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Barthous nach Rom. Die neue Erklärung tete Beteiligung der «Lernen u nie nie mit der Bekräftiqunq der gemeinsamen Politik infolge der Gegensätze zwischen Rom und ® 9 Gegenüber Oesterreich schließe auch die Billigung a u s g e b l i e b e n sei. Im übrigen vermeidet die der prompten Maßnahmen des italienischen Re-iPresse den Hinweis, daß man sich^diesen sogen gierungschefs nach der Tragödie vom 25. Juli ein. tenGarantiepakt ursprünglich ganz anders vor.

parisunterlieglderpuWpWose

Varthous falsches Spiel

widersetzt haben, so stören solche kleinen Mißtöne keine großen Geister. Litwinow fühlte sich vielmehr in der neuen Umgebung gleich so zu Hause, daß er schon bald nach seinem Antrittsdebüt mit einem Vorstoß in der Abrüstungssrage auf eigene Faust Politik zu machen begann. Das paßte indessen keineswegs in die Rechnung seiner west-

Fünfzehn Jahre hindurch haben die 800 000 Saar­deutschen fürwahr eiserne Disziplin gehalten. Sie haben eine Regierung erduldet, die, vom demo­kratischen Völkerbunde ernannt, unter Herrn Knox die Saarbevölkerung deshalb diffamiert, weil sie deutsch ist. Und die mit Hilfe von Emigranten und Provokateuren die Saarbevölkerung zu Unruhen hinreißen will. Das ist bezahlte Arbeit von Leuten, die an der Saar nichts zu tun haben, und es ist das Gegenteil doh Demokr..tie. Aber Frank­reich will es, und Herr Knox gehorcht.

Im Uebereinkommen zwischen Frankreich und Deutschland war beschlossen worden, daß eine Ver­st ä r k u n g d e r Saarpolizei für die Abstim­mungstage vorgenommen werden könnte, allerdings müßte in erster Linie die Saarbevölkerung b e r ü ck s i ch t i gt werden. Es wäre doch erstaunlich, wenn sich im Saargebiet nicht Leute fänden, die Ordnung im eigenen Haus halten, aber Herr Knox, der wohl nicht genügend Emigranten auf- treiben kann, ist nach Genf gegangen und hat dort seinen Plan auf Vermehrung der Polizeikrafte vorgelegt und um die Unterstützung der Rationen

gegenwärtig in Sofia den entschlossenen Versuch, sich der drohenden Enkreisung durch Italien zu ent­ziehen. Aus der anderen Seite ist U n g a r n ernstlich in Sorge, daß eine von Frankreich emsig geförderte Verständigung zwischen Italien und der Kleinen Entente, wenn sie trotz der in dem italienisch-südsla­wischen Verhältnis liegenden Schwierigkeiten zu- . lande kommen sollte, der ungarischen Revisions­politik, die sich ja grade gegen die drei Mächte der Kleinen Entente richtet, mit Italien die stärkste

Einer der Soldaten habe ihm erklärt:Unser Gene­ral sagte uns aus dem Paradeplatz von Bitsch: Die Lage im Saargebiet ist äußerst kritisch. Ihr mußt bereit sein, sofort auf Befehl dem Rufe Frankreichs zu folgen und nach Saarbrücken zu mar­schieren, um jeden Putsch zu unterdrücken. Jeder­mann muß bereit sein!" (!) Die Truppenübungen bestehen aus Gewaltmärschen. Die Leute ma- chen einen sehr ermüdeten Eindruck. Die Sanitäts­wagen waren voll mit Leuten, die sich die Füße wund gelaufen hatten. Vor einem Gasthaus sah der Korrespondent Rekruten in Zivilkleidung, die einen sehr niedergeschlagenen Eindruck machten und ihren letzten Tag der Freiheit mit Weintrinken begingen.

gebeten. Die Schweiz hat erklärt, solche Reis­läufer n i ch t zu stellen, da sie immerhin ihre Ration verträten, dagegen haben sich sofort Belgien, Italien und bezeichnenderweise auch Litauen bereiterklärt, jenes Land also, das wider Recht und Gesetz den Entdeutschungsfeldzug gegen das Memelland führt. Nebenbei bemerkt hat Herr Knox den Landesrat, also die verfassungsgemäße Organisation an der Saar, überhaupt nicht befragt, er schaltet ihn aus, weil der Landesrat mit vielen Anordnungen des deutschfeindlichen Herrn Knox nid) teinverstanden ist.

Am letzten Taged er Genfer Verhandlungen hat nun der französische Außenminister B a r t h o u Ausführungen gemacht, die den Wunsch kaum ver­bergen, es möchte an der Saar zu Unruhen kommen. Er hat erklärt, für alle drei Fälle, also für die Rückkehr nach Deutschland, für den Fall, daß die Saardeutschen für Frankreich stimmen und für die Aufrechterhaltung des status quo, also Die Völkerbundsregierung, zeige Frankreich lebhaftes Interesse und es sei bereit, gemäß den Beschlüssen von 1924 und 1925 feine Truppen ms

Die künftige Fortsetzung der gemeinsamen Politik gestellt habe, werde so ausdrücklich betont, daß kein Zweifel auf-1

kommen könne über die Bedeutung der Verpflich­tung und der Italien daraus erwachsenden Auf­gaben.

Oesterre chistbe Enttäuschung.

London, 29. Sept. (DRB.-Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter desDaily Expreß", Pem­broke Stephens, meldet aus Saarbrücken: Ein Besuch der Westgrenze des Saargebietes könne mit dem Ausdruck bezeichnet werden:Krieg im Friede n". Tausende von französischen Soldaten bereiten sich dort ausden Tag" vor*, an dem sie die Drohung des Außenmini- sters Barthou zur Tat machen könnten. Der Donner der französischen schweren Artillerie sei nachts in den Wäldern an der Grenze vernehmbar. Niemals seit dem Kriege hät­ten die Einwohner von Saarbrücken so heftiges Ge­schützfeuer gehört. Hunderte von Arbeitern seien da­mit beschäftigt, die neuen strategischen Straßen, die von Metz und Straßburg nach dem Herzen des Saargebietes füh­ren, zu erweitern und auszubessern. Wagen mit französischen Offizieren und große Lastkraftwagen mit Sandsäcken für die Forts westlich des Saarge­bietes seien ständig unterwegs. Auf einer großen Wiese außerhalbd er Stadt Bitsch 15 Kilometer von der deutschen Grenze seien große Truppenmassen versammelt. Zu den vor­handenen Kasernen seien nock zuletzt Lager gekom­men, die mit weiß uniformierten afri­kanischen Truppen angefüllt seien.

Er, der Berichterstatter, sei Dutzenden von Tanks begegnet, die an den Wegen im Schatteni». der Bäume hielten. In Rohrbach habe er einen schwere Mmengeschutze. Um Bitsch Eisenbahnzug voller französischer Soldaten passiert. > Befestigungen starker werden als Die von Verdun.

Wien 28. Sept. (DNB.) In den Kommentaren der Presse über die Bekräftigung der Erklärung vom 17. Februar d. I. kommen überall Schwierig, teilen zum Ausdruck, die sich dieser Erklärung vor allem durch den Widerstand Sudslawiens entgegenstellten. Die Tatsache der Erklärung als solche wird mit Befriedigung zur Kenntnis genom­men, wenngleich ein recht gedämpfter Ton m der Beurteilung des Ereignisses nicht zu verkennen ist. DerTelegraph am Mittag" meint, daß die erwar­tete Beteiligung der Kleinen (Entente

Wer ist eine Bedrohung des europäischen Friedens?

Ein englischer Korrespondent berichtet über große Truppenkonzentrationen an der Grenze zwischen Frankreich und dem Saargebiet.

Frankreichs Enttäuschung über die polnische Absage

Oer Verfall des Völkerbunds. - polens eigene Wege.

Schließlich sagt der Korrespondent noch, der französische General habe eine Lücke in den Grenzbefestigungen zwischen St. Avould und Bitsch südwestlich von Saarbrücken entdeckt. Große Scharen von Arbeitern, die in den Septem- berwochen wie Ameisen tätig seien, beschäf­tigten sich damit, daß Terrain zu ebnen und T u n - nels für unterirdische Befe st igun gen zu bauen. Eisenbahnlinien würden direkt in Die Hügel hineingebaut, um Dorthin Munition für schwere Geschütze beförDern zu können. Die noch nicht fertiggefteUten Befestigungen seien v o n S t a- chelDrahtverhauen umgeben. Zernentturen und Geschütztürme würden grün angestrichen. Es gebe drei Linien von Befestigungen, mit Maschinen- sgewehren, leichten Artillerieposten und Turme für schwere Minengeschütze. Um Bits ch wurden bie

I Befestigungen stärker werden als Die von Verdun.

reich werde damit dem Vorgehen Der faschistischen Regierung eine unzweideutige Billlaung gezollt und anerkannt, daß Mussolini mit feinem Vorgehen den gemeinsamen Wunsch der Westmachte erfüllt und im gemeinsamen Interesse gehandelt habe. Von diesen Mächten werde somit Italien Unterstützung zur Fortsetzung dieser Politik versprochen. Für Italien bilde das die Hauptbedeutung der Erklärung.

DerCorriere della Sera" schreibt, das erneute Interesse Frankreichs für Oesterreich und die voll­kommene Solidarität mit Italien unter Ueberroin- dung einer anfänglichen Meinungsverschiedenheit, die von anderen geschaffen worden sei, erscheine als ein gutes Vorwort für die Reife

Rückkehr aus (Senf.

Die Pforten des Genfer Wahlgebäudes, das immer noch provisorisch die Völkerbundsversamm- 1 u n g beherbergt, haben sich wieder geschlossen und auch die Mitglieder des Völkerbundsrats sind schon am Kofferpacken, um dis Mitte Novem­ber Genf den Rücken zu kehren. Ueber die Ergeb­nisse dieser zumindest an diplomatischem Kulissen­spiel reichen Herbsttagung des Völkerbundes ist man nicht überall gleichmäßig zufrieden. Freilich, Herr Litwinow kann sich mit einiger Genugtuung Die Hände reiben. Dank der eifrigen Bemühungen seines Freundes Barthou, ist es ihm gelungen, für Sowjetrußland die Tür in den Völkerbund zu öffnen. Die Bolschewiken haben inmitten Der Ver­treter einer bürgerlich-kapitalistischen Welt Platz ge­nommen und wenn einige aufrechte, von den Frie­dens- und Unschuldsbeteuerungen der Moskauer Machthaber und ihrer Freunde nicht überzeugte Re­gierungen sich der gleichberechtigten und voraus­setzungslosen Aufnahme des roten Rußland in Den Kreis Der Kulturnationen laut und entschieden

Augenblick, wo es vor Dem Parlament über eine nicht gerade rosige außenpolitische Lage berichten muß, weniger denn je geneigt, irgendwelche Ver- pflichtungen auf Dem Kontinent zu übernehmen, die über Die bestehenDen hinausgehen. So ist das Scheitern der französischen Bemühungen um das Zustandekommen eines festurnnssenen Garantie- pakts in England unverhohlen begrüßt worden, und man geht wohl nicht fehl, wenn man Die Initiative für Die farblose Erklärung, mit Der Die Genfer Besprechungen endeten und die lediglich die Erklärung vom 17. Februar wiederholt, Dem englischen Delegierten zuschreibt, Der sich Damit.am besten aus einer für ihn peinlich werdenDen Lage herauswand. '

Barthous Blütenträume sind also in Genf nicpr gereift. Dem Aktivum des russischen Einzugs »» Den Völkerbund stehen in seinem politischen Konto­buch die Fehlschläge in den Paktplänen gegenuver. Seine Zähigkeit wird zwar nicht locker lassen, aver ein Ostpakt ohne Deutschland und Polen hat für den Frieden Europas seine Schrecken verloren uno ob ihm in Der österreichischen Frage in Rom 9^' lingen wird, was ihm in Genf versagt blieb, oars man nach den Erfahrungen dieser letzten Tage mir größter Ruhe abwarten. Heute sprechen engn|u)e Blätter schon von dem Gespenst der Isolierung Frankreichs, nachdem es Barthou nicht gelungen sei, die letzten Glieder einer Kette zu schmieden, oie Deutschland umgeben sollte. Wir sind uns bewuyr, daß die Welt um uns noch weit von der Emluy entfernt ist, daß eine Bündnispolitik im Stile oe Vorkriegsära das schwerste Hemmnis für e wahre Befriedung Europas ist. Wir sind aber a cy davon überzeugt, daß die klare und eindeutige der deutschen Außenpolitik den Grundsätzen em von gegenseitigem Verständnis geleiteten ** spräche von Volk zu Volk und eines achtungsvoll Neben- und Miteinanderlebens der europai|a) Nationen den Boden bereiten und allgemeine an erfennung verschaffen wird.

gegen alle ist es mcyr verwunoer- daß man sich trotz Barthous eifriger Be­mühungen in Genf über die Form der Garantie für Oesterreich nicht hat einigen können. Frank­reich und die Kleine Entente wollten den Garantiepakt in den Mechanismus des Volker- bundes einbauen, um auf diese Weise Sicherungen gegen eine Wiederholung des italienischen Spazier­gangs an die Tiroler Grenze zu schaffen. Wenn dabei gleichzeitig Deutschland ausgeschaltet wurde, so hätten Paris und Prag zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Italien will gerade das Der- hüten, um nicht Den neuen Freunden auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu fein. Es befürwortete deshalb eine nicht zu enge Bindung an den Völker- bund, um die Möglichkeit für Deutschlands Beitritt offen zu lassen. Wenn dabei in der italienischen Presse seit langem wieder einmal Worte von der Gleichberechtigung Deutschlands fallen, so nehmen wir dies mit beträchtlich kühleren Empfindungen zur Kenntnis, als einst, Denn wir wissen heute, daß sehr nüchterne Ueberlegungen über Die Zweck­mäßigkeit des politischen Spiels mit mehreren Kugeln die Ursache zu solchen freundlicheren Be­trachtungen sind. England schließlich stand von vornherein dem Garantieplan äußerst reserviert gegenüber. Das britische Kabinett ist heute, in dem

Paris, 29.Sept. (DRB.-Funkspruch). Außen- i Minister B a r t h o u ist in den späten Abendstunden . des Freitags wieder in Paris eingetroffen. -Beim \ Verlassen des Bahnhofes erklärte er, er konnte nur - feiner Zufriedenheit über den Verlauf der . Tagung Ausdruck geben.Echo de Pans bedauert 1 ebenso wie dasJournal" den langsamen Verfall und die Schwache der Genfer Einrichtungen. Diejenigen, die noch Vertrauen zu Genf hätten, seien durch den Beitritt Sowiet- rußlands ermutigt worden, obgleich sie hatten wissen müssen, daß Rußland nur deshalb nach Genf ge- kommen sei, weil die französische Reaierung diesen Beitritt zur Vorbedingung für die Annahme des Verteidigungspaktes gemacht habe. In Genf fei aber praktisch nichts geregelt worden. Der Völkerbund habe sich nicht mit der österreichi­schen Krise beschäftigt, die Sa ar frage sei ausschließlich zwischen Barthou, Aloisi und einem deutschen Vertreter besprochen worden. Gegenüber der polnischen Aufkündigung der Minderheitenver­träge habe Genf zwar einen leisen Schrei aus- gestoßen, im übrigen aber nicht reagiert.

5 m oie memnung jemei u>^l- , Ser Völkerbund habe eben fei n Gefühl m ehr. liehen Freunde er verstieß gegen die Verabredung, Bolivien und Paraguay führten seit zwei Jahren dah über da ° h-ikle TH-ma dkr Abrüstung diesmal Krieg und in Sen arbeite man noch immer an in Genf nickt gesprochen werden dürfe als ob den Ausfuhrungsbestirnmungen für eine Verstandi- e" überhaupt Äigere Dinge für den Völkerbund gung. In Anbetracht dieser Tatsachen müsse man gebe als sich um das Fiasko der Abrüstung und sich fragen, ob es überhaupt angebracht fe Den Das durch das schamlose völkerverhetzende Treiben O st p a k t, wenn er zustande komme, unter die der Rüstungsindustrie angefachte, den Weltfrieden Schirmherrschaft des Völkerbundes zu stellen, bedrohende ^ßettrüften der ohnehin schon schwer ge- Pariser Blätter befassen sich eingehend mit der rüsteten Staaten zu kümmern gleichwohl Litwi- polnischen Antwortnote auf Die franzosisch-sowiet- iuHarn deutlichen Ordnung-, russischen Ostpaktaarschtage. »Oeuvre . chre.bt man ruf und begnügte sich gehorsam damit, dah die habe sich zwar keinen besonderen Illusionen hinge- Dölkerbundsversammlung seinen Antrag zu den U-n^aber auch memal^geglaubt.^da^ d.es^Note Akten legte. gegen den ganzen Sicherheitsappa-

Frankreichs Außenminister Louis Barthou rat wende, Der seit 15 Jahren aufgebaut worden wird bei feiner Rückkehr aus Genf ein weniger 1^. ^us der polnischen Note gehe deutlich der Wunsch freundliches Gesicht machen. Zwar ist es ihm gelun- uerDOr, nichts zu unternehmen, was Dem deutsch- gen, Sowjetrußlands Aufnahme in den Völkerbund ^Mischen Abkommen irgendwie hinderlich sein zu erzwingen, aber er wünscht nicht auf einem -oem ^nnte. Alle andern Fragen träten Daneben in Den stehen zu bleiben. Die Ergänzung durch den N o r D- Hintergrund. Es sei auch interessant, daß dieses ostpakt ist noch keineswegs unter Dach und Fach, Schriftstück Die neue polnische Politik gegenüber Der es sieht vielmehr so aus, als ob bie französisch- Tschechoslowakei, Ungarn und Oesterreick festlege, russische Bündnispolitik sich vollständig umonen- Gemeinsame Grenzen mit Ungarn tieren ober sich auf bie Mächte beschränken muß, ^en Don jeher Der Wunsch Polens gewesen, und es bie ohnehin schon, ober vielleicht besser gesagt, noch anzunehmen, daß gelegentlich des Besuches von im französischen Fahrwasser ben allein sicheren Kurs Gömbös in Warschau ein N i ch t a n g r i f f s - und für ihr politisches Schifflein zu finben glauben. Freundschaftsvertrag zwischen beiden Län- Barthous Ostpaktpläne waren abgestellt auf eine i>ßrn abgeschlossen werde. Frankreich werde Polen Ginglieberung Sowjetrußlanbs als Garantiemacht wahrscheinlich in allernächster Zeit fragen, welchen in ben Locarnovertrag einerseits unb Uebernahme Has französisch - polnische Bünd- einer Garantie ber russischen Westgrenze burd) n g {n neuen Schema Der polnischen Politik Frankreich anberseits. Deutschlanb unb Polen als ,einnehme. Barthou und Litwinow werben jetzt alle wichtigsten Teilhabern bes geplanten Akommens Anstrengungen machen, um die englische Oes- neben ber Kleinen Entente unb ben baltischen Rand- fentlichkeit bar üb er aufzuklären, daß Die pol- ftaaten war bie Rolle zugebacht, in jebem Falle ni^e Politik für die Aufrechterhaltung Des Frie- kriegerischer Verwicklungen (P o l e n in einem öen5 in Europa schädlich sei. Zusammen mit Den deutsch-französischen Konflikt für russische Truppen, baltischen Staaten, Der Tschechoslowakei und Ru- Deutschlanb in einer polnisch-russischen Ausein- wänien würden Frankreich und Sowjetrußlanb anbersetzung für französische Heere) bas Ausmar ch- Hann abwarten, bis sich Der Wahnsinnssturm, Der gebiet für frembe Kriegsvölker abzugeben. Deutsch- augenblicklich über Polen hinwegfege, gelegt habe, lanb hat bas abgelehnt mit bem Hinweis am $our" erklärt, daß bie Gesichtspunkte, bie Ranbe, baß es, solange ihm bie wehrpolitische Gleich- $"Icn in seiner Note vertrete, nicht ber 93 er- beredjtigung tatsächlich oorenthalten werbe, für n u n f t entbehrten. Polen ziehe zweiseitige irgenbwelche militärischen Unterstützungspakte über- Verträge vor. Eine Ibjährige Vergangenheit habe Haupt nicht in Frage komme. wr Genüge bewiesen, was Verträge unb

Unb nun mußte Herr Barthou bie für ihn noch Pakte wert seien, unter die jeder seine Unter- betrüblichere Erfahrung machen, daß alle feine schrist setzte, weil er wisse, daß sie d o ch zu nichts persönlichen Ueberredungskünste in Warschau und f ü h r t e n. Da Deutschland an dem Dftpan mcht Genf auch auf den polnischen Bundesgenossen teilnehmen wolle, halte sich Polen ebenfalls fern, feinen Eindruck gemacht haben. Das junge Polen Es sei selbstverständlich, daß der Pakt nur dann Pilsudskis hat Selbstbewußtsein genug, seine Außen- einen Sinn habe, wenn Deutschland sich Politik ausschließlich nach polnischen Interessen zu daran beteilige. Barthou habe gehofft, von orientieren und auch dem Pariser Freunde dann Deutschland wenigstens Die Verpflichtung für eine einen Korb zu geben, wenn ihm bie von biesem vernünftige Politik (?) zu erhalten. Diese Hoffnung gestellten Zumutungen mit bem Wohl ber polnischen habe sich nicht erfüllt unb Damit sei b e r Pakt Nation unvereinbar zu sein bünken. Wenn bie fran« hinfällig ge wo r b e n. Polen stelle m seiner zösischen Blätter bie Antwort bes Obersten Beck Antwort lediglich diese Tatsache fest.

richtig wiedergeben, so hat sich Polen der deutschen orflrtF# fifh

Auffassung angeschlossen, die zweiseitige Ver- ^lUllCIl vlUUll JlU) flUJllvVvlL

träge für die Sicherung des Friedens ausreichend Mailand, &. Sept. (DNB.) Die italienische

und besser halt, als em unklares Gemengsel von Presse gibt der in Genf unterzeichneten Erklä - Machten in einem Bündnissystem, das militärische r? '1 n < . Unabhängigkeit O e st e r- Aktionen im Kriegsfälle, also Ausdehnung des Krie- . 6 1 weitgehende 2?us?egung.Popolo

ges nicht aber die Verhütung bes Krieges »um i7 seinem Genfe/ Bericht von

Ziele hat. Dem entspricht auch bie polnische For-1 r aHe befriebiaenben Einigung, berung, bas beutsch-polnische Abkommen in ben ge- @ie |teUe eine DoUe Anerkennung ber von Italien Ä^^en Pakt aufzunehmen, eine ^e Nuß für bie ^tfalteten Tätigkeit zugunsten ber österreichischen Franzosen, bie ganz zu Unrecht hinter diesem Ab- Unabhängigkeit bar unb zeige, baß in Zukunft bie Abi ZnZ6 ®?JUe3 Wi.d-rMch.°

und°' der ch Ich Verpflichtungen linien einhalten müsse. Von Englund und Frank-

zu übernehmen, so würbe bas bem gegenwärtigen

gespannten Verhältnis Polens zu bieftm beiben und durchaus berechtigte Standpunkt wirD nirgends Nachbarn durchaus entsprechen. Zwischen Polen besser verstanden als in Deutschland, aber trotzdem und Litauen steht Wilna, zwischen den beiben dritten sich in Genf bie Vertreter von sechs frem- westslawischen Völkern Polen unb Tschechen ine ^n Mächten um ben Vorrang alsBeschützer" ber nach Prager Methobe brutale Behanblung ber angeblich gefährdeten Unabhängigkeit Oesterreichs. 75000 Köpfe starken polnischen Minderheit Soweit dieser Plan lediglich eine Hilfsaktion zur im tschechischen Mähren. Sie hat bislang Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Regimes in auch stets Polens Anschluß an die Kleine Entente Oesterreich ist, ist er natürlich höchst anfechtbar, weil verhindert und in letzter Zeit sogar eineAnnaherung er eine Einmischung in innerösterreichische Verhält- Polens an Ungarn, die durch die Ausdehnung niffe darstellt, Denn wenn man schon von der des neubegründeten tschechisch-slowakischen Staates Selbständigkeit Oesterreichs redet, so ist Form unb weit über seine natürlichen geopolitischen unb ethno- Kurs der Regierung eine Frage, über die Das öfter- politischen Grenzen hinaus am meisten geschädigte reichische Volk selbst allein unb ausschließlich zu ent- Nation unb baher auch seinen erbittertsten Gegner, scheiden hat.

Daher auch Polens strikte Ablehnung, für irgend Aber Darum allein geht es bei Dem Garantieplan eine Mächtegruppe im Donauraum Partei zu für Oesterreich nicht mehr. Die Distanzierung Des ergreifen. Das ist eine Deutliche Abfuhr nicht nur österreichischen Bundeskanzlers von diesen Plänen für Barthous Ostpaktpläne, zu Deren Verwirklichung zeigte es schon. Der italienische Aufmarsch an der er sich nun notgedrungen mit der Kleinen Entente österreichischen Grenze nach Den Ereignissen Des behelfen muß, als auch für Das italienisch-französische Juli und die Anlehnung Des Wiener Kabinetts an Spiel um Oesterreich, an Dem Polen uninteressiert Rom hatten in Den übrigen Nachbarstaaten Oester- bleibt. Polen wünscht jeher frieDenftörenben Korn- reichs ein Echo geweckt, aus bem Die Sorge sprach, bination fernzubleiben unb auf eigenen Füßen ben Oesterreichs Unabhängigkeit weit eher gegen Weg zu gehen, ben ihm seine nationalen Inter- seinen Beschützer als gegen Deutschlanb ver- essen vorschreiben. Das ist eine politische Linie, zu teidigt werden müsse. Italiens so ungemein nach­her man bie Warschauer Regierung nur beglück- drücklich angemeldeter Anspruch, ber einzige wünschen kann. Protektor Oesterreichs zu sein, hat in Prag zu

So wenig wie Frankreichs Ostpaktpläne vorgetrie- der Ueberlegung geführt, daß man Oesterreichs Hü­ben werden konnten, so wenig ist es Barthou ge- abhängigkeit niemals so verstanden wissen wollte, hingen, über eine Garantie für Oe st erreich daß sie eine verzweifelte Ähnlichkeit mit ber alba- zwischen den interessierten Staaten, soweit sie in nischen bekomme. Unb noch hellhöriger würbe man Genf vertreten waren, eine Einigung zu erzielen, in Belgrab. Sübslawien sah sich schon durch Der österreichische Bundeskanzler S ch u s ch n i a g eine italienische Interessensphäre in Oesterreich in hat Wert auf die Feststellung gelegt, daß Die An- eine gefährliche Zange genommen und mußte gleich- regung zu einer internationalen Garantie Der Un» zeitig mit Befremden feststellen, daß es bei feinem abhängigkeit Oesterreichs nicht von ihm ausge- großen Verbündeten in Paris für feine Sorgen gangen sei, er hat sogar Verwahrung Dagegen ein- taube Ohren fand, Da Die französische Politik grade gelegt, Daß die österreichische Frage ein internatio- im Begriff ist, einen umfassenden Ausgleich mit Jta- nales Problem sei, das man durch ein Abkommen lien zu suchen, Bemühungen, Die durch die Klagen ohne die Hinzuziehung Oesterreichs selber behandeln aus Belgrad nur gestört werden könnten. Südsla- könne. Oesterreich Dürfte nicht zu einem Objekt der Wien macht nun durch eine direkte Verständigung großen Politik gemacht werden. Dieser selbstbewußte > mit B u 1 g a r i e n das serbische Königspaar weilt

Stütze entziehen müßte. .

So ist aus der Garantie für die Unabhängigkeit Oesterreichs mit einem Schlage ein Kampf um neue Kombinationen und um Den vorherrschenden Einfluß im Donaubecken geworden. Bei diesem Mißtrauen aller gegen alle ist es nicht verwunder- ..... y. . . . «x Be-