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der Stadt Glotzen wurden Insgesamt 3815,90 Mark gesammelt. Die Eintopfgericht-Sammlung t>es Vor­monats brachte in Stadt und Kreis Gießen 7629,90 Mark.

Zf|ra. Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung e. V. Ortsgruppe Gietzen.

Totensonntag, 11 Uhr, findet auf dem Helden- friedhof (Neuer Friedhof) eine Gefallenen-Ehrung mit Kranzniederlegung statt.

Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiche Be­teiligung.

Der Obmann: Müll.

Oie Gchuhwirtschast wirbt.

Aus dem Kreise der Schuhwirtschaft geht uns die nachstehende Mitteilung zu:

Es gibt verschiedene Maßstäbe für die Beurtei- lung des Reichtums oder der Armut eines Volkes. Die einen Statistiker nehmen den Durchschnitt der Sparkasseneinlagen als Maßstab, die anderen den Verbrauch an Luxusgütern, die dritten das Jah­reseinkommen eines Volkes. Daß man aber auch vom Schuhoerbrauch her Statistiken darüber an­stellt, ob ein Volk reich ist oder nicht, dürfte immer­hin neu sein. Eine amerikanische Statistik, die kürz­lich herauskam, macht diesen Versuch. Sie stellt fest, daß in Amerika 2,5 Paar Schuhe pro Kopf der Be­völkerung im Jahr gekauft werden, daß in England etwa 1,9 Paar neu gekauft und getragen werden, daß man sich in Frankreich mit 1,7 Paar pro Jahr begnügt und daß in Deutschland der Verbrauch etwa bei einem Paar Schuhe pro Jahr liegt. Dabei ist auffällig, daß der Verbrauch der Frauen an Schu­hen fast doppelt so hoch ist, als der der männlichen Bevölkerung. Das ist modisch begründet, dann aber auch dadurch zu erklären, daß die Frau in gewissen Dingen praktischer und logischer denkt als der Mann. Die Aufklärung der Herren in dieser Frage ist deshalb auch eine Pflicht gegenüber der Volks­gesundheit.

Die deutsche Schuhindustrie hat sich zu diesem Zweck mit dem deutschen Schuhhandel zu einer ge­meinsamen Aktion vereinigt, die vom 24. Novem­ber bis zum 1. Dezember stattfindet, in der man für den praktischen und korrekten Herrenschuh wirbt und gleichzeitig zeigt, welche modischen und gesund­heitlichen Notwendigkeiten für den Herrenschuy ge­geben sind. Im Rahmen dieser Werbewoche treten auch die Gießener Schuhgeschäfte durch die Ausge­staltung ihrer Schaufensterauslagen, auf die sie im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes aufmerksam machen, vor die Oeffentlichkeit, um deren Interesse <rm guten Herrenschuh mehr als bisher zu wecken.

Diese Gemeinschaftsaktton der deutschen Schuh­wirtschaft ist nicht nur ein großzügiger Versuch neuer Arbeitsbeschaffung für die Schuhindustrie, sondern gleichzeitig auch ein wertvoller Versuch, Neuland in der Aufklärung der Bevölkerung zu beschreiten. Die Aktion wird, da sie gleichzeitig in ganz Deutschland stattfindet, sicher den gewünschten Erfolg haben.

Gießener Wochenmarklpreise.

* Gießen, 24. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 13, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 6 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 5 bis 6 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 8 bis 9 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 12, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 bis 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 7 bis 12 Mark, Birnen,, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 40 bis 50, Honig 40 bis 45, funge Hähne 85 bis 90, Suvpen- Hühner 70 bis 75, Gänse 60 bis 75, Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 bis 50, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag: Deut­sches Volksbildungswerk in der NSG.Kraft durch Freude" (Volkshochschule), 20 Uhr, großer Hörsaal der Universität, Eröffnungs-Veranstaltung. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße,Schloß Hubertus". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg,Volldampf vor­aus!" Innung des Kraftfahrzeug-Handwerks der Provinz Obcrhessen, 20 Uhr, CafS Leib, 1. Pflicht- Versammlung. Turmhaus am Brandplatz, 17 Uhr, Eröffnung der Weihnachtsausstellung der Reichs- kammcr der bildenden Künste. Gruppe Gießen.

Tageskalender für Sonntag: Ar­beitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsver- eine, 11.15 Uhr, Stadtkirche, Sondergottesdienst; anschließend Gefallenen-Gedenkfeier am 116er-Dmk- mal auf dem Landgraf-Bbilipp-Platz. NS - Kriegsopferversorgung, 11 Uhr, Gefallenen-Ehrung auf dem Heldenfriedhof. Stadttheater, 19 bis 21.30 Uhr,Die Braut von Messina". Turmbaus am Brandplatz, 11 bis 13 und 16 bis 18 Uhr, Meihnachtsausstellung der Reichskammer der bil­denden Künste, Gruppe Gießen. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Schloß Hubertus". Astoria-Licht- spiele, Seltersweg,Volldampf voraus!"

Stadttheater Gießen. Sonntag, 25. November, erstmaligDie Braut von Mesiina". Die Ausführuna dieses Trauerspieles erfolgt, mit Ausnahme des Montags, in der kommenden Woche täglich.

Gießener Konzert- Verein. Man schreibt uns: Die zweite Veranstaltung des dies­jährigen Konzertwinters findet am kommenden Dienstag in Form eines Solistenabends statt, für den Alfred Höhn gewonnen wurde. Der gefeierte Pianist wird Merke von Brahms, Chopin und Schumann zu Gehör bringen. Neueste Prefsestim-

men des In« und Auslandes rühmen seinem Spiel geistige Ueberlegenhett und tiefste Verinnerlichung nach. Durch Elegant und Politur seines den bedeu­tendsten virtuosen Vorbildern nacheifernden Spieles vermag er sein Publikum zu stärkstem Beifall hinzu­reißen.

Die Dortragsvereinigung (Goethe- Bund, Kaufmännischer Verein) veranstaltet am kom- menden Montag ihren zweiten Vortragsabend. Dr. Heck, Direktor des Zoologischen Gartens in Berlin, dessen Familie aus Oberhessen stammt, spricht an Hand zahlreicher Lichtbilder über seine Er­lebnisseAuf Großtierfang-Expedition in Ostafrika". (Siehe heutige Anzeige.)

** Ei n Siebzigjähriger. Der Schuh­macher Heinrich Volz, Bahnhofstraße 8, kann am morgigen Sonntag, 25. November, seinen 70. Ge­burtstag feiern. Der Jubilar geht noch heute rüsttg seinem Berufe nach.

** Gin Achtzigjähriger. Lokomotivfüh­rer i. R. Karl Braun, Riegelpsad 76, kann am Montag, 26. November, in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag feiern. Herr Braun ist seit 40 Jahren Leser desGieße­ner Anzeigers".

** Stadttheater - Abonnement. Die Einlösung des dritten Abschnitts des Stadttheater- Abonnements betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, aus die wir die Jnteresienten besonders Hinweisen.

** Das Museum im Alten und im Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

** Wandergewerbe-, Hausiererlaub­nisscheine und L e g i ti m a t i o n s k a rt e n für 1 935. Die Polizeidirektton Gießen teilt mit: Wandergewerbe-, Hausiererlaubnisscheine und Legitt- mattonskarten gelten jeweils nur biß 31. Dezember. Zu Beginn des neuen Jahres häufen sich meistens die Anträge derart, daß sich die Ausfertigung der neuen Ausweise verzögert. Es erscheint daher uner­läßlich, schon fetzt die Anträge auf Neuerteilung der Scheine zu stellen. Nur bei rechtzeitiger Antragstel­lung kann Gewähr dafür übernommen werden, daß die Scheine bei Gebrauch zur Verfügung stehen. Im übrigen sei auf die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen im Amtsverkündigungsblatt Nr. 54 vom 26. Oktober 1934 hingewiesen.

** Verkehrsunfälle. Am gestrigen Freitag ereigneten sich hier zwei Verkehrsunfalle. Vormit­tags stießen an der Ecke Ludwig- und Liebiastrgße eine Ecke, an der sich schon des öfteren Unfälle ereigneten zwei Kraftwagen mit aroßer Wucht zusammen. Es entstand an beiden Wagen bedeu­tender Sachschaden. Personen wurden glücklicher­weise nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ein zwei­ter Zusammenstoß ereignete sich gegen 16 Uhr auf dem Ludwigsplatz in unmittelbarer Nähe der Straßenbahnhaltestelle. Ein auswärtiger Personen­kraftwagen und ein hiesiger Lieferwagen fuhren heftig gegeneinander. Während der Personenkraft­wagen weniger beschädigt wurde und seine Fahrt sortietzen konnte, mußte der Lieferwagen abaeschleypt werden. Auch hier ggb es keinerlei Verletzungen von Nersonen.

** Aufklärungsabend der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft, Darm­stadt, veranstaltete dieser Tage imFrankfurter Hof" eine Anfklärungsvortraa. Der Redner schilderte zu­nächst, wie im Jahre 1925 in Darmstadt eine kleine Schar tatkräftiger Manner zusammentrat, um der uferlosen Wohnungsnot, der Arbeitslosigkeit und der steigenden Flut der Verschuldung einen wirksamen Damm entaegenzusetzen. Auf zinsfreier Grundlage erbauten seitdem Tausende innerhalb der gegründe­ten Oraanisation ihr Eigenheim, in freundnachbar­licher Gegenseitigkeit entschuldeten sie ihren Grund­besitz. Alle Stände umfassend habe die DBS. in steigendem Maße innerhalb und außerhalb ihrer eigenen Reihen bei allen wahrhaften Volksfreunden Zustimmung für ihre Arbeit gefunden. Bisher sei durch die DBS. ein Betrag von 60 Millionen Mark zinsfrei dem deutschen Arbeitsmarkt zur Ver­fügung gest-llt worden. Damit sei gleichzeitig ein praktischer Weg aus Wohnungsnot und Arbeits­losigkeit gezeigt worden. D'e bisher erstellten 5000 Eigenheime stellten einen Anfangserfolg dar. Bei etwas Sparwillen, bei Mut und Selbstvertrauen könne ieder Volksgenosse zu einem Eigenheim kom­men. Der Besuch des Vortrages war sehr gut Es waren 120 Personen anwesend, von denen sich 25 als Interessenten in die aufgelegte Liste eintrugen. Für die Jnteresienten findet eine weitere Vers^wm- lung am 3. Dezember im Hotel Viktoria statt. Nähe­res wird am 1. Dezember im Anzeigenteil bekannt- gegeben.

** Von den Gießener Ostdeutschen. In der November-Versammlung der Ortsgruppe Gie­ßen des Bundes Heimattreue'- Oberschlesier (Deut­scher Ostbund) wurde .zunächst die Ausaestaltung der Dezember-Versammlung zu einekn Ostdeutschen .Heimatabend beraten. Im Januar wird die erste Hauntnl'rsgmmlung abgebalten mürben, der ein Lichtbildervortrag vorausgeben nurd. Vereinsleiter K o st o r z erinnerte im weiteren Verlaufe der Ver­sammlung an den Kampf, den die deutsche Frie- densd^paation im November 1918 in Versailles "m Westnreußen, Ostvreußen und Oberschlesien fuhren mußte, ferner erinnerte er an Not und Le>d der Grenzlanddeutschen im Osten. Der Deutsche Ost­bund habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Schick­sale der Grenzlanddeutschen nicht in Vergessenheit geraten zu lasten.

** Westerwald-Verein, Ortsgrunne Gießen Man berichtet uns verspätet: Der W-V., Ortsar. Gießen, unternahm am 4. November feine 24. Vlanwanderung. Morgens 8 Uhr brachte uns bei herrlichem .Herbstwetter das Damvfroß nach Metzlar. Nach kurzer Besichtigung führte uns der Weg nach Nauborn. Hier ersteigen wir den Schie­ferberg und geben dem soa. Pfgrrweg entlang. Herrlichen Rückblick auf Wetzlar genießen wir. Vor uns im goldenen .Herbstkleid die Wälder und dos Siebenmühlental. Unser Herz schlägt immer schnel- ler vor Ueberraschungen der Natur. Bald gelangen wir zur Honigmühle. Hier wird gefrühstückt. Froh, liche Lieder steigen, und bald rücken wir weiter. Nun durchwandern wir herrliche hohe Duchenwäl-

der, wo wir die Zeichen des Lahnhöhenwegs ke- nutzen. Es folgt bann Schmalbach. Auf dieser Höhe genießen wir herrlichen Blick auf die Lahnberge und die Höhenzüge des Westerwaldes. Dor uns im Sonnenschein sehen wir Schloß Braunfels. Bald gelangen wir durch Bonbaden und kommen so in das malerische Solmsbachtal. In einem Steinbruch wird abgekocht, und Alt und Jung ergötzt sich an unserem gut gelungenen Eintopf. Kurses Spiel füllt die Mittagspause aus, aber bald heißt es weiter. Immer wieder durch herrliche Wälder, das Auge wird nicht müde, gelangen wir nach Braunfels. Schloß und die alten Fachwerk-Bauten am Markt­platz besichtigen wir gewissenhaft. Von Braunfels aus folgen wir dem schwarzen Strich über die

Oberndorfer-Hütte immer wieder durch WaldrL Allmählich senkt sich der Tag. Träumerisch erfüll die Abendsonne durch die Bäume auf das Buckim. lauf). Manch Lied erschallt. Nach ca. zwei StunM I kommen wir aus dem Wald. Dor uns in der fterJ Wetzlar im Lichtschimmer. Links erhebt sich dg Silhouette Schloß Altenberg. Wir streifen den Mg, dalenen-Hof und aelangen nach einer weiters Stunde nach Wetzlar. Hier wird nochmals einet« kehrt und der Rest des Rucksackes gelüftet.

Uhr verlassen wir den Bahnhof Wetzlar und lam den gesund und munter wieder im Heimathafen Wenn diese Wanderung körperlich auch etwas ngl langte, so wird man doch noch lange von dieses Naturgenüssen des Herbstes zehren.

Was will das Volksbildungswerk der NG-GemeinschastKraft durch Freude"?

Don der Volkshochschule Gießen wird uns geschrieben:

Wir sind in eine äußerst bewegte Zeit hineinge­stellt, eine Zeit so bedeutungsvoll, wie sie nur selten im Laufe der Jahrtausende ein Volk erlebt. Altes vergeht, bricht zusammen, Neues will werden. Neue Kräfte sind in unserem Volk lebendig geworden, regen sich mit impulsivem Drängen und suchen alle Gebiete menschlichen Lebens neu zu formen, neu zu gestalten. Die schöpferischen Menschen unseres Vol­kes sind eifrigst bei der Arbeit, Tausende, ja Mil­lionen sind in ihren Bann gezogen, schaffen und wirken in ihrer Gefolgschaft. Andere wenige stehen noch abseits, mißtrauisch, mißmutig. Ihnen ists un­gemütlich, all dies Eilen und Hasten, diese Ruhe- losigkeit. Tag für Tag, nun schon monatelang. Wundert sich jemand darüber? Und wenn der schön­ste Prachtbau errichtet wird, auf der Baustelle ist's nun einmal ungemütlich, wer da nichts verloren hat, der bleibe weg, sonst wird er gestoßen, be­schmutzt oder gar verletzt.

Neues will werden. Es geht heute um das Neu­werden unseres Volkes. Volk kann aber nur neu werden, wenn seine Menschen sich neu gestalten, neu formen lassen, neu werden. Eine neue Weltan­schauung kann nur dort einziehen, wo überlebte, alte, abgewirtschaftete Anschauungen weggeräumt werden. Wenn liberalistische, ober marxistische Ge­danken einen Menschen beherrschen, kann er nicht Nationalsozialist sein. Schließlich fordert aber diese Weltanschauung so viel von den Menschen unserer Tage, daß nur der all diesen Forderungen auf die Dauer gerecht werden kann, der nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich von der Richtigkeit ihrer

Oberheffen.

Oie Urkunde in der neuen Aidda-Drücke in Schotten.

c Schotten, 23. Nov. Der Neubau der Brücke über die Nidda in der Dogelsberg- straße schreitet rüstig vorwärts. Die eine Hälfte ist bereits hergestellt und wird dem Verkehr freige­geben, nun wird auch die andere Seite von Grund auf neu errichtet. Beim Abbruch der alten Brücke fand man eine alte Urkunde über die Grundstein­legung am 8. 8.1823. In das Fundament der neuen Brücke wurde ebenfalls eine Urkunde gelegt, trie folgenden Wortlaut hat:

Die alte Brücke über die Nidda, im August 1823 erbaut, in der Vogelsbergstraße unserer Stadt, hatte 111 Jahre dem öffentlichen Verkehr gedient, bis sie den gesteigerten Verkehrsbedürfnisien nicht mehr ge­wachsen war. Als die Straßenverwaltung noch in den Händen des Kreisamts lag, hatte dieses schon den Umbau der Brücke vorgesehen, nun hat die Provinzialdirektion und Provinzialstraßenverwal- tung, als die große Durchgangsstraße RixfeldWie- senho-fPoppestruthGötzen, WasserwerkMolke­reiStadt Schotten völlig neu im modernen Stampf- betonverfahren hergestellt wurde, auch die Brücke über die Nidda von Grund auf erneuert. Beim Ab­bruch der alten Brücke fand man eine alte Urkunde über den ersten Bau vom 8. August 1823, abge­druckt im heiligenden Schottener Kreisblatt vom 8. November 1934. An der Spitze der Provinz stand Drovinzialdirektor K l o st e r ni a n n , Leiter der Provinzialstraßen - Verwaltung waren Oberbaurat Cella r iu s und Baurat Gr ü n.ew ald, den Straßenbau und den Brückenneubau leitete Bau­praktikant Rückert in Schotten. Die Stadtverwal­tung leitete Bürgermeister Mengel, Beigeordne­ter Straub, die Gemeinderäte Buß, Cella- rius, Hafenauer, Hertel, Hofmann, Kromm, Meiski, Neumann, Rühl, Wetz- ler, Zeschkp, M e y r e r.

Die Stadt Schotten dankt der Provinzialverwal- tung für idas große Entgegenkommen und die wert­volle Hilfe. Die neue Sraße und Brücke werden bei dem im neuen Reich einsetzenden gesteigerten allge­meinen Verkehr, besonders bei den kommenden, all­jährlich wiederkehrenden großen Motorradrennen Rund um Schotten" sich bestens bewähren und den Namen unserer engeren Heimat, unseres Vogels- berges und unserer Stadt Schotten weit in die Lande tragen.

(Bott schütze unsere Heimat, unser Volk und Va­terland!

Heil Hitler!"

(Unterschriften.)

Der Kreis Lauterbach wirb wieder arbeiislosenfrei.

LPD. Lau ter dach, 23. Nov. Auf der gestri- gen letzten diesjährigen Tagung der Kreisabteilung Lauterbach des Hessischen Gemeindetages, der außer den Bürgermeistern und Beigeordneten auch die Politischen Leiter beiwohnten, konnte der Vor­sitzende, Bürgermeister Peter, mitteilen, daß der Kreis Lauterbach bis auf wenige Ausnah­men in allen feinen Orten arbeitslosenfrei ist. Die wenigen noch nicht im Arbeitsprozeß stehen-1 den Volksgenossen sollen in den nächsten Tagen '

teils örtlich, teils in der Nachbarschaft in 8rbtVi gebracht werden.

Zuchtvieh-Versteigerung in Alsfeld.

* Alsfeld, 24. November. Eine große Zuchist vieh-Dersteigerung veranstaltet das Tieg, zuchtamt Gießen am Mittwoch, 5. Dezember, in dek Dolkshalle auf dem Lindenplatz in Alsfeld. Zuk Versteigerung kommen über 40 Bullen des hessisch-, Fleckviehs, deren Mütter unter LeistungskontrM stehen. Interessenten seien auf die heutige Bekamt machung besonders hingewiesen.

Landkreis Gießen.

* Steinbach 23. Nov. Dieser Tage rourtoi hier der in Sängerkreisen sehr bekannte' Sange-, bruber Karl Magel vom GesangvereinGei. mania" zu Grabe getragen. 45 Jahre hat der"Dem storbene bem beutschen Männergesang gebiemt Der GesangvereinGermania", dessen Gesan'gstundst er noch bis vor 14 Tagen besuchte, ehrte ihn noif Beginn der letzten Fahrt durch ein geistliches Lisib unb fang auch am Grabe zwei Lieder. Der Dereinsi. führer Jakob Schneider schilderte in kurzes Worten das Leben des verdienten Sängers uni) legte einen Kranz nieder. Pfarrer D ö H hielt biai Grabrede. Im Auftrage der Firma Schmal/" Gießen, bei der der Verstorbene lange Jahre di Weißbinder gearbeitet hatte, legte ein ehemals Arbeitskollege einen Kranz nieder.

* Leihgestern, 23. Nov. Dieser Tage fand iai Vereinslokal die Jahreshauptversammlunä des G?" fangoereinsL i e d e r k r a n z" statt. Till Feier wurde durch Musikvorträge und Chöre ver- schönt. Es wurde an diesem Abend zweier Jubilar!» besonders gedacht. Der Chorleiter des Vereins (fiert! Blaß) konnte im Februar auf eine 15jährige Stab" fübrung imLiederkranz" zurückblicken. Dem Ebm- Mitglied Karl Faber wurde die Silberne für 40jährige Sängerschaft überreicht. Wegen die» ser besonderen Anlässe war der Kreiswalter bell Sängerkreises Güßen (Herr Koch) persönlich an­wesend, um die Ehrungen vorzunehmen Insbeson­dere würdigte er die Verdienste des Chorleitern Blaß um das deutsch? Lied und bcn deutschen Männergesang. Der zweite Vorsitzende des Verein« Karl Faber, der die JahreshauptversaminluMI leitete, sand auch treffliche Worte für Herrn B lasi : und ernannte ihn zum Ehrenmitglied des Derei-is.. Nach Abwicklung der reichhaltigen Geschäftsordnung wurde die Versammlung geschlossen.

< Holzheim, 23. Nov. Die Sammlung vani Eintopfgericht am vorigen Sonntag, die oai der NS.-Frauenschaft durchgeführt wurde, erflfii den Betrag von 61,15 Mark für das Winterhilft werk.

G Wirbera, 23. Nov. 31 Saarkinb-b Jungens und Mädels aus Beltershain, Harba^ Rpinhardshain unb Saasen, fanben sich gestern ti-' mittag auf dem Wirberg zusammen. Das war günstig, so daß sie sich im Freien ttimm^ konnten in ftöhlichem Spiel. Sie ließen sich er.zciW von dem ehemaligen Kloster Wirberg, das einst f)i?t stand, betrachteten, was noch an Ueberreften all­da maliger Zeit zu sehen ist, und interessierten R besonders für den alten Klosterkeller, der burd) D. Glaubrechts ErzählungDer Stalervbermann vow Deitsberg" sehr bekannt geworden ist. Im PfaE'

Gedanken überzeugt ist. Bis der letzte unseres Dsj, kes solches innere Neuwerden erlebt hat, bcy braucht es noch lange Zeit und viel Geduld, T> eine lernt es früher, der andere später, manch, j ersaßt es gefühlsmäßig, andere mehr verstände» mäßig. Erfassen aber sollen es unb müssen es»

Das Volksbilbungswerk der NS.-Gemei» schäftKraft durch Freude" will hier eine wertvoll» Hilfe geben. In einer Anzahl von Lehrgängen ty'j es allen Volksgenossen die Möglichkeit bieten, tiefg einzudringen in bas Wesen der nationalsozialistisch^ Weltanschauung, will Verständnis wecken für bei Werden unseres Volkes in grauer Vorzeit, tnij die Politik der Gegenwart erhellen durch die Kennt! nis der geschichtlichen Vergangenheit, lieber rasi« politische Gedanken unb Gesundheitspflege wird ein Lehrgang, den der NS.-Aerztebunb übernommeq hat, unterrichten. Doch soll auch bie Kunst nicht,pi kurz kommen. Die Werke unserer mobernen DichtH werben vor uns kbenbig werben. Eigenes Singci und Musizieren wird Gelegenheit geben, bie groft Kunst der Meister verstehen und lieben zu lernen.

Wer vorwärtsstreben will, wer nicht nur oben flächlich dies oder jenes kennen möchte, der komir^ und beteilige sich an unseren Lehrgängen. UnW Lehrkräfte werben bafür sorgen, baß es niemarj gereut. Vor allem, kommt zum Eröffnungs< a b e n b, ber heute, Samstag, 20 Uhr, im Großes Hörsaal ber Universität ftattfinbet unb an bem jebj frei unb unverbinblich einen Einblick in unfett Arbeit gewinnen kann. Die Lehrgänge und Bon tragsreihen beginnen von Montag, 26. November, ab. Näheres ist aus dem Arbeitsplan zu ersehen

Wmn cs noch tauen Kathreiner gäbe, dann müsste er sshlarnigst erfüllten werben.