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Zreitag, W.ZuliMH

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien)

Nr. 167 Drittes Blatt

«Z"«0' AusbauundVerbefferungderGießenerKläranlagen

Der neuerbaute 15 m hohe Faulturm.

Gesamtbild der Gießener Klaranlage.

Blick vom Faulturm

Einer der beiden neuen Sandfänge.

Fußboden liegen, sondern stets auf dafür vorge­sehenen Gestellen oder Brettern ruhen. Im Gegen­satz zur Küche sind Sonne und Wärme von der Speisekammer auszuschalten. Liegt sie nicht nach Norden, wie jede Speisekammer es sollte, so schließe man die Fenster, noch bevor die warme Sonne in den Raum eindringen kann. Fliegenfenster müssen ganz dicht und völlig unbeschädigt sein, da die Fliegen, die durch den Geruch des Fleisches ange­lockt werden, sonst ihre Eier durch die feinsten Oeffnungen auf das rohe Fleisch werfen. Würste und Schinken sollen hängen, nicht liegen. Milch und Käse sind von frischem und geräuchertem Fleisch möglichst weit entfernt zu halten, da sie sich nicht gut vertragen und gegenseitig zum Verderben bei­tragen. Kaffee und Tee, alle stark duftenden Ge­würze sind in sehr gut verschlossenen Gefäßen zu halten, oder sie müssen aus der Speisekammer ent­fernt werden, da die Wärme ihren Geruch steigert, das in ihnen enthaltene aromatische Oel zum Ver­dunsten bringt und die Vorräte völlig geschmacklos

Alles Leben ist im Sommer schöner und reicher als im Winter, die Menschen sind freundlicher und zugänglicher. Wenn wi, nur unsere Augen auf­machen, wenn wir Liebe zu dem Kleinsten und Be- scheidensten draußen in der Natur aufbringen, dann erschließt sich uns'eine Fülle von Schönheit.

Wer sich krank fühlt zwischen den grauen Mauern der Stadt, wer die staubige, verbrauchte Luft nicht mehr einatmen kann, der wandere hinaus ins Freie. Dort wird er gesund werden wie der Fisch im Wasser, wird lebensfroh wie ein munteres Reh. Das Leben im Freien heilt fast alles. Wir legen die schweren Kleider ab, lassen den Hut im Schrank, laufen barfuß auf der taufrischen Wiese. Wir haben in der Stadt keinen Appetit, schlucken Pillen und Tabletten. Hier im Freien lachen wir darüber. Wir haben plötzlich Hunger, merken nichts mehr davon, daß wir Nerven haben, die Verdauungsbeschwerden hören auf, Magenverstimmungen, Schnupfen und Heiserkeit verschwinden. Und nachts können wir wieder schlafen, tief und fest. Es ist, als ob draußen in Wald und Feld kleine wohltätige Kobolde all diese Plagegeister von uns nähmen. Glaube, Liebe und Hoffnung finden wir draußen in den Wäldern und auf den Wiesen.

Sind die in neuem Grün duftenden Wiesen nicht wie ein bunter Teppich, der uns einlädt, Platz zu nehmen? Alle Farben hat die Natur hier in die Gräser getupft. Tausende von Insekten summen, und wir meinen, eine ferne Orgel zu hören. In der Luft schaukeln und schweben die Schmetter­linge, Tagpfauenaugen, Admirale, Schwalben­schwänze und die vielen, vielen kleinen Bläulinge.

Tausendfältig ist die Pracht der Blumen und Gräser in Form, Farbe und Duft. Vom hellsten Weiß und zarthellen Tönen über Rot, Grün, Violett bis zum dunkelsten Braun ist alles vertreten. Noch nie haben die Menschen solche Wohlgerüche Herstellen können, wie sie den Blumen entströmen.

Die unscheinbaren Gräser mit ihren zitternden Köpfchen schaffen den zarten Untergrund für alle Farben. Und jeder Sonnentag ist ein Fest für unsere Schmetterlinge. Sie brauchen ja nur ein wenig Licht und Wärme, um leicht und froh ihr kurzes Leben zu genießen.

Behutsam, wie aus wertvollen Kelchen, trinken sie aus den Blüten. Leise schaukeln die Blumen, wenn sich einSommervogel" darauf niederläßt. Es ist, als ob sie zustimmend nickten, als ob sie sagten:Nehmt nur, es ist genug da für alle!"

Wenn wir so aus dem grün-goldnen Wald hin­austreten auf die sonnige Sommerwiese, dann füh­len wir eine wohlige Betäubung. Wir liegen da und schauen hinauf nach den weißen Sommer­wölkchen am tiefblauen Himmel Das Leben hinter uns verschwindet. Wir fühlen uns eins mit der Natur.

Der Mittagswind flüstert im Gras, und wir hören das Lied des Sommers. Klein und lächerlich werden di»-Sorgen des Alltags. Wir vergessen alles. Wir schauen nur noch nach den kleinen Käferchen und Insekten, die ringsum die Wiese bevölkern. Wie sie laufen und rennen? Hier hängt ein kleiner gold- ner Käfer an einem Grashalm, er versucht, in die Höhe zu klettern und fällt doch immer wieder zur Erde. Wir helfen ihm und setzen ihn hoch oben in die Blütendolde. Verdutzt schaut er sich um und bleibt lange Zeit ruhig sitzen. Muß er sich auf solch stolzer Höhe nicht als König fühlen?

Dom Walde her strömt der letzte Duft der Linden, am nahen Sommerhaus blühen Nelken und Jasmin. Mit aller Gewalt stürzt der Sommer auf uns ein und schenkt mit vollen Händen sein Bestes.

An solchen Tagen fällt alles Starre non den Menschen ab Die Falten des Gesiebtes glö-ten sich. Wir stehen und staunen, bis das Gold der unter- gehenden Sonne, m't dem aufsteigenden Nebel ver­mischt, sich weich und sanft über die weite Ebene lagert.

Aber selbst dann mögen wir noch nicht das Zim­mer aufsuchen. Die laue Sommernacht birgt erst recht tausend Geheimnisse. Wohl hört das Summen und Brummen der kleinen Insekten auf, aber gar viele Grillen zirpen noch am Rain, hier und da fliegen kleine Leuchtkäfer, und vom Teiche her er­tönt das Geguak der Frösche. Ab und zu huscht mit leisem Flügelschlag eine Eule über die Bäume. Den Blumen aber entströmt in den Sommernächten

Don Küche und Speisekammer hängt, wie die Hausfrau weiß. Gedeih und Verderb der Haus- haltführung ab. Nicht allein, daß die Speisen wohl verwahrt werden müssen, es handelt sich auch darum, daß keine Insekten Eingang hierher finden, daß die Luft gut, die Beleuchtung vorschriftsmäßig seien. Leider ist nicht in allen Häusern auf die vorbildliche Lage von Küche und Speisekammer Rücksicht genommen, und selbst wenn es der Fall ist kann doch noch aus Nachbarshäusern viel un­heilvoller Einfluß alles Mögliche zunichte machen. Die Hausfrau aber, von der Bedeutung der beiden Räume überzeugt, wird versuchen, sie so zu gestal­ten, daß ihr möglichst wenig Schaden zugefugt werden kann.

Während der warmen Jahreszeit ist die Küche der Ort, an dem Speisen zubereitet, nicht aber an bem Speisen aufbewahrt werden. Jede Art von Feuerung, selbst wenn sie nach modernsten Gesetzen gehandhabt wird, strömt Wärme aus, die den Speisen zum Verderben gereichen können. Unmitte­bar nach den Mahlzeiten werden sämtliche Vorräte aus der Küche entfernt. Damit ist schon eine gewisse Gewähr für ihre Unverderblichkeit gegeben. Wäh­rend des Kochprozesses sind alle Fenster in der ftiicbe zu öffnen, auch wenn die Außenluft sehr warm sein sollte. Die in die Küche fallenden Son­nenstrahlen haben eine keimzerstörende Wirkung, wodurch die Haltbarkeit der Speisen bis zu einem gewissen Grade bedingt wird.

8 Nachdem die Hausfrau die Statte ihrer Wirk­samkeit verläßt, Md sie durch das Oeffnen von Türen und Fenstern Gegenzug eintreten lassen der eine Abkühlung und damit verbunden einen schnei- kn 8uftmed)fel im Sefotge hat. Kleidungsstück- sind in der Küche nicht aufzubewahren. Ebensowenig

zurückläßt. Schüsseln mit stark gesalzenem Wasser, die offen in der Speisekammer stehen, verhindern das Verderben vieler Speisen und vermitteln eine erträgliche Temperatur. Schii.

Gonderpachteinigungsamt Gießen.

Am Sonderpachteinigungsamt Gie­ßen wurden vom Hessischen Staatsministerium be­stellt:

a) Zum Beisitzer in I a g d a n g e l e g e n h e i - t e n : Heinrich Brückmann, Neuhof bei Leihgestern; Oekonomierat Karl Hoffmann, Gießen.

b) zum stellvertretenden Beisitzer in Jagdange­legenheiten: Werner Weiß, Hof Graß bei Hungen; Oberforstmeister Dr. Schüz, Gießen; Heinrich Lud- roig Gerhard, Steinbach.

c) Zum Beisitzer in F i s ch e r e i a n g e l e g e n- beiten: Karl Uhl, Rodheim; Georg Keil, Gießen; Georg Allmendinger, Grünberg.

d) Zum stellvertretenden Beisitzer in Fischerei-

Schon seit langer Zeit haben die Anwohner des südlichen Stadtteils, insbesondere der Frankfurter Straße, nicht unberechtigten Anlaß zur Beschwerde über Geruchsbelästigungen von den Kläranlagen her. Belästigungen, die sich er­heblich steigerten, wenn an heißen Tagen West­wind aufkam und die Ausdünstungen der Klar­anlage über den südlichen Stadtteil trug. Die Stadt­verwaltung und die zuständigen Dienststellen waren ich des Uebelstandes bewußt und sannen schon seit langem auf Abhilfe

Die Geruchsbelästigungen nahmen ihren Ausgang von den Klärschlammbeeten, auf die der in den Kläranlagen abgesetzte Schlamm gedrückt werden mußte, um dort auszufaulen. Dieses Aus­aulen geschah naturgemäß nur sehr langsam, da die im Schlamm vorhandenen Fettstoffe an die Oberfläche drangen, den Sauerstoff der Luft ab- schlosfen und so ein rasches Ausfaulen des Schlam­mes verhinderten Die Bemühungen mußten also darauf hinauslaufen, den Klärschlamm in anderer Weise zum Ausfaulen zu bringen, wenn es erreicht werden sollte, dem Uebelftanbe abzuhelfen.

3n den ersten IHonaten dieses Jahres traf man an zuständiger Stelle dem Gedanken nahe, einen Faulturm zu bauen, wie er in ver­schiedenen anderen Städten bereits erstellt wurde und sich bewährte.

Sommers hinnehmen und genießen

Küche und Speisekammer in der warmen Jahreszeit.

auf die Baustelle. Im Hintergrund zwei Reserve- Schlammbeete.

thangas aber im Betrieb der Kläranlage bei weitem nicht verwandt werden kann, vielmehr ein Ueberfchuh von jährlich 200 000 cbm Methangas entstehen wird, besteht eine 2Uög- ( lichkeit zur wirtschaftlichen Verwertung dieses Produktes, der man zu gegebener Zeit näher­treten wird.

Der ausgefaulte Schlamm, der anfällt, wird, um ihn auch wirtschaftlich verwertbar zu machen, durch ein besonderes Mischverfahren mit Torf vereinigt und ergibt dann ein gut transportfähiges, hochwertiges Naturdüngemittel, das der Humusbildung im Boden außerordentlich dient und den NamenBiohum" führt. Der Dünge­wert des gleichzeitig mit etwas Kalk versetzten Ab­fallproduktes ist höher ass der des gut verrotteten Stallmistes. Es wird den Kleingartenbesitzern und den Landwirten gute Dienste leisten.

Wesentlich bei diesem im Faulturm sich voll­ziehenden Prozeß ist, daß der ausgefaulte Schlamm völlig geruchlos ist. Da mit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme dieser neuen Einrichtung der Schlamm aus den Klärbecken sofort in den luftdicht abgeschlossenen Behälter gepumpt wird, wird künftig jede Geruchsbeläsli- gung in Fortfall kommen.

Der gegenwärtig noch auf den Schlammbeeten la­gernde unausgefaulte Schlamm soll im Laufe der Zeit durch den Faulturm gehen und so ebenfalls seiner weiteren Verwertung entgegengeführt werden.

Die jetzt in Gießen im Rohbau fertige Anlage ist die fünfte ihrer Art in Deutschland. Es handelt sich, rein äußerlich gesehen, um einen etwa 15 Meter hohen kreisrunden Turm, der etwa den gleichen Durchmesser besitzt und in zwei große Kammern, die unter sich verbunden sind, ge­teilt ist. Das Wasser zum Anwärmen des Schlam­mes, wird von unten in den Faulraum gepumpt und oben abgesogen. Das sich bildende Methangas wird unter einer Glocke aus dem Raum geleitet und seiner weiteren Verwertung zugeführt. In den oberen Teil des Faulraumes wird ein Rühr­werk eingebaut, das die Aufgabe hat, die oben aufliegenden Fettmassen in Bewegung zu holten, damit der Kreislauf des Wassers nicht de- 1 einträchtigt wird Für die Entfernung dieser Fett- - massen ist außerdem Sorge getragen Der zu behandelnde Schlamm wird von oben in den Faul­raum gepumpt, durch eine Rohrleitung aber wird der aus gefaulte Schlamm aus der Tiefe herauf­geholt. Der Turm, der jetzt noch weit über das Gelände hinausragt, wird aus Gründen des Wärmehaushaltes nahezu völlig mit Erd e umgeben und eingedeckt. Wie der Turm in unterem Bilde erscheint, wird er also nur noch kurze Zeit zu sehen sein.

Stadtbaudirektor Braubach beschäftigte sich ein­gehend mit allen einschlägigen Fragen und lieferte den Vorentwurf, der bann von einer Spezialfirma ausgearbeitet wurde. Anfang März dieses Jahres wurde mit dem Bau des Faulturmes begonnen. Dieser Turm ist nunmehr i m R o h b a u fertig- gestellt Er wurde völlig aus Eisenbeton er­achtet und faßt eine Menge von etwa 1800 cbm Schlamm. Er ist für die Große einer Stadt von 40 000 Einwohnern berechnet. In Zukunft wird nun der Schlamm aus den Absetzbecken in die­sen Turm gepumpt und hier unter völligem Luftabschluß zum Ausfau­len gebracht. Dies geschieht auf besondere Weise Der Schlamm wird in diesem Faulturm erwärmt, um den A u s f a u l p r o z e ß inten­siver zu gestalten und em rascheres Aus­faulen als es im Schlammbeet geschehen kann, zu erreichen. Das Erwärmen des Schlammes wird dadurch erreicht, daß in den angefüllten Faulraum von unten her erwärmtes Wasser geschickt wird, das oben wieder abgesogen wird.

Bei dieser Erwärmung auf 25 Grad Eelsius wird gleichzeitig erreicht, daß sich eine große Wenge des wertvollen Wethangases ent­wickelt, das sofort zum Betrieb derHeizanlage für den Faulturm und für den Betrieb der Waschinen der Kläranlage Verwendung finden kann. Da der zu erwartende Anfall an We­

der köstlichste Duft.

Kein Mensch kann sich dem Zauber einer solchen Nacht verschließen. Schau nur hinauf nach den blinkenden Sternen, lausche den verträumten Lied­chen einiger Singvögel, und atme mit Lust die köst­liche, erfrischende Waldluft! Alles Schöne wird uns in solchen Stunden geschenkt, ohne jegliche Verpflich­tung unsererseits, ganz unerwartet und unverdient.

Und dankbar wollen wir dieses Geschenk des Gg.

Schuhs, dis man bei der Arbeit benötigte. Der Aus- qu6 ift oon Fett dadurch zu befreien daß man ein grobes Stück Sodn hineinwirft, wodurch sich Fett Sft und eine Fäulnis nicht einzutreten oertnag. S" fiert ift mit einem in heißes Wasser getauchten

1 « ntten Ueberreften zu befreien. Wirst man ein Körnchen übermangansaures Kali in das Wasser, hna bann eine rötliche Farbe annimmt, so eignet es sich ^um Entfernen der verderblichen Wefte noch Wer Küchenabfälle sind sofort nach Beendigung des Kochprozesfes aus der Küche zu ent^rnen, sie sollten sich auch nicht in einem mit Deckel ge­schlossenen Behälter dann befmden Nach dem gründlichen Durchlüften der Küche sind möglichst Fliegenfenster einzusetzen, damit sich keine Insekten in die Küche begeben können

Die Speisekammer ist grundsätzlich nach den glei­chen Gesichtspunkten zu behandeln Da sie der Vor­ratsraum ist, müssen natürlich die dann befindlichen Speisen einer häufigen Durchsicht unterzogen wer­den Niemals sollten die Speisen direkt auf den

Bei Inangriffnahme des Baues galt es, erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden. Da das Funda- ment des Turmes unter den Wasserspiegel der nahen Lahn zu liegen kam, mußte ein etwa 2,5 m tiefer Brunnen gebaut werden, in dem nicht we­niger als vier Wochen lang Tag und Nacht, be­trieben von einem Motor von etwa 20 PS, zwei Pumpen arbeiten mußten. Für die Erstellung des Turmes waren 800 Zentner Eisen, 3000 Sack Ze­ment, 2400 Sack Traß und etwa 1000 cbm Kies notwendig. Außerdem war es erforderlich, etwa 1300 cbm Erdreich auszuheben.

Der Bau wurde Ende Wärz in Angriff ge­nommen. Zur Ausführung wurden 40 Er­werbslose durch die Vermittlung des Arbeits­amtes herangezogen. Die gesamte Anlage soll etwa Witte September ihrer Bestimmung über­geben werden. Der Bau ist durch dieOeffa auf Grund des Reinhard-Programms finan­ziert und erfährt außerdem eine Unterstützung durch die Grundförderung des Arbeitsamtes.

Die Bauleitung liegt in Händen des Stadtbaudirek­tors Braubach, unter dessen Leitung schon die bisherige Kläranlage entstand. Die Bauausführung wurde im Submissionswege der hiesigen Firma Abermann übertragen. Die örtliche Bauaufsicht liegt in Händen des Bauingenieurs Fuhrig. Für die Ausarbeitung des Projektes wurde die Firma DERA, Städtehygiene und Wasserdaugesfllschaft, Wiesbaden, hinzugezogen. Vor einigen Tagen konnte im unmittelbar beteiligten Kreise das Richtfest gefeiert werden. Auf dem Turm flat­tern zur Zeit die bunten Bänder am grünen Tannenbäumchen.

Heben der Errichtung des Turmes wurde eine weitere Verbesserung der Kläranlage geschaffen. Für die Klärbecken wurden zwei Sandfänge gebaut, durch die alles wasser aus dem Kanal­system der unteren und oberen Stadt hindurch­geleitet wird. Grobe Bestandteile werden da­durch schon im Voraus ausgesondert, außerdem wird erreicht, daß sich der Sand, der z. 23. nach Gewitterregen in großen Wengen in den Ka­nälen mitgeführt wird, in diesen Sandfängen abfeht.

Durch das Fehlen dieser Einrichtung mußte die i Kläranlage bisher einen erheblichen Verschleiß an ; Pumpen verzeichnen. Diesem Mangel wird nun- i mehr auch abgeholfen. Das Wasser wird durch die . Sandfänge in sehr langsamem Fluß hindurchgelei- ; tet, so daß sich aller Sand absetzen kann. Die Sand- > sänge sind zweiteilig angelegt, so daß, während die : eine Kammer in Betrieb ist, die andere gereinigt i werden kann. Enge Rechen verhindern, daß grobe 1 schwimmende Bestandteile in die Absetzbecken ge­langen.

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MAU