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Ur. 224 Zweites Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Dienstag, 25. September 1934

Die Amtseinführung des Reichsbischofs.

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Reichsbischof Müller spricht nach der Amtseinführung von der Freitreppe des Berliner Domes zu der Menschenmenge, die ihn dort erwartete. Rechts vom Rednerpult in Uniform Der Führer der Deutschen Christen Dr. Kinder. Rechts und links Spreewälderinnen und Schwärmerinnen, die Glückwünsche ihrer Heimat überbracht hatten. Auf der obersten Stufe die Landesbischöfe, in ihrer Mitte (in Uniform) der Rechtswalter Ministerialdirektor Jäger.

Gemeindetag der petrusgemeinde.

Am Sonntagnachmittag vereinigten sich die Glie­der der Petrusgemeinde im Saale der Liebigshöhe zum Gemeindetag, der einen starken Besuch auf­zuweisen hatte.

Pfarrer Trapp

entbot den Gemeindegliedern und den Gästen herz- ltchen Gruß und hob sodann als den Wert dieses Zusammenseins besonders das gegenseitige Kennen­lernen und den engeren Zusammenschluß der Ge­meindeglieder, den Brückenschlag von Mensch zu Mensch hervor. Das alles verbindende Band der Bruderliebe bedürfe besonderer Pflege und Auf­merksamkeit, wie das Fundament bei einem Haus­bau. Ein mächtiges Gebäude sei die evangelische Kirche, deren Fundament Jesus Christus heiße. Bon ihm Gingen stets starke Kräfte für den festen Zusammenhalt aller wahrhaften Christen aus, daß alle sich fühlen als Glieder eines Leibes, einer dem anderen willig dient und dadurch das Wohl des Ganzen fördert.

Kreis- und Stadtschulrat Aebeling knüpfte in feiner Hauptansprache an diese Leitworte an und wies zunächst auf das neue Werden in unserem Reiche und auf die Vergangenheit hin. Er sagte dann u. a.: Der Begriff Vaterland war verblaßt. Treue und Gehorsam waren seltene Pflänzchen. Was hoch und heilig in Ehren einst stand, wurde in den Schmutz getreten. Ohne Gott und Vaterland wurde der Kampf und die Ehre verloren, ohne die gewisse Kreise glaubten leben zu können. Ein so schlecht fundierter Staat trug die Keime des Zerfalls in sich. Die Trostlosigkeit im Staatsleben spiegelte sich in der Familie, warf ihre Schatten in weite Kreise der Bevölkerung. Düstere, atembeklemmende Hoffnungslosigkeit, Nacht und Grauen geisterten über Deutschland. In der größten Not trat Adolf Hitler auf den Plan, sieghaften Glaubens, größten Mutes, stahlharten Willens, mit dem Schlachtruf: Deutschland erwache! Am 30. Januar 1933 erfüllte sich in Glanz und

Herrlichkeit der Leitspruch:Siehe, ich mache alles neu!"

In herzlicher Dankbarkeit erkennen und gestehen wir: für uns! Deutschland ist kein Land mehr des Dahinsiechens. Knospen und Svrießen, Wachstum auf der ganzen Linie. Diese Lebenszeichen sollen uns Ansporn fein, weiter zu kämpfen ohne Unter­laß, auf daß neues Leben, neue Hoffnung und neue Zuversicht in allen Kreisen unseres Volkes ein­ziehe. Die beglückende Kraft starken Wollens durch Gottes Wort geweckt erwache und keime in unseren Herzen, keime und gewinne an Größe und Stärke und bestimme unser ganzes Tun. Und als Wirkung wird sich offenbaren, neues Leben und Kraft zu gestalten. Jedem einzelnen fällt diese Auf-, gäbe zu, in der Familie, in der Werkstatt, auf der Arbeitsstätte auf feine Umgebung heilsam einzu­wirken zum Segen für Volk und Vaterland.Siehe, ich mache alles neu!"

Der Redner umriß dann die Aufgabe der evan­gelischen Kirche. Ihr obliegt die Verpflichtung, den nationalsozialistischen Grundsatz:Gemeinnutz geht vor Eigennutz!" zum Allgemeingut jedes Volksge­nossen zu machen. Uns erwachse daraus die erste Pflicht, den Sinn des Bibelwortes zu erfüllen: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst". Kraft und Macht zu allem Guten und Edlen spen­det das Christentum. Unserem Volk ist mit Worten nicht gedient, noch geholfen. Das gute Beispiel be­geistert! Aufgabe der Kirche ist es, das Gewissen zu schärfen. Die evangelische Kirche, deren Begriffs­inhalt nicht die Gebäude und die darin amtieren­den Geistlichen, sondern Männer, Frauen und Kin­der durch den feierlichen Akt der laufe in die Kirchengemeinde eingegliedert umfasse, habe eine frohe Botschaft:Siehe, ich mache alles neu!", die alles Volk trage und ihm durch die überzeugende Tat verkündet werden müsse. Die evangelische Kirche müsse den Ruf ertönen lassen: Zuruck zu Gott! dem Schöpfer Himmels und der Erden,zurück au Jesu!" Im Bereich der Kirche müsse lebenspendende Kraft verbreitet werden zum gesegneten Aufbau

des Staates. Das Fundament, der Glaube Martin Luthers, fordere den täglichen Beweis für den wahren Lebenswandel im Sinne Christi. Das prak­tische Christentum, das Christentum der liebevollen Tat lehne das mittelalterliche Einsiedlertum ab, fordere vielmehr die wegweisende Betätigung im Volk. In ihm erwachen dann auch die heilsamen Kräfte und strahlen aus, auf daß das Leitwort aufs neue Wahrheit werde:Siehe, ich mache alles neu!" Als Willensbekundung fangen die Besucher dann gemeinsam das Lied:Ich hab mich ergeben".

Im Anschluß an die Ansprache erfreute die christ­liche Mädchenvereinigung mit packenden Aufführun» gen, ebenso stellte sich der Frauenchor in dankens­werter Weise in den Dienst der Veranstaltung. Die Aufführungen, auf die mit Rücksicht auf die Raum- Verhältnisse hier nicht näher eingegangen werden kann, stellten wirkungsvoll die hohen Werte und die starken Kräfte des praktischen Christentums, des Dienstes an den Aufgaben der Nächstenliebe heraus. Starker Beifall bekundete die dankbare Anerken­nung der Besucher. Weiter erfreute eine Tanzgruppe mit schönen Darbietungen, ebenso brachte eine Ver­losung frohe Stimmung, da über 200 schöne Ge­winne zur Verfügung standen. Der Reinertrag der Verlosung soll als kleiner Baustein zu der geplanten neue Kirche verwandt werden.

Studentenpfarrer Sucker

knüpfte in einer Ansprache an die Eindrücke der vielseitigen Darbietungen der Vortragsfolge an. Er betonte, daß Christus und Gott auch für unseren Alltag größte Bedeutung hätten. Alle Christen soll­ten dem Beispiel der Männer des neuen Deutsch­land folgen und sich innerlich wandeln. Der Redner wünschte zum Schluß, die Petrusgemeinde möge immer eine Gemeinde von Christen sein, die die Herrschaft Jesu Christi und des Heiligen Geistes an­erkenne. Freilich müsse allezeit bekundet werden, daß der Quell der treibenden Kraft einer Gemeinde nur im Gotteshaus zu finden fei. Wohl dem, der das Brot des Lebens effeiv dürfe, der getränkt werde

Die Eröffnung des Mnchener Oktoberfeffes.

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Der Wagen des Löwenbräu im Festzuge, mit dem das alljährlich stattstndsnde Münchener Oktoberfest in traditioneller Weise eröffnet wurde.

Jürgen Wullenweber, der letzte Hanseat.

, Von Gart Wehner.

Im Scheitelpunkt hansischer Wirtschaftsgröße und politischer Macht steht die Gestalt und das tragische Schicksal des Lübecker Bürgermeisters Jürgen Wul­lenweber. Er war der deutschen Hanse getreuester Sohn, wie er auch deren unglücklichster war. Als er im September des Jahres 1537 das Blutgerüst bestieg, da endete das Richtschwert des Henkers nicht nur das Leben eines nordischen Staatsmannes, es war vielmehr, als hätte zu Wolfenbüttel der große hanseatische Städtebund selber das Haupt vor die Füße gelegt bekommen.

Wellenweber, einem Hamburger Kaufmanns- und Seefahrergefchlecht entsprossen, war als eifriger Ver­fechter der lutherischen Kirchenreformation bis zu den höchsten Aemtern Lübecks aufgerückt. Im Fe­bruar 1533 ist er einer der vier Bürgermeister die­seshansischen Vororts". Seine staatsmännische Kunst verfolgte zweierlei Ziele: er wollte dem Pro­testantismus im Norden zum Siege verhelfen, und wieder sollten die Macht der Hanse und die Han- helspolitik der Kaufmannsstädte zum beherrschen­den Faktor in Nordeuropa werden. So sehen wir ihn denn die protestantische Partei Dänemarks aktiv unterstützen, um den entthronten König Christian II. wieder in seine Rechte einzusetzen (die sogenannte Grafenfehde", im Bündnis mit dem Grafen Chri­stoph von Oldenburg). Seine handelspolitischen Ab­sichten richteten sich vor allem auf die Ausschaltung des direkten Handels, den die Niederlande, aber auch England mit der Ostsee und den skandinavischen Ländern betrieben.

Aber Jürgen Wullenweber rechnete mit einer Einigkeit und einer Willenssammlung in hansischen Kreisen, die es längst nicht mehr geben konnte. Zwei Jahrhunderte lang hatten Macht und Ansehen der deutschen Hanse mit auf dem Zwischenhandel beruht, den sie, unter Ausschluß Fremder, als Mittler zwi­schen Ost und West betrieb. In jenen Jahrhunderten waren die Handelskontore entstanden, darunter als wichtigste die zu Nischni-Nowgorod, Bergen, Brügge und London. Lübecks eigene Stadtgröße aber hatte darin gelegen, daß es erfolgreich einen Stapelzwang für den Güterverkehr nach Osten und Westen auf­recht hielt und die Führung in den siegreichen nor­dischen Kriegen übernahm. Die erstarkenden skandi­navischen Nationalreiche hatten das Bild verändert. Immer mehr Vorrechte gingen verloren. Noch 1524 hatte Lübeck im Verein mit Danzig die Auflösung der skandinavischen (Kalmarer) Union zu erzwingen vermocht. Zehn Jahre später erwiesen sich unter,

Wullenweber die Machtmittel des Bundes als zu klein, um die Seeherrschaft wieder an die Hanse zu bringen. In Lübeck erhob sich die Gegenpartei, unter dem einst grollend ausgewanderten, katholi­schen Bürgermeister Brömse. Am 7. Juli 1535 er­ließ das Reichskammergericht zu Speyer ein Exe- kutorialmandat, das die Rückgängigmachung der von Wullenweber getroffenen Neuerungen unter Strafe der Reichsacht verfügte. Dem Hansetag blieb nichts übrig, als sich dem Machtanspruch zu beugen. Während Brömse im Triumph heimkehrte; nicht ahnend, daß er hinfort nur noch die Trümmer der Bundesmacht zu sammeln haben werde, reifte Wul­lenweber, neue Pläne schmiedend, zur Anwerbung von Landsknechten nach dem Lande Hadeln. Unter­wegs ließ ihn der Erzbischof von Bremen verhaften und übergab den Gefangenen dem Herzog von Braunschweig. In Wolfenbüttel wurde dem letzten Hanseaten der hochnotpeinliche Prozeß gemacht. Das öffentliche Landgericht, das ihn am 24. September 1537 zu schmählichem Tode und zur Vierteilung fei- ! nes Leichnams verurteilte, zieh ihn der Verräterei und Wiedertäuferei, Anklagepunkte, die von einer schreienden Ungerechtigkeit waren.

So starb Jürgen Wullenweber, der Hanse ge- treuester und unglücklichster Sohn, auf einem deut­schen Blutgerüst. Unaufhaltsam war seitdem der Abstieg des mächtigsten Städtebundes des Mittel­alters.

Kain und Abel im Krautsalat.

Von Martha von Zobeltih.

Als unsere Großmutter aus dem Elsaß heiraten kam, brachte sie noch ihr Brautgut auf einem Wagen mit: Truhen über Truhen, bas Bett oben quer gebunden. Sieben Kinder, die in die Welt zogen, und endlich der Krieg sorgten, daß nur eine letzte Truhe übrigblieb, aus der nunmehr die Enkelgeschenke bezogen wurden.

Auf unfern Anteil fiel ein Salatbesteck; die Löf­fel zierlich aus Horn gedrechselt, die Griffe aber beileibe keingeblasener Schund", im Gegenteil. Wir nannten sieKain und Abel" und hielten sie für getarnte Totschläger.

Nun begab es sich, daß wir unerwartet ein schüch­ternes junges Paar zum Abendtisch behielten. Settche, die Magd, ebenfalls ein Enkelerbe aus Großmutters Heimat, steuerte die Fischmayonnaise versehentlich mit dem grünen Galaltthsalatbesteck aus, und der zum Braten gedachte rote Krautsalat stand hilflos und unbelöffelt da,ein Anblick, gräß­lich und gemein."

Settche", kommandierte mein Mann, wie nur gereifte Eroberer und sehr junge Ehemänner es

können,Settche, gib mal Kain und Abel rüber!" Settche machte ein ängstliches Gesicht, indem sie die silbernen Brüder mit einer Vorsicht, als seien es Granaten, in den Krautsalat bohrte. Mit höf­lichem Lächeln schob der schüchterne junge Gatte mir den Napf zu, im gleichen Augenblick kriegten jedoch Kain und Abel das Uebergewicht, und ihre Schaufeln warfen einen Blütenregen Krautsalat in die Luft.

O Gott, Süßer, wie bist du ungeschickt!" zwit­scherte die junge Frau und begann eifrig mit spitzen Fingern die Schnipsel vom Hellen Atlas- milieu aufzusammeln. Settche wischte die Bruder­mörder ab und bohrte sie wieder in die Schüssel.

Nur keine Bange!" ermunterte mein Mann. Sowas kann jedem passieren, mir schließlich auch!" Und wie auf Kommando machte Kain sich selbstän­dig und stürzte rücklings aufs Parkett, und als mein Mann sich danach bückte, schoß Abel kopp­heister hinterdrein.

Männe, bist du ein Doofback!" sagte ich mit elegischem Tonfall und nahm die frischgereinigten Löffel entgegen.Dieser Krautsalat ist nämlich eine Spezialität unseres Hauses Sie müssen ihn wirklich probieren!" wandte ich mich jetzt an die junge Frau. Die Schale stand friedlich aussehend neben ihr. Ihre Hände beschlichen sie sozusagen von rückwärts wie ein scheues Wild. Schon senkten sie sich über die Silbernen, da sagte Abel gleichsam entschuldigendKlick" und rollte mit hingebender Bewegung in meinen Schoß.

In diesem Augenblick tat Settche. was uns schon längst hätte einfallen sollen: sie brachte die abge­waschenen Galalithlöffel. Leider nützte es nichts mehr, denn der Krautsalat hing restlos verteilt auf dem zartfarbigen Milieu, unfern Blusen und den Manschetten der beiden Herren.

Am nächsten Morgen hielt Settche sorgenvoll das Milieu gegen das Licht.

Ob die Fleckcher all nausgehe?" erwog sie. Eechentlich e ganz hibsch Muschter! Madam, ich wärsch schlicke ..." Und das tat sie bann wirklich.

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Dieses Lustspielchen, ein ABC-Film der Europa, ereignet sich nicht, wie man vermuten könnte, in Budapest ober in ber ungarischen Pußta, sonbern in einem Hotel in Kitzbühel, wo bie Tänzerin Jlonka und ein eifersüchtiger Zigeunerprimas die Gäste in beträchtliche Aufregungen stürzen, und wo überdies die galanten Abenteuer der beiden Grafen Leopold und Poldi Stauffenstein nach allerlei Wirrnissen und Mißverständnissen ihren von ber fürstlichen Großtante gesegneten Abschluß finben. Der Re­gisseur Charles Klein verbrämte die harmlose An­

gelegenheit mit hübschen Winterlandschaften und Sportszenen. Adele Sandrock, die vor kurzem ihren 70. Geburtstag feierte, diktiert mit bem sono­ren Organ ber geborenen Heroine ihre Memoiren. Georg Alexanber, der leiber nicht besonbers viel zu spielen hat, und ber Komiker R. A. Ro­berts, Grit Haid unb Margit Symo als un­garische Tänzerin heben sich im Ensemble hervor.

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Das vielseitige Beiprogramm des Lichtspiel­hauses bringt u. a., worauf besonders hingewie- sen sei, in einem Sonder bienst ber Ufa einbrucks- volle Bildberichte vom Reichsparteitag. Außer- bem gibt es einen Filmschwank unb Ankünbigungen zu ben fommenben Neuerscheinungen, bemSchim­melreiter" unbCharleys Tante".

Kampf der Flugzeuge gegen den Nebel.

Einem Mr. Henry E. Hougthon vom Institut für Technologie in Massachusetts ist es gelungen, einen Apparat zur Zerstreuung von Nebel über Flughäfen zu erfinben. Der Apparat besteht in einem Gitter von Rohren unb Spritzrnünbungen, aus benen vorn Flugzeug aus eine Losung von Calciurn-Chlorib in ber vernebelte Luft gesprengt wirb. Die Calcium-Losung zieht bei ihrer Affinität zu Wasser kleine Teilchen bes Nebels zu großen Tropfen aufammen, wodurch ein Niederschlag verur­sacht wird, der eine 2000 Meter breite Bahn durch ben Nebel zum Flughafen öffnet. Das Hauptpro­blem besteht barin, eine gleichmäßige Verteilung ber Calcium-Chlorib-Losung zu erzielen, anberer- fcits müßten bie sich bilbenben Tropfen fo schwer fein, daß sie nicht in der Luft schweben, sondern möglichst schnell zu Boden sinken, um die Sicht nach unten rechtzeitig vom Flugzeug aus zu ermöglichen. Nach der Ansicht des Erfinders würde Calcium- Chlorid in Pulverform noch wirksamer sein. Er kann keinen Grund sehen, warum es nicht möglich sein sollte, es gegen den Grundnebel von oben mit­tels ähnlicher Apparate zu verwenden, wie man sie gebrauche, um an von Insekten befallenem Ge­treide diese durch ein bestimmtes Pulver zu vernich­ten. Wenn sich die Erfindung in der Praxis be­währt, würde sie einen großen Fortschritt für die Sicherheit der Luftschiffahrt bedeuten. Noch eine andere Verwendungsmöglichkeit würde sich dabei eröffnen. Auch für die Schiffahrt wäre damit ein Mittel gefunden, ihren größten Feind, als welcher der Nebel bei allen Seeleuten gilt, zu überwinden. Natürlich würde der Apparat für Schiffe eine an­dere Konstruktion haben müssen, die aber bei dem Gegenwärtigen Stande ber Technik halb gefunden fein, bürste.