Me Arbelkslosen. well jede derarNge Manlpula- (ion unvermeidlich den arbeilfchafsenden Zweck beeinträchtigt. 3n dem Glauben an die hohe von unserem Führer gestellte Mission dürfen derartige niedrigen Gedankengänge keinen Raum finden.
Hierzu sei bemerkt, daß die hessische Regierung gegen diejenigen, die sich etwa durck fingierte, zu hohe Rechnungen oder sonstige Machenschaften )ersonliche Vorteile zum Schaden des Staates und ;er Allgemeinheit verschafft haben oder zu ver» chaffen suchen, in schärfster Weise ein* chreiten wird."
Baukosten pünktlich bezahlen?
Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat in der „Rhein-Mainischen Wirtschaftszeitung folgenden Aufruf Der» öffentlich!:
„Aus Kreisen der Wirtschaft »erden mir wieder» holt Klagen unterbreitet, wonach, besonders auf dem Lande, Baulustige, die den 2l) prozentigen Reichszuschuß zu Instandsetzunaszwecken erhalten haben, die Zahlung der restlichen notwendigen Mittel mit allen möglichen und unmöglichen Gründen hinauszuziehen versuchen. Teilweise wird dabei der Standpunkt eingenommen, daß die Lieferanten mit der Bezahlung der Ware so lange warten müßten,
Auf zum Generalangriff gegen die Arbeitslosigkeit!
Gebt Aufträge?
bis sich die Verhältnisse bessern und die Gelder zur Verfügung stehen. Durch solches Vorgehen wird der Wirtschaft ein unendlicher Schaden zugefügt. Es verstößt in gröbster Weise gegen die Bestre» bungen der nationalsozialistischen Regierung, durch diese Bauzuschüsse Arbeit und Brot zu schaffen, und die Millionen arbeitsloser Volksgenossen wieder in den Fertigungsprozeh einzugliedern.
Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß über» nommene Verpflichtungen prompt und gewissenhaft erfüllt werden müssen. Es geht nicht an, daß die Lieferanten auf bessere Zeiten vertröstet werden, oder gar durch Anträge auf Umschuldungsverfah» gen, Berufungen auf den Dollstreckungsschuh u. a. m. Schaden erleioen. gez.: Liier."
Tagung des Gießener Kreistages.
Der Kreistag des Kreises Gießen wird am kommenden Samstag, 24. März, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes Gießen xu seiner diesjährigen Tagung zusammentreten. Auf der Tagesordnung stehen:
1. Prüfung und Begutachtung der Rechnung der Kreiskasse und des Verwaltungsberichts des Kreisausschusses für Rj. 1932.
2. Voranschlag des Kreises Gießen für Rj. 1934 und in Verbindung damit Beschlußfassung über die Ausschlagssätze für die Kreisumlagen und die Kreissondergebäudesteuer für Rj. 1934.
3. Beitritt des Kreises Gießen zum Rhein-Maini» fchen Garantievcrband.
4. Auflösung der selbständigen Gemarkung Hof.Güll.
6. Verschiebens.
Verhütet kindlichen Unfug in den Anlagen!
Don der Bürgermeisterei Gießen wird uns mit» geteilt:
Die Anlagen unserer Stadt werden in letzter Zeit durch spielende Schulkinder zerstört bzw. verunrei» nigt. Das Feldschutzpersonal ist diesem groben Unfug kaum noch gewachsen. Werden diese Kinder aus der einen Anlage fortgejagt, so sind sie innerhalb kurzer Zeit in einer anderen Anlage xu finden. Verwarnungen usw. sind bis jetzt ergebnislos verlaufen. Wir wenden uns daher in der Oeffentlichkeit an die Eltern dieser Schulkinder und fordern sie hiermit auf, dafür Sorge zu tragen, daß diesem Treiben Einhalt geboten wird. Sollte diese letzte Mahnung unbeachtet bleiben, so sehen wir uns zu unserem Bedauern gezwungen, die Kinder namhaft zu machen und zur Anzeige zu bringen.
Die TlGKOV. kämpfi in der Arbeitsschlacht.
Im Zuge der Arbeitsbeschaffuna wird am Mittwoch, 21. März, 14.30 Uhr, der erste Spatenstich zu der Frontkämpsersiedlung Darmstadt der NSKOV. vorgenommen. Es werden zunächst 35 Heimstätten für Kriegsbeschädigte, Frontkämpfer und alte Kämpfer der Bewegung errichtet. Das Siedlungsgelände befindet sich in Darmstadt, Michaelisstraße, Nähe Funkerkaserne. Der Reichsstatthalter von Hessen, Pg. Gauleiter Sprenger, wird mit dem ersten Spatenstich die Arbeit beginnen. Der Reichsführer der NSKOV.,Pg.Hans Oberlindober, MdR., Berlin, nimmt ebenfalls an dieser Feier teil lind wird über das Siedlungsproblem der NSKOV. sprechen.
Die Nachentrichtung von Beiträgen zur Sozialversicherung.
Durch das Gesetz vom 7. Dezember 1933 jur Erhaltung der Leistungsfähigkeit in der Angestellten-, Invaliden- und knappschaftlichen Pensionsversicherung ist die Möglichkeit geboten, baß etwa noch fehlende Beiträge zu den genannten Versicherungen, die zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft erforderlich sind und bis zum 31. Dezember 1931 zu entrichten waren, noch bis zum 31. März 1934 geleistet werden können. Zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft sind notwendig:
In der Ange st ellten Versicherung:
Dom 2. bis 11. Jahre der Versicherung mindestens 8 Monatsbeiträge oder entsprechende Ersatzzesten. Dom 12. Versicherungsjahre ab mindestens 4 Mo- natsbeiträge oder Ersatzzeiten.
In der Invalidenversicherung:
Innerhalb 2 Jahren, vom Tage der Ausstellung der Quittungskarte an gerechnet, mindestens 20 Wochenbeiträge bzw. Ersatzzeiten.
In der knappschaftlichen Pensions» Versicherung:
Einmonatlicher Beitrag zu mindestens 50 Rpf. bzw. Ersatzzeiten.
Zur Ergänzung fehlender Beiträge sind Marken der Klasse B zu 4 Mark in der Angestelltenversicherung und Marken der Klasse II zu 0,60 Mark in der Invalidenversicherung zu entrichten. Die Der- Wendung von Beitragsmarken mit höherem Wert ist zulässig Die Anerkennungsgebühr in der knapp- schaftlicl)en Pensionsversicherung beträgt 0,50 Mark monatlich.
y-IS.April: „Woche des Berufes".
Der Reichsberufswettkampf der berufstätigen deutschen Lugend.
Der vom Stabsleiter der PO. und Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Robert Ley und vom Reichsjugendsührer Baldur von Schirach angeordnete Reichsberufswettkampf, welcher sich künftig alljährlich wiederholen soll, führt zum ersten Male die Jugend aller Berufe zusammen zum
Kampf um die Bestleistung innerhalb jeder Berufsgruppe
(es kämpfen z. B. die Metallarbeiter unser sich, nicht aber Metallarbeiter mit Angestelltenjugend). Trotz weitgehender Beschränkung für 1934 aus technisch-organisatorischen Gründen werden auf Grund der Mitarbeit der gewaltigen Organisation der Hitlerjugend und der Deutschen Arbeitsfront ein- chließlich Lehrerschaft und der Praktiker aus Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe in diesem Jahre rund l'/r Millionen Jugendliche beim Reichsberufswettkampf zu erwarten fein.
Unter dem überwundenen System war der Berufswettkampf eine Angelegenheit weniger, nämlich der Angestelltenjugend, welche sich in jahrelanger Entwicklung in ihm b i e Form der freiwilligen Selb ft Prüfung geschaffen hat, welche mehr auf Können und Erfahrung beruht, als auf Wissen gerichtet ist. Durch das „Wie und Warum" unterscheidet sich der Reichsberufswettkampf grundsätzlich von jeder Schulprüfung und tritt in keinerlei Konkurrenz mit jeder Form von öffentlichen Prüfungen und Examen. Der national- ozialistische Staat macht den Berufswettkampf mene n seiner nationalpolitischen Bedeutung aur Sache des ganzen Volkes. Im Zeichen des Auf- baues ist der Reichsberufswettkampj ein Mittel, den Blick der ganzen Jugend und der ganzen Na- Hon auf die Notwendigkeit guter Berufsausbildung zu lenken.
Nachdem die Zeit des politischen Kampfeinsahes vorüber ist, wollen wir neben die Gesinnungs- bildung oen Leistungsanspruch stellen. Diese Forderung gilt in erster Linie für den Beruf.
Wer erzogen ist, eine Arbeit ordentlich und gut zu machen, dem wird Gewissenhaftigkeit und Echtheit zu einem Stück feines Charakters. Jeder deutsche Jugendliche soll wissen, daß er als Deutscher der bestausgebildete Arbeiter der Welt werden muß, damit deutsche Arbeit und Wirtschaft in der Welt führend sind. Dadurch, daß wir nicht den einzelnen zum beruflichen Leistungsstreben auffordern, sondern ihn mit allen seinen Kameraden zum Leistungswillen führen, soll erkannt werden, daß es nicht ein Strebertum und nicht den früheren Konkurrenzkampf der Individuen gilt, sondern die Ge- meinschaftsleistung, das deutsche Volk, den Dienst am deutschen Volk. Wir wollen die Wehrhaft- machung auf dem Gebiet der Arbeit:
„wenn bu deinem Berufe dienst, dann dienst bu Deutschland!"
Im Reichsberufswettkampf soll die deutsche Ju- gend von neuem tagelang den Herzschlag des über Stände und Klassen geeinten deutschen Volkes fühlen. Jugend und HI.-Führer, Lehrling und Meister, Jungarbeiter und Betriebsleiter, Schüler und Lehrer, Arbeitsfront und Reichsjugendführung, Wirtschaftsführer und Staatsführer sollen sich in diesem Willen zusammenfinden. Wenn innerhalb einer Woche jeden Tag mit demselben Glockenschlag Hunderttausende deutscher Jungen und Mädel in allen Orten zum Berufswettkampf antreten, einen halben bis einen Tag lang ihre Kräfte messen, heute die jungen Graphiker wettdrucken, morgen die jungen Holzarbeiter wettschreinern, am anderen Tag die jungen Baugewerbler wettbauen und wett- zirnmern, die jungen Bauern wettarbeiten, — dann ist dies alles ein
gewaltiges Lied deutscher Arbeit und deutscher Jugend,
ein neues Zeugnis für die zukunftsweisenden Ideen und Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung und des Dritten Reiches. Mit der Ehrung der Sieger im Reichsberufswettkampf am 1. Mai wird die innige Verbindung von Jugend und Alter von neuem dokumentiert und die Bedeutung des 1. Mai unterstrichen.
Iungsoldaten der Arbeit! Der Anmeldetermin 2 4 März rückt näher! Kein deutscher Jungarbeiter darf seine nationale Pflicht oerfäu- men. Meldet noch heute eure Teilnahme bei den Verbänden der Deutschen Arbeitsfront oder bei HI. und BdM. an!
Wir glauben, wir arbeiten! Alles für Deutschland!
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An die Führer der Betriebe!
Die Leistung eurer Betriebsgefolgschaft ist die Leistung eures Betriebes. Eure schönste Aufgabe ist es, auch aus der deutschen Jugend eure besten Mitarbeiter zu erziehen. Deswegen muß euch die berufliche Ausbildung der Jugend besonders angelegen fein. So wird der gewaltige Appell zum Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend auch euer Appell. Unterstützt uns, indem ihr einen halben bis einen Tag lang, je nach Anforderung der betreffenden Betriebsgruppe der Deutschen Arbeitsfront, euren Lehrlingen und Jugendlichen die Teilnahme am Reichsberufswettkampf bei gleichzeitiger Lohnfortzahlung freistellt. Gebt fön einen halben bis einen Tag kleinere Teile eurer Werkstellen und Arbeitsräume für den berufspraktischen Teil des Wettkampfes, wenn ihr von den örtlichen Wettkampfleitungen darum gebeten werdet. Laßt eure prüfungserfahrenen Praktiker in den Wettkampfleitungen mitarbeiten.
Seitens des Arbeitsamtes find während des Bezugs derHauptunterstützung Beiträge (Anerkennungsgebühren) nur bann zu entrichten, soweit diese zur Erhaltung der Anwartschaft erforderlich sind (§ 129 AVAVG.). Diese Bestimmung gilt nur bis zum 31. März 1933. Ab 1. April 1933 gelten Zeiten des Bezugs von Alu, Kru u. Wolu als Ersatztatsache. Der vorerwähnte § 129 AVAVG. ist ab 1. Januar 1934 außer Kraft gesetzt.
Die in Betracht kommenden Versicherten seien auf diese Bestimmungen, insbesondere auf den bevorstehenden Ablauf der Frist zur Nachentrichtung der bis 31. Dezember 1931 erforderlich gewesenen Beiträge, hingewiesen.
Stellenankündigung im Rundfunk.
Im Rahmen des Sozialdienstes des Südwestdeutschen Rundfunks in Frankfurt a. M., werden künftig offene Stellen, die nicht örtlich von den Arbeitsämtern besetzt werden können, durchgesagt. Diese vom Landesarbeitsamt Hessen zusammengestellten offenen Stellen werden nach Bedarf täglich 11.50 Uhr und Dienstags, Donnerstags und Samstags 18.50 Uhr im Rundfunk gemeldet.
Prüfungen an der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen.
Dieser Tage fanden unter dem Vorsitz des Schulleiters, Dipl-Kaufmann Dipl.-Handelslehrer Dr. Kruse, welcher die Rechte eines staatlichen Prü- fungsfommiffars wahrzunehmen hatte, die Prüsun» gen an der Oeffentlichen Handelslehranstalt statt. Von der Deutschen Arbeitsfront waren in den Prüfungsausschuß entsandt: als Vertreter der Unternehmer Herr Kaufmann Hermann Siersleben, als Arbeitnehmer Herr Ernst Held von der Be- zirksfparkasie Gießen. Als Vertreter der Handelskammer nahm ihr Vorstandsmitglied Buchdruckerei- befiüer Christ teil. Von dem Lehrerkollegium wirkten, außer dem Schulleiter, Dipl.-Handelslehrer Dr. Heun und Dipl.-Handelslehrer Dehmer, staatlich geprüfter Lehrer für Kurzschrift und Tiit- illieb der staatlichen Prüfungskommission für Kurz- chriftlehrer, mit. Sämtliche Schüler der Oberklasse >er zweijährigen Handelslehranstalt haben die Prüfung mit Erfolg bestanden und erhalten das Zeugnis der mittleren Reife. Auch die Schüler und Schülerinnen der höheren Handelsschule bestanden alle die Abschlußprüfung und haben damit das Jahresziel der Schule erreicht. Damit erhalten sie auch gleichzeitig die Primareife einer Wirtschaftsschule, die für solche Schüler von Bedeutung ist, die an einer ausgebauten Schule in Baden ober Sachsen bie besondere Reifeprüfung für bas Hoch- schulstubium erwerben wollen.
Schützt das Wild im heimischen Wald!
Die in den Gießener Wäldern und Feldern oor- fommenben Wildarten, Hose, Fasan und Rebhuhn, bedürfen jetzt der besonderen Ruhe, da sie z. T. bereits ihre Jungen warten, oder ihre Brutstellen zum Eierlegen und Brüten beziehen. Es ist deshalb doppelt notwendig, daß alle Spaziergänger besondere Rücksicht walten lassen. Dazu gehört,daß die Hundebesitzer ihre vierbeinigen Lieblinge auf allen nicht öffentlichen Verbindungswegen stets an der Leine führen. Dabei fei erwähnt, daß fast alle durch die heimischen Wälder und Felder laufenden Wege zu jener Art gehören. Es ist allen Hundebesitzern anzuraten, im Zweifelsfalle Erkundigungen über die Art der Wege einzuziehen, um fick keinen Unannehmlichkeiten und Strafen auszusetzen.
Besonders aber bedarf die Jugend jetzt einer Zügelung. Das Bergwerksgelände übt eine besondere Anziehungskraft aus. Es findet sich dort kaum eine Stelle, die nicht durchstreift wird, was sich natürlich mit der Schonung des Wildes auf bie Dauer nicht verträgt.
Da nebenbei jenes Gelände viele ungesicherte alte Schächte, Löcher, tiefe Einschnitte, Höhlen und Steilabfälle birgt, so Ist das Betreten außerhalb der Wege mit nicht unerheblicher (Sefa b r verbunden. Dies allein schon müßte alle Eltern und Erzieher veranlassen, ihre Kinder vor dem Betreten bringend abzuhalten, benn fommenbe Unglücksfälle könnten bazu führen, daß eine Rettung unmöglich wird. Zum Schluß ergeht an alle Katzenbesitzer die Bitte, bie dem Jungwild schädlichen Räuber am Herumtreiben zu hindern.
Daten für Mittwoch, 21.März.
1685: Joh. Seb. Bach In Eisenach geboren (gestorben 1750); — 1763: der Dichter Jean Paul (Friedrich Richter) in Wunsiedel geboren (gestorben 1825); — 1871: Eröffnung des ersten deutschen Reichstages in Berlin; Bismarck erster Reichskanzler; — 1921: Oberschlesiens Bevölkerung entscheidet sich für Deutschland; — 1933: Potsdamer Staatsakt zur Eröffnung des ersten Reichstages im Dritten Reich.
VornoNzcn.
— Tageskalender für Mittwoch: Stadt- theater Gießen, 19.30 bis 22.30 Uhr: „Der verlorene Walzer". — KDAJ., 20.30 Uhr, im Cafe Ebel, Vortrag von Prof. Dr. Bötticher über „Die Ordnung der nationalen Arbeit". — Christenae- meinschaft, 20.15 Uhr, im Cafä Schwarz: Licht- bUberoortrag „Das Christusbild im Wandel der Zeiten". — Reichsverband der Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler, 20 Uhr, im Hotel Hindenburg ©rünbungsoerfammlung.— VfB. Reichsbahn: 20.30 Uhr, im Dereinsheim, Versammlung. — Oberhes- sischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung.
— Aus dem Stadttheaterbüro. Morgen Donnerstag abend Deutsche Bühne, Reihe 1, die drei Akte „Hokuspokus" von Curt Goetz. (Siehe heutige Anzeige.)
— Die Dortragsvereinigung (Goethe- bunb, Kaufmännischer Verein und Gewerbeverem) veranstaltet am kommenden Freitag ihren letzten Vortragsabend dieses Winters. Der für einen Lichtbildervortrag gewonnene Fliegerdichter Dr. Peter Supf ist leider am Erscheinen verhindert, so daß an seine Stelle der heitere Vortragsmeister Emil Kühne aus Berlin einen heiteren Vortragsabend bieten wird. (Siehe heutige Anzeige.)
— Eine Neuhausbesitzer - Versammlung findet heute, Mittwoch abend, im Hotel Hindenburg statt. Veranstalter ist der Reichsoerband der Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler, Landesverband Hessen. (Siehe gestrige Anzeige.)
— Der VfB. /Reichsbahn hält am heutigen Mittwoch im Vereinsheim auf dem Waldsport- platz seine erste gemeinsame Berfammlung ab. (Siehe gestrige Anzeige.)
** Silberne Hochzeit. Am heutigen Mittwoch begehen der Schreiner Johann H o r st und Ehefrau Katharine, geb. Graulich, das Fest der silbernen Hochzeit. Am gleichen Tage feiert Familie Horst das 25jährige Wohnungsjubiläum im Hause Weserstraße 15.
** Silberne Hochzeit. Die Eheleute Karl V i e h rn a n n und Frau Marie, geb. Sauer, Docringftra&e 4, begehen am heutigen Tage das Fest der Silbernen Hochzeit.
** Höhere Privatschule Gießen. Die Oberprimaner der realgymnasialen Abteilung der Anstalt unterzogen sich am Gießener Realgymnasium unter dem Vorsitz des Herrn Ministerialrats G l ü rf e r t der ftaatlid)en Reifeprüfung. Alle sieben Schüler der Anstalt haben das Examen bc- ftonden. Die Anstalt sandte außerdem einen Schüler an das Gießener Gymnasium, der seine Reifeprüfung gleichfalls bestand.
♦♦ Weitere Landhelfer in Oberhessen. Am Montag trafen in Gießen wiederum etwa 40 Landhelfer ein. Die jungen Leute kamen von Dortmund, wurden hier verpflegt und setzten bie Fahrt um 13.38 Uhr nach dem Kreise Büdingen fort
Große Strafkammer Gießen.
Wegen versuchten schweren Diebstahls im Rück« fall wurde derJohannMomberger aus Gießen zu einem Jahr Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Außerdem sprach die Kammer gegen den Angeklagten die Sicherungsverwahrung aus. Der Ange, klagte versuchte in Klein-Linden mittels Nachschlüssels eine Haustüre zu öffnen. Gleichzeitig wurde dem Angeklagten eine Urkundenfälschung zur Last gelegt, von der er jedoch freigesprochen werden mußte.
Gegen den Beschluß, der seinerzeit vom hiesigen Schöffengericht die Sicherungsverwahrung gegen den Paul Tilger aus Plettenberg ausfprach, legte der Angeklagte Berufung ein. Die Straftat mer hob den Beschluß des Vorgerichts auf und roits den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Sicherungsverwahrung, die Staatskasse mit den Kosten belastend, zurück.
Amtsgericht Gießen.
Ein Einwohner aus Steinbach und dessen Sohn machten sich insofern des Betrugs schuldig, als der Vater feinem Sohne in einer Arbeitsbescheinigung einen höheren Lohn ausstellte, als es tatsächlich der Fall war. Die Angeklagten dachten auf diese Weise eine entsprechend höhere Arbeitslosenunterstützung für den Sohn herauszuschlagen. Die Entscheidung des Gerichts ergeht am 26. März.
Ein städtischer Arbeiter aus Gießen befuhr am 24. August vorigen Jahres mit dem Kehrauto dir Straße „Zu den Mühlen". Dabei hat er die Fahr- geschwindiakeit nicht so eingerichtet, daß er an der unübersichtlichen Straßenstelle in der Lage war, sein Fahrzeug auf kürzeste Entfernung zum Stehen zu bringen. Daneben beachtete er nicht das Vor« fahrtrecht eines Lastkraftwagens und unterließ es, die Straßenpassanten auf die Fahrtrichtung auf. merksam zu machen. In einem Strafbefehl erhielt der Angeklagte 30 Mark Geldstrafe. Dagegen legte sr Einspruch ein. Auf Grund der gestrigen Beweisaufnahme erkannte das Gericht auf 10 Mark Geldstrafe.
Oberbeffen
Volkstag der Inneren Mission in Deutschland am 15 Apr'l
)( Hungen, 20. März. Hier sand im „Solmstk Hof" unter dem Vorsitz von Dekan Engel (Obbornhofen) eine Konferenz der evangelischen Geistlichen unseres Dekanats statt. Sie wurde mit einer Andacht durch Pfarrer Herber (Wölfersheim) eingeleitet. Pfarrer Draudt (Lich) berichtete dann als Leiter des evangelischen Wohlfahrtsdienstes im Kreis Gießen und Dekanat Hungen über den für den 15. April in ganz Deutschland zur Durchführung kommenden Volkstag der Inneren Mission. Dieser Volkstag soll dazu dienen, bie breite Oeffentlichkeit mit den Aufgaben und Arbeiten der Inneren Mission bekanntzumachen und Kräfte und Mittel für die Sache der Inneren Mission zu gewinnen. Im Hauptgottesdienst am 15. April wird in allen Gemeinden des profan Werkes der Inneren Mission gedacht werden, nach Möglichkeit sollen am Abend vorher oder am Tage selbst auch Gemeindeabende stattfinden. Am 14. und 15. April werden Straßensammlungen und vom 16. bis 20. April Haussammlungen zum Besten der Inneren Mission veranstaltet. Der Ertrag dieser Sammlungen soll der evangelischen Liebestätigkeit in den Gemeinden (Schwesterftationen, Kinder schulen usw.) und den Anstalten und Verbänden der Inneren Mission, sowie der Volksmission zugute kommen. Die Sammlungen am Volkstag werde/? durch Kirchenoorsteher, Mitglieder der Fraum- vereine und anderer kirchlicher Vereine oorgenonv men werden. Es muß mit ollen Mitteln dafür ge- sorgt werden, daß der Volkstag ein überwältigendes Bekenntnis der Tat seitens unserer evangelischen Gemeinden zur Sache der Inneren Mission wird. Die Konferenz stimmte den Ausführungen zu und versprach, sich dafür einzusetzen, daß der Tag die Innere Mission zum vollen Erfolg führt.
iiaiiomie Mi neu.
* Großen-Linden, 19. März. Dieser Tagt verstarb im 79. Lebensjahre der Lehrer i. R. Christian D i e m e r im evangelischen Schwestern« Haus zu Gießen. Nach seinem Wunsche und ent- sprechend seinem bescheidenen Wesen wurde er in aller Stille beigesetzt. Er war 44 Jahre lang, fast während seiner gesamten Lehrtätigkeit überhaupt, in Großen-Linden im Amt. In der Zeit seiner Wirkens hat er es verstanden, sich die allgemein Liebe und dis Dankbarkeit zu erringen und M immer zu sichern. Er war auch über oen Ra HM Grohen-Lindens hinaus bekannt und geschätzt. Auch in Gießen, das er immer wieder aufsuchte, war er eine bekannte Persönlichkeit. Im Weltkrieg vek« lor er einen Sohn. Seine erste Stelle hatte Lehrer D i e m e r in Ermenrod inne. Im Jahre 1880 katn er nach Großen-Linden. Nach 44jähriger Tätigkeit wurde er im Jahre 1924 in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Seinen Lebensabend verbrachte er bei feiner Tochter in Lang-Göns. Die Gemeinde Großen-Linden wird dem verdienstvollen Manne über sein Grab hinaus ein ehrendes Andenken bewahren.
= Großen-Linden, 20. März. Der Kriegs« teilnehmer von 1870/71 Gastwirt Ludwig Men« ges vollendete gestern fein 8 6. Lebensjahr.
<£ Holzheim, 20. März. Dieser Tage sprach hier im Saale von Sarnes der Kreisschulungs« (eiter Pg. Michel Nach der Eröffnung der Vev onftaltung durch den Zellenleiter Pg. Kuhl naht" der Redner das Wort zu begeisternden Ausführuw gen, die oft von Beifall unterbrochen wurden. Der Redner verstand es, den Zuhörern ein Jahr nativ« nalfozialistifcher Aufbauarbeit vor Augen zu führen Nachdem noch der Ortsgruppenleiter Wenzel von Langgöns einige besonders wichtige Punkte hervor" gehoben hatte, wurde die Versammlung mit denn Horst-Wesfel-Lied beschlossen.
wg. G r o ß e n - B u s e ck, 20. März. Der hiesig*' evangelische Frauenverein hielt dieser' Tage den Abschlußabend für seine Winter» arbeit ab. Baronesse von Rabenau wies ini ihrer einleitenden Ansprache darauf hin, daß die evangelischen Frauenvereine stolz auf ihre Vergangenheit sein dürsten, weil sie schon zu einer in der der Gedanke der Volksgemeinschaft noch nid)" Allgemeingut gewesen sei, durch ihre Arbeit in dein Vor- und Nachkriegsja-Hren bereits die Volksgemein' schäften pflegten. Sie ermahnte die Frauen, den Verein in opferfreudiger Wense auch weiterhin IP
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