llchüberöOOOOmangelhaftadressierte Sendungen ein!
Weit über tausend Nachschlaawerke und Tabellen dienen den Beamten der Postauskunftsstelle $ur Ermittlung des Empfängers. Straßenoerzeichnlsse aller größeren deutschen Städte und dickleibige Adreßbücher stehen den Postdetektiven air Verfügung. Ohne daß dem Absender oder Empfänger auch nur ein Pfennig Mehrkosten entstehen, bemüht sich die Post, den mit der Briesmarke bezahlten Auftrag zur Zufriedenheit auszuführen. Ein ausführlicher Schriftwechsel, der sich nicht selten über Wochen und Monate ausdehnt, ist manchmal nötig, den Adressaten ausfindig zu machen. Auch das Vorkommen mehrerer gleichnamiger Straßen- züge innerhalb ein und derselben Stadt erschwert den Beamten die Suche nach dem großen Unbekannten. In der Reichshauptstadt gibt es allein einige 20 Bahnhof- und 18 Friedrichstrahen.
„Vor einiger Zeit sandte eine silmbegeisterte junge Dame ein Schreiben an Hans Albers", erzählt einer der Amtsvorsteher. „Da sie die Adresse ihres Filmlieblings nicht kannte, klebte sie seine Photographie auf den Briefumschlag. Dieser Brief erreichte ebenso pünktlich seinen Empfänger, wie die Karte, auf der nur der Stadtteil angegeben war und an Stelle der Straße und Hausnummer sich die photographierte Außenfront des betreffenden Hauses befand."
Ist es nicht möglich, den Empfänger des Briefes ausfindig zu machen, so wandert er noch einmal zur Rückbrief stelle. Hier wird er ein Vierteljahr aufbewahrt und dann endgültig begraben oder richtiger gesagt verbrannt ...
Mit recht seltsamen Bitten wendet sich häufig das Publikum an die Auskunfsstelle. Da fordert ein junger Mann den Beamten auf, einen Brief, der an Fräulein Müller in der Schönhauser Allee
gerichtet ist, doch nicht austragen zu lassen, da dieses Fräulein Müller seine Herzallerliebste sei, und er sich energisch verbäte, daß ihr der Brief seines Freundes ausgehändigt wird. Solche Bitten werden selbstverständlich nicht berücksichtigt, wie die Anfragen gewisser Personen, die „unbedingt" in den Briefwechsel zweier Geschäftsfirmen eingeweiht werden wollen.
Es erscheint fast nicht glaublich, wenn man hört, was alles in den Berliner Briefkästen gefunden wird. Besonders kurz vor den Weihnachtsfeiertagen kommt es häufig vor, daß die Frauen an Stelle eines Briefes in der Aufregung ihr Portemonnaie oder ihre Handschuhe in den Kasten werfen. Auch Handtaschen und Schlüsselbunde feierten nach diesem ungewöhnlichen Wege schon mehrfach Wiedersehen mit ihren Besitzern.
Ein Bürobote kam eines Tages totunglücklich zur Auskunftsstelle und erzählte, daß er versehentlich das Einlieferungsbuch für die Einschreibebriefe seiner Firma an Stelle mehrerer Drucksachen in den Kasten geworfen hätte. Glückstrahlend verließ er nach Wieoererhalt des Buches die Detektei der Deutschen Reichspost, ging in sein Geschäft und erledigte, ohne daß sein hoher Chef die kleine Irrfahrt des Buches bemerkte, feine Aufträge.
Die Fälle, in denen betrügerische Boten mit schon abgestempelten radierten Marken ihre Postsendungen frankieren, sind glücklicherweise wesentlich seltener geworden. Die Post leitet sofort ein Strafverfahren gegen diese Marken falscher ein. die Postauskunftsstelle in der Königstraße ist in ihrer Gründlichkeit ein vorbildlicher Betrieb. Nur ganz wenige Fälle bleiben ungelöst. Aus diesem Gebiet sind die Leistungen der Deutschen Reichspost mit ihrer Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit Vorbild für den gesamten internationalen Postverkehr.
Wirtschaft.
* Devisenzuteilung im Juli. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat angeordnet, daß für den Monat Juli der Grundbetrag wieder nur bis zur Höhe von 10 v. H. als gekürzter Höchstbetrag in Anspruch genommen werden darf. Auch die Rembourskredite dürfen im Monat Juli wieder nur bis zur Höhe von 20 v. H. ausgenutzt werden.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 26. Juni. Die Umsätze an der Börse waren etwas größer, ohne aber bei der vorwiegend festen Grundstimmung ein lebhafteres Ausmaß anzunehmen. Bevorzugt war wiederum der Aktienmarkt, während die Käufe am Rentenmarkt sich nur langsam entwickeln. Für Aktien lagen wieder eine Reihe von günstigen Nachrichten aus der Wirtschaft vor, sei es in Verwaltungsäußerungen auf General-Versammlungen oder in Geschäftsabschlüssen oder auch in den neuen Stickstoffverhandlungen. Mit großer Hoffnung wird die an- gekündigte Steuerreform-Rede des Staatssekretärs Reinhardt erwartet. Montanwerte waren teilweise stärker befestigt, so Harpener 2 v. H., Mansfeld 1,25 v. H., Ilse Genuß 1,50 v. H., Klöckner und Phönix je 0,75 v. H.: behauptet waren Stahlverein und Rheinstahl. Am Elektromarkt lagen Lahmeyer auf angeblich günstige Dividendenaussichten erneut 1,50 v. H. höher, auch Siemens 1,25 v. H. und Schuckert 0,65 o. H. freundlicher, dagegen Licht & Kraft um 1 v. H. und Bekula um 0,50 v. H. leichter. Fartzen- industrie im Verlaufe 0,75 v. H., Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft je 0,40 v. H. höher. Scheideanstalt lagen erneut bis 1,25 o. H. fester. Schifffahrtswerte bröckelten eine Kleinigkeit ab. Kunstseideaktien tonnten sich weiter erholen, und zwar Bemberg um 1,13 v. H. und AKU. um 1 v. H. Im einzelnen eröffneten Zellstoff Aschaffenburg und dement Heidelberg je 0,50 o. H. höher, dagegen Deutsche Linoleum 0,75 v. H. niedriger. Stüdd. Zucker, Reichsbankanteile und Daimler eröffneten gut behauptet.
Der Rentenmarkt war wieder ziemlich vernachlässigt und bei stillem Geschäft teilweise schwächer. Altbesitz gaben 0,40 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v. H. und Reichsmark-Obligationen meist von 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Stahl- . verein-Bonds lagen behauptet. Am Pfandbriefmarkt hat das Angebot so gut wie aufgehört und die Kurse lagen ziemlich unverändert, einzelne Liquidationspfandbriefe zogen etwa 0,25 v. H. an. Stadt- und Staatsanleihen hatten sehr kleines Geschäft bei meist behaupteten Kursen. Deutsche Anleihen, Altbesitz und Schuldbuchforderungen blieben ruhig und gehalten. Von fremden Werten lagen Schweizer Bundesbahn'Anleihen etwa 3 v. H. fester. Sonst notierten: Anatolier 35,25 (35,50), 5 v. H. Goldmexikaner 8,25 (8,50), 4 v. H. Rumänen 3,90 (uno.), Ungar. Goldanleihe 7,25 (uno.). Am Aktienmarkt blieb die Umsatztätigkeit auch in der zweiten Börftn- stunde klein, doch erzielten einige Spezialwerte, so Harpener, Bemberg und Zellstoff Aschaffenburg, nochmalige Besserungen bis zu 1 v. H. Später
bröckelten die Kurse auf Grund der Geschäftsstille hier und da leicht ab. Farben 150,25 nach 150,75. Recht fest kamen noch Rhein. Braunkohlen und Kali Aschersleben mit je + 3 v.H., ferner Felten mit +1,75 v. H. zur Notiz. Der Geldmarkt blieb leicht und Tagesgeld zu 3,25 v. H. unverändert.
Frankfurter 'Abendbörse.
F r a n k fu r t a. M., 26. Juni. An der Adend- borse erhielt sich die feste Meinung für den Aktienmarkt, wenngleich keine größere Publikumsbeteiligung festzustellen war und auch das Kulissen- aeschäft kein nennenswertes Ausmaß annahm. Mit Interesse erwartet man die Ausführungen des Staatssekretärs Reinhardt über die Steuerreform. Im großen und ganzen lagen die Berliner Schlußnotierungen, die meist etwas höher waren als der hiesige Mittagsschluß, gut behauptet, vielfach ergaben sich auch Befestigungen um 0,25 bis 0,50 v. H. Nachfrage erhielt sich besonders nach einigen Elektropapieren. Lahmeyer gewannen 2 v H., ferner waren AG. für Verkehrswesen und Schiffahrtsaktien beachtet, während Farbenindustrie nach gut behauptetem Beginn im Verlaufe der Abendbörse leicht abbröckelten. Auch Lahmeyer gingen um 0,50 v. H. zurück, lagen aber gegen Berlin immer noch 1,50 v. H. fester. Die Börse schloß in freundlicher Haltung.
Stark vernachlässigt war wiederum der gesamte Rentenmarkt, wo allerdings auch die Kurse kaum verändert waren. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 94,90, 6proz. Stahlverein-Bonds 78,75, Reichsbank 153,50, DD-Bank 62, Comerzbank 54,75, Gelsenkirchen 60,75, Harpener 107,25, Ilse Genuß 130, Kali Salzdetfurth 170, Mannesmann 65.25, Phönix 47,50, Rhein. Braunkohlen 234, Rheinstühl 97^50, Aku 63, Bekula 142, Zement Heidelberg 108, Deutsche Erdöl 121,50, Scheideanstalt 208,50,
Hinbermarft in (Sieben.
Auf dem gestrigen Rindermarkt in Gießen standen 450 Stück Großvieh, 62 Fresser und 151 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 300 dis 400 RM., 2. Qualität 180 bis 250, 3. Qualität 110 bis 160; Schlachtkühe a) 130 bis 250, b) 40 bis 90; Rinder, Vi-- bis Xjäljrig, 40 bis 75, %- bis 2jährig 60 bis 135, tragend 160 bis 270 RM.; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 22 bis 32 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Marktverlauf: schleppend, wenig Kauflust, Ueberftanb.
Mainzer Schlachtviehmarkt.
Mainz, 26. Ium. Auftrieb: 20 Ochsen, 14 Bullen, 517 Kühe ober Färsen, 300 Kälber unb 769 Schweine. Notiert würben für den Zentner Lebenbgewicht in Mark: Ochsen al) 27 bis 33, c) 22 bis 26. Bullen c) 23 bis 26. Kühe a) 24 bis 29, b) 17 bis 23, c) 11 bis 16. Färsen a) 28 bis 34, b) 22 bis 27. Kälber b) 32 bis 43, c) 25 bis 31, d) 18 bis 24. Schweine b) 38 bis 42, c) 37 bis 42, d) 35 bis 42. Marktverlauf: Großvieh mäßig belebt, langsam geräumt. Kälber ruhig, langsam geräumt. Sä)weine ruhig, geringer Ueberftanb.
Preußen.
Genoffenschastsarbeit in Dutenhofen.
0 Dutenhofen, 26. Juni. Der hiesige S p a r- und Darlehnskassenverein hielt seine biesjührige Generalversammlung ab. Der Vereins- vorsitzenbe S ch n e i b e r eröffnete bie Versammlung unb begrüßte bie Teilnehmer. An Hanb von Geschäftsbericht unb Bilanz legte ber Vereinsvor- sitzende in längeren Ausführungen ben gegenwärtigen Stanb ber Genossenschaft bar. Er führte aus, baß bie Genossenschaft, aus ber Not geboren, bie Krisenjahre gut überftanben habe. Die 1921 ge- grünbete An- unb Verkaufsgenossenschaft würbe 1924 in eine Spar- unb Darlehnskasse mit Warenverkehr umgemanbelt, um bas Warengeschäft billiger funbieren zu können unb ben Mitgliebern billiges Gelb zu verschaffen. Im Laufe ber Jahre wurde es durch regen Sparverkehr möglich, die Bankkredite durch eigene Mittel zu ersetzen. Die Darlehen wurden in niedrigen Grenzen gehalten und große Kredite überhaupt nicht gegeben. Die Summe der gegebenen Kredite am Jahresschluß betrug 48 674,88 Mark und verteilte sich auf etwa 70 Konten. Während die Darlehnssumme etwa 10 Prozent zurückging, wurden etwa 40 Prozent der gesamten Spareinlagen abgehoben, unb zwar überroiegenb zu Bauzwecken. Es würbe trotz ber starken Beanspruchung oermieben, bie Darlehen prozentual zu verkürzen unb Rückzahlung zu verlangen. Ein weiteres Mittel zur Stärkung ber Genossenschaft liege im Warenverkehr. Jebes Mitglied sei im eigenen Interesse verpflichtet, sich nach Mög- lichkeit am Warenverkehr zu beteiligen. Daß bie Genossenschaft in ber Lage sei, ohne Reichsgenossenschaftshilfe auszukommen, fei nur ben treuen Mitgliebern zu banken. Der burch bie Verhältnisse be- bingte Rückgang im Futtermittelgeschäft sei ausgeglichen worben burch Ausbau im Kleinverkauf. Es müsse erreicht werben, baß jebes Mitglieb Saatgut, Düngemittel unb Brennstoff bestelle. Bei richtiger Einstellung ber Mitglieber sei es möglich, Preise festzusetzen, bie für bie Bezieher günstig sinb unb auch ben notroenbigen Verbienst für bie Genossenschaft sichern. Die Umroanblung ber unbeschränkten in beschränkte Haftung sei vollzogen unb gerichtlich geänbert. Anschließenb würbe bie Bilanz von 1933 vom Vereinsrechner vorgelesen unb im einzelnen erläutert Die Bilanz würbe einstimmig genehmigt unb ber ausgewiesene Reingewinn bem Reservefonbs zugeführt. Dorstanb, Aufsichtsrat unb Rechner würben entlastet.
Für ausscheibenbe Vorstanbsmitglieber würben gewählt: Karl Hahn, August Mehl, Friebrich Gilbert. Friebrich Loh würbe auf Grunb seiner Verbienste als Mitbegrünber ber Genossenschaft unb feiner steten Bereitschaft, ber Genossenschaft zu bienen, als nichtstimmberechtigtes Vorftanbsmitglieb bem Vorftanb zugeteilt (Ehrenmitglieb). Friebrich Müller, Rangiermeister, würbe einstimmig als Aufsichtsratsmitglieb gewählt. Hinsichtlich ber Zinssenkung würbe beschlossen, baß für Einlagen 4 Prozent gegeben werben. Bei Darlehen mußte ber gewogene' Zinssatz mit 6^ Prozent genommen werben. Für 1934 ist eine Senkung auf 6 Prozent vorgesehen. Schließlich würbe noch bas Einheits- ftatut einstimmig genehmigt. Die Aenberungen gegenüber bem alten Statut würben eingehenb be« hanbelt. Anschließenb würbe vom Vereinsvorsteher mitgeteilt, baß auch in biesem Jahre eine Rückvergütung gewährt werben könne.
Kreis Wetzlar.
w. Krofdorf, 26. Juni. Unterzahlreicher Beteiligung der umliegenden Orte feierte die Ortsgruppe Krofdorf der NSDAP, auf ber Burg Gleiberg bas Fest ber Sonnenwenbe. Unter Vorantritt ber Feuerwehrkapelle Krofborf bewegte sich ein langer Zug nach Burg Gleiberg, wo in ben alten Mauern ein riesiger Holzstapel angezünbet würbe. Ortsgruppenleiter Schmibt begrüßte bie Teilnehmer. Eine Totenehrung burch bie Hitler- jugenb schloß sich an. Pg. Reuter (Dornholzhausen) hielt sobann bie Feuerrebe. Er ging bavon aus, baß in ben Mauern biefer alten Burg wohl bie Romantik auf ihre Kosten komme. Wenn man aber geschichtliche Wahrheiten suche, bann müsse man jene Stätten aufsuchen, wo man nicht schlechthin Geschichte, fonbern Vorgeschichte ftubieren könne. Die Mauern aller Burgen sprächen von freien Rittern, aber auch ber tausendfache Schrei ber Leibeigenschaft halle in den Verließen der Burg wider. Dagegen sprächen die Ringwälle anderer Berge, die vielen Spuren unserer Urväter, eine andere Sprache. Die Priesterinnen und Priester in heiligen Wäldern, die Streiter der Berge in ihrer Reine und Natürlichkeit seien ewiges Vorbild. Diese Reine symbolisiere die Art ihrer Feste, unter denen das Fest der Sommersonnenwende den höchsten Platz einnehme. Die Flammen der Sonnen- roenbfeier seien reinigende Flammen, aber auch leuchtende Fanale 'einer eisernen Konsequenz für Volk und Vaterland. Mit einem begeistert aufge
nommenen Sieg-Heil auf Führer unb Vaterland schloß Pg. Reuter seine Rebe. Die Feier würbe verschont burch Sprechchöre ber HI. unb Tänze bes BbM.
0 Hochelheim, 26. Juni. Dieser Tage fand in der Gastwirtschaft Friebrich Jung in Hochelheim bes Jahresversammlung bes Kreis-Schwein e- zuchtoereins Wetzlar zur Zucht bes verebbten Lanbschweines statt. Die Versammlung würbe von Anton Engel (Hörnsheim) eröffnet. Sobann folgte bie Rechnungsprüfung vom vergangenen Jahr; bem Geschäftsführer, Lanbwirtschaftsleh'rer Schwarz, würbe Dank unb Entlastung zuteil, lieber ben Ankauf von neuem Zuchtmaterial und üher die Neuorganisation der Züchteroereinigungen referierte Tierzuchtinspektor Dr. Torhede (Biedenkopf). Von der Neuorganisation in der Schweinezucht wurde besonders erwähnt, daß die kleineren Ortszuchtvereine in Zukunft nicht mehr weiter bestehen sollen. Es ist vorgesehen, im Bereich ber Lanbesbauernschaft Hessen-Nassau sieben Schweinezuchtvereinigungen bestehen zu lassen, für bie Bezirke Oberhessen, Starkenburg, Rheinhessen, Westerwalb, Biebenkopf, Lahn - Dillgebiet unb Rhein-Taunus-Gebiet. Für biefe Bezirke kommen als Geschäftsführer nur bie betreffenden Tierzuchtämter in Frage. Die neu zu bilbenben Züchtervereinigungen ber Lanbesbauernschaft Hessen-Nassau sollen nur einen Vorftanb besitzen, ber sich aus Vertretern ber verschiedenen Züchterbezirke zusammensetzt. Sodan folgte noch ein lehrreicher Filmvortrag, in welchem über Typ und Haltung des früh- und spätreifen Fleisch- und Speckschweines in Wort und Bild Aufklärung gegeben wurde. An dem mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache an.
Amtsgericht Gießen.
Zwei Viehhändler erhielten Strafbefehle über js 30 Mark, da sie außerhalb des Viehmarktgeländes handelten. Gegen diese Strafbefehle legten die Angeklagten Einspruch ein. Die gestrige Hauptverhandlung wurde zwecks Einholung weiterer Informationen abgesetzt.
Große Strafkammer Gießen.
Die Kammer hatte sich gestern mit dem Karl Mickel aus Nieder-Mockstadt unb bem Wilhelm Sell heim aus Ober-Mockstabt zu befassen, benen bie Anklage gemeinschaftliche Urkundenfälschung in Tateinheit mit Untreue zum Vorwurf mochte. Mickel gab zu, als Rechner ber Markgenossenschaft Nieber-Mockstabt bei Holzversteigerungen in 2 9 0 0 Fällen bie Dersteigerungsprotokolle ab» aeänbert, b. h. bie Steigpreise herabgesetzt unb über erhebliche Beträge zum Nachteil ber Mark verfügt zu haben. Die dadurch sich ergebenden Mindereinnahmen beliefen sich auf rund 17 000 Mark. Der Angeklagte S e 11 h e i m , der als Markmeister tätig war, bestritt jede Schuld an ben Unregelmäßigkeiten. Die umfangreiche Beweisaufnahme — es würben allein 14 Zeugen gehört — ergab bie Schulb bes Angeklagten Mickel. Sell- Heim würbe freigesprochen, währenb Mickel wegen fortgesetzter Urkunbenfälschung in Jbealkonkurrenz mit Untreue unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängnis st rase von einem Jahr unb a ch t Monaten verurteilt würbe. Die Untersuchungshaft seit 1. Novern- ber vorigen Jahres wirb bem Angeklagten angerechnet.
Rundfunkprogramm.
Donnerstag, 28. Juni.
5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmelbungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Werbekonzert. 10.30: Eigene Senbung. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche unb Haus. 11.50: Sozialbienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, Saarbienft. 13.10: Nachrichten aus dem Senbebezirk. 13.20: Mittagskonzert. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert. 14.30: Nachrichten. 14.40: Kinberstunbe. „Kalif Storch". Ein Märchenspiel für Kinber. 15.40: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert bes Leipziger Sinfonieorchesters. 17.30: Abolf Ehrt, Hans Roben: „Terror". Hermann Fehft: „Bolschewismus und Judentum". 17.451 Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Rasse. 18.25: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: Das Leben spricht! 19: Grenzstädte I. Konstanz — Lörrach — Breisgau — Kehl. 20: Nachrichten und Mitteilungen aus dem kulturellen Leben. 20.15: Reichssendung: Stunde der Nation. „Schönes Samland". 20.45: Orchesterkonzert. 22: Volksmusik. 22.20: Nachrichten. 22.35: Saarlauf des Jungvolks. Ein Hörbericht vom Römerberg, Frankfurt a. M. 22.45: Nachrichten aus bem Senbebezirk. 23: Nachtkonzert bes Magbeburger Kulturorchefters. 24 bis 1: Nachtmusik.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.21L
^ranffuri a.Ul
25.6.
26.6.
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27,75
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TinitW «rbN
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62
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154
23,65 142
82,5
110,9 66,75 108,4 99,65
91
150,5 126,5
7,25
6,55
7
8,25
7,65
77 121,5 60,75 107,4
74,5
168 130,5 71,25 65,25
1,15
7,25
6,6
6,9
8,5
7,5
pamlmte.»mert!a.*Batet .... Hamburg-Südam. Dampfschiff . Hansa-Dampfschifs Norddeutscher Lloyd W.®. für Verkehrswesen QÜt .. Berliner Handelsgesellschaft ... Lommer». und Prtoat-Bank ... Deutsch« Bank und DiScontr»
Desellschast..............
Dresdner Bant Reichs baut *1
7,2 6,75 7,05
8,1
3,8
35,13
Buenos Aires Brüssel.....
Rio de Jan. . Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
HelsingforS.. Parts ......
Holland .... Italien Japan ......
Jugoslawien. Oslo..... :
Men.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien..i. Prag.......
Budapest ... Neuyort...
7,3 6,65 7,15 8,25
33 63,65 89,5 54,5
4% Oesterretchtfche (Dolbtente...
4,20% Oesterreichtsche Silberrentr 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V,% deSgl. von 1918..........
fc% abgest. Soldmexikaner von 99 4% Dürkilchr Zollanleihe von 1911
*.».».......................
Bekula Q
Dektr. Lieferungsgesellschaft«
Licht unb »Taft
Selten & Guilleaume q
Gesellsch.s.Elektr. Unternehmung. 6
Rheinische (Hettdiltäl ?
Schuclert S Co..............5
Siemens L Halüke 7
Lahm« per » Co. 10
Berlin
b-ne
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Hohe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. — Reichsbankbiskont 4 o. H., Lornbarbzinsfuß 5 v. H.
dörse
Datum
4% desgl. Serie II ...........
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4%%Rumän.vereinh.Rentev.l913
4% Rumänische vereinh. Rente ..
t%% Anatolier .......
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I Bien—Köln-Reuesse» lergbau .............
lergbau Genüsse erwerke .............
vianneSmonn-LLunn»......
Franktun a. JJl
Berlin
Schluß» turt
Schlußk. Abend- Wrft
Schluß tert
Schlußk Mittag» bSlle
Datum
256
26.6
25.6
26-6-
•% Deutsche Retchsanlethe v. 1927
95
93,75
95,5
94,25
S%ehem.7%Dt.RetchSanl.v.l939
99,7
99,5
99,75
99,6
6Yi% Doung-Anleih« von 1980 ..
91
90,8
91
—
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
94,9
Aullos.-Rechten .......
96
96
95
DeSgl. ohne AuSlol.-Rechte......
—
—
—
4% ehem.8% Hess. BolkSstaal 1929
90,5
90
(rückzahlb. 102%) ..........
■—
89,25
•% Hess. Landesbank Darmstadt Sold R. 12
90
89
89,5
89,5
6y?% Hess. LandeS^ypotheken» bank Darmstadt Ltaut.....
_
88,75
89
_
vberhessen Provinz-Anleih« mit
95
96
Auslos.-Rechten
•—
•—
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
95,5
95,13
94,75
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
95
6% edem. 8% Franks. Hyp.-Bank
88,5
89
88,75
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
90
4% ehern. 1% Franks. Hyp.-Bank Soldpse. 16 unkündbar bis 1986
_
88,25
89,25
—
454% ehem. 4%% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu.-Pfandoriese.. ..
_
88
89
—
%Yi% ehem. 4 /,% Rheinische
89,5
89,5
Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.
—
6% ehem. 8% Pr. LandeSpfan^ brtesanstalt, Psandbriese R. 19
<% ebem. 7% Pr. Lande-Pfand- brtesanstalt, Pfandbriese R. 10
91
91,5
91,5
91
91,5
92
92
_
Steuergutsch. Verrechnungskurs
—
101
—
101
Frankfurt a. M.
3erlin
Gchluß» kurS
Schlußk. Abend» börse
Schluß» fürs
Schlußk. Minag» Mrfe
Datum
25-6
26-6
25-6-
26-6.
Mansselder Bergbau ..
.......0
76
78,25
75,5
78,5
Kokswerke .......
....... 0
92,9
—
—
93
Phönix Bergbau......
47,75
47,5
47,75
47,75
Rheinische Braunkohlen
.....10
233
234
233,5
233,5
Rhetnstahl
.......0
97
97,5
97
97,13
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
40,65
40,5
41
40,9
Otavi Minen ...
.......0
14,5
13,8
14,5
14
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
121,5
125,25
120,75
126
Kaliwerke Westeregeln .
.......6
120
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120
125,5
Kaliwerke Salzdetfurth
.....7V,
163
—
162
170,75
I. G. Farden-Jnoustrie
.......7
150
150
150
150,25
Scheideanstalt........
.......9
——
208,5
207,75
—
Goldschmidt .........
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66,75
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67
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RütgerSwerke.......
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39
39,25
38,25
39,5
Metall gesell Ich ast......
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—
84,13
83,75
85,25
Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt. -
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60,5
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62
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107,5
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125,5
125,5
Schultheis Panenhoser
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—
108
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Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
60,5 66
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60,25
62,5
Bemberg..........
.......c
69,5
65,5
69,5
Zellstoff Waldhof .....
.......0
48,5
48
47,5
48
Zellstoff Aschaffenburg
.......0
49,5
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—
133
132,5
Daimler Motoren.....
.......C
48,5
48,5
48,75
48,4
Deutsche Linoleum ....
Oren stein & Koppel ...
.......0
60
59
59
58,9
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—
—
64,25
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19,5
19,75
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khade ...............
L«u muIatoven-FabrS
.......1C
184
—
184
.......0
192,5
193,5
191
193,5
lonti-Ohnnmt........
.......0
137
134,5
—
1 134
Grttzner.............
Mainkraftwerke Höchst
..... 0
| 22,4
1 22,5
1 22,75
I 21,25
0.UU.. 4
72,9
72,75
Süddeutscher Zucker ..
....... 6
1 180
1 180
180
181
25-Iuni
26.3unl
Amtliche Notierung
(Seih | 3riei
Amtliche Notierung (Selb | Drie
0,608
0,612
0,603
0,607
58,58
58,70
58,61
58,73
0,189
0,191
0,189
0,191
3,047
3,053
3,047
3,053
56,39
56,51
56,34
56,46
81,67
81,83
81,67
81,83
12,625
12,655
12,615
12,645
5,584
5,596
5,579
5,591
16,50
16,54
16,50
16,54
169,73
170,07
169,73
170,07
21,48
21,52
21,51
21,55
0,749
0,751
0,747
0,749
5,664
5,676
5,664
5.676
63,44
63,56
63,39
63,51
48,45
48,55
48,45
48,55
11,49
11,51
11,48
11,50
65,08
65,22
65,03
65,17
81,47
81,63
81,52
81.68
34,32
34,38
34,32
34,38
10,44
10,46
10,44
10,46
. ■
—
— ■ ■
1 —
2,510
2,516
2,511
2,517
Bantnoten.
—
7,8
7,8
4,5
4,5
4,25
6,65
—
6,5
4
3,9
3,9
—
35,25
35,25
28,13
28
28
—
—
—
—
—
_
33
33
33,13
62,4
64
62,5
89,5
89
89
53,75
54,25
53,75
63
62
63
65,75
65,25
65,75
155,25
153,5
156
23,4
23,4
23,5
141.65
142
141,5
85
83,75
85,25
109
111
110
64,75
67,25
61
104,65
108,75
105,5
91
91,25
91,25
147
150,5
147,25
125,75
128
125,25
77,5
76,25
76,5
119,65
121,5
119,75
60,9
60,75
61
105
107,25
104,5
73,9
—
167
—
166
126,5
130
126
70,5
70,75
70,75
65,75
65,25
65,25
LerUn, 26. Juni
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
2,464
2,484
Belgische Noten..................
58,45
58,69
Dänische Noten .................
56,19
56,4!
Englische Noten .................
12,57
12,63
Französische Noten...............
16,46
16,52
Holländische Noten...............
169,31
169,99
Italienische Noten................
21,39
21,47
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
63,22
63,48
Rumänische Noten.............
—
—
Schwedische Noten...............
64,87
65,13
81,34
81,66
Spanische Noten.................
Ungarische Noir»
34,18
34,32


