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J»ri wenn z. B. einmal der Dienst länger als igMohnte Zeit in Anspruch nimmt und erbittet
und fähig ist, diejenigen zu lieben, die sich verschwenden und vergeuden können im heiligen Ueberschwang — um dieser Größe willen!" Darauf sangen alle das Lied vom guten Kameraden. Es folgte „Der Todeskandidat" von Ernst Wie- chert. Dann erklangen zwei Soldatenlieder: „Soldat du bist mein Kamerad" und „Als wir nach Frankreich zogen". Vier Sprüche vom Tod aus der Edda, von Heinrich von Kleist, Will Vesper und Hans Friedrich Blunk wurden teils durch Sprechchor, teils von einzelnen Kameraden gesprochen. Dann fang das Kameradschaftshaus „Wohlauf Kameraden". Nachdem aus Ernst Jünger „Der Kampf als inneres Erlebnis" die beiden Stücke „Angst" und „Mut" vorgetragen waren, wartete das Kameradschaftshaus mit einem wirkungsvoll vorgetragenen Sprechchor aus dem „Vermächtnis" von Karl Bröger auf. Den ersten Teil beschloß das Lied „Es zittern die morschen Knochen" und ein aus „dem Stern des Bundes" und „dem neuen Reich" von Stephan George entnommener Schluß- sprach und das von allen gesungene Soldatenlied aus dem großen Kriege „Wir traben in die Weite".
Dann fand der zweite Teil des Abends statt, der echter männlicher Geselligkeit gewidmet war. Der Rektor unserer Landesuniversität, Professor Pfähler, ergriff ßu Beginn dieses Teiles das Wort und leitete somit von dem ernsten ersten Teil zum zweiten kameradschaftlichen über. Er verglich die heutige Jugend mit der Jugend von 1916 und kam dabei auf die damalige Jugendwehr zu sprechen. Er erzählte von der damaligen Zeit, wo die Jugend trotz des bittersten Ernstes auch genügend Freudigkeit und Frohheit besaß. Nach der Rede des Rektors gab Sturmbannführer Arndt die Namen der SA.-Männer aus dem Kameradschafts- haus bekannt, die in den letzten Wochen sich das SA.-Sportabzeichen erworben hatten. Zum Schluß forderte er noch, ebenso wie Dr. Möckelmann, der nach dem Sturmbannführer Arndt sprach, hie1 Versammelten auf, sich das SA.-Sportabzeichen zu! erwerben, denn es gehe nicht um ein Lippenbekenntnis, sondern allein um die Haltung.
Hiermit schloß der in allen Teilen sehr harmonisch verlaufene Kameradschaftsabend ab.
N 8^ m „Urliö übt es keine Erfüllung, wir glauben dennoch len Än an iun»ren Staat..."
Oer zweite Elternabend im Dienste der Berufsberatung
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f ihr Ls genügen einzelne Stuben oder teer- Pleljrnbe Hütten, um den Dienst an der Jugend auszuführea.
0 imm weiteren Liede folgte der Sprechchor:
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De- zweite Elternabend der HI. und des BdM., der s'meinfam mit dem Arbeitsamt gestern in der GöetLschule veranstaltet wurde, war wiederum gut bchuttt. Nachdem eine Gruppe der HI. zum Ein- gomaldas Lied von der Arbeit „Es pfeift von allen D8ich"n" gesungen hatte, begrüßte der
SoziaIreferent der Bannleitung der HI. Becker
dwC ern und die Jugend. Er sagte u.a.: Es ist ein Z^chn der neuen Zeit, daß die Jugend überall mit- hi vt wo es gilt, den neuen Menschen zu schaffen.
$oi dem Jungen, der sich zur HI. bekennt, remngen wir, daß er sich ganz der HI. ver- chi ibt und überall im Leben, auf der Straße oii am Arbeitsplatz handelt im Geiste des
Führers.
D-Lhei hat die Jugend die Verpflichtung übernom- m-iit/iir die Jungen und Mädels zu sorgen, auf soMrn Gebiet und in by: Berufsausbildung. Des- wa^e^hat die HI. einen Millionenwettkampf, wie
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Sonntag, den 2.Dezember 1934 (1.Advent), abends 7%llhr im EasLLeib
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auch die Stellung der Frau ganz unter den Begriff des Dienstes am Volke gestellt.
Unter diesem Gesichtspunkt erläuterte die Rednerin die Stellung und Aufgabe des jungen Mädchens und der Frau im Berufe, wie sie es schon im ersten Elternabend (siehe Bericht in Nr. 277 des Gießener Anzeigers vom 27. d. M.) getan hat. Das Mädchen soll, so schloß Frl. Dr. Haussig, seine weibliche Eigenart bewußt pflegen und erhalten in jeder Lebenslage, erst recht im Beruf der Frau ist eine größere Verantwortung übertragen als dem Manne, und sie hat aus ihren menschlich-sittlichen Kräften den Beweis zu erbringen, daß sie sich als ganzer Mensch bewährt zum Wohle der Gemeinschaft und des Volkes.
Das gemeinsam gesungene Lied der HI. und ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler und auf den Reichsjugendführer beschlossen den Abend.
Mort|nl Samstag, den 1. Dezember
Schlachtfest!
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HemnnNiebergall
verschiedenen Hospitälern in Afrika und in Vorderindien, von der Behandlung, wie sie ihm da und dort zuteil wurde und von der endlichen Heimkehr. Er beschloß seinen Vortrag mit einigen grundsätzlichen Gedanken über die wirtschaftliche und bevölkerungspolitische Bedeutung der Kolonien für unser Volk und Vaterland.
Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer fand der anregende Abend seinen Abschluß.
Stadt-Kaffee
T jlxh nachmitt, und abends
K onzert und Tanz
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Am Mittwochabend hatten sich auf Einladung des Kameradschastshauses der Gießener Studentenschaft zahlreiche Dozenten und Studenten in der Tageshalle des Gießener Studentenhauses versammelt, um zusammen mit den Kameraden des Kameradschaftshauses die 'Semestereröffnung und den er st en Kameradschastsabend zu begehen. U. a. bemerkte man den Rektor der Landes- unioersität Professor Dr. Pfähler, einen Vertreter der Wehrmacht und von der SA. Sturmbannführer Arndt.
Zu Beginn marschierte das Kameradschaftshaus geschloffen ein. Mit dem Liede „Kamraden, die Trompete ruft" wurde der Abend eingeleitet. Nach einem Vorspruch ergriff der Führer des Gießener Kameradschastshauses Pg. P a l l m a n n das Wort zur Begrüßung und führte, nachdem er feinen Dank im Namen der Kameraden an alle Versammelten für ihr Erscheinen ausgedrückt hatte, ungefähr folgendes aus: Durch das zahlreiche Erscheinen hätten 8ie Gäste bekundet, daß, ihnen an dem Werden eines neuen Stiles, einer neuen Erziehung mehr gelegen ist, als daß man sich nur mit den Lippen dazu bekenne, lieber die Kameradschaft, die auch an einem solchen Abend gepflegt werden solle, könne man nicht reden, man könne sie nur erleben. Wenn an diesem ersten Abend an die Gefallenen des großen Krieges und tter gefallenen Kameraden vom 9. November insbesondere gedacht werden soll, so sei dies mit Absicht geschehen. Möge der Geist derer von „Langemarck" und der Gefallenen in München in unserer Mitte sein, die mit ihrem Blute für das eingetreten sind, was der eine Hingabe, der andere Treue, der dritte Arbeit nenne. Es fei hohe Zeit, daß die „hohen Schulen" um die neuen Aufgaben kämpften, um wieder die hohen Schulen der ganzen Nation zu werden. Möge dieser Geist von Langemarck und München unter uns weilen.
Nach dem gemeinsamen Liede „Morgen marschieren wir in Feindesland" trug ein Kamerad des Kameradschaftshauses „Langemarck" von Wolf Justin Hartmann vor: „Langemarck hieß es damals, Langemarck heißt es noch heute, Langemarck wird es heißen, solange eine deutsche Jugend bereit
leicht verständlichen Gedanken- Seine Arbeit wird höher bewertet als die an-
« den Begriff „Beruf" klar. Dabei sprach er 1 dere, denn jegliche Arbeit hat die gleiche Dich-
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von drei Motiven, dem religiösen Motiv, bei dem der einzelne sich von feinem Glauben angesprochen, d. h. berufen fühlt, von dem sozialen ober dem Herrenmotiv, da ein wirtschaftlich Stärkerer eine Arbeitsteilung vornimmt und einen anderen zur Arbeit beruft, und schließlich von dem psychologischen Motiv, da der Mensch aus feiner leidlichen und seelischen Bestimmung heraus sich dem Berufe widmet. Heute herrscht die leib-seelische Eigenart vor, die außerdem gefördert wird durch die Erfordernisse des deutschen Wirtschaftslebens. Diese besonderen wirtschaftlichen Verhältnisse erfordern einen Ausgleich zwischen den Anforderungen, die der einzelne auf Grund feiner Begabung stellt, und die die Gemeinschaft auf Grund einer bestimmten wirtschaftlichen Lage erhebt.
Bei der Berufswahl müssen wir brechen mit der Auffassung vom Milieu, daß Begabung durch Training geschaffen werden kann. Begabung ist angeboren. Die Eltern müssen die körperlich-seelische Beschaffenheit ihrer Kinder wissen und bei der Berufswahl in Betracht ziehen.
Es darf nicht fein, ohne Voraussetzungen zu einigen bevorzugten Berufen zu drängen. Deutschland braucht Kräfte für alle Berufe.Die Ansprüche des Einzelmenschen haben vor dem Gemeinschaftsgedanken zurückzustehen. So wird die Berufswahl Prüfstein für die nationalsozialistische Gesinnung. Beruf ist nicht Bestiedigung einer Lust, Freude, wohliges Empfinden im Sinne eigensüchtiger Absichten, sondern Pflichterfüllung, Aufgabe, Zuverlässigkeit, Dienst an der Gemeinschaft am Volke.
Die Jungen sangen das zünftige Wandervogellied von ehemals: „Weit laßt die Fahnen wehen!" Dann sprach die
Berufsberaterin Frl. Or. Haussig
vom neuen Arbeitsethos, da die Arbeit nicht mehr Privatangelegenheit ist, nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen getan wird und auch nicht mehr Angelegenheit einzelner Interessengruppen, sondern Grundlage des Staates, des Dolkswohls und der nationalen Ordnung geworden ist. Durch die Neuordnung gewinnt auch der mechanische Arbeitsprozeß wieder Bedeutung, weil der Mensch wieder in den Mittelpunkt alles Geschehens und der Arbeit gestellt ist. Seine sittliche Haltung prägt der Arbeit den Stempel auf, denn die Menschen arbeiten nicht mehr als einzelne, sondern als Glieder eines Volkes.
ligkett, weil sie dem Gedanken der Gesamtversorgung der Nation dient und Dienst an der Gemeinschaft darstellt. Die Arbeit hat ihre Ehre von dem Nationalsozialismus erhalten. Dieser hat den alten Begriff des Dienstes zu neuem
Ansehen gebracht.
Dienst drückt eine bestimmte innere Haltung, ein Treue Verhältnis, Pflichterfüllung und innere Verpflichtung an das Gemeinsame, die Gemeinschaft aus. Dieser Begriff geht heute durch alle Organisationen des Volkes, er soll die neue Bindung an die Gemeinschaft schaffen helfen. Er bedeutet keine Einengung, Begrenzung der persönlichen Freiheit, sondern eine bessere Erfassung jedes Einzelnen, eine größere Erfüllung seines Lebens. Das bedeutet eine Wandlung insofern, als wir das Volk in eine neue Gemeinschaft formen. In dieser Gemeinschaft ist
noei liemale in der Welt, veranstaltet, eine zusätz- . - - liM Aerufsschulung begonnen, um die Berufs- für lefrtilurgen zu bessern und auf eine Höhe zu bringen, .„en, tbainit der deutsche Qualitätsarbeiter wieder der ttenbar, crfl^ ;cr Welt wird.
IferrcthH hat die Jugend in der HI. oder im BDM., ® r als« innerhalb der Gemeinschaft, bei den Hebungen “J '■ unii im Heimabend die Möglichkeit, die praktischen rxJvJ Eignungen und Fähigkeiten heroorzutun. Die HI. 'El kamt: lese Feststellungen der Berufsberatung mit- teiß’tiimb hilft dadurch wesentlich zur Förderung
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~ 7 runiaMitteln ausgerüstet waren. So gab es in WtuJnrl steier Abwechslung gute und böse Tage.
Unfeinen weiteren Schilderungen sprach der Red- v'Se? on seinen schweren Krankheiten und von den Mnen Möglichkeiten einer HeUung, von dem ??>iniS ' SM0l>agekommando, das er als kranker Mann be- xq)', nd schließlich von seiner Gefangennahme zu- faiiitium mit vielen anderen Deutschen. Pg. Heß erMte dann von seinen Erlebnissen als Gefange-
Mitwirkende: Frl. D. v. d. Heydt (Sopran), Herr H. Dietrich (Tenor), Herr H. Simon (Klavier). — Das Schättler-Quartett. — Die Choralvereinigung der Stadtkirche. - Die Spiel- schar der Matthäusgemeinde. - Ansprache:
Studienrat Pfarrer Reinhardt
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