Ausgabe 
23.3.1934
 
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Oberheffen.

G-werve- und Landwirtichastsbank Butzbach.

pb. Butzbach, 21. März. Die hiesige Ge­werbe- und Landwirtschaftsbank, die in diesem Jahre auf ihr 70jähriges Bestehen zurück­blicken kann, hielt im Saale desHessischen Hofes" ihre ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß die Bank, die im Jahre 1864 von 70 Butzbacher Handwerkern und Geschäftsleuten gegründet wurde, Ende 1933 einen Bestand von 455 Mitgliedern hatte. Die Bi­lanz am 31. Dezember 1933 schließt in Aktiva und Passiva mit 821 098,35 Mk. ab. Unter den Aktiva­posten sind verzeichnet: Geschäftseinrichtung 1000 Mk., Umlaufsvermögen 569 827,30 Mk., Geschäfts­wechsel 74 652,29 Mk., Einzugswechjel 1009,70 Mk., Wertpapiere 47 300 Mk., Bankguthaben 97 403,11 Mk., Postscheck-Guthaben bei'Banken 18 390,82 Mk., Zinsscheine 210 Mk. und Kassenbestand 11305,13 Mk. Auf der Passivaseite sind aufgeführt: Geschäfts­guthaben 118 975,22 Mk., Reserven 57177 Mk., Wertberichtigungsposten 8550 Mk., Verbindlichkeiten (Spareinlagen) 629 924,51 Mk., Posten die der Ab­grenzung dienen 830 Mk., Reingewinn 5741,62 Mk. Dieser letztere Posten soll wie folgt verteilt werden: 5 Prozent Dividende 5112,35 Mk. Zuschrift auf Reservefonds 583 Mk. Vortrag auf neue Rechnung 46,27 Mk. Aus dem Aufsichtsrat schieden aus: Weißbindermeister Georg D a h m e r, Oberjustiz­inspektor Julius Dahmer, Friseurmeister Fritz Henkelmann; an deren Stelle traten Rechts­anwalt Wolf, Oberwachtmeister Klee und Kauf­mann M a t h ä u s.

Generalversammlung der ViehverwertungsgenoffenschastGedern

z Watzenborn-Steinberg, 20. März. Die Landesfilmstelle Südwest der NSDAP, brachte hier in der WirtschaftZur Krone" den großen SpionagetonfilmDie unsichtbare Front" zur Aus­führung. Das Beiprogramm brachte die Wochen­schau, einen Kulturfilm und ein Lustspiel.

CD Grüningen, 21. März. Am Sonntag­abend hatte die hiesige Volksschule zu einem Unterhaltungsabend in die Turnhalle ein­geladen. Zahlreich hatten sich die Eltern und Freunde der Schule eingefunden, so daß der ge­räumige Saal voll besetzt war. Der Schülerchor der Oberklassen unter Leitung von Lehrer E i f f i eröffnete mit dem LiedDeutsch ist die Saar" die ; Feier. Darauf begrüßte Lehrer E i f f die zahlreich i Erschienenen. Ein SprechchorDrei gute Gesellen" i war den scheidenden Konfirmanden gewidmet. Nach einem Theaterstück führten einige Lichtbilder die aufmerksamen Zuschauer durch die süddeutschen Gaue unseres schönen Vaterlandes. Unter der Leitung von Lehrer Schaaf folgten dann Reigen und Spiele der Kleinsten. Mit Geschick und ihrer

Führer der Betriebe!

Deutsche Firmeninhaber und Handwerksmeister!

Habt Ihr schon veranlaßt, daß sich Eure Lehrlinge und Junggehilfen zum Reichsberufswett- ;Eampf der deutschen Jugend vom 9. bis 15. April 1934 anmelden? Letzter Termin: 2 4. März 1 934!

Es ist der Wille des Führers, daß Ihr diese große

l. Gedern, 21. März. Im Saale der Gast­wirtschaftZum Löwen" fand dieser Tage die Ge- neralveriammlung der Viehverwertungs- genossenschast Gedern statt. Der Vor­sitzende des Aufsichtsrates, Fischer, Hof Zwie­falten, eröffnete die Versammlung und gab nach der Begrüßung einen Rückblick über das abgelau­fene Geschäftsjahr 1933. Er wies besonders darauf hin, daß durch die Regierungsmaßnahmen bereits eine wesentliche Besserung der Notlage des Bauern­tums zu verzeichnen sei und daß wir mit den besten Hoffnungen in die Zukunft sehen können. Zum Schriftführer wurde Hermann Will, Vol- kartshain, und zu Stimmzählern Bürgermeister P e p p e l, Ober-Seemen, und Ortsbauernführer Kaiser- Burkhards ernannt. In Erledigung der Tagesordnung erstattete der Geschäftsführer Wil­helm Birx-Gedern einen Bericht über das ab­gelaufene Geschäftsjahr. Er machte darauf aufmerk­sam, daß die Genossenschaft leider von vielen Bauern bei der Verwertung ihres Viehes nicht viel oder überhaupt nicht in Anspruch genommen würde. In Zukunft müsse das besser werden. Um das remde Händlertum ganz auszuschalten, sei es er- orderlich, daß die Bauern der Genossenschaft ihr ämtliches Nutz- und Schlachtvieh zur Verwertung anvertrauen. Wilhelm Birx gab dann einen Ueberblick über die Jahresrechnung und Bilanz. Die Bilanz wurde einstimmig genehmigt. Die Ge­nossenschaft erreichte im Jahre 1933 einen Umsatz von 147196 Mark. Einstimmig konnte dem Vor­stande und Aufsichtsrat Entlastung erteilt werden. Der Reingewinn in Höhe von 181,21 Mark soll zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebsrücklage gutgeschrieben werden. Das ausscheidende Vor­standsmitglied Wilhelm Kaiser- Steinberg wurde wieder in den Vorstand gewählt. Wieder gewählt in den Aufsichtsrat wurden P e p p e l - Ober- Seemen und Will- Volkartshain. Der Vorsitzende begrüßte sodann den inzwischen eingetroffenen Ver­treter der Hauptabteilung III, Diplom-Landwirt H a a k. Dieser übermittelte die Grüße des Landes­bauernführers Dr. Wagner und des Abteilungs­leiters Wirth. Pg. H a a k referierte anschließend ausführlich über Schlacht- und Nutzviehverwertung, sowie über die Nutzviehverwertungsgenossenschast GmbH. Frankfurt a. M. Seine Ausführungen wur­den mit größter Spannung verfolgt und mit gro­ßem Beifall ausgenommen. Die Versammlung wurde sodann, nachdem Direktor Birx die Mit­glieder aufgefordert hatte, auch fernerhin treu zur Sache zu stehen, geschlossen.

Lanvkreis Gieszen.

OO Klein-Linden, 20. März. Die NS.- Frauenschaft Klein-Linden trat mit einem wohlgelungenen Werbeabend, der im Saale des GasthausesZur deutschen Eiche" stattfand, an die Oeffentlichkeit. Zunächst begrüßte die Führerin der Frauenschaft, Frau Dr. Crößmann, die vielen Mitglieder, die zahlreichen Gäste aus b?r Gemeinde und den Redner des Abend, stellvertre­tender Kreisleiter Pg. Hopfen müHer. Dieser behandelte in mehr als einstündigem Vortrag zu­nächst die Stellung der Frau im nationalsozialisti­schen Staat und gab einen Ueberblick über das Wollen des neuen Staates. Der Redner sprach fer­ner über die Bedeutung des Winterhilfswerkes, das neben dem Segen, den es bringe, auch den der nationalsozialistischen Bewegung noch fernstehenden Volksgenossen zeigen solle, daß die bestehende Volks­gemeinschaft bereit sei, zu helfen Adolf Hitler habe vor allem dem deutschen Volke den Glauben und das Vertrauen an eine bessere Zukunft wieder- oeqeben. Die deutsche Frau und Mutter brauche heute nicht mehr zu verzweifeln, wenn sie-an die Zukunft ihrer Kinder denke. Starker Beifall lohnte die Ausführungen des Redners. Das Programm des Abends brachte Sprechchöre aus der Bewegung, ge­meinsam gesungene Lieder und Gedichtvortrage einiger junger Mädchen. Ein gut gcfpielfer Drei= akter führte in die Zeit zuruck, m der die A^DAP. um die deutsche Seele rang, bis sie schließlich sieg­reich das Feld eroberte. Der Ortsgruppenleiter dankte dem Redner und allen Mitwirkenden des Abends. Er gab noch seiner Freude Ausdruck über die zahlreiche Beteiligung der Zelle Mendorf a d Lahn und forderte zur Mitarbeit am^großen Wer Adolf Hitlers auf. Mit dreifachem Sieg-Heil! auf den Volkskanzler und Führer des deutschen-Volkes und mit dem gemeinsamen Gesang ^^^"EWand liebes und des Horst-Wessel-Liedes fand derAden sein Ende. Die vorgenommene Geldsammlung kommt dem Winterhilfswerk zugute. _________

Kundgebung deutschen Berufsausbaues mit allen Kräften unterstützt!

natürlichen und ungezwungenen Art wußten sich die kleinen Spieler in ihre Rollen zu versetzen. Reicher Beifall dankte ihren Mühen. Ein Theaterstück der Oberklasse unter Leitung von Lehrer E i f f hielt die Zuhörer über eine Stunde in Spannung; auch hier sah man, wie sehr die Kinder bei der Sache waren und mit welcher Lust und Hingabe sie ihre Rollen spielten. In bunter Reihenfolge wechselten dann Chöre, Gedichte und Vorträge miteinander ab. Mit dem LiedGuten Abend, gute Nacht" ver­abschiedeten sich die kleinen Spieler. Nach kurzen Schlußworten von Lehrer Schaaf, der zum Aus­druck brachte, daß der Abend bei Eltern und Kin­dern in dankbarer Erinnerung bleiben möge, fand der in allen Teilen wohlgelungene Unterhaltungs­abend fein Ende. Anläßlich der Brotsamm - l u n g des oberhessischen Jungvolks für das Winter­hilfswerk der Stadt Offenbach sammelte die hiesige Gefolgschaft die stattliche Anzahl von 123 Laib Brot.

# Dorf-Gill, 19. März. Der hiesige Land­jugendbund hielt dieser Tage in der Schule einen Missionsabend ab. Prediger Peter - s e n aus Lich leitete die Versammlung. Nach Gebet und einem gemeinsamen Liede wurden von den Burschen und den Mädchen Gedichte und Zwie­gespräche vorgetragen. Außerdem wurde ein Theater­stück aus der Soldatenzeit aufgeführt, das großen Beifall fand. Der Gemischte Chor unterhielt in den Pausen mit einigen Liedern. Missionar Peter- s e n verlas sodann zwei Briefe von der Frau eines verstorbenen hiesigen Missionars, in denen die Verhältnisse in China geschildert wurden. Mit Gesang und Gebet wurde die Versammlung ge­schlossen.

* Bellersheim, 22. März. Dieser Tage konnte die hiesige Spar- und Darlehens­kasse die Feier ihres 50jährigen Bestehens be­gehen. Am vergangenen Sonntag fand im unte­ren Schulsaal eine Ausstellung der Hand­arbeiten der Mädchen der Volksschule statt. Am Abend hielt die N S. - F r a u e n s ch a f t im oberen Schulsaal eine sehr gut besuchte Versammlung ab, in der Lehrer Philipp einen interessanten Vor­trag hielt. Am Dienstag beschloß die NS.-Frauen- schaft mit einer Zusammenkunft ihre Winterarbeit.

? Reiskirchen, 21. März. Im Saalbau Gundrum fand ein Schulungsabend der hiesigen Zelle der NSDAP, statt, zu dem außer den Angehörigen der Partei und deren Ne­benorganisationen auch die übrigen Ortseinwohner in großer Zahl erschienen waren, so daß der Red­ner des Abends, der stellvertretende Kreisbetriebs­zellenleiter Pg. Hahn, Großen-Buseck, vor einem überfüllten Saale sprechen konnte. Nach Begrü­ßungsworten durch den hiesigen Zellenwart betonte der Ortsgruppenschulungswart Pg. Heß- Winne­rod, daß die politische Schulung des deutschen Vol­kes heute eine der wichtigsten Aufgaben der Partei sei und daß auch in Reiskirchen jetzt an eine inten­sive Schulung herangegangen werde. Hierauf sprach Pg. Hahn über das ThemaWas ist National­sozialismus?" Er schilderte den Werdegang der Partei bis zur Machtergreifung und ging dann auf die einzelnen Gedankengänge des Führers ein, die dieser seiner vollständigen Umwertung der Wirt­schafts- und Lebensauffassung zugrunde gelegt hatte. Nicht nach marxistischen und liberalistischen Theo­rien dürfte man ein Volk regieren, denn dies be­deute den Untergang, sondern nach einer von in­nen heraus kommenden Kraft, eben des National­sozialismus müsse man handeln. Nicht der Einzel­mensch, sondern das ganze Volk in seiner Gesamt­heit müsse leben können, und deshalb richte er an alle Zuhörer die Mahnung, das eigeneIch" voll­ständig zurückzustellen und nur nach dem Grundsatz Gemeinnutz geht vor Eigennutz" zu handeln. Daß das deutsche Volk dies bereits erfannnt habe, er­sehe man aus den Sammellisten und Sammel­büchsen des Winterhilfswerks. Wenn auch noch hier und da hartherzige Menschen lebten, so fei dies nur höchst bedauerlich, aber keinesfalls dürfte man dies auf die Gesamtheit des Volkes ausschlagen. Wenn jeder von dem einzig wahren Geist des Na­tionalsozialismus durchdrungen sei und wenn jeder wieder erkannt habe, daß das Volk, das Vaterland, die Rasse über allem stehe, dann werde auch dem deutschen Volke wieder eine neue Zukunft ent­stehen. das Dritte Reich. Zur Verschönerung des Abends erfreute der hiesige BdM. durch einige Tänze,

wahrend der Gesangverein mit zwei Volksliedern aufwartete. Den musikalischen Teil hatte der Spiel­mannszug III/116 von hier übernommen, der in schneidiger Weise die Pausen ausfüllte. Pg. Heß schloß den Abend mit einem Gelöbnis zum Führer und Vaterland. Anschließend fand noch eine Amtswalterbesprechung der Ortsgruppe Bersrod statt, in der der inzwischen eingetroffene Ortsgrup­penleiter Hofmann die Richtlinien und den Ver- jammlungsplan für den kommenden Monat fest- legte.

(D Weitershain, 21. März. Bei der Sammlung für die Winterhilfe wurden hier 78 Laib Brot und rund 400 Eier abgeliefert. Am Samstagabend hielt der Stützpunkt Weitershain der NSDAP, feine Monats- versammlung ab. Hierzu hatten sich die Partei­mitglieder, die NS.-Frauenschaft, sowie die SA. und SA.-Reserve eingefunden. Der Stützpunktleiter betonte, daß Weitershain schon vor dem 5. März 1933 mit ganz geringen Ausnahmen mit 100 Prozent nationalsozialistisch war und sich am 12. November vorigen Jahres lOOprozentig zum Reichskanzler und zu der von der Regierung ver­folgten Politik bekannt hat. Dann sprach Kreisleiter z. b. V. Gauredner Pg. B u l l m a n n - Gießen über Grundbegriffe des Nationalsozialismus. Im An­schluß hieran behandelte er den Zweck und Sinn aller nationalsozialistischen Organisationen, die alle das Endziel verfolgen, aus allen einzelnen Organi­sationen die große Organisation der Arbeitsfront des schaffenden deutschen Volkes herzustellen. In seinen weiteren Ausführungen verstand es Pg. Bull mann vortrefflich, durch Beispiele aus dem Leben den Unterschied zwischen der alten und der neuen Zeit anschaulich vor Augen zu führen. Seine Rede wurde öfters durch großen Beifall unter­brochen. In seinem Schlußwort sprach Stützpunkt­leiter N a u den Wunsch aus, Pg. Bullmann möglichst bald wieder in unserer Mitte als Redner begrüßen zu dürfen. Mit einem dreifachen Sieg- Heil auf unseren Führer und mit dem Deutschland­lied wurde die Versammlung geschlossen.

Kreis Friedberg.

Butzbach, 22. März. Am morgigen Tage begeht der Küfermeister Moritz Grüninger in seltener Frische seinen 9 0. Geburtstag. Bis in das hohe Alter konnte er noch seinem Handwerk nachgehen.

Kreis Schotten.

v Schotten, 21. März. Die Volksschule hatte für Samstagabend in die Turnhalle zu einem Schulunterhaltungsabend eingeladen, der äußerst stark besucht war. Nach Begrüßungs­worten des Rektors Steinhauer brachte den erste Teil des Programms einen ausführlichen, interessanten Lichtbildervortrag über unser Saar­land, den Lehrer Em r i ch hielt. Die schone Saar- landschaft wurde im Bild gezeigt, das Saarlied be­geistert gesungen. Es folgte eine Reibe von Mär- chenspielen, die von den Kindern pracytvoll wieder- gegeben wurden. Der herrliche MärchenfilmTisch­lein, deck dich!", der in unserer schönen oberhessi­schen Stadt Schlitz spielt, fand bei jung und alt freundlichste Aufnahme. Der Reinertrag des Abends fällt dem Schulfunk zu.

Laubach, 21. Mär§. Am Montagabend fand im Saale derTraube" ein gut besuchter Lichtbildervortrag der hiesigen Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes statt. Nach der Begrüßung durch den komm. Leiter der Ortsgruppe desRLB., Architekt Silß, sprach Direktor Kretzsch- mer (Gießen) über das Thema:Warum Luft­schutz?" In einleitenden Worten wies der Redner

darauf hin, daß das durch das Versailler Diktat wehrlos gemachte Deutschland ringsum von Militär­mächten umgeben sei, die über starke Luftstreitkräfte verfügen. Innerhalb weniger Stunden können mehr als 10 000 Flugzeuge alle Gebiete unseres Vater- landes überfliegen und somit durch Bombenabwürfe die Bevölkerung in große Gefahr brinaen. Da wir durch das Verbot aktiver Luftkampfwaffen nur auf den feit 1926 uns erlaubten passiven Luftschutz an­gewiesen sind, so ist es vaterländische Pflicht jedes Deutschen, den Selbstschutz zu fördern und sich mit der Handhabung der notwendigen Schutzmaßnah­men vertraut zu machen. Nachdem der Vortragende den Aufruf des Reichsministers der Luftfahrt Her-

Arbeit schafft zufriedene Volksgenoffen!

mann Göring verlesen und ein dreifachesSieg- Heil" auf das Vaterland und den Führer aus­gebracht hatte, wurde gemeinsam das Horst-Wessel- Lied gesungen. Die mit großem Interesse auf­genommenen Ausführungen des Redners wurden durch eine große Zahl Lichtbilder wirkungsvoll unterstützt. Zur Ortsgruppe des Reichsluftschutz, bundes meldeten sich etwa 50 Personen an.

Kreis Alsfeld.

£ Alsfeld, 19. März. Am Samstag abend fand im GasthausGrüner Baum" die Jahresmit­gliederoersammlung des Zweigvereins Als­feld des Vogelsberger Höhenclubs statt. Der 1. Vereinsführer, Bürgermeister Dr. V ö l- j i n g, erstattet den Jahresbericht. Der Verein nahm auch an den größeren Veranstaltungen des Verban­des der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine teil, so am Reichstreffen in Marburg am Himmel­fahrtstage und an der Feier des 50jährigen Be­stehens 'des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine in Frankfurt a. M. im September vorigen Jahres. Die Wandertätigkeit war auch im verflossenen Jahre im hiesigen Zweigverein recht rege. Der Vereinsführer schloß feinen Bericht mit der Mitteilung, daß auch der Vogelsberg in dem ge­planten Werbefeldzug des Rhein-Mainischen Der- kehrsverbandes feinen gebührenden Platz finden wird. An die Mitglieder erging die Mahnung, wei­terhin eifrig an der Vereinsarbeit mitzuwirken und dem Verein neue Wanderer zuzuführen. Der Rech- ner, Lehrer Jäkel, trug die Jahresrechnung vor und bekam von der Versammlung Entlastung er­teilt. Der Voranschlag für 1934 wurde in der vom Vereinsführer vorgetragenen Form genehmigt. In der Aussprache wurden noch verschiedene Anregun­gen besprochen. Mit einem Sieg-Heil auf den Reichskanzler Adolf Hitler wurde die Versamm­lung geschlossen.

= er Homberg, 21. März. Dieser Tage ver­sammelten sich hier in der Stadthalle sämtliche Bürgermeister der umliegenden Ortschaften in Gegenwart der Herren Kreisdirektor Dr. Stamm­ler (Alsfeld), Kreisdirektor Klostermann (Gießen) und Arbeitsgauführer Neuerburg. Man besprach die im Rahmen der Arbeitsbeschaf­fung durchzuführende Feldbereinigung in fast 2 0 Gemeinden. Die Arbeiten sollen von den Arbeitsdienstlagern ausgeführt werden. Dabei sollen 7,5 v. H. des Bodens zu Siedlungszwecken bereitgestellt werden.

Preußen.

Sozialismus der Tal!

Zur Nachahmung empfohlen!

Vom Gaupresseamt wird mitgeteilt:

Das Kontrollamt für Arbeitsbeschaffung hat alle Volksgenossen aufgerufen, Gedanken zur Bekämp­fung der Arbeitslosigkeit bekannt zu geben. Aus der Fülle der eingereichten Vorschläge greifen wir einen heraus. Der Prokurist einer Frankfurter Großbank teilt uns folgendes mit:

Arn 29.4. 33 schrieb ich an den Vorstand meiner Bank: Der 1. Mai 1933, der Tag der nationalen Arbeit, gibt mir Veranlassung, einen arbeitslosen jungen Bankbeamten wieder in den Kreis der werk­tätigen Bevölkerung zurückzuführen. Die Mittel zur Bezahlung dieses Beamten stelle ich der Direktion insofern zur Verfügung, als ich ab 1. Juli d. I. bei der Auszahlung von den mir zustehenden Gehalts- gebührnissen auf einen Betrag von 200 Mark mo­natlich verzichte. Die Verzichtleistung erfolgt selbst­verständlich nur unter der Bedingung, daß ein junger, arbeitsloser Bankbeamter bei der Bank eingestellt wird."

Hierauf schrieb ihm die Bank am 18. 7.1933 fol­gendes:Wir bestätigen hiermit, daß Herr ... mit feinem Schreiben vom 29. 4. 33 von feinen Gehalts- gebührnissen auf einen Betrag von monatlich 200 Mark freiwillig verzichtet hat unter der Bedingung, daß ein arbeitsloser Bankbeamter eingestellt wird. Der Gehaltsabzug erfolgt erstmals für den Monat Juli 1933. Ein Beamter wurde bereits eingestellt."

Hierdurch beweist uns der Volksgenosse, daß sein nachfolgender Vorschlag auch tatsächlich durchge­führt werden kann:Alle festbesoldeten Angestell­ten, die ein jährliches Bruttoeinkommen von 15 000 Mark und darüber beziehen, verzichten auf die Dauer eines Jahres freiwillig auf einen Teil ihrer Gehaltsbezüge von monatlich 150 bis 200 Mark, und zwar unter der Bedingung, daß der Geschäfts­inhaber, bei welchem der Verzichtleiftende ange­stellt ist, einen Arbeiter oder Angestellten in seinem eigenen Betrieb ausnimmt."

Das ist Sozialismus der Tat! An alle, die es angeht, ergeht deshalb der Ruf: Wer macht es nach? Meldung umgehend an das Kontrollamt für Arbeitsbeschaffung, Frankfurt a.M., Adolf-Hitler-Haus.

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* Krofdorf, 20. März. Bei der E i e r f a m m= lung gingen bei der Sammelstelle Krofdorf von den einzelnen Ortsgruppen folgende Eiermengen ein: Rodheim 438 Stück, Krofdorf 306 Stück, Launsbach 253 Stück, Bieber 249 Stück und Fellingshausen 210 Stück. Am Freitag abend fand im Gemeinde­

rathaus eine Sitzung der Gemeindevertre­tung statt. Die Einrichtung einer Polizeibeamten- ftelle für die Gemeinde wurde beschlossen, der Ge­meinde dürfen jedoch hierdurch keinerlei Kosten ent­stehen. Zum Bullenwärter wurde Albert W i l l - Krofdorf gewählt. Die Hundesteuerordnung vom 16. März 1934 wurde einstimmig angenommen.

* Kinzenbach, 21. März. Der hiesige Stütz­punkt der NSDAP, hatte am Montag im Saalbau Peusch wieder einen recht gut besuchten Filrnabend. Gezeigt wurden von der Kreisfilm­stelleDie Bauernkundgebung auf dem Bückeberg" undWenn die Abendglocken läuten". Beim Abläu­fen der Bilder gab der Filmwart die jeweils nötigen Aufklärungen. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer und mit dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes wurde der Abend beschlossen.

00 Aus demAmtRechtenbach,21. März. Die Ortsbürgermeister der Gemeinden des Amtes Rechtenbach haben nach Anhörung der Gemeinde­räte einen Nachtrag zu den bestehenden Bier­steuerordnungen erlassen, wonach alsEin­führer" des Bieres sowohl der im Gemeindebezirk wohnende Empfänger, als auch der außerhalb des Gemeindebezirkes wohnende Absender gilt; beide haften gesamtschuldnerisch für den Eingang der Biersteuer.

< Ebersgöns, 21. März. Das hiesige K a l f werk im DistriktBerg" ist nach längerer Still­legung dieser Tage wieder in Betrieb ge­nommen worden. Eigentümer der Kalksteinbrüche ist die Gemeinde Ebersgöns, die das Kalksteinvor­kommen an die Oberhessische. Kalk- und Stein- Industrie G. m. b.H. in Berlin verpachtet hat. Es konnte eine Reihe von Arbeitern eingestellt werden, die bisher arbeitslos waren. Als Hauptabnehmerin kommt die FränkischHessische Kalk- und Steinindu­strie G. m. b. H. in Aschaffenburg in Betracht.

Rundsunkprogramm.

Samstag, 24. Hlärj.

6.05 Uhr: Gymnastik. 6.55: Frühmeldungen. 7.10: Frühtonzert. 1000 Takte Frohsinn. 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13.15: Nach» richten. 13.35: Mittagskonzert II. 14.30: Fröhliches Wochenend. 15.10: Lernt morsen! 15.50: Wirt­schaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreif­sendung. 18.50: Sozialdienst. 19: Stunde der Nation: Rheinisches Schilda, alte rheinische Spott­geschichten. 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Bunter Abend. 22: Nachrichten. 22.15: Du mußt wissen... 22.40: Zwischenpro- gramm. 23: Nachtkonzert

Stück 30Pfg 35tück 85Pfg

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