alich dazu da, die Arbeitslosigkeit zu Arbeitsdienst wolle vielmehr alsj
Mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied
wurde die eindrucksvolle Kundgebung geschlossen.
dienst sei ledic mindern. Der !
und man werde alle Kräfte einzusetzen haben. Die Arbeit werde aber in Zukunft durch die Einführung der Ar beitsüienstp flicht durch die Studentenschaft klarer werden, und so werde es gelingen, das Ziel über alle Stände und Altersunterschiede hinweg zu erreichen:
die Volksgemeinschaft.
Jeder Student müsse sich Dafür einsetzen, daß er ein brauchbarer Helfer für den Führer werde, um ihn zur Vollendung seiner Arbeit für Volk und Vaterland nach besten Kräften zu unterstützen. (Anhaltender Beifall!)
Nachdem die Studenten des Kameradschaftsheims noch ein Lied gesungen hatten, hielt
der Führer der Gießener Studentenschaft, sind. jur. Adam,
die Schlußansprache: Der völkische Staat werde mit dem Unfug, körperliche Arbeit zu verachten, brechen müssen. Der Arbeitsdienst habe in dieser Hinsicht manche Aufgabe zu erfüllen.
Es fei heute bereits selbstverständlich, daß der junge deutsche Mensch durch SA. und durch den Arbeitsdienst gehe, hier werde das neue Deutschland geprägt.
Die Arbeit bedeute Adel. Jeder Volksgenosse habe ein Recht auf Arbeit. Allerdings müsse mit der Meinung aufgeräumt werden, der Arbeits-
ausgesetzt waren und nach Berechnung der Hereros dabei allmählich aufgerieben werden mußten. Aber sie hatten eben nicht mit den Deutschen gerechnet, mit deutscher Zähigkeit, deutscher Tatkraft und deutschem Ueberlegungsgeist. Was von Deutschen hatte erreicht werden können, war nach Möglichkeit a n wenigen Orten zusammengezogen worden, die festungsartig ausgebaut waren. Der Gouverneur, Generalmajor a. D. Leutwein, hatte sofort drei Abteilungen gebildet: eine Ostabteilung, die unter Major von Glasenapp die Gegend von Gobabis säuberte und die Verbindung nach Grootsontein aufrechterhielt, dann eine Westabteilung, die den Feind aus der Gegend von Omaruru vertrieb, während die Hauptabteilung bei Okandija konzentriert war, den Gegner aus den Onjati-Ber- gen vertrieb und in der Gegend von Waterberge stellte.
Wie diese Gefechte aussahen, das zeigte gleich das erste bei Uitkomat, wo Oberleutnant V o l k - mann mit 12 Mann eine Hererokolonne von mehreren hundert Mann angriff und durch eine glänzend gerittene Attacke in alle Winde zerstreute. Das schwierigste bei dem Feldzug (was ja auch in der Berechnung der Gegner lag), waren die ungeheuren Märsche, die der Schutztruppe bei dem stets ausweichenden Feinde zugemutet werden mußten. Dazu kam der Wassermangel, so daß die Reit- und Zugtiere versagten und die Geschütze steckenblieben. Es kam oft genug vor, daß die Reiter, nur um sich selbst zu retten, den zusam-
Vor dreißigZahren im Kamps gegen die Hereros
Erinnerungen eines Schuhtruppen-Offizierö.
Von Erich Beck, Oberleutnant d. :R. a. O. in der Kaiserlichen Schutztruppe.
Eines der ersten großen Gefechte, das ich mitmachen durfte, fand am 25. Februar 1904 bei Otjihinarnaparero statt, wo unsere Lage sehr kritisch geworden war. Der Feind hatte aus den Bergen Verstärkung erhalten, die er auf seinem rechten Flügel zusammenzog, um einen umfassenden Angriff gegen unseren, schon zurückgezogenen linken Flügel zu unternehmen. Hier führte Oberleutnant Freiherr von Schönau das Kommando und setzte sich mit seinen wenigen Leuten energisch zur
Neue erleben. Zwei Aufgaben müßten durch den Arbeitsdienst für die Studenten erfüllt werden: Dienst am Volke und — Dienst an sich selbst.
Dienst am Volke heiße, Neues, Zusätzliches, Wertvolles schaffen, ohne wesentliches Entgelt dazu beizutragen, daß Deutschland seine Brotfreiheit erlange. Hier müsse immer wieder die große Aufgabe vor Augen stehen, armen Gemeinden durch Bodenoerbesserung zu helfen, eine Arbeit zu tun, die sonst nicht getan werden würde, die Äcker- Nahrung zu verbessern und dafür zu sorgen, daß Da, wo sonst e i n Halm gewachsen sei, nun zwei wüchsen. Das sei an sich eine große Aufgabe. Wichtiger für den Studenten sei aber die erzieherische Äufgabe, die der Arbeitsdienst erfüllen könne und zu erfüllen berufen sei. Durch die gegenseitige innere Verbundenheit der Kameraden im Arbeitsdienst solle man zu sich selbst und zum Volke finden.
Für die ältere Generation sei das große Fronterlebnis die Quelle der Kraft gewesen, um die Nachkriegsjahre zu überleben, für die gegenwärtige Jugend müsse das Erlebnis des Arbeitsdienstes Kraft vermitteln für den Aufbau in unserem Vaterlande.
Das Ziel sei immer die Volksgemeinschaft, die Gedanken des arbeitenden Menschen zu erleben, die Sprache des Arbeiters zu verstehen und sich darauf einzustellen. Die bisherige Arbeit des Herrn Seipp an diesen Zielen habe er stets mit großer Freude verfolgt, und er schließe sich gerne den Worten der Anerkennung des Rektors an. Die Arbeit müsse und könne nun auf breiterer Grundlage fortgeführt werden. Die Aufgaben seien groß
wesentliches Ziel die Erziehung zum deut- mengebrochenen Tieren die Kehle durchschnitten, um schen Menschen. Arbeit sei Segen und kein ihren Durst mit dem ausströmenden Blute zu stil- Fluch, Arbeit sei Leben und krafterhaltender Kampf! | len. Dazu kam noch der Typhus, der auch manches Mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied Opfer forderte.
Wehr. Major von E ß t o r f f, der die drohende Gefahr erkannte, zog alle Gewehre auf den linken Flügel herüber. Der Führer des rechten Flügels bekam den Befehl, um jeden Preis die Stellung zu halten und mit dem Rest noch dem linken Flügel Hilfe zu leisten, da dieser von den Hereros schon umgangen war. Die außerordentlich schnelle Ausführung dieses Befehls brachte aber den Erfolg auf die deutsche Seite, so daß Oberleutnant Hanne- mann und Hauptmann Franck e mit ihren Leuten den Feind, der schon den Sieg in der Tasche zu haben glaubte, in einer prachtvollen Attacke über den Haufen ritten und so den Erfolg des Tages entschieden.
Es würde zu weit führen, all die einzelnen Gefechte und Erlebnisse im afrikanischen Busch zu schildern. Heldentaten wurden vollbracht, von denen sich die Heimat auch keine blasse Vorstellung machen konnte, weil sie sich in die örtlichen Verhältnisse nicht hineinzusetzen vermochte. Bis Mitte August war jedenfalls der Herero-Aufstand niedergeworfen und der ganze Stamm derart aufgerieben, daß an einen Widerstand nicht mehr zu denken war. Auch die Hottentotten hatten sich damals unter den Brüdern Witboi den Hereros angeschlossen, so daß nach der Niederwerfung des Herero-Aufstandes mit diesen abgerechnet werden mußte. Als aber Hendrik Witboi am 3. November 1905 gefallen war, brach auch diese Revolte zusammen, um sich dann im Jahre 1906 in zahlreichen kleinen Plänkeleien zu verzetteln. Dank dem Opfermut der deutschen Schutztruppe, die im Laufe der Jahre durch 1080 Offiziere, 17 600 Mann und 16 000 Pferde aus der Heimat tatkräftig unterstützt worden war, dank der ungezählten Heldentaten deutscher Männer im glühendheißen afrikanischen Sande gelang es, den Frieden in der Kolonie wieder herzustellen. Waren auch die Ereignisse wesentlich andere als die gigantischen des Weltkrieges, so sollen sie doch nicht der Vergessenheit anheimfallen: denn auch dort kämpften deutsche Männer heldenhaft gegen eine vielfache Uebermacht um das Siegesreis, das für alle Zeiten das Andenken unserer Schutztruppe schmücken wird.
Wirtschaft.
Dreißia Jahre sind vergangen, seit in Deutsch-Südwest-Afrika der Herero-Aufstand ausbrach, der von den schwachen Kräften der deutschen Schutztruppe unter unsäglichen Mühen und in heldenhaften Kämpfen niedergeschlagen wurde. In ganz Deutschland gab es damals kein anderes Gesprächsthema als die Nachrichten aus Deutsch- Südwest, jeder verfolgte mit Interesse die einzelnen Etappen dieses Busch- und Wüstenkrieges, und der Name so mancher Quelle und manchen Felsenhügels war damals in aller Munde. Im folgenden gibt einer der Teilnehmer jener Kämpfe ein anschauliches Bild der Ereignisse vor 30 Jahren:
Man schrieb den Januar 1904. Als junger Farmer war ich um die Jahrhundertwende nach unserer Kolonie Deutsch-Südwest-Afrika gegangen, einerseits, weil Abenteurerdrang und Tatendurst dort leichter befriedigt werden konnten als in der Heimat, andererseits aber, weil ich mir in wirtschaftlicher Beziehung große Hoffnungen machte. Diese hatten mich auch nicht enttäuscht; denn während der 3'/r Jahre, da ich meine Farm hundert Kilometer östlich von Okahoa bewirtschaftete, hatte es mir zwar an Mühe und Arbeit nicht gefehlt, aber der Erfolg war nicht ausgeblieben. Das Zusammenleben mit den Eingeborenen war allerdings nicht ungetrübt geblieben, denn bei diesem primitiven Menschenschlag mußte man immer mit Zwischenfällen rechnen. Aber eine gerechte, wenn auch oft harte Hand hatte ihnen allmählich unsere europäischen Begriffe beigebracht, so daß die Zusammenarbeit im allgemeinen glatt vonstatten ging.
So kam es, daß ich im Jahre 1904 die Lage keineswegs für bedrohlich hielt. Zwar war mir und meinem europäischen Verwalter ausgefallen, daß unsere Schwarzen sich ungewöhnlich oft versammelten und die Köpfe zusammensteckten, aber das konnte durch Stammesstreitigkeiten bedingt sein. Selbst, als aus dem Distrikt Maltahöhe die Kunde kam, daß auf der Farm Zaris im Dezember der Farmer Jäger und seine Frau durch Buschleute ermordet worden waren, sahen wir darin noch kein allgemein beunruhigendes Zeichen; denn mit solchen Zwischenfällen muß man schließlich rechnen, wenn man unter Wilden lebt.
Um die Situation richtig verstehen zu können, muh man sich klarmachen, daß die Kolonie Deutsch- Südwest-Afrika IV-jmai so groß wie Deutschland ist, auf einer Bodenfläche von nahezu 840 000 Quadratkilometer aber nur 204 600 Einwohner hat, von denen nur 4700 Weiße sind. Es kommen also dort aufdenQuadratkilometernur0,2Ein- w o h n e r. Daraus ergibt sich, daß der Ansiedler gezwungen ist, größtenteils für sich selber einzustehen, und auch im Verkehr mit den Eingeborenen geschult sein muß; denn bei diesen riesenhaften Entfernungen kann er natürlich bei einem unliebsamen
Vorfall nur in den seltensten Fällen auf Hilfe rechnen.
Als sich in diesen Januartagen die beunruhigenden Nachrichten häuften, beschloß ich, mit zwei Begleitern nach Epukiro zu reiten, um mit Herrn von Falckenhausen, der dort seine Farm hatte, die Lage zu besprechen. Es war eigentlich ein unbestimmtes Gefühl, das mich zu diesem Ritt verleitete, und meine Ahnung fand eine grauenhafte Bestätigung, als ich erfuhr, daß Herr von Falckenhausen ermordet worden war und' man auch seine Frau zu beseitigen versucht hatte. Man hatte am Abend vor meiner Ankunft an die verschlossene Haustüre geklopft und auf die Frage, wer draußen sei, mit verstellter Stimme geantwortet: „Ferdinand und Willfried, die einen Brief von deinem Mann bringen." Darauf hatte Frau von Falckenhausen die Türe einen Spalt breit geöffnet, und dieser Moment hatte genügt, daß die anstemmenden Hereros der Frau mit dem Kirri einen Schlag auf den Kopf versetzten, so daß sie blutüberströmt zusammenbrach. Nur durch die Dazwischenkunft von treuen Angestellten war es gelungen, die Banditen zu vertreiben und Frau von Falckenhausen das Leben zu retten.
Nun gab es allerdings keinen Zweifel mehr, daß die Hereros irgend etwas gegen die deutschen Herren im Schilde führten. Auch in Okahandija hatte man am 18. Januar diese Beobachtung gemacht, als zwei- bis dreihundert bewaffnete Eingeborene sich verdächtig um den Platz herum bewegten. Nun wurden zunächst einmal die Weißen bewaffnet, der Gouverneur berief die Reserve und die Landwehr unter Waffen. Die Tatsache, daß man den Oberhäuptling Samuel Maharero nicht fand, als man ihn suchte, war Beweis genug, daß die Hereros einen Ueberfall im Schilde führten. Der Gouverneur traf sofort alle Schutzmaßnahmen, sandte reitende Patrouillen zu den einzelnen Farmen, um sie zu warnen und unter Umständen in Sicherheit zu bringen. Auch die Tatsache, oaß die Patroille Kühnel, bestehend aus einem Feldwebel und vier Mann, von den Hereros niedergemetzelt wurde, zeigte, daß man sich mit den Waffen mit dieser Gesellschaft würde auseinandersetzen müssen.
Bei diesem riesenhaften Gebiet und der verhältnismäßig sehr schwachen Schutztruppe, die doch, alles in allem gerechnet, kaum tausend Mann ausmachte, war es natürlich eine Riesenaufgabe, der Gegner Herr zu werden, die nicht nur in den vorhergehenden Friedensjahren von den Deutschen außerordentlich viel gelernt hatten, sondern auch mit den Terrainverhältnissen ganz genau bekannt waren. Ihr Aufstand war im wahrsten Sinne des Wortes als Zermürbungskrieg gedacht, der die geringen deutschen Kräfte in mehrere Trupps zersplittern mußte, die auf dem außerordentlich schwierigen Gelände den allergrößten Strapazen
Echweinemarkt in Gießen.
Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 234 Ferkel zum Verkauf. Man bezahlte für Ferkel bis 6 Wochen alt 18 bis 20 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 20 bis 25, 8 bis 13 Wochen alt 25 bis 29 Mark. Tendenz: gut, Ueberftanb.
Frankfurter Börse.
Mittagsbörse: uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Die Börse lag sehr ruhig unb unter bem Eindruck der weiteren Geschäftsschrumpfung uneinheitlich. Anregungen für eine stärkere Beeinflussung waren nicht vorhanden, allerdings wird auf den Erfolg der Konjunkturpolitik in der Wirtschaft, auf das bessere Geschäftsjahr bei Harpener und auf einige andere Mitteilungen von Gesellschaften über bessere Absatzaussichten verwiesen, wodurch der allgemeine Kursrückgang nur in bescheidenem Maße lag.
Trotz der Harpener-Mitteilungen lagen Montan- werte durchweg schwächer, und zwar Harpener um 1 v. H., Gelsenkirchen um 0,75 v. H., Klöckner um 1,38 v. H., Stahlverein, Mannesmann und Phönix um je 0,50 v. H. Farbenindustrie bröckelten um 0,65 v. H. ab, dagegen lagen Rütgerswerke 0,65 v. H. und Deutsche Erdöl 0,40 v. H. fester. Am Elektromarkte zogen Siemens 0,75 v. H., Schuckert 0,50 v. H., Bekula 0,40 v. H. an, AEG. verloren 0,25 v. H., Gesfürel 0,50 v. H. Von Transportwerten lagen Allg. Lokal & Kraft 0,90 v. H., Hapag 0,50 v. H., Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,65 v. H. höher. Von Einzelwerten blieben Reichsbankanteile unb Conti Gummi gut gehalten, Bemberg lagen 0,90 v. H. unb Daimler Motoren 0,50 v. H. schwächer.
Am Rentenmarkt war besonders Altbesitz fest unb 0,60 v. H. höher, Neubesitz unb späte Reichsschulb- buchforberungen etwa behauptet. Reichsmark-Anleihen, in benen bie Umsätze immer mehr zurückgehen, unterschieblich 0,13 bis 0,25 v. H. freundlicher. Bon Auslandsrenten waren Ungar. Anleihen weiter leicht befestigt.
Im Verlaufe hielt bie Gefchäftsstille an unb, von wenigen Ausnahmen abgesehen, traten nur geringfügige Veränberungen ein. Farbeninbustrie waren um 0,50 v. H. erholt, Mannesmann bröckelten 0,25 v. H., Siemens 0,75 v. H. ab. Von später zur Notiz gekommenen Papieren büßten Chabeaktien 2 Mk., Zellstoff Waldhof 1 v. H., Accumulatoren 2 v. H. Aku. 0,50 v. H. ein, dagegen lagen Rhein. Elektro 2,50 v. H. und Südd. Zucker 2,25 v. H. fester. Der Kassamarkt lag im ganzen still und ebenfalls uneinheitlich, bie Abweichungen betrugen von 1 bis 2 v. H. nach beiden Seiten.
Am Rentenmarkt war das Geschäft später ebenfalls klein, Altbesitz gingen um 0,40 v. H., Neubesitz
unb späte Reichsschulbbuchforberungen um je 0,25 v. H. zurück. Staats-, Länber- unb Stabtanleihen lagen weiter ruhig und kaum verändert. Am Pfandbriefmarkt waren Goldpfandbriefe und Kommunal- Obligationen ziemlich unverändert, Liquidationspfandbriefe lagen knapp behauptet und bis 0,40 v. H. leichter. Nur das Geschäft in umgetauschten Reichsmark-Anleihen erfuhr bei bis 0,50 v. H. höheren Kursen eine leichte Belebung. Von fremden Werten waren Ungarn weiter etwas erhöht, ferner lagen Schweiz. Bundesbahnanleihen nach ihrem letzten Rückgang bis zu 2 v. H. erholt. — Tagesgelb blieb zum Satz von 3,50 v. H. unoeränbert.
Abenbborse: still:
Die Abendbörse eröffnete auf ber ganzen Front infolge bes Orbermangels in stiller Haltung. Die Stimmung war inbeffen nicht unfreunblich, unb die Kurse zeigten im Vergleich zum Berliner Schluß kaum eine Veränderung. Es eröffneten IG. Farben, Accumulatoren unb Harpener unoeränbert, Marisfelder 0,25 v. H. hoher, Otavi Minen gewannen 0,40 v. H., Schuckert lagen 0,25 v. H. niedriger. Reichsanleihen unb späte Reichsschuldbuchforberun- gen sowie Reichsmark-Obligationen und Dollar- Bonds lagen ruhig und behauptet. Im Verlaus war die Geschäftsstille noch ausgeprägter. Auf kleines Angebot gingen Farbeninbustrie um 0,40 v. H., Altbesitzanleihe um 0,25 v. H. unb Neubesitzanleibe um ca. 10 Pf. zurück. Am Auslanbsrentenmarkt zogen Ungarische Golbanleihe um 15 Pf. auf 6,40 v. H. an, währenb 4prozentige Schweiz. Bundesbahn von ihrem Mittagsgewinn um 1 v. H. auf 133 v. H. nachließen.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Bei in Brotfrucht weiterhin reichlichem Angebot, insbesondere für Weizen, bem seitens ber Mühlen auf Grunb bes fchlep- penben Mehlgeschäfts keine Aufnahmeneigung gegen- überstand, verlief der heutige Getreidegroßmarkt wieder sehr ruhig. Die Preise bröckelten bei Weizen und Roggen, sowie bei Roggenkleie unb Treber leicht ab. Futtermittel lagen ebenfalls fast ohne Geschäft. Weizen 195 bis 196, Roggen 172,50 bis 173, Gerste für Brauzwecke 175 bis 177,50, Hafer 147 bis 150, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29,10 bis 29,65, bo. ohne Austauschweizen 27,60 bis 28,15, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24, bo. fübb. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,75, Weizenfuttermehl 11,75, Roggenkleie 10,50, Soyafchrot 15,25, Palmkuchen 15,50, Erbnußkuchen 16,75 bis 17,15, Treber 17,50, Trockenschnitzel 10,25 bis 10,40, Heu 7,00, Weizen- unb Roggenstroh drahtgepreßt 2,20 bis 2,30, bo. gebünbelt 2,00 bis 2,10 Mk.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beid) loflenen Dividende an — Reichsbankdiskont 4 v H Lombardzinsfuß 5 o. H.
.vranrrur u. )Jl
Berlin
Schluß, fürs
Gchlußk. Abend, börse
Schluß« für«
Gchlußk
Mittag, börse
Datum
23-b
24-1.
23-b
24-1-
•% Deutsche Reichsanleihe v 1927
95,5
95
95,5
94,5
6% el)em.7% Dl. Reichsanl. v. 1929
100,10
100,10
100,2
100,13
6Vi% ?)ounfl-tinleihe von 1930
95,5
95,13
95,13
95
Deutsche Aul.-Mlos.-Schuld mit Auslos.-Rechten
96,65
96,5
96,6
96,75
DeSgl. ohne Ausioi..Rechte .....
19,05
18,725
19,1
18,8
6% ehern.8% Hess. Bolksstaat 1929
(rückzahlb. 102%).....
94,75
94,5
95,1
94,75
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12
92,5
92,5
92,25
92,75
5*A% Hess Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui
93
92,75
_
_
Cberljeifen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten
93
93
_
_
Deutsche Komm. Cammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auoios.-Rechten
96
96,5
96,13
96,6
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
93
93
—
—
6% ehern. 7% Franks Hyp.-Bank Goldpse 16 unkündbar bis 1936
93
93
_
—
6%% ehern. 4y.% Franks Hyp.- Bank.Ltqu..Psandbriese
91,90
91,9
_
_
6V,% ehern 4tz% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.
6% ehern. 8% Pr. Landespfand.
briefanftalt, Pfandbriefe R 19
93,4
93
_
_
94
94
94
94
6% ehern. 7% Pr. Landespfand, briefanftalt, Pfandbriefe R. 10
94
94
94
94
kteuergutich. Verrechnungskurs
97
97
97
97
4% Oesterretchische Goldrente. .
20
19,75
_
20,75
4,20% Oesterretchische Silberrente
0,90
0,90
—
0,90
4% Ungarische Goldrente .....
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
6
6,4
6,05
6,2
5,4
5,8
5,7
5,8
4*4% beflgL von 1913 ......
5,6
——
5,75
5,75
6% abgeft. Goldmexikaner von 99
7,5
—
7,35
7,2
4% Türkische Zollanleihe von 1911
5,3
5,3
—
5,35
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie l.....................
5,45
5,45
5,3
Frankiurt a. M
Serkin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß» kurs
Gchlußk. Mittag» börse
Datum
23.1.
24-1.
23-1.
24-1,
4% bcsgL Serie 11 ..........
5,5
5,5
—
5,6
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,025
4,025
—
4^r%Numän.oereinh.Rentev.iSi3
6,5
6,7
6,75
4% Rumänische vereinh. Rente ..
3,45
3,425
3,45
3,4
3%% Anatolier .........
26,5
26,25
26,5
26,4
vamburg-AmerUa-Paker .. o Hamburg-Südam. Dampfschiff o
27,13
27,5
27,40
24,5
27,5
24
Hansa-Dampfschiff ........ o
Norddeutscher Lloyd ........ O
29,25
29
29,25
29,25
A-B. für Verkehrswesen Akt. .. O
65
63,75
64,5
63
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
87,75
8,25
88,5
88,5
Commerz- und Prioat-Bank . O
49
49
49
49
Deutsche Bank und Disconto-
GeseUschast................ o
Dresdner Bank.............. o
55,25
59,5
55,25
59,5
55,25
59,5
55,25
59,5
Reichsbank ................ zz
164
164
164
163,75
L S.«...................... o
27,5
27,25
27,65
27,13
Bekula.............. o
120,75
120,25
120,25
120
Clelti. Lieferungsgesellschaft... 6
91,75
91,5
91,65
90,25
Ltcht und Kraft . q
98,75
97,5
99,25
97
Felten & Guilleaume........ o
53
53
53,25
53,25
GeseUjcy.f.triektr. Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ....... ö
Schuckert LCo............ 5
88,5
90
87.5
92,5
88,75
87,65
92,5
99,75
100
99,5
100,25
Siemens « Halske.........
143
143
144
143,75
Lahmeyer L Lo............. 10
109,5
109,5
110
109,5
Buben»« ....................
73
73,75
73,25
73,13
Deutsche Erdöl ..............
101,13
101,5
101,25
101
Gelsenkirchener.............. ö
56,75
56
56,75
56,4
Harpener ............... 0
86,5
85,25
86,25
85,25
Hoesch Eisen—Köln-Neuesseu .. 0
67,13
Ilse Bergbau .......... s
—
—
139
Zlse Bergbau Genüsse........s
108
107,25
107,25
107,75
Klücknerwerke ...............0
57,75
57,5
56,75
Mannesmana-Röbrro........ 0
59,5
58,75
59,65
59
Sranliun a. DL
Berlin
Schluß« kurs
Schlugt. Abend- börie
Schluß, kurs
Gchlußk. Minaq- börse
Datum
23-b
24-1.
23-b
24-1-
Mansselder Bergbau.........
0
28,5
29
28,75
28,9
Kokswerke ...........
0
—
—
86
85,75
Phonir Bergbau ............
0
44,25
43,5
44,25
43,5
Rheinische Braunkohlen .....
LO
199
198,5
198,5
198,25
Rheinstahl ..........
0
85,5
84,5
85,5
84
Vereinigte Stahlwerke........
0
37,75
37,5
38,13
37,5
Otavi Minen ...........
0
11
11,13
10,75
10,65
Kaliwerke Aschersleben........
5
109
107
Kaliwerke Westeregeln........
6
109
108,5
108,5
103
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
145
144
145
3- G. Farven-Industrie.......
7
124,13
123,4
124,13
123,75
ScheideanslaU...............
9
170
169,5
Goldschmidt ................
O
47,25
48,25
47,75
48,13
Rütgerswerke ..............
O
51
51,5
51,25
51,9
Metallgesellichaft.............
O
65,25
66
66,5
Philipp Holzmann...........
0
67,75
67,5
68,75
68
Zementwerk Heidelberg ......
0
83
83
Zementwerk Karlstadt.........
0
94
96
—
—
Schultheis Payenhoser ......
0
—
—
91,75
91
Aku (Allgemeine Kunstseide) ..
0
40,5
40
40,5
41
Bemberg
0
44
43,5
44
43,25
Hellitoff Waldhos ............
0
47
46
46,75
45
Zellstoff Aschaffenburg .......
0
34
34
34
Dessauer Gas ............
7
—
—
112,25
112
Daimler Motoren............
0
37,75
37,25
37,75
37,5
Deutsche Linoleum...........
0
47
46,5
47,25
46,25
Ctenttetn & Koppel ..........
0
—
—
58,9
58,25
Leonhard Tietz .............
0
16,25
16,5
16,5
16,4
Lhade ......................
IO
145
143
144,25
143,75
Akkumulatoren. Fabrik........
O
178
176,5
177
176,5
tontKÄummi...............
0
151,5
151
151,5
151
Grttzner....................
0
—
19,9
20,25
—
Mainkrastwerke Höchst a.fflü».
4
69,75
69,75
-
Süddeutscher Zucker .••••••••
8
186,5
188,75
188
188
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a M
23-Januar
24-Zanuar
Amtliche Dotierung
Amtliche Jiotierunn
r^elb
Srie
(Selb
Srie
Helsingfor»..
5,794
5,806
5,664
5.676
Wien ......
47,20
47,30
47,20
47,30
Vrag ......
12,475
12,495
12,465
12,485
Budapest ...
—
—
—-
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
168,58
168,92
168,58
168,92
Oslo ......
65,78
65,92
65,78
65,92
Kopenhagen.
58,49
58,61
58,49
58,61
Stockholm. .
67,53
67,67
67,53
67,67
London .....
13,09
13,12
13,09
13,12
Buenos Aires
0,681
0,685
0,670
0,674
Neuyork ....
2,617
2,623
2,617
2,623
Brüssel.....
58,34
58,46
58,29
58,41
Italien.....
21,98
22,02
21,98
22,02
Paris ......
16,44
16,48
16,44
16,48
Schweiz ....
81,10
81,26
81,10
81,26
Spanien....
34,72
34,78
33,77
33,83
Danzig.....
81,42
81,58
81,42
81,58
Zapan ......
0,783
0,785
0,783
0,785
de Ian. .
0,224
0,226
0,224
0,226
Zugoslawten.
5,664
5,676
5,794
5,806
Lijjabon ....
11,94
11,96 3antnoten.
11,94
11,96
Serlin, 24-Zonuar
Geld
Srie!
Amerikanische Noten..............
2,57
2,59
Belgische Noten..................
58,13
58,37
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
58,23
13,045
58,47
13,105
Französische Noten...............
16,40
16,46
Italienische Noten................
21,86
21,94
Norwegische Noten ..............
65,61
65,89
Deutsch Oesterreich, 1 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
-
_
Schwedische Noten...............
67,36
67,64
Schweizer Noten.................
80,92
81,24
Spanische Noten.................
Ungarische Note» ................


