Aus der Provinzialhauptstadt
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Erinnerungen an Samoa.
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Hohenzollernstraße 4 bis 8, für Kreis 14 -essen und Hessen-Nassau zu erfolgen.
Der Betrieb einer Leihbücherei als Nebenerwerb ist nur solchen Firmen gestattet, deren Inhaber durch das Hauptgewerbe Mitglied eines Fachoerbandes in der Reichskulturkammer ist. Die Papierhandlungen mit Buchhandel oder Leihbücherei werden in die Reichsschrifttumskammer eingegliedert werden.
Nach den Ausführungsbestimmungen „ Reichskulturkammergesetz muh jeder, der gewerblich Bücher ausleiht, der Fachschaft „Leihbücherei" oder dem Börsenverein angehören. Anmeldungen zur Fachschaft „Leihbücherei" haben sofort bei dem Kreisobmann P. Röder, Frankfurt a. M.,
— Tageskalender für Freitag: Ortsgruppe Gießen-Ost, Zellen 2 und 3, 20.30 Uhr, „Stadt Lieh , Zellenabend mit Lichterbildervortrag über „Altgermanisches Bauerntum". — NSLB., Geschichtliche Fachschaft, 17 Uhr, Seminarzimmer der Oberrealschule. — Bezirksverein Oberhessen des Vereins deutscher Chemiker, Chemische Gesellschaft Gießen, 20.15 Uhr, Chemisches Institut der Univer- sität, Vortrag von Direktor Dr. Kränzlein (Höchst) über Kunststoffe". — Stadttheater, 20 bis 22.15
Deutsch-Ostafrikanischer Bilderbogen
Vortragsabend im NSBOT.-pg. Heß erzählt.
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Die Ortsgruppe Gießen des Nationalsozialistischen Bundes Deutscher Technik vereinigte gestern abend ihre Mitglieder im CafL Ebel zu einem Vortragsabend. Kreisamtsleiter Pg. K u r z hieß die Teilneh- mer willkommen und begrüßte insbesondere den Gaudienststellenleiter Pg. Diehl (Frankfurt a. M.), der zum ersten Male im Kreise der Gießener Techniker weilte.
Gaudienststellenleiter pg. Diehl hielt sodann eine kurze Ansprache. Er betonte, daß der Grund, weshalb er bisher nicht in Gießen war, vor allem darin zu suchen sei, daß in in Gießen unter der Leitung des Pg. Kurz alles klappe und er viel mehr dort zu erscheinen habe, wo sich die Organisation nicht so reibungslos vollziehe. Der Redner machte dann noch verschiedene Ausführungen über die Organisation der Deutschen Techniker, sprach über deren Zusammenfassung, die kommen müsse. Wir Nationalsozialisten wollten wahre, treue ehrliche Helfer, die innerhalb und außerhalb ihres Betriebes ihren Mann stehen können. Eine Reichskammer der Technik müsse kommen. Unter den Technikern müsse sich eine feste Kameradschaft anbahnen. Eine unbändige Liebe zu Volk und Vaterland müsse uns erfüllen, unerschütterlich müsse der Glaube daran sein, daß uns nur das Dritte Reich retten könne, unerschütterlich müsse unsere Liebe zum Führer sein.
Nachdem Kreisamtsleiter Pg. Kurz dem Redner gedankt hatte, ergriff
pg. Heß
das Wort. Zn lebendiger Form erzählte er von seinen vielen Erlebnissen während eines 12jährigen Aufenthaltes in Deutsch-Ostafrika, insbesondere aber von seinen Erlebnissen während des Weltkrieges und in englischer Gefangenschaft. Seinen Schilderungen seien einige Einzelheiten entnommen.
30 Jahre vor Kriegsausbruch kam das Land Ostafrika in deutschen Besitz. Krankheiten wüteten im Lande, die Stämme zerfleischten sich. Der Deutsche schuf Wandel. Deutsche Kulturarbeit hat in der Folge Unvergängliches geschaffen. Das Klima in Ostafrika ist in den Niederungen ungesund, in höheren Lagen selbst für Europäer sehr gesund.
Nachdem der Redner kurz von seiner zivilen Tätigkeit in Morogoro berichtet hatte, kam er auf die Verhältnisse während der Kriegsjahre zu sprechen. Neben den Schwierigkeiten der Regenzeit hatten die Soldaten sehr unter den Krankheiten des
— Ein Gemetndeabend der Matthg\ usgemeinde findet am kommenden (Sonntag im Cafö Leib statt. Zu dieser Veranstaltung bd freiem Eintritt wird die Gemeinde im heutigen Anzeigenteil eingeladen. Näheres in der Anzeige
— Der Ob st- und Gartenbauverein Gießen hält am Sonntag, 2. Dezember, im Kau »I männischen Vereinshaus feine Mitgliederversamm- lung ab. Auf die heutige Anzeige sei aufmerksam gemacht.
** Dienstjubiläum. Der Hausmeister dec Schillerschule, Herr Franz Adam, kann am morn] gigen Samstag auf eine 25jährige Tätigkeit Dienste der Stadt Gießen zurückblicken. Der Jubilar erfreut sich allgemeiner Wertschätzung.
** Eine Sechzigjährige. Am Mittivvch . 28. November, beging Fräulein Elisabeth $lQt' | golf, Liebigstraße 37 wohnhaft, in voller Frisch, ihren 60. Geburtstag. Die Jubilarin ist seit runi 40 Jahren Leserin des Gießener Anzeigers.
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Börsenverein und von den Obleuten der Fachschaft Leihbüchereien unter dem 20. 4. 34 (1. Dtsch. Bchh. 1934 Nr. 37 und 47; Ztschr. d. Leihbücherei 1934, Nr. 4) festgesetzten Mindestgebühren sind für jeden Inhaber einer Leihbücherei verbindlich.
Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen .ziehen Ordnungsstrafen nach sich und können im Wiederholungsfälle zum Ausschluß aus der Reichs- chrifttumskammer gemäß § 10 der genannten Verordnung führen.
Pfundpäckchen-Sammlung der Ortsgruppe Gießen-Ost.
Montag und Dienstag, 3. und 4. Dezember, wird durch die Frauenschaft die Pfundpäckchensammlung in Lebensmitteln für den Monat Dezember durchgeführt. Um für jede Spende eine Quittung erteilen zu können, wird gebeten, den Inhalt der Päckchen durch Aufschrift auf die Umhüllung kenntlich zu machen.
Reichsbund Volkstum und Heimat.
Samstag, 1. Dezember, 20,15 Uhr, Heimatabend im Caf4 Leib. Herr Ministerialrat Ringshausen wird sprechen. Es wirken mit: der oberhessische Heimatdichter Georg Heß, die Trachtengruppe Erksdorf, der Bauersche Gesangverein und ein Mädchenchor der Schillerschule.
Eintritt für Mitglieder und ihre Angehörige je 20 Pf., Nichtmitglieder 50 Pf. Saalöffnung 19.45 Uhr.
Reichsberufsgruppen der Angestellten
Diejenigen Firmen, die diesen Bestimmungen nicht entsprechen, sind aufzulösen. Bis dahin sind die Bestimmungen der Fachvereine zu beachten. Jede Abweichung von den Bestimmungen hat vorzeitige Schließung zur Folge. o
Die vom Börsenverein und der Fachschaft „Leihbücherei" vereinbarten Mindestleihgebühren treten ofort in Kraft und sind gut sichtbar in den Ge- chäften anzubringen.
Die Gebühren der Leihbüchereien.
Der Präsident der Reichsschrifttumskammer gibt bekannt:
Zur Sicherung der Kulturaufgaben des Leihbüchereigewerbes ordne ich auf Grund des § 25 der ersten Verordnung zur Durchführung des Reichskulturkammergesetzes vom 1. 11. 33 (RGBl. 1933, Bl. 1, S. HKH.) hierdurch folgendes an:
Die von den Vertretern der Leihbüchereien im
Prof. S e s f 0 u s trat am 27. Januar 1912 die Ausreise nach der im Jahre 1900 unter die deutsche Flagge gestellten Kolonie Samoa in der Südsee an. Er hatte dort im Auftrage der Regierung als landwirtschaftlicher Sachverständiger zu wirken, um bei der Erschließung der wirtschaftlichen Quellen der Kolonie zum Nutzen der eingeborenen Bevölkerung zu helfen und zugleich den Interessen der kolonialen Verwaltung förderlich zu sein. Der Vortragende machte zunächst, an Hand von Kartenmaterial, mit der geographischen Lage und den Bodenformationen der Kolonie bekannt und teilte in diesem Zusammenhänge mit, daß Samoa in unserer deutschen Kolonialwirtschaft ein wertvoller Posten war, denn die Kolonie habe nicht nur keinerlei Zuschuß vom Reiche erforderlich gemacht, ondern sich selbst getragen und obendrein noch leberschüsse an das Reich abgeführt. Das Land ei wirtschaftlich außerordentlich fruchtbar und von großer landschaftlicher Schönheit. Der Hauptanbau der Kolonie umfaßt die Kokospalme, Kakaobäume, Kautschuk und Ananas. Sonst ist auf Samoa ziemliche Armut der Flora und der Fauna zu ver- leichnen, die einzigen einheimischen Tiere sind liegende Füchse und Fledermäuse, alle übrigen Tierarten sind von den Europäern eingeführt worden. Dagegen hat das Meer einen ungeheuren Reichtum an Fischen aller Art, so daß die als gute Fischer bekannten Samoaner reiche Fanggründe besitzen. Das Klima ist nach der Schilderung des Vortragenden als gesund für Europäer anzusehen. Die Insel hat als Land vulkanischen Ursprungs oft Erdbeben zu verzeichnen, die aber während der Anwesenheit des Vortragenden in der Kolonie keinen Schaden anrichteten. Die eingeborene Bevölkerung gehört seit vielen Jahrzehnten dem Christentum an, deutsche und englische Missionen leisten dort an dem Samoanervolke eifrige Arbeit. Trotzdem ist der Aberglaube unter den (Eingeborenen noch sehr verbreitet. Der kulturelle Stand der Eingeborenen liegt nach den Schilderungen des Redners weit über dem Niveau anderer eingeborenen Völker in den Kolonien. Als besonders bemerkenswert ist hervorzuheben, daß die Samoaner
mit größter Strenge auf Reinhaltung der Sippen, 1 Kolonialtätigkeit haben könne. Der Vortrag rourb| der Dorfschaften und der Häuptlingsschaften sehen,!mit lebhaftem Beifall ausgenommen.
Oer Blutdruck.
Von Or. med. Gert Losch.
Es ist noch nicht allzu lange her, daß der Arzt instandgesetzt wurde, ohne große Schwierigkeiten in der Sprechstunde mit Hilfe eines kleinen Apparates den Blutdruck seiner Kranken zu messen. Eine Gummimanschette wird um den Arm gelegt, durch ein kleines Gebläse wird Luft in den Gummiring getrieben, und man kann an einem Manometer ablesen, welcher Druck erforderlich ist, um den Puls zum Verschwinden zu bringen. Dieses nützliche Instrument hat sich als sehr wichtig erwiesen bei der Beurteilung der verschiedensten Kreislaufstörungen, aber die Höhe des Blutdrucks hat, wie es bei halb verstandenen Vorgängen so häufig ist, im Bewußtsein des Patienten oft allerhand Unheil angerichtet.
Es gibt schon ganze Kategorien von Menschen, die den Arzt ängstlich nach der Höhe des Blutdrucks fragen, so oft sie ihn aufsuchen und die sich ganz phantastische Vorstellungen davon machen, wenn er um 10 oder 20 Punkte gestiegen ober gesunken ist.
Die Messung des Blutdrucks ist eine wichtige untersuchungstechnische Hilfsmaßnahme, die nur der Arzt sinngemäß verwerten kann, und auch der Arzt nur dann, wenn er den Blutdruck in Beziehung setzt zu dem Untersuchungsergebnis des ganzen Menschen.
Die Höhe des Blutdrucks schwankt bei derselben Person oft außerordentlich. Sie ist abhängig von der Nahrungsaufnahme, von körperlichen Anstrengungen, von der Ruhe, von seelischen Erregungen. Schon die Angst, daß der Blutdruck zu hoch sein könnte, ist imstande, ihn vorübergehend wesentlich zu erhöhen. Außerdem wissen die wenigsten, daß ein langsames Ansteigen des Blutdrucks bei älteren Menschen etwas durchaus Natürliches und Normales ist. Man rechnet im allgemeinen 100 plus die Anzahl der Lebensjahre, so daß ein 6Ojähriger einen Blutdruck von 160 haben darf, eine Zahl, die für einen jungen Menschen entschieden zu hoch wäre, für ihn aber kein Anlaß zu irgendwelchen Bedenken
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Die Erhöhung des Blutdrucks ist ein Zeichen ■ dafür, daß das Gefäßsystem einer erhöhten Sean- : spruchung unterworfen ist, die die verschiedensten, nur durch sorgfältige Untersuchungen zu ermitteln- den Ursachen haben kann. Je nach diesen Ursachen wird der Arzt seine Maßnahmen treffen, die vor allem darauf abzielen werden, die Ursache nach Möglichkeit zu beseitigen und eine übermäßige Belastung der Blutgefäße zu verhindern.
Die alten Aerzte haben zweifellos aus einem richtigen Gefühl heraus so viel von Aderlässen gehalten, wenn sie auch manchmal des Guten zu viel getan haben. Der Aderlaß spielt auch heute wieder bei der Bekämpfung des hohen Blutdrucks eine wichtige Rolle neben den anderen diätetischen Maßnahmen.
Vor allem wird es hier darauf ankommen, die Flüssiakeitszufuhr auf ein vernünftiges Maß zu beschranken. Ein überanstrengter Kreislauf verträgt es nicht, daß ihm, wie so oft zum Beispiel bei starken Biertrinkern, unvernünftig große Flüsfig- feitsmengtn zugefühlt werden. Auch Die berühmten Gefäßgifte Nikotin und Koffein werden fast stets bei Hochdruck dem Machtspruch des Arztes weichen müssen. Dies wird um so leichter und ohne Opfer gewohnter Alltagsgenüsse geschehen können, wenn sich der Kranke dazu bekehren läßt, nikotinarme oder nikotinfreie Tabakssorten zu rauchen und koffeinfreien Kaffee zu trinken, die beide den Genuß schon deshalb nicht beeinträchtigen, weil ihnen ja nur das an sich geschmacklose und geruchlose Gift genommen ist, während die den eigentlichen Genuß vermittelnden Stoffe in ihrer vollen Leistungsfähigkeit geblieben sind.
Wesentlich ist es, daß der hohe Blutdruck für den Menschen nicht zum Schreckgespenst wird, das ihm Schlaf- und Lebensfreude raubt. Nur wenige kleine diätetische Kunstgriffe genügen oft, um die Gefahren, die hier bei unvernünftigem Leben entstehen können, im Keime zu ersticken.
Hilf Freude spenden!
Vom Winterhilfswerk 1934/35, Gau Hessen- Nassau, wird uns geschrieben:
Tagtäglich häufen sich die Stöße der Wunschzettel auf den Tischen der Amtswalter und geoen beredtes Zeugnis von der Not, die es noch bei vielen unserer Volksgenossen zu lindern gilt
Einen gerade mit einem solchen Packen Weihnachtsboten vorbeihastenden Helfer hielt ich einen Augenblick an, um mich nach dem Fortgang der Weihnachtsvorbereitungen und den Weihnachtswünschen zu erkundigen. Wortlos zog er aus der großen Menge einen Zettel wahllos heraus und reichte ihn mir. „Etwas Kinderwäsche" stand dort und füllte kaum die für die Wünsche freigelassene Zeile. Doch welch glühende Bitte stand hinter diesen knappen Worten. Unser Helfer wußte darum: Ein junges Ehepaar; er, seit Jahren arbeitslos, und sie warten nun in der Weihnachtszeit auf ihr erstes Kind.
Und weiter hörte ich von der Hoffnung, mit der eine kinderreiche Familie auf das Weihnachtspäckchen wartet. Die Eltern haben kein Geld, um ihrem Aeltesten warme Unterwäsche zu kaufen, und die beiden Kleinsten brauchen so notwendig ein warmes Mäntelchen. Verlegen ob ihres Wunsches brachte die Mutter ihr Anliegen vor, und nur aus ihrem bedauernden Seitenblick auf die Kleinen, deren glänzende Augen ihr Wissen um die Geheimnisse des Christkindchen verrieten, las der Helfer, daß sie nicht noch um ein kleines Spielzeug bitten zu dürfen glaubte. Aber er hatte es doch bemerkt und wird alles tun, um den Kleinen ihren Weihnachtsglauben zu erhalten.
Und so ist es mit all den vielen Zettelchen, wie mir der nach dem kurzen Aufenthalt davoneilende Helfer versichert. Jeder birgt eine Weihnachtshoffnung und einen Weihnachtsglauben, den du als wahrer Volksgenosse berufen bist zu erfüllen und den du unter keinen Umständen enttäuschen darfst!
Fachschaft Leihbücherei.
Sofortige Anmeldepflicht.
tag, 16. Dezember, 15 Uhr, im Kaufm. Vereinshaus, Gießen, Wernerwall, statt. Es spricht Pg. Timm (Frankfurt a. M.) über „Von der liberalistischen zur nationalsozialistischen Wirtschaft".
Berufliche Bildungsmaßnahmen im Winter 1934/35.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen weift darauf hin, daß im Frühjahr 1935 viele Arbeitskräfte bei den Industrie- und Handelsfirmen zur Einstellung gelangen werden, zumal der Arbeitsplatzaustausch einen steigenden Bedarf an qualifizierten Facharbeitern aller Berufsgruppen verursachen wird. Die zur Verfügung stehenden und beim Arbeitsamt gemeldeten Arbeitsuchenden bedürfen jedoch, sollen sie für die Frühjahrsvermittlung in Frage kommen, in den meisten Fällen einer beruflichen Fortbildung bzw. Umschulung. Nur verhältnismäßig wenige werden von dem Arbeitsamt in größere, zur Fortbildung von Fachkräften geeignete Betriebe, die diese Arbeitskräfte auch voraussichtlich im Frühjahr benötigen, eingeroiefen werden können. Dem verbleibenden größeren Teil der Arbeitsuchenden wird dringend empfohlen, zur Erhaltung und Hebung des Berufsniveaus von den eingerichteten Schulungskursen der Reichsberufsgruppen in der Deutschen Arbeitsfront Gebrauch zu machen. Wir bitten Industrie und Handel, die Maßnahmen des Arbeitsamtes und der Deutschen Arbeitsfront aufs Nachhaltigste zu unterstützen.
Bauern aus der deutschen Sprachinsel Gottschee in Deutschland.
Die Pressestelle der Studentenschaft teilt uns folgendes nut:
Aus der über 600 Jahre alten deutschen Volkstuminsel Gottschee in Jugoslawien, die etwa 70 km südöstlich von Laibach mitten im Karst liegt, sind in diesem Winter eine große Anzahl von Bauern über Deutschland verteilt, einer von ihnen ist auch in unserer Stadt und trägt zu seiner Kennzeichnung ein rotes Halstuch und eine weiße Armbinde mit der Aufschrift: „Auslandsdeutscher aus Gottschee." Sie haben eine uralte Sitte wieder aufgegriffen: Am Abend sieht man ihn seit einigen Tagen mit einem großen Kord in den Lokalen herumziehen; darin hält er Süßigkeiten und Früchte bereit. Er bietet den Gästen an, ein Spielchen zu wagen. In einem Säckchen hat er Nummern von 1 bis 100. Nun darf der Spieler wählen: wenn er „gerade" spielt so gewinnt er, wenn er eine gerade Nummer aus dem Beutel zieht, spielt er „tief", so muß er eine Nummer unter 45 ziehen, um etwas von den Schätzen, die der Hausierer in seinem Korb mit sich führt zu bekommen. Viele derartige Spiele schlägt der Hausierer vor. Der Einsatz für ein Spielchen beträgt 10 bis 20 Pfennig.
Für uns Deutsche ist die Erhaltung des uralten deutschen Kulturlandes und -Volkes eine selbstverständliche Pflicht und ein volksdeutsches Gebot. Die Gottscheer sprechen bis heute eine höchst eigentümliche deutsche Mundart, die noch stark mittelhochdeutschen Charakter hat, sie haben sich ihren deutschen Sinn über all die Jahrhunderte bewahrt. Ihr dürrer Heimatboden gibt nicht so viel her, daß sie ihre Familien davon ernähren können. Darum ziehen sie im Winter ins deutsche Mutterland, um dort ihr Brot zu verdienen.
Die Gottscheer Bauern wollen sich nicht unterkrie- , gen lassen. Helfen wir ihnen dazu, indem wir den ■ Hausierer bei seiner Arbeit in unserer Stadt unter»
Uhr, „Die Braut von Messina". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Der verlorene Sohn". — Astoria- Lichtspiele, Seltersweg, „Der Reiter von Arkansas". — Gießener Wohnungsbau-Genossenschaft, 20 Uhr, Cafe Leib, Generalversammlung. — VHC., 20.30 Uhr, Monatsversammlung mit Lichtbildervvrtrag über „Deutsche Bienenzucht und Leden und Treiben im Bienenvolk" von G. Bodenbender. — Fröbel- feminar, 20 Uhr, Kindergartensaal, Walltorstr. 59, Weihnachtsmusik und Vortrag. — Rekchskammer der bildenden Künste, Gruppe Gießen, Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachtsausstellung.
— Stadttheater Gießen. Als Vorstellung im Freitag-Abonnement kommt heute unter der Spielleitung von Intendant Hanns König das Trauerspiel: „Die Braut von Messina" von Schiller zur Aufführung; Ende 22.15 Uhr.
— Die NS-Kulturgemeinde Ring Deutsche Bühne veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil den Spielplan für Dezember und außer- dem die Zeiten der Kartenausgabe. Auf die Anzeige ei besonders aufmerksam gemacht.
um dadurch ihre Stammesart vor dem Nieder^ zu bewahren. Die schwere Arbeit des ßebensunui, Halts wird von dem Manne geleistet, während bh Frau die häuslichen Obliegenheiten und die & treuung der Kinder zu besorgen hat. Neben bei Samoanern befinden sich Chinesen auf der IM die als Kulis für die Arbeiten in den Pflanzung« und in den Häusern der Europäer verwandt werben
An Hand guter Lichtbilder aus allen ©ebietei des Lebens und Schaffens in dieser ehemals beul- schen Kolonie gab der Vortragende ein aufoerorbe» lich fesselndes und eindrucksvolles Bild von fr wirtschaftlichen Bedeutung der Insel und von br, weitreichenden Möglichkeiten, die dort für unfe deutsches Vaterland vorhanden waren, zugkH wurde dadurch der starke Verlust offenbar, den wir durch den Raub dieser schönen Kolonie währcnL des Krieges unter Bruch des Völkerrechts erlitten haben. Die Vorgänge bei diesem Raub schilbertk der Redner in sachlicher Weise, frei von jeglichem Haß, aber voll Bitterkeit über das schmähliche Verbrechen gegen die europäische Zivilisation, das hort begangen wurde. Die Neuseeländer, die diesen von den Feindbundmächten veranlaßten Gewaltstreich ausführten, haben dabei sogar die elementaren Erfordernisse der Ritterlichkeit gegenüber einem völlig unbefestigten und nicht verteidigten Platz außer acht gelassen, ebenso wie sie den Gouverneur und die deutschen Beamten bei der Gefangennahme und beim Abtransport im September 1914 in schmählichster Weise behandelten und die Deutschen der Kolonie in den Augen der eingeborenen Bevölkerung mit allen Mitteln herabzusetzen ten. Trotzdem war und blieb die Sympathie ber Eingeborenen auf der Seite der Deutschen, roet die samoanische Bevölkerung erkannte und wuhk daß sie unter der deutschen Verwaltung gut ausge hoben war und ihre Belange in allen Teilen nci erfüllt sah.
Am Schluffe feines nahezu zweistündigen M träges, der eine lebendige und in hohem Mch fesselnde Erzählung unter Beifügung einer große.! Reihe von Bildern war, unterstrich der Redner noch einmal die starke Bedeutung des Kolonialbesitzes h/r unser deutsches Volk, und er gab dabei der M- nung Ausdruck, daß es unserem Führer und 5W kanzler Adolf Hitler gelingen mochte, auch auf diesem Gebiete dem deutschen Volke wieder zu lei- nem Recht zu verhelfen, damit die Zeit roiebertehn, in der die Früchte der Kolonien unter deutsch«'
Bei dem gestrigen Vortragsabend der Gesellschaft ür Erd- und Völkerkunde In der Neuen Aula bereitete der Direktor des Landwirtschaftlichen Instituts unserer Universität Prof. Dr. S e s f 0 u s den außerordentlich zahlreichen Besuchern einen wertvollen geistigen. Gewinn durch seinen Vortrag über das Thema „Als landwirtschaftlicher Sachverständiger vor und während des Krieges im deutschen Schutzgebiet Samoa".
Klimas zu leiden. Allerdings waren die DiMen den Engländern in vieler Hinsicht überlegen, btnn sie kannten das Land und die Leute. Die Kriegs- erflärung war für die Deutschen in den Kolonien keine Ueberrafchung. Die Situation war, vom hon- delspolitischen her gefet>en, sichtlich gespannt. Ter Redner schilderte dann seine Arbeit zu Beginn M Krieges, wo er damit beschäftigt war, (Eingeborenen1 truppen einzuziehen. Die Askaris stellten sich zur Verfügung und waren eine recht brauch^' i Truppe. Die Europäer wurden, wie in der HeinU ebenfalls sofort eingezogen. Der Engländer grl zuerst, wie es auch Lettow-Dorbeck vorausgejM hat, von Tanga aus an. Es konnten feiner UwJ‘ macht aber nur einige Kompanien entgegenge> werden. Die (Eingeborenen stellten damals noch -? Frage, ob sie auf Weiße schießen dürften. Man V es ihnen erlauben müssen. Das Ansehen der n>eW Rasse geriet dadurch aber sehr in Gefahr. Der M l so betonte der Vortragende, hätte schon aus b>eH | Grunde nicht in die Kolonien getragen werbe dürfen. 4
In weiteren interessanten Schilderungen der Vortragende von den Bemühungen der U>8
länder um Dar-es-salam, die zwar dort an der , nicht landeten, aber die Stadt beschossen und 1* sehe Schiffe zerstörten. Den Deutschen selbst | kaum Waffen zur Verfügung. Artillerie schlechterdings nur in Atrappen. Ein dem aber nichts auszurichten war, war DorP^ Geraume Zeit weilte Pg. Heß dann in Tabora- ihm die Eingeborenengerichtsbarkeit übettw wurde. Bei Tabora hat es viele Kämpfe Wva, (Erft nach großem Widerstand wurde die Skw' gegeben. Eine ungeheure Strapaze war Iur Deutschen, wie für die (Eingeborenen — nü(j Kinder zogen mit — der nun folgende
Süden. Es gab immer nur Wild, das auf dem ( geschossen wurde, am Abend mußte man un«l" . Umständen an Wasserlöchern sein. Endlos die Märsche in der Steppe. Die Not wurde erst dann etwas gelindert, wenn man ous en« . Magazine traf, die mit allen möglichen bestes—
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gegen spröde Hau | j|'


