Sonnwendseuer Der SZ.brennen in Oberheffen
Oberhessen
...in Alten-Buseck.
In festem Marschtritt der Hitlerjugend zogen auch wir auf die Höhe unseres Dorfes, die sogenannte Windluck.
Im Halbkreis formierten sich HI. und BdM. um den dort aufgeschichteten Holzstoß, der bald mit seinen Flammen künden sollte: auch unsere Jugend
Bürgermeister-Jubiläen.
Am gestrigen Dienstag, 26. Juni, konnte Bürgermeister Hoppe in Nonnenroth (Kreis Gießen) auf eine 25jährige Amtstätigkeit als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, in der er am 23. Januar 1873 geboren wurde, zurückblicken. Er ist der an Dienstjahren zweitälteste Bürgermeister und einer der letzten fünf noch im Amte befindlichen Bürgermeister des Kreises Gießen aus der Vorkriegszeit. In seiner Gemeinde sowohl als Bürgermeister wie als Mensch beliebt und geschätzt, erfreut er sich auch sonst in weiten Kreisen größten Ansehens und allgemeiner Wertschätzung. Unter seiner Leitung hat sich die Gemeinde Nonnenroth trotz der schwierigen Zeitverhältnisse der Kriegsund der Nachkriegszeit außerordentlich gut entwickelt, und stellt ein blühendes Gemeinwesen dar.
Bürgermeister Georg Krauß in Wetterfeld (Kreis Schotten), kann am 1. Juli sein 30jähnges Dienstjubiläum feiern.
Mathildenstist Butzbach (Bezirksspartasse).
... in Lich.
Wir marschieren in einen schönen Sommerabend. Ueberall herrscht feierliche Stille. Schweigend marschieren wir auf unser Ziel los. Wir ziehen zum Sonnwendfeuer, dem Feuer der deutschen Jugend.
Wir sind auf der Kuppe des Berges angekommen. Dor uns ist der gewaltige Holzstoß aufgerichtet. „Weit laßt die Fahnen wehen ..singen wir. Der Scharführer spricht einige Worte zu uns über den Sinn der Sonnenwende. Nach Sprechchoren und Feuersprüchen wird die Botschaft des Reichsjugendführers oorgelesen. Dann steht der vorher in der Dämmerung dunkel erschienene Holzstoß in hellen Flammen. Ein Sprecher lenkt unsere Gedanken hin zu unseren Toten. „Vorwärts, vorwärts" klingt in die Nacht ...
Die Feier in Heuchelheim.
Die Hitlerjugend des Standortes Heuchelheim beging das Fest bep Sommersonnwende gemeinsam mit der dortigen BDM.-Gruppe. Nachdem die Nacht über das Land gesunken war, marschierte die Heuchelheimer Jugend hinauf zu einer kurz vor dem Dorf gelegenen Höhe. Der Ring um den Holzstoß wurde geschlossen. Dann stiegen die Flammen zum Himmel. Man sah am Horizont Feuer aufleuchten. Feuer der Jugend, die genau wie wir um den Holzstoß versammelt war, um das gleiche Bekenntnis abzulegen. Sprechchöre und ein Lied der'BDM.- Gruppe leiteten über zum Gedächtnis an die Toten des Weltkrieges und der Bewegung. Der Kamerad-
A Volksschulen: Grünberg (G), Göbelnrod (Göb), Lauter (L), Stockhausen (St) und Weickartshain (W). I. Knaben der Altersklasse 19 22/23 (59 Teilnehmer, 23 Sieger): 1. G. Schlüter (G) 26 P.; 2. H. Lein (G) 61; 3. H. Bücher (G), H. Schmidt (Göb) 60; 4. K. Weber (Göb) 56; 5. E. Schäfer (L) 55; 6. E. Becker (Göb) 54; 7. K. Thom (G) 52; 8. W. Keil (G) 50; 9. K. Becker (Göb), R. Muth (G), Fr. Rebensberger (G), O. Wolf (G) 49; 10. P. Kalk (W) 48; 11. W. Grutsch (G), E. Konradi (L) 46; 12. W. Grüning (G), E. Herber (W) 45; 13. Fr. Appelfelder (G), Fr. Gehringer (G), W. Herdt (G) 44; 14. Kl. Rühl (G) 41; O. Schmidt (Göb) 40 Punkte. — II. Mädchen der Altersklasse 1922/23 (41 Teilnehmerinnen, 12 Siegerinnen): 1. H. Christ (G) 56 P.; 2. I. Rieb (L) 48; 3. E. Richter (G) 46; 4. M. Knapp (G) 45; 5. L. Wenzlau (G) 43; 6. H. Gehringer (G) 42; 7. M. Groß (L), G. Ritter (G), M. Schenk (G), M. Stühler (G), M. Wiegand (G) 40 Punkte. — III. Knaben der Altersklasse 1920/21 (57 Teilnehmer, 19 Sieger): 1. H. Thom (G) 56 Punkte; 2. O. Bingmann (St), G. Hense (L) 48; 3. E. Junker (L) 47; 4. Fr. Krumm (G) 46; 5. A. Krauß (St), E. Repp (G)< R. Suhr
(G) 44; 6. E. Friedrich (G), E. Römer (W, K. Schmidt (L) 43; 7. H. Kühn (G), H- Ruhl (G), E. Stock (G) 42; 8. H. Bender (G), W. Schombex (Göb) 41; 9. H. Schulz (Gob), O. Unger (W), R. Wiehner (G) 40 Punkte. — IV. Mädchen der Altersklasse 1920/21 (48 Teilnehmerinnen, 6 Siegerinnen): 1. E. Schlüter (G) 53 Punkte; 2. R Hilmer (G) 44; 3. E. Sauer (G) 42; 4. E. Kroll (L), M. Schmidt (L) 41; 5. H. Graulich (St) 40 P.
8 Oberrealschule (römische Ziffern geben die Klasse an): I. K n a b e n d e r A l t e r s k l a s s e 1922/23 (29 Teilnehmer, 10 Sieger): L K. Theiß IV 63 Punkte; 2. K. Ide IV 59; 3. W. Menges VI 58; 4. H. Reichert IV 54; 5. H. Sußner V 53'; 6. H. Hagen IV 50; 7. H. Krämer V, W. Junker IV 47; 8. O. Hölzer V, G. Weisel VI 46 P. — II. Mädchen der Altersklasse 1922/23 (12 Teilnehmerinnen, 6 Siegerinnen): l.H. Allmendinger V, R. Bitsch IV 56; 2. H. Müller V 51; 3. E. Kreuder V 46; 4. H. Lehr V 45; 6. G. Klein V 43 P. — III. Knaben d e r Altersklasse 1920/21 (24 Teilnehmer, 14 Sieger): 1. H. G. Röhm Ilb 77 P.; 2. R. Roth Illa 63; 3. C. Bäh Illa, W. Fischer Illa 59; 4. H. Keller Illa 57; 5. E. Feichtenbeiner Illb 56; 6. A. Kreutzer Illb 51; 7. D Jüngst Illb 48 P.; 8. K. Hofmann Illb 47; 9. W. Schmidt IV 43; 10. M. Keil IV, R. Rinker Illb, H. Stein IV 42; 11. L. Reichert Illb 40 Punkte. — Mädchen der Altersklasse 1920/21 (12 Teilnehmerinnen, 3 Siegerinnen): 1. H. G. Probst Illa 52 P.; 2. R. Görg Illa 44 P.; 3. N. Sehrt Illa 40 Punkte. — Knaben der Altersklasse 1918/19 (19 Teilnehmer, 7 Sieger): 1. W. Kerl Illa 72 P.; 2. H. Keller Ilb 64; 3. R. Manz Ila 59; 4. L. Dönges Ilb 54; 5. Fr. Ritter Illa 51; 6. H. Listmann Ila 43; 7. K. Horst Illa 41 Punkte. In dieser Stufe errang bei den Kämpfen der Hitlerjugend H. Melchior (Weickartshain) 50 Punkte. — Mädchen der Altersklasse 1918/19 (5 Teilnehmerinnen, 2 Siegerinnen): 1. G. Kappes Ilb 58 P.; 2. H. Kohlbach Ila 43 P. — S ch ü l e r d e r Altersklasse 1916/17 (19 Teilnehmer, 4 Sieger): 1. O. Melchior Ib 52 P.; 2. H. Bopp Ib 50; 3. W. Hahn Ila 46; 4. W. Meckbach la 41 P. — Schüler der Altersklasse 1915 unb früher (15 Teilnehmer, 3 Sieger): 1. K. Schmitt la 58 P.; 2. W. Bornscheuer la 42 P.; 3. E. Stein
ist am Feuer.
SA., politische Leitung unb zahlreiche Dorfbewohner hatten sich eingefunben, um gemeinsam mit ber Jugend Sommersonnenwende zu feiern. Das Lied „O, Deutschland hoch in Ehren" und von HI. und BdM. gemeinsam gesprochener Sprechchor eröffneten die nächtliche Feier. Der Holzstoß brannte und mächtige Feuergarben stiegen zum Himmel empor. Bürgermeister Kahl hielt eine Ansprache, in der er den Willen unseres Volkes zur Freiheit zum Ausdruck brachte. Dann sprach die BdM.-Gruppen- führerin Mathilde Naumann in begeisterten Worten zur Jugend über den Sinn der Sommersonnenwende und über den alten Brauch unserer Vorfahren für diesen Tag. Nun soll das Feuer das Symbol der Einigkeit sein, in dessen Flammen Zwietracht und Klassenhaß verbrennen und aufleuchten soll die Liebe zu Volk und Vaterland. Zum Schluß bat sie den Herrn des Himmels und ber* Erbe, baß er bie Herzen rein unb stark machen möge für bie hohen Ideale, vor bie uns unser vielgeliebter Führer Abolf Hitler gestellt hat, auf ben sie ein dreifaches „Sieg-Heil!" ausbrachte.
In die nächtliche Stille erklang sodann das Lied ber Hitlerjugenb „Vorwärts, vorwärts schmettern bie hellen Fanfaren". Anschließenb sprach Orts- gruppenleiter F r e u n b mahnenbe Worte zum Einsatz unseres ganzen Lebens für ein einiges, freies Deutschlanb. Mit bem Horst-Wessel- unb bem Deutschlanblieb fanb bie feierliche Sommersonnen- wenbfeier ihren Abschluß.
0 Butzbach, 25. Juni. Im „Hess. Hof" hier- selbst fanb bie biesjährige orbentliche Mitglie- berversammlung bes Mathilbenftifts Butzbach (Bezirkssparkasse) statt. Sämtliche 20 Garantiegemeinben waren vertreten. Außer- bcm waren erschienen als Vertreter ber Aufsichts- behörbe Dr. Bolz vom Kreisamt Friebberg, ber Dorsitzenbe bes Heß. Sparkassen- unb Giroverban- bes, Oberbürgermeister a. D. Rahn, Darmstabt, Direktor Seipp von ber Lanbeskommunalbank- Girozentrale für Hessen in Darmstabt, bie Mitglie- ber bes Derwaltungsrates unb ber Dorstanb.
Der Dorsitzenbe, Direktor Falter, erstattete nach einleitenben Begrüßungsworten ben G e - jchäftsbericht und die Jahresrechnung für 19 3 3, ebenso wurde die Aufwertungsbilanz für 1933 vorgetragen. Sämtliche Punkte der Tagesordnung wurden einstimmig genehmigt.
Aus dem Geschäftsbericht ging hervor, daß auch im Jahre 1933 die Sparkasse eine günstige Entwicklung zu verzeichnen hatte. Die Bilanzsumme beträgt 7 660 000 Mark, gegen 7 513 000 im Vorjahr. Die Spareinlagen haben sich von 6 278 000 Mark auf 6 416 000 Mark erhöht. Die Anzahl der Sparkonten ist von 7794 auf 8128 gestiegen, gleich 197,5 v. H. des Vorkriegsbestandes. Daß ein gesunder Sparwille vorhanden ist, beweist ferner, daß auf jeden zweiten Einwohner des Sparkassenbezirks ein Sparbuch des „Mathildenstifts" entfällt. Die Depositen-, Scheck-, Giro- und Kontokorrenteinlagen betrugen Ende 1933 475 660 Mark, die Aufwertungsbilanzsumme 1116 760 Mark. Die Sicherheit der Einlagen ist nach wie vor in gleichem Maße unbedingt vorhanden. Die hereingenommenen Gelder sind satzungsgemäß wie folgt angelegt: Hypotheken 3 204 019,08 Mark; Kaufgelder 719 491,35 Mark; Schuldscheine an Gemeinden, Kirchen usw. 859 137,12 Mark; Schuldscheine an Private mit Bürgschaft 275 353 Mark; gegen Verpfändung von Wertpapieren 14 829,78 Mark; Kontokorrentkredite 817 027,75 Mark; Wechsel 9385,17 Mark; eigene
schaftssührer im Bannstab 116 Alwin Rüffer hielt dann die Feuerrede:
Die Flammen, die heute abend auf allen deutschen Höhen aufleuchten, sollen sein das Bekenntnis der neuen Jugend zum Staat Adolf Hitlers, sollen der Welt sagen, daß diese neue deutsche Generation alle Hemmnisse überwinden wird, die sich ihr in den Weg legen, und daß ihr Kampf erst dann sem Enbe gefunden hat, wenn das Reich der Große, Macht und der Herrlichkeit Wirklichkeit geworden ist. Unseren Brüdern aber an der Grenze sollen diese Feuer neue Kraft geben, im Glauben an Deutschland weiter auszuharren bis zu dem Tag ihrer Er- lö ung. Mögen diese Flammen aber auch all das verbrennen, was sich heute noch am deutschen Volkskörper als Ueberbleibsel einer Weltanschauung breit macht, mögen sie verbrennen ben Geist ber Zwietracht unb bes Stanbesbünkels. Das Sonnen- rab, einst von unseren Vorfahren bie Berge hinuntergerollt, eilte burch bie Jahrhunberte bis jener deutsche Mann aus ber genauen Front es anhielt unb bas Symbol bes Lichtes zum Kampfeszeichen einer stolzen Bewegung erhob. Dieses Zeichen würbe bann Stunbe für Stunbe Tag für Tag mit bem Blute beutscher Helben begossen. Wir müssen bafur Sorge tragen, baß bieses Sonnenzeichen, bieses Hakenkreuz immer unb für alle Zukunft über Deutschlanb leuchten wirb.
Das Feuer war niebergebrannt. Auch auf ben anberen Höhen war ber Feuerschein blasser geworben. Die Jugenb aber marschierte heimwärts, neu gestärkt im Glauben unb im Willen zum Hanbeln. Bannführung ber HI. 116.
... in Watzenborn-Steinberg.
Die gesamte Jugenb von Watzenborn-Steinberg tritt an. Im Gleichschritt, voran ber Spielmanns- 3Ufl, geht es zum Pfahlgraben, wo schon vor 2000 Jahren unsere Vorfahren lobernbe Feuer angezun- bet haben. Sommerfonnwenbe an bem Ort, wo bas Auge weit über bas beutsche Lanb streift unb auf allen Höhen ringsum Feuer ber HI. schaut. Nach bem Lieb „Wir ziehn auf stillen Wegen ... ent- zünbet U. B.-Führer W. Buß mit einem Weche- spruch bas Feuer. In seiner Rebe führt er etwa folgenbes aus: Wir entzünben nicht lobernbe Feuer zum Abschluß ber Reichsjugenbwettkämpfe; ganz anberen Sinn hat unsere nächtliche Zusammenkunft. Wir wollen an ber heißen Glut bes (5onnroeno= feuers symbolisch unsere Herzen entfachen, nach alter Väter Brauch bem Führer Treue geloben, der uns seinen Namen ab, unb seine Person unb fein Werk bamit unlösbar mit uns zusammenfügte.
Unter Trommelwirbel gebenten wir unserer Toten. Die Flamme sinkt zusammen; unser Lieb als unser Bekenntnis steigt zum Himmel.
... in Alsfeld.
Sonnwenbfeuer 1934! Ueberall um unsere Stabt waren bie Holzstöße sternförmig aufgeschichtet Sie warteten auf bie Flammen, bie sie verzehren sollten. Um 9 Uhr heißt es: Stillgestanben! Der Führer gebietet Schweigen. Die Schar marschiert im ©leid)1 schritt ohne zu sprechen. Zivilisten suchen ben Weg zu unserem Holzstoß. Wir treten um ben Holzstoß, ein Sprecher tritt vor: „Der Holzstoß wartet auf bie Flammen, ich gebiete Schweigen. Die Flamme braust auf, unser Lieb „Flamme empor mit sich traqenb." Der Sprecher formt in Worten unsere Ge- banken. Die Botschaft bes Reichsjugenbführers wirb verlesen. Wir harren schweigenb, als bie Namen unserer Toten verlesen werben.
Die Flammen schlagen auf, werben kleiner, sinken zusammen. Schweigenb marschieren wir ftabtroarts.
um Frankfurt tiegenben Bahnhöfen Sonntagsfahrkarten nach ben Frankfurter Bahnhöfen aus- gegeben werben. Die Karten werben an allen Tagen vom 1. Juli bis 31. August 1934 ausgegeben unb gelten von 0 Uhr bes Spieltages vis 24 Uhr (spätester Antritt ber Rückreise) bes folgenben Tages. Zur Rückfahrt finb bie Karten nur bann gültig, wenn sie auf ber Rückseite ben Stempel ber Kasse ber Festspielleitung tragen.
** Mitglieberversammlung unb Sonnwenbfeier bes VfB. -Reichsbahn. Das Vereinsheim bes VfB.-Reichsbahn war gut besucht als ber Dereinsführer Baurat Nieberst r a ß e r bie Zusammenkunft eröffnete. Zum Nachfolger bes zweiten Führers, Herrn Overbeck, würbe Herr Rinn berufen. Herr Bellvff würbe zum ersten Schriftführer ernannt. Nachbem bie
** Ein Achtzigjähriger. In geistiger unb körperlicher Frische kann am morgigen Donnerstag, 28. Juni, ber Tapezier- unb Polftermeister Wilhelm Kutzschrab, Weibengasse 1, seinen 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar geht noch heute seinem Berufe nach. Er biente einst beim 2. Garbe-Drago- ner-Regiment in Berlin unb ist einer ber Mit- begrünber bes im Jahre 1907 ins Leben gerufenen Kavallerievereins Gießen. Vor einigen Jahren würbe Herr Kutzschrab wegen seiner Verbienste um biesen Verein zum Ehrenmitglieb ernannt. Noch heute besucht er fast regelmäßig bie Versammlungen unb Feierlichkeiten bes Kavallerie- unb bes Garbevereins. Als alter Svlbat freut er sich befonbers, baß unter ber Führung Abolf Hitlers ber Solbat toieber zu Ehren gekommen ist. Der Jubilar wohnt seit 37 Jahren im Hause Weibengasse 1; seit bem 1. April 1884 ist er treuer Leser bes Gießener Anzeigers.
** Bilberschau eines pommer sch en Künstlers. Die Kunsthanblung Leib in ber Kirchstraße hat gegenwärtig einige sehenswerte Bil- ber aus ber Provinz Pommern ausgestellt, bie ber Hanb bes pommerschen Meisters R. Tarno- a r o ck i, entstammen, bes Neffen bes vor Jahren hier im Schorgraben verunglückten Leutnants Otto Tarnogrocki. Die Bilber zeichnen sich burch außerorbentlich feine malerische Auffassung unb sichere Beherrschung ber Farbe aus.
** Sonntagsrückfahrkarten z u ben Römerberg-Fe ft spielen in Frankfurt. Zum Besuch ber Römerberg-Festspiele in Frankfurt können von allen in einem Umkreis von 75 km
auf ausgebehnte Eisenindustrie in jener Gegend in früheren Jahrhunderten schließen. Mit einem Appell | an die Zuhörer zur Mithilfe bei der heimatgefchicht- lichen Forschung schloß der Redner seine mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen, die m ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf unseren Reichs- Präsidenten, unseren Führer unb unsere schone Heimat ausklangen.
Bürgermeister Schäfer sprach bem Rebner ben Dank ber Versammlung aus. Nach einem . munbartlichen Vortrag von Frl. B e n b e r würbe die Schuljugenb mit Brezeln bebacht. Dann folgte ber übliche Gang zum nahen Pfahlgraben, wo Geh.-Rat Sommer noch kurz ben Verlauf bes Pfahlgrabens unb ben Sinn bes Barbarensteins erläuterte. Nachbem Lehrer Immel (Gießen) noch einige Flurnamen in ber Näbe bes Pfahlgrabens gebeutet hatte, fanb bie erfolgreiche Veranstaltung mit bem gemeinsam gesungenen Deutschlanblieb ihr Enbe.
Die Gonnenwendfeier der Gießener Weifen.
Am vergangenen ©amstagabenb zogen bie Fähnlein des Stammes Welfen hinaus, um sich zur Sonnenwendfeier bei Kinzenbach zu vereinigen.
Eine Jungenschaft hatte schon am Nachmittag den mächtigen Holzstoß auf den für diesen Zweck geradezu geschaffenen Platz aufgebaut. Der Stamm bildete ein weites Viereck um den Feuerstoß, besten Flammen bald prasselnd gen Himmel schlugen Fast gleichzeitig flammten auch die vielen anderen Feuer in der Ferne auf und leuchteten zu uns herüber.
Der Leitgedanke der Feier war „Jugend von Neunzehnhundertvierzehn, Jugend von heute". Sie bildete ein Bekenntnis zu dem Wort des Reichsjugendführers Baldur von Schirach. Deutschlands Jugend sehe in der Wendenacht auf das Vermächtnis ber Solbaten bes Weltkrieges. Hitlerjugenb bekenne sich beswegen zur Front, weil sie sich als Trägerin bieser sozialistischen Trabition empfinbe, die bas „Wir" ber Gemeinschaft hoher stelle als bas „Ich" bes einzelnen. Lieber unb Sprechchöre, begleitet von bem bumpfen Wirbel ber Trommeln, folgten in raschem Wechsel. Die Feier schloß mit dem Horst-Wessel-Lieb unb bem Lieb ber beutschen Jugenb.
Sobann zogen bie Iungenschaften in die Nacht hinaus auf Fahrt. 3bn. 1/116.
BornoNzen.
— Tageskalender fürMi11woch. NSLB. und Reichsbund für Volkstum und Heimat: 15.30 Uhr, Caf6 Leib, Kreiskonferenz mit Vorträgen von Dr. K. R. Fischer und Dr. ©pilger. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Meisterboxer"; 22.45 Uhr: „Die Insel der Dämonen". — Bergschenke: 20.15 Uhr, 4. Abonnementskonzert der Reichswehrkapelle.
la 40 Punkte.
Landkreis Gietzcn.
I Garbenteich, 26. Juni. Am vergangenen Sonntag machte die evangelische Frauen- Hilfe einen Ausflug nach Bad-Nauheim. In zwei Postautos, die die 80 Teilnehmer faßten, ging die Fahrt durch die Wetterau nach dem Zielort. Zunächst wurden nach der Ankunft die technischen Anlagen des Bades unter sachkundiger Führung besichtigt. Die unterirdischen Anlagen erregten große Bewunderung. Ebenso bot die Besichtigung des William G. Kerckhoff-Jnstituts viel Sehenswertes. Nach einer Mittagspause wurde der Wetterauer Reformations - Jubiläumsgottesdienst in der Dan- keskirche besucht, der in seiner Ausgestaltung einen Gottesdienst aus Luthers Zeit erleben ließ. Ein Gang durch den Kurpark unb auf ben Johannesberg zeigte Bab-Nauheim in feiner lanbschaftlichen Schönheit. Der Ausflug war ein Tag reichen Erlebens.
? Lich, 26. Juni. Die L i ch e r B a n k e. G. m. b H., L i ch hielt am vergangenen Samstagnachmittag ihre biesjährige Generalverfammlung in Steins Saalbau ab. Nach ber Eröffnung burch ben Auffichtsratsvorfitzenben Lubwig Häuser erstattete bieser im Anschluß baran ben Bericht über bas verflossene Geschäftsjahr unb bie in bemfelben statt- gefunbene gesetzliche Revision. Aus bem Geschäftsbericht war zu entnehmen, baß bie Aufwärtsbewegung auch im verflossenen Jahr festzustellen war. Am Enbe bes Geschäftsjahres betrug bie Mitglie- ber zahl 364 mit 432 Geschäftsanteilen, bie eine Haftsumme von 266 000 Mark vertreten. Im Geschäftsjahr 1933 war bei 15 065 Buchungsposten ein Umsatz von 5 858 243,50 Mark zu verzeichnen. Die Zahlungsbereitschaft hatte sich um runb 82 000 Mark erhöht, so baß bie Bank am 31. Dezember 1933 über 237 759,36 Mark flüssige Mittel verfügen kannte. Die Spareinlagen vermehrten sich im Geschäftsjahr um 24 145,09 Mark unb bie Einlagen in laufenber Rechnung um 34 037,24 Mark. An Darlehen unb Hypotheken würben 17 000 Mark neu ausgeliehen, bagegen würben von Schulbnern 11114 Mark zurückgezahlt. Diese beiben Zahlen finb ber beste Beweis bes wirtschaftlichen Aufstiegs. Die Darlehen gegen Hypotheken unb Schulbschein betragen 282 393 Mark, in laufenber Rechnung 176 483,85 Mark, ber Wechselbestanb 3 310,48 Mark, Wertpapierkonto 8164,80 Mark, Bankguthaben und Kassenbestanb 252 278,35 Mark. Die Geschäftsgut- haben ber Mitglieber betragen 21 160,20 Mark, bie Reserven 18 520 Mark, Betriebsrücklagen 15 388,45 Mark, bie Spareinlagen 597 676,55 Mark, Einlagen in laufenber Rechnung 67 344,85 Mark. Der Reingewinn ist mit 6540,31 Mark ausgewiesen. Auf bie eingezahlten Geschäftsanteile werben 5 v. H. Divi- benbe vergütet. Jahresrechnung unb Bilanz würben einstimmig genehmigt unb bem Dorstanb und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Durch Aenderung im Re- visionsoerband und Eingang der Zeitschrift des Hesfen- landes wurde eine Statutenänderung notwendig, die ebenfalls widerspruchslos genehmigt wurde. Bei den Ersatzwahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat wurde der Vorstand und Aufsichtsrat um je ein Mann erweitert. Dem Vorstand gehören an: F i -
scher, Heinrich Müller, H. Schmidt VIII., Wilhelm Seite, H. Märle, Ludwig W a l f f II. Der Aufsichtsrat besteht aus: Ludwig Häuser (Vorsitzender), Christian Fischer, Heinrich B a r z, Heinrich Karl Schäfer, Gg. Schnabel, Heinrich Bäcker VI. (Muschenheim), Heinr. Schmidt (Dorf-Gill), Wilhelm Bauer (Albach).
(D Grüningen, 26. Juni. An der sogenannten Warte wurde am Samstagabend die Sonnenwendfeier für die Ortsgruppe Grüningen der NSDAP, veranstaltet. Ortsgruppenleiter Mar- steller begrüßte die Teilnehmer und sprach über ben Sinn ber Sommersonnenwenbfeuer. Anschließenb folgten Lieberchöre unb Feuersprüche ber Hitlerjugenb, bes BbM. unb bes Jungvolks. Bei dem Gesang des Liedes „Flamme empor" wurde der mächtige Holzstoß angezündet. Pg. Betz- Wie- feck hielt alsdann die Feuerrede, bei der er u. a. sagte: Die Feuer seien das Symbol für die Glut, die in unserem Herzen brennen solle für unseren Führer, für unser deutsches Vaterland. Wir wollen erneut unserem Führer die Treue geloben unb versprechen, baß wir das heilige Feuer der Begeisterung in unseren Herzen weiterhin tragen werden. Unsere Jugend sei der Garant der nationalsozialistischen Idee. Die Jugend solle den revolutionären Geist weiterhin in iyren Herzen tragen unb ihn bis in seine letzten Konsequenzen burchführen. Nach einer kürzeren Ansprache eines Kamerad- schaftsführers ber Hitler-Jugenb hielt ber Ortsgruppenleiter bie Schlußansprache. Mit bem Deutschlanblieb unb dem Horst-Wessel-Lied fand die erhebende nächtliche Feierstunde ihren Mschluß«
geschäftlichen Angelegenheiten erledigt waren, wurde von Herrn Overbeck die Siegerehrung der dritten Mannschaft oorgenommen, die ohne Punktverluste ihre Pflichtspiele 1933/34 erledigt hat. Fuß- ballfachwart Z i tz e r überreichte der dritten Elf ein Diplom und führte besonders an, daß diese Mannschaft ohne eine Herausstellung ihre Spiele erledigen konnte. Mitglied Belloff berichtete bann noch von einem Kursus in Ettlingen, an bem er teilgenommen hatte unb trug baburch mit zur Haltung bei. Dann versammelten sich bie Mitglieber auf bem Sportplatz um bie Sommer-Sonnwenbe feierlich zu begehen. Der zweite Führer hielt eine Ansprache: Sonnwenbfeier! Diesem altüberlieferten beutschen Brauch sei vom Nationalsozialismus wie- ber bit ihm von altersher zukommenbe Bebeutung beigemessen worben. An bicsem Tage habe seit altersher unser Volk baß Fest bes Sieges allen Lebens über ben Tob gefeiert unb barum feiern mir auch heute ben Sieg über bas Dunkel ber letzten Jahre zum Licht, zu bem uns bie nationalsozia- Mische Bewegung im Zeichen bes Hakenkreuzes führe Um biese Aufgabe erfüllen au können, brauchten wir gefunbe unb sportgeftahlte Männer und Frauen. Dies nach besten Kräften zu forbern fei unsere vornehmste Ausgabe. Es beburfe hierzu ber rührigen Mitarbeit aller Mitalieber. Mit bem Deutschlanb- unb bem Horst-Wessel-Lleb unb mit einem breifachen „Sieg Heil!" auf unser deutsches Volk, auf unseren ehrwürdigen Reichspräsidenten von Hindenburg und unseren Dolkskanz er Adolf Hitler fand die würdige Feier ihren Ah- fchluß. __
Wertpapiere 65 000 Mark; Kasse, Guthaben bei Banken einschl. Postscheckkonto usw. 764 131,75 Mk. Die Neuausleihungen mußten im Geschäftsjahre durch die Liquiditätsoorschriften unterbleiben. Erst durch die Verordnung des Hess. Staatsministeriums vom 13. Oktober 1933 wurde die Gewährung von neuen Darlehen und Krediten in gewissen Grenzen wieder gestattet. Durch die weitere günstige Entwicklung des Einlagegeschäfts konnte die Sparkasse seitdem ansehnliche Beträge für produktive Zwecke zur Verfügung stellen. Der Reservefonds beträgt 253 950,77 Mark, nach Zuschreibung des Reingewinns von 15 233,86 Mark. Die Mobilien stehen mit 1 Mark, die Immobilien mit 15 001 Mark zu Buch, das 'Geschäftsgebäude ist hierbei nur mit 1 Mark bewertet. Auch im Jahre 1933 brauchte bas Mathilbenstift keine fremben Mittel aufzunehmen. Die liquiben Mittel betragen zur Zeit über 800 000 Mark
Nach Erlebigung ber Tagesorbnung schloß ber Dorsitzenbe mit breifachem Sieg-Heil bie Versammlung.
Reichsjugendwetttämpfe in Grünberg.
4- ©rünbera, 25. Juni. Am Jugenbfeste würben hier bie sportlichen Wettkämpfe von ben beiben hiesigen Schulen (Volks- unb Oberrealschule), sowie ben Schulen von Göbelnrob, Lauter, Stockhausen unb Weickartshain gemeinsam burchgeführt. Im Zuge ging’s burch bie Stabt zur Turnhalle. Rektor Weisel sprach über bie Bebeutung bes Jugenbfestes. Freiübungen ber Mäbchen ber Volksschule unb gemeinsame Freiübungen von etwa 100 Knaben (Volks- unb Oberrealschule) unter Leitung von Lehrer Wenzel gingen ben Wettkämpfen voraus. Es beteUgten sich am Wettkampfe insgesamt 340 Schüler, 222 Knaben unb 118 Mäbchen, bavon konnten 110 bie zum Siege nötige Punktzahl erreichen.
Die Siegerliste.


