Mittwoch, 2,. März
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Giehenn Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
Ur. 68 Drittes Blatt
verlegt.
Gez.: Pape, Kreiskassenwart.
KreisbetriebSzellen-Abteilung Gießen.
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Vesser weniger säen und gut ackern, denn viel säen und wenig ackern.
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il-gangenen Jahre oder aus der Holzkohle vom ?r:ten Fastnachtsfeuer bestreut. Auck die Holzreste i es Baumes, der vom Blitz getroffen wurde, fin- I :ei dazu Verwendung. Der Pflüger, der als Letzter cm Hof zieht, muß sich auch gefallen lassen, daß ?in Pflug von den weiblichen Angehörigen des -Uffes mit Kehricht oder mit anderem häuslichen Un- L überschüttet wird. Auif diese Wei^e fall das Un-
Ehrenbriefes der DT., in gebührender Weise anerkannt. Daneben war er auch mit dem Ehrenbrief des 9. Kreises (Mittelrhein) der Deutschen Turnerschaft ausgezeichnet. Viele Jahre lang stand er als Vorsitzender an der Spitze des Gesangvereins „Liederkranz", für den er sich gleichfalls mit aller Liebe und starker Kraft einsetzte und in dessen Rahmen er um die Ausbreitung , und Pflege des deutschen Liedes immer bemüht war. Unter Klings hervor
wörtlich ausgeführt:
Ich denke dabei an Vorgänge, die gerade in der letzten Zelt wiederholt und. aus verschiedenen Teilen des Reiches uns zur Kenntnis gegeben worden sind. Es haben Hausbesitzer und Handwerker zusammengewirkt. um unter Vortage fingierter zu hoher Rechnungen höhere Jnstandsehungszuschüsse 3U erzielen, als auf Grund der geltenden Bestimmungen zulässig sind. Wer so handelt, bell r ü g t nicht nur den Staat, sondern schädigt auch unsere ärmsten Volksgenossen, nämlich
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Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Altersvereinigung des Jahrgangs 1873 hatte in ihm ihren umsichtigen und tatfrohen Leiter.
Das ganze Leben Georg Klings war erfüllt von reicher Liebe zu seinen deutschen Volksgenossen, von hingebender und opferbereiter nationaler Gesinnung und von steter uneigennütziger Dienstbereitschaft für Volk und Vaterland. Stets war er ein Mann von Charakter, freundlicher und offener Gesinnung und von Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft gegen jedermann. Das Andenken an diesen Schulmann und deutschen Volksgenossen wird immer in hohen Ehren
Vom Gaupresseamt wird mitgeteilt:
Am Frühlingsanfang, dem 21. März, wird der Führer wieder zu den deutschen Arbeitern sprechen. An diesem Tage, an dem die z w e i t e Arbelts- schlacht beginnt, werden in allen Betrieben, den Schulen, Arbeitsdienstlagern und Hörsälen, in den Fabriken und Kontoren alle deutschen Volksgenossen hören, was der Führer seinem deutschen Volke zu sagen hat.
Dieser Tag bildet den Auftakt für ein riesiges neues Arbeitsbeschaffungsprogramm.
Schon am 21. März werden tausende deutscher Volksgenossen der Arbeitslosigkeit entrissen und wieder in Arbeit und Brot gebracht werden. Millionen werden in den nächsten Monaten folgen.
Unser Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger wird am 21. März an der Reichsautobahn-Straße 2 0 0 neue Arbeiter begrüßen. An dem neuen Verkehrsflugplatz find es 250 und im hessischen Ried wird der Gauleiter zu 450 neu eingestellten Arbeitern sprechen. Bald wird die Altstadtsanierung in Frankfurt beginnen. Ueberall in den Kreisen des Gaues werden bereits am 21. große Arbeiten
Garantie für Kredite, welche bei einer Dank, Sparkasse oder Kreditgenossenschaft nachgesuchl werden, von dieser jedoch mangels ausreichender bankmäßiger Sicherheiten, oder sonstiger Voraussetzungen im allgemeinen nicht gewährt werden können.
Die Kredite sollen im allgemeinen 5000 Mark für den einzelnen Kreditnehmer nicht übersteigen. Die Kredite werden in Wechselform gegeben und sollen im Laufe von zwei Jahren zurückgezahlt werden. Eine Garantierung von festen Hypotheken und Dauer- (Anlage-) Krediten ist nicht möglich.
Da sehr viele Handwerker, Hausbesitzer und Gewerbetreibende für vorliegende Arbeitsaufträge, Hausinstandsetzungen, Wohnungsumbau, Wohnungs- Teilungen und sonstige Umbauarbeiten usw. dringend Kredite benötigen, seien sie auf die durch den Garantieverband geschaffene
Möglichkeit einer erweiterten Kreditaufnahme hingewiesen. Die Kreditgesuche sind nicht unmittelbar an den Garantieverband, sondern an ein diesem angeschlossenen Kreditinstitut (Bank, Sparkasse oder Kreditgenossenschaft) zu richten, werden von diesem bearbeitet und an den Garantieverband weitergereicht.
Weitere Auskünfte und Formulare für die Kreditanträge sind bei den Kreditinstituten erhältlich.
Der Rhein-Mainische Garantieverba n d , der im Dezember 1933 seine Tätigkeit ausgenommen hat, kann in den wenigen Monaten seines Bestehens auf recht gute Erfolge Hinweisen. Bereits über 750 000 Mark Garantieanträge sind bei ihm gestellt worden, die zu einem erheblichen Teil genehmigt werden konnten. Tagtäglich gehen weitere Kreditanträge ein, die beweisen, daß
der Garantieverband sich recht gut eingeführt hat, für die Kreditinstitute eine wertvolle Einrichtung für ihr Kreditgeschäft darstellt und die Gewährung^von Krediten ermöglicht, die ohne feine Garantie im allgemeinen nicht bewilligt werden können.
Eine recht erhebliche Inanspruchnahme des Ga- rantieverbanves ist von den Gewerbetreibenden, Hausbesitzern und Handwerkern der Stadt Frankfurt a. M. und auch aus dem übrigen Nassau zu verzeichnen. Die Kreditanträge aus dem Lande Hessen waren bisher weniger zahlreich.
Der Garantieverband, der auf Veranlassung des Treuhänders der Arbeit, Herrn Dr L ü e r, ins Leben gerufen wurde, ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung von Arbeitsgelegenheiten zwecks Milderung der Arbeitslosigkeit.
Er ermöglicht die Finanzierung von Arbeitsbeschaffungs-Aufträgen durch llebernahme der
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in Angriff genommen. Partei und Staat tun das Menschenmöglichste. Das große Werk muß und wird gelingen.
Es genügt aber nicht, nur in lauten Worten seine Zustimmung zu geben, sondern hier muß auch der letzte Volksgenosse mitarbeiten.
Jeder, der heute noch .einen Arbeitsplatz unbesetzt läßt, ist ein Volksverräter!
Am 21. März werden von allen Straßen und Häusern Transparente auf den Beginn der zweiten Arbeitsschlacht Hinweisen. In allen Lichtspieltheatern unseres Gaues werden Sie einen Film sehen, der Ihnen Bilder von den großen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen innerhalb des Gaues zeigt. Aus jedem Schaufenster heraus wird Sie ein Plakat mahnen, mitzuhelfen an dem großen Werk. Im Winter wurde es erreicht, daß kein Volksgenosse mehr hungern oder frieren mußte. Im Frühjahr werden wir dafür sorgen, daß Millionen deutscher Volksgenossen wieder zu Arbeit kommen werden. Stellt eure Gesinnung unter Beweis:
Schafft Arbeitsplätze!
Pflügen und Säen im deutschen Brauchtum
Don Albin Michel.
Hitler schafft Arbeit!
Die zweite Arbeitsschlacht im Gau Hessen-Nassau
Gute Crsolge des Rhein-Mainischen Garantieverbandes
Oie Möglichkeit der Finanzierung von Arbeitsbeschaffungs-Aufträgen.
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Das Staatspresseamt teilt mit:
„In seiner Ansprache auf der Arbeitstagung deutschen Hausbesitzer am 3. März 1934 hat Herr Reichswirtschaftsminister die Hausbesitzer Mithilfe angerufen, daß sie im Glauben an Regierung den harten Weg mitgehen und in ehr
lichem Ringen die allmählich kommende Erleichterung für den Hausbesitz auswerten möchten, um den deutschen Hausbesitz wieder zu dem Faktor zu machen, der er einst war. Im Anschluß daran hat
Kreisleitung Gießen.
Die Zusammenkunft der Kassenwarts der PO. des Kreises Gießen wird von Mittwoch, 21. März, auf Sonntag, 9 Uhr, im Hotel Hopfeld,
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Der für Mittwoch, 21. März, angefetzte Schu- lungskursus in Grünberg (Taunusbecker) fällt aus. Die Teilnehmer des Kurses haben von jetzt an jeden Samstag um 18.30 Uhr, in Gießen, Haus der Deut-. schen Arbeitsfront, Schanzenstraße 18, zum Schulungskursus zu erscheinen. In Grünberg finden also * ’ ' Kurse mehr »statt.
Gez.: Hahn, Kreisbetr.-Schulungsleiter«
man bei der Aussaat der Vögel gedenken und ihnen eine Handvoll Körner hinstreuen. Sicher noch auf die alte germanische Vorzeit geht ein Brauch in Schlesien zurück. Danach wird die Aussaat vor Schaden bewahrt, wenn eine alte Axt in das Saatfeld vergraben wird. Die Axt als das dem Wettergott Donar geweihte Werkzeug soll die Felder vor Unwetter schützen. Nach Schluß der Aussaat werden da und dort auch noch F l u r u m r i t t e abgehalten oder, wie' in katholischen Gegenden, man steckt geweihte Zweige in die Ränder der Felder. Merkwürdig sind noch einige Bräuche, die sich bei der Aussaat von Gartengewächsen erhalten haben. Beim Kürbisauslegen muß man tüchtig lügen, wenn die Kürbisse gut gedeihen sollen. Daher sagt man noch heute zu einer recht lügenhaft klingenden Nachricht: „Das kann nur eine alte Frau beim Kürbisauslegen erzählt haben!" Auch die Frau, die beim Auslegen von Kürbiskernen gründlich auf die „niederträchtigen Mannesbilder" schimpft, hat Aussicht, später schöne und große Kürbisse einbringen zu können. Recht lautes Schimpfen bei der Aussaat von Zwiebeln läßt auch diese gut gedeihen. Wer dagegen recht schöne Petersilie haben will, muß beim Hinausbringen laut lachen.
Noch mehr als über das Pflügen gibt es Sprichwörter und Bauernregeln über die Aussaat. Viele davon rühmen vor allem eine nicht zu späte Aussaat, denn:
Frühe Saat hat nie gelogen, allzu spät hat oft getrogen.
Andere Sprichwörter wieder sollen darauf Hinweisen, daß nur gutes Pflügen den Boden für die Aussaat richtig empfänglich macht. So heißt es dann auch:
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NS.-Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Nord.
Heute, Mittwoch, 21. März, findet ab 14.30 Uhr, im Gebiet der Ortsgruppe Gießen-Nord die Eiersammlung für Ostern statt. Jede Familie wird gebeten, pro Kopf ihrer Angehörigen mindestens ein Ei für die Bedürftigen zu stiften. Die Eier sind in Papier einzuwickeln und bereitzuhalten. Sie werden im Hause abgeholt.
Heil Hitler!
Gez.: Jöckel, stellv. Ortsgruppenwalter. Heute Vortragsabend im KOAZ. Der Kampfbund der deutschen Architekten und Ingenieure (KDAJ.) Bezirksleitung Oberhessen, hält heute, 20.30 Uhr, im Caf6 Ebel einen Vortragsabend ab. SA.-Kamerad Univ.- Prof. Dr. Bötticher wird vor Mitgliedern und erwarteten Gästen über das Thema „Die Ordnung der nationalen Arbeit" sprechen.
Was will die nationalsozialistische Bolkswohlfahrt?
Die NS.-Volkswohlfahrt will nicht mehr und nicht weniger als eine umfassende Gesundheitspflege unseres ganzen 60-Millionen-Volkes betreiben! Maßgebend ist der Hauptgrundsatz des Nationalsozialismus: Gemeinnutz geht vor Eigennutz!
Alles, was dazu dienen kann, diese schwere, aber auch dankbare Aufgabe zu verwirklichen, ist zwangs- mäßig Angelegenheit der NS.-Volkswohlfahrt. Von der staatlichen Beaufsichtigung des Säuglings bis zur Betreuung des asozialen Minderwertigen wird sie alles Menschenleben erfassen und leiten, materiell und kulturell.
Die NS.-Volkswohlfahrt ist Sache des gesamten deutschen Volkes. Jeder Deutsche, der sich national und sozial nennt, ist in seinem Gewissen verpflichtet, auch tätige Mitarbeit zu zeigen, daß er die Not seines Volkes versteht und danach handelt.
Wer den deutschen Sozialismus verwirklichen will, wird Mitglied der NS.-Volkswohlfahrt.
Die Gauführung des Winterhilfswerks.
Kampf den Volksschädlingen.
geziefer vom Hof verbannt werden, das sich im Winter etwa festgesetzt hat. In der derben Bauernsprache freilich heißt es: „Die Weiber wollen die Flöhe vertreiben!" Auch das Ziehen der ersten Furche ist öfter mit Bräuchen verbunden. Es wird dabei ein Gebet gesprochen, man legt ein Ei, das uralte deutsche Sinnbild der Fruchtbarkeit, in die erste Furche oder auch ein paar Krumen Brot und einige Kupferpfennige. Das erinnert an die Opfergaben, die die alten germanischen Völker beim Pflügen und nach der Ernte den Göttern darbrachten. Weiter schreibt es der alte Brauch vor, daß trie beiden erften Furchen nicht nebeneinander gezogen werden, sondern einander überquerend, die erste Furche durchzieht die Länge, die zweite die Breite des Feldes. Auch viele Sprichwörter befassen sich mit Pflug und Pflügen. Sv heißt es in einem alten Spruch:
Das beste Wappen in der Welt, Das ist der Pflug im Ackerfeld.
Ebenso bestehen vielerlei Bräuche bei der Aussaat. Diele sind allerdings auch vergessen. Früher hieß es in alten Bräuchen und im Volksglauben, daß das Hinausbringen gewisser Aussaaten nur b e i zunehrnendernMond,das andere nur bei abnehmendem Mond geschehen dürfe. Auch waren für vermiedene Arten bestimmte Tage für die Aussaat ungeschrieben, wie Gregor!-, Benedikt-, Gertrudtag usw. Vielleicht gibt es da und dort noch alte Bauersfrauen, die sich bei der Aussaat in in dem ihnen unterstellten Reiche, im Gemüsegarten, noch an diese Vorschrift halten, die ihre Erbsen und Bohnen nur bei abnehmendem Mond auslegen und die den Gurkensamen nur am Abend van Walpurgis in den Boden bringen. Das Beten vor Beginn der Aussaat ist noch häufig üblich, ebenso will der Brauch noch, daß beim Aussäen gar nicht oder nur ganz wenig gesprochen wird, weil auch das Säen als eine feierliche Handlung angesehen wird. Häufig zieht sich der Sämann bei der Aussaat frisch gewaschene Kleidung an, auch soll das Säetuch ganz rein sein. Vereinzelt werden auch Aussaatfeuer angezündet. Symbolhaft soll dadurch der Acker von allem Unreinen befreit werden. Im Osten Deutschlands werden noch Brot und Geld in das Säetuch gebunden, wodurch nach dem Volksglauben die Aussaat fruchtbar gemacht werden soll. In Bayern wird häufig noch als Ausdruck der Hoffnung, daß der Samen eine innige Verbindung mit dem Acker eingehen möge, ein wenig Ackererde in den Samen gemischt. .
In Ostpreußen erhält das Osterwasser nicht allem die Mädchen schön, es bringt auch Fruchtbarkeit, wenn es auf die Aussaat gesprengt wird. Auch soll
Aus der Provinzialdauptstadt.
Rektor Kling t-
In der Nacht zum Dienstag ist nach kurzer schwe- ;i2r Krankheit der Rektor der Pestalozzischule m «Lietzen, Georg Kling, im 62. Lebensjahre verstorben. Mit ihm ist ein Mann in die Ewigkeit ab= Irrufen worden, der im öffentlichen Leben unserer ; 6tai)t an hervorragenden Stellen gewirkt hat und ' ets mit aller Kraft bestrebt war, in uneigem iitziger Weise dem Wohle der Allgememheit zu iienen.
Georg Kling wurde am 13. Juli 1872 in Afungstadt geboren. Nach dem.Besuch des Gymnasiums in Darmstadt, das er mit dem Maturitätszeugnis verließ, erwählte er sich den Volksschulen enst zum Lebensberuf. Zuerst war er an der höheren Bürgerschule in Reichelsheim (Wetterau) i und an der Volksschule in Nieder-Weisel tätig. Dann Ium er nach Gießen, wo er über drei Jahrzehnte an der Stadtknabenschule (Pestalozzischule) segens- $ Eid) wirkte. Im Weltkrieg eilte er als Kriegsfrei- < williger zu den Fahnen und machte als Front- | timpfer den ganzen Krieg mit. In die Heimat zu- ; üickgekehrt, war er wieder als Lehrer an der Stadt- 'labenschule tätig, bis er im September 1929 zum Nektar und Leiter der Pestalozzischule ernannt Diurbe.
Sein Wirken als Schulmann offenbarte ausge- ?ichnetes pädagogisches Geschick und große organi- «utorische Fähigkeiten, aber auch viel Liebe zu der «m anvertrauten Jugend, der er mit seinen edlen 1 haraktereigenschaften und mit seiner starken und inwandelbaren nationalen Gesinnung auch in den fahren des allgemeinen Niedergangs der Moral n Deutschland nur Bestes zu geben bestrebt war. Zahlreiche Mitbürger unserer Stadt, die selbst schon n der vordersten Front der gegenwärtigen Gene- intion stehen, haben in der Schule Georg Klings !$n Segen dieser vorbildlichen Lehrerpersönlichkeit ^fahren. Das Interesse des Heimgegangenen an inen Schülern war aber nicht mit dem Ablauf der Schulzeit der Kinder erschöpft, sondern blieb auch Der diese Jahre hinaus lebendig und führte dazu, Iriß Georg Kling für viele seiner ehemaligen Schü- irr noch oft ein wertvoller Förderer und hilssbe- :*iter Berater war.
Schon vor seiner Ernennung zum Rektor der pestalozzischule war Georg Kling Mitglied des iiefigen Schulvorstandes. Von 1919 bis 1925 gehörte r der Gießener Stadtverordnetenversammlung an, hi der er im Rahmen der kommunalen Aufgaben i e von ihm allezeit mit Sachlichkeit und ehrlichem Mennermut vertretene deutschnationale Gesinnung Mr Geltung brachte. Als Stadtverordneter hat er Ich ebenfalls immer bemüht, in bester Weise den i ufgaben unseres Gemeinwesens zu dienen und da- Isi insbesondere den wirtschaftlich bedrängten Mit- Lirgern zu Hilfe zu kommen. Der evangelischen Gest mt-Kirchengemeindevertretung gehörte er als rühriges Mitglied an, ferner war er eine Reihe von führen Aufsichtsratsmitglied der Bezirkssparkasse Gießen. Einige Jahre versah er auch das Amt des Gießener Parteivorsitzenden der früheren Deutsch- izitionalen Volkspartei. Im gegenwärtigen Gießener (tadtrat hatte er auf Grund der von der Regierung in vorigen Jahre bestimmten Mandatsverteilung einen Sitz inne.
Neben seinem Schuldienst galt seine besondere liebe und tätige Kraft dem deutschen Turnen. Der Rännerturnverein besaß in ihm seinen langjähri- rn und verdienstvollen ersten Sprecher. Unter ! I i n g s Leitung wurde im Sommer 1925 das c-oße mittelrheinische Kreisturnfest in Gießen ab- stchalten, das sich, trotz starker Ungunst der Witte- mng, für das Turnen selbst zu einem hervorragen- I-n Erfolg gestaltete. In alljährlichem Wechsel mit l m ersten Sprecher des Turnvereins 1846 versah Georg Kling auch wiederholt das Amt des Füh- i rs der Gießener Turnerschaft, für die er in Dieb ji (tiger Weise seine Kraft und sein Wissen stets uneigennützig einsetzte. Seine großen Verdienste um be Förderung der deutschen Turnsache wurden tnn der Deutschen Turnerschaft durch die Verleitung ihrer höchsten turnerischen Auszeichnung, des
Frauen wie Thea Rasche, Marga von darf und Elly Beinhorn haben dazu beigetragen, dem Ruf des deutschen Flugsports in der Welt zu Ansehen und Glanz zu verhelfen. Erübrigt sich nicht schon deshalb die Frage nach der fliegerischen Eignung der Frau? Nein, sie muß dennoch gestellt werden, weil es für die Entwicklung des Flugsports und des Flugverkehrs — so wichtig auch die Spitzenleistungen sind — in erster Linie auf die Durchschnittsergebnisse und auf die Durchschnittseignung ankommt. Für das Gebiet des Berufsfliegens liegen Erfahrungen allerdings nicht vor, denn in Deutschland ist den Frauen jede berufliche Ausübung der Fliegerei verboten. Die Sportfliege
rin ist jedoch, wie Hans-Georg Schulze, der Pressechef des Deutschen Luftsportverbandes, in seinem Beitrag zu dem in Leipzig erschienenen Buch „Deutsche Fliegerei" ausführt, an keine Grenzen gebunden. Bei Wettbewerben wird weder im Segel-, noch im Motorflug ein Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmern gemacht. Daß dieser Rechtsstellung auch ein gleiches Maß von Pflichten entspricht, ist selbstverständlich. Wenn ein großer Teil der Sportfliegerinnen versagt, so liegt das nicht nur an denen, die aus Sensationslust oder Eitelkeit zu diesem Sport stoßen — was auch bet dem männlichen Geschlecht Vorkommen soll —, sondern die Ursache muß auch in der Andersartigkeit der Frau gesucht werden, die wenigstens in der Segelfliegerei den gestellten Anforderungen seltener genügen kann, als dies für Männer zutrifft. Ein bekannter Sportarzt hat sich dazu geäußert: „Wenn ich dem Gleitflugsport für unsere männliche Jugend gern und mit persönlicher Wärme das Wort rede, so möchte ich doch die weibliche Jugend davon ferngehalten wissen... Wenn man unter Berücksichtigung des weiblichen Körpers an die durch das Segelfliegen sich ergebenden körperlichen Beanspruchungen denkt, wenn man sich Wirkungen der ,Bumslandungertt vorstellt, ebenso die Anstrengungen durch das Hinaufschleppen der Flugzeuge, so muß man als Arzt ohne weiteres zur Ablehnung kommen, auch wenn man für den nicht zu bezweifelnden Tatendrang bei einer großen Zahl unserer jungen Mädchen volles Verständnis hat." Für die Frage nach der Eignung der Frau für diese Art des Flugsports ist entscheidend, ob ihre Schulung zweckmäßig mit den männlichen Flugschülern zusammen erfolgt. Bei dem gemeinsamen Flugbetrieb haben sich erfahrungsgemäß häufig Unstimmigkeiten ergeben. Andererseits hat sich aber auch die Einrichtung von selbständigen Frauengruppen bald als unmöglich erwiesen, weil bestimmte Vorrichtungen, wie das Heraufschleppen der Maschinen und die Reparaturarbeiten, schlecht ohne männliche Hilfe auszuführen sind. Günstiger liegen die Verhältnisse im Motorflugboot, der mehr Sache des einzelnen ist. Der gute Orientierungssinn der Frau wird sogar als hervorragend gerühmt, wie die Worte des Leiters einer großen Sportfliegerschule zeigen: „Eines aber muß ich den Frauen einräumen, und das ist, wenn ich es einmal so bezeichnen darf, ihr sechster Sinn, ihr Orientierungssinn. Ich habe in meiner langjährigen Tätigkeit noch nicht den Fall erlebt, daß sich eine Frau bet ihren ersten Alleinflügen ,verfranztt hat, wie wir es bei unseren männlichen Flugschülern oftmals erlebten."
ragender Mitarbeit erfolgte im vorigen Jahre der Zusammenschluß der beiden Gesangvereine „Liederkranz" und „Heiterkeit" zur „Sängervereinigung , , Liederkranz-Heiterkeit"; dabei wurde der Entschla- > fortbestehen, fene, der weiter als aktiver Sänger mitwirkte, zum I
Mit dem Beginn des Pflügens im Frühjahr sind noch vielerlei Bräuche verbunden, die in weit zurückliegenden Zeiten entstanden. Manche dieser Bäuche mögen bereits so alt sein, wie bei den iXUtschen der Pflug alt ist. Besonders in rein bäuerlichen Gegenden, wo die Bauernfamilien oft joion seit Jahrhunderten auf ihren Hofen sitzen, ist das Pflügen im Frühjahr und wiederum das effte Furchenziehen eine feierliche Handlung, denn o ne Pflugziehen und Aussaat auch keine Ernte. 5n vielen bäuerlichen Bezirken werden noch heute bs Tiere, die den Pflug ziehen, am ersten Tage bas Pflügens bunt ausgeschmückt, mit farbigen Ländern behangen und mit dem ersten Grün ober bnn ersten Frühlingsblüten geputzt. Im Süden des «Ibmtschen Sprachgebietes gibt es auch noch Gegen- Ibm, wo es uralter Brauch vorschreibt, daß am eften Pflugtag ein besonderes Gebäck hergerichtet u rb, der Pflügerkrapfen. Davon sollen auch bi* Pflugtiere etwas in das Futter erhalten, lieber» betupf wird oft am ersten Pflugtag noch ein be» Inberes Essen aufgetischt und die Zugtiere er- )eilten ein Extrafutter. In Bayern gibt es noch Agenden, wo man die erste Ackerfurche gern von einem ledigen Pflüge^ ziehen laßt, der vorher fernen Herzensschatz geküßt hat. Wett verbreitet ifi der Brauch, Pflug, Pflüger und Zugtiere de m Auszug zum ersten Pflügen mit Wasser zu wprengen. Das ist eine sYmbo li s ch e Hanv- i ng, die andeuten soll, da zum Wachsen, Blühen nid Gedeihen außer Pflügen und Säen auch noch R gen gehört, und weiter, daß Pflüger, Pflug und 3-igtiere rein auf das Land hinausgehen.
Im Westfälischen ist es noch Brauch, beim ersten Ausziehen der Pflüger im Frühjahr ein ganzes -Brot Inff den Pflug zu legen, der zuerst zum Hof hinaus- (wracht wird. In dieses Brot teilen sich dann drau- sin auf dem Felde nach dem ersten Furchenziehen Wger und Zugtiere. Häufig wird der Pflug auch uch mit der Asche des Ofterfeuers aus dem
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