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zeug, welches zuerst die Milseburg überfliegt und zur Wasserkuppe in direktem Fluge wieder zurück­kehrt. 5000 RM. sind für Bauprämien und Kon­struktionsprämien bereitgestellt und 12 000 RM. stehen für Sonder- und Tagespreise zur Verfügung.

Langstrecken-Schwimmen - 120 Teilnehmer.

Großes Interesse in allen Kreisen der Bevölke­rung sand das anläßlich der Reichs-Schwimmwoche in Gießen ausgeschriebene Langstrecken-Schwimmen. Dieser Wettkampf, an dem sich rund 120 Personen beteiligten, ging über eine Strecke von etwa 1000 m (Start: Militär-Badeanstalt, Ziel: GRG.-Boots­haus). Der Kampf war offen für alle und wurde durchgeführt in zwei Hauptgruppen: Gruppe A Mitglieder von Schwimmsport treibenden Vereinen, Gruppe B Teilnehmer, die keinem Schwimm­sport treibenden Verein angehören.

An der Militär-Badeanstalt hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die dem Stärt der einzel­nen Gruppen interessiert zusahen. Als erste Abtei­lung gingen die Damen der Gruppe B in den

Deutschlandflieger wieder in Tempelhof

Schuljugend im Schwimmbad.

Dienstag nachmittag herrschte in der Müllerschen Badeanstalt ganz großer Betrieb. Die Gießener Schuljugend war erschienen und stellte ihr schwim­merisches Können unter Beweis. Wir berichteten darüber. Unsere Bilder zeigen die Jugend als Zuschauer (links oben) und als Mitwirkende (links). Bild rechts oben zeigt den Sprungturm, der diesmal auch als Kommandoturm in Anspruch genommen werden mußte.

Das vorläufige Derlungsergebnis für den ersten Tag des Deutfchlandfluges.

Die Wettbewerbsleitung des Deutschlandfluges hat in später Abendstunde des Donnerstags noch ein vorläufiges Wertungsergebnis für den ersten Tag errechnet. Es ist allerdings damit zu rechnen, daß diese vorläufige Wertung noch Aerürerungen erfährt-, denn es fehlen noch einige Meldungen von den Wendemarken.

Vor dem Start. Oben links: Tanken unter dem Regenschirm. (Ein Tropfen Wasser im Treibstoff kann den Erfolg des Fluges in Frage stellen!) - Oben rechts: Staatssekretär Milch vom Lustfahrtministerium und der Präsident des DLD., Bruno L o e r z e r , schreiten die rfront der Fluateilnehmer ab. Unten links: Der Führer desDoX", Kapitän Christiansen der als Schwarmführer am Flug teilnimmt, verabschiedet sich von Staatssekretär M i l ch. Unten rechts: Staatssekretär Milch gibt das Zeichen zum Start.

Anträge jedoch nur teilweise, indem es nur die Frei­sprechung von der Anklage der Untreue rechtskräftig bestätigte. Bei der Urkundenunterdrückung dagegen lagen nach Auffassung des Reichsgerichts die Vor­aussetzungen für eine Amnestierung nicht vor. Die Sache wurde daher insoweit zu nochmaliger Ver­handlung an die Vorinstanz zurückverwiesen.

Wertvolle Ergebnisse der Dogelzugforschung.

)[ Marburg, 16. Juni. Die von der Zweig­beringungsstelle Marburg der Vogel­warte Helgoland bereits seit Jahren durchgeführte Kennzeichnung von Rauchschwalben hat die Fest­stellung ergeben, daß diese Vogelart jahraus jahrein zum alten Ristort zurückkehrt. Weiter konnten durch Wiederfund von beringten Schwalben, deren Wan­derwege und Ueberwinterungsgebiete erkannt wer­den. Bisher lagen Nachrichten über Wiederfund von oberhessischen Schwalben aus Südfrankreich, Italien, Spanien, Kamerun und Kongogebiet vor. Jetzt hat die Vogelwarte Helgoland Meldung erhalten, daß eine am 28. Juni in Elnhausen bei Marburg be­ringte Schwalbe am 12. März 1934 in Mechtras bei Tizzi Ouzou in Algerien ge fangen wurde. Bisher war nicht bekannt, daß der Zug unserer hessi­schen Schwalben in Afrika auch weiter östlich ver­läuft.

Tiundfunkprogramm.

Samstag, 23. 2uni:

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40t Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40t Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. Aus Richard WagnerDer fliegende Holländers 11.50 Uhr: Sozialdienft. 12: Mittagskonzert I. 13l Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem «Ändebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nach­richten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Fröhliches Wochenend? 15.10:Lernt morsen!" 15.45: Quer durch die Wirtschaft. 16: Nachmittagskonzert. 18t Stimme der Grenze. 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreifsendung. 19: Wir spielen zum Tanz. 20: Zeitangabe, Nachrichten. 20.05: Saarländische Um­schau. 20.15: Großer lustiger Abend. 22.20: Nach­richten.

in Tempelhof, wobei eine Hetzjagd zwischen Stolp und Berlin eine große Rolle spielte. In Stolp nämlich betrug der Zeitunterschied noch 23 Minuten! Dann trafen in Abständen nach und nach die an­deren Bewerber, stets ausgerichtet in schöner Kiel­linie, in Tempelhof ein.

Von der Strecke hörte man noch folgendes: In Stettin erschienen die ersten Flugzeuge um 4.10 Uhr. Bis 7 Uhr früh waren in Danzia-Langfuhr 14 Verbände gelandet. Zusammen mit der Unter­gruppe Berlin traf auch Präsident Loerzer, der die Fahrt außer Wettbewerb mitmachte, in Danzig ein. In Königsberg war Loerzer der erste vor den etwas später kommenden Hannoveranern und der Untergruppe Hamburg-Altona. Alle verließen nach kurzer Pause sofort wieder den Flugplatz. Gegen 9.30 Uhr hatten alle Teilnehmer Danzig passiert.

Die ersten In Berlin eintreffenden Jormalio- nen waren durchweg Dreierstaffeln,

107 Sportflugzeuge in 22 Staffeln nahmen am Donnerstagmorgen vom Berliner Zentralflughafen Tempelhof den Kampf um den vom Reichsminister der Luftfahrt, General Göring, gestifteten Wan­derpreis im Deutfchtandflug 1934 auf. Alles in allem starteten neun Verbände mit drei, zwei mit vier, sechs mit fünf und sechs Verbände mit sieben Maschinen. Die Flugzeuge hatten am ersten Tag die Strecke BerlinStettinDanzigAllenstein InsterburgKönigsbergStolpGreifswaldBer­lin zu bewältigen. Leider ereignete sich auf der Strecke StettinDanzig ein bedauerlicher Unfall, dem die Besatzung, Flugzeugführer V o l b r a ch t und Orter Koch, beide der Gruppe Münster an­gehörig, zum Opfer fiel. Des weiteren fiel eine Ma- schine der Gruppe D 4 (Schafhausen-Aschenborn) durch Notlandung aus. Später wurde noch bekannt, das auch ein Flugzeug der Gruppe G 1 bei Inster­burg das Rennen wegen Maschinenschadens auf­stecken mußte.

Um die Mittagsstunde hatten 17 Mannschaften bereits die erste hälfte der Strecke zurückgelegt und Königsberg erreicht, und zum großen Teil waren sie sogar schon wieder aus Ost­preußens Hauptstadt gestartet.

Die Hannoveraner, die im Vorjahr so überraschend siegreich waren, lagen in Königsberg vorn, wur­den bann aber von der Gruppe D 8 (Hamburg- Altona), die auch zuerst in Berlin eintraf, über-

Oie Vorgänge im Landesverband der Polizeibeamten Hessens vor dem Reichsgericht.

Darmstadt, 21. Suni. <LPD.) Bald nach d«m Kriege wurde der Landesverband der Polizeibeamten Hessens gegründet, der demZuge der Zeit" folgte, b. h. sich auf ben Boben ber jeweiligen Regierungs- koalition stellte. In dem Verband platzten die partei­politischen Ansichten hart aufeinander, und so war es kein Wunder, daß nach der nationalen Erhebung sofort ein Wechsel im Vorstand eintrat. Am 10. März 1933 wurde eine neutrale Kommission gebildet, die eine Kassenprüfung vornahm. Dabei stellte sich die überraschende Tatsache heraus, daß der größte Teil ber Kassenbücher unb Belege verschwunden^ war. Die vier zur Verantwortung gezogenen früheren Vorstandsmitglieder gaben vor dem Landgericht Darmstadt unumwunden zu, daß sie die Schrift­stücke vernichtet hätten, um ihre Kameraden,die sich unter bem Druck der Verhältnisse notwenbiger- weise zu ben ehemaligen Regierungsparteien be­kennen mußten, vor späteren Angriffen parteipoliti­scher Art zu schützen". Die Vernichtung ber sie be­lastenden Schriftstücke sei aus politischen B e - weggrünben erfolgt, daher müsse das Verfah­ren auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 20. Dezember 1932 eingestellt werben. Die umfang­reiche Beweisaufnahme brachte das Gericht zu der Ueberzeugung, daß bie Angeklagten sich keine per­sönlichen Vorteile burch bie Kassenführung verschafft hatten und burch bie Vernichtung ber Belege nicht sich selbst hatten schützen wollen. Das Gericht sprach am 20. Juli v. I. bie vier Vorstandsmitglieder von ber Anklage der gemeinsamen Untreue frei unb stellte bas wegen Urkunbenunterbrückung gegen sie anhängig gemachte Verfahren auf Grunb des Amnestiegesetzes ein. Gegen dieses Urteil legte bie örtliche Anklagebehörbe Revision beim Reichs­gericht ein unb behauptete, die Angeklagten hätten nicht bie Verfasser ber Schriftstücke, sonbern sich selbst vor straftechtlichen Folgen schützen wollen. Der Reichsanwalt vertrat jedoch nicht das Rechts­mittel ber Staatsanwaltschaft unb beantragte Ver­werfung ber Revision. Wie ber Reichsgerichtsbienst bes DNB. berichtet, folgte das Reichsgericht diesem

sind, konnten die höchst erreichbare Punktzahl des Tages für sich verbuchen, und zwar je 350 Punkte. Es sind dies die Staffeln der Fliegergruppen Dan­zig, Königsberg, Eßlingen, Mannheim und Berlin. Letztere drei benutzen zu ihrem Flug Klemm-Flug­zeuge. Danzig flog mit Fiefeler-Mafchinen unb Ko- nigsberg mit Heinkel-Doppeldeckern. Gleichfalls bie höchste Punktzahl erreichten brei Staffeln aus ber Gruppe ber Wanberstaffeln, unb zwar bie Mann­schaften der Fliegergruppen Bremen auf Focke- Wulf, Oberschlesien auf Klemm unb Hamburg eben­falls auf Klemm. Mit mehr ober weniger kurzen Abstänben folgen bann bie anderen Wettbewerbs-

rooraus hervorgeht, bah je kleiner bie Gruppe, um so leichter unb reibungsloser ber Flug ist. Um so berechtigter ist auch bie Maßnahme bes Veranstal­ters, bie benjenigen Fliegern, bie sich zu größeren Formationen zusammengeschlossen haben, in ber Wertung einen beträchtlichen Punktvor­teil zuerkennt. Aus bem frühzeitigen (Eintreffen im Heimathafen ist allerbings noch nicht auf ir« genbcine Siegeranwartfchaft zu schließen.

holt. Allerbings gingen bie Hannoveraner nur vier l Die Gesamtstrecke bes ersten Tages betrug 1 496,5 Minuten später, um 16.36 Uhr, über bie Ziellinie Kilometer.

Nach den bisher vorliegenden Wertungsergeb­nissen hat der Veranstalter seine Absicht, das Stof- selfliegen besonders in den Vordergrund zu stellen, i Abständen voll erreicht. Alle Siebenerstaffeln, die im Renneniteilnehmer.

Kampf, denen mit zwei Minuten Ab st and d!6 Her­ren der gleichen Gruppe folgten. Nach weiteren zwei Minuten starteten die Damen der Gruppe A und mit wiederum zwei Minuten Abstand die Herren dieser Gruppe. Während die einzelnen Gruppen bei den ersten hundert Metern noch ge­schlossen zusammenlagen, wurde das Bild auf der weiteren Strecke unklar. Das Feld zog sich tn öie Länge; bie Abteilungen ber Gruppe A hatten schon Anschluß an Gruppe B gefunben unb versuchten diese zu burchbrechen unb zu überholen. Fast alle Teilnehmer erreichten bas Ziel. Beibe Ufer ber Lahn waren von großen Zuschauermengen besetzt, bie am Ziel bie zuerst eintreffenben Schwimmer mit lebhaftem Beifall begrüßten. Es würben in allen Klassen beachtliche Leistungen erxielt. Die Besten in allen Jahrgängen erhalten Urtunben.

Es siegten: Gruppe B (Herren): Reunina, Helmut (17.43 Minuten); Gruppe B (Damen): Schmitz, Herta (19.35 Minuten)Gruppe A (Herren): i > -' -

Gruppe A (Damen): o. Düring, Helga (18.15 Minuten).

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Bekanntmachung.

Entsprechend der Anweisung der hierfür zuständi­gen Stelle ist die Stadtverwaltung verpflichtet, sämtliche in städtischen Häusern bestehende Unter­mieterverhältnisse zu prüfen. Nach § 10 des Miet­vertrages bedürfen Untervermietungen in städtischen Wohnungen ber Genehmigung ber Bürgermeisterei. Wir ersuchen hiermit sämtliche städtischen Mieter, die untervermietet haben (auch diejenigen, denen bereits Genehmigung zum Untervermieten erteilt worben ist), bis zum 25. 3uni 1934 beim Stabtvermessungs- amt Gießen, Bergstraße Nr. 20, vormittaggs zwischen 7 unb 12 Uhr vorzusprechen, um bort bie entsprechen- ben Angaben zu machen. Unterlassung biefer An­gaben können Weiterungen gemäß § 10 bes Miet­vertrages nach sich ziehen. 3695C

Gießen, den 19. Juni 1934.

Bürgermeisterei Gießen.

Dr. Hamm, Bürgermeister.

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