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Oberhessen

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Aus.

nannt.

die Kosten des Verfahrens.

Amtsgericht Gießen

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zur Beseitigung dieser schlimmsten Krankheit am Volkskörper an. Besonders stürmischen Beifall ern­tete Pg. Klo st ermann mit seinen Ausführun­gen, die sich mit dem Kirchenstreit befaßten. Am Schlüsse seiner Rede sprach der Redner von der Zukunft des Dritten Reiches, das in unserer heu­tigen Jugend seinen besten Garanten besitze. Durch langanhaltenden stärksten Beifall dankte die Ver­sammlung für die vortrefflichen Ausführungen. Das Sieg-Heil!" auf den Führer sowie das Saar-, das Horst-Wessel- und das Deutschlandlied waren das Bekenntnis zur Volksgemeinschaft.

Kreis Büdingen.

y. Nidda, 20. Nov. Landwirtschaftsassessor Dr. Günther verläßt nach mehrjähriger Tätigkeit die

' hiesige Bäuerliche Werkschule und Beratungsstelle der

Landesbauernschaft, um in Schotten die hauptamt­liche Geschäftsführung der etwa 30 Dörfer umfas­senden Bauernschaft zu übernehmen. Einem hie­sigen Einwohner wurden in der Nacht zum Sonn­tag von einem bis jetzt noch unbekannten Täter fünf fast schlachtreife Gänse in roher Weise die Hälse umgedreht,, wodurch sie in elender Weise zugrunde gegangen waren.

Kreis Alsfeld.

Homberg, 20. Nov. Unsere Gäste von der Saar unternahmen im Verlaufe ihres Aufent­haltes in unserem Städtchen auch einen Ausflug nach Marburg, der ihnen alle Schönheiten dieser Stadt offenbarte. Am Abend sahen die Gäste in der hiesigen Stadthalle noch den FilmSA.-Mann Brand". Am Samstagabend fand die Abschieds­feier statt. Herr Götz- Alsfeld hielt eine kurze An­sprache, die SA.-Kapelle wartete mit schneidiger Musik auf, Mitglieder des Arbeitsdienstes brachten Lieder und Sprechchöre zu Gehör und gaben ferner einen Einblick in das Lagerleben des Arbeitsdien­stes. Die Vorführungen unter der Leitung des Kameraden Lessel, eines Saarländers, fanden ungeteilten Beifall und lösten viel Heiterkeit aus. Der Sprecher der Saarländer sprach allen Gast­gebern und denen die sich um die Unterhaltung bemühten, herzlichen Dank aus. Im weiteren Ver­lauf des Abends kennzeichnete Herr Ries von Ober-Ohmen in Prosa und Poesie die Geschichte des deutschen Volkes. Noch lange Zeit blieb man an diesem Abend kameradschaftlich beisammen. Am Sonntagmorgen galt es Abschied zu nehmen. Die SA.-Kapelle gab auf dem Marktplatz das Abschieds­konzert und gemeinsam marschierte man bann zum Bahnhof. Den Gästen von der Saar fiel der Ab­schied sehr schwer. Die Scheidenden wurden von Bürgermeister Schweicker, sowie von den Her- ren Götz und Steuernagel bis Nieder-Gemün- den begleitet. Auch die SA.-Kapelle fuhr mit. Bei

Kundgebung der NSDAP, int Rahmen der Werbung für das Winterhilfswerk sprechen.

+ Grünberg, 21. Nov. Der dem hiesigen Forstamt Nieder-Ohmen unterstellte Teich in der Gemarkung Lehnheim, im VolksmundeMer- lauer Teich" genannt, der eine Größe von drei- zehn Morgen besitzt, wird am Donnerstag, 22. No­vember, gefischt. Während sonst die Fische meist an Großfischhandlungen nach Frankfurt verkauft wurden, war diesmal kein Verkauf der Fische nach dorthin möglich. Nur eine Gießener Fischhandlung und das Arbeitsdienstlager Burg-Gemünden er- halten je etwa 1,5 Zentner: der Rest wird nach dem Fischzug sofort am Teich bzw. später im Schlohhof zu Grünbtzrg unmittelbar an die Ver-

Ausstellung (Schw. Rheinl.) mit 1,0 Sehr gut, 2,0, Sehr gut und Ehrenpreis, 0,1 Sehr gut, 2,0 Sehr gut und 1. Preis. (1,0 - Hahn; 0,1 - Henne).

Die Viehhändler L. E. aus Kesselbach und W. W. aus Virnheim wurden durch Strafbefehl zu je 40 Mark Geldstrafe verurteilt, da sie außerhalb des Diehmarktgeländes handelten. Auf den Einspruch beider Angeklagten wurde die gegen W. erkannte Strafe beibehalten, während die Strafe gegen E. aus 30 Mark herabgesetzt wurde, da letzterer von W. zum Stehenbleiben gezwungen wurde. Die An­geklagten bestritten zwar, gehandelt zu haben. Ein vernommener Zeuge erklärte jedoch bestimmt, beide beim Handeln angetroffen zu haben. Da die An­geklagten verurteilt sind, haben sie auch die Kosten des Verfahrens zu tragen.

in der Gemeinschaftserziehung in der HZ. geboten werden. Der LehrfilmUnser Schwan" machte die Zuschauer mit dem Leben unseres stolzen Teichbe­wohners bekannt. Den breitesten Raum der Vor­führungsfolge nahm der FilmDer weiße Rausch ein. Die Zuschauer wurden in den winterlichen Zauber einer Hochgebirgslandschaft geführt und lernten die Reize des Schneeschuhsportes kennen. Eine aufregende Fuchsjagd auf Schneeschuhen, bei der die kleinen Zuschauer feststellen konnten, wie spielend leicht von gewandten Skiläufern alle Bo­denschwierigkeiten überwunden werden, brachte viele heitere Szenen mit sich, so daß die Besucher, sicht­lich erfreut, voller Spannung bis zum Ende aus- harrten. Dieselben Filme werden am Donnerstag den übrigen Schulen unserer Stadt vorgeführt. Am Freitag finden die gleichen Darbietungen inGrün- b c r g für die Schulen von Grünberg und Um« gebung, am kommenden Montag für den Bezirk Lich in Lich und am Nachmittag für den Bezirk

brauchet abgegeben. Zum Vergleich sei die An­beute des letzten Fischzuges (1930) angegeben: 464 Pfund Karpfen, etwa 2 Zentner Schleien und 40 Hechte.

D Weickartshain, 20. Nov. In der hiesigen Kirche fand eine Versammlung statt, in der Pfarrer Diehl (Freiensten) über «die Lage der Kir ch e sprach. Im gut besetzten Saale der Gastwirtschaft von Hock veranstaltete die NS.-Gaufilmstelle eine zweite Filmvorstellung, bei der drei Filme gezeigt wurden. Die Hauptvorführung brachte den FilmDie letzte Kompanie". Filmwart S ch röder (Grünberg) teilte zum Schluß mit, daß im Dezember der TonfilmSA.-Mann Brand" vorgesührt werde, hierauf schloß er den Abend in der üblichen Weise mit einer begeistert aufgenommenen Huldigung für den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. An bem Abend nahmen sämtliche Formationen der

Briefkasten der Redaktion.

Krofdorf R. Der Direktor des Geologischen Änsti- tuts der Landesuniversität, dem wir Ihren Stein zur Begutachtung übermittelten, teilt uns mit, daß er das Erzstück für wertlos hält. Man könne aber, fo bemerkt er, eine Erzlagerstätte nicht auf Grund ein«; derartigen Stückes beurteilen. Eine Analyse tönnt beim Geologischen Institut der Universität nicht an« gefertigt werden. Er empfiehlt, sich deswegen an Dr. L. Möser, Gießen, Johannesstraße, zu wenden.

Rundfunkprogramm.

Freilag. 23. November.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. _ 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 7: Frühkon- zert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9.15: Nachrichten. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 11.45: Sozialdienst. 12:Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirt« schafsbericht für die Saar. 15: Nachrichten. 15.10: Für die Frau! Das Brautpaar. Ein Querschnitt durch vier Jahrhunderte. 16: Musik am Nachmittag. 18: Jugendfunk. 18.15: Von der Seegurke und ande­ren Hexenmeistern. Eine naturkundliche Plauderei. 18.25: Japan an die Herren Europäer. Zwiegespräch. 18.45: Unterhaltungskonzert. 19.50: Politischer Kurz­bericht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Totentanz". Hörwerk von Richard Euringer. 21.13: Klavierkonzert. Werke von Beethoven. 22: Nachrich­ten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Saarländer sprechen. 22.30: Der Zeitfunk bringt die Sportschau. 23: Unterhaltungskonzert. 23.30: Mitter­nachtszauber unter Büchern. Ein Hörspiel. 24 bis 2: Nachtmusik.

Schließlich stand der O. R., zur Zeit in Unter­suchungshaft, vor den Schranken des Gerichts. Gegen den Angeklagten, dem Zuhälterei, Zechbe­trug und falsche Namensführung zur Last gelegt war, wurde die Verhandlung vor einiger Zeit zwecks Anstellung weiterer Ermittlungen ausgesetzt. Die Hauptverhandlung am Dienstag ergab, daß der Angeklagte, von München kommend, ohne jeg­liche Mittel in Bad-Nauheim ein Zimmer mietete und nach dem Genuß von Speisen und Getränken verschwand, ohne feinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dabei bediente sich der Angeklagte eines falschen Namens. Das Gericht erkannte gegen ihn unter Freisprechung wegen Zuhälterei auf eine Gesamtgefängnis st rafe von 6 Mona­ten. Soweit der Angeklagte verurteilt ist, fallen ihm die Kosten zur Last, im übriaen wird die Staatskasse mit den Kosten des Verfahrens belastet.

cxd Eberstadt, 21. Nov. Die Sammlung vom Eintopfgericht am vorigen Sonntag, die von unseren aktiven SA.-Männern durchgeführt wurde, erbrachte 27 Mk. Aus dem Verkauf von Astern, den die SA.-Referve vornahm, wurden 14 Mk. erlöst.

Z Rodheim a. d. Horloff, 20. Nov. Im Rahmen einer öffentlichen Versammlung, zu der die hiesige Ortsgruppe mit den Zellen Steinheim und Rabertshausen eingeladen hatten, sprach in der Wirtschaft Reichardt Pg. Kloster m a n n. Ortsgruppenleiter Pg. Rudel (Rodheim) eröffnete die Versammlung. Pg. Klo st ermann gedachte einleitend der Zeit der Machtübernahme durch Adolf Hitler und zeigte, welch ungeheure Aufgaben von der nationalsozialistischen Regierung zu bewäl­tigen waren, wie hier Probleme gelöst werden mußten, die eiserne Nerven, ein großes Maß von Können und viel politische Klugheit von den neuen Männern verlangten. Nicht im Niederreißen, son­dern im Aufbau, im Bessermachen mußte sich der Nationalsozialismus als Meister zeigen, wenn er sich die Herzen der noch Mißtrauischen erobern wollte. Und dies fei ihm auch zum größten Teile gelungen. Diejenigen, die wieder anfingen, zu kriti­sieren, feien daran erinnert, daß das Werk des Aufbaues noch nicht vollendet fei. Die weiteren Ausführungen richteten sich an die Bauern. Erwäh­nung fanden die Hilfsmaßnahmen, die zur Rettung des Bauernstandes getroffen wurden. Pflicht des Bauern fei es, treu an der Seite des Führers zu stehen. Auch das Arbeitslofenproblem streifte der Redner und deutete Maßnahmen der Regierung

NSDAP, geschloffen teil. o r

> Lich, 20. Nov. DerKriegervereinLich hielt fein diesjähriges Probe- und Preis- fchießen am vergangenen Sonntag auf dem Schießftand der Schützengefellfchaft Lich ab. Die Be­teiligung war recht gut, es wurden durchweg recht beachtliche Schießerfolge erzielt. Von fünf Teilneh­mern wurden je 33 Ringe mit drei Schuß erreicht. Den 1. Preis errang Kamerad Wilh. Berk (Lich). Es gelangten 13 wertvolle Preise zur Verteilung, der letzte Preis wurde mit 29 Ringen errungen. Die Preisverteilung fand Sonntagabend im HotelZum statt. An diese schloß sich die H a u p t ver­sa m m l u n g des Vereins an. In dieser wur­den vom Vereinsvorsitzenden, Stadtrechner Häu - s e r (Lich), die Aenderungen im Kriegervereins- wesen und die Eingliederung der Kriegervereine in den Kyffhäuserbund bekanntgegeben. Er führte ins­besondere aus, daß diejenigen Vereinsmitglieder, die nicht bereits einer SA.-Formation angehören, in der SA.-Reserve II zusammengefaßt werden sollen. Vaterländische Pflicht jedes ehemaligen Soldaten sei es, auch hierbei dem Führer des Kyffhäuferbun- des Gehorsam zu leisten und alsbald den Beitritt zur SA.-Referve II schriftlich zu vollziehen. Dieser Beitritt sei weder mit besonderen Kosten, noch mit erheblichem Zeitaufwand verbunden. Nach einigen weiteren Ausführungen schloß der Vereinsvorsitzende die Versammlung mit dem Gruß an den Führer.

Lich, 21. Nov. Bei der Sammlung vom Eintopfgericht am vergangenen Sonntag in unserer Stadt konnte dem Winterhilfswerk der Betrag von 265,40 Mark zugeführt werden, um 11,10 Mark dem Vormonat gegenüber mehr.

einem letzten kameradschaftlichen Beisammensein in der Gastwirtschaft Södler sprach Bürgermeister Schweicker herzliche Worte des Abschieds.

# Ober-Ohmen, 20. Nov. Ein vor einigen Tagen hier im Dorfe gesichteter Fuchs, der sich damals feinen Verfolgern entziehen tonnte, ist jetzt von einem Bauern in einer Scheune er­legt worden, wohin sich das Tier verkrochen hatte. Es handelt sich um ein von der Räude be­fallenes Exemplar, das man landläufig als so­genanntenschiewigen" (schuppigen) Fuchs bezeichnet.

£ Groß-Felda, 20. Nov. Ein schönes Bei- spiel von 0 e m e i n f t n n legte eine Reihe von Bürgern und Burschen unserer Gemeinde ab. Der Platz vor unserer Kirche, der in früheren Jahrhunderten auch als Kirchhof diente, war von einer Trockenmauer umgeben, d. h. die Mauer­steine waren ohne Mörtel aufgesetzt. Die Mauer war aber völlig in sich zusammengefallen. Aus Veranlassung des Ortspfarrers wurde nun die Mauer von Grund auf neu aufgesetzt. Freiwillig waren täglich junge Burschen und Männer unter Aufsicht von invaliden Maurern tätig, und in we« nigen Tagen war die Mauer neu aufgelesen, fo daß die Umgebung der Kirche schon wesentlich freundlicher aussieht. Wieder einmal ein Beispiel, daß Verschönerungen des Ortsbildes nicht immer an der Kostenfrage scheitern müssen. Praktischer Nationalsozialismus! Es ist beabsichtigt, den Platz gärtnerisch auszugestalten. Am Montag wurde im Bezirk des Forstamtes ©bringen mit den H o l z- fällerarbeiten begonnen. Allenthalben wur­den in den letzten Tagen Aexte geschliffen, Stiele geschnitzt, Sägen geschärft. Kommt es doch sehr auf die Güte der Werkzeuge an, da die Entlohnung nach Akkordsätzen erfolgt. Unsere Maurer besam sonders, die im Winter feiern müßten, finden so einen Verdienst. Es wird davon gesprochen, daß über 7000 Festmeter geschlagen werden sollen, so daß die Holzfäller bis in März hinein wohl Ar­beit finden. Da Deutschland nicht mehr mit aus­ländischen Hölzern überschwemmt wird, können deutsche Arbeiter im deutschen Wald lohnenden Ver­dienst finden.

Preussen.

Kreis Wehlar.

(D Krofdorf-Gleiberg, 21. Nov. Am Samstag und Sonntag hielt der hiesige Geflü­gel- und Kaninchenzuchtverein im Saale der Gastwirtschaft Cd. Moos eine lokale Werde- schau ab, die mit 63 Nummern (53 mit Hühnern und 10 mit Tauben) und einer Werbeabteilung der Kaninchengruppe recht sehenswert war und die von zahlreichen einheimischen und auswärtigen Freun­den iber Geflügelzucht besucht wurde. Die Auswahl aus -dem Zuchtmaterial der einzelnen Rassen läßt auf einen hohen Stand der Geflügelhaltung in den Reihen der Vereinsmitglieder schließen, -deren Be­streben es ist, neben einer gewissen Liebhaberei an ihrem Teil an der Hebung der deutschen Volkswirt­schaft mitzuhelfen. Eine wertvolle Bereicherung fand die Ausstellung in einer Kollektion Musterfellen, die Zeugnis ab legte über die mannigfaltige Verwend­barkeit der Kaninchenfelle von den verschiedenen Zuchtarten. Ein Preisschießen im Saale fand starken Zuspruch, >da wertvolle Tiere herausgeschossen wur­den. Mit der Schau war eine Prämiierung verbunden, die folgende Ehrenpreise einbrachte: 1. Willi Pfaff (Schwarze Rheinländer Henneh 2. Karl Stork (Blaugold-Wyandotte-Henne), 3. K. Würtz (Zwerg-Plymouth-Henne), 4. Karl Weber (Helle Sussex-Henne), 5. K. Schmidt (Weißer Leghornhahn), 6. Wilh. Suchan (Gelber Italiener-Hahn), 7. Karl Bittendors (Schönheitsbrieftaube), 8. Lucas Bender (Schönh.-Brieftaube). Erringer der Fachschafts­plakette, die als Zuchtpreis vergeben wurde, war Willi Pfaff auf die vier besten Tiere der

wg. Großen-Buseck, 21. Nov. Die Samm­lung der Spenden vom Eintopfgericht vom vorigen Sonntag erbrachte im Bereich der hiesigen Ortsgruppe den Betrag von 121,62 Mark. Ge­stern wurde das Schleifen des Stamm­holzes aus dem hiesigen Gemeindewald in ver­schiedenen Losen an den Wenigstnehmenden ver­geben. Es wurden für den Festmeter 49 bis 80 Pf. bewilligt. Auf dem hiesigen Hofgut von Efau wurde in den letzten Wochen eine Siloanlage _ - c .. .. gebaut, in der etwa 320 Zentner Kartoffeln unter-

Hungen dortselbst statt. gebracht wurden.

------- - 8 Beuern, 20. Nov. Am letzten Montag wurde törßfte ber weit über unser Dorf hinaus bekannte Stein-

X-yII UjIUllilllvl | e$mei|ter Wilhelm Arnold unter großer

Unter Ausschluß der Oefsentlichkeit, wegen Ge- Beteiligung aus nah und fern zu Grabe getragen, fährdung der Sittlichkeit, beschäftigte sich die Kam- Pfarrer Schmidt würdigte die Verdienste des wer am Dienstag mit dem Franz Schuster aus Verstorbenen. Der Kirchenchor, dem der Verstorbene Assenheim, der wegen versuchter Blutschande und viele Jahre als Ehrenmitglied angehörte, sang letzte Vornahme unzüchtiger Handlungen an seiner zur Grüße, der Posaunenchor von Bersrod spielte Zeit der Tat 12jährigen Tochter angeklagt war. Trauerweisen. Mit Wilhelm Arnold verliert un- Das Gericht erkannte auf eine Gesamtzucht- fere Dorfgemeinschaft einen Mann, der wie kein Haus st rafe von 3 Jahren. Der Angeklagte anderer die Geschichte unseres Ortes kannte. Gern trägt außerdem die Kosten des Verfahrens. erzählte er aus alten Ueberlieferungen. Auch den

Wegen Verbrechens im Sinne des § 176 Ziff. 3 Lesern desGießener Anzeigers" ist er durch seine RStGB. verurteilte das Gericht den in Mainz Schilderungen mHeimat im Bild bekannt, die wohnhaften A. Sch. unter Annahme mildernder er mit Betragen volkskundlicher Art beliefert. Umstände zu 6 M o n a t e n G e f ä n g n i s und in Eifrig war der Verblichene allezeit bemüht, alte S - » - - - - 'ton und Gebrauche zu erhalten. Namentlich auf

kirchlichem Gebiet er war viele Jahre lang Mit­glied des Kirchenvorstandes hielt er fest an dem, was unsere Vorfahren an Sitte und Brauch geschaffen hatten. Auch auf musikalischem Gebiet war er wirk­sam. Er spielte sein geliebtes Cello, und jahrzehnte­lang war er bemüht, in dem Posaunenchor nur gute Musik darzubieten. Seine Leistungen im Stein­metzberuf gingen weit über das hinaus, was ge­wöhnliche Steinhauerarbeit war. Er war Künstler auf diesem Gebiet und forschte fleißig nach Werken der Vergangenheit, wozu ihm die alten Grabdenk- imäler auf unserem Friedhof, die er in derHeimat im Bild" des Gießener Anzeigers beschrieben hat, gute Gelegenheit gaben. Sein Werk lebt weiter in feinen Kindern. Einer seiner Söhne ist der bekannte Kunst-Bildhauer Wilhelm Heidwolf Arnold, der Schöpfer des 116er-Denkmals in Gießen.

Reiskirchen, 22. Nov. Am heutigen Don­nerstagabend wird Pg. Klo st ermann hier im Säule von Guntrum in einer öffentlichen

feierten, gab unserer Stadt im Gegensatz zu frühe­ren Jahren ein durchaus sonntägliches, feierliches Aussehen. Während früher die Straßen von geschäf­tigem Treiben erfüllt waren und in den Veranü-

gungsftätten großer Betrieb herrschte, fanden gestern Führers DöHT Ott GrUNverg.

vormittags und nachmittags Gottesdienste statt, im . . ~ m m ; n h e r a t

übrigen stand auch sonst das Stadtbild völlig im s- Grun b e r g' Mosthluk Adolf

Zeichen des hohen kirchlichen Feiertags. Die Gottes- hatte seinerzeit durch b^ r Stadt

bienste waren überfüllt. In den Nachmittagsstunden H t l e r zum Ehr e n b g

war bei dem schönen Spätherbstwetter besonders ber ®,r u nb er g.rn?niJ*; J?1?!nnpmber 1934 datier- Fn-dhos stark besucht, ferner waren Feld und Wald Bürgermeisterei ein ^Nommb-r 1944 Mt.cr Sän8errnä*n Um0L'bU"8 1W# nerseh'ekes'Dan°kschresben ein,'das folgend?Wort-

**DenStraßenbahnbetriebnachdem laut hat: m r ü n h o r o i n e f { e n

eU ra7k° r°t7u^K d u r ch Ich Ze EhrenbüZgkrschast an' und bitte, F r e u b e". Sie Arbeitsfront, NSG. Jtraft dem ~ ^°bensten Dan- i°w.e

h.irrh ftreuhe" Kreis Giessen und die Bezirksspar- meine besten Glückwünsche für das -vtuyen uno y>e Mk S^en neröffentü® en in unserem heutigen An- deihen von Grünberg au-spre^n ju dürfen, zeigenteil eine Bekanntmachung über die Ausgabe Mit deutschem Grutz.

von Reise-Sparkarten zur Teilnahme an den Reisen Adolf Hitler.

der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude". Inter- S^ikarineNMarkt M BuKback. essenten seien besonders auf die Anzeige hmgewie,en. NaiyariNenmaTl, Ul «CJMy vwm/.

** Straßensperre. Wegen Ausführung von Butzbach, 21. November. Der diesjährige Gleisarbeiten wird die Provinzialstraße Grünberg Katharinenmarkt, der gestern und oor- Lumda am Bahnübergang bei Lumda vom gestern hier stattfand, erfreute sich eines sehr starken 26. November ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Besuches aus der näheren und weiteren Umgebung. Umleitung erfolgt über BeltershainStangenrod Der Vergnügungspark war diesmal nicht auf dem und umgekehrt. Diehmarktplatz, sondern auf dem Marktplatz m Der

** Aufgehobene Straßensperre. Die Stadt untergebracht. Die Derkaufsstande der Hand- Straßensperre auf der Provinzialstraßenstrecke j^r schlossen sich in die Weiseler, Wetzlarer und Homberg Büßfeld ist wieder aufgehoben. ©riebeler Straße an. UeberaU herrschte lebhaftes ** Erweiterte Geltungsdauer der Markttreiben und abends in den Tanzlokalen zum Sonntagsrückfahrkarten zum Winter- ^eil Ueberfüllung. .

spart. Für die Zeit vom 1. Dezember 1934 bis Der gestrige Schweinemarkt war mit 379 31. März 1935 wird die Geltungsdauer der fest F^keln beschickt. Es wurden gezahlt: für Ferkel aufliegenden Sonntagsrückfahrkarten verlängert, die bis 6 Wochen 10 bis 12,50 Mk., von 6 bis 8 Wochen

zu Wintersportzwecken nach dem Vogelsberg 12,50 bis 17,50 Mk. Der Handel war glatt, der

und der Rhön ausgegeben werden. Diese Karten Markt wurde geräumt.

gelten: zur Hinfahrt - jeweils von Samstag Landkreis Gießen.

je mens von Samstag 12 Uhr'b^Monlag 14 Uhr O0 Klein-Linden, 20. Nov. In Den letzten

(spätester Antritt der Rückfahrt). Die Fahrkarten- Tagen wurden m der Frankfurter und der ausqabe Gießen gibt während dieser Zeit Fahr- Wetzlarer Sira he nahe der durch die vielen karten mit verlängerter Geltungsdauer nach Ge - Unfälle bekannten Straßengabelung, von der bern ober Schotten unb nach Schotten aus. Straßenverwaltung größere, weithin fidjtbare. Der Fahrpreis für Hin- unb Rückfahrt beträgt nachts leuchtenbe Schilber nut ber Aufschrift

nadi Gebern ober Schotten 2. Kl. 5,10 Mark, 3. Kl.Todesfälle" angebracht. Man glaubt, damit

3 50 Mark; nach Schotten 2. Kl. 3,90 Mark, 3. Kl. den großen Gefahren vorzubeugen, die an dieser

2 70 Mark Stelle den Fahrzeugen aller Art drohen. Ob mit

'** Filmvorführungen für die Schu- dieser Maßnahme für die Zukunft wirklich den Un­ten Am Dienstagvor- unb nachmittag würben fällen gesteuert wirb, muß dahingestellt bleiben, durch bie Kreisfilmstelle im Lichtspielhaus ben Schu- zumal die an ber Straße aufgestellten Totenkopfe lern ber hiesigen höheren Lehranstalten, ber Volks- auch nicht bie Unfälle versilberten. Die einzige schulen unserer Stabt unb ber Orte Wieseck, Klein- sichere Maßnahme wäre bie Regelung des Verkehrs Linden unb Heuchelheim einige lehrreiche Filme burch einen B e r f ejjr s p 0 ft en unb bte Er - gezeigt. Der Film ,Mlerjugenb in ben Bergen mäßigung der ? e s ch w i n b i g k e i t e n sur brachte rounberbare Lanbschaftsaufnahmen und bie Kraftfahrzeuge bei ber Durchfahrt burch unser führte ben Besuchern das Leben und Treiben der Dorf. Auch die Anbringung einer Ve rkehrs - auf froher Wanderfahrt vor Augen. Man sah a m p e l mit verschieden farbigem Licht über einer

die Jugend auf anstrengendem Gepäckmarsch die noch zu errichtenden Verkehrsinsel wäre m Erwa-

Derge und Felsen erklettern, konnte sie beim Zelt- gung zu ziehen.

bau und bei ber Zubereitung bes Mittagessens y G r 0 ß e n - L i n d e n, 20. Nov. In diesen

beobachten unb burfte sich an bem frohen Spiel Lagen begann Pg. Dr. Speck (Großen-Linben) einer gefunb heranwachsenben Jugenb erfreuen. Die in ber Gastwirtschaft Hasfelbach mit der ersten sportliche Ertüchtigung im Turnen und Baden ließ Uebungsstunde eines S a n i t ä t e r k u r s e s für einen Einblick in die straffe körperliche Ertüchtigung bie Mitglieder der N S. - F r a u e n s ch a f t der der Jugend gewinnen, daneben gaben die Bilder Ortsgruppen Großen-Linben und Leihgestern. In aus dem fröhlichen Lagerleben mit feinem Sager* Meinen einleitenden Worten gab der Leiter der Hoff­zirkus von den Freuden Kunde, die unserer Jugend nung QUj engste Mitarbeit und regstes Interesse . . - ' r , Xa*- Aot'r,tdM _^sorutf. Am Montag wurden^ auf dem Bahn­

hof Großen - Linden zwei Eisenbahnwaaen mit Kartoffeln für das Winterhilfswerk nach Frankfurt verladen. Die Kartoffeln waren tn Großen-Linden und Leihgestern gefamelt worden.

* Watzenborn-Steinberg, 22. Nov. Karl Schäfer III. von hier wurde zum Bürger­meister der Gemeinde Watzenborn-Steinberg er-