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Nr. 99 Dritter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
8amrtag, 78. April l9Z^
Der Gießener Anzeiger in der Familie
gleich beliebt bei jungen und Allen!
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31.
Wendung des Symbols unzulässig, wenn dessen Aus- sührung minderwertig oder mit entstellendem Beiwerk versehen ist, z. B. bei künstlerisch minderwertigen Bildnissen, bei selbstleuchtenden Hakenkreuzen.
4. Durch Erlaß von Polizeioerordnungen (§8 des Gesetzes) ist die Verwendung von Symbolen durch Singen und Spielen von Liedern und bei der Wiedergabe von Erzeugnissen der Literatur für unzulässig zu erklären, wenn die künstlerische Gestaltung oder die Vorführung minderwertig ist, oder wenn die Vorführung unter Umständen erfolgt, die der Würde des Symbols nicht entsprechen. z. B. das Spielen der Nationalhymne in Potpourris oder traditioneller Armeemärsche zum Tanz.
5. Die parteiamtlich zugelassenen Abzeichen der NSDAP., sowie Bilder des Führers in Form von Büsten und Plaketten dürfen nicht ohne Zustimmung der Reichsleitung -ber NSDAP, (deslfteichsgeschäftsführers, München, Braunes Haus) verwendet werden. Liegt im Zeitpunkte der Entscheidung eine Erlaubnis oder ein Verbot der Reichsleitung vor, so ist die entscheidende Behörde hieran gebunden. Liegt die Stellungnahme der Reichsleitung noch nicht vor, so ist sie vor Erlaß der Entscheidung einzuholen und dieser zugrunde zu legen.
zu Reklamezwecken ist in jedem unzulässig.
3. Zn allen Fällen der 3fff 1 und 2 ist die Der-
Zwei mit einer Vergütung von je io Reichsmark bewertete Aufnahmen aus dem Lichtbildausschreiben des Gießener Anzeigers.
Die Anteilnahme der jungen Leserin ist ebenso unverkennbar wie das ernste Studium, das der Siebzigjährige „seinem Heimatblatt" angedeihen läßt- er ist seit 1. Juli 1897 ständiger Bezieher.
zem Rahmen, gelben Felgen, roter Ballonbereifung, gewöhnlicher Lenkstange und Radlaufglocke, entwendet
In der Zeit vom 13. bis 16. April wurde aus einem Garten am oberen Bachweg ein eiserner Schubkarren mit grünen Holzgriffen und in der Nacht vom 14. auf 15. April aus einem Garten In den Schießgärten ein großes Oelfaß entwendet.
Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei.
Gründlings- und Auszeichnungsfeier des VHC Gießen.
Am vergangenen Samstag fand — wie man uns verspätet berichtet — im festlich geschmückten Saale des Hotel Hindenburg die 26jährige Gründungsfeier des Zweigvereins Gießen des Vogelsberger Höhen-Clubs statt.
Nach einleitenden Musikoorträgen begrüßte der Vereinsführer, VHC.-Bruder Kl'emmrath, die Erschienenen. Er gedachte in seiner Ansprache vor allem auch unseres Führers, der durch sein tatkräftiges Eingreifen auch der Wandersache gedient hat. Er führte dabei aus: Wandern, Heimat und Vaterlandsliebe hat der VHC. auf seine Fahren geschrieben Diese drei Begriffe haben uns in den Jahren tiefster Erniedrigung geläutert und gestärkt. Unser
ihrer Ausbildung und Praxis im Hauptberuf Kaufmannsgehilfen find, oder als Fachleute außerhalb der kaufmännischen Berufslaufbahn gelten wollen. Die Fachschaft der Werbefachleute in der Reichskulturkammer will nur Personen erfassen, die in ihrer jetzigen Tätigkeit überwiegend und hauptberuflich entsprechende Facharbeiten leisten. Dik weiteren Aussprachen, für die wir das Ergebnis der Erhebungen verwenden werden, werden zu einer Vereinbarung führen, die die augenblicklich bestehenden Unklarheiten beseitigen werden Unsere Erhebung muß bis 10 Mai 1934 abgeschlossen werden. Deshalb bitten wir, den Fragebogen von uns anzufordern und nicht nur sorgfältig und vollständig, sondern auch schnellstens auszufullen und an die Geschäftsstelle zurückgeben zu wollen. Die Geschäftsstelle befindet sich in Frankfurt a. M., Gutleutstraße 31.
— Tageskalender für Samstag: NSLB., Bezirk Gießen-Land, 15.30 Uhr, Hotel Köhler, Bezirksverfamlung. — Lichtspielhaus Bahn. Hofstraße: „Mein Herz ruft nach Dir". — Astoria. Lichtspiele, Seltersweg: „Der Abend des 13. Juni" und „Moderne Mitgift". — Oberhessischer Kunst, verein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr. Ausstellung.
• —TageskalenderfürSonntag: Stadt, theater, 19 bis 21.30 Uhr: „Die Frau ohne Kuß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mein Herz ruft nach Dir". — Astoria-Lichtfpiele, Seltersweg: „Der Abend des 13. Juni" und „Moderne Mitgift". — Oberheffifcher Kunstverein, Turmhaus am Brand» platz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. — Spielvereini» gung 1900, 20.30 Uhr, „Stadt Wetzlar", Familien, abend. — VfB.-Reichsbahn, 20.30 Uhr, Familien. Zusammenkunft im Vereinsheim.
— Aus dem Stadttheater-Büro. Mor- gen, Sonntag, das musikalische Lustspiel „Die Frau ohne Kuß" von Keßler-Kollo. — Dienstag und Mittwoch bleibt das Stadtthechter geschlossen — Donnerstag, 3. Mai, Deutsche Bühne, Trauerlniel „Fiesko". — Freitag, 4. Mai, „Die Försterchristei" (Siehe heutige Anzeige.)
— Die Oberhessische Viehversiche« rungsanstalt hält am Samstag nächster Woche im Hotel Hopfeld ihre ordentliche Mitgliederver- sammlung ab. (Siehe heutige Anzeige.)
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** Von der Universität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Die Vorlesungen über Landwirtschaftliche Betriebslehre werden wie seither auch im Sommersemester 1934 von dem Leiter des Universitäts-Versuchsguts, Dr. W. Pfaff, abgehalten werden.
** Das Museum im Alt en Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
** Eine öffentliche Mahnuna zur Zahlung rückständiger Verpflichtun- g e n erläßt die Gießener Stadtkasse in unserem Heu- tigen Anzeigenteil. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen.
** Verlegung von Wochenmärkten. Der auf Dienstag, 1. Mai (Feiertag der nationalen
A. Malkvmesius, W. und R. Wadenpfuhl; mit der Nadel 100: W. Ritter, mit der Nadel 125: L. Kin- zenbach, A. Betz; mit der Nadel 150: K. Crüger, H. Kraft; mit der Nadel 175: A. Betz; mit der Nadel 200: A. Schneidmüller, K. Stroh; mit der Nadel 225: C. Plank, mit der Nadel 325: CH Georg.
Das Doppelquartett fang noch mehrere Heimat- und Wanderlieder, von Mitgliedern des Zweigoereins wurden einige Gedichte vorgetragen, VHC.-Br. Hamel erfreute alle mit oberhesfifcher Mundart, die er gereimt und ungereimt zu Gehör brachte. Die Musik paßte sich der zunehmenden Stimmung an und förderte sie. So ging der Abend, leider zu schnell, gemütlich vorüber.
Am Sonntag fand die Auszeichnung der Kinder auf der Karlsruhe statt. Ausgezeichnet wurden: K. H. Bender, K. H. Förster, H. K. Lieberich, M. Plank, G. Reinhardt, G. und H. Schneidmüller, M. Stroh. Sechs Mädchen mit leichten, farbenleuchtenden Kleidern und Frühlingsblumen im Haar trugen dar. auf, teils gemeinschaftlich, teils nacheinander, als Veilchen, Märzenbecher, Primel, Narzisse, Anemone und Waldmeister ein Gedicht vor, in dem Frühling und Freude besungen wurden und der Schöpfer, der uns den Lenz, die Sonne und die Blumen schenkt. Nach weiteren Darbietungen durch einige Kinder wurden an diese Brezel verteilt. Tanz und Unterhaltung erfreute die Erwachsenen, so daß auch sie dieses Tages gern gedenken werden.
Gin alter Buchdruckerbrauch lebt wieder auf.
Im Buchdruckgewerbe wurde in früheren Jahren Der Zunftbrauch des Gautschens alljährlich mit Liebe und Sorgfalt gepflegt. Es handelt sich dabei um eine Zeremonie, die den aus der Lehre ausscheidenden und zu Gehilfen aufgerückten jungen Buchdruckern gewidmet wurde und bei der es recht feucht (das Gautschen besteht nämlich in dem Setzen des jungen Gehilfen auf einen Stuhl mit zahl» reichen nassen Schwämmen) zuging. Die Zeremonie schloß mit einer frohgestimmten Gautsch» feier ab. Dieser schöne Zunftbrauch hat unter den Auswirkungen der früheren traditionslosen Zeit jahrelang geschlummert. Nunmehr wird auch er wieder zu neuem Leben erweckt in einer Gautsch- feier, die für das graphische Gewerbe des ganzen Kreises Gießen am heutigen Samtagnachmittag im Hose des Betriebsgebäudes der Brühl'schen Unioer- sitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange stattfindet. Die Feier beginnt um 17 Uhr.
Lustschutzwerbung.
Anläßlich des Jahrestages der Gründung des Reichslufkschutzbundes am 29. April, findet morgen, Sonntag, zwischen 11 und 13 Uhr eine Werbeveranstaltung der hiesigen Orts- gruppe des R e i ch s l u f t s ch u tz b u n d e s unter Mitwirkung der HI. und des BdM. stqtt, die Hof- fentlich alle noch abseitsstehenden Mitbürger bewegt, der Ortsgruppe Gießen des Reichsluftschutzbundes beizutreten. Anmeldungen mit den zur Verteilung kommenden Flugblättern können jederzeit aus dem Büro der Ortsgruppe Gießen, Gartenstraße 2, Seitenbau, oder bei den Polizeirevieren erfolgen.
Der Jahresbeitrag beträgt nur 1 Mark (Mindestbeitrag). Wahrend der Opferwilligkeit für Begüterte keine Grenzen gesetzt sind, kann der Beitrag für Erwerbslose auch ermäßigt werden. Jeder Er- wachsene sollte Mitglied werden. Die eingehenden Beträge werden restlos für die Förderung des zivi- len Luftschutzes verwendet.
Luftschutz ist Selbstschutz? Jeder, der Mitglied wird, schützt nicht nur sich und seine Fa- mitte, sondern übt in echt nationalsozialistischem Geiste dadurch Dienst am Volksganzen!
Gießener Wochenmarktpreise
* G i e ß e n, 2?. April. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische, nach Gewichtsklasse) 8'/r bis 11, Weißkraut, das Pfund 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 15, Rote Rüben 10, Spinat 10 bis 12, Spargel 45 bis 55, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 65, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Rhabarber 10 bis 12, Kartoffeln, das Pfund 3V2 Pf., der Zentner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25 Pf., Suppenhühner 65 bis 80, Enten 70, Tauben, das Stück 60, Blumenkohl 30 bis 40, Salat 15 bis 20, Salatgurken 50 bis 60, Lauch 5 bis 10, Rettich 20, Sellerie 10 bis 35, Radieschen Bündel 10 Pf.
Bornotizen.
Polizeibericht.
Am 14. bzw. 15. April wurde aus einer Garage in der Dammstraße ein Damenfahrrad, Marke Kux- mann, Fabriknummer unbekannt, mit schwarzem Rahmen, Felgen und Schutzblechen, grauer Bereifung, Gesundheitslenkstange mit roten Gummigriffen, schmalem gelben Sattel, rotbrauner Werkzeugtasche, in der Nacht zum 23. April aus einem verschlossenen Keller des Anwesens Wetzlarer Weg 65 ein Herrenrad, Marke Goldrad, Fabriknummer unbekannt, mit schwarzem Rahmen mit rotweißen Streifen, gelben Felgen mit schwarten Streifen, roter Ballonbereifung, hochgebogener Lenkstange, Kometfreilauf, Klotzpedale und gelbem Kindersattel und am 24. April im Asterweg ein Herrenfahrrad, Marke Elite, Fabriknummer unbekannt, mit schwär-
Oefferttlicher Berkaus
des Iestabzeichens zum 1. Mai.
Mit dem gestrigen Tage hat im ganzen Reich der öffentliche Vertrieb des Festabzeichens zum Nationalfeiertag des deutschen Volkes begonnen. Die Plakette hat in allen Bevölkerungskreisen außerordentlichen Anklang gefunden, da sie gerade von den schaffenden deutschen Volksgenossen als ihr Denkmal der Arbeit angesehen wird und als Mittel der Arbeitsbeschaffung Tausenden von deutschen Volksgenossen Arbeit und Brot gegeben hat. Jeder einzelne bekundet seine Verbundenheit mit dem Arbeiter der Stirn und der Faust durch das Tragen des Festabzeichens. Der Verkaufspreis für das Abzeichen ist für das ganze Reich auf 20 Pfennig festgesetzt.
$ür Werbefachleute und Schaufensterdekorateure.
Die Deutsche Arbeitsfront in Frankfurt a. M. teilt mit: Auf Anfordern überreichen wir allen unseren Mitgliedern, die in ihrer jetzigen Stellung hauptberuflich überwiegend als 'Werbefachleute, Schaufensterdekorateure oder ähnlich tätig sind, einen Fragebogen. Unsere Fragestellung dient der Aufgabe, klarzustellen, wie weit die Fachleute nach
Aus der Provinzialhaupistadt.
Oer Tag der Lieder.
Von Propst Lic. Borrmann.
„An ihren bunten Liedern klettert die Lerche jubelnd in die Luft." Dies Dichterwort, dessen Herrlichkeit wir jetzt im Frühling wieder neu erleben, wird für uns noch in einem zweiten, gleichsam übertragenen Sinne zur Wahrheit: Auch wir Menschen erheben uns durch die Macht des Gesanges in eine bessere Welt. Wir streben auf des Liedes Flügeln aufwärts in das Reich des Guten, Wahren und Schönen. Ja, die Sprache ist ein wunderbares Gottesgeschenk, und das köstlichste Stück daraus ist das Lied. -Und wir sollten dieser köstlichen Gottesgabe viel öfter uns bedienen, um uns aus Erdenstaub und Alltagsnot zu erheben in eine Sphäre, aus der wir besser und reiner zurück- kehren. Denn das ist ja der Lieder heilige Ausgabe an uns: Sie sollen uns zu besseren Menschen machen, damit jenes Wort wirklich Wahrheit auf Erden werde: „Wo man singt, da laß dich ruhig nieder; böse Menschen haben keine Lieder."
Wenn diese heilige Ausgabe an uns Menschen schon dem weltlichen Liede gegeben ist, wieviel mehr dem geistlichen! Es findet sich vor allem in unserem Gesangbuch, dieser „Bibel des Volkes", wie man mit Recht dieses köstliche Buch genannt hat. Alle seine Schätze auszuschöpfen, reichen alle Sonntage des Kirchenjahres nicht aus. Um so nötiger ist es, einen besonderen Sonntag ganz in das Zeichen und unter den Inhalt des geistlichen Liedes zu stellen. Dies ist der morgige Sonntag Kantate mit seiner Losung: Singet dem Herrn ein neues Lied. (Psalm 98, 1).
Wenn das geistliche Lied, wie es uns das Gesangbuch bietet, uns erheben und damit bessern soll, so muß es die Drei „bleibenDen Dinge" unserer Religion, Die christlichen Haupttugenben, Glaube, Hoffnung unD Liebe, in uns stärken. Da klingt Des GlaubenshelDen Martin Luthers GlaubenslieD aus Der Vergangenheit auf: „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr unb Waffen!" Da wirD Des anDeren großen LieDerDichters Der Vergangenheit, Des Paul GerharDt HoffnungslieD „Befiehl Du Deine Wege" in unserer Seele wach mit seinem rounDerbaren Trost: „Hoff' o Du arme Seele, hoff' unD fei unverzagt". UnD als Dritter im BunDe reiht sich Den beiDen großen KirchenlieDerDichtern Der Pergangenheit ZinzenDorf mit feinem Preis Der ewigen Liebe an: „Herz unD Herz vereint zusammen, sucht in Gottes Herzen Ruh, lasset eure Liebesflammen loDern auf Den HeilanD zu".
Aber nicht nur Die Großen Der Vergangenheit preDigen uns in ihren Liebern Glaube, Hoffnung unD Liebe. GeraDe in unserem neuen Gesangbuch kommen auch neuere Dichter mit ihren LieDern zu Wort, Deren Inhalt gleichfalls ganz auf Glaube, Hoffnung unD Liebe gestimmt ist. Da erklingt Der Marion von Klot GlaubenslieD: „Weiß ich Den Weg auch nicht, Du weißt ihn wohl. Das macht Die Seele still unD frieDvoll". Da stimmt Marie Schmalenbach Das LieD seliger Hoffnung „Brich herein, süßer Schein, sel'ger Ewigkeit" an mit Der herrlichen Gewißheit: „Jesus Christ Du nur bist unsrer Hoffnung Licht". UnD ConraD FerDinanD Meyer wirD zum PreDiger Der christlichen Liebe, wenn er in seinem PassionslieD „Jetzt, Da Die Zeit sich nahet deiner Leiden", den Heiland mit Den Worten anbetet: „Du bist für uns geopfert, heil'ges Wesen — laß uns genesen?"
Aber unsere Religion soll nicht nur in Der Welt Des Gesangbuches bleiben. Sie muß, wenn sie lebendige Wirklichkeit ist, in unserem ganzen Leben zu spüren sein. So wird des Christen ganzer Lebenstag in des Wortes herrlichster Bedeutung ein Tag des Liedes, zur Ehre Gottes und zum Segen für Den Nächsten. Glaube, Hoffnung unD Liebe finb Der heilige Dreiklang Dieses LebenslieDes. Möge er erklingen immer reiner, immer voller, immer gott- wohlgefälliger auch in unserem Leben!
Der Schuh der nationalen Symbole.
Von Der Reichsregierung finD im Einvernehmen mit Den Sachbearbeitern Der LänDer Richtlinien über Die HanDhabung DesGesetzeszum Schutze Der nationalen Symbole ergangen, Die Durchweg Der in Hessen geübten Praxis entsprechen. Bei Der Entscheidung über VerwenDung nationaler Symbole sind in Zukunft Die Richtlinien Des Reiches streng einzuhalten. In Den Richtlinien heißt es:
1. Bilbet Der Gegen st and selbst Das Symbol, so ist eine VerwenDung unD Verbreitung nur Dann zulässig, wenn er ein Erzeugnis Der bilDenDen Kunst oDer Des Kunstgewerbes ist, z. B. Bilder und Plaketten führenDer Persönlichkeiten, Hakenkreuze an AnstecknaDeln ober Ketten, SA.-Figuren.
2. WirD Das Symbol an Dem Gegenstand oder in Verbindung mit ihm dargestellt, so ist seine Verwendung nur dann zulässig, wenn der Gegenstand selbst ober seine Bestimmung eine innere B e» zh u n g zu dem Symbol hat, z. B. das Hakenkreuz an der Fahnenspitze. Nicht zulässig ist die Verwendung des Symbols insbesondere, wenn dieses 5« dem Zwecke angebracht wird, den Gegenstand zu verzieren ober seine Absatzfähigkeit zu steigern, z. B. Verwenbung bes Hakenkreuzes ober ber beutschen Farben auf Kinberspielböllen, Sparbüchsen, Papier, Manschettenknöpfen, Schokolaben- und Tabakpackungen. Die Verwenbung bes Symbols
Dank gebührt unserem Volkskanzler Klbolf Hitler, bem es in ber kurzen Zeit nach ber Macht» Übernahme gelungen ist. Die Liebe zum Deutschen VaterlanDe wieDer in Die Herzen aller Deutschen zu pflanzen. Nach einem Dreifachen Sieg-Heil auf Den Führer wurDe Der erste Vers Des Horst-Wessel- LieDes sowie Des DeutschlanblieDes gesungen.
Die Grüße bes Frankfurter Zweigvereins, ber vor 26 Jahren Pate ftanb, überbrachte VHC.-Bruber £). Faber (Frankfurt). Er ermahnte, wie bisher treu zum VHC. zu stehen. Nachbem bas Doppelquartett bes Bauerfchen Gesangvereins in gewohnter forrn- ooUenbeter Weise zwei Lieber oorgetragen hatte, überreichte ber Vereinsführer an folgenbe Mitglie- ber bas Ehrenzeichen bes Gesamtver - eins für 2 5jährige Mitgliedschaft: C. Faber, F. Noll, E. Rumpf, C. Weibig, W. Fronhäuser, F. Nennstiel, Ch. Georg, A. Köhn, Th. Baumann, A. Waag, E. Krumm, L Bernharbt, E. Petri, C. Ockel, G. Stein, H. Engel, Th. Loos, F. Jung, G. Zörb, H. Schmoll, E. Lang, C. Währum, A. Hauck, A. Greb, A. Benber, und an bie vier zuletzt genannten außerbem bas Zeichen für 25jährige Mitgliebfchaft beim Gießener Zweigverein, bas bie vorher genannten schon im vorigen Jahre erhielten.
Durch ben Wanbermeister, VHC.-Bruber Plank, ber in überzeugenben Worten, wie sie nur Kenntnis unb Erfahrung eingibt, bie Schönheit ber Heimat unb bas Wanbern verherrlichte, wurden folgenbe Wanberer ausgezeichnet: Mit ber Nabel 25: W. Harbt, K. Reinharbt, H. Schneiber, E Staubt; mit ber Nabel 50: Ch. Gelbbach, P. Langlatz, M. Wabenpfuhl; mit ber Nobel 75: K. Betz, E. Kraft,


