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Die Deutsche Arbeitsfront als Organisation der 30 Millionen wird am 1. 2H a i eine Aufnahmesperre verhängen. Wer will heute noch sich aus der großen volksverbindenden Gemeinschaft aller Schaffenden der Stirn und der Faust freiwillig ausschliehen? Tretet noch heute der Deutschen Arbeitsfront bei!
endet ist.
Am 2. Mai wird in den Römerhallen in Frankfurt eine Ausstellung eröffnet, die „unfern Gau in Landschaft, Volk und Arbeit" zeigen soll. Die Darstellungen über den Gau als Arbeitsstätte werden einen wesentlichen Teil der Ausstellung einnehmen. Das Werk der Autobahn wird durch zahlreiche Schaubilder und Karten veranschaulicht werden, vor allem auch durch eine Uebersicht „Die Autobahn als Arbeitgeberin", die zeigen soll, welche Industriezweige an Lieferungen für den Bau der Autobahn beteiligt sind. Von den weiter in der Abteilung „Arbeit" gezeigten Darstellungen sei genannt ein großes Schaubild über den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Gaugebiet in 25 verschiedenen Berufsgruppen, ferner aus dem Bereich des Arbeitsdienstes neben einer Karte der Arbeitslager des Gaues eine Uebersicht über den Tagesablauf in einem Arbeitslager, die durch zahlreiche Bilder erläutert wird.
Großes Kufturbauproiekt in Wißmar.
O Wißmar. 24. April. Unsere Gemeinde beabsichtigt, größere Waldflächen tn Kulturland umzuwandeln. Zu diesem Zwecke fanden Besprechungen zwischen der Gemeindevertretung und der Forstbehörde statt, an denen auch der Landrat und der Kreisbauernführer teilnahmen.
Der Ortsbauernführer schilderte die Lage, in der sich die Gemeinde zur Zeit befindet. Die Gemeinde Wißmar besitze 717 Hektar Wald und 487 Hektar Ackerland. Im Verhältnis zu dem Waldgelände sei für die große Gemeinde zu wenig Kulturland vorhanden. Insbesondere sei großer Mangel an Futter, da die geeigneten Wiesen- und Futterflächen fehlen. Alljährlich werden in der Gemeinde für 7000 Mark Heuqras von auswärts eingeführt. Die Schafzucht fei infolge zu geringer Weide zurückgegangen. Früher bestanden in der Gemeinde zwei Herden Schafe, heute nur noch eine. Die Betriebsgrößen verteilen sich wie folgt: Erbhöfe (also Betriebe über 30 Morgen) 6, Betriebe von 20 bis 30 Morgen Größe 15, Betriebe von 15 bis 20 Morgen 16, Betriebe von 10 bis 15 Morgen 8 und von 5 bis 10 Morgen 37. Die Zusammenlegung der Grundstücke hat schon im Jahre 1906 stattgefunden. Es wäre für die Gemeinde von großer Bedeutung, wenn größere Flächen Waldlondes, vielleicht ein Drittel der Gesamtfläche, in Kulturland umgewandelt würden. Dies würde auch der Arbeitsbeschaffung zugute kommen, zumal in der Gemeinde noch über 80 Wohlfahrtserwerbslose und ebenso viele Erwerbslose vorhanden sind. Die Verteilung des Landes nach der Rodung hätte so zu erfolgen, daß die eine Hälfte des neugewonnenen Landes zur Schaffung von Erbhöfen, die andere Hälfte dazu verwandt würde, die kleineren Bauern krisenfest zu machen, d. h. daß sie aus der Fürsorge herauskommen. Von großer Wichtigkeit für die Gemeinde fei auch die Schaffung einer Viehweide. Geeignetes Gelände hierfür sei vorhanden.
In der Besprechung wies Landrat G r i l l o darauf hin, daß jetzt unter allen Umständen für die Arbeitsbeschaffung, sowie auch für die Landwirte etwas aetan werden solle. Bedauerlich sei, daß die letzte Notstandsmaßnahme seitens der Gemeinde nicht in Angriff genommen worden sei. Die Vorarbeiten zur Vornahme der Rodung seien mit größter Beschleunigung durchzuführen._________________
„Unser Gau in Landschaft, Volk und Arbeit/'
Ausstellung in den Römerhallen zu Frankfurt a. 7N.
Unser Gau kann stolz darauf sein, daß in seinem Bezirk der Ort liegt, von dem aus der Führer im vergangenen Herbst den Bau der deutschen Reichsautobahnen eröffnete. Diese Tat und diesen Tag wird keiner von den vielen, die ihn miterlebten, vergessen. Wenn der 30. Januar 1933 der Tag ist, an dem der Nationalsozialismus zum Durchbruch kam, der Tag, an dem sich Führer und Volk in einem Treuebund zusanvnenfanden, so gewinnt der 23. Sept. 1933, der Tag an dem das Werk der Reichsautobahn in Angriff genommen wurde, feine Bedeutung durch den Bund, der dort dicht am Ufer des Mains geschloffen wurde zwischen dem Führer und der Arbeit. Diese Tat war das Bekenntnis eines Volkes, das Bekenntnis, daß ein Volk nicht unterzugehen vermag, solange es die Kraft und den Willen zur Arbeit hat. Aus dem einen Arbeitswagen, den der Führer dort an der ersten Baustelle mit eigener Kraft vollschaufelte, sind viele Wagen geworden, Tausenbe, Zehntausende Wagen, die von vielen Armen gefüllt wurden. Die Arbeit ist im Gange und sie wird nicht ruhen, bis das Werk voll-
Anfchließend fand eine Besichtigung der in Frage kommenden Walddistrikte durch den Kreisbauernführer und den Kreistiefbaumeister statt. Die Besichtigung ergab, daß der Boden geeignet ist und gute Lage und hiebreife Bestände vorhanden sind. Im Distrikt Homberg können rund 25 Hektar gerodet werden. Die Holzbestände sind 70- bis 80- jährige Kiefern und 50- bis 60jährige Fichten. Das Waldgelände ist besonders zur Rodung geeignet, weil es mitten in das Kulturland vorstößt. Da hier jedoch mit größeren Waldbeständen zu rechnen ist, kann die Abholzung und Rodung erst nach und nach erfolgen und voraussichtlich auch erst im kommenden Winter begonnen werden. Für eine Viehweide käme der Distrikt „Teufelsberg" in Frage. Hier handelt es sich um einen Distrikt „Niederwald", wo mit der Holzfällung und der Rodung sofort begonnen werden könnte. Zu weiterem Kulturland wäre geeignet der Distrikt 17 (Assel- bach); hier handelt es sich um sehr gutes Land, etwas hängig, jedoch Südabhang. Der Holzbestand sind fünf- bis achtjährige Fichten, die Größe beträgt etwa 15 Hektar. Der Schaden, der hier an dem Holz entstehen würde, wäre gering, da ein großer Teil der Fichten als Weihnachtsbäume verwandt werden kann, durch deren Erlös die Kulturkosten wieder hereingebracht würden.
Die vorliegenden Projekte sollen nunmehr der Forstbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Man hofft, daß diese sehr schnell die Entscheidung trifft, damit insbesondere Arbeit für die vielen Erwerbslosen unserer Gemeinde geschaffen wird.
Kreis Wetzlar.
co Rodheim a. d. Bieber, 24. April. Am Sonntagabend hielt der hiesige Kriegerverein im Benderfchen Saale eine ordentliche Monatsversammlung ab, die angesichts der Wichtigkeit der Tagesordnung recht guten Besuch aufwies. Der Vereinsführer, Kam. M ü f f e n e r , eröffnete die Versammlung mit herzlichen Begrüßungsworten, die er besonders an die neueingetretenen dreizehn Kameraden richtete, die für die Kyffhäuferfache verpflichtet werden sollten. Die feierliche Verpflichtung durch Handschlag auf die Ziele des Kyffhäuserbun- des fand ihren Abschluß in dem Gesang des ersten Verses des Hymnus „Ich hab mich ergeben". Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten, die sich besonders mit den Vorbereitungen für die in Rodheim am 6. Mai stattfindende feierlicheWeihe der neuen Kyffhäuser Bundesfahnen aus der Kreisgruppe Wetzlar befaßte. Der Kriegerverein Rodheim a. d. B. — so sagte der Vereinsführer — müsse es sich zur Ehre anrechnen, daß diese großartige Veranstaltung in Rodheim stattfindet, er müsse deshalb auch alles tun, um den vielen Kameraden von außerhalb den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu machen. Es muß damit gerechnet werden, daß außer 20 Vereinen, für die das Erscheinen Pflicht ist, noch eine große Anzahl von Gastvereinen von nah und fern antreten wird Der Verlauf der Veranstaltung dürste sich wie folgt gestalten: Um 10 Uhr im Benderfchen Lokale Dereinssührertagung, die etwa bis 13 Uhr sich ausdehnen dürfte. Anschließend um 13 Uhr gemeinsame Feldküchenverpflegung für alle Teilnehmer im Benderfchen Gartenlokal (Portion Speckerbsen 50 Pf.). Um 14 Uhr Antreten zur Aufstellung auf dem Schulhof, dortselbst Feldgottesdienst und Bannerweihe, hierauf Abmarsch zur Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal, anschließend Rückmarsch durch die Hauptstraßen des Dorfes zu Benders Gartenlokal, wo die Kameraden bis zu ihrer Heimreise zwanglos verbleiben Erwähnt sei noch, daß die Festmusik von der Gießener SA.-Reserve gestellt wird, während der Wetzlarer Kriegerverein den Spielmannszug stellt. Zwilchen Wetzlar und Rodheim verkehren am 6. Mai Reichspoftautobusse nach Bedarf. Die Gemeinde Rodheim wird an diesem Tage Feiertagsgewand anlegen und in jeder Beziehung bemüht sein, ihren Gästen den Aufent- : halt in ihren Mauern so angenehm wie möglich zu ; machen. Besonders der Kriegerverein, der unter der i Führung des Kam. Oskar Müssen er sich so ge- 1 wattig aufwärts entwickelt hat. wird es an nichts 1 fehlen lassen, den auswärtigen Kameraden erhebende . und eindrucksvolle Stunden zu bereiten. Nach der Erledigung umfangreicher interner Vereinsange- - legenheiten schloß gegen 23 Uhr der Kamerad-Vor- 1 sitzende die arbeitsreiche Tagung mit einem begeistert ! aufgenommenen Sieg-Heil auf unseren greifen ‘ Feldmarschall, den geliebten Führer und unter deut- ' sches Volk und Vaterland, worauf der erste Vers - der Nationalhymne gesungen wurde. Und nun: - An die Arbeit. Kameraden! Wenn jeder an seinem
Platze seine Pflicht tut, dann muß der 6. Mai ein
ihren Ausklang.
Kirche und Schule
DieNeuordnungderHessiftbenDekanate
EPH. Das Gesetz- und Verordnungsblatt der Landeskirche enthält in feiner neuesten Nummer Gesetze über die Gliederung der Propsteien in Dekanate und über die Dekane. Die Dekanate der bisherigen Landeskirche in Hessen und die Kirchenkreise in der bisherigen Evangelischen Landeskirche in Nassau bilden die Dekanate der neuen Landeskirche. Die Propstei Frankfurt wird in die Dekanate Frankfurt-Ost und -West geteilt. Veränderungen und Vereinigungen finden nur in den Dekanaten Wiesbaden - Stadt und -Land, St. Goarshausen, Eronberg, Homburg und Wallau statt, welches letztere ganz aufgelöst wird, lieber die Dekane wird bestimmt, daß sie die geistlichen Führer des Dekanates sind.- Sie führen unter Oberaufsicht des Propstes die Aufsicht über die Pfarrer und Kandidaten ihres Bezirks. Sie haben die Pfarrer amts- Srüderlich zu beraten und über ihre Amtsführung, Fortbildung und ihren Wandel zu wachen. Sie sollen die Gemeinschaft unter den Geistlichen fördern und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeinden mit der Gefamtkirche stärken. Sie sind für die Entfaltung des kirchlich-religiösen Lebens im Dekanat dem Landesbischof verantwortlich. Sie erstatten dem Probst fortlaufend Bericht, Sie werden vom Landesbischof ernannt. Mit diesen Gesetzen wird die kirchliche Neuordnung in Hessen und Nassau ein gut Stück weitergeführt.
Arbeitstagung des Oberhessischen Vereins für die Basler Mission.
)( Hungen, 26. April. Unter dem Vorsitz von Dekan Gußmann-Kirchberg fand im „Solm- fer Hof" dahier eine Arbeitstagung des Oberheffifchen Vereins der Basler Mission statt, zu der die Vertrauensmänner der einzelnen Dekanate Oberhesiens und verschiedene Freunde der Basler Mission zahlreich erschienen waren.
Die Tagung wurde nach Begrüßungsworten des Leiters mit einer Andacht von Missionar Walther- Gießen über Jesaia Kap. 40 Vers 28 bis 31 eröffnet. Miffionsinfpektor Huppenbauer von der Basler Mission hielt darauf einen Vortrag über „Die Lage der Basler Mission in der heutigen Zeit." Ausgehend von dem Jahr nationalsozialistischer Aufbauarbeit im deutschen Volk zeigte der Redner in tiefschürfenden Ausführungen die Wirkungen der Vorgänge auf die Basler Mission von Staat und Volt, sowie die Kirche und den Weltanschauungen her. Der Staat als solcher hat keine Stellung zur Mission genommen, aber der Außenminister hat die deutsche Missionsarbeit als einen der stärksten Aktivposten Deutschlands zu den anderen Völkern bezeichnet. Die Bestrebungen, die Mis-
Reiz auf alle Zuhörer aus, immer und immer wieder behalten diese schwungvollen Wiener Walzer ihre Jugendkraft. Die Sängerin Frl. Leni Gehrig fang mit ihrem wundervoll klaren Coloratursopran die Walzer „Frühlingsstimmen" und „Dorfschwal- ben" .und erntete dafür großen Beifall. Zwei Tänzerinnen, Frl. D u e n \ i n g und Schm i b t • Frankfurt, zeigten ihre Kunst in schönen Strauß- schen Tänzen. Harry (Nobler vom Südwestfunk sprach als Ansager die verbindenden Worte mit unvergleichlichem Humor und rief durch seine treffenden Witze wahre Lachsalven hervor. Der stellv. Gaupropagandaleiter, Pg. Müller, Frankfurt, sprach zündende Worte über die Bedeutung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Kreisbe- triebszellenleiter Schneidmüller entbot den Willkommensgruß und Dank an alle Stellen, die durch ihre Spenden das Zustandekommen des Abends ermöglicht hatten. Der Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltung, die ganz im Geiste einer wahren Volksgemeinschaft verlief, war auf das Beste erreicht. Möchten weitere volksbildende und erhebende Abende dieser Ars folgen.
Kreis Alsfeld.
n. Flensungen, 26. April. Die hiesige N S. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete im Saale von Reiz einen Heimatabend. NSBO.-Kreiswart Erb- Nieder-Ohmen berichtete zunächst über die Ausgestaltung der Feiern am 1. Mai. Hierauf sprach Pg. Lehrer Schmoll- Elpenrod über bas deutsche Volkslied, wobei er seine Darlegungen durch Lichtbilder bereicherte. Zu den einzelnen Bildern wurden gemeinsam passende Volkslieder gesungen. Der von feinem Humor und frohem Wesen erfüllte Vortrag brachte die Versammlung in beste Stimmung. Der Gesangverein und der Spielmannszug der HI. und ID. trugen zur Verschönerung des Abends bei. Der BdM. erfreute durch einige Volkstänze. Sämtliche Darbietungen wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Mit einer Huldigung für den Führer fand
Kreis Friedberg.
§ Münzenberg, 23. April. Zur Eröffnung des neuen Schuljahrs und anläßlich der Aufnahme der Schulanfänger fand in Münzenberg und in Trais-Münzenberg je ein S ch u l g o 11 e s - dienst statt. Die von Liedern und Gebeten umrahmte Ansprache des Ortspfarrers gründete sich auf Lukas II, Vers 52: „Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen". In Münzenberg hatte die Aufnahme der Kleinen schon vorher stattgefunden, in Trais-Münzenberg schloß sie sich an den Gottesdienst an. — .Der Volkstag der Inneren Mission wurde in . beiden Gemeinden mit Gottesdiensten eröffnet, in denen zum Bekenntnis der Tat und der Liebe aufgerufen wurde. Die Haussammlung für die Innere Mission erbrachte das erfreuliche Ergebnis von zusammen 227 Mark, mit welchem Ergebnis alle seitherigen Sammlungen der Kirche ober Winterhilfe weit überschritten wurden. Bei einer Einwohnerzahl von 1200 Evangelischen in beiden Gemeinden ergibt sich eine Gabe von 19 Pfennigen pro Kopf, das kleinste Kind mit eingerechnet. In Münzen- berg waren es 157 Mark, das sind bei 900 Evangelischen pro Kopf 17 Pf., in Trais-Münzenberg gingen ein 70 Mark, das sind bei 300 Evangelischen pro Kopf 23 Pf.
Pflasters wirb bem Unternehmer Otto Kühn zum । Preise • von 1,40 Mark pro Quabratmeter zugesprochen. Das Kleinpflaster soll Pflasterer Karl ' Rahn liefern, mit bem ber Preis noch vereinbart werben soll.
Der neue Hausmeister ber Volksschule Hch. Spengler unb ber neue Hauptnachtwächter Wilh. Kapper werben als stäbtische Beamte wiberruflich angestellt.
Für bas diesjährige Sängerfest (30. Juni und 1. Juli) wirb bem Männerchor ber Sportplatz mit anfchließenbern Gelänbe unentgeltlich überlasten. Gleichzeitig werben ihm für bie Umzäunung bes Platzes 5Ö Stangen unb 6 Schichthaufen aus bem Stabtwalb Überlassen.
Der Ortsgruppe Grünberg bes Reichsluft - schutzbunbes wirb ein Förberbeitrag von jährlich 25 Mk. bewilligt.
Nach einer Mitteilung bes Bürgermeisters Dr. Milbner ist auf eine Anfrage beim Ministerium, Abteilung Finanzen, wegen Erwerb des Der- messungsamtes die Antwort ergangen, daß vorerst ein Verkauf des Gebäudes an bie Stabt nicht in Frage komme, bas Erbgefchoß bewahre Akten, erster Stock unb Dachgeschoß sollen als Mietwohnungen verwenbet werden, bis eine endgültige Regelung im Vermestungswesen, die wahrscheinlich durch das Reich komme, erfolgt fei. Damit entfallt der Plan, das Gebäude von der Stadt zu erwerben unb ber Partei für ihre Organisation zu überlassen.
Landkreis (Rieften.
8 Alten-Buseck, 27. April. Frau Susanna Schreiner Wwe., bie älteste Einwohne- r i n unserer Gemeinbe, vollenbet am Sonntag in voller geistiger unb körperlicher Frische ihr 9 0. Lebensjahr.
wg. Großen-Buseck, 26. April. Die hiesige Ortsgruppe ber NS. - Frauenschaft konnte am 1. April bas erste Jahr ihrer Tätigkeit vollenben. Unter ber Führung ber technischen Lehrerin Frau S ch n e i b e r ist bie Zahl der Mitglieder auf 130 angewachsen. Daß bie Arbeit ber Ortsgruppe im Sinne bes Führers geleistet wirb, zeigen folgende Beispiele: im Laufe des Winters wurden von der Ortsgruppe 25 hilfsbedürftige Familien unserer Gemeinde mit Lebensrnitteln bedacht, zu Ostern wurden 28 Familien mit rund 300 Eiern unterstützt. Sämtliche Spenden wurden durch freiwillige Gal/en der Mitglieder der NS.-Frauenfchaft aufgebracht. Darüber hinaus sah es unsere NS.- Frauenschaft als ihre weitere Aufgabe an, kranke Volksgenossen tatkräftig zu unterstützen. Um den künftigen Aufgaben ber NS.-Frauenfchaft in unserer Gemeinbe noch mehr als bisher gerecht werben zu können, ist zu wünschen, baß alle bis jetzt noch abseits stehenden deutschen Frauen sich der Ortsgruppe anfchließen, um mitzuarbeiten an bem Werke bes Führers unb Volkskanzlers Adolf Hitler.
* Bellersheim, 26. April. Gestern stürzte der Landwirt und Musikant Karl Schäfer von hier in feiner Scheuneso unglücklich, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.
Kreis Schotten.
f Schotten, 25. April. In ber überfüllten Turnhalle ließen gestern Abenb die NS BO. bes Kreises Schotten unb bie NS.-Gemeinschaft
Kraft burch Freube" einenJohann-Strauß- Äbenb" ftattfinben. Das Lanbesfinfonie-Orchester Heffen-Naffau-Frankfurt spielte in Starke von etwa 50 Musikern unter ber Leitung seines Dirigenten Pg. Cornelius. Die alten, ewig jungen Strauß- fchen Wiener Weisen übten ihren bezaubernben
ber Abenb feinen Abschluß.
st. Kirtorf, 24. April. Auch in unserer Stadt ; wurde der Geburtstag des Führers und < Dolkskanzlers Adolf Hitler in würdiger Weife be- । gangen. Am Vorabend veranstalteten die NS.- i Frauenschaft und der BDM. eine schlichte Feierstunde, die dem Führer gewidmet war, zugleich aber auch der Verabschiedung der von hier durch Wegzug scheidenden bisherigen Ortsgruppenführerin Frau Löchel diente. Die Veranstaltung nahm einen schonen Verlauf. — In einem General-Mi t- aliederappell der NSDAP., zu dem die Angehörigen aller Gliederungen erschienen waren, sprach nach Begrüßungsworten des Ortsgruppenleiters, Bürgermeister Lather, der Kreispropagandaleiter Kimmel (Alsfeld). Der Redner würdigte zunächst den Geburtstag des Führers unb bas große Werk bes Volkskanzlers, sodann wies er auf bas außerordentliche soziale Hilfswerk des Winters hin, schließlich beschäftigte er sich mit Fragen des Bauernstandes. Die Veranstaltung war von Liedern d-s BDM. unb der Frauenschaft, sowie von flotter Marschmusik umrahmt. Die Veranstaltung fand mit einem Schlußwort des Ortsgruppenleiters
BeisehungvonWilhelmEngel-Schotten
* Schotten, 25. April. Gestern wurde der hiesige Buchdruckereibesitzer Wilhelm Engel unter großer Anteilnahme der ganzen Bevölkerung zu Grabe getragen. Etwa 40 Jahre lang hat der Heimgegangene das „Schottener Kreisblatt" geleitet. Im Geiste echter Heimatliebe hat er die Schriftleitung unseres Heimatblattes und besonders auch der VHC-. Zeitschrift „Frisch auf" stets geführt. Als langjahri- ger Vorsitzender des Turn- und Gesangvereins, als Leiter der Vogelsberger Volksbank und in vielen anderen Stellen war er für die Allgemeinheit tätig. Seine Beliebtheit fand Ausdruck in den zahlreichen Kranzniederlegungen, die an seinem Grabe erfolgten seitens des Turn- und Gesangvereins, ber feinem Ehrenvorsitzenden weihevolle Grablieder sang, eilens der VHC.-Gesamtvorstandes, für den Dr. Bruchhäuser ehrende Worte sprach. Die Stadt legte durch den Bürgermeister einen Kranz nieder, der Gewerbeverein, der Verein der Zeitungsverleger Oberhessens, die Gefolgschaft des Betriebs, die Vogelsberger Volksbank, sie alle widmeten einen letzten Gruß dem Verstorbenen, dessen Andenken in Ehren hier fortleben wird.
Gemeinderat in Grünberg.
+ Grünberg, 26. April. In der jüngsten Gerne inderatssitzung wurden nach Verabschiedung des'Voranschlags, über den wir in der Mittwoch-Nummer schon berichteten, noch folgende Sachen erledigt:
Als N o t st a n d s a r b e i t ist die U m v flaste- rung der Marktgasse vorgesehen. Die Lieferung oer Pflastersteine wird an Emil Nau (Geilshausen) zum Kubikmeterpreise von 24 Mark ab Bruch übertragen. Die Ausführung bes Groß-
sionsarbeit völlig zu verkirchlichen, sinb wieber fallen gelassen worben, bagegen wirb mehr benn je erkannt, baß eine lebenbige Kirche ohne Missionsarbeit nicht möglich ist. Die beutsche Missionsarbeit hat eine bestimmte Aufgabe in ber Welt zu erfüllen. Sie weiß den Wert des Volkstums der Heidenvöl- ker zu schätzen und hat ihn stets gepflegt und vor fremden Einflüssen geschützt. Sie weiß aber auch von der Lostrennung des Menschen von Gott und von dem Seufzen der Menschheit unter dem Fluch der Sünde. Sie erfährt es auf ihrem Arbeitsfeld immer wieder von neuem, wie die Verbindung mit Gott das Edelste im Menschen zur Entfaltung bringt. Die Missionspropaganda muß heute hinter dem Zeugnis von der gottgewollten Aufgabe der Mission zurücktreten. Die ganze Haltung der Mission ist auf Glauben gestellt, d. h. auf ein unbedingtes Rechnen mit Gott, der fein Reich auch heute bauen will und dabei die Arbeit der Mission braucht. Wer in ber Mission mitarbeiten will, ber muß biefe Arbeit auf bie Gebulb stellen. „Die Ge- bulb soll ein ganzes Werk haben."
Eine rege Aussprache schloß sich dem Vortrag an. Die diesjährige Jahresversammlung soll, wenn möglich, in Bad-Nauheim ftattfinben. Für bas große Jahresfest in Basel würben außer bem Leiter Pfarrer Dr. H e y m a n n - Langsdorf bzw. Pfarrer B ö n i n g - Rödgen bestimmt. Mit Gebet wurde die Tagung geschlossen.
Stück 30 Pfg.
3 Stück 65 Pfg.
In Dolen und Tuben von RM 0,15 bii
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