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g^n sind abzulehnen, da sie immer nur kreditver-

Wirtschaft

Das rollende Bett.

Zum 7S. Geburtstage des Schlafwagens. Don Hermann Ulbrich-Hannibal.

Wahrend nach und nach alle Eisenbahnen in den verschiedenen Ländern der Erde daran gingen, öte Bequemlichkeiten im Eisenbahnv er« kehr nach diesem amerikanischen Muster einzufun» ren verbesserte Pullman den Eisenbahnverkehr von Jahr zu Jahr und wurde der Bahnbrecher des modernen Reisens. Er schuf den sogenannten Langstreckendienst,, sorgte dafür, daß die verschie. denen Eisenbahngesellfchaften die gleichen Wagen bemühten, so daß die Reisenden mcht mehr am Endziel einer Eisenbahngesellschaft die Wagen, mit denen der anderen Gesellschaft zu wechseln brauch­ten. Er erbaute sodann den ersten Speisewagen und erfand als einen der größten Sicherheitsfaktoren im Eisenbahnverkehr den Vestibülwagen.

Als er am 19. Oktober 1897 die Augen schloß, hatte er sich mit der Schaffung des Schlafwagen- dienstes ein unsterbliches Verdienst erworben. Sem Leben war ein ständiger Drang nach der Vervvll- kommnung des Eisenbahnverkehrs. Sem erster Wagen war nur halb so lang wie tue modernen Pullmanwagen, und er war sogar zehntausend Pfund leichter als allein die Räder eines solchen. Wie hat er die Bequemlichkeit des Reisens durch ständige neue Einrichtungen gehoben! Und doch war sein erster Wagen mit einem Ofen, der mit Holz geheizt werden mußte und mit O e l l a m p e n gegen das Kerzenlicht, das vorher benutzt wurde vielleicht für die Menschen vor 75 Jahren em noch größeres Wunder, als für den Reisenden un-^ erer Tage der moderne Pullmanwagen, in dem sich z. B. über zwei Kilometer elektrischer Draht und fast ein Kilometer Rohr für Heizung, Wasser und Luft befinden.

Schlafwagen in Dienst zu stellen. Aber da kam ihm das Schicksal zu Hilfe. Der amerikanische Präsident Lincoln wurde am 14. April 1865 ermordet. Die Ueberführung in seinen Heimatstaat sollte eine große Huldigung für den toten Präsidenten fein. Aber das konnte sie nur werden, wenn sie m Pull- mans neuen Wägen vorgenommen wurde. Unö deshalb wurden in der größten Eile die Bahnsteige und Brücken so abgeändert, daß Pullmans Schlaf­wagen den Leichnam des Präsidenten von Chikago nach Springfield bringen konnte. Die Ueberfuhrung wurde nicht nur eine ehrenvolle Huldigung für den Präsidenten Lincoln, sondern zugleich auch eine würdevolle Einweihung des neuen Schlafwagens!

Pullman ging nun mit großer Energie an die Erbauung vonrollenden Betten". Als eine Eisen- bahngesellschaft ihm die Befürchtung aussprach daß die Fahrgäste lieber mit den alten Wagen fahren würden, um den höheren Fahrpreis für den Pull­manwagen zu sparen, sagte er kühn:Ja, sie wer­den sie bezahlen. Rehmen Sie beide Wagen zu den verschiedenen Fahrpreisen und überzeugen Sie sich! Und richtig, das Publikum stürmte die Pullman­wagen und ließ die anderen alten Eisenbahnwagen leer. Pullman gründete nun die große nach ihm benannte Gesellschaft und dehnte sein Arbeitsgebiet auch nach Europa aus, da die Pullmanwagen die europäische Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten. Die Midland-Railway in England errichtete einen Pullmcmdienst, und der König von Italien ließ eine Pullmanlinie vom englischen Kanal durch Frankreich und die Schweiz nach Italien ins Leben rufen, die von der damaligen Menschheit als ein europäisches Wunder" gefeiert wurde.

teuernb wirken. .. .... -

Dem Reichsnährstand fällt nun im Hinblick aus die neue Kreditversorgung eine doppelte Aufgabe zu. Er muß einerseits den Schuldner, d. Y. die Bauern und Landwirte schützen, aber ebenso auch die Kreditinstitute. Der Schulner soll die Kredite billig und so befristtet erhalten, daß er sie auch tatsächlich bei ordnungsmäßiger Bewirt­schaftung zurückzahlen kann. Dem Gläubiger, der diesen Forderungen entspricht, kann der Reichs­nährstand mittels der Disziplinargewall ine Rück­zahlung seiner Kredite s i ch e r st e l l e n. Voraus­setzung für die Erfüllung dieser hoppelten Aufgabe wäre, daß der Reichsnährstand sich in die Beziehun­gen zwischen Schuldner und Gläubiger überwachend und steuernd einschaltet. Der Reichsnährstand müßte Art, Tempo und Höhe der Verschuldung bei jedem einzelnen Betrieb, wie wir im Ganzen jeder­zeit übersehen können und die Möglichkeit haben, nach jeder der genannten Richtungen seinen Ein­fluß hin gellend zu machen. Der Reichsnährstand will mit dem eigentlichen Kreditgeschäft selbst nichts zu tun haben und will den Bauern nicht der Frei­heit der Wahl des Kreditgebers berauben. Er will die Kreditzufuhr nicht an der Quelle re­gulieren, sondern er will den aus den verschieden­sten Quellen fließenden Kreditstrom so in die Land­wirtschaft schleusen, daß weder Kredit-Ueberschwem- mungen noch Kredit-Dürren entstehen. Dabei sollte unter allen Umständen vermieden werden, daß eine Bürokratisierung des Agrarkredits eintritt. Der Reichsnährstand will weder den Kredit selbst geben, (von den Genossenschaften abgesehen), noch den Kre­dit vermitteln. Er will den Kredit steuern. Er will weder die Kreditinstitute in den Nährstand ein­beziehen, noch den Nährstand in die Kreditinstitute einbeziehen. Was der Reichsnährstand will ist prak­tisch Wiederherstellung der Vertrags­treue, Hebung .der Zahlungsmoral, Schutz b e s dauern vor sachwidriger und un- zweßmäßiger Kreditaufnahme und Schutz der Kreditinstitute vor Verlusten und damit Schutz der Volkswirtschaft vor Kapitalfchlleitungen. Die organisatorische Durchführung die-ser Aufgaben wird nunmehr in Angriff genommen werden.

ländlich werden alle bisher im Agrarkredit ge- chäftstätigen Kreditinstitute an der großen national» ozialistifchen Aufgabe der Ernährungs- und Rah- toffsicyerung mitwirken müssen. Monopolbestrebun-

hn Hinblick auf die nationalpvlitische Ausgabe zu befriedigen ist. Wenn somit die Frage, ob die vanb= wirtschaft neue Kredite braucht, bejaht werden muß, so entsteht damit die weitere Frage, wer diese Kredite geben soll. Selbstver-

Schon während seiner Arbeit in Albion war ihm seine Schlafwagenidee gekommen. Warum, so fragte er sich eines Tages auf einer längeren Eisenbahnfahrt, während welcher es ihm im Abteil sehr ungemütlich vorkam, haben die Eisenbahn­wagen gar keine Bequemlichkeit^ warum erbaut man nicht solche Wagen, die man während des Ta­ges als bequeme Polsterwagen benutzen und zur Nacht zu angenehmen Schlafwagen umwandeln kann? Und jetzt, nachdem er in Chikago mit einem guten Gewinn abgeschlossen hatte, griff er seinen alten Einfall wieder auf und kaufte von einer Eisen­bahngesellschaft zwei alte Eisenbahnwagen, um sie in Schlafwagen umzuwandeln. Er baute seinen historischen Wagen Nummer 9 als den luxuriösesten Eisenbahnwagen der damaligen Zeit. Es war ein aufsehenerregendes Ereignis, als dieser Wagen zum ersten Male im September 1859 auf den Schienen rollte. Das Volk nannte ihn voller Begeisterung den Palast a u f R ä d e r n". Da die Verhältnisse zu dieser Zett in Amerika aber viele Truppen- und Munitionstransporte erforderten, konnte Pullman noch kein Geschäft machen.

Nachdem sich aber innerhalb fünf Jahren die Verhältnisse gebessert hatten, nahm Pullman seine Schlafwagenidee wieder auf. Er baute jetzt -einen Schlafwagen, wie er ganz seinem Ideal entsprach, länger, breiter, höher, mit guten Polstern, mit einem Gesellschaftszimmer und allen mög­lichen Luxuseinrichtungen. Dieser Wagen, den er denPionier" nannte, kostete nicht nur fünfmal so­viel wie der beste Eisenbahnwagen vorher jemals' gekostet hatte, er war auch viel zu groß, um in den Dienst gestellt werden zu können. Die Eisen­bahnfachleute bewunderten ihn, zuckten aber die Achseln und sagten:Zu breit für die Bahnsteige und zu hoch für die Brücken". Worauf Pullman entgegnete:Dann ändert die Bahnsteige und Brücken".

Keiner der Eisenbahnfachleute hätte wohl je dar­an gedacht, die Aenderungen an den Bahnsteigen und Brücken vorzunehmen, um Pullmans neuen

Es ist heute saft etwas Selbstverständliches, wenn man eine große Eifenbahnfahrt oorhat, des Abends einen Platz im Schlafwagen aufzusuchen, um am nächsten Morgen, am ersehnten Ziel, aus dem Bett zu springen. Und doch ist in diesen Tagen erst ein dreiviertel Jahrhundert vergangen, feit die Men­schen zum erste Male auf unserer Erde Gelegenheit hatten, die Nacht im rollenden Bett zu schlafen und einige hundert Kilometer von dem Ort, wo sie sich schlafen legten, aufzustehen.

Der Vater des Schlafwagens ist der Schöpfer der Reisesicherheit und Reisebequemlichkeit George Pullman, dessen Lebenslauf, der Weg aus dem armen Handwerkerhause zu den Höhen des Ruhmes und Reichtums, zu den bedeutendsten Lebensaufstie­gen in der Welt zählt. Der Eintritt George Pull­mans ins Leben fiel fast mit der Geburt der ameri­kanischen Eisenbahn zusammen. Als er am 3. März 1831 in Brocton im Staate Neuyork als der Sohn eines Mechanikers das Licht der Welt erblickte, be­stand die erste amerikanische Eisenbahnlinie gerade fünf Monate. Sie war zwei Jahre später mit einem Streckennetz von 137 englischen Meilen die damals größte Eisenbahnlinie der Welt.

George Pullman, der wie sein Vater Mechaniker geworden war, begann nach dem Tode seines Va­ters zweiundzwanzigjährig, eine selbständige Lauf­bahn. Der Staat Neuyork wollte den Eriekanal er­weitern lassen. Zu diesem Zweck mußten viele Ge­bäude von seinen Ufern fortgeschafft werden. Neben Bißen andern bot auch George Pullman dem Staate einen Kontrakt an, hatte Erfolg, gab feine Tätigkeit in Albion auf und half die Häuser vom Eriekanal fortzuschaffen. Als diese Arbeit beendet war, verfügte er über einen Reingewinn von sechstau­send Dollar. Das veranlaßte ihn, nicht wieder zu seiner alten Tätigkeit zurückzukehren. Er wandte sich nach Chikago, wo ein großer, auf einem sumpfi­gen Gelände liegender Teil der Stadt erhöht wer­den sollte, und hatte das Glück, auch hier einen Auf­trag zu erhalten, der ihm einen Reingewinn von zwanzigtausend Dollar einbrachte.

Organische Entwicklung der Speise- kartoffelpreise.

Der Reichsbeauftragte für di^ Regelung des Ab­satzes von Kartoffeln gibt folgendes bekannt: Es hat sich herausgestellt, daß infolge der erhöhten Nach­frage nach gelben Speisekartoffeln für diese Sorten willkürliche und erhöhte Zuschläge erhoben wurden. Um eine organische Entwicklung der Speisekartoffel­preise zu gewährleisten und den Preiszuschlag für gelbe Sorten zu begrenzen, wird für das ganze Reich ein einheitlicher Preiszuschlag für gelbe Sor­ten von 20 Pf. je Zentner zu den für die einzelnen Gebiete bestehenden Erzeugermindestpreisen festge­setzt. Der Preiszuschlag gilt für Käufe beim Erzeu­ger ab Montag, 24. Sept. 1934. Es wird aber be- onbers darauf hingewiesen, daß durch diesen Zu- chlag keineswegs eine Erhöhung der Verbraucher­preise eintreten darf. Für alle anderen Sorten Speisekartoffeln bleiben die bisher von mir festge­setzten Erzeuger-Mindestpreise unverändert bestehen.

* Anordnung über Kartoffelflocken. Der Reichsbeauftragte für die Regelung des Ab­satzes von Kartoffeln hat in Ergänzung seiner An­ordnung vom 30. August 1934 unter dem 21. Sep­tember 1934 angeordnet, daß bei der Herstellung von Kartoffelflocken auf dem Wege der Lohntrock­nung seitens der Kartoffelanlieferer und der Trock­nungsbetriebe einschließlich Gutstrocknereien fol­gende Grundsätze einzuhalten sind: 1. Der anlie­fernde Landwirt erhält für 90 Pfd. in Kartoffeln angelieferte Stärke 100 Pfd. Kartoffelflocken zuruck; der Lohntrocknungslohn ist damit abgegolten. 2. Im Lohntrocknungsoerfahren hergestellte Kartoffelflocken verbleiben im Besitze des Kartoffelanlieferers. Der Kartoffelanlieferer hat den Verkauf der nicht in feinem wirtfchaftseigenen Betrieb verwendeten Kar­toffelflocken nur durch die für den Kartoffelflocken­verkauf vorgesehene Stelle vorzunehmen. Diese An­ordnung tritt mit dem 21. September 1934 in Kraft.

* Neue Erdölq uelle in Deutschland. Die Deutsche Vacuum-Oel-AG. ist soeben mit ihrer Bohrung auf Bau 1 fündig geworden. Die Boh­rung wurde durch die Bergbau AG., Salzgitter, niedergebracht. An der Gerechtsame ist außer der Deutschen Vacuum Oel-AG. die Gewerkschaft Sieg­fried Hannover beteiligt.

frankfurter Börse.

Börse widerstandsfähig

Frankfurt a. M., 22. Sept. Die Wochenschluß- börse zeigte sich gegenüber der großen Geschästs- : stille ziemlich widerstandsfähig, wobei einige vor­teilhafte Mitteilungen aus der Wirtschaft, sowie die gebesserte Finanzlage und die neuen Bauplane bei - der Reichsbahn eine Stütze boten. Bei wieder um ; einheitlicher Kursgestaltung war die Börse im gan- ! zen gesehen nur wenig verändert.

; Am Aktienmarkt erfolgten noch einige Glatt- > ftellungen zum Tausch gegen Rentenwerte, die heute meist weiter befestigt waren. So gewannen - Altbesitz 0,40 v. H., Kommunal-Umschuldung bei i größerem Umsatz 0,25 v. H., späte Schuldbuchfor- t berungen und Zinsvergütungsscheine lagen gut be­

hauptet. Von Aktien eröffneten Montanwerte über­wiegend um 0,25 bis 0,50 leichter, nur Harpener 0,13 v. H. und Ilse Genuß 1 v. H. freundlicher. Far- beninbuftrie gaben 0,25 v. H. nach, Metallgesellchaft etwas mehr gebrückt unb minus 1,50 v. H., Deutsche Erböl behauptet. Elektrowerte konnten sich überwiegend um 0,50 bis 0,75 v. H. befestigen, le- biglich Schuckert verloren 0,50 v. H. Schiffahrts­papiere waren gut behauptet, AG. für Verkehrs­wesen 1 v. H. fester. Höher setzten ferner ein Zell­stoff Aschaffenburg und Südd. Zucker mit je plus 1 v. H Braubank mit plus 0,50 o. H. Reichsbank­anteile gingen auf die Mitteilung, daß am 1. Ok­tober feine Abfchlagsdividende zur Auszahlung ge­langt, um 1,50 v. H. zurück. Etwas lebhafteres Ge- schäft entwickelte sich am Auslandsrentenmarkt, wo neben Mexikanern, Oesterr. Goldrente, Ungarn und Macedonier bis 0,50 v. H. anzogen.

Am Rentenmarkt blieben die Anfangskurse bei relativ lebhaftem Geschäft gut behauptet, Kom- munal-Umschuldung bröckelten allerdings gering­fügig ab. Goldpfandbriefe blieben ziemlich unver- ändert, während Liquidationspfandbriefe und Kom- munal-Obligationen meist um 0,25 bis 0,50 v. H. anzogen. Stadtanleihen lagen ruhiger und nur wenig verändert. Am Auslandsrentenmarkt blieb das Geschäft in mexikanischen Anleihen bei weiter anziehenden Kursen lebhaft. Tagesgeld war wie-, der leichter und wurde um 0,25 v. H. auf 3,25 v. j). ermäßigt.

Frankfurter Erermarkt.

F r a n k f u r t a. M., 22. Sept. Das Angebot in frischen Eiern geht weiter merklich zuruck, es wer- den bereits größere Mengen Kühlhauseier heran- gezogen. Der Verkauf an den Kleinhandel ist nur Plein Die Preise zogen etwas an und es notierten in Dfinnig prp Stück frei Frankfurt a^^im Großhandel an den Einzelhandel: Deutsche Mar­keneier S 11V- bis 12, A 11 bis IVA, B 10V- bis 103A C 93/4 bis 10, D 9A bis 93A. Holländer und Dänen S 11, A 103A, B 10V-, C 10, Bulgaren 9V< bis 9V-, Rumänen 9, Jugoslawien 9V< bis 9V-.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 22. Sept. Das Butterge­schäft nimmt zurzeit einen sehr ruhigen Verlauf, so daß die geringen Anlieferungen vollkommen ausreichen. Die Preise blieben weiterhin unver- ändert. Deutsche Markenbutter 145, feine deutsche Molkereibutter 142 bis 143, deutsche Molkereibutter 138 bis 140, Landbutter 120 bis 130. Holländische Markenbutter 145 bis 148, andere ausländische Butter 140 bis 145 Mark pro 50 Kilogramm.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 24. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: l^h Rinder (419 Ochsen, 107 Bullen, 373 Kühe, 367 Färsen), 626 Kälber, 6 Schafe, 28 Hammel, 4490 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 25 bis Mark, Bullen 24 bis 34, Kühe 12 bis 34, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 37, Kälber 26 bis 48; Hammel 28 bis 33; Schweine 40 bis 53 Myrk. Marktver- lauf: Rinder mittelmäßig, Kälber, Hämmel una Schafe ruhig, Schweine anfangs rege, spater ab* flauend.

Kredit weitgehend zu entwöhnen, sondern aber auch wenn notwendig, um dem Bauern wieder die Möglichkeit zur Erlangung von kurzfristigen Be­trieb skrediten und rnittelfristigsn Meliorationskredi­ten zu geben. Damit ist die eingangs gestellte Frage in bedingter Form bejaht. Selbstverständlich ist, daß eine ständige Neuverschuldung unter keinen Umständen mehr eintreten darf. Die fristgemäße Rückzahlung von Krediten muß eisernes Grund­gesetz werden. Daher wird die Kreditversorgung der Landwirtschaft in Zukunft einer ständigen Ueberwachung und Steuerung bedürfen.

Eine brennende Frage ist nun die der Krobttver- sforgung der Landwirtschaft, vor allem aber der Erb­höfe in der Ueb ergangszeit bis zur Durch­führung der Entschuldung. Der Landwirtschaft ist die Ausgabe gestellt, die nächstjährige Ernte unter allen Umständen so vorzubereiten, daß nach mensch­lichem Ermessen die Nahrungsmittelfrei­heit unter allen Umständen gesichert bleibt. Dar­über hinaus muß alles getan werden, um eine größtmögliche Steigerung der Ernteerträge vorzu­bereiten.

Aus der allgemeinen außenwirtschaftlichen Lage Deutschlands rückt noch ständig mehr in den Vorder­grund die der Landwirtschaft zuwachsende Aufgabe der Schaffung von neuen Roh st offen als Ersatz für die fehlenden oder knappen Auslandroh­stoffe. Diese Erfordernisse rücken die Notwendigkeit einer ausreichenden Kreditoersorgung für die aller­nächste Zeit in den Vordergrund. Nicht nur das kurz­fristige Kreditbedürfnis ist somit zu befriedigen, sondern auch das mittelfriftige Kreditbedürfnis. Hier ist nun ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken den im Entschuldungsverfahren befindlichen Betrie­ben, die jetzt von der Kreditzufuhr abgeschnitten sind. Dies ist um so bedenklicher, als das Entschuldungs­verfahren sich voraussichtlich, doch längere Zeit, viel­leicht auf Jahre hinziehen wird. Es ist natürlich ausgeschlossen, daß in dieser Zeit die Gefahr einer Devastierung der Betriebe mangels Kreditzufuhr heraufbeschworen wird.

Aber auch nach Beendigung des jetzigen Entzschul- ldungsverfahrens wird ein gewisses Kredttbedürfnis weiterhin gegeben sein, weil die Betriebe voll und ganz in dem Zinsen- und Tilgungsdienst für die alten Schulden eingespannt sind, weil die Zins- Leistungsgrenze voll ausgenutzt ist, und somit die meisten Betriebe über bare Betriebsmittel nicht Der- fügen werden. Aber auch die noch unverschuldeten Betriebe, insbesondere die Erbhöfe, wie auch die nichtentschuldbaren Betriebe werden -im Hinblick, insbesondere auf die großen Aufgaben, die der Land­wirtschaft zufallen ein Kreditbedürfnis zeigen, das

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H.,

Berlin

Franriun u. Di.

25eruu

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börsc

Oatum

21-9. |

22-9.

21.9.

22.9.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

95,25

95,25

95,4

95,5

6% eljem.7% Dt.ReichSanl.v.1929

6*/2% Doung-Anleihe von 1930 ..

94

93,75

93,6

93,25

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Recksten .............

97,75

98,13

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

_

6% eljem.8% Hess. Volksstaat 1929

(rückzahlb. 102%)............

94

94

94

94

6% Hess. Landesbank Darmstadt

(5)010 R. 12..................

91,25

91,25

b'/r% Hess. Lander-Hypotheken.

90,5

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

102

102

102,5

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

100,25

100,25

100,25

100

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

91,5

91,5

91

6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

91,5

91,5

91

V/i% ehern. 4¥t% Franks. Hhp.-

92

91,4

-

ehern. 4%% Rheinische

Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe.....

91,5

91,5

6% ehern. 8% Pr. Landespfand-

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

93

93

93

93

6% ehern. 7% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

93

93

93

93

Steuergutsch. Verrechnungskurs..

101,75

101,75

101,75

101,75

4% Österreichische Goldrente....

32,75

30,13

32,5

4,20% Oesterreilyische Silberrente

1,15

1,15

1,2

7,85

-1 1J

7,85

7,9

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

7,4

7,25

7,15

7,15

4ya% desgl. von 1913..........

7,25

7,65

7

7,13

5% abgest. Goldmexikaner von 99

13,9

14,75

13,7

14,8

4% Türkische Zollanleihe von 1911

-w

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie l.............. ......

8

8

vranriut.

u. DL

öerhn

Schluß, kurs

Schluß!. Abend­börse.

Schluß, kurs

Schlußk.

Mittag, börse

Datum

21-9.

229

21-9.

22-9.

4% dcsgl. Serie 11 .............

8

8

7,8

5% Nu man. vereinh. Rente ti.1903 4'/2%Rumän.vereinh.Rcnlev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2*4% Anatolier...............

4,8 7,25

4,5 36,9

25,5

29

76,5 96,75

67,5

73

75

150

27,65 148,75

101,5 119,5

75,75

110,5

103

94,25

147

124

86,9

115 61,75 105,4

170 127,5 81,13 74,75

4,9

7,5

4,65

38

4,75

7,75

4,55

37

4,8

7,4

4,6

38,13

Hamburg-Amerika-Paket .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O

Hansa-Dampsschifs...........O

Norddeutscher Lloyd .........O

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz, und Privat-Bank ... O

Deutsche Bank und 2) is conto»

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ..................

A.E.G.......................

Bekula.....................0

Elcktr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft .............g

Felten & Guilleaume.........0

Gcsellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Schuckert L Co...............5

Siemens L Halske............7

LahmeyerLCo.............10

Buderus ...................c

Deutsche Erdöl..............4

Gelsenkirchener..............

Harpener...................

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ...............

Mannesmann-Röhren........

25,75

28,75

77,5

96,25

67,5

72,75

75

148,5

28,13

148,75

101,5

119,9

75,75

111

103

94

146,5

123

86,4

115

62,25

104,5

170

128 81

74,5

25,75 25,4

28,9

77 96,25

67,5

73

75 149,5

27,65

148,4

102

119,5

76,25 110,65

102,5

94,5

147

124

86,25 115,13

62,25

105,25

76,5 170,25

128

81,5

74,75

25,5

25

28,9 77,65

96,5 67,5

72,75

75

148

28,13 148,65

102

119,75 75,75

110,65

103 94,25 146,5 123,5

86

114,9

62,9 104,5 76,75 170,5

128,25 81,25

74,76

Schluß­kurs

schluyl. Abend.

börse

Schluß, kurs

Schluß!.

Mlitag- börle

Datum |

21.9.

22.9.

21-9.

22-9

Mansselder Bergbau........

. O

78

77,26

78

77,5

Kokswerke.................

. u

100

100

Rheinische Braunkohlen .....

. 0

48

48,25

48

48,5

10

243

245

243,5

243

. 0

92,5

92,25

92,75

92,75

Vereinigte Stahlwerke.......

. u

41,4

41,25

41,4

41,25

. 0

13,7s

13,5

13,5

13,4

Kaliwerke Aschersleben......

. b

127,4

127

Kaliwerke Westeregeln......

126

126

126

Kaliwerke Salzdetfurth.....

?y3

157,5

I. G. Farben-Jndustrie.....

7

143,25

143,75

143,13

143,75

Scheideanstalt.............

. 9

216

216

Goldschmidt ..............

. 0

94,25

94

94

94,5

RütgerSwerke .............

. 0

42,13

42

42,13

42

Metallgesellschast...........

. 0

92,25

90,75

92,25

90,5

Philipp Holzmann.........

.. 0

81,25

82,13

81,75

81,5

Zementwerk Heidelberg ....

.. (1

117

Cementwerk Karlstadt.......

.. u

132

132,5

Schultheis Pahenhofer .....

Mu (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................

Zellstoff Waldhof ..........

.. 0 .. 0

.. 0

.. 0

65

67,25

49,25

65,5

66,5

49

112

64,9

135

49,65

112,75

65,75

134,25

49,65

Zellstoff Aschaffenburg .....

Dessauer Gas .............

.. 0

68

69

68

124

69,5

126,75

Daimler Motoren..........

.. Ü

50,75

50,5

51,13

51,25

Deutsche Linoleum.........

.. Ü

57

56,5

57

56,5

Orenstein & Koppel........

.. 0

89,25

90,55

Leonhard Tietz............

.. (I

29,25

29,4

29,25

29,9

Chade ....................

..IC

217

217,5

216

218

Accumulatoren-Fabrik......

.. c

179,5

179

Conti-Gummt.............

.. <J

131

131

130,5

130,5

Gr ihn er..................

.. 0

I 29,4

| 29,5

1 29

1 29

Mainkraftwerke Höchst a.M.»

.. 4

76,5

1

Süddeutscher Zucker8

I 192

I 193,5

1 193

1192,75

Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

21. September

22-September

Amtliche Notierung

Geld I Äric- ,

Amtliche Notierung

Geld | Nrie

Buenos Atre

Brüssel.....

Rio de Jan.

Sofia......

Kopenhagen.

Danzig.....

London.....

Heh'ingsors.. Paris ......

Holland .... Italien.....

Javan ......

Jugoslawien Oslo.....:

0,655

58,545

0,199

3,047

55,07

81,82

12,335

5,445

16,495

169,73

21,51

0,737

5,714

62,00

48,95

11,195

63,61

81,65

34,22

10,41

2,475

0,659

58,665

0,201

3,053

55,19

81,98

12,365

5,455

16,535

170,07

21,55 0,739

5,726

62,12

49,05

11,215

63,73 81,81

34,28

10,43

2,479

0,655 58,545

0,199

3,047

55,13

81,82

12,345

5,45 16,495 169,68

21,48

0,737

5,714

62,06

48,95

11,205

63,68

81,67

34,19

10,42

2,475

0,659 58,665

0,201

3,053

55,25

81,98

12,375

5,46 16,535 170,02

21,62

0,739

5,726

62,18

49,05 11,225

63,80

81,83

34,25

10,44

2,479

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien....

Budapest ...

Neuyork...

Banknoten.

Berlin, 22-September |

Amerikanische Noten..............

Geld

2,427

25rief _

Belgische Noten..................

58,385

Dänische Noten .................

54,98

Englische Noten .................

12,31

Französische Noten...............

16,455

Holländische Noten...............

169,26

Italienische Noten................

21,36

Norwegische Noten ..............

61,90

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,51

Schweizer Noten.................

81,49

Spanische Noten.................

34,05

Ungarische Sloten................