Ausgabe 
23.3.1934
 
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Die neue Arbeitsschlacht!

Stellt Lehrlinge ein!

Am 21. März war der große Auftakt zum Be­ginn der zweiten Arbeitsschlacht. Die erste große Arbeitsschlacht im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte die Erwerbslosenziffer innerhalb un­seres deutschen Vaterlandes um ein beträchtliches Maß herabgedrückt. Die Schlacht g e g en H u n - ger und Kälte ist siegreich geschlagen. Die noch beruflich untätigen erwerbslosen Arbeitskameraden sind durch die Riesenopfer des gesamten deutschen Volkes vor dem Schlimmsten bewahrt geblieben, während die neu in Arbeit gebrachten Kameraden ihren Betrieben erhalten bleiben konnten. Dies war ein riesenhafter Erfolg, doch noch lange nicht hin­reichend genug.

Während es sich bisher um die Unterbringung von gelernten Arbeitern handelte, ist es nunmehr von größter Wichtigkeit, sich auch um

die Schaffung neuer Lehrstellen

für die zu Ostern sich bewerbenden Lehrlinge zu sorgen. Die Jugend ist die Zukunst, und in dem­selben Maße, wie der ältere Arbeitskamerad seine schwere Arbeit stets pflichtbewußt getan hat, indem er das in präziser Arbeit bei feine m i n ft i gen Meister Erlernte jahrelang ausfuhrte, so soll durch die Einstellung eine Höch stzahl von Lehr­lingen im Verlaufe der bevorstehenden Arbeits­

schiacht der deutschen Jugend die Gelegenheit ge­boten sein, denR uhmderdeutschenArbeit, den ihre Väter erkämpften, auch für sich zu erkämp­fen und die deutsche, gewissenhafte, von aller Welt anerkannte Arbeit weiterhin zu Ehren zu führen.

Die Verwirklichung der gigantischen Arbeitsbe- schafsungs-Pläne der deutschen Reichsregierung ver­langt viele neue, tüchtige Kräfte. Deshalb ist es allerhöchste Pflicht jedes Betriebes, zur Sicherung der Zukunft des deutschen Volkes die Durchführung der großen Arbeiten dadurch zu ge­währleisten, daß die Armee der deutschen Arbeits- Menschen um eine gewaltige Zahl von tüchtigen jugendlichen Arbeitskräften abgelöst werden kann, damit diese einst das tüchtige Handwerk ihrer Väter freudig und zuverlässig weiter fortführen können. _ <m

Jedes Werk und feder Meister tue fein Mög­lichstes. Es geht um den Bestand deutscher Quali­tätsarbeit.

Stellt Lehrlinge ein!

Deutsche Arbeitsfront.

DeutfcherArbeiteroexband der öffent­liche n Betriebe

rm Gesamtverband der Deutschen Arbeiter. Verbandskreisjugendleiter Wilh. Weller.

Deutsche berufstätige Lugend!

edanke und das Führerprinzi p in der Wirtschaft klar aufbauen.

Als vollkommen neues Moment ist durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit der Begriff der sozialen Ehre in der Arbeit und da- mit die soziale Ehrengerichtsbarkeit geschaffen worden.

Verstöße gegen die sozialen Pflichten und die soziale Ehre werden sowohl für den Betriebsführer, wie auch für die Gefolgschaft mit Strafen bedroht, die in schweren Fällen soweit gehen, daß dem Betriebs- ührer das Recht der Betriebsführung abgesprochen, der Gefolgsmann vom Arbeitsplatz verwiesen wer­den kann. Im Rahmen dieser Regelung kommt auch der Treupflicht in den Betrieben eine ganz andere und wesentlich höhere Bedeutung zu, als früher.

Der Vortragende gab am Schlüsse seiner sehr lehrreichen Darlegungen dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß

das Gesetz im Arbeitsleben s o verwirklicht werden möchte, wie es ideell von der Reichs­regierung gedacht und geformt ist.

Der Vortrag wurde von der Versammlung mit tarkem Beifall ausgenommen. Von der anschlie- zenden Möglichkeit der Fragestellung wurde kein Zebrauch gemacht, da man durch die klar formu­lierten und in engster Anlehnung an das Ge­schehen des täglichen Lebens gestalteten Ausfüh-

Achtung! Achtung! .. .

Die Arbeitsschlacht schafft weiteren Millionen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Un- glücksfällen werden!

Aast in jeder Stunde, Tag und Rächt, kommen in Deutschland 33 Menschen durch einen Unfall ums Leben. Wieviel Trauer und Schmerz ist damit ver- bunden, und wie groß ist die Rot, die manche Fa­milien erleben müssen! Darum verhütet solche Un­fälle, seid vorsichtig! Rehmt auf der Straße und bei der Arbeit auf eure Gesundheit und die eurer Mit­menschen Rücksicht und beachtet die Verkehrs- und Unfallverhütungsvorschriflen.

rungen allseitig befriedigende Belehrung gefunden hatte.

Im weiteren Verlaufe des Abends berichtete der Bezirksleiter des KDAJ. Gießen, Pg. Oberingenieur Kurz, nachdem er dem Vortragenden mit Herz- lichen Worten gedankt hatte, noch in großen Züaen über den Tag der deutschen Technik ge- legentlich der Leipziger Messe und die dabei ge- roonnenen Eindrücke.

Die Hitler-Jugend und die Deutsche Arbeitsfront wenden sich mit einem letzten Appe l l an euch!

Deutschland ist seit alten Zeiten das Land der Arbeit, das Land des Erfolges gewesen. Gewissen­haftigkeit und Treue seiner Arbeiter sicherten ihm diesen Erfolg vor allen anderen Nationen der Welt. Wenn wir die gesamte deutsche Jugend zur Teilnahme an dem vom 9. bis 15. April statt - sindenden

Reichsberufswettkampf auffordern, tun wir es in der Erwartung, daß sich Deutschlands Jussend der Größe dieses Auftrages bewußt werden möchte und sich des Erbes seiner Väter würdig zeigt!

Der Reichsberufswettkampf ist die Sache des ganzen deutschen Volkes, im besonderen aber der ganzen berufstätigen deutschen Jugend. Er soll allen zugute kommen, nicht, wie früher, nur weni- aen, nämlich der Angestelltenjugend. Wir haben die Dämme seiner Begrenzung niedergerissen für dich, du Jungarbeiter aller Berufsschichten, wir haben völlig neue Mittel und Wege geschaffen, damit du, fern von jeder Schulprüfung, dein- berufliches Kön­nen und deine berufliche Erfahrung, weniger dein Wissen, einmal für dich selbst in der Form einer freiwilligen Selb st Prüfung das ist der Reichsberufswettkampf unter Beweis stellen kannst. Mit deinen Kameraden im Frontabschnitt deiner Berufsgruppe sollst du deine Kräfte messen, sollst du feststellen, woran es dir fehlt. Du sollst kämpfen um die beste berufliche Leistung, wie du im Wettlauf auf dem grünen Rasen um den Sieg kämpfst. Wir wollen kein Strebertum, keinen Kon­kurrenzkampf aus ichsüchtigen Gründen, wir wollen deine Leistung zusammen mit der Leistung deiner Kameraden.

Wir wollen die nationalsozialistische Gemein- schaftsleislung, den Dienst am deutschen Volk.

Du sollst wissen:Wenn du deinem Berufe dienst, dann dienst du Deutschland!"

Unser Führer und Volkskanzler hat es immer wieder bekundet:Deutschland will Werke des Friedens bauen; Deutschlands Stolz sind die schassenden Hände aller seiner Volksgenos­sen; Deutschlands Wille ist es, seine arbeitsamen Hände und Köpfe in den Wettstreit der Nationen zu führen; Deutschlands Platz unter den Nationen kann im Bereiche der Arbeit nur von einem hoch- qualif izierten Arbeiterturn erkämpft und behauptet werden. Deswegen fördert der na­tionalsozialistische Staat die Berufsbildung in so besonderem Maße und hat der zusätzlichen Be­rufsschulung im Dienst der Hitlerjugend eindn be­vorzugten Platz eingeräumt.

Es muß selbstverständliche Pflicht jedes berufs­tätigen jungen Deutschen sein, dem Willen des Führers zu entsprechen, um damit dem ganzen Vaterland zu dienen. Volk und Führer werden dann eins sein.

Darum melde sich jeder Jungarbeiter und jede Jungarbeiterin noch heute zum Reichsberufs- wetlkampf an. Bereits am 24. Marz ist Melde­schluß! Anmeldungen nimmt die Deutsche Ar­beitsfront und die Hitlerjugend entgegen.

Jungsoldaten der Arbeit!

Mit Adolf Hitler!

Ans Werk!

Heil Hitler!

Der Führer des Bannes 116: Gez.: Alfred Häuser.

Der Leiter der Abteilung III (Sozialamt):

Gez.: Heinz Becker.

Sie Ordnung der nationalen Arbeit.

Auf Einladung des KDAJ. (Kampfbund deutscher Architekten und Ingenieure) sprach am Mittwoch­abend in einer Versammlung von Mitgliedern und Gästen Professor Dr. Bötticher, der Arbeits­rechtler an unserer Universität, über das neue® e s e tz zur Ordnung der nationalen A r - beit. Der Vortragende sah davon ab, sich in Ein­zelheiten der neuen gesetzlichen Ordnung zu ver­lieren, er besprach vielmehr das Gesetz in seinen großen Grundlinien und im Zusammenhang mit der gesamten staatlichen Neuordnung im Dritten Reich.

Einleitend betonte der Redner, daß mit diesem außerordentlich klaren Gesetz zum ersten Male die Grundsätze unserer neuen Staatsfüh­rung auf das Gebiet der Wirtschaft, und zwar des A r b e i t s r e ch t s , übertragen worden sind. Als die tragenden Pfeiler des Ge­setzes bezeichnete er

1. die Verwirklichung des Gedankens der Volks­gemeinschaft in den Betrieben,

2. die Einführung des Führerprinzips auf dem Gebiete des Arbeits- und Wirtschaftsrechts genau wie in der Politik und im Staats­leben,

3. die Proklamierung des Gedankens der sozia­len Ehre und der sozialen Ehrengerichtsbar­keit, die Einordnung der Arbeit in den Dienst am Volke.

Diese drei Grundgedanken bilden das Fundament für eine neue und großzüaige gesetzliche Regelung der gesamten Materie des Arbeitsrechts, das bisher noch nicht erschöpfend neu geregelt ist.

Die Bedeutung und den Charakter des neuen Gesetzes schilderte der Vortragende sodann unter eindrucksvoller Gegenüberstellung des alten A r - b e i t s r e ch t s , mit dem das Dritte Reich vollstän­dig gebrochen hat. Dabei erinnerte er an die frühere kollektivistische Ordnung des Arbeitsrechts, an das staatliche Schlichtungswesen, die Gruppie­rung der beiden Komponenten der Wirtschaft in Arbeitgeberverbände und in Gewerkschaften, an die Lvhnkämpfe mit ihren Interessengegensätzen und Auswirkungen in Streiks ober Aussperrungen. Wei­ter wies er kurz auf das Zwischenstadium vom Zeitpunkt der Machtübernahme der NSDAP, bis zur Ueberführung der Gewerkschaften in die Deutsche Arbeitsfront, auf den Einschmelzungspro­zeß der Verbände und Gewerkschaften in die Deutsche Arbeitsfront, auf die Schaffung des Treu­händers der Arbeit, der gewissermaßen als Wirt­schaftsstatthalter zur Aufrechterhaltung des Wirt­schaftslebens zu bezeichnen fei, und auf die weit­reichenden Machtvollkommenheiten dieses Treuhän­ders hin. In der Institution des Treuhänders der Arbeit ist auch der Ansatzpunkt des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit zu finden.

Anschließend erläuterte der Redner unter Hin­weis auf die vorgenannten drei Grundpfeiler des Gesetzes in großer Linie die wichtigsten Einzel- beftimmungen. Er betonte dabei u. a., daß

der Gedanke der Volksgemeinschaft in den Be­trieben seinen markanten Ausdruck finde in dem Zusammenwirken von Betriebssichrer und

Verlrauensrat.

Der Vertrauensrat, der nur in Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern zu bilden ist, hat eine rein beratende Funktion gegenüber dem Betriebs­führer, der ganz allein zu entscheiden hat und für feine Handlungen auch allein verantwortlich ist, dabei sich verantwortlich fühlen muß für das Wohl feiner Betriebsgefolgschaft, das ihm als Alleinverantwort­lichen im Betriebe vorn Staate anvertraut ist. Da­bei kommt das Führerprinzip innerhalb des Betriebs klar zum Ausdruck. Der nationalso­zialistische Staat hat auch in dieser Hinsicht an seinen Grundsätzen über dasFüh­re r t u m konsequent fest gehalten. Je­doch hat er nicht etwa dem Betriebssichrer eine Alleinmacht gegeben, mit der dieser nach Belieben schalten und walten kann. Heber den Betriebsfüh­rer hat er den Treuhänder der Arbeit als Vertreter der Staatsmacht gesetzt. Der Betriebs­führer hat nach entsprechender Beratung mit dem Vertrauensrat des Betriebs für fein Unternehmen eine Betriebsordnung zu erlassen, jedoch hat hierbei auch der Treuhänder der Arbeit die Möglichkeit eines starken Einflusses, da er für die Betriebsordnungen Richtlinien, gewissermaßen eine Mustersatzung, erlassen kann. Der Vertrauens­rat hat das Recht, den Treuhänder der Arbeit an­zurufen. Ferner kann der Treuhänder über­betriebliche Tarifordnungen für be­stimmte Wirtschaftsgruppen erlas­sen, wenn hierfür eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist, weiter ist er zuständig für Still­legungsanträge, schließlich hat er in den Fragen der sozialen Ehrengerichtsbar­keit Ausgaben und Machtbefugnisse, die ihn ge­radezu als sozialen Staatsanwalt erschei­nen lassen. Wenn alle diese Gesichtspunkte in ihrer ganzen Tragweite zusammengefaßt werden, so kann man wohl sagen, daß

nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit der Treuhänder der Arbeit die Schlüssel­stellung der Wirtschaft innehat.

Für die gedeihliche Lösung der Aufgaben muß viel von der Qualität des Treuhänders und der Art der Auffassung seiner Obliegenheiten und Rechte ab­hängen. Der Treuhänder der Arbeit ist seinerseits in den grundlegenden Dingen wieder gebunden an die Entscheidungen des Reichsarbeitsmini- ft e r 5. Von Bedeutung ist ferner die Tatsache, daß der Treuhänder der Arbeit einen Sachverstän­dig e n - B e i ra t und Sachoer st ändigen- Ausschüsse zu seiner Beratung berufen kann. Durch die Einführung der Institution des Treu­händers der Arbeit hat die Neuordnung der ar­beitsrechtlichen Verhältnisse im Dritten Reich eine stabile Grundlage bekommen, auf der sich der Gemeinschafts -

Oer Re!chs>portsührer vor den Arbeitern im Stadion.

Gerätewettkampf

Wie'eck - Waldgirmes Burgsolms.

Der Reichssportführer, Gruppenführer von Tscharnrner und Osten, versammelte Mitt- wochoormittag die beim Neubau des deutschen olympischen Stadions tätigen Arbeiter der Stirn und der Faust im früheren Rennbahn-Restaurant, um gemeinsam mit ihnen den Befehl des Führers zur neuen Arbeitsschlacht entgegenzunehmen, lieber 200 Arbeiter sind bereits auf dem ehemaligen Rennbahn- und Stadiongelände mit den Vorarbei­ten beschäftigt. Der dort zur Verwirklichung kom­mende Plan einer in der ganzen Welt einzig da- tehenden olympischen Stätte der Leibeserziehung erfordert zunächst den Abbruch der wesentlichen bis­herigen Gebäude und Stadionanlagen. Aber aus demTrümmerfeld" hebt sich doch schon deutlich Lage und Ausmaß der neuen Anlage ab. In den nächsten Wochen und Monaten werden zu den bis­her Beschäftigten die drei- und vierfache Anzahl von Arbeitern hinzukommen.

Bei gemeinsamen Eintopfmittagessen nach der Rede des Führers brachte der Reichssportführer zum Ausdruck, daß ihm das Zusammensein mit den Männern, unter deren Händen das olympische Stadion entsteht, ein inneres Bedürfnis sei. Er werde auch in Zukunft jede Gelegenheit ergreifen, um die Arbeitsstätte und die Arbeitskameraden zu besuchen. Zunächst erhalte das Werk durch die Be- chciftigung von Hunderten von Männern seinen Sinn, vollendet aber soll es künden von deutschem

Am Sonntagnachmittag fand in Burgsolms die zweite Begegnung der Mannschaften der Turnver- ; eine von Wieseck, Waldgirmes und Burgsolms im Mannchafts-Gerätekampf statt. Jeder Verein hatte ' eine Mannschaft von fünf Turnern zu stellen, welche je eine Kürübung an den drei Hauptgeräten zu zeigen hatten, wozu noch die Freiübungen von zwei Teilnehmern jeder Mannschaft kamen.

Diele Zuschauer füllten den geräumigen Saal, als nach dem Aufmarsch der Teilnehmer der Der- einsführer des gastgebenden Vereins die Turner und die Zuschauer begrüßte. In längeren Ausfüh­rungen sprach dann der Kreisführer des Kreises Lahn-Dill, D a u p e r t (Wieseck) über die Entwick­lung des Geräteturnens, insbesondere der Mann­schaftskämpfe. Er schilderte in ausführlicher Weise die Aufgabe der Deutschen Turnerschaft im natio­nalsozialistischen Staat und betonte, daß gerade diese Mannschaftskämpfe mit ein gutes Mittel zur Er- reichung einer echten Volksgemeinschaft sei. Es sei in dieser Zeit, da fast alle aktiven Turner der SA. angehorten, doppelter Idealismus nötig, um der Sache des deutschen Turnens zu dienen und solche Wettkämpfe auszutragen. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Dolk und Vaterland schloß er seins mit lebhaftem Beifall angenommenen Ausfüh­rungen.

Kreisoberturnwart Schüler (Wetzlar) übernahm dann die Leitung des Wettkampfes. Da die Gegner

Können und jedem Volksgenossen zur körperlichen Ertüchtigung offenstehen.

Oie Ausführungsbestimmungen für das SA.-Spvrtabzeichen.

Für das neugeschaffene SA.-Sportabzeichen hat der Chef des Ausbildungswesens der SA., Ober­gruppenführer Krüger, im Auftrage des Stabs­chefs jetzt Ausführungsbestimmungen erlassen. Die Leistungsprüfungen umfassen drei Uebungsgruppen: 1. Leibesübungen: 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Keulenweitwurf, Kugelstoßen, 3000 - Meter - Lauf. 2. Grundübungen: Kleinkaliberschießen, 25-Kilo- meter-Gepäckmarsch, Keulenzielwurf. 3. Gelände­sport. Das SA.-Sportabzeichen können auch Nicht­angehörige der SA. erwerben, sofern sie rassisch und weltanschaulich den SA.-mäßigen Voraussetzun­gen entsprechen.

Oie letzten Prüfungsschwimmen.

Um das junge Schwimmaterial für die Olym­pischen Spiele und die Magdeburger Europa­meisterschaften möglichst umgehend und sorgfältig auszuwählen, hat der Deutsche Schwimmverband jetzt noch weitere fünf Austragungsorte für Prü­fungsschwimmen bestimmt. In Berlin starten die Gaue 1 bis 4, in Leipzig die Gaue 5 und 6, in Magdeburg die Gaue 7 und 8, in Düsseldorf die Gaue 9 und 12, und Frankfurt die Gaue 13 bis 16.

Deutscher Rekord

im 200-Meter-Rückensckwimmen.

Die ausgezeichnete Düsseldorfer Rückenschwimme­rin Anni S t o 11 e hatte am Mittwochabend in Düsseldorf mit ihrem Angriff auf den deutschen Rekord im 200-Meter-Rückenschwimmen vollen Er­folg. Sie durchschwamm die Strecke in der neuen deutschen Rekordzeit von 5 :06,5 und blieb damit um 3,3 Sekunden unter der alten Rekordmarke

als gleichstark bekannt waren, sah man mit großem Interesse dem Turnen am ersten Gerät, am Pferd, entgegen. Es zeigte sich jedoch, daß Wieseck seinen Gegnern im Aufbau und in der Ausführung der Uebungen überlegen war. Wieseck konnte einen Vor­sprung von 22 Punkten herausholen. Waldgirmes, dem man nach Lage der Dinge die meisten Sieges­aussichten gab, fiel hier schon wesenilich zurück. Auch an den folgenden Geräten bot sich das gleiche Bild. Wieseck vergrößerte seinen Vorsprung mehr und mehr. Fast an allen Geräten bekam man außer guten Durchschnittsleistungen auch Spitzenleistungen zu sehen, die vom Publikum mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. Mit den Freiübungen fand der Wettkampf sein Ende. Die beste Einzelleistung erzielte S ch ö f f m a n n (Wieseck) mit 84 Punkten an den Geräten, einschließlich der Freiübung 109 Punkten. Kreisoberturnwart Schüler vollzog dann mit einem kurzen Ueberblick über den Wettkampf die S i e g e r v e r k ü n d i g u n g. In kurzen Wor­ten ehrte er Sieger und Unterlegene, wobei er allen Teilnehmern dankte und sie aufforderte, sich auch fernerhin für unsere gute deutsche Tumsache ein- zusetzen.

Das Ergebnis:

Pferd Barren Reck Freiüb. Ges.

Kurze Gportnotizen.

Wieseck

122

116

124

51

413

Burgsolms

100

109

110

51

370

Waldgirmes

99

102

109

45

355

Gemeinsame Ve r s a mm l u n g d e s V f B.- Reichsbahn. In dem gestrigen Bericht über die erste gemeinsame Versammlung des VfB.-Reichs- bahn mußte der zweite Satz folgendermaßen rich- r $ ^-cn: -Der frühere Dereinsführer des VfB., Herr Michel, stellte der Versammlung den neuen Veremssuhrer, Baurat N i e d e r st r a ß e r vor.

*

von Elfriede Sasserath- Rheydt.

Oeutsch-polnische A.dletikkämpfe.

Die deutsch-polnischen Sportbeziehungen werden in diesem Jahre auch in der Leichtathletik vertieft werden. Der Studentenweltmeister Pflug wurde bereits zu einer Veranstaltung am 8. April nach Posen eingeladen. Für den 10. Mai haben der Berliner Sport-Club und Warta Posen einen Club- kampf nach Posen vereinbart. Polens beste Athletik­klasse wird dann bei dem internationalen Sportfest des SC. Charlottenburg am 1. Juli an den Start gehen. Einladungen haben durch den Deutschen Leichtathletikoerband der Olympiasieger Kusocinski, ferner der Meister im Hoch- und Weitsprung, Plawczyk, der Wurfathlet Heljasz und die Olympia­siegerin Stella Walaszewicz. Ferner ist der schon lange geplante Frauenländerkampf Deutschland Polen fest zum Abschluß ge­kommen.

LlmNordheffenö Handball-Meisterschaft

In Nordhessen erwartet man von den Spielen des kommenden Sonntags die Entscheidung in der Meisterschaft. Ob diese aber fällt, wird man ab- warten müssen. Es müßte schon zu einem Unent­schieden zwischen Tura und Tuspo und zu einem Sieg der Kasseler Turngemeinde über den Turn­verein Eschwege kommen. Für den 1. April ist jedenfalls das erste Entscheidungsspiel zwischen dem Kasseler Staffelsieger und dem Turnverein Wetzlar angesetzt und am 8. April findet das Rückspiel in Wetzlar statt. Sollte der Sonntag keine Entschei­dung bringen, so werden Entscheidungsspiele am Ostersamstag stattfinden

5 0 Ma nn schäften von der Saar wer­den an Ostern im Reich Fußball-Freundschaftsspiele ausfragen Die Mehrzahl der Spiele findet im a,rim Rheingebiet des Gaues Südwest statt, eine Reihe von saarländischen Mannschaften weilt auch aus längeren Reisen, so Borussia Neunkirchen in Ostpreußen, FV. Saarbrücken in Sacksten, Spfr. Saarbrücken im Norden und Saar 05 Saarbrücken m Berlin.

2)ie feierliche Einweihung des Magde­burger Schwimmstadions, des Schauplatzes der Europameisterschaften 1934, erfolgt mit einem Schwimm-Städtekampf zwischen Magdeburg und Berlin am 8. Juli.

15 Nationen, darunter auch Deutschland, werden sich an den Europameisterschaften der Ama­teurboxer vom 11. bis 15. April in Budapest be­teiligen. Deutschland wird durch die acht Boxer vertreten, die sich bei den Ausscheidungskämpfen m Stuttgart qualifizierten.

a.n F fu r t s Stadtelf für den an Ostern stattsindenden Fußball-Revanchekampf gegen Ham­burg spielt in folgender Aufstellung: Schmidt; Leis, Stubb; Grämlich, Tiefe!, Zipp (alle Eintracht); Emmerich (Bürgel), Möbs (Eintracht), Grebe (Kickers Offenbach), Heldmann (FSV.), Lindner (Eintracht).

D er deutsche Schwergewichtsmeister Vinzenz Hower-Köln trifft am 12. April in London auf den Südafrikaner Ben Foord.