Ausgabe 
23.3.1934
 
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Jahresversammlung des Heilstättenvereins für Hessen.

Lpd. Darmstadt, 21. März. Die Mitglieder des He ls fischen Landesverbandes zur Be­kämpfung der Tuberkulose (Heilstät- tenverein) hatten sich im Sitzungssaal der Lan­desversicherungsanstalt Hessen zahlreich zur Jahres­versammlung eingefunden. Nach Begrüßungsworten des neuen Vorsitzenden, Oberregierungsrat Dr. Heinemann, wurde in die Tagesordnung ein- aetreten. Sie umfaßte als Hauptpunkte eine grund­legende Aenderung der Satzung, Geschäftsbericht, Rechnungsablage, Entlastung und Voranschlag. Der Beauftragte des Reichsstatthalters, Dr. Ende, hat den Vorstand des Heilstättenvereins neu berufen. Dem Vorstand gehören neben dem

Vorsitzenden an: der Vorsitzende der Hessischen Aerzte- kammer als stellvertretender Vorsitzender, ferner zwei Vertreter des hessischen Staatsministeriums, Vertreter der Landesuniversität Gießen, der hessi­schen Kreise und Provinzen, Städte und Land­gemeinden, der Krankenkassen, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, der NS.-Volkswohlfahrt, sonstiger Wirtschaftskörper, sowie der Heilstätten des Vereins.

Der Heilstättenverein konnte trotz der wirtschaft­lichen Not auch im Jahre 1933 seinen Aufgaben ge­recht werden. Der Voranschlag für 1934 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 674 100 Mark ab. Be­sonders die L u p u s h e i l st ä t t e in Gießen hatte im abgelaufenen Geschäftsjahre über schlechte Belegung zu klagen; für 1934 muß jedoch mit stär­keren Einweisungen in diese Heilstätte gerechnet werden. Jeder beginnende Lupusfall muß von dem behandelnden Arzt sofort an -bie Lupusheilstätte in

Gießen gemeldet werden. Die Entlastung für Vor­stand und Rechner wurde von der Mitgliederver­sammlung erteilt.

Die Verhandlungen in der Jahresversammlung waren getragen von der Ueberzeugung, daß der Heil­stättenverein, der seit nahezu 40 Jahren segensreich für alle Volksgenossen wirkt, die stärkste Beachtung und weitestgehende Unterstützung aller Volksgenossen verdient. Der hessische Staatsminister hat kürzlich in einem Rundschreiben an die hessischen Kreise auf die Bedeutung des Heilstättenvereins hingewiesen und zum Ausdruck gebracht, daß es im wohlverstandenen Interesse der Kreise und Gemeinden liege, wenn sie die Mitgliedschaft des Heilstättenvereins erwerben. Der Jahresbeitrag ist so niedrig gehalten, daß sich in einem einzigen Kurfalle die Mitgliedschaft auf Jahre hinaus bezahlt mache.

Kirche und Schule.

Laubach , 20. März. Am vorigen Sonntag fand in der gut besuchten Stadtkirche die Prüfung der diesjährigen Konfirmanden durch Pfarrer Kornmann statt. Am Ostermontag werden 3 6 Kinder konfirmiert, und zwar 18 Knaben und 18 Mädchen.

Ein Lunge von Sandmasien verschüttet

LPD. Groß-Gerau, 21. März. Vier Kna­ben im Alter von 10 Jahren gingen an eine Sandkaute zum Spielen; sie nahmen Spaten mit und wollten eine Höhle graben. Als die Jungen schon ziemlich tief gegraben hatten, brach ein Lehmbrocken herab, der die Decke mitriß. Da­bei wurde der Junge Wacker unter den Sand- massen begraben und getötet.

Älm Svettag, dem 23. Mavr 1934, abends 8 Uhr, findet auf derLiebigshöhe^ eine öffentliche Kundgebung dev KS.Hago und dev Deutschen Avbettsfvont (GHG.) statt. Es spricht Vs. O. rrsdev, Frankfurt a. *55X., über dte volkswivtschaktttcheBedeutung dev selbständ. Gturelnntevnehmen

Es ist pflicht alter selbständigen Kaufleute, Handwerker, Gewerbetreibenden und der in diesen Betrieben beschäftigten Angestellten, Gesellen, Lehrlingen und Arbeitern an dieser Versammlung teilzunehmen.

«S.-Haso ^rveiSamiülettung Gietzen

1786D gez. Schimmel, Kreisamisleiter der NS.-Hago

Margrit Richtberg Dr. med. Adolf Thiel

geben ihre Verlobung bekannt

Gießen, im März 1934

1754 D

Ihre Vermählung beehren sich ergebenst anzuzeigen

Dipl.-Kfm. Hugo Bernard

Friedel Bernard,geb.Schüßler

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Zwangsversteigerung K 3282/32

Am TNonlag, dem 9. April 1934, vormittags 10.15 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude Gießen, Zim­mer 221, folgende Grundstücke bzw. Grundstücks­anteile versteigert: 1427V

A. Grundbuch für Gießen Band IV, Blatt 190, auf den Namen:

a) Sack, Heinrich, der Dritte, zu

b) Sack, Emma, geb. Ulrich, dessen Ehefrau, zu % hofreite, Mr I, Nr. 555 (Marktstrahe 21) 56 qm, geschätzt 11 635, RM., Brandtaxe 15 430, RM., Einheitswert = 10 500 RM.

B. Grundbuch für Gießen Band I, Blatt 33, auf den Namen:

a) Sack, Heinrich, der Dritte, zu 1/6,

b) Sack, Emma, geb. Ulrich, dessen Ehefrau, zu Vs Hofreitegrund, Flur I, Nr. 556, 20 qm, %

= 200, RM.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Orts­tafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht aus­gehängt.

Gießen, den 24. Januar 1934.

I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Wagner, Ortsgerichtsoorsteher.

Nutzholzversteigerung.

Dienstag, den 27.2Närz, mittags 1 Uhr, wird im INarkwald der Gemeinde Lützellinden folgendes Nutzholz versteigert: 1756V

2 Kiefernstämme

2a-Klasse

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5

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3,32

4

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5,32

43 Fichtenstämme

2a-

21,70

11

2b-

9,27

1 Fichtenstamm

3a- ,,

1,43

207 Fichtenderbstangen

1.

18,63

162

2.

9,72

38

3.

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26 Reisstangen

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0,52

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