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Nr. 228 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderheffen) Samstag, 29. September 1934
Aus der Provinzialhauptstadt.
Deutscher Erntetag.
Von Wilhelm Seemann, Pfarrer in Schwickartshausen, Oderhessen.
„Nunmehr stehen wir am Ende eines durch Saat und Ernte begrenzten Zeitlaufes.-"
Der deutsche Erntetag soll das Bewußtsein der Blutsverbundenheit des ganzen deutschen Volkes mit dem Bauerntum zum Ausdruck bringen. Man könnte ja den schweren Schicksalsgang unserer Nation 'm den letzten zwei Jahrzehnten im Gange der größten deutschen Dichtung, in der Tragödie Faust und an ihrem Helden abgebildet sehen. Eine Wissenschaft, von Gott gelöst, ein Sinnenleben, los von Gott, durch alle diese Tiefen und Irrgärten sind wir hindurchgewandert, fernab von der Linie unserer Sendung. Nun suchen wir wieder nach den „Müttern alles Lebens", nach den Wurzeln unseres Seins. Nun ist wieder die Verantwortung auf» «ewacht für die „vielen Millionen" und für den Lebensboden, der sie trägt. Der neue Sinn deutscher Schicksalsleitung senkt seine Wurzeln wieder tief lhinein in die deutsche Erde. Damit kommt ein 'Stand immer wieder zu verdienten Ehren, der bodenständig mit der Scholle ringt und mit schal- fsendcr Hand in schweigsamer Treue den Volks- Nenossen darbringt, was sie zum Leben bedürfen: der deutsche Bauer. Ein Volk ist hellsichtig geworden für die Wurzelschicht seines Bestandes, es will wieder leben von „Brot und Bronnen", aus „Blut und Boden". Es trägt instinktiv das große Wissen in sich, daß hier sich Wege öffnen gu neuer segensvoller Volksverbundenheit.
Wenn in einem uralten Brauch beim Getreidebinden auf dem abgemähten Feld der Besitzer mit Aehren und Blumen am Arm „gebunden" wurde, po liegt dieser uralten Sitte zweifellos ein Bekenntnis zugrunde, das Bekenntnis der Verbundenheit in Arbeit und Ertrag, in Mühsal und Freude zwischen Herrn und Gesinde, wie denn auch vorzeiten im bäuerlichen Haushalt — bis heute ist bas vielfach im Vogelsberg und in der Wetterau Der Fall — Knechte und Mägde zum Brotgefinde gehörten und mit der Bauernfamilie die „Kumpan- Schaft" (cum —mit, panis=l8rot) einer patriarchaischen Tischgemeinschaft bildeten. Die Arbeit an der Scholle hat bindende Kraft. Das ist der Sinn des »eutschen Erntetages, der wieder zum gemeinsamen Gedankengut des'Volksganzen werden muß. Freilich läßt sich ein solcher Gedanke nicht einfach durch Propaganda von heut auf morgen in Gefinnungs- gut wandeln. Denn Sitte ist Ausdrucks- orm gemeinsamen Glaubens. Gott »chenke unserm Volk das Auferftehen einer boden- ttänbigen Frömmigkeit, einer Gläubigkeit, in >ier Heimat ein Stück anvertrautes Lanb, in ber Blutsverbunbenheit eine göttliche Mission unb in leer Werkgemeinschaft einen Gottesbienft erkennt. Die großen Symbolhanblungen bes Neuen Testaments, bas Speisungswunber bes Heilanbs an ben Tausenben unb seine letzte Tischgemeinschaft mit :oen Jüngern, müssen wieber im beutschen Volk Gestalt unb Lebengewinnen, auf baß es durch die Doppelerkenntnis wieder glücklich und gesegnet werde: Gott gibt das Brot des Lebens — und Thriftus ist das Brot des Lebens. Jedes Erntefeld «ehrt uns ja, daß wir die Abhängigen sind, auf seine segnende Gnade angewiesen, und daß wir loennod) gesegnet werden „ohn all unser Verdienst and Würdigkeit". Wir sind die Empfangenden, wenn much als solche, die arbeiten müssen im Schweiße Ihres Angesichtes. Es ist uns vergönnt, „nicht sicher iroar, doch tätig frei zu wohnen". Nicht sicher zwar, — unser Nährstand wußte ein Lied zu singen von loer quälenden Unruhe seiner Arbeit, von der Unsicherheit seiner Existenz all die Jahre hindurch. Ss liegt viel heldisches Ausharren im Kampf des Bauern um die eigene Scholle und um die Lebens- '.notwendigkeit für ein ganzes Volk, wenn Unvernunft menschlicher Maßnahmen und landfremde Berftändnislofigkeit immer wieder treueste Arbeit ertraglos bleiben ließen, wenn die schwarze Fahne beer Not manchen, der sie aufreckte, ins Zuchthaus wies. Bis endlich das große Erwachen durch Deutschland ging, das nicht mehr geglaubte Wunder einer Wolkwerdung aus einem leidenschaftlichen Einheitswillen heraus Wirklichkeit wurde und Gott in deut- :chen Landen den Mann erweckte, der mit harten Hammerschlägen diese Einheit geschaffen und diesen Bruderbund gefestigt hat. Ist es eigentlich Zufall, :>aß Gott die Ernte dieses Jahres trotz anfänglicher Befürchtungen wegen der Dürre noch ganz besonders gesegnet hat mit Frucht und Gedeihen? Scheint $5 nicht vielmehr Antwort an unser Volk, das wieder nach Gott fragen will, sich wieder zum Kruderschaftsgedanken bekennt? Unser Erntelank dem allmächtigen Gott, der uns rhalt en hat zwei Notjahrzehnte hin- urch, dem Führer, der durchgegriffen at, und dem Bauern, der durchge- aalten hat. —
Segen ist Verpflichtung. „Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen." Immer noch gibt I -s ein Heer der Ernte- und Erwerbslosen. Mit Riesenkräften und ungeheurem Opfereinsatz ist der ikampf gegen Arbeitslosigkeit und Elend aufge- $ kommen. Das Winterhilfswerk erwartet von uns ' illsbald erneut den Einsatz unserer ganzen Persön- isichkeit; es erwartet praktisches Christen- iium, nicht nur der Worte und der Zungen, son- Isern der Tat und der Wahrheit.
Erntedankfestglocken klingen und werben durch bas deutsche Land. Sie hallen dahin über das festliche Gewoge und die feiernden Umzüge dieses Erntetages deutschen Bauerntums. Alte Trachten, Bräuche und Lieder fingen und sagen wieder von । !'em alten, segnenden Dreiklang: Gott — Erde —
Mensch.
Aufwärts die Herzen zu dankender Anbetung, bereit die Hände zu dankendem Dienst!
Möge unserm Volk eine neue Gottesschau be- Hieden sein, die des Schöpfers Güte in feinen Baden erkennt und des Vaters segnenden Willen erfüllt an den ärmeren Brüdern, daß Gott und Bolt sich finden auf allen Arbeits- und Erntefeldern!
Sammlung
ffür das auslanddeutsche Schulwesen.
Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultes, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen itr höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichts- enstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter I'.'lqende Verfügung gerichtet:
' Der Reichsschatzmeister der NSDAP, hat als Bevollmächtigter des Stellvertreters des Führers die Sammlung für das Hilfswerk des auslandsdeutschen Schulwesens im Einvernehmen mit dem Reichsmini
ster der Finanzen genehmigt. Mit der Durchführung der Sammlung werden die Schulen beauftragt. Die Leitung der Sammlung hat der VDA. übernommen, der mit unserer Genehmigung die notwendigen Richtlinien geben wird. Wir erwarten, daß die Schulen sich ganz in den Dienst des Hilfswertes für das Auslandsschulwesen stellen. Die Losung heißt wieder: Die deutsche Schule im Reich für die deutsche Schule im Ausland!
Dank!
Wenn die abgelaufenen Wochen der verstärkten Werbung der Deutschen Fliegerei eine große Anzahl von Volksgenossen neu zugeführt haben, die den Wert der Fliegerei im Aufbau der Nation erkannte, so mögen diese Volksgenossen wissen, daß sie mit ihrem Bekenntnis zur Fliegerei nicht nur eine nationalsozialistische Tat zum Ausdruck brin-
ber Beginn ber Polizeistunde auf Antrag ge- bührenfrei bis auf 5 Uhr vormittags festgesetzt werden. Auf Veranstaltungen, bei welchen die obigen Bedingungen nicht erfüllt sind, findet diese Regelung keine Anwendung. Infolgedessen sind z. B. Veranstaltungen, die auch stattgefunden hätten, wenn der 30. September 1934 nicht zum Deutschen Erntedanktag bestimmt worden wäre, erlaubnis- pflichtig und unterliegen der üblichen Polizeistunde.
OierückständigenBeitrcige für dieOAF.
Die Deutsche Arbeitsfront teilt mit: Durch die Umorganisation sind eine Anzahl DAF.-Mitglieder mit ihren Beiträgen rückständig. Obwohl der Beitrag zur DAF. eine Bringeschuld ist, wollen wir auf eine einmalige Zahlung bei den einzelnen aufgelaufenen Rückständen verzichten. Da der Finanzapparat nunmehr nach den neuen Richtlinien bis
Dr. med. Szubinski f.
Gestern morgen ist nach kurzem Krankenlager der in Gießen und Umgegend weithin bekannte Chirurg des Evangelischen Schwesternhauses in Gießen Dr. med. Szubinski im 60. Lebensjahre verstorben. Sein Ableben wird überall, insbesondere bei seinen früheren Patienten, herzliche Anteilnahme auslösen.
Dr. Szubinski wurde am 3. Februar 1875 in Berlin geboren. Er studierte in München, Berlin und in Göttingen, wo er im Jahre 1900 Assistent war. Im Jahre 1902 trat er beim Militär ein; er war Assistenzarzt beim Jnf.-Rgt. 95 in Gotha. 1908 und 1909 war er zu weiterer Ausbildung als Chirurg in Berlin, anschließend wirkte er als Stabsarzt bei den 14. Jägern in Kalmar (Elsaß), wo er eine große Chirurgische Station im Lazarett zu versehen hatte. Im April 1914 kam er nach Gießen als Bataillonsarzt im Jnf.-Rgt. 116. Den Krieg machte er als Chirurg an einem Feldlazarett mit, feine Kriegsdienste wurden durch Verleihung des Eisernen Kreuzes 2. und 1. Klasse ausgezeichnet. Nach dem Kriege wirkte er einige Jahre als Regierungs-Medizinalrat beim Versorgungsamt Gießen, daneben widmete er sich der ärztlichen Praxis. Er nahm dann seinen Abschied als Beamter und versah nur noch seine Praxis als Facharzt für Chirurgie.
Nach dem Tode von Dr. med. Richter wurde Dr. Szubinski im Januar 1922 zum Chirurgen im Evangelischen Schwesternhaus bestellt. Hier war es ihm vergönnt, eine außerordentlich segensreiche und dankbar anerkannte Tätigkeit zu entfalten. Seins geschickte ärztliche Hand und -sein reiches Fachwissen, gepaart mit großer menschlicher Güte machten ihn zu einem Helfer ber Kranken, wie er edler und vorbildlicher nicht gedacht werden kann. Er ließ den Patienten nicht nur sein Können als Arzt zuteil werden, sondern war darüber hinaus allezeit bestrebt, als warmherzig mitfühlender Mensch auch seelisch sich der ihm anvertrauten Kranken anzunehmen, ihnen bei ihren Sorgen und Wünschen ratend und fördernd beizustehen und sie durch gütigen Zuspruch und menschliche Freundlichkeit aufzurichten. Er war immer Arzt im besten Sinne des Wortes, zugleich auch Seelenarzt, der seine Aufgaben darin erblickte, nicht nur eine ärztliche, sondern auch eine ?whe menschliche Mission an seinen Patienten er- üllen zu müssen. Dabei war er in vielen Fällen gegenüber Kranken in wirtschaftlich schwerer Loge von mustergültiger Selbstlosigkeit, die ihn veranlaßte, sein ärztliches Können den leidenden Mitmenschen lediglich um der Hilfeleistung selbst willen angedeihen zu lassen und seinen einzigen Lohn darin zu erblicken, daß der Patient wieder zur vollen Gesundheit zurückgebracht wurde. In der Ausübung seines Berufes kannte er keine Rücksichtnahme auf sich, selbst ober auf persönliche Wünsche und Annehmlichkeiten, er ging vielmehr völlig in seiner ärztlichen Pflichterfüllung auf und opferte dabei auch persönliche Bedürfnisse zur Ausspannung und Erholung vorbehaltlos dem Dienst an seinen Kranken. Im Verkehr mit seinen Kollegen, Mitarbeitern und der Bevölkerung war er stets ein Mensch von offenem, charaktervollem, liebenswürdigem, bescheidenem unb stets hilfsbereitem Wesen, der sich dadurch größte persönliche Wertschätzung erwarb.
Neben seiner ärztlichen Kunst zeichnete ihn große Liebe und starke Begabung zur Malerei und zur Musik aus. Die wenige freie Zeit, die er sich bei seinem anstrengenden Wirken gönnte, war vor allem der Malkunst und der Musik gewidmet. Don seiner Hand sind zahlreiche Gemälde entstanden, die zum Teil auch das Evangelische Schwesternhaus und das Kameradschaftshaus des NSDFB. (Stahlhelm) schmücken. Seine Liebe zur Musik machte ihn zu einem sehr geschätzten Mitarbeiter des Gießener Konzertoereins, in dessen Rahmen er lebhaften Anteil am Gießener Musikleben nahm, das er unermüdlich und selbstlos förderte. Seit längerer Zeit gehörte er dem Vorstand des Konzertvereins als Schriftführer an, der in aufopferndster Weise die ideellen Interessen des Vereins und damit den Dienst an der Kunst förderte.
Dem Heimgegangenen, der während feines Wirkens als Arzt und Künstler den Menschen vielseitige Hilfe und große Güte zuteil werden ließ, wirb allezeit über das Grab hinaus ein dankbares Gedenken sicher fein. In der Geschichte der Stadt Gießen und insbesondere bei der Aerzteschast wird sein Name immer an hervorragender Stelle verzeichnet bleiben.
Deutsche Arbeitsfront.
Amlswallerappell.
Der Amtswalterappell der Deutschen Arbeitsfront für die Orte Gießen, Wiefeck, Heuchelheim, Klein- Linden findet am Samstag, 29. September, in Gießen, abends 8 Uhr, im Cafe Leib, Walltorstraße.
Sämtliche Amtswalter der obengenannten Orte haben daran teilzunehmen.
ProvinzialsuSschuß-Sitzung.
Unter dem Vorsitz von Kreisbirektor Kloster- mann tagte gestern vormittag ber Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen als Verwaltungs- gerichshof.
Als erster Punkt stand ein Antrag des Inhabers ber Krvnendrogerie in Grünberg, Karl Schott, zur Verhandlung. Der Antragsteller erbat die Erteilung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein in seinem von der Bahnhofstraße in die Unter- gaffe zu Nieder-Ohmen verlegten Filialgeschäft. Das Kreisamt Alsfelb hatte sich gegen die Erteilung der Konzession ausgesprochen. Der Antragsteller hatte gegen ben Bescheid des Kreisamtes Alsfeld Einspruch erhoben. Das Gericht gab dem Antrag des Klägers statt.
Der Provinzialausschuß hatte sich sodann mit ber Klage ber Besitzerin des Hauses Horst - Wessel - Wall 56 in Gießen, Fräulein Erna Beyer, gegen bie Stabt Gießen wegen Heranziehung zu Müllabfuhrgebühren zu beschäftigen. Das Hinterhaus des Anwesens Horst-Wessel-Wall 56 war durch die Stabtverwaltung im Mieteinkommen mit einem Betrag von 1996 Mark Friedensmiete eingeschätzt worden, während die Hausbesitzerin nur einen Betrag von 1080 Mark als Mieteinkommen in Anrechnung gebracht sehen wollte und als den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend hielt. Da sich der Betrag für die Müllabfuhr aus dem Satz der Friedens- miete errechnet, fühlte sich die Hausbesitzerin über Gebühr durch die Müllabfuhr belastet und klagte deshalb gegen bie Festsetzung der Friedensmiete durch die Stadtverwaltung. Nach eingehender Darlegung aller Einzelheiten durch den Vertreter bet Klägerin, wie auch durch ben Vertreter der Stadtverwaltung, insbesondere über bie Miethöhe für eine von der Stadtverwaltung mit einem Kostenaufwand von 714 Mark ausgebaute Wohckllng im Dachgeschoß des Hinterhauses, wie auch über dstz
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Am, Montag, dem 1. Oktober, beginnt in den Gießener Famikienblättern ein neuer Vornan: eine ganz ungewöhnlich spannende und aufregende Geschichte, die ohne Zweifel alle unsere Leserinnen und Leser brennend interessieren wird- sie heißt
GEbaud"
von Frank I. Braun
und behandelt die Zagd nach einem sehr wertvollen perlenschmuck, der eines bösen Abends auf unerklärliche Weise spurlos verschwindet.Zm Laufe der Ereignisse geraten fast alle handelnden Personen in Verdacht. Das große Rätselraten beginnt. Zn jedem Kapitel taucht ein neues Fragezeichen oder eine neue üeberraschung auf. Wer den Voman liest, muß mitraten oder mitsuchen - ob er will oder nicht. Um dem krimina- listischen Scharfblick unserer Leser besonderen Nachdruck und Anreizen geben, verbinden wir diese Ankündigung mit einer *
OreLsßrage: Wer W dev DLeh?
Zeder soll die Person bezeichnen, die er für den Täter (oder die Täterin?) hält. Wer glaubt, daß er den Dieb gefunden hat, schreibe sofort an die Schristleitung des Gießener Anzeigers, Gießen, Schulstraße Nr. 7/9. Fragen werden nicht beantwortet. Aber Sie werden demnächst wieder etwas von der Angelegenheit hören. Die Antworten sollen die Aufschrift „Preisfrage" tragen und brauchen nur die Worte zu enthalten: Der Dieb ist.."., und den Namen der Nomanfigur. Außerdem Namen, Anschrift und Bezugsquittu'ng des Einsenders. <Angestellte des Verlages und der Schristleitung sind selbstverständlich von der Teilnahme ausgeschlossen.) Wer es recht genau machen will, darf sogar seinen Verdacht begründen - aber ganz kurz! Der letzte Einsendungs- termin wird noch rechtzeitig vor Schluß des Romans bekanntgegeben. Die Verteilung der Preise geschieht in der Reihenfolge des Eingangs der richtigen Lösungen - also: wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Die Entscheidung der Schristleitung ist endgültig und unanfechtbar. Es sind schöne Preise zu gewinnen-allerlei hübsche und nützliche Dinge für Mann und Frau, ferner Bücher, Bilder, Theaterplätze, Klnokarten. Natür- lich darf feder nur eine Lösung schiften, also nur einen Namen angeben.
Wir bringen schon heute die Köpfe einiger Hauptbeteiligten im Bild. Vielleicht ist sogar der Dieb darunter.Aber Vorsicht, Vorsicht -- es ist nicht ganz einfach, und ver- dächtig sind sie fast alle.
gen, sondern daß auch die Fliegerei umgekehrt es ihnen zu banken wissen wirb.
Die Fliegerei unb alle in ihr Tätigen kennen zu jeher Stunbe nur eines: ben Dienst am ^.aterlanb unb rückhaltlose Treue zu ihm. Diesen Dienst im Rahmen ber ihr gestellten Aufgaben immer besser erfüllen zu können, ermöglichen bie Volksgenossen, bie sich zur Fliegerei bekannten.
Deshalb ist ber Dank ber Fliegerei nichts, was über bie Lippen geht, fonbern ans tiefstem Herzen kommt, unb mit biefetn Dank verb.nbet sich bie Hoffnung, in Zukunft immer weitere kreise nicht nur für bie Fliegerei zu begeistern, sondern sie zu wirklichen Trägern bes echten, ewig jungen
Fliegergeistes zu machen.
ainmelbungen bei Flieger-Ortsgruppe Gießen (Kreisamt), Fernruf 2951 unb 29d2.
Veranstaltungen
am Erntedanktag 1934.
Bolizeibirektion Gießen teilt folgendes mit: Veranstaltungen bie am 30. September 1034 aus Anlaß bes Deutschen Erntebanktages zu Ehren ber Deutschen Bauernschaft abgehalten werben unb sich im Rahmen bes von ben zu anbigen Stellen bekanntgegebenen Programmes halten, sind (tcmpelfrei. Für bie Nacht vom 30. September auf 1. Oktober 1934 tonn für derartige Veranstaltungen
ins Kleinste burdjorganifiert ist, forbern wir von jebem DAF.-Mitglieb, baß es von jetzt ab feine Beiträge regelmäßig monatlich bezahlt. Die bis jetzt aufgelaufenen Rückftänbe müssen innerhalb eines Jahres, also bis zum 1. Oktober 1935, ausgeglichen fein. Durch bie Abwicklung ber Finanzorganifatio- nen ber Reichsbetriebsgruppen bzw. ber früheren Verbänbe sinb bei einzelnen Mitgliebern bie letzten zwei Wochen bes September nicht geklebt worben. Diese Mitglieber wollen sich an bie Ortsgruppen, wenn sie am Wohnsitz kassiert werben, bzw. an ihre Zellenobmänner, wenn sie im Betrieb kassiert werben, roenben, bamit für biefe Zeit eine Monatskarte in entsprechenbem Wert verabfolgt wirb.
NSDAP. — Kreisleitung Gießen, kreisrunbfunkberatungsstelle.
Anläßlich des Erntebankfestes ersuchen wir alle Besitzer von Rabioapparaten, insbssonbere Gast- stättenbesitzer unb Ausflugslokale, ihre Radiogeräte jo aufzuftellen, baß bie Übertragung ber Führerrebe am Sonntagnachmittag sichergeftellt wirb. Die einzelnen Lokale geben bann bis spätestens Dienstag eine Melbung über bie ungefähre Zahl ber Zuhörer, welche bie Rebe mitangehört haben. Die Melbung erfolgt an bie Kreisleitung ber NSDAP., Abteilung Runbfunk, Gießen.
Heil Hitler!
Dörr, Kreisfunkwart.


