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den skandinavischen Ländern hat nur

Aus aller Welt

sind.

Von

eingereicht.

Großfeuer vernichtet zwei Anwesen.

In der Gemeinde Knüll (Bezirk Kassel) brach beim Dreschen in der Scheune des Landwirts Jo­hann GlänzerFeuer aus, das sich infolge des starken Windes sehr schnell ausbreitete. Die Scheune mit den Erntevorräten wurde völlig vernichtet. Aus dem Wohnhaus und den Stallungen, die eben­falls von den Flammen ergriffen worden waren, konnte nur ein geringer Teil des Inventars und des Viehs gerettet werden. Beide Gebäude wurden gleichfalls völlig eingeäschert. Durch Funken­flug gerieten auch die Gebäude des benachbarten Anwesens des Landwirts Johann Schwalm m Brand. Hier wurden Stallungen und Scheunen eingeäschert, vom Wohnhaus konnte nur das Erd- geschah gerettet werden. Die Löscharbeiten gestal­teten sich besonders schwierig, weil zur Zeit m Knüll starker Wassermangel herrscht.

Lin Frauenmörder zum Tode verurteilt.

Von Dr. £. Llbbelohde, Professor an der Technischen Hochschule Berlin, Vorsitzendem der Deutschen Gesellschaft für Mmeralolsorschung.

Autarkie-Bestrebungen in -er internationalen Autoindustrie

Der Kohle-Motor.

Am besten wäre es natürlich, wenn man Kohle unmittelbar im Motor verbrennen würde,

* Dgl. Gießener Anzeiger vom 1-, 8» und 16. Sep­tember.

möchte, daß man seiner Mutter nach Deutschland schreibe, daß er unschuldig sei. Fisch habe ihm nie­mals die leiseste Andeutung davon gemacht, daß er irgendwie in die Entführungsangelegenheit ver­wickelt fei. Er selbst, so erklärte Hauptmann weiter, habe nicht gewußt, daß das Geld Lösegeld gewesen sei. Dor der Entführung habe er Dr. Coden nicht gekannt. Er habe auch Anfang des Jahres 1932 keine Beinverletzung erlitten. Das Baby Lind- berghs habe er weder tot noch lebendig gesehen. Im übrigen werde er im Gefängnis sehr freundlich behandelt.

Auch der zweite Tote im Schnellzug VentimigliaParis war ein Mörder.

Die amtliche Untersuchung der nächtlichen Blut- tat im Schnellzug VentimigliaParis ergab, wie bereits gemeldet, die Feststellung, daß der Mörder Alibert", der sich nach vollbrachter Tat das Leben nahm, der langgesuchte Verbrecher Ziffer sei, der vor zehn Jahren seine Schwägerin ermordet hatte; die Nachforschungen haben inzwischen zu einer zweiten aufsehenerregenden Entdeckung geführt: auch das OpferAliberts" ein gewisser Betlamini, ist ein seit Jahren gesuchter Mörder. Betlamini hatte im Oktober 1923 in einem Walde bei Brüssel seine Geliebte ermordet und war seitdem spurlos verschwunden.

, Der millionste Fluggast der Lufthansa in Vertin.

veranlassen. r, .

Bemerkenswert ist, daß sogar Jugoslawien eine eigene Automobilfabrik bauen will, um sich von der ausländischen Kraftwageneinfuhr unab­hängig zu machen. Die jugoslawische Regierung hat bereits vor einem halben Jahre mit einer franzö­sischen Firma einen Vertrag abgeschlossen, der diese verpflichtet, in I u g o s l a w i e n e i n e 2l ut om o- bilfabrik z u bauen, die Wahrlich 800 Kraft­wagen herzustellen vermag. Selbst wenn es sich dabei zunächst nur um ein Montagewerk handelt, das französische Automobile zusammenbaut, ist die­ses Projekt charakteristisch genug für die wachsenden Autarkiebestrebungen auf dem Gebiete der Auto- mobilindustrie. Uebrigens plant auch die deutsche Auto-Union, wie es heißt, die Errichtung einer Montagewerkstätte in Jugoslawien.

Angesichts der weit verbreiteten Tendenz, den Be­darf an Kraftwagen möglichst im eigenen Lande und durch inländische ober auch nur im Jnlande zu­sammengestellte Erzeugnisse zu decken, ist die Tat- ache, daß die deutsche Automobilindu­strie in letzter Zeit ihre Ausfuhr erheblich st e i- gern konnte, um so mehr zu würdigen. Deutsch- | land hat in den ersten sieben M>.'naten des laufen­den Jahres 8243 Personen- und Lastkraftwagen exportiert. Das sind 4 1 5 W a g en mehr als in dem gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres. Der Wert des deutschen Automobilexportes ist trotz des Sin­kens der Preise und der zunehmenden Bevorzugung des Kleinwagens von 16,4 auf 17,4 Millionen Mk. gestiegen. Die Hauptbezugsländer sind Spanien, die Schweiz und Belgien. In Anbetracht der besonderen Schwierigkeiten, die die fast überall fest- . zustellenden Autarkiebestrebungen dem Automobil- : export bereiten, ist der Erfolg, den die deutsche

Kraftwagenindustrie in diesem Jahre im Ausland- geschäft errungen hat, hoch zu veranschlagen.

Das Rohstoffproblem und die iechnische Forschung

Treibstoffe aus deutschem Boden.

wie es schon der Erfinder des Dieselmotors, Dr. Diesel, vor Dezennien angestrebt hat. Von feinem früheren Assistenten Pawlikowskl ist dieser Motor inzwischen so weit vervollkommnet, daß er sich schon durchgesetzt haben wurde, wenn die in Kohlen enthaltene Asche nicht bisher noch immer die Maschinen zu schnell verschleißt haben- wurde, eine Schwierigkeit, die mir aber binnen kurzem zu "ÄÄl ist n°ch d°r, mit d°n fonft im Entzündungsmotor schwer verwendbaren Schwer­ölen Wasserdampf zu erzeugen und Dampfmaschinen oder Dampfturbinen an die Stelle der Motoren zu setzen. Endlich kann man noch Gase, das heißt Erd­oder Leuchtgas, sowie solche, die in Kokereien, Hy­drier- und Spaltanlagen anfallen, unter pobem Druck in Stahlflaschen einfüllen und dann in Fahr­zeugmotoren verwenden. Für diese Antriebsart sind schon nicht nur in Deutschland, sondern auch m England und Amerika Gastank st eklen einge­richtet worden. Alles zusammen ergibt, noch so viele weitere Möglichkeiten, daß wir sagen dürfen, wir können aus einheimischen Rohstoffen nicht nur den

Ansprache, die auch vom Rundfunk übernommen wurde, wies Direktor Wronsky auf diese im Luft­verkehr bisher einzig dastehende'Beförderungszahl hin. Der gefeierte Fluggast erzählte, er sei em alter Freund der Fliegerei und schon im Jahre 191U zum ersten Male geflogen. Seit dem 1. April 1926 bis heute haben die Flugzeuge der Deutschen Lufthansa 280 Millionen Fluggast-Kilometer zuruck- gelegt Es wurden 5860 Tonnen Gepäck, 9250 Ton­nen Fracht und 2740 Tonnen Post befördert.

Malvys Sohn verklagt die »Action $ran<?oiSe'.

DNB. Paris, 28. Sept. DieAction Fran?aise" hatte, wie schon gemeldet, in großer 'ilufmaajung die Behauptung aufgestellt, der Sohn Malvys sei der Mörder des vor Jahresfrist tot auf- gefundenen Pariser Stadtverordneten Dufrennes. Wie jetzt verlautet, hat der Sohn Malvys, der Rechtsanwalt am Pariser Appellations- gerichtshof und Generalrat ist, Klage wegen böswilliger Verleumdung gegen Das

Kunst und Wissenschaft.

ThomaAussiellung in Frankfurt.

Am 2. Oktober sind es 95 Jahre her, daß der be­deutende Maler Hans Thoma in Bernau, einem kleinen Schwarzwalddörfchen geboren wurde. Dies veranlaßte die Hans-Thoma-Gefellfchaft gemeinsam mit der NS.-Kulturgemeinde, im Staedelschen Kunst­institut in Frankfurt eine Hans-Thoma-Aus- stellung zu veranstalten. Im Staedel sind Werke des Künstlers aus allen Zeiten seines Lebens zu­sammengestellt. Für Frankfurt und die weitere Um­gebung ist die Ausstellung deshalb so interessant, weil Thoma in Frankfurt und im nahen Oberursel über 25 Jahre lebte. Sehr viele Bilder der großen Ausstellung es sind über 1000 Werke ausgestellt sind in und um Frankfurt entstanden. Frau Bergmann (Frankfurt), auf deren Initiative die Hans-Thoma-Gefellfchaft gegründet wurde und die den Nachlaß des Malers verwaltet, betonte bet der Vorbesichtigung, daß die Ausstellung ^igen solle, wie wichtig Thoma für die heutige Zell ist. Die volksverbundene Persönlichkeit Thomas, habe gemalt aus dem Volke heraus, für das Bcttk uiw zum Volke.

Aufsehenerregende Ausgrabungsfunde in der Geburtskirche in Bethlehem.

Die Ausgrabungen in der Geburtskirche in Bethlehem haben zu aufsehenerregenden Ergebnissen geführt. Außer dem Mosaikfuß- hoben aus bem in ben Jahren 326 bis 333 nach Christi Geburt errichteten Constantinbau ber dama­ligen Marienkirche (jetzigen Geburtskirche) san0 man römische Mauerreste, deren Fluchtlinien erken­nen lassen, daß Kaiser Hadrian mit der im Jahre 135 nach Christi Geburt erfolgten Erbauung eines Adonis-Tempels, die durch ihn zerstörte Kultstatte der ersten Christen aus religiösen und Staatsgrun' ben entweihen ließ, um bamtt bie von <hm unter- brückten Christen zu treffen. Damit erscheint ber 2T weis erbracht baß an biefer Stelle, d. h. an o» Stelle ber heutigen Geburtsgrotte, schon von Christen bes ausgehenben ersten Jahrhunberts m Geburtsstätte Christi verehrt würbe. »» burch erscheint altchristliche Ueberüeferung, bte oei spielsweife von Justinus im Jahre 165 und Qrig nes im Jahre 248 erwähnt wirb, archäologisch oe

IV*.

Als der Führer durch ben Bau der Autostraßen, Steuerherabsetzungen usw. den Anstoß zur ze>it- gemäßen Motorisierung Deutschlands gab, waren auch schon Schritte eingeleitet worden, um die Treibstoff - und Schmierolerzeu- g u n g und auch die I n l a n d p r o d u k t i o n a n schwarzen Wegebau st offen (Asphalt und leer) sicher zu steigern, denn es wäre nur eine halbe Maßnahme gewesen, wenn wir die Motors fierung vorangetrieben hätten, ohne gleichzeitig auch die Betriebsstoffe sicherzustellen; mußten wir doch bisher etwa drei Viertel unseres M.- neralölbedarfs vom Auslande beziehen, was eine schwere Belastung bedeutet. Mowrtreib- nüttel, Schmieröle usw. müssen also in verstärktem Maße im Jnlande und aus einheimischen -nohstonen gewonnen werden und können es auch, dank her­vorragender Mitarbeit deutscher Forscher und Tecy-

Jn Altenburg (Thüringen) verurteilte das Schwur­gericht dem Anträge des Staatsanwaltes folgend den 24jährigen Walter Kaiser wegen vorsatz- lichen Mordes zum Tode und lebenslänglichem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Außerdem wurde der wegen verschiedener Verfehlungen vor­bestrafte Angeklagte wegen Diebstahls, Unterschw- qung usw. zu zwölf Jahren Zuchthaus und sechs Jahren Ehrverlust verurteilt. Kaiser hatte am 10. Oktober v. I. in Altenburg eine Zigarrenarbei- tertn in ihrer Wohnung erwürgt.

Der Krösus von El Salvador gestorben.

Einer der reichsten Männer El Salvadors, der Italiener Mauricio Meardi, der seit 55 Jahren hier ansässig ist, ist gestorben. Durch sein Kapital, das man auf 40 Millionen Colones (etwa 80 Mil­lionen Mark) schätzt, wurde fast die gesamte Kaffeernte Ostsalvadors und ihre Ausfuhr finanziert. Der Mearbi-Konzern umfaßt runb 50 Unternehmen, darunter Fabriken, Banken, Elektrizitätswerke, Kinos und Apotheken.

Heue Hitzewelle in England.

Uefier England ist mehrere Tage nach Herbst- anfang eine neue Hitzewelle heremgcbrochen. Am Anfang der Woche zeigte das Thermometer etwas über 26 Grad Celsius und am Samstag früh I Uhr herrschte noch eine Temperatur von 20,5 Grad Cel­sius Die Schwimmbäder in London und Umgebung erfreuten sich infolgedessen eines unerwartet leb- haften Besuches.

Wir können mit Befriedigung feststellen, daß d e Jnlanderzeugung schon z u g e n o m m e n bat. xne Erdölförderung ist nämlich durch eine Anzahl gluck lieber Funde im Nienhagener Gebiet angestiegen, die Hydrierung von Braunkohle und Teeren im Leunawerk der JG.-Farbenindustrie soll weiter er- heblich gesteigert werden; die sonstigen Posten sin auch schon °?woo erhöht. Zulommengenommen 's unsere eigene Erzeugung von etwa 25 vH. schon aus etwa 40 v.H. unseres bisherigen Bedarfs gestieyen. Eine weitere beträchtliche Steigerung ist m oQ lieh Zunächst werden wir die Erdolforoe ung noch in gewissem Umfange steigern tonnen qu dem Zweck hat auch die Regierung den Bohr- unternehmern für Aufschlußbohrungen Darlehen zur Verfügung gestellt, so daß man mit ARauf dieses Jahres schon einen besseren Ueberblick uuer die Erdölvorkommen Deutschlands haben wird Daß sie unseren ganzen Bedarf decken konnten, ist f lief) kaum anzunehmen, denn ein «Elches Land ist Deutschland nun einmal nicht. Aber reich stno wir an Kohle und überreich, viel reicher als alle europäischen Länder an Braunkohle und diese ist es auch, aus ber mir unseren Bedarf an Mineralölen usw. hauptsächlich erzeugen werben.

f° (Segen ben Plan, bie Schwelerei so stark zu ver­größern, würbe öfters eingeroenbet, baß sie an dern dabei entstehenden Koks scheitern wurde. Darm lag früher tatsächlich eine Schwierigkeit, denn Die Hauptmenge ber Nebenprobukte beim Schwelen macht ber Koks aus, unb wenn man biefen nich unterbringen kann, so kann man natürlich mch schwelen. Diese Schwierigkeit ist aber burch Wissen- chaft unb Technik heute vollkommen uberrounben. Man hatnämlich gelernt, ben früher fast nur in besonberen Hausbranböfen oerroenbbaren fogenann­ten Grudekoks" auf inbuftrieüen Wanderrosten ober auch als Kohlenstaub zu verfeuern Darüber hinaus kann man aber neuerdings auch Schwelkoks in großen Stücken oder Briketts erzeugen, die an- ftanbslos in der Industrie unb als Hausbrand ver- roenbet werben. Es wirb also in Zukunft Schwel- koks in zunehmenbem Ausmaße an bie Stelle roher Braunkohle unb Braunkohlenbriketts treten unb in­folge seiner vortrefflichen Entflammbarkeit und größeren Wärmeentwicklung gern verwendet werden.

Oel aus Kokereigas

Beu;»»

durch Braunkohie-»Aerschwe1ung".

Aus Braunkohle gewinnt man schon jetzt durch Berichwelen" Mineralöle, aber nur in einer Menge, die gering ist im Vergleich zu der, bie man gewinnen könnte, denn nur etwa 8 vH. der g förderten schwelwürdigen Braunkohle schwelt man bisher Würde man aber alle solche Braunkohle schwelen, so würde man rund 2,5

Schwelteer erhalten, aus dem man durch Destillieren uni) Spalten rund 1,3 Millionen Tonnen Treib­mittel unb burch Hybrieren bes dabei anfaUenben Heizöl unb Pech entljaltenben Rückstcmbes noch wei­tere 750 000 Tonnen. Wir müssen ferner annehmen, daß die technischen Verfahren noch vervollkommnet werden, so daß bald noch eine größere Menge der jährlich sowie o geforderten Braunkohle als schwel­würdig angesehen werden kann, so daß daraus dann noch weitere Mengen Treibmittel gewonnen werben

unb Spiritus aus Abfallholz. 11

Würbe man auch noch schwelwürdige Stein- kohle schwelen, anstatt sie wie heute unmittelbar »u verbrennen, so würbe man weitere große Men­gen Schwelteer unb baraus wieber Treibstoffe ge­winnen. Bekanntlich kann man nach ben im Leuna­werk angemanbten Verfahren ber JG.-Farbenindu- ftrie Kohle auch u n m i 11 e l b a r d u r ch H y b r < e- ren, bas heißt Wasserstoff-Anlagerung, in Kohlen­wasserstoffe (Mineralöle) ummanbeln, unb biefes Verfahren ist auft als Ergänzung beim Schwelen in größtem Maße notroenbig, um die Rückstände der Felder aufzuarbeiten, soweit man sie nicht durch Spalten in anderer Weise verarbeitet. Durch die bisher beschriebenen Verfahren und durch das Ver­fahren der Jnnenabsaugung, mit dem man bei der Hochtemperatur-Entgasung von Steinkohle die Ausbeute etwas vermehren kann, können wir nicht nur unseren Bedarf von heute vollständig decken, sondern schon mehr, so daß wir auch für den steigenden Bedarf (infolge der steigenden Motorisie­rung) uns vorbereiten können. Aber mit unseren Möglichkeiten sind wir auch dann noch lange nicht am Ende: Wir können nämlich aus Wassergas ober durch Wärmebehanblung von Kokereigasen Mineralöl erzeugen. Wir könnten enblich auch noch einen anbe- ren flü figen Treibstoff, nämlich Spiritus in großen Mengen aus A b f a 11 h o l z ober aus Ab­fall-Lauge ber Zellstoff-Fabriken Herstellen.

In Zukunft werben wir vielleicht auch mehr zu gasförmigen unb festen Treibstoffen an Stelle von flüssigen übergehen. Mit bem neuen stückigen Schwel- koks kann man Motoren antreiben, wenn man ihn in Generatoren oergaft unb bas Gas bem Motor zuführt, was heute schon in mobilen Generatoren auf Automobilen geschieht. Stückiger Schwelkoks eignet sich hierzu noch besser als das schon jetzt vielfach für diesen Zweck verwendete Holz, weil es keinen Teer gibt und die umständ­liche Reinigung des Gases unnötig macht.

habt hätte, um ihn noch mehr zuzuspitzen. Haupt­mann soll in Zukunft mit Papplöffeln von Papptellern essen. Seine Zelle werde In Zukunft völlig isoliert werden. Hauptmann werde von einem besonderen Wärter bewacht werden.

Pressevertreter haben Hauptmann durch seinen Anwalt Fawcett 12 Fragen übermitteln lassen. Wie den Antworten zu entnehmen ist, bleibt Haupt­mann dabei, daß er in jeder Hinsicht unschuldig sei. Er habe auch keine Ervressung begangen. Er sei fest überzeugt, daß er freigesxrochen werde, Er

heutigen, sondern auch ben Zukünftigen Bebarf decken, fobalb die beutsche Mineralolinbustrie ent­sprechend ausgebaut sein wird. Uebrigens wird unser Bedarf nicht etwa so stark steigen wie die Motoren- zahl, weil die neueren Maschinen ben S t off besser ausnutzen als bie alten. Das gleiche gilt auch für bie Schmieröle, bie man zubem im größeren Maße als bisher als Altole sammeln unb wieber gebrauchsfähig Herstellen wirb.

Rohöl ist -er billigste Rohstoff.

Zum Schluffe haben mir noch darauf hinzuweisen, baß es zweckmäßig sein wird, wenn wir auch den von Frankreich, Italien und anderen ebenfalls Nicht genügend Erdöl fördernden Ländern betretenen Weg gehen, indem wir, wenn auch in geringem Ausmaß, im Inland Raffinerien öur Verarbei- l u n g von e i n g e f ü b r t em ausländischem rohem Erdöl errichten. Denn kein anderes Mi­neralöl ist so billig, wie das aus r^em Erdöl, zu­dem ist Erdöl jetzt auch noch in absechbarer Zeit fast bie einzige Quelle für Schmieröl. Was aber bie Preise unserer Eigenprobukte anlangt, so müssen wir uns überhaupt von bem betriebswirtschaftlichen Kostenbegriff freimachen unb ben v o l k s wir i - s ch a f t l i ch e n Koftenbegriff an bie Stelle setzen. Unb enblich barf ich als Technologe noch bemerken:

Noch niemals hat bie chemische Großinbustrie sich mit einer Großprobuktion beschäftigt, ohne daß die Preise halb sanken, unb so wird es auch hier sein!"

Die Deutsche Lu thansa, die am 1. April 1926 ihren Verkehr aufnahm, hat am 27. Septem­ber 1934 als erste Luftverkehrsgesellschaft der Erde den millionsten Flugschein ausgestellt. Der mil° l i o n ft e Fluggast, Geschäftsführer Wilhelm Sensburg (München), flog am Freitag von München nach Berlin. Bei der Ankunft in Berlin begrüßte ihn Direktor Wronsky und überreichte ihm eins Ermnerungsurkunde. In einer kurzen

Schweden eine Autornobilindustvie von einiger Bedeutung. Aber auch diese widmete sich bisher hauptsächlich bem Bau von Lastwagen unb Omni­bussen. Im Jahre 1932 mürben in Schweben erst 500 Personenkraftwagen hergestellt, von denen em nicht unerheblicher Teil nach Dänemark, Norwegen unb Finnlanb exportiert würbe. Aber Schweben macht jetzt große Anstrengungen, seine Automobll- probuktion unb seinen Automobilexport erheblich zu steigern. In Dänemark besteht nur eine Lastkraft­wagenfabrik, baneben aber arbeiten hier recht be- beutenbe Montagebetriebe amerikanischer Auto­mobilkonzerne. Sie beliefern Norbeuropa unb auch große Teile von Osteuropa. .

In Polen gibt es eine ziemlich kleine staatliche Lastkraftwagenfabrik sowie Montagewerkstätten der italienischen Fiatwerke und einer schweizerischen Lastautofabrik. Neuerdings bezieht aber die ge­nannte staatliche ßaftroagenfabrif Automobilteile von ben Fiatwerken unb stellt sie in bem eigenen Mon­tagewerk zu fertigen Automobilen zusammen. Daneben bemüht sich die polnische Regierung, be- beutenbe auslänbische Automobilfabriken zur Er­richtung weiterer Montagewerkstätten in Polen zu

Roch immer feine Klarheit im Fall Lindbergh.

Hauptmann unter strenger Bewachung.

In ber Linbbergh-Angelegenheit hat ber An­walt Hauptmanns, Fawcett, mitgeteilt, baß er Hauptmann von einem Psychiater,, u n - tersuchen lassen werbe. Die Grünbe für biefe Untersuchung könne er aber nicht angeben.

Auf ber Ostseite Neuyorks, wo ein Teil bes Löse- aelbes in Umlauf gefetzt worben war, ist ein Mann festgenommen worben, ber bem Untersuchungsrichter vorgeführt werben sott, lieber bie Persönlichkeit bes Festgenommenen ist nichts bekannt gegeben worben.

Im Gefängnis fall Hauptmann einen Eßlöffel in vier Teile zerbrochen haben. Einen ber Teile soll er burch Reiben gegen bie Stahlbettstelle zugespitzt haben. Die Löffelteile würben in einem Versteck aufgefunben. Als ein Gefängniswärter Hauptmann nach bem Löffel fragte, erklärte Hauptmann, er wisse nicht, wo ber Löffel geblieben fei. Erst nach langwierigen Bemühungen konnte der Löffel gefun­den werden. Der Löffelstiel war zu einem Haken gebogen worben. Nach Aussagen von Gefängnis­wärtern hätte dieser Haken gut als Waffe ge­braucht werden können, falls Hauptmann Zeit ge­

wiesen.

Geschäftliche Mitteilungen.

(Ohne Verantwortung ber Schriftleitung.) Der langjährige Pächter der früheren Großherzo^ lichen Hessischen, später staatlichen Burg Staufen^ berg, Ludwig Bierau von Lollar, hat dw ^cht SchankwirtschaftZum Gambrrnus , Wehstem^ | Nr. 10, am Lindenplatz in Gießen von der W w Philipp Hofmann käuflich erworben. Diese y gelegene Gaststätte ist in allen Raumen neu 1)« gerichtet worben unb bietet den Gästen c

Aufenthalt. Eine größere Anzahl Fremdenzimm^ sind für bleibcnbe @yte zu Wohn, unb P-nf E räumen eingerichtet. Weiteres stehe m Der y Anzeige.

Die Zahl der Länder, die eine eigene Automobil- ( Industrie von Bedeutung besitzen, war bis vor kur- - zem verhältnismäßig klein. Neben Deutschland, 1 wo Daimler und Benz den Kraftwagen erfunden l und die Automobilindustrie zu hoher Blüte gebracht . haben, sind hier vor allem die Vereinigten Staaten, Italien, Frankreich und Eng­land zu nennen. Je mehr sich aber die Motori­sierung von Verkehr und Wirtschaft über die ganze Welt ausbreitete, desto stärker machte sich in fast allen Ländern bas Bestreben geltenb, eigene natio­nale Automobilindustrien aufzubauen. Die gegen-, wärtigen Störungen und Reibungen im weltwirt­schaftlichen Warenaustausch, die durch Absperr- maßnahmen aller Art, Einfuhrbeschränkungen, De­visenbewirtschaftung usw. verursacht worden sind, kommen diesem Bestreben natürlich sehr zu Hilf^ So gibt es heute eine ganze Reihe von Ländern, die sich in den letzten Jahren entweder schon eine eigene Automobilindustrie aufgebaut haben und diese mit allen Mitteln großzupäppeln versuchen, ober die zum mindesten bie künstliche Schaffung einer einheimischen Automobilindustrie planen. Wo aber bas noch nicht genügenb aussichtsvoll zu fein scheint, bemüht man sich wenigstens, die Automobil­industrien anderer Länder zur Errichtung von Montagewerk st ätten in dem Importland zu veranlassen, damit die Zusammenstellung der ausländischen Automobilteile zu fertigen Kraft­wagen durch einheimische Arbeiter erfolgt.

Die größten Anstrengungen, sich eine eigene Automobilindustrie großzuziehen, machen zweifellos die Japaner. Und mit ihrer Zähigkeit haben sie natürlich auch schon bedeutende Erfolge erzielt. Im Jahre 1931 wurden in Japan erst 531 Kraftwa- gerf gebaut und zwar ausschl. Lastwagen. Aber i. v. Jahre sind die drei großen Japanischen Auto- mobilsavriken, die damals bestanden haben, zu einer Dachgesellschaft zusammengeschlossen worben, unb biefe betreibt nun mit großen staatlichen Unter­tützungen eifrig ben Kraftwagenbau. Die Japaner begnügen sich aber keineswegs mit ber Erobe­rung bes inlänbifcfjen Marktes, ber von Den großen amerikanischen Automobil-Welt­konzernen General - Motors unb Forb oroie ihren japanischen Montagebetrieben noch mmer ziemlich stark beherrscht wirb, sonbern sie bemühen sich in erster Linie um ben Export, ben sie durch billigste Dumpingpreise forcieren.! Auherbem bauen bie Japaner in größtem Umfange Kraftwagen für Heeres- unb Kriegszwecke.

Die Schweiz stellt bis jetzt nur Lastkraftwagen im eigenen Lanbe her. Aber sie zwingt durch hohe Einfuhrzölle die ausländischen Automobilfabriken zum Bau schweizerischer Montagewerkstätten, bie meist an schweizerische ßaftroagenfabrifen ange- gliebert werben. Früher ober später wirb wohl auch bie Schweiz nicht ohne eine eigene Personen- kraftwagenfabrik bleiven wollen, obwohl bie Absatz­möglichkeiten in bem kleinen Lanbe eng begrenzt