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anständigen scheidet, als sanft und unmerMch von der einen zur anderen hinüberzugleiten. Zu ersterem gehört immer einEntschluh. der einem bisher ehrenwerten Menschen doch nicht £01x3 leicht wird, zu letzterem nur eine sittliche Schlaffheit und Wider st andsun- f ä h i g k e i t, zumal wenn sie verbunden ist mit einer Unempfänglichkeit für Anstandsbedenken und einem Mangel an gesundem Gefühl für das gesellschaftlich Schickliche. Erlaubte und Gebotene. Denn mit scheinbaren Harmlosigkeiten fängt das Unheil an, mit Einladungen, Gelegenhei tsgeschen- ken von steigendem Wert und anderen Mitteln, die geeignet sind, nutzbringende Beziehungen oder gor einen intimen Verkehr anzuknüpfen. Sie führen die Möglichkeit heraus, den anderen im Gespräch auszuhorchen, zu Indiskretionen zu ver­leiten. erleichtern überhaupt die Erlangung von Mitteilungen, die in irgendeiner Weise in Geld umgeseht werden können. Wie mancher hat schon seine Ehre um ein Linsengericht in Gestalt eineß leckeren Diners verkauft und Kopf und Kragen um eine Richtigkeit aufs Spiel gesetzt! Bereits die Tatsache des Verkehrs kann ausgenüht und ergiebig gemacht werden, weil die Vertraulichkeit im Umgang den Anschein der Vertrauenswürdig­keit in geschäftlicher Hinsicht erweckt und nach-

Das Gold der Erde.

Die gesamten Goldbestände der Erde, soweit sie bereits gehoben sind, repräsentieren einen Wert von etwa 100 Milliarden Mark. Dabei kursieren von diesen 100 Milliarden nur 50 Milliarden als gemünztes Gold. Die anderen 50 Milliarden liegen entweder als Darren in den Safes der Danken oder sind zu Schmuck verarbeitet. Vor dem Kriege besah Deutschland 4 Milliarden in Goldmünzen im Verkehr, während heute die Goldstücke vom Erdboden verschwunden zu sein scheinen. An die 20 Milliarden in gemünztem Gold sind im Laufe der letzten zehn Jahre auf Schiffen von Europa nach Amerika und. nach Einräumung der Kredite, wieder zurücktranspor- tiert worden. Heute besitzt Europa wieder mehr gemünztes Gold als Amerika, ein Zustand, der von 1920 bis 1928 vorübergehend aufgehoben war.

Wer liefert nun das Gold, das die Welt jedes Jahr erneut nötig hat? Die Quellen wechseln im Laufe der Jahrhunderte. D r a s i l i e n hat bis in die Anfangsjahre des 19. Jahrhunderts jähr­lich die Hälfte der Weltproduktion geliefert, wurde aber dann durch Kalifornien ab­gelöst, gerade in dem Augenblick, als die Minen in Südamerika nicht mehr viel hergeben wollten.

Leistungen zeugten von guter Schulung und ernster Vorbereitung. Besonders das Turnen am Reck, an dem sich auch einige Schwanheimer Gipfelturner beteiligten, zeigte hervorragendes Können. Ein gut gespieltes einaktiges Theater­stück trug zur Verschönerung des Abends bei. Gauvertreter Schneider wies in einer kurzen Ansprache auf die achtunggebietende Stellung hin, die sich der Turnverein Grohen-Linden bei der Gouleitung durch seine bewährte turnerische Arbeit errungen hat. Deine Mitteilungen über die herzliche Ausnahme, die ihm und dem ersten Sieger des Deutschen Turnfestes Karl Reuter, Gießen, während der vorjährigen Amerikareise durch den Rordamerikanisch-Deutschen Turner­bund zuteil geworden war, machten starken Ein­druck. Im weiteren Verlaufe der Feier wurden die langjährigen Vereinsmitglieder: Wilhelm Volk, Ludwig Fischer, Johannes Menges und Heinrich Luh unter Ileberreichung von Ur­kunden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

U Grohen-Linden. 29. 3an. Gestern abend sand die zweite Gemeinderats- s i tj u n g in diesem Jahre statt. Zunächst wurde die Wahl der Kommissionen vorgenommen. Die Erbauung eines Spritzenhauses, dessen Rotwendigkeit allgemein anerkannt wird, muh

empfahl der Vortragende zur fleißigsten De-, nuhung.

6 Lollar. 29. Jan. Gestern abend fand im SaaleZur Germania" die ordentliche Haupt­versammlung des VereinsKinder- freund" statt, die von 180 Mitgliedern besucht war. Der Vorsitzende. Dekan G u h m a n n, ge­dachte zunächst der Verstorbenen des vergangenen Jahres, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Rach dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht hatte der Verein im letzten Jahre eine größere Zahl Reuaufnahmen zu verzeichnen^ er zählt zur Zeit 508 Mitglieder. Das abge­laufene Jahr war für den Verein ein Jubi- läumsjahr, als die Kleinkinderschule auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Zwei verdiente Mitglieder, die Gründer und Vor­standsmitglieder seit Bestehen des Vereins sind. Zimmermeister Balthasar Ruhn und Rektor a.D. Otto Saab, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Reiche Spenden an Geld und Ratu­ralien sind der Anstalt (Kleinkinderschule und Krankenpflege) zugeflossen, so von der Gemeinde Lollar 2000 Mark, dazu freie Lieferung von Brand und Licht, von Den Buderusschen Eisen­werken 450 Mark, von zwei Mitgliedern als An­erkennung für gewährte Krankenpflege je 50 Mk,

Der Schiffbruch vor Biarritz. Der englische Dampfer .Knepworth" lief an der spanischen Stüfte auf einen Felsen und brach in zwei Teile auseinander. Die Besatzung konnte durch Seile, die durch Raketen an Bord geschossen wurden, an Land gebracht werden.

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Zum Jubiläums-Reit- und Fahrturnier in Berlin vom 1. bis 9. Februar. Die spanische Offiziersmannschaft, darunter zwei Olympiasieger.

geordnete Stellen gefügig und gefällig macht. I Aber gegen solche Dinge ist kein kriminelles Kraut | gewachsen und auch disziplinarisch nur höchst selten etwas zu machen. Die Mittel der Justiz bringen nicht bis in dis tiefsten Gründe und Ab­gründe, aus denen die Phänomene stammen.

In diesen Fällen liegen sie nur zum Teil so offen zutage wie die Momente, durch die man gewöhn.ich das Anwachsen von Korruptions- erschnnungen zu erklären versucht. Man verweist auf die wirtschaftliche Rotlage durch die Steigerung aller Preise, die in 0 ra 1 is ch e Verwilderung durch den langen Krieg, die gesellschaftliche Minderung der Stel­lung des Beamten durch die Beseitigung von Orden und Titeln, das Schwinden des Idealismus durch das allgemeine Heber» Handnehmen materialistischer Lebensanschauungen und -gewohnheiten. Für die feinere Art der Korruption, die Bestechung durch Cinwicklung kommt indes noch ein anderes und Wesentliches hinzu: der Wandel in der äußeren und inneren Struktur der öffentlichen Funktionäre und insbesondere der Beamten­schaft. Die richtige Vorstellung vom Wesen des Beamtentums ist vielfach verloren gegangen. Die bei uns übliche Heberschätzung des Wissens und Lernens macht sich auch hier geltend: man glaubt, cs genüge, um Beamter zu fein, wenn man die für das Amt nötigen Kenntnisse besitzt, und sieht nicht, dah dazu noch ein Mehr notig ist Beamtenpersönlich­keit und Bcamtenethos. Der Beamten» charakter muh den ganzen Menschen umfassen, durchdringen und gestalten. Er ist der Rieder­schlag einer langen geschichtlichen Standesent» Wicklung. Sein Wesen ist T r a d i t i 0 n. In sie muh dc-r Reuling ausgenommen werden, um in ihr so weit aufzugehen, dah er auf ihr auf- und weiterbauen kann. Gewiß unterliegt auch sie dem Gesetz der Entwicklung; aber wenn man letzteres nicht so deutet, daß das deutsche Be­amtentum überhaupt seine Existenzberechtigung verloren habe, muß n«n die neue Gestaltung mit dem alten Charakter in Verbindung und Ein­klang bringen. Mit dem Ausstieg neuer Schichten in die Kreise des Beamtentums und innerhalb ihrer ist als einer Rotwendigkeit, einer gegebe­nen und begründeten Tatsache zu rechnen. Rur hat die Plötzlichkeit und Sprunghaftigkeit dieses Prozesses auf der einen, der Mangel an Vor­bereitung, an Lebenserfahrung und Menschen­kenntnis bei den an ihm beteiligten Persönlich­keiten auf der anderen Seite in der ilcbcrgangß- zeit manche schlimmen Folgen gezeitigt. Sie wer­den verschärft durch das Hebermaß des Parteiwesens, das,, in die Beamtenschaft eindringend, die traditionellen Voraussetzungen ihres Seins abschwächt/ den für die Hcberlicfc- rung der Beamtentugenden sehr wichtigen, ver­trauensvollen Zusammenhalt innerhalb ihrer min­dert und die Hnabhängigkeit des Geistes beein­trächtigt. ohne die ein öffentliches Beamtentum des zur Abwehr jeder Versuchung notwendigen Selbst- und Pslichtbewußtseins entbehrt. So er- klären sich manche Erscheinungen, die im Hinblick auf frühere Zustände uns unbegreiflich dünken und mit Bitterkeit und Sorge erfüllen zum großen Teil daraus, daß das Beamtentum im neuen Staat noch nicht seine Gleichgewichtslage ge­sunden hat. Auch daß Problem der Beamten- moral mündet in das Gesamtproblem unserer Zeit aus.

Doch nur 30 Jahre lang war Kalifornien ein I sehr ergiebiges Dorado, denn schon hatte man | in Australien riesenhafte Goldfelder entdeckt, lind auch dieser Erdteil ist wieder abgelöst wor­den durch Afrika, das gleich an drei Stellen in Transvaal, Rhodesia und Westafrika Gold liefert, und zwar in solcher Menge, daß Afrika heute noch die Hälfte der Welt­produktion liefert. In manchen Jahren sogar mehr als dies. Im vergangenen Jahr sind nach bisherigen Angaben, Zählungen und. Schätzun­gen 1,9 Milliarden Mark an purem Gold gegen­über 1,75 Milliarden im Jahre 1928 gefördert worden. Hiervon kamen 900 Millionen aus Transvaal. 52 Millionen aus Rhodesia und 15 Millionen aus Der Goldküste, so daß Afrika allein 967 Millionen an Gold hergab. An zweiter Stelle stehen die Vereinigten Staaten mit 209 Millionen vor Kanada, das immerhin auch noch 160 Millionen liefert Australien, ehedem an der Spitze, gehört heute schon zu den mittleren Goldländern, denn feinen 60 Mil­lionen Feingold haben Rhodesia 52 und In­dien 35 Millionen entgegenzustellen.

Die Welterzeugung von 1929 ist die größte, die bisher da war, sie ist größer als die von 1917, dem Jahre, welches bisher den Rekord hielt, denn damals wurde jede Tonne Gold der Kriegs­kredite wegen im wahrsten Sinne des Wortes mit Gold ausgewogen, aber mit Papiergeld be­zahlt. Der Goldbestand der Erde hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm vergrößert. Roch um das Jahr 1800 rechnete man mit 10 Milliarden, die bis dahin gefördert waren. In den nächsten 25 Jahren kamen weitere 15 Milliarden hinzu, llm die Jahrhundertwende sind die Goldbestände auf 58 Milliarden geschätzt worden. Bei Aus­bruch des Krieges waren es 76 Milliarden und heute sind es rund 100 Milliarden. Da die Jahresproduktion ständig steigt, darf man an- nehmen, dah die Menschheit bis zum Jahre 1960 weitere 100 Milliarden gefördert haben wird.

Oberheffen.

Landkreis Gietzcn.

X K1 ei n » L i n d e n, 28. Jan. Nachdem die zur elektrischen Stromverstärtung nötigen 3rmen» arbeiten in dem neuen Transsorma- torenhaus am Schildberg in der Haupt­sache beendet find, ist man jetzt mit der An­bringung der oberirdischen Leitungen zur Ver­bindung der hüben Transsormatorenstat onen und mit dem Anschluß an das Ortsnetz beschäftigt. Zur ilcberquerung ber Hauser wurde die Auf­stellung von 12 Meter hohen Masten und die Anbringung neuer Stützen auf den Dächern nötig. Mit Hilfe staatlichen Baukostenzu­schusses wurden im verflossenen Jahre hier A u>e i Wohnhäuser neu erbaut, wo­durch drei Wohnungen geschaffen wurden.

U Grohen-Linden, 27. Jan. Der hiesige Turnverein hielt am Samstag in der Turn­halle fein diesjähriges Wintervergnügen ab. Mit dem deutschen Turnermarsch, vorgetragen von der Kapelle Köhler, Grohen-Linden, wurde die Feier eingeleitet. Der Vorsitzende. Dr. Ern st Römer, hieh die Besucher willkommen, beson­ders den 2. Gauvertreter Schneider. Butzbach, und die Vertreter des Turnvereins Schwanheim (TaunuSgau), mit dem der Turnverein Grohen- Linden engere Beziehungen pflegt Hierauf wur­den Freiübungen, Bodenturnen. Reigen und Reck- turnen vorgeführt. Die auf hoher Stufe stehenden

wegen Mangel an Mitteln auf ein Jahr zurück- gestellt werden. Ein Antrag des Gemeinderats Seth, eine kommunale Zeitschrift für die Gemeinderatsmitglieder auf Kosten der Ge­meinde zu beziehen, wurde angenommen. Einzelne Herren lehnten den Bezug einer solchen Zeitschrift für sich ab. Heber den Punkt: Erlaß und Stundung von Steuern, der mit dem schon feit längerer Zeit laufenden Antrag der Gewerbetreibenden auf Herabsetzung der hohen Ausschlagssätze für 1 929 ver­einigt wurde, entspann sich wieder eine lebhafte und lange Aussprache. Der Bürgermeister er­klärte hierzu, dah er mit den Gewerbetreibenden verhandelt habe mit dem Ergebnis, der Ge­meinderat möchte einer Stundung von zwei Zielen dieser Steuer seine Zustimmung geben. Er er­wähnte weiter, daß heute das Kreisamt Gießen andere Ausschlagssätze für Grundstücke und für­baß Anlage- und Betriebskapital, vorbehaltlich der Genehmigung des Ministeriums des Innern, in Vorschlag gebracht habe. Der Stundungs­antrag wurde ab gelehnt, weil damit den Antragstellern nicht gedient wäre und man eine endgültige Regelung, vielleicht im Sinne des Vorschlags des Kreisamts, treffen wolle. Der Vorschlag des Kreisamts kam wegen nichtsrist- mähiger Vorlage nicht zur Abstimmung.

* Allendorf (La hn). 28. Jan. Dieser Tage sand in der Gastwirtschaft von Joh. Luh VI. Wwe. die ordentliche Generalversammlung des Konsumvereins unter der Leitung des Auf­sichtsratsvorsitzenden Wilhelm Luh II. statt. Die Festigung des Vereins hat unter der hervor­ragenden und zielbewußten Gcschästsf"''-''ng des jetzigen Direktors Wilhelm R e e h große Fort­schritte gemacht. Der Geschästsberi^i tuieß ein gutes finanzielles Ergebnis aus, worauf dem Vorstand Entlastung erteilt wurde. Bei der Vor­standswahl wurden Friedrich Stengel, Wil­helm Euler IV. und Ludwig Ulm II. ein­stimmig wiedergewählt. Rachdem das Vorstands­mitglied Friedrich Heinrich eine Wiederwahl ablehnte, wurde an dessen Stelle Ludwig S t e n - g l einstimmig gewählt.

8 Alten-Duseck, 31. Jan. Die Holz- preise bei der gestrigen Versteigerung in den hiesigen Gemeindewaldungen waren wesentlich niedriger, als in den Doraußgegangcnen Jahren. Es kosteten beispielsweise 2 Meter Buchenscheit 28 bis 30 Mk., Duchenknüppel 20 bis 24 Ml., 5 Meter Duchenwellei, 6 bis 8 Mk. Dank der Bemühung des hiesigen Vertrauensmannes der Landwirtschaftskammer, des Landwirts W. Kahl, konnte den hi. ftgen Obstbaumzüchtern ein sehr lehr­reicher Vortrag über Schädlingsbekämpfung und andere Fragen ähnlicher Art geboten werden. Obstbauinspeltor E n k l e r führte im Russischen Saale in etwa zweistündigem Lichtbildervortrag eine reichhaltige Zusammenstellung vortrefflicher Aufnahmen über Entwicklung und Vermehrung der verschiedensten Obstbaumschädlinge vor Augen. Im zweiten Abschnitt des Vortrages wurde Pflanzung, Schnitt und Hmpfropfung der Obft- bäume behandelt. Den Abschluß bildete eine Vorführung der auf dem Obstmarkt zur Zeit bevorzugtesten Kern- und Steinobstsorten. Alle Vorführungen wurden von leicht verständlichen Belehrungen über erfolgreiche Bekämpfung der Schädlinge und die einzuschlagenden Wege xur besseren Rentabilität der Obstbaumzucht begleitet und erweckten bei den zahlreich erschienenen Zu­hörern lebhaftes Interesse. Die der Gemeinde überwiesene neue Motor-Obstbaumspritze, die das Bespritzen der Obstbäume wesentlich erleichtert.

Die Kleinkinderschule wurde durchschnittlich von 80 biß 85 Kindern besucht. Die Krankenschwester leistete 6797 Krankenbesuche, 14s/< TageSpfleg.'N und 7P/3 Rachtwachen in zusammen 190 Sami - liexx. In der Besetzung der hiesigen Station traten seit der 'letzten Hauptversammlung mehrfache Ver­änderungen ein. Die plötzliche Abberufung der Krankenschwester Elisabeth Melchior hatte bei den Mitgliedern lebhafte Beunruhigung auß- S. Eine außerordentliche Hauptversammlung den Vorstand mit Schritten bei dem Mutter­hause beauftragt. Der Vorsitzende berichtete über die unternommenen Maßnahmen und brachte ein Schreiben des Mutterhauses zur Verlesung. Rektor a. D. D a a b berichtete als Rechner über die Kassen- und Vermögensverhältnisse des Ver­eins. Die Rechnung weist ein Barvermögen von 2464 Mark auf. Das Gesamtvermögen des Ver­eins (einschließlich Gebäude und Inventar) be­trägt 16 477 Marl Rach den Satzungen waren acht Vorstandsmitglieder zu wählen. Die Wahl hatte folgendes Ergebnis: Wiedergewählt wurden Rektor a. D. D a a b, Direktor I a n tz e n, Bürger­meister Schmidt, Zummermeister Balthasar meister Schmidt, Zimmermeister Balthasar meister Heinrich Müller, neugewählt wurden Reichsbahn-Betriebsassistent Karl Brück und Landwirt Heinrich GeißlerVIII. Dom Vor- stand und aus der Versammlung wurde eine Reufassung der Satzungen beantragt. Die Ver­sammlung beschloß eine sechsgl-edrige Kommission, zu der aus dem Mitgliederkreise vier Herren gewählt wurden, während der Vorstand dazu zwei Vorstandsmitglieder entsendet, mit den Vorarbeiten zu beauftragen, lieber den Wechsel in der Schwesternstation entwickelte sich denn noch eine längere Aussprache, so daß der Vor­sitzende erst nach vierstündigen Verhandlungen die Versammlung schließen konnte.

Saubringen, 29. Jan. Am Sonntag hielt der hiesige Obst- und Gartenbauverein, einer der rührigsten Obstbauvereine des Kreises, im Saale der Wirtschaft zumBlauen Hecht" die diesjährige Generalversammlung un­ter der Leitung des langjährigen ersten Vor­sitzenden Wilhelm Walther ab. Die im vorigen Herbst veranstaltete Ausstellung der Erzeugnisse im Obst- und Gartenbau konnte der Verein als einen vollen Erfolg buchen. Die Zahl der Mitglieder beträgt 53. Die von dem Vereins­rechner Wilhelm Erb vorgetragene Rechnung für 1929 zeigte eine Einnahme von 236,46 Mark, eine Ausgabe von 177,52 Mark; der ileberschuh betrug hiernach 58,94 Mark. Die gesondert aus­gestellte Abrechnung der Obstausstellung wies in Einnahme 221 Mark, in Ausgabe 153 Mark auf so daß der Reingewinn 68 Mark beträgt. Der Gesamtüberschuß des Geschäftsjahres 1929 erhöht sich somit auf 126 Mark. Im Monat Februar soll wiederum, wenn möglich, die Durch- sprihung der Gesamtbaumanlagen mit Obstbaum- farbolincum erfolgen. Den Hauptteil der Tages­ordnung nahm ein interessanter Vortrag des Lehrers Bep pler überObstwein- und Süß­mostbereitung" ein Eine eingehende Aussprache und gegenseitiger Austausch der Erfahrungen, die die Obstweinbereiter im Laufe der Jahre selbst gemacht haben, fand anschließend statt. Auf An­regung einiger Mitglieder wurde beschlossen, von nun ab allmonatlich eine Versammlung abzu­halten und die jeweiligen Zeitfragen auß dem Arbeitsgebiet des Vereins zu besprechen.

v. Londorf, 30. Jan. Zwischen der preußi­schen Forstverwaltung, 0 er treten durch die Ober­försterei Marburg, und der hiesigen Gemeind«