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Aus der provinzialhauplstadt

hatten. Und nach wenigen Monaten brach

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SG bläst zum Gammeln gegen Hunger und Kälte

der Stadtverwaltung, Beigeordneten B a r t h o l o - .^ä us, sowie die anderen Ehrengäste. Sodann chllderte der 1. Führer die Gründung und Entwick­lung des Vereins bis zur Gegenwart. Anschließend wurde der gefallenen Kameraden des Vereins ge­dacht, deren Namen unter dem Klange des Liedes vom guten Kameraden verlesen wurden. Ein leben­des Bild,L)er große Zapfenstreich" mit einem Dor-

-bildete den Abschluß der Gefallenenehrung.

Äm Anschluß an einige Musikstücke mit einem Solo für Trompete (Obergrenadier Kleinert) folgte bte Festansprache des 2. Dereinsführers Kam. *on*«b. An Hand der Vereinsakten schilderte er das Dereinsleben in den verflossenen Jahren, um Dann die Aufgaben der Kriegervereine im national- sozialistischen Staat zu umreißen, die als SA.- Reserve II in den Aufgabenkreis der gesamten SA. eingebaut sind. Nach dem mit großem Beifall auf*

Prof. Hofmann, Kreisarbeitsleiter, Eugenik. N e b e l i n g, Kreisobmann.

Die Vogel,ugforfchung in Hessen.

Gründung einer ZweigberingungsstelleHessen" der Staatlichen Biologischen Anstalt auf Helgoland (Abteilung Vogelwarte).

am 4. Februar 1934 in der Volk» Halle zu Gießen.

Fritz Müller

Vorsitzender der Hessischen Handwerkskammer.

Prinzen Heinrich entgegen; als Großadmiral aber ist, dem deutschen Vaterlande treu zu bleiben sahen wir ihn wieder, den wir Ende 1878 als und dieses Ziel ist während des ganzen Jahrhun- Kadetten des Kriegsschiffes Prinz Albrecht begrüßt l derts unverrückt geblieben.

Aufruf zur Ausstellung Handwerk und Kunst" in Mainz

Neue Gedanken.

Alle Wiederholungen langweilen. Und sie auch überflüssig, denn wir wachsen nicht durch Gedanken, sondern durch neue.

Freilich ist dem einen alt, was dem andern ist. Und es gibt sehr schwere Gedanken, die

Das kaufende Publikum, allzulange einem ver­flachenden Geschmack verfallen, Der eine Ablehnung der Kultur- und Kunsterzeugnisse des Handwerks mit sich brachte, muß innerlich wieder gewonnen werden.

Weiterhin gilt es, die übergewaltig eingedrungene Technik, der eine allgemeine Industrialisierung auf dem Fuße folgte, die den schaffenden Künstler um seine Arbeit betrog, ihn von Haus und Hof, aus seiner Elternwerkstätte in die stählernen Klauen eines Molochs trieb, in die gebotenen, ihr gemäßen Grenzen zurückzuführen.

Nicht zuletzt muß gegen die materialistische Lebens­auffassung, denGötzen Mammon", den schlimmsten Feind wahrer Kultur, Front gemacht werden. Nicht das Raffen, sondern das ehrliche Schaffen, soll wieder zur Geltung kommen. In einem neu erstandenen Volkstum wollen wir an der Wiederaufrichtung einer wahrhaften Handwerksgesinnung arbeiten.

Aus diesen Gründen habe ich mich entfchloffen, vom 17. Juni bis einfchl. 1. Juli 1934 in sämt­lichen Räumen imhause des Handwerks" zu Mainz, Adam-Karrillon-Slrahe 3, eine Ausstel­lung ausschließlich handwerklicher Kultur- und Kunsterzeugnisse früherer und gegenwärtiger

Meister durchzuführen.

Platzmiete oder sonstige Unkosten, außer für An- und Abtransport der ausgestellten Arbeiten, die jeder selbst tragen muß, erwachsen den Ausstellern nicht. An alle Handwerksmeister, die eine schöpferische Be­gabung in sich fühlen, wirkliche Kunstarbeit zu leisten, e-^eri rr^er^urc^ der Ruf sei es auch unter Zu­rückstellung von Sonderinteressen Werke zu schaf- sen. Die zur Ehre Des gesamten Handwerks in Mainz zur Schau gestellt werden sollen. Auch gilt es, in altem Handwerkerbesitz noch befindliche Kultur- und Kunsterzeugnisse früherer Meister freundlichst zur

3U rJ.?ie Ausstellungsleitung wird volle Gewahr übernehmen. ,

s diesbezüglichen Anfragen sind an die H e s s i - ft- $?®ertsfammer, Darmstadt ?i2n A A?1' unter meiner pe rsön^ bttlLfgstW 3U rid,,en- Zünfte werden

immer mehr zuspitzen, daß eine Entscheidung nicht mehr fern sein kann. In dieser Zusam­menballung der drohenden Ereignisse, dürfen die bisher wenig beachteten Vorgänge in Chinesisch- Turkestan nicht übersehen werden. Sven Hedin be­richtet von reichen und blühenden Städten, die Der SanD Ost-Turkestans begraben hat. Auch heute noch sind Kaschgar, Parkand, KulDscha, Urumtschi wichtige Punkte, in Denen britische, jowjetrussische Konsuln unD japanische Agenten intrigieren und um Ein­fluß kämpfen. Wenn wir dort auch nicht mehr das Dach Der Welt" suchen Das Tor zum Her­zen Jnnerastens liegt gewiß Dort

erst Durch WieDerholung klar werden, oder auch sehr schöne Gedanken, Deren Wiederholung uns nie ermüdet.

Nie? Das ist vielleicht zu viel gesagt. Und wenn etwas so geistvoll und so künstlerisch wäre, daß es Den Gipfel von allem bisher Geleisteten Darftellte: Die Welt will doch auf keinem Gipfel dauernd fest-

gehalten sein.

Eher einmal wieder zu ihm zurückkehren, um sich beim Alten vom Neuen und Allerneuesten zu er­holen! Aber Dann bedeutet eben das Alte auch wieder ein neues Erlebnis in uns. Und wo wir alte Kunst oder alte Weisheit bewundern, tun wir es doch anders, als die Zeitgenossen es getan.

Denn die Welt ist auf dem Marsche. Sie ist auf einem großen, ewigen Eroberunaszuge. Sie will immer höhere Gipfel ersteigen. Uno selbst der Rück­blick auf die überwundenen soll nur ein neuer An­sporn sein, oder neue Orientierung für den weiteren Vormarsch.

Und deshalb sind die neuen Gedanken so wichtig. Sie brechen ein neues Stück Bahn in die Wildnis Der noch unerforschten Welt. Wer einen GeDanken denkt, Der ihm neu ist. Der erobert für fein eigenes Leben eine neue Provinz. Das ist ein Reicherwerden. Es beglückt, wie wenig anderes beglücken kann. Und wer gar Gedanken denkt, die für die ganze Menschheit neu sind, der Hilst der ganzen Welt damit einen Ruck vorwärts. Er erlebt dafür auch die Freude einer ganzen Welt in sich.

Es ist natürlich nicht alles immer gut und richtig, was neu ist. Es tanzen auch viele Irrlichter vor Der Welt her auf ihrem Eroberungszuge. Und das macht manche Menschen so bange, daß sie über­haupt feinen Schritt weiter tun möchten. Es gehört immer Mut dazu, nach Dem noch Unerprobten, noch Unerkannten zu greifen.

Wer nichts von diesem Mut in sich hatte, wäre ein armseliger Tropf. Und wenn die Welt im Ganzen immer nur am Erprobten und Bewährten festhalten wollte. Dann wären wir heute noch Fetischanbeter und Höhlenbewohner. Darum ist es so gut, daß wir Menschen das Neue lieben und uns auch durch große Enttäuschungen nicht irre* machen lassen.

Man muß fühlen, daß man durch einen neuen Gedanken innerlich wächst. Es muß bei allem Kampf, den feine Geburt kostet, eine köstliche Hoff­nung leuchten. Und so wird der Tag nicht verloren fein, den man diesem neuen Gedanken widmet. Ver­loren aber sind die Tage, wo wir weiter nichts sind, als geistige Widerkäuer; wo wir es uns be­quem machen auf den weichen Polstern liebgewon­nener Vorurteile; und wo wir die Arbeit scheuen, über die Grenzen unserer bisherigen Interessen­sphäre hinauszukommen.

Wenn wir erst so weit sind, dann stehen wir geistig still. Dann geht der Saft des weiteren Wett- wachsens nicht mehr durch unsere Gehirnzellen. Dann werden wir hölzern. Es ist aber schöner, grünes Laub und Blüten $u treiben. Laßt uns jung bleiben, so lange wir können! Und das hängt von der Elastizität unseres Geistes ab!

Flaggenerlaß der hessischen Negierung zum 30. Januar.

Die Kirchen sollen die Reichsflaggen hissen.

Das Staalspresfeaml teilt folgende Anordnung des hessischen Staatsministeriums mit:

Am 30. Januar haben die öffentlichen Ge­bäude die Fahnen des Reiches zu hissen. Auch die Kirchen beider Konfessionen haben beide Fahnen des Reiches aufzuzie­hen. Sie sollen dadurch ihre Verbundenheit und ihre Dankbarkeit mit dem Staate bezeugen, der sie vor der Zerstörung durch den Bolschewismus be­wahrt hat. Das Recht der Kirche, daneben die kirch­lichen Fahnen zu hissen, bleibt unberührt. Es muß aber eine angemessene Möglichkeit zum hissen der deutschen Reichsfahnen gegeben werden.

Flaggen heraus am 30. Januar.

von der Stadtverwaltung wird uns geschrieben: Aus Anlaß der Wiederkehr des Tages der Macht- ibernahrne durch den Volkskanzler Adolf Hitler loggen am Dienstag, 30. Januar, die öffentlichen Gebäude im ganzen Reich. Die Bevölkerung der Stadt Gießen wird auf gefordert, sich dem Vor- gchen der Behörden auzufchließen.

Zum Polizeioberst der hessischen Lan^espoiizei berufen. Der Polizeioberstleutnant und Landespolizeiführer

Heinrich Ja c o b f e n zu Darmstadt wurde, wie das Staatspresseamt mitteilt, zum Polizeioberst der hessischen Landespolizei berufen.

Gleichzeitig wurde der Polizeiinfpektor Friedrich Wilhelm S ch r/e i b e r» Frankfurt a. M. zum Poli­zeihauptmann bei der Polizei in Darmstadt bestellt.

»Kraft durch Freude Hessen-Nassau."

Die Tagungen der GaureferentenKraft durch Freude Hessen - Rossau" finden in Zukunft jeden Montag, von 19 bis 20 Ahr, im Verbandshaus, 4. Stock, Zimmer 4, statt.

Gez.: W. Becker,

Landesobmann der RSBO. und Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Hessen und Hessen-Rassau.

ASLB, Kreis Gießen.

Das Deutschtum tu Chile

Von unserem E>.L.-Äerichierstaiier.

Hierauf begrüßte der 1. Vereinsführer, Kamerad Landgenchtsrat Trümpert, Die zahlreich erschie­nenen Kameraden Des Vereins mit ihren Angehöri­gen, Die KameraDen Der SA., SS. unD Des Stahl­helms, Der Regimentsvereine, Den KommanDeur Des

europäischen Welt, durch unüberbrückbare seelische Schranken von ihr geschieben, trotz Der Diplomati­schen Erfolge Litwinows, und zugleich Doch schicksal­haft mit ihr verbunden. Die Kaiserkrönung in der Mandschurei, der Abfall der Mongolei, die Unab- hängnisproklamatton in Kaschgar alle diese asiatischen Staaten bilden einen Ring um Das rote Rußland, der sich immer fester zu schließen scheint. Gewiß, nicht zum erstenmal flammt das Mene Tekel im Osten auf; schon zwei Jahre dauert dort das Säbelrasseln, gelegentlich durch Friedens- Versicherungen unterbrochen Aber, wenn man näher zusieht, so merkt man, daß sich die Dinge

Weltkrieg aus. Aller Augen waren auf das große deutsche Vaterland gerichtet, das einer Well von Feinden in unvergleichlichem Heldenmut trotzte. Auch wir haben mit Deutschland über seine Siege gejubelt, über feinen Untergang heiße Zähren ver­gossen. An Freud und Leid haben mir teilgenom-

Dahlgruppe Eugenik.

Mittwoch, 31. Januar, 15.30 Uhr, tagt die Ar- ^cymiviusueieint:, uen «ommanoeur Des

beitsgruppe Eugenik im Physiksaal der Goetheschule. Bataillons, Major von Wachter, Den Vertreter Thema: Das Sterilisationsgesetz. Gäste sind will- -----"----- " v ~

kommen!

Im Einvernehmen mit den zuständigen Ministe- rialabteitungen des Hessischen Staatsministeriums hat die Staatliche Biologische Anstalt auf Helgoland (Abteilung Vogelwarte) eine Zweigberingungsstelle für das Gebiet des Volksstaates Hessen in Gießen errichtet und den hessischen Ornithologen und staat- üchen Vertrauensmann für Naturschutz Dr. K. R. ~ * Zum wissenschaftlichen Leiter ernannt Das

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Valparaiso, Dezember 1933.

Als der große deutsche Forschungsreisende Pöp - p i g Anfang des vorigen Jahrhunderts Chile bereifte, zählte die Bevölkerung Chiles etwa 1,4 Millionen Einwohner, von denen in der Hauptstadt San­tiago 60 000 und in der Hafenstadt Valpa­raiso etwa 25 000 gezählt wurden. Heute hat Chile rund viereinhalb Millionen Einwohner auf* zuweisen, davon in Santiago 500 000 und in Val­paraiso rund 195 000. Chile gehört zu den am besten geordneten Staaten Südamerikas und in feinem anderen Lande Südamerikas hat sich die Entwicklung in so steter Weise vollzogen, wie gerade in Chile; die einzige wirkliche Revolution hatte das Land am Anfang des neunziger Jahres des vorigen Jahrhunderts durchzumachen. Zum Teil liegt es Daran, daß Chiles Bevölkerung homogener ist, als die der anderen südamerikanischen Länder; fer­ner, daß feine Verfassung einheitsstaatlich gerichtet ist und es dadurch den Provinzialmachthabern schwerer gemacht wird, gegen die Zentralregierung mit genügender Kraft aufzutreten. Die letzte Revo­lution hat an der Einheitsstaatlichen Verfassung nichts geändert.

Die chilenischen Staatsoberhäupter haben seit langem Die deutsche Tüchtigkeit und Zu­verlässigkeit anerkannt und daher viele maß­gebende deutsche Männer ins Land kommen lassen. Es versteht sich ganz von selbst, daß wir Deutschen in Chile, ganz besonders in Valparaiso uns ange­sichts unserer geachteten Stellung innerhalb des Landes recht wohl in diesem Lande fühlen. Ins­besondere war es der deutsche Kaufmann, der hier in Valparaiso den größten Einfluß ge­wann, während Industrielle, Handwerker, Aerzte, Vertreter anderer Berufe, ferner höhere Militärs und Leiter deutscher Schulen in den anderen Tei­len des Landes zu Deutschlands Ruhm und zu eigenem Wohle gearbeitet haben. Das rasche Empor­blühen der deutschen Kolonie in Valparaiso gestal­tete sich nach dem Kriege von 1870/71. Deutsche Offiziere wurden berufen, um Chiles Wehr­macht auszubilden; noch heute kann man den mili­tärischen Geist in Chile, dcr deutschen Ursprungs ist, überall bewundern. Deutsche Lehrer kamen nach Chile und haben für die Entwicklung des Landes erheblich beigetragen; deutsche Dampfer und Segler durchfurchten den Ozean; deutsche Waren fanden immer mehr Eingang; der Handel be­schränkte sich nicht mehr auf belanglose Gegenstände, nein, deutsche Lokomotiven keuchten den Schienenweg entlang. Elektrisches Licht, von Deut­schen geschaffen, erhellte die Straßen, und die alte, im Jahre 1863 gebaute Pferdebahn in Val­paraiso räumte der deutschen elektrischen Straßen­bahn den Platz. Deutsche Stahlpflüge ris­sen die Furchen auf, deutsche Sensen schnitten den Erntesegen und deutsche Dreschmaschinen droschen Das goloene Korn. Die deutschen Kaufleute eroberten den lange streitig gemachten Platz. Bereits im Jahre 1913 lag der vierte Teil des ganzen chile­nischen Handels in ihren Händen.

Hier in Valparaiso lief Anfang 1914 das stolze deutsche Panzergeschwader ein: im April jubelte unsere Kolonie dem Bruder des Kaisers, dem

quer durch Persien und Kurdistan, Besuche bei Enver Pascha, Hindenburg und Ludendorff, fein Wirken als Freikorpsführer in Kurland, als Kri- mmalist gegen Max Hölz, als deutscher Propagan­dist gegen Versailles in Amerika, als Führer des Landvolkkampfes in Holstein und feine Verurteilung durch Die Marxisten zu sieben Jahren Zuchthaus.

Interessant und kennzeichnend für das frühere System so heißt es in der Zuschrift an uns weiter war das Angebot, das man Herbert Volck damals machte, als er sich nach den Bombenlegungs­affären in Italien befand. Da kamen nämlich Äb- gesandte Severings zu ihm, um mit ihm zu ver­handeln. Man versprach ihm 50 000 Mark bar, und er sollte sich einen hohen Posten aussuchen; er könne den gerade durch Tod freigewordenen Posten des Polizeipräsidenten in Breslau bekommen. Dafür solle er nur eines leisten: Er sollte die Aussage zu Protokoll geben, daß hinter seiner Bombenlegerei folgende Männer stünden: Adolf Hitler, Hugenberg, Franz Seldte und Justizrat Claß. Tatsächlich haben diese Männer nichts von der Sache gewußt. Aber durch dieses erkaufte falsche Zeugnis wollte man der nationalen Bewegung ihre Führer nehmen. Die Antwort Volcks konnte nicht zweifelhaft fein. Er stellte sich freiwillig dem Gericht und wanderte ins Zuchthaus. Das Angebot des feigen Systems auf Gnade lehnte Volck und lehnten feine Mitver- urteilten ab. Drei Jahre Zuchthaus hat Volck ab- gefeffen. Nach gesundheitlichen Schäden, fruchtlosem Einzelkampf ist er geblieben, was er immer war: der Rebell um Ehre.

Die nationalsozialistische Revolution brachte auch ihm bte innere Befriedigung und die Gewißhett, daß er mit beigetragen hat zur Erreichung eines neuen würdigen Reiches.

Jubiläumsfeier

des Kriegervereins Gießen.

Am Sonntagabend feierte wie man uns ver- fpatet berichtet der hiesige Kriegerverein unter reger Beteiligung der Vereinsmitglieder und ihrer Angehörigen, sowie der Militär- und Wehroerbände stm 60. Stiftungsfest im dichtbesetzten Saale des Eass Leib. Die Feier war verbunden mit einem großen Reichswehrkonzert, ausgeführt von dem Mu- sil'korps Des hiesigen Bataillons unter Leitung von Obermusikmeister E. Kr auß e.

..Rach Den schneidigen Klängen Des Jubiläums- Festmarsches von Kohlmann folgten Die Fest-Ouver­türe unD Der zweite Satz aus Dem Dritten Flöten­konzert FrieDrich II. (Solist: OrenaDier Sonn» a g), sowie Szenen aus Wagners OperSieg-

Heute ist vor aller Augen Der schlüssige Beweis erbracht, daß die nationalsozialistische Bewegung, begründet in der Idee unseres großen Führers, Deutschland gerettet hat. Im Zuge der uns vom Schicksal anvertrauten Mission müssen und werden wir die Menschen von ihrer früheren materialisti­schen Lebensauffassung lösen und sie zur Höhe Der nationalsozialistischen Weltanschauung führen. Eine entscheidende Vorbedingung für Die Erreichung dieses Zieles ist Die Erhaltung und Pflege unserer Kultur- und Kunstgüter.

Dem Handwerk und seinen berufenen Meistern ist an und für sich Die Herstellung ganz bestimmter Kultur- und Kunstwerke vorbehalten; die Rückerobe­rung verlorener und bedrohter Absatzgebiete hängt hauptsächlich von unterscheidender, überragender Lei­stung ab. Dem Handwerk, als natürlichem Mittler zwischen Kapital und Arbeit, ist die große und hohe Aufgabe gestellt, diese schöpferischen Leistungen, unter Wobr.-ng aller fremdrassigen Elemente, in be­wußter Blutsverbundenheit als nordischer Kultur­träger zu vollziehen. Die Ablehnung dieser Forde­rungen der Rasse war für das Handwerk eine Zeit des Niederganges. Das wahre, ewige Schönheitsideal versank, das Streben zur Höhe erlahmte. Ohne welt­anschauliche Grundlage, die nur durch unermüdliche Erziehungsarbeit zu erringen ist, kann kein neuer Kultur- und Kunststil gestaltet werden. Es gilt, Die innere Gesetzmäßigkeit Der großen M-ister Des Mit­telalters roieDer zur Tatsache merDen zu lassen.

Die ein Raturgeschehen erfährt so gegenwärtig das Handwerk durch das heroische Zeitalter des Rationalsoziatismus in feiner gesamten ftulfut- unö Kunstarbeit einen gewaltigen Antrieb. Die unvergeßlichen Zunftmeister des Mittelalters, die ihre Leistungen in das Buch Der Geschichte eingetragen haben, sind zu neuem Leben erwacht. Gin Morgenrot deutscher Handwerksarbeit ist vor aller Augen strahlend wieder am Horizont erschienen. Der schöpferisch tätige Mensch, der roaljre Künstler, wird seine Daseinsberechtigung zurückerhalten.

Drei Widerstände hat das Handwerk auf feinem vorgezeichneten Wege hauptsächlich noch zu über­winden:

men und unsere deutsche Pflicht bis zum äußersten erfüllt. Gleich nach Ausbruch des Weltkrieges wurde eine Sammlung fürnationale Zwecke" eingeleitet. Das Ergebnis wurde bestimmt zur Un­terstützung der hier in Chile durch die Folgen des Krieges und in Not Geratenen und au Propaganda­zwecken als Abwehr der feindlichen Verleumdungen. Im Laufe des Krieges find von unserer Kolonie in Valparaiso für diese Zwecke rund zwei Millionen Pesos und daneben einige Hunderttausend Mark aufgebracht worden. Der verlorene Krieg hat auch hier viele Hoffnungen zerstört. Aber das WortDer Krieger und der Kaufmann erobern die Welt" hat auch bei uns eine große Bedeutung. Dank deutscher Tüchtigkeit ist es uns Deutschen gelungen, wieder den Platz an der Sonne behaupten zu können.

Als sich die feindlichen Maßnahmen während des Krieges immer mehr auch auf das wirtschaftliche Gebiet erstreckten, fehlen es geboten, die deutsche Kaufmannschaft in Cyile geschlossen zu organisieren, um ihr eine möglichst wirkungsvolle Teilnahme an Der Abwehr dieser Bestrebungen zu ermöglichen. Auf einer allgemeinen Versammlung am 14. August 1916 wurde die Deutsche Handelskammer in Valparaiso gegründet, deren Tätigkeit sich naturgemäß auf eine Propaganda zugunsten Deutsch­lands erstreckte. Wie segensreich die Deutsche Han­delskammer gewirkt hat, geht daraus hervor, daß sie neben der Herbeischaffung erheblicher Geldmittel die sogenannte Schwarzen Listen bekämpfte, indem die vorgelegten Fälle feindlicher Uebergriffe unter­sucht und das Material den chilenischen Regierungs­stellen weitergeleitet wurde. Trotz des für Deutsch­land unglücklich verlaufenen Krieges blieb die Deutsche Handelskammer in Valparaiso weiter be­stehen, von dem Gesichtspunkte aus, daß die In­teressen des in Chile ortsansässigen deutschen Han­dels weiter gewahrt werden müßten. Es gab auch nicht eine Frage, die den deutschen Handel bewegte und nicht von der Handelskammer in Valparaiso bearbeitet worden wäre. Die Deutsche Handelskam­mer in Valparaiso erhält vom Deutschen Reich keinerlei Unterstützungen, sie besteht lediglich durch die freiwilligen Beiträge ihrer Mitglieder. Durch ihre Zweiggeschäfte in Santiago, Valdivia, Con- zeption, Antofagasta, Osorno, Coquimbo und La Paz (Bolivien) mit den Interessen der Deutschen und Deutsch-Chilenen des ganzen Landes verbun­den, kann die Handelskammer in Chile ihr Ge­wicht in die Waagschale legen. Was die Deutschen in Valparaiso in sozialer und wirtschaftlicher Hin­sicht geschaffen haben, dürfte einzig dastehen. Nur kurz erwähnt feien folgende Gründungen: der pro» teftantifefje Kirchhof im Jahre 1825 gemein­sam von Engländern und Deutschen gegründet. Der Deutsche Verein 1825, dem sich heute etwa 375 in Valparaiso lebende Deutsche angeschlossen haben. Die Bibliothek dieses Vereins hat über 4500 Bände aufzuweisen. Das höchste Ziel des Vereins

gejamte, im Dienste Der Zugforschung tätige Be. ringungswesen wird von nun an in der Zweigberin­gungsstelleHessen" zentralisiert. Dadurch soll Die seitherige Zersplitterung im Ringbezug beseitigt werden und Die Auswertung Der Forschungsergeb­nisse an Ort und Stelle auch Der ßanDesfor« s ch u n g zugute kommen. Durch Diese Maßnahme erhält Die Dogelzugforschung in Hessen einen neuen Auftrieb. Alle Gesuche um Beschaffung von Ring- material sind fortan an Die obige Stelle zu richten. Von ihr werben demnächst neue Anweisungen für Die Markierungstätigkeit im Dolksstaat Hessen er­gehen. Die Zweigberingungsstelle hat ihren Sitz am Forstinstitut Der Universität Gießen, Braugasse 7.

Herbe-t Volck.

Herbert Volck, der Held und Rebell um Frei­heit und Ehre, der am morgigen Sonntagabend in Gießen sprechen wird, wurde wie man uns schreibt als Bonibenflieger im Osten gefangen­genommen und in Moskau zum Tode verurteill. Dann kamen 30 000 Kilometer Flucht durch Asien, weiter seine Tätigkeit als Aufstandsführer gegen das rote Rußland im Kaukasus, sein Fußmarsch