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Deutsche Kolonial-Gedenkmarken.

Die neuen Marken, die anläßlich der Kolonial-Gedenkfeiern von der Reichspost heraus- gegeben werden. Sie zeigen die Köpfe von Männern, die sich um den Erwerb der früheren deutschen Kolonien besonders verdient gemacht haben. So trägt die 3-Pfennig-Marke das Bildnis von Franz Lüde ritz, die 6-Pfennig-Marke das von Gustav Nachtigal, die 12-Pfennig-Marke das von Karl Peters und die 25-Pfennig-Marke das von Hermann von Wißmann.

Oberheffen.

Kreis Schotten.

# Ulrichstein, 26. Juni. Gestern abend schlug hier der Blitz in eine der hohen Fichten, welche unterhalb der Stadt die Ohmstraße säumen. Der Baum wurde so stark beschädigt, daß er be­seitigt werden mußte.

Kreis Lauterbach.

LPD. Lauterbach, 26. Juni. In der Nähe des Schlosses Eisenbach bei Lauterbach ereignete sich beute mittag ein tödlicher Motorradun­fall. Der 20jährige Angehörige des Arbeitsdienst- laaers Alsfeld Geora Salz mann aus Bad-Nau- heim verlor aus unyekannten Gründen die Gewalt über seine Maschine; er stürzte und blieb tot liegen.

Daten für Donnerstag, 28. Juni.

1813: der preußische General Gerhard v. Scharn­horst in Prag an einer bei Großgörschen erlittenen Wunde gestorben (geboren 1755); 1865: der Dich­ter Otto Julius Bierbaum zu Grünberg (Schlesien) geboren (gestorben 1910); 1914: Erzherzog-Thron­folger Franz Ferdinand von Oesterreich-Este (ge­boren 1863) und seine Gemahlin in Serajewo er­mordet; 1919: Unterzeichnung des Diktates von Versailles.

Kunst und Wissenschaft.

Kreis Friedberg.

LPD. Friedberg, 26. Juni. In. einem dich­ten Waldstück bei B u r g - G r ä f e n r o d e in der Nähe von Ilbenstadt wurde gestern eine männ­liche Leiche aufgefunden, die nach der bereits eingetretenen Verwesung schon seit längerer Zeit dort gelegen haben muß. Wie die Ermittlungen ergeben haben, handelt es sich um die Leiche des 26jährigen Schlossers Max P re scher aus der Gegend von Neiße (Schlesien), der auf Wander­schaft war. Nach dem vorliegenden Beweismaterial hat der Mann, der krank und in den Kliniken von Gießen und Marburg in Behandlung war, s i ch mit Veronal vergift et.

Kreis Büdingen.

* Nidda, 26. Juni. Bürgermeister Heinrich Rullmann, der bereits seit einigen Monaten beurlaubt ist, hat dieser Tage ein Gesuch an das Kreisamt eingereicht und um Versetzung in den Ruhe st and gebeten. Bürgermeister R u l l - mann wird am 1. Januar des kommenden Jah­res 60 Jahre alt. Er hat in etwa vierjähriger Ar­beit in der Leitung unserer Gemeinde mit großer Tatkraft gewirkt. Die Errichtung der Realschule, die Fertigstellung des Ortsbauplanes, die Anlegung vieler Wege, die Herstellung des Straßenzuges BahnhofstraßeLudwigstraße, die Niddaregulierung, die Umwandlung des alten Friedhofs in einen Park, der Ausbau der Kraftschen Brauerei zum Arbeitsdienstlager und nicht zuletzt die Schaffung des Schwimmbades find seiner Initiative zu dan­ken. Bürgermeister R u l l m a n n stellte stets seine ganze Arbeitskraft in eifrigem, selbstlosem Stre­ben dem Wohl der Gesamtheit zur Verfügung.

Kreis Alsfeld.

N. M e r l a u , 26. Juni. Am vergangenen Sonn­tag fand im Stützpunktbezirk Merlau bei Gastwirt Hörle eine öffentliche Versammlung statt, die im Zeichen des Kampfes gegen die Miesmacher stand.

Stützpunktleiter Pg. Münch eröffnete die Ver­sammlung. Der Redner Pg. Scheiber (Vaden­rod) schilderte in klarer Weise das Werk der Mies­macher, Nörgler und Kritiker, die in allen Ständen heute noch vertreten seien. Mit einem Siea-Heil auf den Führer und mit dem gemeinsam gesunge­nen Deutschlandlied fand die Versammlung ihren Abschluß.

# Ober-Ohmen, 25. Juni. Don der Wirt­schaftZur Krone" aus bewegte sich am Samstag­abend unter dem Vorantritt des Spielmannszuges des Jungvolkes die Jugend und ein Teil der Ein­wohnerschaft in geschlossenem Zug nach dem hoch­gelegenen Punkt an derEidache", um dort an einem riesigen Feuer Sommersonnenwende zu feiern. Ortsbauernführer Jäger bewill­kommnete die Erschienenen und unter dem Gesang Flamme empor" loderte alsbald der mächtige Holz­stoß in hellen Flammen auf. Sodann ergriff Lehrer Jung das Wort zu einer Ansprache, in der er auf die Bedeutung und den Sinn des Sonnen­wendfeuers hinwies: Wenn heute auf allen Ber­gen in Deutschland Freudenfeuer brennen, so soll­ten wir angesichts der Flammen immer daran er­innert werden, daß uns ein Mann vor dem Un­sinn des Kommunismus bewahrt habe. Ihm und allen denen, die im braunen Ehrenkleid ihr Leben gelassen hätten, gebühre unser Dank. Aber gleich­zeitig wollten wir auch in dieser Stunde der Toten des Weltkrieges gedenken durch gemeinsamen Ge­sang des LiedesIch hatt einen Kameraden". Nach­dem das Lied verklungen war, erinnerte Lehrer Jung an den großen Brand vom vergangenen Montag, wobei sich wahre Volksgemeinschaft ge­zeigt habe. Mit erhobener Hand leisteten hierauf alle Anwesenden unter Vorspruch des Redners den SchwurLaßt uns sein ein einig Volk von Brü­dern, in keiner Not uns trennen noch Gefahr ..." Gemeinsam sangen dann alle Teilnehmer das Deutschlandlied und den ersten Vers des Horst- Wessel-Liedes.

Die Goethe-Medaille

für Professor Dr. John Meier (Freiburg).

Reichspräsident von Hindenburg hat dem Vorkämpfer für die deutsche Volkskunde, dem Uni­versitätsprofessor Dr. John Meier in Freiburg, zu dessen 70. Geburtstag die große goldene Goethe- Medaille verliehen. Die Verleihung bedeutet eine ehrenvolle Anerkennung der großen Verdienste John Meiers um die wissenschaftliche Erforschung und die Pflege deutschen Volkstumes, vor allem des Volks­liedes.

Berliner Frühbörse.

B e r l i n, 27. Juni (DNB. Funkspruch). Im vor­börslichen Frühverkehr bildete die neue Steuer­reform das Hauptgesprächsthema. Man b e grüßte d i e großen Grundlinien des Steuerplanes, die schon jetzt eine wesentliche Verbesserung erkennen lassen und zweifellos auch zu einer vollen Wiederherstellung der Steuerehrlich, feit führen werden. Der Passus über die Ermäßi­gungen der Steuerschuld bei Instandsetzungen oder Ergänzungen dürfte nicht nur im weiteren Kampf gegen die Verminderung der Arbeits­losigkeit einen Erfolg versprechen, sondern auch für die Unternehmungen selbst Froße Erleichterungen bringen. Die Möglichkeit einer Erhöhung der Börsen­umsatzsteuer zwecks Unterbindung wilder Aktien­spekulationen fand Beachtung, dürfte aber im Augenblick weniger stören, da die F e st i g k e i t der Aktien in den letzten Wochen zu einem großen Teil auf Auslandskäufe zurück­zuführen ist.

Interesse zeigte sich für Brauereiwerte auf die zu erwartende Senkung der Biersteuer. Farben wurden mit etwa 150 taxiert. Renten lagen ruhig. Man wartet ab, ob in der nächsten Zeit eine Ent­scheidung in der Zinsfrage fällt.

Der Dollar war mit 2,502, das Pfund mit 12,60 und London-Kabel mit 5,03 zu hören.

Ins Reichsernähnmgsnnnisterium berufen.

Werner W i l l i k e n s, der Präsident des Reichs- landbundes, wurde unabhängig von seinem Posten als Staatssekretär im Preußischen Land­wirtschaftsministerium im Zuge der Reichs­reform ins Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft berufen und mit der Leitung zweier Abteilungen betraut.

Max Pattenberg f.

Auf dem Karlsbader Flugplatz ereignete sich Diens- tag mittag eine folgenschwere Flugzeugkatastrophe. Ein Flugzeug der tschechoslowakischen Aero-Linie verlor kurz vor der Landung als sich die Maschine schon über dem Flugplatz befand, ein Steuer. Das Flugzeug stürzte aus etwa 100 Meter Höhe herab und bohrte sich tief in die Erde. Der Flugzeug- führer und die beiden Fahrgäste wurden getötet Einer der Fahrgäste war der Schauspieler Max Pallenberg.

Jakob Müller, Gastwirt

im Alter von 68 Jahren.

Heuchelheim, den 27. Juni 1934.

In tiefer Trauer:

3801 D

Gießen (Rodheimer Str. 81), den 26. Juni 1934.

Die Beerdigung findet Freitag, den 29. Juni, nachmittags 2 Uhr, auf

dem Neuen Friedhof statt

3814 D

Gießen, den 26. Juni 1934.

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03253

Großes

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Elise Schmidt und Kinder.

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vom 30. Juni bis 2. Juli.

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Unterfertigter bedauert das Ableben ihres 1b. A. H.

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Gießen, den 27. Juni 1934.

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1 ur die vielen Beweise innigster Teil­nahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sprechen wir'hiermit unse­ren herzlichsten Dank aus.

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im Atter von 68 Jahren. Dir bitten Freunde und Äekannfe um stille Teilnahme.

Die Beerdigung findet Freitag, den 29. Funi, 14.30 Uhr, in Roßdorf bei Darmstadt statt.

Dorlar, den 26. Juni 1934.

Todesanzeige.

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Luise Müller, geb. Koch

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem

Heimgänge unserer lieben Entschlafenen, sowie für

die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel sagen wir herzlichen Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Josef Gentner.