völkerung
3.
4.
5.
6.
und Ingenieure.
und
fie
ber der
Vor den schützen bei Kaliber mit
fie
ber ber
Silber
und rücksichtsloses Vorgehen gegen Miesmacher.
Wirkungen der Sprengbomben nicht unmittelbarem Einschlag großer einfachen Mitteln (Sandsäcken) splitter-
Dies gilt selbstverständlich nicht nur für die freien Berufe, sondern auch für die beamteten Tecyniker
in die Kreisbetriebsgruppe Handwerk, in Deutschen Arbeitsfront, unter Führung NS.-Hago.
Einzelhändler, Angestellter und Lehrling, wo horst du hin?
das sei erst ein kleiner Anfang unb viel Schlimmeres stehe noch bevor? Als Gegenmaßnahmen sind nur möglich
rechtzeitige und umfassende Aufklärung der Ve
in die Kreisbetriebsgruppe Handel, in der Deutschen Arbeitsfront, unter Führung der NS- Hago.
Fördert das Zugendherbergswerk!
In langen Iahren des Verfalls der deutschen Nation hat das Deutsche Jugendherbergswerk den Versuch gemacht, der Entwurzelung der Jugend Einhalt zu gebieten. Es hat Heimstätten draußen im Lande für die Jugend geschafft und hat der wandernden Jugend aus der innigen Verbundenheit mit unserer deutschen Heimat starke seelische Kräfte für den persönlichen und nationalen Daseinskampf vermittelt.
Die deutschen Jugendherbergen erfüllen eine wichtige Mission im Dienste der körperlichen und seelischen Stärkung des deutschen Volkes. Sie sollen ein Symbol der Kameradschaft und des sozialistischen Geistes des jungen Deutschen sein.
Göring. Dr. F r i ck. Dr. G o e b b e l s. Rust.
Darre, v. Llh-Rübenach.
Der Jahresbeitrag beträgt nur eine einzige Reichsmark, so daß jeder Volksgenosse an der Arbeit des Reichsluftschuhbundes teilnehmen kann. Erwerbslose erhallen auf Antrag Vei- tragsermäßigung. Wir erwarten, im besonderen von allen Parteigenossen, die in vorderster Linie im Kampf für unser Vaterland stehen, den sofortigen Veitritt.
Anmeldungen sind an die örtlichen Geschäftsstellen des Reichsluftfchutzbundes, hier in Gießen Gartenstraße 2 (Seitenbau) abzugeben. Auch die Polizelbezirke nehmen jederzeit Anmeldungen entgegen.
Kreisleitung Gießen der NSDAP. Klostermann, Kreisleiter.
Deutscher Rann! Deutsche Arau!
Bistduschon„FörderndesMitglied"derSS?
Denke zurück an die Zeit der Schmach und Erniedrigung unseres Volkes! Denke zurück an die schweren Opfer, die die nationalsozialistische Freiheitsbewegung im Kampfe um den Wiederaufstieg unseres Vaterlandes brachte! Sei daher auch du deiner Pflicht deinem Vaterlande gegenüber bewußt und helfe auch du, das große Werk der SS. vollenden, indem du sie in ihrer Organisation weiter ausbauen hilfst. Es muß eine besondere Ehre für dich sein, „Förderndes Mitglied" der SS. zu werden, und dieses kleine Opfer auf dich zu nehmen.
Die Parole muß lauten:
Jeder Deutsche „Förderndes Mitglied" der SS.!
Der Mindestbeitrag beträgt 1 Mark, der Beitragsfreudigkeit sind natürlich nach oben hin keine Grenzen gesetzt.
Jedes „Fördernde Mitglied" erhält von München ein Mitgliedsbuch ausgestellt, welches nur allein zum Tragen des F.-M.-Abzeichens berechtigt.
Anmeldungen werden von jedem SS.-Mann, sowie auf der Dienststelle des SS.-Sturmbanns IV/33 im Polizeiamt, Gießen, Landgraf-Philipp-Plah, jederzeit entgegengenommen.
Deshalb hinein in die Deutsche Arbeitsfront, melbungen nehmen die Ortsgruppenleitungen
Die Kreisamtsleitung der NS.-Hago, Abteilung Propaganda, gibt folgendes bekannt:
Handwerksmeister, Geselle unb Lehrling, wo hörst bu hin?
Gewerbetreibenber, Hausangestellte unb Hilfsarbeiter, wo gehörst bu hin?
in bie Kreisbetriebsgruppe Gewerbe, in Deutschen Arbeitsfront, unter Führung NS.-Hago.
Brauche ich eine Gasmaske?
Die größte Gefahr sind die Brandbomben. — Lesen Sie diesen Artikel!
sicher gemachte Schutzräume. Die größte Gefahr sind die Brandbomben, da sie wegen ihrer Kleinheit in sehr großer Anzahl mitgeführt und weder mit Wasser noch mit Löschapparaten erstickt werden können. Ihre Beseitigung ist nur möglich durch Ueberwerfen von Sand durch geübte Leute. Die Gasbomben können im kleinen Umkreis Gefahren heraufbeschwören. Aber es ist einfach unmöglich, „in zehn Minuten", wie es so schön heißt, „eine Stadt wie Berlin in ein Leichenfeld zu verwandeln". Auf Grund sicherer Erfahrungen und unter Annahme von sehr günstigen Bedingungen für den Angriff müßten 5000 Flugzeuge eine Stunde lang Bomben werfen, wobei die Jahresleistung einer großen chemischen Fabrik verbraucht würde, um diese Wirkung zu erzielen.
Die Bevölkerung findet wirksamen Schuh in gassicheren Schuhräumen. Und Gegenmittel gibt es gegen alle diese gasähnlichen Kampfstoffe.
Am Jahrestag der Gründung des Reichsluftschutzbundes, am 2 9. April, veranstaltet die Ortsgruppe Gießen des Reichsluftschutzbundes (RLB.) einen A u f k l ä r u n g s u m- Zug. In eindringlicher Weise wird hier auf den lebensnotwendigen Selbstschutz hingewiesen! Es ist Pflicht' der gesamten Bevölkerung, der Veranstaltung ganz besondere Beachtung zu schenken.
Wie sehr den führenden Stellen des Staates und der NSDAP, der Ausbau des Luftschutzes am Herzen liegt, zeigt nachstehender
Aus der provlnzialhaupistadt. ©A- hessische Staatsminister auf dem Gleiberg.
Seit heute gegen 10.30 Uhr weilt ber hessische Staatsminister Jung auf dem Gleiberg, uZi dort die Weihe ber Fahne des studentischen Schulungslagers oorzunehmen.
Jugendliche bei öffentlichen Straßen- und Haussammlungen.
Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen ber höheren Schulen, ber gewerblichen Unterrichtsanstalten unb an bie Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung gerichtet:
Der Herr Reichsminister des Innern hat mit Schreiben vom 5. April 1934 — III 4250/16.3. unter Hinweis auf feinen Erlaß — III 4250/31.1. — vom 15. Februar 1934 angeorbnet, daß in Zukunst bei Straßen- und Haussammlungen durch I u» gendliche nach folgenden Richtlinien verfahren wird:
„1. Zu Straßensammlungen sind Jugendliche vom 10. bis 18. Lebensjahr zuzulassen, sofern sie als Angehörige ber Hitlerjugend (auch Jungvolk und Bund Deutscher Mädels) uniformiert sind unb minbeftens zu zweien sammeln. In gleicher Weise ist bei ben Angehörigen bes VdA. unb der Sportjugend (soweit sie dem Reichssportführer untersteht) zu verfahren. Jugendliche nicht uniformierter Verbände dürfen erst vom 18. Lebensjahr ab zu Straßensammlungen zugelassen werden.
2. Haussammlungen und Sammlungen in Loka
len sind wegen ber für bie Jugendlichen hiermit verbundenen sittlichen unb körperlichen Gefahren zu untersagen.
Die Straßensammlungen finb bei Beginn ber Dunkelheit einzustellen.
Jugendliche zwischen 10 unb 18 Jahren bürfen grundsätzlich nicht mehr als an einem Tag im Monat zu Straßensammlungen herangezogen werden.
Die sonstigen für Straßensammlungen durch Erwachsene üblichen Einschränkungen (verschlossene Sammelbüchsen, Aufdruck oder Bekanntgabe des Verkaufspreises bei Werbemitteln, Bericht über ben Rohertrag ber Sammlungen u. ä. m.) gelten auch für bie burch Jugendliche vorgenommenen Straßensammlungen.
Dieser Erlaß trift mit dem 1. Mai 1934 in Kraft."
Für jeden Menschen, ber hilflos unb, ohne sie zu kennen, den Gefahren eines Luftangriffes ausgesetzt ist, müssen sie zur Katastrophe werden, nicht aber für ben, dem die Auswirkungen des Unheils bekannt sind und der gelernt hat, sich vor ihnen zu schützen. Dieser Schutz, der zugleich ein wichtiges Gebiet der Landesverteidigung barstellt, muß schon in b e n Zeiten gründlich ausgebaut werden, wo noch keine unmittelbare Gefahr besteht unb ohne Rücksicht auf bie Frage, ob die Gefahr überhaupt eintreten wird. Es genügt bie Tatsache, daß sie eintreten kann Da uns aktive Abwehrmittel in Gestalt von Kampfflugzeugen versagt sind, müssen wir uns zunächst auf den zivilen Luftschutz beschränken.
Der Reichsluftschutzbund, ben der Reichsluftfahrtminister Göring ins Leben rief, hat die Aufgabe, ben Selbstschutz ber Bevölkerung zu organisieren.
Es darf in absehbarer Zeit kein haus mehr geben, in dem nicht ein gas-, splitter- und druck- sicherer Raum vorhanden ist.
Voraussetzung für wirksame Bekämpfung ist ein sauber aufgeräumter und von allem leicht brennbarem Gerümpel befreiter Hausboden. Auch die unentbehrlichen Gegenstände sollen so aufgestellt sein, daß sie notfalls im Augenblick entfernt werden können.
Und welche Gefahren drohen überhaupt? Viele werden nur mit einem Wort antworten: Gas! Das ist aber verkehrt, denn Luftschutz ist nicht gleichbedeutend mit Anwendung der Gasmaske. Vor allem muß jede Panik vermieden werden. Vier Arten von Luftgefahr kann man unterscheiden: ben Flugzettel, die Spreng-, Brand- und Gas (Kampfstoff-) Bombe. Selten wird der Flugzettel in diesem Zusammenhang genannt. Aber seine zermürbende und jedem Abwehrwillen zersetzende Wirkung darf nicht uitterschätzt werden. Wie würde es sich wohl auswirken, wenn die Einwohner einer Stadt nach einem mit Einsatz aller Kräfte durchgeführten Luftangriff auch noch Flugzettel vorfänden des Inhalts,
Mus unseres Kreisdirektors und Kreisleiters
Tretet ein in den Neichslustfchutzbund!
NS.-Hago entgegen. Ab 1. Mai erneute Mitglieder- sperre, deshalb versäumt die rechtzeitige Anmeldung nicht.
Theateraufführungen.
Die Polizeidirektion Gießen teilt mit, daß für die Folge bie polizeiliche Erlaubnis zur Veranstaltung von Theateraufführungen jeglicher Art nur dann erteilt wird, wenn der Veranstalter eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herrn Intendanten des Stadttheaters Gießen in Vorlage bringt. Diese Maßnahme ist erforderlich geworden, um Theateraufführungen, die dem hohen Ziel der deutschen Bühnenkunst, am kulturellen Wiederaufbau des deutschen Volkes mitzuarbeiten, in keiner Weise gerecht werden, zu unterbinden.
Es wird daher allen Interessenten empfohlen, sich in jedem Falle rechtzeitig die obenerwähnte Bescheinigung zu beschaffen und erst dann die polizeiliche Erlaubnis zu beantragen. Ausnahmen werden unter keinen Umständen zugelafsen.
Ausgrabungen in Oberheffen.
Unter dem Druck' des Versailler Diktates mußte das deutsche Volk abrüsten. Deutschlands Nachbarstaaten sind dagegen mit den modernsten Kampfmitteln ausgestattet. Als gefährlichste Waffe gilt die Luftwaffe. Diele tausend Kriegsflugzeuae stehen jederzeit angriffsbereit an unseren Grenzen. In ganz kurzer Zeit kann jede deutsche Stadt, jedes deutsche Dorf von den Feinden durch Bombenflugzeuge angegriffen werden. Uns hat man die Luftwaffe unb jede Abwehr gegen feindliche Flugzeuge von der Erde aus verboten.
Alle Deutschen, ob Mann, Fran oder Kind sind mit Ihrem Leben bedroht. Tretet deshalb alle sofort dem Reichsluftschuhbund bei und ermahnt alle Bekannten und Verwandten, das gleiche zu tun, denn Luftschutz ist Selbstschutz.
Anmeldungen sind an die Bezirksleitung Gießen, Dammstraße 35/37, Ecke Werner-Wall (Pg. Kurz), Klingsporschen Fabrik, zu richten. Formulare sind dort erhältlich. Der Mitgliedsbeitrag beträgt monatlich 1 Mark, für Erwerbslose 0,50 Mark, für SA. unb SS.-Männer wird der Mit- gliebsbeitrag ab Mai 1934 auf die Hälfte ermäßigt werden. Die Eintrittsgebühr beträgt 3 Mark, für Erwerbslose 1,50 Mark. Mitglieder der NSDAP., die vor 1933 der Partei beigetreten sind, bezahlen keine Eintrittsgebühr.
Die Umlagen und die Sondergebäude- steuer für 4934.
Die Bürgermeisterei Gießen gibt im heutigen Anzeigenteil bie vom hessischen Staatsministerium ge- nehmigten Steuerausschlagsätze für bas Rechnungs- jabr 1934 bekannt. Auf bie Bekanntmachung fei besonbers hmgewiefen.
Aus patfeiamflid)en3efannfmad)ungen
Der N S L B. Kreis Gießen veranstaltet am heutigen Freitag, 17 Uhr, im Hotel Köhler eine Besprechung der Bezirksleiter der Fach- LAa.[! .Volksschule über die Richtlinien und Arbeitspläne. Verhinderte Arbeitsleiter müssen einen Vertreter senden.
NSLB , Bezirk Gieyen-Land.
Samstag, 28. April, 15.30 Uhr, im Hotel Kohler Bezirksversammlung.
1. Mitteilungen.
2. Vortrag über Luftschutz (Dr. Römer).
3. Kassierung ber Beiträge.
Erscheinen ist Pflicht.
Siegfried, Bezirksobmann.
Handwerk, Einzelhandel und Arbeitsfront.
Belebung des Kunsthandwerks durch Auftragsbefchaffungs -Kredite.
Bekanntlich wurde gerade im Kun st Hand- werf die Auftragsbeschaffung durch die große Kreditnot auf bas ungünstigste beeinflußt. Erfreulicherweise konnten inzwischen Maßnahmen getroffen werden, um hier helfend einzugreifen.
Der Rhein-Mainische Garantieverband ist bereit, dem Kunsthanbwerk auf Grund nachweislich bereits erteilter ober fest zugesagter Aufträge, in entsprechender Hohe Beschaffungskredite unter den erleid)- terten Eebingungen und Sicherheiten eines Personal krebites zur Verfügung zu stellen.
Hierfür kommt nur bas ausgesprochene Kunst- banbroerf in Bettacht, bas z. Z. leiber noch immer darmederliegt. (Z. B. Elfenbeinschnitzer, Kunst- topfer Kunstweber u. a. m.) Durch Beteiligung an ?cr JS u ? c 11 u n 9 ..Handwerk und Kun st" ! ’Ja ?1 *1 3 vom 17. Juni bis 1. Juli d. I. ist für solche kunstgewerbliche Betriebe Gelegenheit gebo- ten..'hr Können unter Beweis zu stellen.
. Umgehend begründete Kreditanträge sind unter xun?rÄeier Nachweisung der bett. Aufträge an bie Arbeits- und Kreditbeschaffungsstelle der Hes- Handwerkskammer zu Darmstadt, Hügel- strahe 161. zu richten.
Zusammenhänge sei bemerkt, baß der Rhein-Mamrsche Garantieverband nach wie vor zu
Wir ersuchen, die vorstehenden Richtlinien genauestens zu beachten.
Ringshausen.
KDAJ. Bezirk nördliches Oberheffen.
Der Leiter des Bezirks 6, nördliches Oberhessen, des KDAJ. (Kampfbund deutscher Architekten und Ingenieure), Oberingenieur Kurz (Gießen), teilt folgendes mit:
Bett.: Deutsche Arbeitsfront.
Da die „Reichskammer ber deutschen Technik" noch nicht besteht, so ist ein korporativer Beitritt der Angehörigen dieser „RdT." zur „DAF." noch nicht durchführbar.
Die Reichsleitung des KDAJ. empfiehlt daher ihren Mitgliedern die Anmeldung als Einzelmit- glieber, sofern sie ber „DAF." angehören müssen. Die Anmeldungen müssen vor dem 1. Mai erfolgen, da ab Mai Mitgliedersperre eintritt.
Vetr.: Mitgliedschaft beim KDAI.
Auf die Anordnung des Herrn Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger in der gestrigen Ausgabe des „Gießener Anzeigers" wirb ganz besonders hingewiesen.
Aus der Anordnung geht hervor, daß ber Herr Gauleiter und Reichsstatthalter von allen Ingenieuren, Architekten, Chemikern und Technikern nunmehr den Zusammenschluß im KDAJ. erwartet.
der elementaren Lebensgrundlage. Mit der Existenzphilosophie teilt der Nationalsozialismus die Wertschätzung des Menschen nach dem Sein, das sich in heroischer Einsatzbereitschaft bestätigt. Der alte Gedanke der Persönlichkeit wird nicht verworfen. Aber der Mensch erfährt seine Erlösung von individualistischer Vereinsamung und findet in der Hingabe an die Wesensgestalt des Volkstums feine Sinnerfüllung. Der Nationalsozialismus ringt um eine letzte Begründung der menschlichen Existenz in den Mächten des Ursprungs. Doch besteht eine gewisse Spannung zwischen germanischem Mythos und christlicher Offenbarung, die der Mensch der Gegenwart aushalten muß.
Die Folgen der neuen menschlichen Lebenshaltung für ben Unterricht wurden an einigen Proben der klassischen Literatur erläutert.
3um Schluß gaben einige Fachschaftsleiter kurze Richtlinien für ihre Arbeiten. Die Versammlung schloß in der gewohnten Form. D.
Daten für Freitag, 27. April.
1521: Femao Magalhaes, erster Weltumsegker, auf den Philippinen gestorben (geboren um 1480); — 1764: ber Buchhändler Iah. Friedrich Cotta in Stuttgart geboren (gestorben 1832); — 1809: Schills Erhebung gegen die Franzosen; — 1820: der Philosoph Herbert Spencer in Derby geboren (gestorben 1903); — 1874: der Prähistoriker Otto Hauser in Wädenswil bei Zürich geboren; — 1898: Kiautschou wirb beutsches Schutzgebiet; — 1933: Rudolf Heß wird Stellvertteter des Führers; Stahlhelm dem Führer witerfteüt; Seldte tritt der NSDAP, bei; Schaffung bes Preußischen Geheimen Staatspolizeiamtes.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Stabt- theater, 20 bis gegen 23 Uhr: „Fiesko". — NS.- Hago, Kreisleitung Gießen, 20.15 Uhr, „Liebigs- höhe", öffentliche Kundgebung mit Vortrag von Pfi- F e i ck e r t (Frankfurt a. M.). — Amt für Beamte, Kreis Gießen, Fachschaft 12, 20 Uhr, Haus der Deutschen Arbeitsfront, Fachschaftsabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mein Herz ruft nach Dir". — Astoria-Lichtfpiele, Seltersweg: „Der Abend des 13. Juni" und „Moderne Mitgift".
♦
** Die Sprechstunden bes Beigeordneten Bartholomäus finben in Zukunft Mittwochs unb Samstags von 10 bis 12 Uhr im Stadthaus, Bergstraße 20, statt.
** Eine Versteigerung von Fu nb- gegenständen findet am Freitag, 4. Mai, im Hofe ber Polizeidirektion statt. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung der Polizeidirektion hingewiesen.
** Abschlußfeier der kaufmännischen Gehilfenprüfung. Von der Industrie- unb Hanbelskammer Gießen wird uns geschrieben: Am 20. April findet im Cafö Leib die feierliche lieber» reichung ber Kaufmanngehilfenbriefe an diejenigen Lehrlinge statt, die die vom Hauptausschuß für Berufserziehung beim Rhein-Mainischen Jndusttie- und Handelstag veranstaltete Prüfung bestanden haben. Die Feier, bie von Musikvorträgen umrahmt sein wirb, beginnt pünktlich um 16 Uhr. Zu dem feierlichen Abschluß der Prüfung lädt die Jndustrie- und Handelskammer Gießen alle Lehrlinge unb Angehörigen der Prüflinge, sowie deren Freunde und Lehrherren herzlichst ein.
Kleine Strafkammer Gießen.
Wegen verbotenen Glücksspiels wurde ein Mann aus Bad-Nauheim vom dortigen Amtsgericht Zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Tatsache, daß der Angeklagte schon mehrfach oorbe- straft ist, veranlaßte das Gericht, die gegen das vorgenannte Urteil eingelegte Berufung zurückzuweisen und den Angeklagten mit den Kosten des Rechtsstreits zu belasten.
In einem anderen Falle hatte sich die Kammer mit einem Mann aus Fulda und einem Mann aus Gedern wegen Grunderwerbssteuerhinterziehung zu befassen. Das Amtsgericht Ortenberg verurteilte die Angeklagten zu 600 Mark Geldstrafe. Auf die Berufung des Angeklagten wurde das Urteil ber Vorinstanz abgeändert und beide mit 300 Mark Geldstrafe belegt.
Mit Hilfe des Freiwilligen Arbeitsdienstes in Gegenwart des Arbeitsgauführers Neuerburg sowie vieler interessierter Leute aus den oberhessischen Arbeitslagern führte der Denkmalpfleger von Oberhessen die Ausgrabung eines jener vielen Hügelgräber durch, welche bie Höhen bes Vageisberges zieren unb ein befonberes vorgeschichtliches Kennzeichen Oberhefsens bilben. Die Ausgrabung fanb in ber Nähe von Bobenhaufen (Kreis Bübingen) statt. Ein Schnitt burch ben hohen, malerisch im Buchenwalb gelegenen Grabhügel unb bie Abbeckung eines Teiles brachte unter dem Lehmhügel einen äußeren Steinkranz unb eine innere Grabkammer zum Vorschein, in ber sich Branbschichten unb eine ganze Anzahl von großen unb kleinen Tongefäßen befanben, bie ber jüngeren Bronzezeit, etwa 1000 Jahre v. Chr., entstammen.
ben sonst üblichen Bebingungen auch an das gesamte übrige Handwerk Kredite gewährt.
Sanfafefeier in Gießen.
2Iuf Anregung des Reichsverbandes für evangelische Kirchenmusik haben die deutschen Landeskirchenregierungen im ganzen Reich ben Sonntag Kantate, 29. April, als Kantatefeier ber evangelischen Gemeinben angeorbnet. Auch für bie Lanbeskirche Nassau-Hessen hat ber Lanbesbischof diese Bestimmung getroffen.
3n Gießen wirb ber Kantate-Sonntag ein- geleitet burch eine Kantate-Vesper am Samstag (28. April), 20.30 Uhr, in ber Stabt- lwche, wobei ber Kirchengesangverein unb bie Choralvereinigung ber Stabtkirche mitwirken unb ZU ber alle Gemeinbeglieber eingelaben finb.
Vorbildliche Opferfreudigkeit.
Wie uns vom Bahnhof Gießen mitgeteilt wirb, haben sich bie Beamten bes Bahnhofs Gießen an den Spenben für bas Winterhilfswerk unb für bie nationale Arbeitsfpenbe sehr rege beteiligt. Es mürben von ben Beamten-bes Gießener Bahnhofs aufgebracht: für bas Winterhilfswerk 3822,40 Mk., für bie nationale Arbeitsfpenbe 3658,75 Mk., insgesamt also 7481,15 Mk. Zwei Drittel aller Beamten bes Bahnhofs Gießen gehören ben nieberen Besoldungsgruppen an, so daß für diese Volksgenossen lebe Gabe ein wirkliches Opfer bebeutete. Fast alle Beamten bes Bahnhofs Gießen finb außerbem schon seit Oktober v. I. Mitglieb ber NS.-Volkswohlfahrt.
Jßon dem Personal des ehemaligen Reichspost- direktlonsbezirks Darmstadt find für das Winter- HUfswerk rund 60 000 Mk. und für die freiwillige ?aPaaa Äur Fbrberung der nationalen Arbeit rund 50 000 Mark geopfert worden. Daneben hat fast öas gesamte Personal noch laufend Mitglieds- beitrage zur NS.-Volkswohlfahrt entrichtet.
NS -Lehrerbund.
Nm Mittwoch fand eine Bezirksversammlung der Fachschaft „Höhere Schule" statt.
.Nach der Erteilung einiger allgemeiner Hinweise sur die Facharbeit durch den Schriftführer hielt der Kreisfachschaftsleiter Prof. Dr. Adolph einen Dortrag über „bas neue Menschenbilb". Er legte bie SSJieun^?I?^f^a^r^un^)er* herrschenben humani- ftifd)en, vitalistischen unb mechanistischen Auffassungen vom Menschen bar unb stellte ihnen bie neue Deutung ber Existenzphilosophie gegenüber Diese begreift ben Menschen nicht als' Vernunft- ober Triebwesen, fonbern als ein Sein, bas burch eine Entscheibung hinburch zu sich selbst kommt, in ber konkreten Situation auf ein Du bezogen ist unb durch ben Tob Richtung, Halt unb Begrenzung erfahrt. Das nationalsozialistische Hochziel bes Men» schen ist nicht intellektualistisch erbacht, fonbern aus den Schmerzen ber Zeit geboren unb in bezwin- genben Führergestalten lebenbig verwirklicht. An diesen muß es angeschaut werben. Doch lassen sich von ihm aus auch gewisse Linien zur geistesgeschichtlichen Gesamtentwicklung hinziehen. Der National- fo3ialismus hat Beziehungen zur „Lebensphiloso- Phie , benn er erfaßt bie Bebeutung von Rasse Blut und organischer Anlage. Er erkennt auch mit dem Idealismus die Bedeutung des Geistes und hat selbst eine Idee van ungeheuerer Wirkungskraft geboren. Aber diese Idee hängt nicht abstrakt in ber Luft, fonbern steht in engem Zusammenhang mit


