Ausgabe 
22.1.1934
 
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nur der geschäftlichen Werbung zu dienen und empfehlen, etwaige Gesuchsteller an uns zu verweisen."

Winterhilfswerk

des deutschen Volkes 1933/34.

Kreisführung Gießen.

Vetr.: Kohlenmeldung, Serie E (rote Karte), Giehen-Land.

Indem ich auf die Anordnung 3 Punkt 4 ver­weise, in welcher ich ausdrücklich bekanntgeaeben habe, daß die dort beiliegende rote Karte sofort an die Gauführung des WHW. Frankfurt a. M., Taunusstraße 11, eingesandt werden sollte, mußte ich heute durch dieselbe erfahren, daß dem nicht zu dem festgesetzten Termin entsprochen worden ist. Eine weitere Belieferung der ländlichen Ortsgrup­pen mit Kohlen und Brikett hängt von der so« f artig en Einsendung der erwähnten roten Karte (durch Eilboten) an die Gauführung ab. Sollte durch die nicht terminmäßige Absendung der Karte Schwie­rigkeiten in der Kohlenbelieferung entstehen, Dann mache ich die Ortsgruppenwalter hierfür verant­wortlich. Heil Hitler! aez. Mo Haupt,

Kreisgeschaftsführer des WHW.

Amt für Beamte der NSDAP.

Kreis Gießen.

Zwecks Aufnahme in das Amt für Beamte der NSDAP., Kreis Gießen, fordere ich letztmals alle Parteigenossen im Kreis Gießen, die als Beamte Mitglieder desReichsbundes der Deutschen Beamten" sind, auf, sofort mit Postkarte an mei­nen Stellvertreter, Pg. Gustav Ulrich, Gießen, Liebigstraße 103, zu melden: a) Bor- und Zuname, b) Amtsbezeichnung (Beruf), c) Wohnort, Straße und Hausnummer, d) Ortsgruppe, e) Eintritt in die NSDAP., f) Mitgliedsnummer.

Zur Meldung verpflichtet sind auch alle Partei- a n w ä r t e r, sobald sie in den Besitz der Mitglieds­karte gelangt sind.

Ich behalte mir vor, diejenigen Parteigenossen von der Aufnahme in das Amt für Beamte auszu- s ch l i e ß e n , die unter Verstoß gegen obige Anord­nung keine Meldung abgeben. P a r t e idiszd p li n gilt auch für die Beamten! Gez. Heß.

Das Probejahr

der Referendare in Hessen.

In einem Ausschreiben der Ministerialabteilung für das Bildungswesen über das Probejahr der Referendare wird angeordnet:

1. Das Probejahr kann nur an Vollanstalten ab­geleistet werden. Der Referendar ist jedoch nicht als Entlastung etwaiger Lehrkräfte zu betrachten, er be­deutet im Gegenteil für die Lehrer, denen er zur weiteren Ausbildung anvertraut worden ist, ein erhöhtes Maß von Verantwortung.

2. Wird ein Referendar aus der Seminaranstalt zur Ableistung des Probejahres einer anderen Voll­anstalt überwiesen, so hat der Seminarleiter dem Direktor der betreffenden Vollanstalte einen Bericht über die Eignung des Referendars zuzustellen.

3. Nach Schluß des Probejahres übergibt der Di­rektor der Dollanstalt, an der der Referendar fein Probejahr abgeleistet hat, dem Seminarleiter sämt­liche Unterlagen (Berichte der Lehrer, denen der Referendar zugewiesen war, und Protokoll der Prü­fungslehrstunden).

4. Es wird erwartet, daß die Referendare im Probejahr nur solchen Lehrkräften zur weiteren Unterweisung zugeteilt werden, die Erfahrung in dieser Hinsicht besitzen.

Andrea, der Sohn des Zauberers.-'

Ein Alissionsfilm.

Die Basler Mission vereinigte gestern abend in der Stadtkirche eine stattliche Gemeinde zu einer Filmvorführung, die zu einem schönen Erlebnis wurde. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied und nach Gebet hielt Missionar Groh eine kurze Be­grüßungsansprache: Mission zu treiben, sei, so führte er ü. a. aus, christliche Pflicht. Wir Christen wollten die ersten sein, wenn es gelte, der Nation ein Opfer zu bringen. Es werde in dieser Zeit viel und freudig geopfert. Neben den nationalen Aufgaben habe der Christ aber auch übernationale Ausgaben. Der Christ hckbe den Befehl erhalten:Gehet hin in alle Welt!" Das sei keine private Sache des ein­zelnen, sondern die Pflicht aller Christen, die im Dienste des Reiches Gottes stehen. Der Film möge, so schloß der Redner, unsere Herzen weit machen für die große Ausgabe der Mission.

Sodann sprach Missionar Weiße (aus St. Ge- orgenstadt), der sich gegenwärtig nach langjähriger Tätigkeit in Ostafrika zu einem Erholungsurlaub in der Heimat befindet. Er sprach kurz von der Verpflichtung des deutschen Volkes zur Mission und erläuterte dann in feiner Weise den Film.

Der Filmstreifen vermittelte in zum Teil aanz ausgezeichneten Bildern eine Fülle von Eindrücken aus der Missionsarbeit in Ostafrika. Eine sehr glück­lich gefügte Handlung schuf die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen. Andrea, der Sohn eines Zau­berers, der aus dem finstersten Heidentum kam, wirkte als Gehilfe eines Missionars am Njassa-See, reiste mit dem Missionar durch die Lande und auf diesem Wege begegnete ihnen überall das Christen­tum, das von den Missionaren in das Land ge­tragen und in schöner Weise gepflegt wurde. So sah man im Filmbild das Leben in den Missions- ftationen, die gläubigen Eingeborenen und die Kir­chen und Schulen, die die Missionare in den ver­schiedensten Gebieten als Zentralen ihres Wirkens errichteten. Der zweite und dritte Teil des Films zeigte in aufschlußreichen Bildern das tiefe Dunkel der heidnischen Sitten- und Götzenlehren, die Schrecken des Kindesopfers, den Irrglauben der Abhängigkeit des Lebens eines Stammes von Götzen und die sinnlosen Opfergebräuche der in ihrem Wayn befangenen Eingeborenen. Demgegen­über wurde die Arbeit der christlichen Nächstenliebe und ihre Auswirkung gezeigt. Mit besonderem Interesse konnte man sehen, wie gute alte Ge­bräuche und Tänze der Eingeborenen (zum Beispiel als Erntefestreigen) von der christlichen Religion übernommen wurden. Nachdem man noch einen Einblick in das Leben in einer Missionsschule ge­tan hatte, sand der Film mit dem schönen Ereignis der Bekehrung jenes Stammes, in dem Andreas Vater, der Zauberer, der mächtigste Mann war, feinen Abschluß.

Gemeinsam gesungene Liederverse, die in ihrem Sinn dem Missionsgedanken angepaßt waren, ver­banden die einzelnen Akte des Filmes, und ein Gebet, von Missionar Weiße gesprochen, beschloß den Abend. Am späten Nachmittag wär der Film auch den Kindern gezeigt worden.

Daten für Montag, 22. Januar.

1729: Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing zu Kamenz in der Lausitz geb. (geft. 1781). 1788: Der Dichter Lord Byron in London geb. (geft. 1824). 1849: Der Dichter August Strindberg in

Hausfrauen in Front!

Don Martha Voß-Zieh.

Das Bestreben unserer Regierung, dem deutschen Volke Arbeit zu verschaffen und die Erzeugnisse der deutschen Landwirtschaft entsprechend zu ver­werten, ist von den deutschen Hausfrauen, besonders von den in der Reichsoereinigung Deutscher Haus­frauen organisierten, schon immer freudig begrüßt und mit aller Macht unterstützt worden.

Die Regierung hat in ihnen eine nicht zu unterschätzende Hilfstruppe, ihre Pläne ourch- zuführen, denn 17 Millionen Hausfrauen find ein wesentlicher Faktor, der für den Verbrauch deutscher Waren eingestellt werden muh, wenn das Riesenwerk des Ausbaues gelingen soll.

Wenn die Weltpresse jetzt Lobeshymnen anstimmt über die nationale Handlungsweise der englischen, amerikanischen, neuerdings auch der dänischen und der französischen Frau und die über ein Jahrzehnt alten Bestrebungen der deutschen Hausfrau über­geht, so ist das ein charakteristisches Zeichen für die stille, pflichtgetreue Arbeit der deut­schen Hausfrau, die Jahr für Jahr still und bescheiden ihre Pflicht tat. Das war etwas Selbstverständliches für die deutsche Frau. Wir deutschen Hausfrauen wollen nicht gerühmt werden, aber unsere Regierung soll in diesem schweren Kampfe wissen, daß sie sich auf die deut­schen Hausfrauen verlassen kann, daß es Ehren­pflicht für diese ist, mit dazu beizutragen, daß keine Devisen für entbehrliche Waren ins Ausland gehen.

Der bevorzugte Verbrauch deutscher landwirt­

schaftlicher und industrieller Erzeugnisse ist eine Ehrenpflicht für uns deutsche Frauen.

Wäre es nicht eine Schande, wenn eine einzige deutsche Kartoffel umkäme, die Erzeugnisse von demselben Wert und derselben Güte liefert wie das Maiskorn, das auf fremdem Boden wächst, wenn auch nur ein einziger Apfel verdürbe, weil eine deutsche Hausfrau sich einbildet, ein amerikanischer Apfel schmecke besser? Keine deutsche Stoffabrik darf stillgelegt werden, die deutsche Frau hüllt den Körper nicht in französische Stoffe. Keine deutsche Schneiderin darf arbeitslos gemacht werden, wäh­rend die französische Konfektion Triumpfe feiert. Das ist der artbewuhten, der verantwortlich- keitserfüllten deutfchen Hausfrau in all den Notjahren, die hinter uns liegen, von ihren Führerinnen immer und immer wieder 15 Jahre im Kampfe gegen eine blinde Regierung, jetzt, Gott sei Dank, Hand in Hand mit der Regierung ge- sagt worden. Die deutsche Hausfrau hat zum großen Teil ihre volkswirtschaftliche Pflicht begriffen und ist der Mahnung:Kauft deutsche Waren!" gefolgt. Wie wäre auch sonst die fallende Menge der Einfuhr fremder Lebensrnittel erklärlich?

Es muß und es wird weiter gekämpft werden, damit die Befreiung Deutschlands, damit die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gelingt.

Die Regierung und die Landwirtschaft dürfen überzeugt sein: Die organisierten deutschen Hausfrauen stehen hinter ihnen, unterstützen ihren Kampf und reißen die noch Abseitsstehenden, die Lauen mit sich!

Deutsche Not die an -en Grenzen nicht haltmachi.

Die Opfer der Grubenkatastrophe zu Osseg sie waren zu Hälfte deutsche Bergleute, Glieder der deutschen Volksgemeinschaft. Und unsere Anteil­nahme konnte deshalb nicht geringer sein, weil sie einem fremden Staatsoerband angehörten.

Die neue Weltanschauung der Deutschen unter­ordnet den Staat der höheren, gottgewollten Einheit der Ration. Der Staat kann Grenzen haben, die von Menschenhand gezogen sind. Die Ration aber hat ihre Grenzen dort, wo der Mensch aufhört, deutsch zu denken, deutsch zu fühlen.

Und so wuchs in der Erkenntnis der sich besinnenden deutschen Menschen das im Reich gebundene 60- Millionen-Dolk zur großen volksdeutschen Gliede­rung einer Nation, die hundert Millionen Menschen umfaßt.

Die Macht des Staates hört an feinen Grenzen auf. Das im Reich gebundene deutsche Volk konnte unter Führung des Staates den Grundsatz durch­setzen, daß Gemeinnutz vor Eigennutz gehe und daß kein Deutscher zu hungern und zu frieren brauche. Das letzte Drittel der deutschen Nation, das jenseits der deutschen Grenzen lebt, untersteht nicht dem organisierten Willen des neuen Reiches. Aber roehn die Macht des Staates auch an den Grenzen auf­hört, das Gefühl der Verbundenheit, der Not- unb Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen, das im Volke lebt, braucht geographische Grenzen nicht zu kennen.

Deutsche Rot, wo immer sie ihr grausames Ant­litz zu uns erheben möge, ist Rot der ganzen deutschen Ration, ihre Linderung ist der Gemein­nutz. der vor den Eigennutz geht.

Denken wir uns die schützende Hand des Deutschen Reiches, seine organisierende Kraft hinweg von den Stätten deutscher Not im eigenen Lande so grau­sam und unbarmherzig, wie diese Not bann wäre, so ist sie jetzt in beutschen Gebieten, die kein deutscher Staat betreut, die ein fremder Staat oft gewollt und bewußt vernachlässigt und zurücksetzt.

Sehen wir über die Grenzen nach Sudeten- deutschlanb: Don 3,5 Millionen Sudetenbeut- schen ist mehr als bie Hälfte auf inbuftriellen Er­werb angewiesen. Von drei Ernährern ist einer ohne Arbeit. Das heißt, daß mehr als eine Million Subetenbeutscher angewiesen ist auf die Fürsorge des Staates. Und der Staat? Der Staat löst unter dem Vorwand der Bekämpfung desstaatsgefähr­lichen Nationalsozialismus" eine deutsche Gewerk­schaft nach der anderen auf. Die Gewerkschaft konnte dem Familienvater wöchentlich 8 bis 15 Mark Unter­stützung bezahlen. Jetzt beschlagnahmt der Staat die

Vermögen der Gewerkschaften. Und seine eigene Fürsorge sieht so aus, daß er

den Erwerbslosen den Bettelpfennig einesLr- nährungsgelbes" hinwirft, bas einen Wert hat von einer Mark und fünfzig Pfennig in der Woche!

Das ist nicht bie allgemeine Not des tschechoslowaki­schen Staatsbürgers. Das ist die deutsche Not. Denn von hundert deutschen Männern, Frauen, Greisen, Kindern, sind 8,5 ohne Arbeit. Und von den Tschechen nur2,5! Das kommt wohl daher, daß die Industrien in den deutschen Gebieten sitzen. Aber auch daher, daß tschechische Besitzer ihre Werke ins tschechische Gebiet verlegen, um nicht Deutsche beschäftigen zu müssen. Schlechter noch, viel schlech­ter als dem organisierten Industriearbeiter ergeht es den Heimarbeiterfamilien in den Gebirgstälern des Erzgebirges und des B ö h m e r w a l d e s. Sie haben immer schon ein karges Brot gegessen. Sie sind kleine Häusler mit schmalem Besitz auf schlechtem Boden. Sie haben immer schon in vier- zehnstündiger Heimarbeit von Kind und Kegel einen Bettelpfennig verdienen müssen mit Spitzenklöppeln, Spielzeugschnitzen, Schachtelnfalten, Handschuhnähen und dergleichen. Jetzt bleibt auch dieser Erwerb aus, weil bie Absatzgebiete fehlen. Ihre Not ist, an reichs- deutschen Verhältnissen gemessen, unsagbar groß. Die Schulen stehen im Winter leer, weil bie Kinder Hunger leiben unb zu schwach finb, den oft sehr weiten Weg zur Schule zu gehen. Kartoffeln unb Wurzeln finb ihre tägliche Kost. Schlimmer können bie Verhältnisse auch am Ausgang des Dreißigjähri­gen Krieges nicht gewesen sein.

Und in Ost-Oberfchlesien ist es nicht besser. Wenn eine polnische Zeitung kürzlich schrieb, in Deutsch-Oberschlesien ginge es den Polen viel bes­ser, sie brauchten nicht in Erdhöhlen zu wohnen unb Hunger zu leiben, so meinte sie ihre polnischen Volksgenossen in Polnisch-Oberschlesien unb nicht bie Deutschen, benen es noch schlechter geht.

So mögen biefe Zeilen nur an zwei Beispielen von beutscher Not jenseits der deutschen Grenzen sprechen unb beitragen zu ber Erkenntnis des beut­schen Volkes, baß seine Not nicht an ben Grenzen aufhört.

Am 26. Januar sammelt derVolksbunb für bas Deutschtum im Ausland" im ganzen Reich für die Winterhilfe des Deutschen Volkes. Seine jugendlichen Helfer verkaufen an diesem Tage das alte volksdeutsche Zeichen, die blaue Korn­blume. Jeder Deutsche soll sie an diesem Tage tragen und sich durch sie bekennen zur Schicksals- gemeinschaft des deutschen Hundertmillionen­volkes.

Stockholm geb. (geft. 1912). 1850: General v. Litzmann geb.

Vornonz.cn

Tageskalenber für Montag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: 16.30 unb 20.30 Uhr,Das Weib bei fernen Völkern". Hausbesitzeroerein: 20 Uhr, Cafe Leib, Film- unb Lichtbildervortrag. Frauenschaft Gießen-Mitte, -Süd und-Ost: 20.15 Uhr, Turnhalle des Gymnasiums, Turnstunde.

Aus demStadttheaterbureau. Mor­gen. Dienstag, zum erstenmal das LustspielBob macht sich gesund" von Axel Ivers. (Siehe heutige Anzeige.)

Die Vortragsvereinigung (Goethe- Bund, Kaufmännischer Verein und Gewerbeverein) veranstaltet am kommenden Donnerstag ihren vier­ten Vortragsabend, bei dem der U-Bootskommandant im Weltkrieg Kapitänleutnant Freih. von Spiegel über U-Bootsfahrten und Abenteuer im Weltkrieg" sprechen wird. Näheres in der heutigen Anzeige.

** In den Führerrat der Reichs- mufikkammer berufen. Das Staatspresse- amt teilt mit: Der Landesleiter des Fachverbandes B Reichsmusikerschaft" der Reichsmusikkammer, Stadt­rat Kammermusiker Paul F i ch t m ü l l e r, hat den Referendar Schriftleiter Ernst R e h b o ck in Darm­stadt zum Geschäftsführer ber Lanbesleitung für Groß-Hessen ernannt, ßanbesleiter Paul Ficht- müller ist in ben Verwaltungsbeirat (Führerrat) ber Reichsmusikkammer berufen worben.

* Po st Personalien. Ginberufen würbe als Postschaffner ber Versorgungsanwärter Wießner in Butzbach; übertragen würben Postsekretärstellen ben Poftassiftenten Erna Beyer in Gießen, Wilhel­mine Kliffmüller in Bad-Nauheim eine Post- affiftentenftelle dem Postschaffner Rodamer in Lauterbach, Oberpoftschaffnerstellen ben Postschaff- nern o ck unb Kaiser in Gießen; planmäßig an» geftellt würben als Telegraphenwerkführer der Tele­

graphenmechaniker Lochmüller in Friedberg, als Postschaffner die Hilfspostschaffner A p p e l in Fried­berg, B ä h r in Stockheim, M ö I s in Bad-Nauheim, Schnell in Lauterbach unb Wörsborfer in Gießen.

** Keine geheimen Abstimmungen nach bem Volksschulgesetz. In einem Mini- sterialerlaß wirb angeorbnet, baß bie nach Art. 9 Abs. 2 bes Volksschulgesetzes vorn 25. Oktober 1921 vorzunehrnende Abstimmung in Zukunft nicht mehr in geheimer Wahl, fonbern offen zu erfolgen hat.

" Eine Versammlung ber oberhessi - schen Frauenvereine findet am kommenden Donnerstag in Gießen statt. Es werden sprechen ber Reichsführer im Frauenwerk D. Jeep unb bie Reichsführerin im Mütterbienft Frau Lönnies. Siehe heutige Anzeige.

** Verschärfte Richtlinien über bie Durchführung ber Deutschen Kurz­schrift bei. ben Behörben. Nach ben neuen Richtlinien bes Reichsministers bes Innern wirb von allen neu eintretenben Beamten unb Beamten­anwärtern von Besolbungsgruppe 10 an aufwärts bie Kenntnis ber Deutschen Kurzschrift verlangt. Be­reits angestellte Beamte von ber gleichen Besol­bungsgruppe aufwärts haben sich, soweit sie am 1. Oktober 1934 bas 38. Lebensjahr noch nicht voll- enbet haben, bis zu diesem Zeitpunkt bie Kenntnis ber Deutschen Kurzschrift anzueignen. Den übrigen wirb empfohlen, bie Deutsche Kurzschrift lesen, wenn möglich schreiben zu lernen. Der Reichsmiyister bes Innern bat bie Behörben, bie erforderlichen Maß­nahmen so zu treffen, baß ber 1. Oktober 1934 als Zeitpunkt für bie erweiterte Anwenbung ber Deut­schen Kurzschrift unbebingt innegehalten werben kann.

** Mainzer Fr e mb e n sitz un g unb Rosenmontagszug werben burch ben Rundfunk übertragen. Bekanntlich war es fraglich, ob auch in diesem Jahre wieder ein Aus­

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schnitt aus dem Mainzer Karnevalsbetrieb durch ben Runbsunk einer größeren Oeffentlichkeit zu. qänglich gemacht würbe. Dem Eingreifen bes Reichs, statthalters Sprenger ist es zu verbanken, bafc nunmehr bie Frembenfitzung bes Mainzer Karneval- Vereins burch den Südwestdeutschen Rundfunk über­tragen wird. Auch ber Rosenmontagszug wirb, wie in früheren Jahren, von bem Runbfunk als Sen­dung übernommen werden.

"Zigeuner feftgenommen. Am Sams­tag wurde durch die Gendarmerie eine Anzahl Zi- qeuner festgenommen und dem Richter in Hungen vorgeführt. Die Zigeuner wurden wegen Zuwider- Handlung gegen das Zigeunergesetz zu Geldstrafen verurteilt.

Oderheffen.

100 JahreOberhessischer Anzeiger-.

LPD. Friedberg, 21. Jan. DerOber, hessische Anzeiger" begann am 1. Januar 1934 das zweite Jahrhundert seines Erscheinens. Aus diesem Anlaß hat der Verlag jetzt eine Jubi- läumsnummer herausgegeben, in ber burch zahlreiche Artikel bie Bebeutung ber Zeitung als ausgesprochenes Heimatblatt hervorgehoben wird.

Massenkundgebung der Deutschen Arbeitsfront.

Friebberg, 20. Jan. Friebberg stand heute abend im Zeichen einer großen Kundgebung der Deutschen 'Arbeitsfront. Die Reithalle war schon lange vor Beginn bis auf ben letzten Platz besetzt. Nach bem Einzug ber Fahnen eröffnete Kreis­betriebszellenleiter Ertl bie Versammlung. Der fteUoertretenbe Bezirksleiter ber Arbeitsfront Pg. Singel als Rebner bes Abenbs wies zunächst auf bie ungeheure Arbeit hin, die bie Reichsregie, rung im Laufe bes vergangenen Jahres geleistet hat, unb sprach sobann über bas Gesetz zur Orb- nung ber nationalen Arbeit. Mit dem Deutschland- unb bem Horst-Wessel-Lieb fanb bie Kunbgedung ihren Abschluß.

ttiHDtretö Gicken.

* Watzenborn-Steinberg, 21. Jan. Der hiesige TurnvereinGut-Heil" hielt im Golbenen Löwen" feine Jahresschlußversammluna ab. Aus bem Turnbericht war zu entnehmen, daß der Verein wieder ein gutes Stück vorwärts ge­kommen ist. Die Kasse weist einen günstigen Stand auf. Zu Ehrenmitgliedern wurden anläßlich ihrer 25jährigen Mitgliedschaft bie Turner Gg. Fink, Karl K o l m e r unb Ludwig Heß. Otto Jung III. wurde zum stellvertretenden Führer, W. Zipfe zum Oberturnwart und Karl Häuser zum Di et« und Werbewart ernannt.

> Holzheim, 20. Jan. Durch der N S B O., Dienststelle Holzheim, wurden 103 Aufnahmen in bie Deutsche Arbeitsfront vorgenommen. Der erste Schu- lungsabenb ber DAF. fanb am Donnerstag auf bem Rathause statt, wobei ber Ortsgruppenleiter ber NSBO. Pg. Sauber einen sehr lehrreichen Vor« trag hielt. In ber Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember vorigen Jahres, würben hier im Ob» bachlosenheim, welches sich im Rathaus befin­det, runb 600 Personen Nachtguartier gewährt.

<xd Dorf-Güll, 20. Jan. Der Krieger« verein hielt biefer Tage feine Hauptversammlung ab, bie burch ben 1. Führer, Kamerab W. Knop­per, eröffnet würbe. Der 2. Führer, Kamerab Leh­rer Jung, hielt nach bem gemeinsamen Gesang bes SiebesO Deutschlanb hoch in Ehren" eine An- spräche, in ber er befonbers ber erfreulichen inner­politischen Ereignisse des Jahres 1933 in unserem Vaterlanbe gedachte unb bie Verbienste bes obersten Führers Aböls Hitler roürbipte. In weiteren Aus­führungen roibmete er den verstorbenen Kameraden Konrad Sarnes 2. und dem langjährigen Präsi­denten Heinrich 93 e n b er 2., ber ben Verein seit seiner Orünbung vorbildlich geführt hat, herzliche Worte bes Gebenkens. Gleichzeitig gebuchte er ber Gefallenen des Weltkrieges und der Toten bes beut­schen Freiheitskampfes. Der Verein traten im ver­gangenen Jahre 2 orbentliche unb 17 außerorbent- liehe Mitglieber bei. Mit einem Gedenken des Ta­ges der Reichsgründung schloß der Redner feine bei­fällig aufgenommenen Ausführungen. Kamerad Schäfer verlas im weiteren Verlaus ber Ver­sammlung bie Jahresrechnung bes Vereins, bie zu keinerlei Beanstandungen Anlaß gab. Zur Teil­nahme am Verbandsjubiläum meldeten sich 30 Mit­glieder. Nachdem noch verschiedene interne Ange­legenheiten erledigt waren, fand die Versammlung mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Reichs­präsidenten und den Nolkskonzler, sowie mit dem gemeinsam gesungenen Deutschland- und bem Horst- Wessel-Lieb ihren Abschluß.

Kreis Friedberg.

* Fried b e r g, 21. Jan. Dem Gedächtnis an ben Mitbegründer derAugustinerschulkonzerte", Oberstudiendirektor Otto Al'tendorf, galt das am Freitag veranstaltete 91. Konzert. Direktor Dr. Malzan würdigte in tiefempfundenen Wor­ten die künstlerische Bedeutung Otto Altendorfs, dessen Wirken in unserer Stadt unvergessen bleiben wird. Das unter Leitung von Prof. Dr. Karl Schmidt stehende Konzert brachte nur Werke von I. S. Bach: die Violinsonate in A=Dur, eine Flöten- | fonate unb bas G-Dur-Trio für Flöte, Violine unb Begleitung. Zwischen ben Jnstrumentalnummern er­klangen zwei große Arien aus Bachschen Kantaten mit obligater Flöte. Um bie roürbige Ausführung ber Werke machten sich oerbient: Elisabeth Kra­mer- Darmstadt (Violine), Siglinbe Buchholb« Frankfurt a. M. (Alt), Lubwig W i l ck - Darmstadt (Flöte), sowie ber Leiter ber Augustinerschulkonzerte.

Kreis S: otten

§ Herchenhain, 20. Jan. Der Hausverwal­ter bes Vater-Benber-Heims auf ber Hsr- chenhainer Höhe Julius Habermehl würbe zum Oberseidmeister und Abteilungsführer des Ar­beitsdienstes in Mönchbruch bei Mörfelden, \ Kreis Groß-Gerau, ernannt. Habermehl hat mit seiner Frau dem Jugendheim seit dessen Gründung als Hausverwalter vorgestanden. Seit der Betäti­gung des Mannes im Arbeitsdienstlager wird das Heim vorübergehend von Frau Habermehl allein betreut. Doch wird hie Familie am 1. April chre hiesige Wirkungsstätte verlassen. Der von bem Vogelsberger Höhenclub (VHC.), ber Eigentümer bes Heims ist, bis bahin beauftragte Herbergsvater wirb von diesem Zeitpunkt ab bie Verwaltung des Vater-Bender-Heimes übernehmen.

Kreis

*!* Ruppertenrod, 19. Jan. Unter Leitung von Baumwart Sann findet feit einigen Woche« bie Generalreinigung ber Obstgärten in unserer Gemarkung statt. Bei ber Durchführung dieser Maßnahme sieht man erst so recht ihre brln» genbe Notwenbigkeit. Viele alte unb kranke Bäume, meist Zwetschenbäume, werben gefällt. Die gesunden Bäume werben sauber gekratzt unb ausgepicht.