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Oie Gutscheine für das Hilfswerk am Tag- der nationalsozialistischen Revolution.

Die AussMnmgsbestimmungen.

Zu der auf der ersten Seite unseres heutigen Blattes gemeldeten Ausgabe von Gutscheinen für dasHilfswerk amTage der natio- nalsozialistischen Revolution sind die nachstehenden Ausführungsbestimmungen über die Zuteilung, Belieferung und Abrechnung erlassen worden:

A. Zuweisung.

Es gelangen ohne Anrechnung auf die sonstigen Unterstützungsleistungen an die Bedürftigen zur Verteilung:

15 Millionen Lebensmitlelgutscheine im Werte von je 1 R7N.

Der Bedürftige erhält für sich und für jedes zu seinem Haushalt gehörende bedürftige Familienmit­glied nach Maßgabe obiger Menge

je einen Lebensmittelgulschein.

Aus eigenen Mitteln des Winterhilfswerkes des Deutschen Volkes 1933/34 gelangen außerdem, ab­gesehen von der regelmäßigen Zuteilung, zur Aus­gabe:

6,5 Millionen Gutscheine über je einen Zentner Steinkohlen oder Braunkohlenbriketts.

Davon erhält der Bedürftige mit eigenem Haus­halt oder eigenem Mietszimmer nach Maßgabe obiger Menge

einen Gutschein über einen Zentner Steinkohlen ober Braunkohlenbriketts.

Die Zuweisung der Gutscheine an die Bedürftigen erfolgt am 3 0. Januar 1 9 3 4 durch die örtlichen WHW.-Stellen, welche die Scheine vor der Ausgabe mit ihrem Dienststempel zu versehen haben.

B. Lebensmittelgut ckeme

Die Lebensmittelgutscheine berechtigen zur kosten­losen Entnahme von Lebensmitteln im Werte von einer Reichsmark je Schein. Etwas an­deres als Lebensmittel darf auf diese S x'»ine nicht verabfolgt werden.

In der Zeit vom 30. Januar bis 15. Februar 1934 werden diese Scheine in allen Lebensmittelhand­lungen in Zahlung genommen.

Lebensmittelgutscheine, die nach dem 15. Februar 1934 von den Bedürftigen vorgelegt werden, oder solche, die den Stempel der Ausgabestelle nicht tra­gen, dürfen von den Lebensmittelhandlungen nicht in Zahlung genommen werden.

Die Abrechnung dieser Lebensmittelgutscheine vollzieht sich folgendermaßen: Die Lebensmittel­geschäfte haben die in Zahlung genommenen Scheine auf der Rückseite mit ihrem Firmenstempel, oder mit handschriftlicher Firmenangabe zu versehen.

Zwecks Erstattung des Gegenwertes sind die Scheine soweit mehr als 100 Gutscheine zur Ein-

lösung vorgelegt werden, zu je 100 Stück gebündelt bis 28 Februar 1934 bei jeder Zahlstelle aller Ban- ren, öffentlichen Sparkassen, Girokassen, Girozentra- len, Stadtbanken, Kommunalbanken, landwirt chaft- uchen und gewerblichen Genossenschaften au zulie- fern, wo die Bezahlung Zug um Zug statt indet. Für Die Einlösung dürfen von den Zahl tellen keinerlei Gebühren erhoben werden. Rach dem 28. Februar 1934 dürfen die Zahlstellen diese Le­bensmittelgutscheine nicht mehr einlösen.

Die Zahlstellen reichen die eingelösten Lebens­mittelgutscheine bis spätestens 15. März 1934 ifyren Zentralstellen ein, von der sie der Reichs­druckerei, Berlin SW. 68, Oranienstraße 90/94, un­ter Anzeige an die Reichsführung des Winterhilfs­werkes gesammelt einzuliefern sind. Die Zentral­stellen reichen bis 20. März 1934 der Reichsführung Rechnung über die an die Reichsdruckerei abgeführ­ten Lebensmittelgutscheine zur Begleichung ein.

Die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzechan- dels e. V. empfiehlt dem Lebensmittelhandel, es dem Kohlenhandel, welcher bei den Lieferungen für das Winterhilfswerk zugunsten der notleidenden Volksgenossen auf jeglichen Verdienst verzichtet, gleichzutun und eine dem Verdienst entsprechende Anzahl Lebensmittelgutscheine auf der Vorderseite deutlich sichtbar mit dem VermerkUngültig" zu versehen und als Spende an die Reichsführung des Winterhilfswerkes des Deutschen Volkes 1933/34, Finanzabteilung, Berlin NW., Reichstag, direkt einzusenden.

C. Kohlengutscheine

Die alsSonderausgabe zum Tag der national­sozialistischen Revolution" zur Verteilung gelangen­den Kohlengutscheine werden gemeinsam mit den gewöhnlichen Kohlengutscheinen SerieE" verausgabt und sind genau so zu behandeln. Ihre Geltungsdauer erstreckt sich, wie die der Kohlen­gutscheine der SerieE", auf den Monat Februar 1934. Auch bei diesen Scheinen hat der Bedürftige an den Kohlenhändler, bei Landabsatz an die Zeche oder das Werk, eine Anerkennungsgebühr in Höhe von 15 Pfennigen je Schein zu zahlen. Zum Unter­schied von den regelmäßig zugeteilten Kohlengut­scheinen des Winterhilfswerkes sind die Scheine der Sonderausgabe mit rotgedrucker Umrandung und mit einem gleichfarbigen Hinweis auf den besonde­ren Anlaß versehen.

Die Abrechnung dieser Sonderzuweisung ist ge­mein mit der Abrechnung der Kohlengutscheine SerieE" vorzunehmen; eine unterschiedliche Be­handlung ist abgesehen von der Aufstellung eines besonderen Verwendungsnachweises für die Sonder­ausgabe nicht erforderlich.

Genau wie bei den Kohlengutscheinen, so zieht auch bei den Lebensmittelgutscheinen jede mißbräuch­liche Anwendung Zuchthausstrafe nach sich.

Winterhilfswerk des Deutschen Volkes 1933/34. gez. Hilgenfeldt, Reichsführer.

DerMythos derblauenKornblume

Der 26. Januar im Zeichen des volksdeutschen Symbols.

ZU

Der 26. Januar ist der erste Opfertag des Volks­bundes für das Deutschtum im Ausland im Rahmen des Winterhilfswerkes. An diesem Tage steht ganz Deutschland im Zeichen der blauen Kornblume, die von den jugendlichen Sammlern und Sammle­rinnen auf allen Straßen und Plätzen verkauft wird.

Es ist kein Zufall, daß Der VDA. gerade die Kornblume gewählt hat. Er hat nicht irgendeine Ansteckblume" für diesen Opfertag ausgesucht.

Die Kornblume ist das Symbol des volksdeut­schen Kampfes, sie ist den Deutschen jenseits der Grenzen das Sinnbild ihrer Sehnsucht nach dem Reich, und wer sie trägt, bekennt sich zur Schick­salsgemeinschaft des deutschen Hundertmillionen­volkes.

Sie war einstmals die Lieblingsblume der preu­ßischen Königin Luise. Von dieser edlen Frau hat der alte Kaiser Wilhelm, des Zweiten Reiches erster Herrscher, Die Liebe zur blauen Korn­blume geerbt. UnD als Die vollzogene GrunDung des Reiches bei all Den Deutschen, Die außerhalb des Reiches bleiben mußten, stürmische Begeiste­rung erweckte. Da trugen sie zum Zeichen der Ver- bunDenheit mit Dem neuen Reich Die Lieblingsblume des neuen Deutschen Kaisers. Aus einem Zeichen Der Sympathie rourDe aber ein Zeichen erbitterten

Am 26. Januar mag sich das deutsche Volk ihr bekennen.

Kampfes, als Die Deutschen Oesterreichs ihren völki­schen BestanD gegen das Slawentum unD gegen Die Regierung Des schwarz-gelben Habsburgerstaates verteiDigen mußten. Da wanDte sich Das Zeichen Der Kornblume gegen Diese FeinDe Des Deutschtums, unD sie rourDe immer mehr Das Symbol Der volksDeutschen IDee. Die alle Deutschen zur großen Einheit Der Volksgemeinschaft zusammen­schließt. ADolf Hitler trug Die blaue Kornblume in Den jungen Jahren seines politischen Kämpfer- tums, er erwähnt sie auch in seinem Buch.

Jetzt kehrt ein wundersamer Kreislauf die blaue Blume ins Reich zurück, aus dem sie ihren Weg zum Auslandsdeutschtum nahm, und sie, die Lieblingsblume der Königin Luise, des ersten Kaisers des Zweiten Reiches und nun des Führer des Dritten Reiches sie ist es wert, Lieblingsblume, Vekenntnisblume des ganzen deutschen Volkes zu werden.

Denn in ihrem Zeichen kämpften und litten Die ersten Wegbereiter einer Idee, Die uns lehrte, Daß über allem Das Volk steht. Das Durch gött­lichen Willen geschaffen alles Anrecht hat auf unser Denken unD Fühlen, HanDeln unD Opfern.

Luegers ReDen lebt schon viel vom GeDankengut Des Nationalsozialismus. Die Leistung Der Deutsch­österreicher in Dieser Zeit war Die, Daß sie per Kitt in diesem Völkergefüge waren unD eine antiDeut|che Politik Oesterreichs verhinDerten. Den Krieg erlebten sie in höchstem nationalen Aufschwung, Das EnDe kam ihnen unerwartet, aber Die Hoffnung auf Die sichere Rückkehr zum Reich half ihnen über Den Zu­sammenbruch hinweg

Der Anschlußge danke war sehr volkstüm­lich. Abstimmungen in Tirol und Salzburg fielen fast einstimmig für Den Anschluß aus, Daraufhin rourDen weitere Abstimmungen durch auswärtigen Einfluß verhindert. In DeutschlanD fand der An­schluß vielfach kühle Aufnahme, Gleichgültigkeit und materielle Interessen standen ihm entgegen.

In der Hauptsache gab und gibt es Drei Parteien in Oesterreich, Die Sozialdemokraten, stark ^rjuoet, die so lange für Den Anschluß stimmten, als Deutsch­landrot" war, die Christlichsozialen, deren einer Zweig, Die Legitimisten, von Der WieDereinsetzung Der Habsburger träumt, und die Daher innerliche Gegner Des Anschlusses sinD, und Die GrohDeutschen, Die national-bürgerlich, aber nicht ^"^rklassen- partei waren. Ueberaus groß ist Die Macht Des Ju- bentums, Das in Oesterreich stets stark vertreten war, nach Dem Krieg Durch Zuzug aus Dem Osten unheim­lich anfchwoll unD fast Die ganze Wirtschaft, Banken unD JnDustrie in Den HänDen hat.

Eine nationalsozialistische Bewegung ha schon vor Dem Krieg angefangen, sie trug sogar Denselben Ra- mern aber noch waren Die Linien unklar, es mußte erst Die fRücfÜbertragung Der geklarten Begriffe aus Dem Reich eintreten. Nun schwillt Die SBeroegung lawinenhaft an, Die Regierung wagt es nicht mehr, Wadlen auszuschreiben, sucht durch sklavische Nach-

Jn der Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, sprach gestern abend in einer gut be­suchten Zellen-Dersammlung imAquarium Um* versttätsprofessor Dr Mayer über das Thema "^Ser^ortragenbe0^"^ Auftakt einen kurzen geschichtlichen Ueberblicf über die ^"iste^ing Der Zlten österreichischen Monarchie, von Der Kolonisie­rung der Ostmark durch den bayerischen Stamm Stangen, über Die Babenberger bis zu Den Habs- buraern^ Die Durch mehrere JahrhunDerte hmDurch Die Deutsche Kaiserkrone getragen haben. Noch heute liegen Die alten Deutschen Reichsinsigmen, Krone, Szevter unD Reichsapfel, in Der Schatzkammer Der IVener Hofburg Oesterreichs historische Au gäbe

Rutsche Re ch und mit ihm tue gesamte

Vielheit Der im Donauraum lebenDen Volker zu- 'päta mit dem Erlöschen der Türkeng-sahr diese Bindung wegsiel, begannen,d>e^ Vatter au - einanDer zu streben, rourDen Durch ote Jtapoieoni scheu Kriege noch einmal zusammengehalten. Da Nalionalgesuh, erwachte erst bei den Ungarn bau bei ben Tschechen, es tarn ber DuaUsmus, °° Auflösungsprozeß begann. Als ber Welt rieg a brach, war Oesterreich nur noch em Staat ber au, Splittern einzelner Nationen bestanb, b,e ausem ^Die^Schnsucht ber Deutschen in Oesterreich wandte sich dem neuen Deutschen Reich zu, oie Wacht am Rhein war ihr Nationallieb Schönerer schus bas allbeutsche Programm, in seinen und

Deutschland und Oesterreich

Ein Vortrag von Universitätsprofeffor Dr. Mayer-S.eßen.

ahrn-ung deutscher Maßregeln für sich Boden zu ge­winnen, übt einen ungeheuren Druck aus, aber die Nationalsozialistische Partei existiert und wächst täg­lich weiter, massenhafte Kundgebungen Der verschie­densten Art, mit köstlichem Humor verquickt, sind nicht zu verhindern.

Die Regierung wird nur noch durch auswärtiges Geld gehalten, Oesterreich ist der Treffpunkt Der politischen Kräfte geworden, hier wird die Entschei­dung fallen in Dem Kampf zwischen Dem neuen Deutschland und Den ihm feindlichen Gewalten, zu Denen befonDers bas Judentum der ganzen Welt zu

zählen ist. Darin liegt jetzt Die Bedeutung dieses kleinen, ohnmächtigen Staates. Daher ist auch Doll­fuß nicht zu unterschätzen, aber ein Putsch kann da nicht helfen, die Entscheidung muß und wird auf legalem Wege heranreifen, wenn man ihr Zeit läßt.

Aber die Deutschen im Reich haben Die Pflicht, ihren österreichischen Brüdern, die einen Kampf führen, wie er so schwer in Deutschland nie ge­kämpft werden mußte, mit allen moralischen und materiellen Mitteln zur Seite zu stehen, damit diese unverzagten Getreuen unseres Führers bis zum end­gültigen Siege durchhalten können!

Oberheffen.

Ankauf eines erstklassigen Zucht­hengstes für Hessen.

Von ber ßanDesbauernfdjaft Hessen-Nassau, Haupt­abteilung II, wirb mitgeteilt:

3n ber abgelaufenen Woche kaufte Lanbstall- meifter Dr. Sender (Frankfurt a. M.) mit ben Herren ber Ankaufskommission, Oekonomierat Dett- weiter (Wintersheim) unb Oberveterinärrat Dr. Küthe (Darmstabt), im belgischen Zuchtgebiet für Die hessische Zucht einen erstklassigen Hengst an. Es hanDelt sich hierbei um einen sechsjährigen Fuchs- HengstBuridan De Monti*' (hierA l b i o n"). Der Hengst ist in Brüssel bereits mehrfach prämiiert unb stellt ganz erstklassige Qualität bar. Der Vater bes HengstesAvenir b'herse" ist siebenmaliger Ver­erbungs-Championhengst in Belgien unb verkörpert bas für Deutschlanb fast unbekannte Gewicht von über 24 Zentner mit einer Röhrbeinstärke von 32 Zentimeter unb einem Brustumfang von 2,56 Meter. Es steht zu hoffen, baß ber neue Hengst Albion" für bie hessische Kaltblutzucht wertvolle Dienste leistet.

Frankfurter Schlachtvretzmarkt.

Frankfurt a.M., 25.Januar. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 882 Kälber, 133 Schafe, 664 Schweine. Es kosteten: Kälber 20 bis 40 Mark, Hämmel 24 bis 30, Schafe 20 bis 25, Schweine 42 bis 48 Mark. Marktverlauf bei allen Viehgattungen ruhig bis langsam.

Landkreis Metzen.

* W i e s e ck, 24. Jan. Im Interesse der jün­geren Sportkameraden, die sonst dienstlich stark in Anspruch genommen sind, hatte der hiesige R a b *. fahrer-Verein 1900 seine Mitglieber am Sonntag nachmittag zu einer Generalversammlung bei Vereinswirt Döbus eingelaben. Der Vereins­führer Abolf Schäfer erstattete Bericht über bas abgelaufene Vereinsjahr. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, baß auch währenb bes vergangenen Jahres im Verein rabfportlich ersprießliches gelei­stet würbe. Oberfahrwart Otto Schnabel gab einen Ueberblicf über alle rabsportlichen Veranstal­tungen, bie von ben aktiven Rabsportlern erfolgreich besucht würben. 14 Jugenbfahrer konnten nach voll- zählicher Beteiligung an ben ausgeschriebenen Gau- wanberfahrten ausgezeichnet werben. Für ben Dor- ftanb mußten einige Mitglieber neu ernannt wer­ben; es finb bies Otto Wacker zum Schriftführer, Fritz Kling zum Presfewart unb ßubroig Jung zum Sfraßenfahrwarf. Der Kassenbericht mußte wegen bienstlicher Verhinderung des Zahlmeisters für die nächste Monats-Versammlung zurückgestellt werden. Otto Wacker und Friß. Kling wurden zu Kassenprüfern bestimmt. Eine längere Aussprache machten die Verbandsangelegenheiten erforderlich. Da hier zu zahlenden Beiträge auch in diesem Jahre verhältnismäßig hoch sind. Es konnte eine günstige ßöfung gefunden werden. Ehrenmitglied Gustav Schneider dankte dem Vereinsführer für feine rührige Tätigkeit, wodurch es möglich war, den Verein sportlich auf der Höhe zu halten. Wei­ter richtete Fritz Kling ermahnende Worte an die Jugend unb spornte sie an, jebe freie Zeit bem ibea- len Rabfport zu roibmen, benn nur Durch ben eiser­nen Willen jebes Einzelnen sei es möglich, auch im Verein wertvolle Aufbauarbeit zu leisten. Nach Er- tebigung einiger weiterer Vereinsangelegenheiten wurde die Versammlung mit Sieg-Heil auf ben Reichskanzler Abolf Hitler unb mit bem Gesang bes Horst-Wessel-ßiedes beenbet.

f X r e i s a. D. ßba., 24. Jan. Am Sonntagabenb hielt Der hiesige Turnverein unter bem Vorsitz feines Führers, ßehrer Walter, seine diesjährige Hauptversammlung ab. Nach kurzen Begrüßungs­worten bes Führers wurden an bie bem Verein angehörenben Sieger auf bem 60. Gautürnfest in Alsselb bie Urfunben überreicht, und zwar bem Oberturnwart G. Rabenau für ben Sieg ber Meisterriege, Karl ßeinweber für ben 1. Preis Der Oberstufe, Heinrich Rock für Den 9. Derselben Stufe, Heinr. Nickel für Den 23., Heinr. Amend für Den 28., KonraD Schaaf für Den 30. und W. Heyer für den 43. Preis in der Unterstufe. Aus Dem Jahresbericht Des Führers ergab sich, Daß Der Verein außer Dem genannten Fest in Alsfeld auch das Gaufvortfest in" Gießen, das Gaufrauenturnen in Heuchelheim besucht und Dort gut abgeschnitten hatte. Außerdem war Der Verein mit einer Fahnen­abteilung auf Dem Deutschen Turnfest in Stuttgart vertreten, wo ihm ein prachtvolles FahnenbanD ver­liehen rourDe. Der Verein zählt 101 MitglieDer. Aus Den hierauf von Dem Oberturnwart Rabenau nnD Dem Turnwart K Leinweber erstatteten Einzelberichten ergab sich. Daß Der Verein im letzten Jahr gut gearbeitet bat. Nach Verlesung Des an alle Vereine gerichteten Aufrufs Des Kreissporttührers gab Der Kassenwart Aufschluß über Die Kassenver­hältnisse Des Vereins, Die einen guten Stand auf­weisen. Es wurde beschlossen, am 11. Februar den alljährlichen Familienabend abzuhalten. Zum Schluß hielt Der Vereinsführer noch einen Vortrag über Das Dietwesen unD seine Handhabung. Mit einem Sieg-Heil auf Den ReicbspräsiDenten und Den Reichs­kanzler rourDe Die Versammlung nach bem Gesang Des DeutschlanblleDes unD Des Horst-Weffel-Liebes geschlossen. Am SamstagabenD rourDe in Lemvs Saal mich hier ber Ostafrikafilm burch Mis­sionar Weisser vorgeführt unb fanb allgemeinen Beifall.

(5 Allenborf a. b. ßba., 24. Jan. Am ver­gangenen Freitag vollenbete ber ä 11 e ft e Ein­wohner unserer Stabt, ber (frühere) Schneiber- meifter Phil. Krieger, sein 9 5. ßebensjahr. Der alte Herr ist körperlich unb geistig noch auf ber Höhe. Er besucht noch {eben Sonntag ben Gottesbienst. Nachbem ihm am Vormittag schon bie erste Schulklasse unter Leitung von Lehrer Strock zwei Lieder dargebracht hatte, brachte ihm ber kiesige Männergesangverein, besten Ehrenmitglied Krieger ist, unter Leitung feines Chormeisters Lehrer Schmibt von Kesselbach ein Stänbchen bar. Der Jubilar ist in seinem ganzen Leben nie krank gewesen. Außer Krieger leben in unserem Stäbtchen gegenwärtig nochl7über80Jahre alte Personen unb zwar zehn Männer unb sieben Frauen. Der Zweitälteste Ernwohn-r vollenbet

in aller Kürze sein 94. Lebensjahr. Ausweislich ber hiesigen Stanbesamtsregister kamen in unserer Stabt im Jahre 1933 21 Geburten, 13 Eheschließungen unb 21 Sterbefälle vor. Bei ber gestern in unserem Stabtwalbe Försterei II ab« gehaltenen Holz Versteigerung würben fol- genbe Preise erzielt: Buchenscheitholz 15 bis 16,80 Mark, Eichenscheitholz 10 bis 12, Kiefernscheitholz 8 bis 9, Fichtenscheitholz 5 bis 7, Buchenknüppel 10 bis 11,50, Eichenknüppel 8 bis 9,50, Kiefern­knüppel 7 bis 9,60, Fichteknüppel 5 bis 7 je zwei Raummeter; Buchenreisholz 5 bis 6, Eichenreisholz 3 bis 4, Kiefern- und Fichtenreisholz 2 bis 4 je fünf Raummeter; Buchenstockholz 8 bis 10, Eichen­stockholz 5 bis 6 Mark je zwei Raummeter.

+ Grünberg, 24. Jan. Entgegen ber sonst üblichen Gepflogenheit, bie Holzversteige- r u n g im Walbe unter Vorzeigen bes Holzes abzu­halten, fanb biesmal bie Versteigerung im Gast­hausZum Rappen" statt. Da bie Stabt in biefem Jahre nur zwei Versteigerungen abhalten will, kam eine große Menge Holz zum Ausgebot, an Buchen­scheit unb -knüppel annähernb 900 Raummeter. Es kosteten je ein Raummeter Buchenscheit 8,50 Mark, Buchenknüppel 5,50 Mark im Durchschnitt.

<£ Hungen, 24. Jan. Im hiesigen Gemeinde- roalb fand bieser Tage Die erste Brennholz Ver­steigerung statt. Es wurden bezahlt für Eichen­scheitholz 5 Mark, für Hainbuchen 6 Mark, für Hain- buchenknüppel 4 bis 4,50 Mark, für Eichenknüppel 3 Mark, für Buchenstöcke 5 Mark, für Buchen- und Hainbuchen-Stammreifer 5 bis 7 Mark je Raum­meter. Im verflossenen Jahre wurden in unserer , Gemeinde mit 1800 Seelen 24 Kinder (11 Knaben ; unb 13 Mädchen) geboren. 1932 insgesamt 27, davon 11 Knaben und 16 Mädchen. Die Zahl Der Sterbefälle betrug 1933: 25, 1932: 10. Trauungen wurden nach Dem standesamtlichen Register 12 ver­zeichnet. 1932 waren es ebenfalls 12.

Kreis Schotten.

ß a u b a d), 24. Jan. Am Samstagabend fand im gutbefudjten Saale desSchützenhofes" einBunter Abend" Des Mäbelarbeits« lagers ßaubad) statt. 9lacf) einem Prolog wickelte sich bas mannigfaltige Programm in ab­wechslungsreicher Folge ab. ßieber, Gebichte und Volkstänze wechselten mit heiteren Theaterstücken. Alle Mitwirkenbsn waren mit ganzem Eifer bei Der Sache unD spielten ihre Rollen gut. Der ge­samte Erlös floß Dem Winterhilfswerk zu. Im Alter von fast 85 Jahren rourDe gestern Der ßanbroirt unD SpeDiteur Georg Kreicker II. 3 u Grabe getragen. Der Verstorbene war Altveteran Des Krieges 1870/71, Den er in Der 6. Kompanie Des Gießener Infanterie-Regiments mitgemacht hatte. Der Kriegerverein, Dessen Ehren- mitglieD Kreicker war, erwies ihm Die letzten mili­tärischen Ehren. Von Den hiesigen 32 Altveteranen leben nur noch Die ßanDroirte KonraD Sglz« mann unD Heinrich Hornberger.

Kreis Alsfeld.

< Merla u, 23. Jan. Auf GrunD einer Ein- (abung Des mit Der kommissarischen ßeitung beauf­tragten Landwirts August Schlosser I.-Merlau rourDe eine Ortsgruppe Des Kreisobstbau- Vereins gegrünDet. Die Mehrzahl Der Anwesen- Den erklärten ihren sofortigen Beitritt.

> NieDer-Ohmen, 23. Jan. Am vergange­nen Sonntag sprachen im vollbesetzten Saale bei Ziegenhein Pg. Dr. Schmidt -Darmstadt über Das ThemaRasse unD Blut". Der ReDner verstanb cs ausgezeichnet, in volkstümlicher Weise seinen Zu­hörern Den BegriffRasse" zu erklären. An HanD von Beispielen zeigte er, Daß bie Sünde wider bas Blut burch bie Rassenmischung, sich immer an ben Völkern gerächt hat. Die Versammlung würbe mit einem breifachenSieg-Heil!" auf ben Führer und mit dem Gesang bes Horst-Wessel-Liebes beschlossen.

*!* Ruppertenrob, 23. Jan. Die Gemeinbe versteigerte bieser Tage bas biesjährige Hvlz - aufkommen. Für Eiche (Werkholz) würben pro Festmeter 20 Mark, für Kiefern 11 bis 20 Mark und für Fichten 11 bis 15 Mark erzielt. Derbstangen kosteten 1 Mark pro Stück, Buchenscheite lBrenn- holz) kosteten pro Raummeter 7,30 Mark, Buchen­knüppel 5,50, Eichenknüppel 3,60, Fichtenknüppel 3,40 Mark. Für Stammreisig würben 2 Mark, für Astreifig 1,10 Mark geboten. Die Menge bes Brenn­holzes betrug etwa 490 Raummeter. Der hiesige Gesangverein hielt bieser Tage seine General­versammlung ab, in ber zunächst ber Vereinswal- ter A. Hornberger einen ausführlichen Jahres­bericht unb gleichzeitig einen Rückblick auf bie jün­gere Geschichte bes Vereins gab. Es würbe Dabei befonDers Des früheren Dirigenten Lehrer Strack geDacht, Der sich große VerDienste um Den Verein erworben habe. BefonDeres VerDienft gebühre auch bem derzeitigen Dirigenten D a u p e r t -Ulrichstein, Der bie gesangliche Leistung bes Chores sehr zu stei- aern vermochte. Der Vereinsroalter bankte bem Dirigenten für feine vorbilbliche Tätigkeit, nicht zu­letzt aber auch ben Sängern für ihr lebhaftes Inter­esse unb ihre pflichtbewußte Haltung. Das vergan­gene Jahr fei reich an Ereignissen gewesen. Der Verein habe sich an ben Feiern ber nationalen Be­wegung lebhaft beteiligt. Außerbem seien Konzerte in Ober-Ohmen unb in Engelrob gegeben worben. In roürbiger Form würbe fobann bes verstorbenen Mitgliebes August Pfeil gebacht. Der Besuch ber Gesangsstunben war sehr gut. Insgesamt waren im Jahre 1933 55 Gesangsstunben abgehalten wor­ben. Die Mitglieberzahl beträgt 75. Mit befonberer Freude sieht man bem bereits vorgesehenen Singen im Runbfunk entgegen. Zum Schluß ber Versamm­lung sprach Bürgermeister V ö l z i n g allen Betei­ligten, insbefonbere bem Dirigenten unb ber Ver­einsleitung ben herzlichen Dank für ihre Arbeit im Dienste bes beutfchen Liebes aus. Ein Dreifaches Sieg-Heil!" auf Volk unD Führer beschloß Den AbenD.

HEISER | ^MINERAL-PASTILLEN