gestrigen Veuyorker Börse, der zuversichtlicheren Beurteilung der innervolitischen Lage usw. in Spe- zialaktien zu Deckungen, so daß gegenüber der schon etwas gebesserten gestrigen Abendbörse teilweise wieder beachtenswerte Erholungen ein­traten. Im Vordergründe des Interesses standen E l e k t r o w e r t e, die auf eine angebliche Aus­dehnung der Interessengemeinschaft einzelner Un­ternehmungen stärker gesucht waren. Licht & Kraft waren mit 3,5 Prozent führend. Ges- fürel gewannen 2,5 Prozent, während AEG., Schuckert und Siemens leicht gebessert er­öffneten. Außer diesen Werten war noch leb­hafteres Interesse für Deutsche Linoleum, die schon an der gestrigen Abendbörse kräftig erholt waren, zu bemerken, mit einem Gewinn von 3,5 Prozent. Arn Chemiemarkt hatten I.-G.-Farben nur kleines Geschäft. Die Besse­rungen gingen an diesem Markte nicht über 1 Prozent hinaus. Mehr in den Vordergrund traten noch Bauunternehmungen, auf die

Oie wirtschaftliche Lage des Hand­werks im Zuni.

Die Geschäftsstelle des Deutschen Hand­werks- und Gewerbekammertages er­stattete den Bericht über die Wirtschafts­lage des Handwerks im Monat Juni. Danach hat die im Derichtsmonat eingetretene geringfügige Belebung des Absatzmarktes und damit auch des Arbeitsmarktes keine nennens­werte Auswirkung gehabt. Die auf dem deutschen Wirtschaftsleben lastende Depression hält im all­gemeinen unvermindert an. Die saisonmäßige Abnahme der Erwerbslosigkeit ist nicht in gleichem Maße fortgeschritten wie im Vor­jahre. So machen sich denn auch in der Hand­werkswirtschaft kaum Anzeichen einer Belebung bemerkbar. Der Daumarkt war nach wie vor sehr still; neue Bauvorhaben wurden nur ver­einzelt in Angriff genommen. Lediglich in den Gewerbegruppen, für die das Pfingstfest von Bedeutung ist, waren die Umsätze besser. Auch die Heuernte auf dem Lande brachte den beteiligten Gewerben eine Besserung des Be­schäftigungsgrades. Die Preise blieben in allen Gruppen außerordentlich gedrückt. Die Klagen über zunehmende Schwarzarbeit als Folge der großen Erwerbslosigkeit nahmen immer mehr zu. Die Preise für verschiedene Metalle, besonders Kupfer, zeigten rückgängige Tendenz.

Rindermarli in Gießen.

Heute fand in Gießen Rindvieh-(Vuhvieh-) Markt statt. Der Auftrieb betrug 1266 Stück Großvieh und 243 Kälber. Auswärtige Käufer waren zahlreich vertreten. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mark, 2. Qualität 400 bis 500 Mark, 3. Qualität 200 bis 350 Mark, Schlachtkühe 150 bis 450 Mk.; Rinder i/2- bis Vjäljrig 120 bis 240 Mk., Rinder 3> bis 2jährig 200 bis 400 Mk.; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 50 bis 55 Pfennig. Aus­gesuchte Tiere über Voti^ Marktverlauf: schlep­pend mit etwas Ueberstand. Geringe Vachfrage nach guten Milchkühen; Schlachtvieh schwer ver­käuflich.

gionggemetnben Frankfurt a. M. und Bad-Vau- heim, der drei Frankfurter Logen und der hiesigen Aerztevereinigung.

Vortragsabend

des Alice-Franenvereins Butzbach.

M. Butzbach, 30. Juni. Der Alice- Frauenverein Butzbach veranstaltete dieser Tage einen Vortragsabend, verbunden mit feiner diesjährigen Hauptversammlung. Den Vorsitz führte Frau Wiehler. Sie begrüßte die An­wesenden, sprach kurz über die Bestrebungen des Vereins und gedachte seines erst kürzlich ver­storbenen Mitgliedes, des Herrn Medizinalrates Dr. Vogt. Hierauf erteilte sie Sanitätsrat Dr. Ohnacker das Wort zu seinem Vortrag:Die Krankenpflege einst und jetzt und insbesondere in Butzbach". Die sehr interessanten Ausführungen des Redners fanden bei allen Anwesenden leb­haften Anklang.

Hierauf erstattete die Schriftführerin des Ver­eins, Frau Heß, ihren Jahresbericht. Die Schwestern nahmen das von der Stadt neuzeitlich hergerichtete Hospital, das heutige Altersheim, in ihre Obhut. Hierdurch wurde ihr Arbeitskreis erweitert. Vom 14. Januar bis 21. März 1929 wurden in der vom Verein abgehaltenen Väh- stunde 47 Frauen und Mädchen in zwei Abtei­lungen unterrichtet. Weiter seien erwähnt die Anfertigung von Weihnachtsgeschenken, die Hilfe­leistung bei der Verabreichung von Solbädern und die Bewirtung der Kinder. 51 einsame und alte Leute wurden unter dem Weihnachtsbaum reichlich beschenkt. Leider hat der Verein den Tod eines langjährigen Vorstandsmitgliedes, der Frau Kiefer, zu beklagen.

Die Rechnungsablage erfolgte durch den Rechner des Vereins, Herrn Metzger. Die Einnahmen betrugen 6917,87 Mk., die Ausgaben 6887,05 Mk., so daß ein Ueberschuß von 30,82 Mk. verbleibt.

Bei der Dorstandswahl wurden für die verstorbenen und ausgetretenen Mitglieder in den Ausschuß, der aus 10 Damen besteht, Frau K ahlbom und Frau Dr. Paul, in den Bei­stand die Herren Dr.Rau und Lehrer Bach gewählt.

In einem Schlußwort gedachte Frau W i e ß - ler der verdienstvollen ersten Vorsteherin des Vereins, Frau Weickardt, die leider infolge ihres hohen Alters nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, dankte ferner allen Mitarbei­tern, insonderheit den Schwestern für ihre mühe­volle und aufopfernde Tätigkeit und richtete die herzliche Bitte an alle Mitglieder, auch weiterhin dem Verein ein reges Interesse entgegenzu­bringen.

LSZahre israelitisches Frauenheim in Bad-Nauheim.

2$. Bad-Vauheim, 30. Juni. Das im Jahre 1905 von dem bekannten Frankfurter Philan­thropen M. M. Mainz mit Unterstützung von Angehörigen der Familie Rothschild gegrün­dete israelitische Frauenheim zählt zu den ältesten sozialen Anstalten am Platze. Es hat seinen Verwaltungssitz in Frankfurt a. M. In >ei behaglich eingerichteten Häusern in der hiesigen Frankfurter Straße kann es monatlich etwa 55 minderbemittelten Frauen und Mädchen einen angenehmen Kuraufenthalt gewähren. An die Durchführung des sehr notwendigen weiteren Ausbaues ist bei besserer Wirtschaftslage ge­dacht.

-Gestern fand im Heim eine schlichte, aber ein­drucksvolle akademische Feier aus An­laß des 25jährigen Jubiläums statt. Der Vor­sitzende des VereinsIsraelitisches Frauenheim", I. F. Ettling er (Frankfurt a. M.), konnte Freunde der Anstalt und geladene Gäste in größerer Zahl begrüßen, darunter auch Vertreter der Presse. Provinzialrabbiner Dr. Hirsch­feld (Gießen) feierte in seiner tiefgründigen Festrede Gründung und Tätigkeit des Heims als einen Ausdruck gottgewollter Vächstenllebe, wünschte der wohltätigen Anstalt und den heil­kräftigen Sprudeln eine gesegnete Zukunft und dankte herzlichst allen, die im Dienste der Vächstenllebe das Heim auch über die schweren 2ahre des Krieges, der Inflation und der Wirt­schaftsnot erhalten. In herzlichen Ansprachen wurden anschließend dem Frauenheim die Glück­wünsche zum Geburtstage übermittelt. Es spra­chen u. a. Vertreter der israelitischen Reli-

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_________Berlin, 30. Juni_____________

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Brief

Datum

30. 6.

1. 7.

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Datum

30. 6.

1. 7.

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1. 7.

Datum

30. 6.

1. 7.

30. 6.

1. 7.

Amerikanische Noten......

Belgische Noten .......

Dänische Noten ........

4,173

58,43

111,88

20,234

16,435

168,08

22,06

111,95

59,18

2,47

112,30

81,20

45,71

12,44

73,15

- $ranffurl

4,193 58,67

112,32 20,412 16,495 168,76

22,14 112,39

59,42

2,49 112,74

81,52 45,89

12,50 73,45

a. m.

6% Deuyche öieiajsaiuetfle von 1927 .........

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........

Deutsche Anl^Ablös.-Schuld mit Auslos.,Rechten.......

DeSgl. ohne Auslos^Rechte . .

8% Hess. Bolksstaat von 1929 (rückzahlb. 102%)......

Oberhessen Provinz Anleihe mii Auslos.-Rechten ......

Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe XIII unkündbar bis 1934 . . .

7% Franks. Hyp^Bank Goldpfe unkündbar bis 1932 .....

*Vi% Rheinische Hyp^Bauk Ltqu. Goldpfe.........

8% Pr. LandeSpsandbrtefanstalt, Pfandbriefe R. 17......

8% Pr. LandeSpsandbrtefanstalt, Komm^Lbl.R. 20......

7% Pr. LandeSpsandbrtefanstalt, Pfandbriefe R. 10......

A E.G. abg. BorkrtegS-Obllgatio nen, rückzahlbar 1932 .....

4% Oefterretchische Goldrente . . 4,20% Oefterretchische Stlberrente 4% Oefterretchische Einheitliche Rente...........

«% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913.....

4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl

Settel...........

88

103,5

59

9,2

94

57

57,5

101

95,5

90

101

96,75

95,5

98

26,8

2,75

22,9

1,95

5,25

59

9,35

88

103,9

59

9,2

95

57,9

101.5

94,5

26,8

23,2

22,9

1,9

5,13

5,3

5,3

9,75

7,6

59,3

9,4

23,25

21,13

Hamvurg-Ämertka Palei .... Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine DeutscheCreditanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz, und Privat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschast,. . . io Dresdner Bank ...... io Reichsbank..... 12

A.E.G.............

Bergmann.........9

Elektr. Lteferungsgesellschast. io Licht und Kraft......io

Selten & Guilleaume . . . ?y. Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... io Hamburger ElektrizttätS-Werko 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert L Co. ...... H Siemens & Halske ..... 16 TranSradto ........ 8 Lahme yer L Co.. ..... io

Buderus..........6

Deutsche Erdöl.......6

Äsener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener . ......8

Harpener..... 0

Hocsch Eisen. ....... 6% Ilse Bergbau ....... 10 Klücknerwerke ........ 7 Köln-Neuessen........ 7 Mannesmann-Röhren .... 7 Mansselder Bergbau ..... 7 Oberschles. Eisenbedarf . . . . 6 Oberschles. KokSwerke.....7

Phöntr BeMbau......6%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rhein stahl..... 6

Riebeck Montan ...... 7,2

105,5

105,75

113

122.5

162

143

211

134,25

134,25

154

149,5

110,5

148

173

221,5

161

77,5

129

121,75

242 99

97,25

106,5

107,25

122,5

143 210,75

134,25

261

154,75

153

150,5

173,5

222

78,5

88,5

105,5

164,5

105,75

113

122,5

162

143 210,75

134,25

134,5

261

154,25

181

143

148,5

111,5

148,5

134

144

151,5

172,5

221

117

160

77,5

88,5

129

123

99

242,5

99

96,5

97,13

106,4

106,4

112,75

122,5

162,5

143

210,75

134,25 134,25

261,4

154,5

181,25

150

151

134,75 144,5 153,4

172,75 222

77,4 89

130 123

99,75

98,5

97,6

Bereinigte Stahlwerke .....

Olavi Minen......16'/»

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth . . . 16

g. ®. Farben-Jndustrie ... 12 Dynamit Nobel.......6

Scheideanstalt....... . 9

Goldschmidt........6

RütgerSwerke..... 6

Metallgesellschaft.......8

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10 Cementwerk Karlstadt. ... 10 Wayß & Frey tag......8

Schultheis Patzenhofer ... 15 Ostwer1e..... 12

Aku...........18

Beinberg.........14

Zellstoff Waldhof .... 18/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer GaS ........ 9 Daimler Motoren ...... O Deutsche Linoleum ......

Rat. Automobil...... . 0

Orenstein & Koppel ..... ß Leonhard Tietz ...... 10 SvenSka...........

Frankfurter Maschinen .... 4

Gritzner...... 6

Heyltgenstaedt.......o

88,5

208

212

378

162,9

60

60,25

114

93

89

96

110,5

206,5

149

304

33

89

163,75

115

94,75

76,5

153

110

34.25

210

88,4 46,5

209

212 377,5

162,65

60 60,13 113,5

93

75

296

242

89 94,75 153,5

112

101

150

33,5

205

47,5 14,9

70,4

150

304

25

32

89

45 211,5

379,5

163,13

61,5

95

296

242,5

89,9

98,5

154

114

152,25

34

210

48

70

150

Englische No Französische Holländische Italienische 9 Norwegische Deutsch-Oeste Rumänische 9 Schwedische 9 Schweizer Nc Spanische No Tlchechoslowa Ungarische N

veoi

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Roten .......

Roten ....... oten........

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ische Noten..... oten . . ......

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Amtliche Notierung

Geld | Srie

Amtliche Geld

Notierung

I Brief

Amst.- Nott. Buen.-AireS Brss.'Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm . Helsingfors. Stellten. . . London, .. Neuhork . . Paris. . . . Schweiz . . Spanten . Japan .. . «io de Jan. Wien in D-- Oest. abgest. Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . Canada . . Uru uay. . Tatro . . .

168,42 1,483

58,475 112,19 112,17 112,57 10,547

21,95 20,367 4,1905 16,455

81,22 45,65

2,071 0,470

59,165 12,43

7,413 73,295

3,037 18,80

81,49 1,785

5,425 4,188

3,566 20,885

168,76 1,487

58,595 112,41

112,39 112,79 10,567

21,99 20,402 4,1985 16,495

81,38 45,75 2,075 0,473

59,285 12,45 7,427

73,435 3,043 18,84

81,65 1,789

5,435 4,196

3,594 20,925

168,45 1,473 58,47

112,19 112,15 112,51

10,546 21,955 20,365 4,1905 16,455

81,20 46,25

2,074 0,471

59,17 12,433

7,410 73,295

168,79 1,477 58,59

112,41 112,37 112,73

10,566 21,995 20,405 4,1985 16,495

81,36 46,35 2,078 0,473

59,29 12,453

7,424 73,435

4% desgl. Serie 11.......

5% Rumänische veretnh. Rente von 1903 .........

ty*% Rumänische veretnh. Rente von 1913 ..........

t% Rumänische veretnh. Rente .

9,65

7,65

5,05

89

221

113

2 113,25

69

65,5 105,65

88,9

221,5

112,5

68,25

98,6

89,6

222,75

113,25

KunghanS. ...... 6

Lechwerke...........

Mainkraftwerke Höchst a. M.. .8

Miag...........io

Gebr. Roeder ....... io

Botgt & Haeffner ...... v

Süddeutsche Zucker .... io

80

114

105

150

155,5

156

39

113,25

150

155

113,5

3,037 18,80

81,47 1,784

5,42 4,188 3,596

20,785

3,045 18,84

81,63 1,789

5,43

4,196

3,544

20,925