Strecke Nürnberg—Regensburg—Nürnberg durchgeführt. Der Sonntag bringt im Tiergartensaal die ersten Kämpfe der Fechter und im Pulver-See acht Vorspiele zum Wasserball-Turnier. Für den Montag ist dann bereits ein großes Programm vorgesehen. Die Radfahrer bestreiten die Dierer-Vereinsmei st erschaft über 100 Kilometer nach Bamberg und zurück, die Fechter setzen ihre Kämpfe fort, ebenso die Wasserballspieler. Es beginnen die Vorkämpfe im Boxen in der Festhalle im Luitpoldhain und die im Kegeln. Faustball- und Schlagballvorspiele werden auf der Aufmarschwiese des Stadions ausgetragen, die Hauptkampfbahn im Stadion ist Schauplatz zweier H a n d b a l l kämpfe.
Der erste Hauptkampftag ist der Dienstag, an dem die schon erwähnte feierliche Eröffnungsfeier stattfindet.
Die Schwimmer nehmen an diesem Tage ihre Wettkämpfe auf, in der Hauptkampfbahn steigt das Handball-Entscheidungsspiel, in dessen Pause die Deutschlandriege der DT. mit einem Schauturnen aufwartet. Ein riesiges Programm muß dann am Mittwoch bewältigt werden. Fechter, Kegler, Boxer und Schwimmer setzen ihre Wettkämpfe fort.
Den größten Raum beanspruchen an diesem Tage die Turner, die von den frühesten Morgenstunden an auf der Aufmarschwiese ihre Mehrkämpfe, die eine Riesenbeteiligung aufzuweisen haben, erledigen.
Dazu kommen an diesem Tage das Entscheidungsspiel im Rugby zwischen Nord- und Süddeutschland, das erste Spiel der Vorschlußrunde im Fußball zwischen den Gaumannschaften von Südwest und Niederrhein und, ebenfalls in der Hauptkampsbahn, die F a u st b a l l - Entscheidungsspiele, Vorführungen der badischen Polizei und der Hochschule für Leibesübungen. Das Hockeyturnier bringt bereits vormittags auf dem Hockeyplatz zwei interessante Spiele. Auf den Schießplätzen Erlenstegen und Werderau nehmen die Wettkämpfe im Schießen ihren Anfang. Im Saalbau Kolosseum finden die Kunstkraftsport- Meisterschaften statt.
Schießen, Fechten, Schwerathletik, Schwimmen, Kegeln sind auch im Programm des Donnerstags enthalten. Die Hauptkampfbahn im Stadion ist Schauplatz des zweiten Vorschlußrundenspiels im Fußball zwischen Bayern und dem Gau Nordmark, sodann steigt das Schlagball-Ent-
Oben auf der Wasserkuppe, dem höchsten Berge der Rauhen Rhön, legen fleißige Hände noch letzte Hand an die große Flugzeughalle, deren Bau notwendig geworden war, nachdem bereits die Beteiligung an der 14. Rhön, der ersten, die nach der nationalsozialistischen Befreiung unseres Volkes durchgeführt wurde, gezeigt hatte, daß die Unterbringungsmöglichkeiten für die leichten Segler der Lüfte im Fliegerlager nicht mehr ausreichten. Und zur selben Zeit, da in dieser wahrhaften „Hochschule des Segelfluges" die letzten Vorbereitungen für den 15., den Jubiläums-Wettbewerb getroffen werden, beginnt in allen Teilen Deutschlands eine seltsame Pilgerfahrt unserer Fliegerjugend.
Don Ost und West, von Süd und Rord, aus der allen deutschen Stadt Danzig und der so heiß umstrittenen Saar kommen die seltsamen, langgestreckten Wagen mit den zarten Gebilden aus Sperrholz und feiner Leinewand, kommen die abenteuerlichen alten Lastautos mit der Startmannschaft, rollen in den Bahnhof des kleinen Rhön-Städtchens Gersfeld die Waggons mit den Segelflugzeugen, den Leistungsmaschinen, den Sonderkonstruktionen, die unter Führung kundiger, jugendlicher Fäuste vierzehn Tage hindurch friedlich um die Palme des Sieges kämpfen werden.
Schon im Deutschland-Flug vor wenigen Wochen, der unseren Motorstieger-Nachwuchs am Start sah, siegte die beste Gemeinschaftsleistung. Auch die 15. Rhön wird im Zeichen dieses Gemeinschaftsgeistes stehen.
Zum ersten Wale sind es in diesem Jahre die Segelflugortsgruppen aller deutschen Gaue, die an Stelle der einzelnen Piloten die Weldungen abgaben.
scheldungssplel, die Frauen zeigen ein Handball-Werbespiel. Mit Interesse wird man die Vorführungen der Marinesportschule Mürwiek' verfolgen. Auf dem Dutzend-Teich gibt es Spiele im Kanupolo, die Wettkämpfe im Jiu-Jitsu beginnen. Das Hockeyturnier wird mit zwei Spielen fortgesetzt.
Der Freitag bringt dann den Beginn der leichtathletischen Wettkämpfe. In der haupt- kampfbahn werden die Leichtathleten bereits von 9 Uhr vormittags ab ihre Dorentscheidungen austragen.
Die Frauen kämpfen auf dem Spielplatz 1. Auf der Zeppelin-Wiese beginnt das Reitturnier. Das übrige Programm wird durch die Wettkämpfe im Fechten, Schwerathletik, Kegeln und Schwimmen ausgefüllt, wobei wiederum bereits vielfach Entscheidungen fallen. Auch die Schützen setzen ihre Kämpfe fort. Im Hockey sind an diesem Tage sogar drei Spiele vorgesehen, von denen eines von zwei Damenmannschaften bestritten wird. Abends findet der Kongreß des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen statt.
Am Samstag fallen in sämtlichen leichtathle- tischen Einzelkämpfen die Entscheidungen. Die Wettkämpfe im Kegeln, Fechten, Ringen, Gewichtheben, Jiu-Jitsu, Wasserball, Modernen Fünfkampf, Schießen werden beendet. Abends folgt die militärische Serenade mit Zapfenstreich in Gestalt einer Huldigung der Wehrmacht gegenüber dem Reichspräsidenten und dem Führer.
Der Schlußtag bringt zunächst vormittags die Entscheidung im Kanupolo, nachmittags die leichtathletischen Staffelkämpfe, Motorradvorführungen, Dressurprüfung und Jagdspringen der Reiter, das Endspiel um den Kampfspiel-Fuhball-Pokal und schließlich die feierliche Siegerverkündigung und Preisverteilung.
Und nun:
Auf nach Nürnberg!
Wenn am 29. Juli der Schlußakt der Kampfspiele in der großen Kampfbahn von Nürnberg vor sich geht, dann wollen wir alle die Gewißheit in uns tragen, daß die Spiele dem deutschen Sport und dem deutschen Volk gegeben haben, was wir hoffen. Denn das sollen die Kampfspiele 1934 nach dem Ausspruch des Reichssportführers sein: Sie sollen unserem Führer Adolf Hitler Zehntausende deutscher Menschen in Eintracht und Frieden beieinander zeigen, die körperlich gerüstet sind für den Daseinskampf, seelisch gestählt und vor allem einsatzbereit.
Sie werben es auch sein, für die unsere Segelflieger die Preise erringen. 115 Segelflugzeuge waren gemeldet, aber im Hinblick auf die Sicherheit und eine geordnete Durchführung des Wettbewerbes konnte die Leitung nur 100 Maschinen zulassen. Wenn man bedenkt, daß außer den Flugzeugführern von jeder beteiligten Gruppe sechs Helfer auf die Wasserkuppe geschickt werden, daß Wettbewerbsleitung, technisches Hilfspersonal, Meßtrupp, Wetterdiensttrupp, technische Komission, Sportleitung und Hilfsmonteure ebenfalls im Fliegerlager anwesend sein wollen, daß sich also mehr als 1000 Mann einfinden werden, dann wird man die an sich bedauerliche Maßnahme der Zulassungsbeschränkung verständlich finden.
Fünfzehn Jahre sind es nun her, daß mit dem ersten Rhön-Segel-Flugwettbewerb die deutsche Luftfahrt nach dem unseligen Ausgang des Weltkrieges und nach der Zerschlagung unserer Fliegerei wieder erwachte. Jener Männer zu gedenken, die sich da- aegen sträubten, daß die Schwingen des deutschen Aars gebunden bleiben sollten, die sich — nachdem man uns die Motorfliegerei verboten — das Luftmeer motorlos eroberten, ist unsere Pflicht. Viele starben den Fliegertvd, denen diese Entwicklung zu danken ist: N eh ring, Ferd. Schulz, Günter Groenhoff. Andere aber werden unter uns sein, wenn in feierlicher Stunde des Auftaktes jenes zähen und verbissenen Kampfes gedacht wird, der mit einem so bewundernswerten Siege beendet wurde. Oskar U r s i n u s, der „Rhönvater", Fritz S t a m e r , der langjährige Leiter der Segelfliegerschule auf der Wasserkuppe, Martens, der die ersten „Weltrekorde" holte, über die man heute zwar lächelt, die damals aber hart ertrotzt werden mußten, und Professor Walther G e o r g i i, der als Leiter der Rhön-Rossitten-Gesellschaft den wissenschaftlichen Unterbau für den Segelflug schuf und
durch seine leidenschaftliche Hingabe der treueste Helfer der jungen Flieger geworden ist.
Auch in diesem Jahre sind selbstverständlich nur sogenannte „Leistungsflugzeuge" zugelassen, deren Führer im Besitz des amtlichen deutschen Segelflugzeugführerscheins sein müssen. An Preisen steht eine Gesamtsumme von 55 000 Reichsmark zur Verfügung, die auf einen Fernsegelflugpreis, einen Höhen- flugpreis, einen Fernzielflugpreis, einen Dauerflugpreis und je einen Preis für die größte Gesamthöhe, die größte Streckensumme und größte Gesamtflugdauer verteilt werden soll.
Am schwersten zu holen ist aber bestimmt der erstmalig zur Verteilung gelangende Zielflugpreis für Segelflugketten in höhe von 6000 Wk. Dieser wertvollste Preis fordert einen Gemeinschaftsflug einer kette von drei Segelflugzeugen von der Wasserkuppe zum heidelstein und wieder zurück. Start und Landung der drei Maschinen hat innerhalb eines Zeitraumes von höchstens zehn Winuten zu erfolgen.
Der Preis wird zu gleichen Teilen unter die ersten drei Ketten verteilt, welche die Bedingungen der Ausschreibung erfüllt haben. Daneben stehen eine ganze Reihe von Sonder- und Ehrenpreisen zur Verfügung, dazu kommen die Tagesprämien für die Best- leistungen des Wettbewerb sages.
Interessant ist, daß das Gros der Wettbewerbsteilnehmer Flugzeuge bewährter Standard-Bauart gemeldet hat. So starten 36 Flugzeuge vom Muster „Grunau-Baby II", 16 vorn Muster „Rhön-Bussard" sowie mehrere „Rhön-Adler" und „Condor". Besonderes Interesse werden auch diesmal wieder die schwanzlosen Modelle erregen. Es sind zwei Typen gemeldet, der von den Gebrüder Horten konstruierte „Hangwind" und die „Hamburg 70", die Dr. Unglaube gebaut hat. Das Forschungsinstitut für Segelflug hat einen „Fafnir II" geschaffen, der jetzt feine Feuerprobe bestehen soll. In technischer Beziehung wird es aber noch mehr wichtige Neuerungen geben. Ein Teil der Flugzeuge soll mit Kurzwellenempfängern ausgerüstet werden, um eine Verständigungsmöglichkeit zwischen den fliegenden Maschinen und der Sportleitung zu schaffen. Für die breiten Massen des Publikums werden die durch Lautsprecheranlagen weithin hörbar gemachten Kommandos und ihre Ausführung sicherlich von besonderer Anziehungskraft sein. Ueberhaupt rechnet der Deutsche Luftsport-Verband mit vielen Tausenden von Besuchern.
Der Wetbewerb beginnt am Sonntag, 22. Juli, mit einer schlichten Feier, bei der Präsident L o e r z e r eine Ansprache halten wird. Am Abend des 4. August soll ein riesiges Feuerwerk abgebrannt werden. Nach einem Flug sämtlicher Wettbewerbsteilnehmer am 6. August um einen Sonderpreis findet die Jubilä- ums-Rhön mit der feierlichen Preisverteilung ihren Abschluß.
Heini Dittmar gewinnt den Opel- Gegelflugpreis.
Der bekannte Segelflieger Heini Dittmar, Inhaber des Anfang des Jahres in Südamerika mit 4675 Meter errungenen Welthöhenrekordes im Segelfliegen, vollbrachte vor einigen Tagen abermals ein interessante segelflugsportliche Leistung. Es gelang ihm, mit seinem selbst entworfenen und selbst gebauten Segelflugzeug „Condor" von Schweinfurt a. M. nach dem 130 km Luftlinie entfernten Rüsselsheim zu fliegen und dort auf der Opel-Rennbahn zu landen. Er hat mit dieser schwierigen sportlichen Leistung den von der früheren Röhn-Rossiten-Gesell- schaft, dem heutigen Deutschen Forschungsinstitut für Segelflug, ausgeschriebenen Opel-Segelflugpreis gewonnen.
Aus dem Fliegerlager Hirzenhain.
Der in diesen Tagen zu Ende gegangene Flugkursus brachte einen starken Erfolg. Die 40 teilnehmenden Flugschüler konnten im ganzen 39 A= und 3 8-Prüfungen ablegen. Die Zahl der Schulflüge betrug allein 600. Vorbereitungen werden jetzt schon im Fliegerdorf für den großen Segelflugwettbewerb getroffen, der im Herbst stattfinden soll.
8000 Teilnehmer an den Kampfspielen
Obwohl sich die einzelnen Verbäilde unö auch die Kampfspielleitung darum bemühten, für die Deutschen Kampfspiele in Nürnberg eine nicht allzu hohe Meldeziffer zu erreichen, ist, wie nunmehr bekannt wird, trotzdem die Teilnehmerzahl auf über 8000 angestiegen. Der sportliche Erfolg der Nürnberger Kampfspiele dürfte damit schon so gut wie gesichert sein.
400 Segelflugzeuge starten...
Pilgerfahrt zur Nohn.
Ein neuer deutscherHochsprungrekord wurde von dem Kölner W e i n k ö tz aufgestellt, der beim internationalen Abendsportfest in Düsseldorf 1,975 m sprang.
Amerikanische Nutzerer in Mainz.
Die Achtermannschaft der amerikanischen Prince« town-Universität, die bei der Henley-Regatta in den Endlauf kam, befindet sich noch in Europa, um das europäische Regattawesen zu studieren. Aus diesem Anlaß werden die Amerikaner auch der deutschen Meisterschafts- und Kampfspielregatta am Wochenende in Mainz beiwohnen.
Kunstturner Krötzsch kaltgestellt.
Der bekannte Kunstturner und Turnfestsieger von Stuttgart, Kurt Krötzsch, wurde von der Deutschen Turnerschaft bis zum 31. März 1935 disqualifiziert. Als Grund für diese Kaltstellung von Krötzsch gibt die DT. „fortgesetztes unturnerisches Verhalten" an.
Kurze Sportnotizen.
Neun „Club "-Spieler vertreten zusammen mit dem Münchener Läufer Streb und dem Augsburger Rechtsaußen Lehner den Gau Bayetn am 26. Juli im Kampf um den Fußball-Kampfspiel- Pokal gegen Nordmark. Die Mannschaft tritt in
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folgender Aufstellung an: Köhl; Popp, Munkert;' Streb, Billmann, Oehm; Lehner, Eiberger, Friedel, Schmidt, Kund.
Nur drei Fahrer bestreiten am Sonntag auf der Pariser Prinzenparkbahn den Endlauf um die französische Stehermeisterschaft über 100 Kilometer. Aus den zahlreichen Ausscheidungsläufen haben sich Weltmeister Pacquehay, Exweltmeister Paillard und der Nachwuchssteher G. Wambst die Teilnahmeberechtigung gesichert.
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Töllner bringt doi Richtige für ieden Oeidimadc. Unser Vorsdilag für Sonntag । Sahnepudding - Mlttwoaii TSIIners Zifrutta-Erfrisdiungscrem*
Meine Herrschaften, das letzte war ein Sahne« pudding wie er sein muß, rund und voll und selbstbewußt — kurz, ein richtiger Töllner Puddingi Und was glaubt ihr wohl, was Ich jetzt zaubern werde?
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