sich schämen, wenn sie auch nur einen Bissen Brot
NSDAP, bereitwillig zur Verfügung gestellt, mehr äßen, als es notwendig sei. Gegen 15 Uhr herrschte in der Volkshalle lebhafter So sei es die Pflicht jede
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doch war dem Wasser der Zufluß versperrt. Das
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das Stück."
„Wieso? Wer hat denn da eben../ „Ja — eben. Aber jetzt ist dock No
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— eben. Aber jetzt ist doch Nacht. Nachttaxe,
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weiter.
Türkisches.
Kleine Begegnungen. Don Josef Berdolt Der alte Lehrer.
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Spenden für die 7lS -Volkswohlfahrt werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 NS.-Volkswohlfahrt des Kreises Gießen bei der Bezirkssparkasse Gießen.
auf dem Deck eines Auswandererschiffes um die Mitte des vorigen Jahrhunderts.
wieder ins Leben kam und ihr Haus mit Seeleuten füllte.
Mit siebzehn Jahren lief sie den Verwandten fort, die sie erziehen wollten. Mit einem Artisten, einem Irländer. Sie wurde selbst Artistin und gehörte zu der berühmten Truppe „Die vier Teufel" — Hermann Bang hat einen Roman über sie geschrieben, , und zweimal wurde der Stoff verfilmt.
„Gäbe n", als die Schiffe nach dem geglückten Durchbruch die Dardanellen verteidigten.
Noch jetzt bewegen sie sich — im Luftzug, der von der Zentralheizung aufsteigt, ganz leise, aber lebendig scheinen sie doch. Bloß eine Fahne ist tot. Man hat sie — fern von den anderen — an die
es die Pflicht jedes Einzelnen, mitzuhelfen. Das solle nicht geschehen im Sinne der „Barmherzigkeit" und in Erwartung des Dankes, denn auch alle jene, die noch nicht in Arbeit stehen können oder nicht eigene Scholle besitzen, hätten ein Recht darauf, sich sattessen zu können.
scheu starren sie bald die angenagelte Flagge, bald die blaue Bucht zwischen den grünen Inselchen an.
Der durchlöcherte Schornstein des Kanonenbootes „I l t i s", das sich bei Taku (im Boxeraufstand) tapfer schlug, Modelle der „Emden" und des Hilfskreuzers „Wolf". Schließlich ein eingerahmtes Stück Papier. „U 29 ausgelaufen westwärts". Die letzte, handschriftliche Meldung des Kapitänleutnants W e d d i g e n.
„Ja, warum er schreit."
,3a, er schreit."
„Warum schreit er denn so laut?"
,3a, der schreit laut."
„Aber warum denn nur? Fehlt ihm was?"
.Dem Esel? Dem fehlt nichts."
-Aber worum schreit er denn dann?"
.So frag ihn doch selbst." Und geht verärgert
„Und vor einer Minute ...?"
„Slber, Beyefendi, du wirst mir doch nicht befehlen wollen, wann in meinem Loden die Nacht beginnt."
Das Zimmer, welches der „M eteor"-Erpe» d i t i o n gewidmet ist, enthält neben wunderschönen Wellenaufnahmen ein großes geologisches Relief des Atlantischen Ozeans, den Tiefsee-Anker, mit dem zum erstenmal ein Schiff in 6000 Meter Tiefe geankert hat, Strommesser und Echo-Lot, endlich
noch erkennen kann. Am auffallendsten die zwei blutroten, mit dem Halbmond und dem Stern. Tür-
Adolf Hitler. Unter Sozialismus werde von den Nationalsozialisten etwas anderes verstanden, als früher unter dem marxistischen Regime.
Die Nationalsozialisten feien Sozialisten der Tat. Man gebe keine Almosen, wie es früher geschehen sei, sondern es werde geholfen, weil man wisse, daß kein Volksgenosse in unserem Vf.terlande entbehrlich sei.
3n diesem ttSinne solle auch das Winterhilfswerk durchgeführt werden. Wir wollten aber auch nicht vergessen, der Toten zu gedenken, die nichts anderes taten, als drm Führer zu folgen.
Beigeordneter pg. Bartholomäus
hielt bann e ne längere Ansprache. Der Redner beschäftigte fidi zunächst mit den Ursachen des Niederganges dis deutschen Volkes in den vergangenen Jahrzehnten, mies insbesondere auf den Zwiespalt im wirtschaftlichen Leben in unserem Vaterland hin, der lange Zeit die besten Kräfte unseres Volkes
hielt eine kurze Ansprache, in der er u. a. ausführte: Zum 3ahrestag der nationalen Erhebung sei man
Als Seemann habe ich sie zehn Fahre lang ge- | könnt. Man konnte zu jeder Stunde nachts ins
Als der Krieg zu Ende war und damit ihr Erwerb, begann sie mit sechzig Fahren einen neuen
Wand genagelt. Unter die Tafel, welche die Namen der gesunkenen Schiffe trägt. Dorthin gehört sie auch, die Flagge der „S ch a r n h o'r st", der letzte einzige Ueberrest des Falkland-Geschwaders. Als sich die deutschen Seeleute im Südatlantik der feindlichen Uebermacht nicht mehr erwehren konnten, steckte ein Matrose die Fahne in eine Kartuschenbüchse und band sie um seinen Leib. Dann sprang er über Bord. Er hat die Küste nie erreicht. Fünf Monate später fischte ein brasilianischer Dampfer seine Leiche samt der Fahne auf.
Vor ihr trägt ein Tisch das Relief der Bucht von Scapa Flow. Genau sind darauf die Stellen angegeben, an denen die deutschen Kriegsschiffe nach dem Friedensdiktat von der eigenen Besatzung versenkt wurden. Wahrhaftig, dieser Saal ist kein fröhlicher Ort! Hier kommt einem erst zum Bewußtsein, wie viel uns das Meer genommen hat Selbst die lärmenden Jungen, denen ihr Vater das Museum zeigt, werden auf einmal still; ehrfurchtsvoll und
tische Fahnen. Wie sie hierher kommen? Sie flatterten 1914 am Heck der „B r e s l a u" und der
Der Saal fei für nationalsozialistischen Begriff noch viel zu voll. Aber gerade deshalb werde man nicht ruhen und rasten, nicht aufhören, für den noch hungernden Volksgenossen Arbeit zu schaffen.
Ihr Vater war Kapitän und Reeder. Die Mutter starb bei der Geburt des Kindes, irgendwo auf See in der Aequatorgegend. Das Kind war sechs Jahre alt, als es zum ersten Male an Land kam.
„Macht fünfundzwanzig Kurusch", sage ich.
„Fünfzig Kurusch", sagt er. „Zweihundert Para
Das Meer, mit allem, was es trägt, was in ihm und von ihm lebt, soll hier den Deutschen nahege- bracht werden. Aber es fjat den Rahmen gesprengt. Zu ungeheuer ist die Fülle des Materials, als daß ein Haus — noch dazu ein kaum mittelgroßes Haus wie das Museum in der Georgenstraße in Ber- lin — sie fassen könnte. Kostbare Stücke müssen in ' den Kellern schimmeln oder sie stehen, wie das
N a ch t t a x e.
Nachts gegen zwei geht noch ein letzter Händler durch die enge Straße und ruft: „Portukal, jus para" (Apfelsinen, hundert Para das Stück). Lilo hört den Ruf im Halbschlaf und stellt fest, daß sie gerade mächtigen Hunger auf Apfelsinen hat. Ich sause hinunter, erwische den Mann an der Ecke und nehme zehn aus seiner Kiepe.
D- $( bei fai
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Porträt einer alten Frau
Von Heinrich Hauser.
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Die Esel in Stambul können mächtig schreien. Sie bleiben einfach stehen, mitten auf der Straße, und schreien. Niemand sieht ein, warum.
An meinem Hause geht in der Frühe immer ein Gemüsehändler vorbei. Auch sein Esel schreit.
„Warum schreit denn dein Esel?" frage ick
Er: „Der Esel?"
Ich ~ ......
lähmte. Auf der einen Seite sei die ungeheure Entwicklung bei Industrie die Ursache des Niederganges gewesen, die Industrie, die den Menschen anzog, der Scholle entfremdete und ihn hinderte, sich selbst zu ernähren, auf der anderen Seite sei es der Nie- Derbruch und die zum Teil systematische 23 e r
Adolf Hitler, dessen Werk auch diese Veranstaltung ! u m g e f e fc f werden. Alle jene, die vom Frontgeist war. reden und nicht dementsprechend handelten, müßten
_ Viele Helfer hatten sich aus den Ortsgruppen der .......
Veranstaltung mit einem flotten Marsch und trug auch in deren weiteren Verlauf durch ausgezeichnete musikalische Darbietungen zur Verschönerung bei.
Der Führer des Winterhilfswerkes im Kreise Gießen,
Pg.Klöh
„Und was fällt dir ein?"
Er berührt Stirn, Brust und Boden mit der Hand: „Allah behüte, daß mir etwas einfällt, solange deine Worte mich beglücken."
Ich möchte seine Höflichkeit erwidern: „Wäre es nicht bequemer, einen Tisch zu haben?"
„Einen Tisch — oh, bann würde mir ja die Sonne auf den Bauch scheinen, das macht Hunger Jetzt scheint sie mir auf den Kopf, das gibt Gedanken. Und bann — stehen und schreiben, nein das geht nicht."
„Du könntest dich ja auf einen Stuhl setzen "
„Stuhl und Tisch — die ganze Einrichtung auf bie Straßeruft er entsetzt aus. „Aber Efendi — und wenn dann ein Wagen vorbei will?"
„Dann mußt du eben im Haus schreiben."
Mitleidiges Lächeln: „Im Haus? Wo doch Allah gerade hierher seinen Sonnenstrahl wirst."
Esel.
gen Beweglichkeit. Ihr altes faltiges Gesicht war streng — aber wenn sie lachte! — ich habe nie jemand so herzlich lachen hören. Bekleidet war sie meist mit einem kardinalsroten Morgenrock von mächtigen Ausmaßen, der ihr bis zu den Füßen reichte.
lehrreich sind. Außerdem beabsichtige ich eine Ge- genüberfteüung unserer Flotte und der Streitmächte der übrigen Großmächte. So ein plastischer Vergleich sagt den meisten Menschen mehr als irgendwelche Zahlen."
Leider genügen auch die neuen Säle nicht. Das seltsame, hochgebaute Boot zum Beispiel, mit dem Ingenieur Bauer vor 80 Jahren seine ersten Tauchoersuche machte, bleibt weiterhin im Hof. Daß die Versuche mißlangen, kann beim Anblick dieses — Unterseesauriers nicht wundernehmen. Eher, daß es dem Erfinder damals in Kiel überhaupt gelang, sich zu retten, und daß er später nach demselben System ganz brauchbare Boote für die russische Flotte baute. (In Deutschland wollte man ihm kein Geld mehr anvertrauen.) Bauer hat übrigens nicht das typische Erfinderschicksal erlitten, sondern ist als begüterter, angesehener Mann in seiner süddeutschen Heimat gestorben.
*
„Schatzkammer ober Museum?" Vor den Vitrinen mit schwarzen und weißen Perlen, Armreifen und Ketten aus honiggelbem Bernstein und den blaß schimmernden Perlmutterschnitzereien steigt
Das Zeughaus der deutschen Banne
Besuch im Museum für Meereskunde in Berlin
Von Nelly Keil.
Sie kochte Essen; wenn es nötig war, mitten in der Nacht; sie sorgte für die Wäsche. Sie besorgte Briefe und Botschaften. Sie regelte Alimente und
3 u ernähren. Eines Tages müsse es dann auch so weit sein, daß der letzte Rest von Uneinigkeit in unserem Volke beiseite geräumt fei. Eingedenk müsse man des Wortes sein: „Niemals ward Deutschland überwunden, wenn es einig war und treu I" Und eines Tages müsse auch erreicht sein, daß Deutschland wieder das Land der Arbeit ist. Zum Schluß gedachte der Redner noch des Führers Adolf Hitler und gab dem Wunsche Ausdruck, daß seine geniale Kraft dem deutschen i Volke recht lange erhalten bleiben möge, damit das I
Immer war ihr Leben ganz gelebt, stark und in-' - - -------- uu, >.
• tensiv. Ich will das Wenige davon erzählen, was ich ,pat€r erft ihren Tod erfahren, weiß. | _
nichtung des Bauernstandes gewesen, die ~ -
uns in Abhängigkeit hinsichtlich der Ernährung un-
seres Volkes gebracht habe und sich während der 5roP und Regen ihr Zerstorungswerk
Kriegsjahre, da Deutschland abgeschnitten gewesen . ungehindert an ihnen vollbringen ...
sei von aller Welt, auf das verhängnisvollste ausge- i *
wirkt habe. Schließlich wandte sich der Redner ber 1 . Der große Saal im Erdgeschoß (nebenbei der ein- Entwicklung nach dem Kriege zu und geißelte be» 3’9C Raum, der überhaupt in ein modernes Mu- sonders die Z i n s w i r t s ch'a f t, die Millionen un- feum paßt). Fahnen wehen von seiner Decke, leuch- ferer Volksgenossen der Arbeit beraubte, sie der tend bunte, aber auch ausgebleichte, viele zerfetzt Straße überantwortete und Hunger leiden ließ, und^ zerschossen, ^so daß man ihre Zeichnung kaum Aus diesem Grunde sei nun die Rückkehr zur *"e *
Scholle gefordert worden, da man erkannt habe, daß nicht die Industrie, nicht der Handel und nicht bas Hanbwerk allein ben Bestand der Nation und
. Sünde.
Bei Edirne kapu treffe ich eine alte Frau mit prächtig durchfurchtem Gesicht. Ich setze meinen Zlpparat an, um sie zu knipsen. Da stürzt sie frei» |d)enö auf mich, hält die Hand vor mein Objektiv: (Urft i' willst du, daß ich in Sünde komme vor Allah und Mohammed, der sein Prophet ist?"
"Und wenn ich dir zehn Kurusch gebe?"
„Wenn du zwanzig gibst--"
3d) knipse und zahle. „Ist bas nun keine Sünbe?"
Sie entrüstet: „Allah will boch nicht, baß ich hungere!" *
Der Lastträger.
Fikret ist ein Hamal, ein Träger. Wir kennen uns, weil er meinen Koffer getragen hat. Seither grüßen wir uns.
Eines Tages begegne ich Fikret in einer engen Gaffe. Er trägt eine riesige Kiste auf dem gebeugten Nucken. Er trägt sie quer, so daß ich kaum vorbei- komme.
3ch: „Warum trägst du denn deine Kiste quer? 3d) komm ja nicht mehr durch."
Er: „Es geht."
3d): „Aber ich muß mich ganz an die Wand quetschen."
Er: „3a, so gehts."
3d): „Und wenn nun alle Hamals von Stambul ihre Kisten quer tragen wollten?"
Er: „Tut keiner."
3d): „Aber bedenk doch, Fikret, es konnten dich einige so sehen und sich sagen: Was der Fikret tut, kann ich auch.
Er: „Können sie nicht."
Ich: „Vielleicht ist aber doch wenigstens einer da, mV mUn Unb ®,enn ber nun auch gerade durch diese Gasse muß?"
Er: „Das kann er nicht."
3d>: „Warum denn nicht?" Er: „Nun, weil i ch hier komme.
diese Frage unwillkürlich auf die Lippen. Daß auch Korallen nicht fehlen, versteht sich von selbst. Sie bringen mit ihrem knalligen Rot ein derbes Element m die vornehme Gesellschaft. Hinter Glas und Rahmen ein Korallenstock aus dem 3ndischen Ozean, der sich auf einer Whiskyflasche angesiedelt hat. (Dichter heraus! Die Geschichte der Whiskyflasche, die nach einem wüsten Gelage über Bord fliegt, jahrzehntelang in der Tiefe ruht, bis die kleinen Baumeister ihr Werk beginnen, um bann von einem nackten Malayen ans Tageslicht und an die Unsterblichkeit gebracht wird, schreit doch geradezu nach der Feder!)
Neben den toten die lebenden Schätze des Meeres. Präparierte Fische, Reusen und Netze, Fischerboote der verschiedensten Volker; von den gelbroten Segelbarken der Chioggioten (der Bewohner des lagunenumspülten Städtchens Chioggia, die ausschließlich vom Fischfang leben und besondere Privilegien in der oberen Adria genießen) bis zum Kajak der Eskimos. Der so eng gebaut ist, daß es bis jetzt keinem Museumsangestellten gelang, in sein Sitzloch hineinzuschlüpfen. Die Eskimo- rauen benutzen denn auch andere, breitere Boote, )ie „Umiaks", in die beileibe kein Mann einsteigen darf.
Natürlich haben auch die Riefen ihren Platz im Museum. Zusammengeschrumpfte Riesen allerdings. Trotzdem wäre das bewegliche Modell eines Schraubendampfers ganz gut imstande, ein Flußdampferchen anzutreiben. Es hat die Kleinigkeit von 50 000 Mark gekostet. Und die Kajüten eines Luxussteamers von anno dazumal, sowie eines Hamburger Ewers sind in voller Lebensgröße zu sehen. Wie Professor Defant, der Museumsdirektor, erzählt, traf vor einigen Tagen die Deckkajüte eines modernen Ozeandampfers ein — wo sie aber aufgestellt werden soll, bleibt vorläufig ein Rätsel.
Sie hatte angeorbnet, daß niemand ihre Leiche sehen durfte, außer ihrem alten Arzt, und niemand durfte ihrem Sarg nachfolgen.
Morgens sitzt er mit gekreuzten Beinen auf der Straße im Rinnstein und schreibt. Reichlich unbe- quem. Auf der flachen zittrigen Hand hat er einen .. Aktenbogen liegen, auf den er von rechts nach links , „ l:
alttürkische Buchstaben häkelt. Genau wie die türki-1 schen Buchmaler im 17. 3ahrhundert die gelehrten ■ Schreiber darstellten. Daneben auf dem Pflaster Tintenfaß und ein Stoß beschriebener Papiere.
„Was schreibst bu?" begrüße ich «hn. „Was mir einfällt."
alte Mulla ist so was wie ein Lehrer im Ruhestand. Er bewohnt in einer dunklen Gasse ein schmales Haus, kaum breiter als die Tür. Eines
Mitten darin thronte Frau W. auf einer Bretter- Beruf ; sie retuschierte Bilder für Photographen und Estrade am Kaffeetisch. Sie hielt ein Fernglas in schlug sich damit durchs Leben, bis die Schiffahrt der Hand. Sie überwachte damit alle ein- und aus» V ‘ " ' * “ " * ~ .
laufenden Schiffe und kritisierte die Manöver der Kapitäne. Sie verstand etwas davon, sie war auf einem Segel,chiss- geboren und erzogen morden. I......... „UI, luI11,„ „„ |cucl alurll,c lluull3 lrl3
(Sie war die dickste alte tfrau, die ich je sah, ein Haus kommen: immer saß sie unten an der Ecke in Berg, ein Koloß, aber begabt mit einer merkwürdi- einer kleinen Kneipe und trank Grog. Sie trank m—au- unheimlich viel und wurde davon immer dicker. Ihr
Arzt warnte sie, ihres Herzens wegen, aber sie 'achte ihn aus. Als sie sich zu Pfingsten erkältet hatte und liegen sollte, lief sie statt dessen in eine Katzenausstellung. Als sie nach Hause kam, phantasierte sie schon, und am andern Morgen war sie tot.
Eine alte Frau starb. 3ch habe sie gekannt. Viele Tausende von Seeleuten und Soldaten haben wie ich sie gut gekannt, haben sie geliebt. Sie war eine großartige Frau, großartig und stark wie die Majorin von Ekeby. Sie war die mächtige Mutter vieler heimatloser Männer. ।
Frau W wohnte in den letzten zwanzig Jahren scheint, daß sie die Truvpe nach ein paar über dem Hamburger Hafen. Ihr Haus wird jetzt 3af)fren, Erlassen hat. Ich glaube, sie lief auch da- obgeriffen Es hatte eine große Terrasse, deren tra- 5 lorL eine™ Offizier, ber sie heiratete, gende Säulen im Grunb des Hafens verankert y®a™10 ®JI ’typ glücklich — „ohne waren. Don der niedrigen Bretterdecke hingen die em böses Wort . Warum sie sich trotzdem scheiden Flaggen aller Lander. Der asphaltierte Fußboden ie°' ®eiB n!Sr ®5. ®’r? ’br einfach langweilig war wellig eingesunken, und die Beine der Tische geworden sein. Sie neigte stets zu Temperamentsund Stühle hatten tiefe Locher in ihn gebohrt. j ausbruckrn irgendwelcher- Art.
Die Terrasse war durch einen Strick in Hälften Ich glaube, es war diesmal ein ungarischer Tenor, geteilt: Links waren die Seeleute, rechts war Frau Mit ihm führte sie ein Wanderleben, bis der Krieg W Sie hatte meist an die zwanzig ihrer Seemanns- ausbrach. 1914 mietete sie ein Häuschen in der Ha- Kinder bei sich, weiße und farbige aller Nationen, senstraße Sie beherbergte neueingestellte Rekruten, ein Feldlager von Seekisten, Zeugsäcken, Matratzen, für die es in den Kasernen keinen Platz gab. Zeit- zerfetzten Roßhaarsofas, Korbstühlen. Es gab Asten, cheise hatte sie eine Kompanie; auf der Terrasse war Papageien, Pflanzen in hängenden Kübeln, Katzen, I eine Feldküche aufgeschlagen. Später nahm sie Ge- Hunde, aufgehängte Wäsche. Es war ein Leben wie nesende.
Betrieb. Immer mehr Volksgenossen kamen und nahmen nach den Anweisungen der freiwilligen Helfer in den Stuhlreihen Platz. Bald war die Volkshalle zu ebener Erde fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die Standartenkapelle eröffnete die
Ueber ihren irdischen Besitz hatte sie verfügt in der großartigen Weise, die ihr eigentümlich war:
Wem«. Sic
mar damals noch auf See, darum habe ich
Sie war stark; sie konnte einen betrunkenen Seemann beim Kragen fassen und auf die Straße setzen. — Aber sie konnte ihn auch nehmen wie ein Kind und auf sein Bett tragen.
des Volkes aufrechtzuerhalten imstande seien, sondern der Bauer.
Es sei grausam, jahrelang Menschen ernähren zu wollen von ben Brosamen, die von der Reichen Tische fallen, so wie es jahrelang geschehen sei. Es gebe demgegenüber keinen schöneren Sozialismus, als den, dafür zu sorgen, daß jedermann sein Brot auf anständige Weise essen könne.
Nicht durch Brosamen und Almosen, sondern durch ehrliche Arbeit solle sich der Bolksgenosse ernähren können.
Es werde für uns und für unseren Führer keine größere Freude geben als die, eines Tages die Ar- beits- und die Wohlfahrtsämter aufheben zu können, sobald jeder Volksgenosse Arbeit habe. Allerdings müsse gesagt werden, daß man schon weiter fein könnte, wenn jeder Nationalsozialist, der von sich sage, daß er Nationalsozialist sei, ber das Abzeichen trage und „Heil Hitler!" rufe, mehr von dem beweise, was man Frontgeist nenne. Man wolle nichts anderes in unserem Vaterlande als den Frontgeist, den man im Schützengraben kennen- aelemt und geübt habe. So wie man draußen z u - f ammenftanD, so solle jetzt die Erinnerung daran in die Praxis der Gegenwart
Ziel, ein einiges, freies und starkes Deutschland, eines Tages Wirklichkeit werde. In das dreifache „Sieg-Heil!" als Treuebekenntnis zum Führer stimmten die Teilnehmer der Feier lebhaft ein. Gemeinsam wurde sodann der erste Vers des Deutschland-Liedes und der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen.
Nachdem die SA.-Kapelle noch verschiedene Musikstücke zum Vortrag gebracht hatte, wurde zur Verteilung der Lebensrnittel und ber Lebensrnittel- und Kohlenscheine geschritten.
Um einen Begriff von dem Ausmaß der Winterhilfeaktion zu geben, seien folgende Zahlen genannt. An die im Saale vertretenen etwa 3000 Familien gelangten
3000 vierpfündige Brote,
2950 Zwei-psund Pakete Mehl,
6900 Lebensmitlelfcheine im Werte von je 1 Mark, 1485 Brikettfcheine
und
1485 kohlenscheine zur Verteilung.
Die Verteilung der ungeheuren Mengen Lebensrnittel vollzog sich dank der guten Organisation reibungslos. Brot und Mehl waren durch die Winterhilfsspenden aus unserer Stadt aufgebracht worden. Die Lebensrnittel- und Kohlenbezugsscheine wurden aus Reichsmitteln zur Verfügung gestellt.
Um die Verschönerung der Feier machte sich der Bund Deutscher Mädchen verdient, der während der Verteilung der Spenden durch muntere Lieder erfreute.
Die neue Hoffnung solle nicht gegeben werden als Trost und als Akt der Barmherzigkeit, sondern als - , „ - , » . eine Verpflichtung. Man hoffe, daß der Kreis
davon abgekommen, Feste zu feiern. Wenn die im der Arbeitslosen auch weiterhin immer kleiner werde Saale Versammelten hierher gebeten worden seien, und jeder einzelne instandgesetzt werde, sich selbst so entspreche das einem Wunsche des Führers zu ernähren. Eines Tages müsse es dann auch
Und zwischen echten Torpedos, Geschützen und Minen (denen nur die Sprengladung fehlt) überall kleine Reliefs; Hafensperren, welche ein feindliches U-Boot au durchbrechen sucht, Kriegsschiff beim Minensuchen, beim Kohleneinnehmen und „Klar zum Gefecht", sogar Harmonika spielende, zwei Zentimeter hohe Matrosen am Feierabend, die jedes Kind entzücken müssen. Die meisten von ihnen werden wohl von der richtigen, lebensgroßen Kommandobrücke und dem richtigen O - Boots - türm am begeistertsten fein. Ich kann mir sehr gut denken, daß ganze Knabenscharen hier den „unwiderruflichen" Entschluß faßten, zur See zu gehen. Ein Entschluß, der freilich in der nächsten Abteilung oft ins Wanken gekommen sein wird. Denn dort hat bie weise Museumsverwaltung eine Art kalter Dusche aufgestellt: bas echte, gleichfalls lebensgroße Innere eines Schulschiffes. Bequem liegt sichs bestimmt nicht in biefen Hängematten! Und der Navigationsoffizier, der unter dem Kompaß, in diesem Bettstellchen schläft, muß ein sehr schlanker Jüngling fein. Mehr als einfach auch das Speisezimmer, die Küche, das Lazarett, aber echt, absolut echt. Einzig Wurst und Käse in der „Bottlerei", dem Reich des Kantiniers, sind Attrappe. ein formloses Stück Eisen, das eindringlicher als
..—GS "2icu-yau~ ber Manne bekommt in den jede Beschreibung den furchtbaren Wasserdruck der nächsten Wochen Zuwachs: zwei Säle, in denen bis- Tiefsee demonstriert. Es ist ein Wasserschöpfer ge- 6er Schiff sm a schi ne n standen, werden ihm wesen, ein rundes Gefäß mit automatisch verfchließ- angeghebert. (Und Die Maschinen kommen in den barem Boden und Deckel, wie die anderen Wasser- • t as mögliche Art, um Neues schöpfer, die daneben hängen. Einmal wurde es aus
im Museum für Meereskunde aufzustellen.) Was Versehen verschlossen ins Meer gelassen. Leer — Kontreadmiral L o r e y der Leiter der Marine- _ d.... Z^ß -ua=
abtettung in den neuen Raumen zeigen will? „Vor Ergebnis? Zur mißgestalteten Scheibe zusamm-n- allem moderne Typen der Reichsmarine. Wir haben gepreßt, die weder Gefäßwand, noch Boden ober Mobelle von Kreuzern und Torpedobooten mit dreh- Deckel erkennen läßt, kam der Schöpfer auf den baren Geschutzturmen, die für jeden Laien äußerst „Meteor" zurück
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