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Nr. 223 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (Generai-Anzeiger für Gberhesien)

Montag, 24. September 1934

em. Noch sind wir nicht verloren! Noch sind wir

Ueberzeugung.

Oer Abschluß der Feuerschuhwoche

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Der Arbeitsdienst während der Brandbekämpfung. (Aufnahme Photo-PfattL

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1. Sieger der 1850 bis 1934, sammelt, grüßen Turnerschaft mit

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30. Juni 1912 und an einen damals von ihm ver­faßten, von Frl. Minna Deibel (Mto.) gesproche­nen Prolog.

Gaufchwimmwart Sauer sprach im Namen der jungen Turner, der heutigen Träger der deutschen Turnsache, den alten Turnern Dank aus und ver­sprach, die jungen würden sich stets bemühen, den alten nachzueifern und die Turnerschaft hochzuhalten.

Der Führer der Gießener Turnerschaft, Andreas R e i n i n g, gab seiner Freude und seinem Stolz darüber Ausdruck, daß er an der Spitze einer Körperschaft stehe, die eine so große Zahl 1. Sieger von Turnfesten aufweise. Sein besonderer Gruß galt diesen Siegern und alten Turnern, ferner hob er die großen Verdienste des Turnbruders Karl Müller um das Zustandekommen dieser Wieder­sehensfeier hervor. Sein Gut-Heil galt Karl Müller.

Der Ehrenvorsitzende des Turnvereins 1846, Wilhelm Erle, feierte zunächst kurz die 1. Sieger und betonte sodann, die Deutsche Turnerschaft habe eine Vergangenheit aufzuweifen, auf die sie stolz sein könne, denn sie sei im Zielstreben Vorläufer von Adolf Hitler gewesen. Was Jahn wollte, habe Adolf Hitler durchgeführt. Die DT. sei national von jeher gewesen, und sie bleibe es auch, ebenso auch sozial und volksverbunden, sie habe ihr Deutsch­

tum immer aufrecht vertreten, und sie habe immer gehandelt nach dem Wort: Wir sind deutsche Tum-

Gießener Turnerschaft von zur Wiedersehensfeier Der­ben Führer der Deutschen

Gut-Heil! und Heil Hitler! Gießener Turnerschaft."

Was Jahn auf Jahrhunderte hinaus predigte, hat Bismarck vollbracht und unser Führer Adolf Hitler vollendet.

Wir Turner, die wir das Glück haben, die Erfül­lung der Träume unseres Turnvaters Jahn mit zuerleben durch den Führer Adolf Hitler, beugen

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Die Veranstaltungen des letzten Tages der Feuerschutzwoche waren dazu angetan, den letzten Volksgenossen auf diese zielbewußten und ernsten Maßnahmen der Reichsführung zur Be­kämpfung des Landschadens aufmerksam zu machen. Die Umzüge und vor allem die große Waldbrand­übung waren nicht nur Dmonstrationen einer gut disziplinierten und exakt geschulten Feuerwehr über­haupt, sondern der ernste Hinweis auf eine der großen Pflichten jedes Einzelnen, nämlich die der Brandverhütung.

Mit dem von der Feuerwehrkapelle ausgefuhrten Wecken begann der Sonntag. Mit schneidiger Marschmusik zog die Kapelle um 7 Uhr vom Brand­platz aus durch die Straßen der Stadt. Sie war noch rechtzeitig vor dem großen Regenschauer kurz vor 9 Uhr zurückgekehrt.

Don der Marktlaubenstraße aus, wo die For­mationen sich aufgestellt hatten, marschierten die Sanitätskolonne, die Musikkapelle der Feuerwehr und die Freiwillige sowie die Gailsche Feuerwehr mit ihren Fahnen zum 116er-Gefallenendenkmal zur

Gedenkfeier.

Nach dem von der Musikkapelle gespielten ersten

Gruß an den Reichssporkführer.

Aus Vorschlag des Veranstaltungsleiters, Turner Karl Müller, erklärte sich die Turnergemeinschaft einstimmig mit folgendem Telegramm an den Reichs­sportführer von Tschammer und Osten einverstanden:

Denken und Fühlen in eine Parallele stellen mit der heutigen Zeit unter der Führung Adolf Hit­lers. Die weitestgehenden Träume Jahns sind in Erfüllung gegangen. Jahn hatte den festen, uner­schütterlichen Glauben an das deutsche Volk, der ihn nie verließ, selbst in den schwersten bittersten Zeiten nicht. Jahn hatte ein langes Leben von 74 Jahren, und nur 9 Jahre davon sind für ihn strahlend hell gewesen. In diesen neun Jahren steht Jahn als Mann voller Kraft und Herrlich­keit da, bewundert und verehrt. In dieser kurzen Zeit leistete er bas Höchste, was ein Mensch leisten kann, er wirb zum Lehrer unb Führer seines Vol­kes bis in bie fernste Zukunft.

Was uns Jahn gerade in der gegenwärtigen Zeit in den Vordergrund rückt, find feine Ziele, die er verfolgte. Bei diesen Betrachtungen war er, das mag ruhig an dieser Stelle gesagt sein, der Weg­bereiter für die heutige Zeit. Schon im Jahre 1806 schrieb Jahn feinVolkstum". Wer dieses kennt und mit echtem deutschen Geist studiert hat, weiß, mit welch ungeheurem Scharf- und Weitblick er das Deutschtum vorwärts trieb. Von seinen Turnern verlangte er vor allem, daß sie deutsch waren, und unter deutsch verstand er unbegrenzte Liebe zum Vaterland, stark, wahrhaftig und treu sein. Frei­heit und Recht, Tugend und Glück der Menschheit, ewiger Friede unter den Völkern der Welt, das sind nach Jahn die letzten Ziele, denen wir Men­schen nachzustreben haben.

Ein Volk, das mit Lust und Liebe die Ewigkeit '[eines Volkstums ausfaßt, kann zu allen Zeiten sein Wiedergeburtsfest und seinen Auferstehungstag fei-

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Die Feuerwehr geht mit dem Wasserstrahl gegen die Flammen vor. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

Gin Treffen alter GießenerTnrnfestsieger

Oie Besten der Gießener Turnerschast feiern Wiedersehen.

Sämtliche Ansprachen wurden mit starkem Bei­fall ausgenommen. Zwischendurch wurden gemein» am schöne Turner- unb Daterlanbslieber gesungen, bei bereu Klang allenthalben bie Herzen warm würben. Es war ein Abenb, ber von ebelstem Tur­nergeist reich erfüllt war unb barum unvergeßlich fein wirb.

Feier am Zahnaedenkstein.

Am gestrigen Sonntagmittag traten bie Turn­festsieger unb eine Anzahl Turnerinnen unb Turner ber beiben Vereine an ber Turnhalle am Oswalds- garten zu einem Marsch b u r d) b 1 e S t a b t nach dem Jahngedenkstein an. Unter Vorantntt von Mitgliedern der Stahlhelmkapelle und unter Mit- führung der Turnerfahne und ber beiden Derems- fahnen ging der Marsch durch mehrere Straßen des Stadtzentrums, wobei die Turnfestsieger rechts und links von Turnerinnen begleitet wurden.

Am Jahngedenkstein hatte sich mittler- weile eine ansehnliche Menschenmengegesunden, ! die sich in Gemeinschasl mit den Turnern im Halb- kreis um den Gedenkstein gruppierte.

Der Führer der Gießener Turnerschafi Andreas Deining

wies in einer kurzen Ansprache auf den Anlaß zu dieser Feierstunde hin und hob dabei hervor, bah bie Stabt Gießen von jeher eine Statte turnerischer Höchstleistungen gewesen sei. Die Gießener Turner- schäft habe sich immer bie körperliche unb 9eifa9 Ertüchtigung ber Jugenb zur Aufgabe 9efteUt, aber auch bem Alter Gelegenheit geboten sich Körper unb Geist frisch zu erhalten. Der Redner hieß Jo­hann alle von auswärts herbeigeeilten Turner herz­lich willkommen. Weiter bezeichnete er es als eine Selbstverstänblichkeit, baß an einem solchen Tage das Bekenntnis zu der großen Deutschen Turner­schaft, der umwälzenden «Bewegung von Friedrich Ludwig I a h n , die auch unser Führer und Kanzler Adolf Hitler in seiner großen Stuttgarter Rede mit Anerkennung gewürdigt l)abe, erneuet wer t Die Gießener Turnerschaft gelobe damit aufs neue unwandelbare Treue und Hingabe 3ur |d) Turnerschaft und zum deustchen Dc. erlande. Mit demGut-Heil"-Gruß an Gießen die Stadt des alten deutschen Turneraeistes und deußchen Turnertreue, schloß der Redner ferne Ans^ache.

Oberfinanzrai Adolf Schä^er-Berlm, ein ehemaliger 1. Sieger der GießenerTurnerschaft, hielt anschließend die Hauptansprache, m ber u.a. 10 ®s ist mir von den ehemaligen ersten Preis- .raqern'd°? Siebener Turnerlchaft ber;

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vater bewahrten und bewahren werdem Gleich- zeitia soll diese Kranzniederlegung zu Ehren ber er ten Sieger erfolgen, bie in den Kußtapfen Jahns manbelten unb heute nicht mehr unter uns weilen.

In kurzen Abrissen möchte ich heute Jahns

brüber! Diese Gesinnung sei heute noch in ber DT. i retten! Aber nur durch uns selbst. Wir lebendig, und die alten Turner seien stolz darauf, l brandyen zur Wiedergeburt keine fremden Geburts- daß die DT. sich nichts vorzuwerfen und auch Helfer, nicht fremde Arzneien, unsere eigenen Haus- nichts abzubitten habe. Dieser Geist solle und werde mittel genügen. Freiheit und Einheit sind die Grund- auf die Turnerjugend übertragen werden. Die . Peiler'der Deutschheit, das war Jahns unumstößliche Jugend könne bei diesem Geist auf den Wegen « - weitergehen, den die Alten beschritten haben. Junge und alte Turner gehören zusammen in engster Verbundenheit in der Deutschen Turnerschaft. Die Turner, alte und junge, gingen in Treue weiter den Weg, den Jahn gezeigt habe, den Weg, den uns heute der Führer Adolf Hitler zeige,treu unserer Sache, treu unserem deutschen Daterlande, treu unserer Deutschen Turnerschaft."

Der frühere Gauoberturnwart Will gab seiner Freude über diese Wiedersehensfeier Ausdruck, rühmte bie vorbildliche Zusammengehörigkeit ber alten Turner unb wünschte bie gleiche enge Der- bunbenheit ber jungen Turner, nach bem Dorbilb ber alten. Zum Schluß erinnerte er an ben ver­storbenen langjährigen Führer ber DT., Professor Dr. Berger, besten die Versammlung still gedachte.

Weitere Ansprachen, zum Teil von schönem Hu­mor erfüllt, hielten noch die Turner Fischer- Alsfeld, Ludwig Klotz- Gießen, Ehrenmitglied des Turnvereins 1846, und H e n ß - Darmstadt. Die Redner gaben mancherlei Erinnerungen an die Jugendzeit bekannt und rühmten den hohen Wert der deutschen Turnerei für das deutsche Volkstum.

uns vok ihm in Ehrfurcht. In die neue Zeit uns einzuleben, war uns auf Grund unserer turneri­schen Erziehung gegeben. Alle die Tugenden, die heute im Vordergrund des deutschen Lebens stehen, wie Kraft, Mut, Stärke, Charakter, Tugendhaftig­keit, Disziplin, Ehre, Volksgemeinschaft und nicht zuletzt Treue gegen uns selbst und unsere Mitmen­schen sind uns Allgemeingut. Sb paar sich der Ju- aenb Feuer mit gereifter Manneskraft und des Alters reicher Erfahrung. So ist ein echtes Volk durchdrungen vom Machtgefühl seines eigenen Volkstums, eine menschliche Meisterschöpfung, die selbst wieder Schöpfungskraft äußert und so im ewigen Kreislauf das Schaffende und Erschaffene einigt. Solche Meisterschöpfung kann nicht unter­gehen. Gleich Hitler hat auch Jahn ausgesprochen: Meine Hoffnung für Deutschland und für Deutsch­heit lebt, mein Glaube an das deutsche Volk wankt nicht: denn unverrückt sehe ich die ewige Ordnung der Dinge walten."

Unb so stehen wir Turner mit Stolz unb mäch­tiger Kraft hinter dem Führer Adolf Hitler unb bewahren ihm die Treue gleich unserem Turn­vater Jahn bis zum letzten Atemzuge. Wenn das deutsche Volk sich unter der Führung Adolf Hitlers weiterhin auf sich selbst besinnt, wenn jung und alt im Gleichschritt durch die beut- fchcn fanbe liehen, bann ro rb Deutschland einst­mals bas mächtigste, kenntnisreichste, aber auch friebliebenbfte unb fleißigste Volk ber Welt fein.

Daß bem fo komme. Das walte Gott.

Damit lasten Sie mich, meine lieben Turnbrüder unb -schweftern, meine Worte beenden und aus» klingen mit dem Ruf: Unserem geliebten deutschen Vaterlande, dem Führer und Kanzler Adolf Hit­ler, dem deutschen Turnwesen und unserer alten Turnerstadt Gießen ein dreifaches Gut Heil!

Freudig stimmte die Menge in den Ruf ein. An­schließend wurden die ersten Verse des Deutschland­liedes und des Horst-Westel-Liedes gesungen, ferner Idas alte TurnerliedDeutschland hoch in Ehren". Damit fand die Feier ihren Abschluß.

Am Nachmittag folgte als Abschluß der «Beran- ftaltung ein gemütliches Beisammensein in der Turn­halle am Oswaldsgarten.

Oberstnanzrat Schäfer bei feiner Ansprache am Jahngedenkstein. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

gebe es nicht in den Reihen der Turner, aber die < Liebe zu den deutschen Volksgenossen und zum s deutschen Vaterland werde jederzeit in der Turner- ( schäft gepflegt und zu der steten Bereitschaft ver­tieft, für das Vaterland auch zu sterben. Die Tur­nerschaft, insbesondere auch die alten Turnbrüder, erfülle nur ein Gedanke: Volksverbunden­heit und Volksgemeinschaft. Die Turner erfülle es mit besonderer Freude, daß im Dritten Reich der Geist Jahns verwirklicht werde. Was , bisher in der Deutschen Turnerschaft geleistet war- , den fei, stelle echten Nationalsozialismus im besten Sinne des Wortes dar. Der Redner gedachte so­dann der verstorbenen Turnbrüder, der Gefallenen des Weltkrieges und der Gefallenen des innerdeut­schen Freiheitskampfes, deren Andenken die Ver­sammlung stehend mit einer Minute des Schweigens ehrte, wahrend die kleine Hauskapelle leise das Lied vom guten Kameraden spielte. Mit begeister­tem dreimaligen Sieg-Heil auf die Deutsche Turner- schaft und den Reichssportführer von T s ch a m - ; mer und Oft en, sowie auf das deutsche Vater­land und seinen großen Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, der mit der Deutschen Turner- schaft eng verbunden sei, wie Stuttaart gezeigt habe, schloß der Redner seine sehr beifällig aufge­nommene Ansprache. Anschließend wurden vom Deutschlandlied und vom Horst-Wessel-Lied je der erste Vers gesungen.

Der stellv. Gauvertreter des Gaues Hessen, Schneider (Butzbach), überbrachte die herzlichen. Grüße und Wünsche des Gaues, wobei er- die Gie­ßener Turnerschaft dazu beglückwünschte, daß sie so viele erste Sieger in ihren Reihen habe. Das drei­malige Gut Heil! des Redners galt diesen ersten Siegern. \

Turner Adolf Schäfer (Berlin), em geborener Gießener, der jetzt in «Berlin als Oberfinanzrat tätig ist, dankte namens der 1. Sieger der alten Turner- ftabt Gießen, wies dann auf gemeinsame turnerische Jugenderinnerungen hin und betonte, daß die alten Turner niemals irgendwelche Klassen- oder Stan- desunterschiede kannten, sondern nur das Bestreben hatten, einig zusammenzustehen und den Turnersieg zu erringen. Wenn die alten Turner nicht so festen Boden gefaßt und dem Reiche alles gegeben hätten, so wäre es oft um die deutsche Turnsache schlecht be­stellt gewesen.Wir alten Turner haben geopfert und wir werden weiter opfern. Wir sind deutsch, wir bleiben deutsch, denn Turner sein heißt deutsch sein!" Zum Schluß brachte der Redner auf die alte Turnerftadt Gießen dreimalige freudig aufgenom­mene Gut-Heil-Rufe aus.

Der Kreisführer des Kreises Lahn-Dill, dem tue Gießener Turnvereine angehören, D a u p c r t (Wieseck), rühmte den guten Turnergeift, der bei dieser Veranstaltung in so schöner Weise zum Aus­druck komme. Auf die alten Turner, die sich in echter turnbrüderlicher Verbundenheit zum Träger des schönen deutschen Turnertums machten, seien die jungen Turner stolz. Deutsche Turnerschaft bedeute Bindung zur deutschen Heimat, zum deutschen Volk und zum deutschen Volkstum. Die deutschen Turner waren immer wirklich kernhafte Deutsche. Die alten Gießener Turner hätten sich das große Verdienst erworben, seinerzeit hinauszugehen in die Umge­bung von Gießen, in den Ortschaften zu werben für ben deutschen Turngedanken, für deutsches Turner- tum und damit für'deutsches Volkstum Der Erfolg dieses Werbens sei ja auch in der Gründung von Turnvereinen der DT. zum Ausdruck gekommen. Möchten die alten Turner immer so bleiben, wie bisher, zum Segen der deutschen Turnsache. Das Gut-Heil! des Redners galt den alten Turnern.

Turner Adalbert B i n d e w a l d erinnerte bann an bie Einweihung bes Jahngebenksteines am

Vers des Niederländischen Dankgebetes hielt Pfarr­vikar Balz eine eindrucksvolle, gedankentiefe An­sprache für die gefallenen Feuerwehrleute, der er den Text:Darum ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in Euch! (2. Korintherbrief, Kap. 4, V. 12.) zugrunde legte. Wir leben heute in einer Zeit, fo führte er u. a. aus, die das Problem des Todes, des Sterbens für den Anderen wieder bes­ser versteht. Wir wissen wieder darum, was es für einen Menschen heißt, alles hinzugeben für den Nächsten, für den Kameraden, sich selbst zanz auf­zuopfern. So stehen wir auch in Gedanken vor den Gräbern der Wehrmänner, die genau so für ihr Volk ihr Leben Hingaben wie die Anderen. In der Front der echt deutschen Männer stand auch der unbekannte Feuerwehrmann, Seite an Seite mit seinen Brüdern, und Seite an Seite fiel er für sein Volk und Vaterland. Der unbekannte und doch be­kannte Wehrmannn, der ein Herz hatte wie jeder von uns, er ruft uns zu:Wir find gefallen, da­mit ihr das Leben habt. Darum ist der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch!" Und der Tote mahnt uns: Sich opfern kann man auch im Frie- den, in ber Heimat. Unser Volk wird leben, wenn

Am Samstagabend und am gestrigen Sonntag vereinigten sich die ehemaligen ersten Mehrkampf­sieger ber Gießener Turnerschaft (Turnverein 1846 und Männerturnverein) hier zu einer Wieder­sehensfeier, bei der erneut die enge und unlösbare turnbrüderliche Verbundenheit dieser Besten der Gießener Turner eindrucksvoll zutage trat.

Ein geselliger Abend

am Samstag bei dem Turnbruder Ludwig «Bep- ler, Bahnhofstraße, vereinigte die ersten Turner- steger, die Vorstände der beiden Vereine, deren Ehrenmitglieder und geladene Gäste in kleinem Kreise zum Auftakt der Wiedersehensfeier.

Turner Karl Müller als Leiter der ganzen Veranstaltung begrüßte die Gäste, die Vorstände und die übriaen Turner, wobei er hervorhob, die Turner feien die alten geblieben und gehörten nach wie vor dem Vaterland. Die Einstellung der Turner fei völkisch, deutsch, ihre Erziehung im Jahnschen Geist schlicht, einfach, ohne Hochmut und über­heblichem Stolz, Rang- und Standesunkerschiede