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Bekanntmachung.

Betr.: Die Bildung der Fleisch, und Wurstpreise, in Hessen.

Durch Verfügung vom 25. Oktober 1933. für die einzelnen Kreise durch die zuständigen Kreisämter bekanntgegeben, sind die Verkaufspreise für Fleisch und Wurstwaren bindend im einzelnen festgesetzt worden.

Ich habe Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß besonders in den Landgemeinden die für sie in Frage kommenden und aus der damaligen kreisamt­lichen Bekanntmachung ersichtlichen Preise unbedingt eingehalten werden müssen. Anträge auf Erhöhung der oorgeschriebenen Preise haben bei dem augen­blicklichen Stand der Einkaufspreise für Vieh keine Aussicht auf Erfolg.

Die Kreisämter sind streng angewiesen, irgend­welche Preisüberschreitungen sofort festzustellen und hierher zu berichten. Jung."

Orige Bekanntmachung des Herrn Staatsministers bringen wir den Interessenten zur Kenntnisnahme.

Gießen, den 21. April 1934. 2485C

Bürgermeisterei Gießen. J.D.: Bartholomäus.

Bekanntmachung.

I. Jede Neuherstellung oder Veränderung von Grundstücksentwässerungen ist nur nach vorheriger Einholung der baupolizeilichen Genehmigung zu­lässig. Das Ausführen jeglicher Arbeiten an Ent­wässerungsanlagen ist nur durch Installateure oder Unternehmer gestattet, welche den erforderlichen Zulassungsschein besitzen. 2462C

II. Das Ausgießen oder Einleiten von Schmutz­wasser in die Straßenrinnen ist verboten.

III- Don Grundstücken, die an die Straßenkanäle angeschlossen sind, darf kein Niederschlagswasser über den Bürgersteig abfließen, auch nicht, wenn die Hof- oder Regenrohrsinkkasten verstopft sind. Die Sinkkasten sind regelmäßig zu reinigen.

Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen und die Unterlassung der Reinigung der Sinkkasten unterliegen den Rechtsfolgen des § 42 der Polizei- oerorbnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Stadt Gießen betr., vom 1. August 1904.

Gießen, den 23. April 1933.

Bürgermeisterei Sieben. I. V.: Dr. Ham m.

Geschäfts-Drucksachen Rechnungen

Briefblätter

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Evang. Frauenhilfe

(Evangelisch-kirchliche Arauenvereine)

Hauptversammlung für Oberbessen am Mittwoch, dem 25. Avril, nachm. 2H Uhr, im Cafä Leib zu Gießen, mit Vortrag der Reichsführerin des ftrauenwerks der deutschen evangelischen Kirche, Frau 'Agnes von Grone, über 2>80l

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Oie Lemberger-Eh.

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Die Leinberger-Elf, die am Samstag gegen die Stadtmannschaft Gießen und am Sonntag gegen die Stadtmannschaft von Marburg mit 3:0 bzw. 5:0 gewinnen konnte. Von links nach rechts: Lang (Steinberg), Wohlgemuth (Wetzlar), Koller (Butzbach), K e u l (Aßlar), E i s e n r e i ch (Fried­berg), S ch l a r b (Spielvereiniguna 1900 Gießen), Knauß und Wilhelm (VfB.-Reichsbahn Gie­ßen), Fett (Steinberg), Lippert (Spielvereini­gung 1900 Gießen), G ö b l er (Krofdorf). Ganz rechts: Der Kursusleiter L e i n b e r g e r, der der Mannschaft außerordenlliche Kenntnisse vermittelte.

Leinberger im Gespräch mit dem Bezirksführer Happ (Mitte) und dem Gaujugend- wart D o n d r a n.

Bildbericht vom 3. Sollen-Sandball-Turnier.

» » V* VT

Links oben: Die teilnehmenden Mannschaften. Rechts oben: Der Einmarsch in die Volkshalle. unten: Spannende Kampfszene.'

Die Plakette der Gruppe I, die von der Mannschaft der Spielvereinigung 1900 gewonnen wurde.

Oie Siem- und Ztelfahrt des Gaues Hessen im OOA6.

Großer Werbeerfolg.

Zu einer großen motorsportlichen Kundgebung gestaltete sich am Sonntag die Stern- und Zielfahrt des Gaues Hessen im DDAC. nach Marburg. Weit über Erwarten groß waren die Anmeldungen aus allen Teilen des Gaues eingelaufen. Selbstver­ständlich stellten die Motor-SA. und das NSKK. den Hauptteil der Fahrer.

In der 3-Stundenfahrt kamen 122 Teil­nehmer strafpunktfrei durchs Ziel, während nur zwölf die Bedingungen nicht erfüllten.

Die 6 - S t u n d e n f a h r t, die über eine 300 Kilometer lange Strecke führte, brachte 43 Teil­nehmer an den Zielpunkt. In dieser Klasse gab es teilweise hervorragende Ergebnisse, da eine ganze Anzahl Fahrer die Nichtorganisierte Fahrstrecke mit sechs Kontrollstellen in einem Stundendurchschnitt von über 70 Kilometer zurücklegte.

An der P l a k e t t e n f a h r t beteiligten sich über 350 Fahrzeuge. Gau-Gruppenleiter Prinz R i - chard von Hessen, der' stellvertretende Gau­führer Stempel und Gausportleiter Herr­mann wohnten der Veranstaltung bei. Leider er­eignete sich auch ein Unglücksfall. Motorradfahrer K a r l h ö f e r aus Marburg rannte in die Bret­terverkleidung der im Umbau begriffenen Süd­bahnhofbrücke in Marburg. Er zog sich einen schwe­ren Armbruch zu, während sein Beifahrer einen komplizierten Schädelbruch erlitt. Die Veranstaltung erfüllte nichtsdestoweniger ihren Zweck zur Wer­bung für die Popularisierung des Motorsports in vollem Matze.

Oie Saar-Gif für Kastel.

Am 29. April findet in Kassel im Rahmen einer Saarkundgebung ein Spiel zwischen Mannschaften des Gaues Nordhessen und des Saarbezirks statt. Die Saar-Elf ist wie folgt aufgestellt worden: Tor: Pletsch (Sportfreunde Saarbrücken); Noll (Saar 05 Saarbrücken), Hans (Sportfreunde); Läuferreihe: Zeimet (Saar 05), Sold (FV. Saar­brücken), Theobald (Borussia Neunkirchen); Sturm: Kullmann (Sportfreunde), Heimer, Conen (beide FV. Saarbrücken), Deutsch (Saar 05), Seither (Sportfreunde). Ersatz: Hingst (Saar 05), Omlor (Ensheim), Waschburger (Saar 05).

Olympia-Achter starten.

Wie im Schwimmen und in der Leichtathletik be- reits die Prüfungen der Olympiakandidaten vorg«. nommen worden sind und noch werden, so wird nun auch der Deutsche Ruderverband eine Prüfung seiner Olympia-Achter vornehmen. Bekanntlich sind vom Derbandsführer mehrere Verbands-Achter be­stimmt worden, die im Hinblick auf die Olympischen Spiele 1936 in Berlin eine besondere Vorbereitung erhalten sollen. In der kommenden Regattazeit fal­len die Achter erstmalig ihr Können unter Beweis stellen. Um die Unkosten möglichst niedrig zu ge- stalten, werden daher einzelne Regatten in nächster Zeit gebietsweise beschickt. Als erste Regatta, wo Olympia-Achter starten sollen, ist Leipzig am 1 Juli in Aussicht genommen worden. Berliner RE. am Wannsee, Wiking Leipzig und der Mainzer RV. sollen dort aufeinandertreffen. Eine Woche später ist für die Hengsteysee-Regatta der Start des Würzburger RV., der Gießener R u d e r g e s e l l s ch a f t, des Kölner Club für Was- sersport und des Berliner RV. von 1876 vorgesehen. Gleichfalls am 1. Juli sollen in Stettin der RE. Germania Königsberg, Germania Homburg, die Interessengemeinschaft des Hamburger RE und der Berliner Ruderclub am Start erscheinen. Fest steht bisher, daß sämtliche Olympia-Achter an der Meisterschafts-Regatta in Mainz teilnehmen. Außerdem will man noch den größten Teil dieser Mannschaften zur Teilnahme an der Großen Berliner Regatta auffordern, die am 16./17. Juli stattfindet.

Heit-Turnier in Mza.

Oberieufnanf Brandl belegt einen dritten Platz.

Nach einer durch starken Regenfall verursachten 24stündigen Pause konnte das Reitturnier in Nizza am Montag fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt der ; Montags-Kämpfe stand der Große Preis von Nizza, der über 15 Hindernisse auf einer 785 Meter langen Bahn führte. Sieger blieb der italie­nische Oberst B o r s a r e l l i auf Crispa vor dem Franzosen Leutnant de Maupäou auf Castag- nette und Oberleutnant Brandt auf Thora. Ober­leutnant Hasse kam aufDer Mohr" auf einen 7. Platz, mit Olaf reichte es allerdings nur zum 13. Rang. Baron IV und Baccarat (Rittmeister Momm) kamen für die Entscheidung nie in Frage.

Aus dem Lager des Krastsporis.

Kraft- und Sportklub 1893 Gießen Meister der A-Klaffe.

Den Gießener Ringern ist nun auch der Rück­kampfsieg gegen DfK. Alsfeld geglückt. DerKraft- und Sportklub 1893" ist damit Meister der A-Klasse im Mannschaftsringen im' Gau Nordhessen. In Kürze wird die Gießener Mannschaft gegenEinig­keit Hersfeld" um den Aufstieg in die Gauklasse, antreten. Die einzelnen Kämpfe verliefen folgender­maßen:

Bantamgewicht: G. Kainer hat in A Dürr einen äußerst zähen Gegner und mußte in 3 Minu­ten eine Schulterniederlage hmnehmen. 3:0 für Alsfeld.

Federgewicht: In G. Götz und A. Schott I. treffen sich zwei alte Bekannte. Diesmal ist Schott der Glücklichere. Er siegt nach hartem Kampf über­raschend durch Hüftschwung. Zeit 5 Minuten. 6:0 für Alsfeld.

Leichtgewicht: G. Funk wird kampflos Sie­ger, da A. Schott II. wegen Verletzung nicht antre­ten kann. 6:3 für Alsfeld.

Weltergewicht: G. Klotz hat in Schwalm den besten Mann der Alsfelder gegen sich. Anfäng­lich in Führung liegend, mußte er jedoch in 6 Mi­nuten durch Hamerlock auf die Schultern. 9:3 für Alsfeld.

Mittelgewicht: G. Wagenpfeil erringt den schnellsten Schultersieg des Tages. Durch Doppel­nelson muß sich A. Geißel in 1 Minute eine Nie­derlage gefallen lassen. 9:6 für Alsfeld

Halbschwergewicht: Nach kurzem Kampf konnte G. Bellosf feinem Gegner Wettläufer durch Hüftschwung mit Eindrücken der Brücke eine Nieder­lage beibringen. Er stellte dadurch das Resultat auf 9:9.

Schwergewicht: Hier mutzte die Entschei­dung fallen. G Emmerich rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen und zwingt A. Schneider durch Hamerlock in 2 Minuten auf die Schultern. End­ergebnis 12:9 für Gießen.

In einem Einlagekampf konnte der jugendliche Becker (Gietzen) feinen Gegner Schmidt über­raschend in 5 Minuten besiegen.

Auf her Suche

nach hem unbekannten Gewichtlieber

Im Hinblick auf die Olympischen Spiele 1936, stellte sich auch der hiesige 1. Kraft- und Sportklub 1893 in den Dienst der Suche nach dem unbekannten Sportsmann. Es gibt in Deutschland noch viele starke Männer, die bisher noch keinen Sport aus­

übten. Diese Leute dem Kraftsport zuzuführen und auszubilden, ist die Aufgabe am 29. April. Der Reichssportführer hat bei den Kraftsportlern an das Gewichtheben als meßbare Leistung gedacht Es werden Wettkämpfe im olympischen Fünfkampf ver­anstaltet, an denen sich jeder Deutsche, ob er einem Verein angehört oder nicht, beteiligen kann. Ins- besondere hofft man auf die Beteiligung der SA., SS., HI. und Reichswehr.

Die U e b u n g en sind folgende: Reißen mit einem Arm, Stoßen mit dem andern Arm, beid­armig Drücken beidarmig Reißen und beidarmig Stotzen. Die Leistungen werden für das Sportab- Zeichen gewertet.

Außerdem werden die Wettkämpfer gewogen und in folgende Körpergewichtsklassen ein ge­teilt, Bantamgewicht bis 112 Pfund, Federgewicht bis 120 Pfund, Leichtgewicht bis 135 Pfund. Mittel­gewicht ms 150 Pfund, Halbschwergewicht bis 165 Pfund, Schwergewicht über 165 Pfund.

Meldungen sind an Mitglied Hendrich, Kir­chenplatz 8, zu richten. Es wird keine Meldegebühr erhoben. Den Wettkämpfern ist Gelegenheit geboten, am kommenden Mittwoch, 20 Uhr, am Training des 1. Kraft- und Sportklubs 1893 in der Turn­halle, Peftalozzifchule, teilzunehmen. Die Veranstal­tung selbst findet Sonntag, 29. April im Anschluß an das Fußball-Lokalfpiel 1900 VfB. Reichsbahn auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 statt.

Kurze Sportnotizen.

Die Abreise Schmelings nach Barce­lona ist am Montag erfolgt. Ueber Paris führt ihn der Weg nach Spanien, wo er wieder fein Trainingslager in Sitges, etwa eine Stunde von Barcelona entfernt, aufschlagen wird.

Deutsche Boxer in Göteborg hatten kei­nen Erfolg. Der Düsseldorfer Weltergewichtler Dre- köpf verlor gegen den Schweden Axel Lind nach Punkten. Sein Landsmann Drescher mußte dem Schweden Wennberge den Punktsieg überlassen. Den Hauptkampf dieser Veranstaltung bestritten Gunnar Andersen (Schweden) und der Kubaneger Kid Oliva, den der Schwede glatt nach Punkten gewann.

Weyres (Aachen) siegte in Barcelona im Großen Motorradpreis in der Klasse der Bei­wagenmaschinen. Mit seiner Harley-Davidson er­zielte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 79,581 Stundenkilometer. Stanley Woods (Irland) kam in der 500-eem-Klasse zu seinem zweiten Erfolge. Die Spanier Aranda und Vidal belegten nach ihm die

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