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Wirtschaft

ster behält sich vor, die Rechte und Pflichten der zu­sammengeschlossenen Hersteller besonders zu regeln

Frankfurt a. M., 19. Juli. Die Börse zeigte

gebieten Vorbehalten, doch lagen vom Publikum

hatten, wie erwähnt, Montanaktien: hier dürfte der

erstmals wieder größere Aufträge vor, so besonders in Montan- und Metallaktien. Neben diesen Spe-

bereits bekannte Bericht der Eisenindustrie nachge­wirkt haben, daneben hält man diesen Markt für vernachlässigt, wo besonders im Revier eine kon­junkturelle Belebung zu verzeichnen wäre. Stärker hervor traten die Stahlvereins-Werte, wie Gelsen-

men entstehenden Kosten, die der Reichswirtschafts­minister festsetzt. Trotz Aufforderung nicht erstattete Kosten können wie öffentliche Abgaben eingezogen werden. Es ist verboten a) neue Unternehmungen

gehalten werden können, tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Die Kartellvorschriften ver­lieren mit Ablauf des 31. Dezember 1934 ihre Wir­kung, soweit sie nicht vorher aufgehoben werden. Die Verordnung ist vom 18. Juli 1934 datiert.

und den Zusammenschluß jederzeit wieder aufzu- Frankfurt a. M., 19. Juli. Die Börse zeigte heben oder einzelne Firmen von ihm zu befreien, eine deutliche Geschäftsbelebung und feste Tendenz. Die zusammengeschlossenen Hersteller tragen die Zwar blieb das Hauptgeschäft nur einigen Spezial- durch etwa notwendig werdende Aufsichtsmaßnah- $ '

Wachsende Steuererträge.

Je mehr die Aufwärtsbewegung in allen Teilen der Wirtschaft an Breite und Intensität gewinnt, desto stärker nehmen auch die Erträge der Steuern zu. Die Reichssteuern haben vom Monat Januar bis März 1934 nach Mitteilung des Instituts für Konjunkturforschung um 5,1 v. H., im April und Mai zusammen um 15,9 v. H. mehr erbracht als im Vorjahre. Diese Steiaerung hat sich vollzogen, obwohl seit dem Frühjahr 1933 eine Reihe wich­tiger Steuern aus konjunkturpolitischen Gründen ermäßigt worden sind. Der Aufschwung, den die Wirtschaft seit dem Frühjahr 1933 genommen hat, ist in erster Linie ein Erfolg der öffentlichen Ar­beitsbeschaffungspolitik. Trotz einer mehr oder weni­ger langen Anlaufsfrist haben die steigenden Mehr­erträge bei den von der Arbeitsbeschaffung zu­nächst beeinflußten Steuern das Gesamtergebnis für das Haushaltsjahr 1933 schon soweit bessern können, daß das gesamte Steueraufkommen gegen­über 1932 um 200 Millionen Mark, d. s. 3 v. H., zugenommen hat. Im April und Mai des neuen Haushaltsjahres 1934 haben sich die Erträge der mit der Erzeugung und dem Umschlag der Güter- und Geldkapitalien in Verbindung stehenden Steuern weiter stark erhöht. Gegenüber dem ent­sprechenden Zeitabschnitt des Vorjahres hat z. B. die Umsatzsteuer 25,9 v. H. mehr erbracht, die Wechselsteuer 81,4 v. H. und die Güterbeförderungs­steuer 21,1 v. H. Anzeichen der allmählichen Aus­dehnung der Nebenwirkung der Arbeitsbeschaffung und der Verbreiterung des Konjunkturaufschwunges sind die für die beiden letzten Monate festzustellen­den Ertragssteigerungen der Steuern vom Einkom­mensbezug und vom Verbrauch. So ist die Lohn­steuer im April und Mai zusammen um 8,8 Millio­nen Mark, d. s. 7,2 v. H., gegenüber den entspre­chenden Vorjahrsmonaten gestiegen. Das Aufkom­men an veranlagter Einkommenssteuer beginnt sich ebenfalls allmählich, aber stetig zu bessern. Es zeigt im April und Mai gegenüber den gleichen Dor­jahresmonaten eine Erhöhung um 3,9 v. H. Typi­sche Verbrauchssteuern, wie die Tabak- und Bier­steuer, sind fast im ganzen Verlauf des Rechnungs­jahres 1933 noch hinter den Vorjahreserträgen zu­rückgeblieben. Um so bemerkenswerter ist das An­steigen auch dieser Steuern in den letzten beiden Monaten. Im April und Mai 1931 hat die Bier­steuer 12,6 v. H., die Tabaksteuer 5,1 v. H. mehr erbracht als 1933.

Marktregelung in der Krastfahrzeug- reifenindustrie.

Oer Absatz von Frühkartoffeln.

Da die Anlieferungen in nicht vorgekeimten und mittelfrühen Sorten verstärkt einsetzen, ordnet der Reichsbeauftragte für die Regelung des Absatzes von Frühkartoffeln an, daß die 2. Größenklasse in sämtlichen Gebieten mit Ausnahme der Wirt­schaftsgebiete Rheinland-Westfalen, Hannover-Ham­burg, H e s s e n - N a s s a u und Pfalz in Fortfall kommt. In den genannten Gebieten ist die 2. Grö­ßenklasse nur für den Verbrauch innerhalb des ent­sprechenden Gebietes zugelassen. Ein Versand in andere Gebiete darf nicht erfolgen. Der Preis für die 2. Größenklasse darf bis auf 60 v. H. des fest­gesetzten Preises für die 1. Größenklasse festgelegt werden. Die Anordnung tritt am 19. Juli 1934 in Kraft.

*

1743 1 neue Kraftwagen im Juni zugelassen. Die Zulassungsstatistik verzeichnet für Juni mit 17 431 Kraftwagen einen Zugang, der seit Bestehen dieser Statistik erstmals in dieser Hohe zu verzeichnen war. Im einzelnen wurden 15 431 Personen- und 2000 Lastwagen zugelassen, was Gegenüber Juni 1933 eine 70-o. H.-Steigerung be­deutet. Der bisher höchste Monatsumsatz der letzten fünf Jahre, der Mai 1929, zeigte eine Ziffer von 17 207 Fahrzeugen. Im ersten Halbjahr 1934 wurden damit 68 969 fabrikneue Kraftwagen in Deutschland zugelassen, gegen nur 23 364 in der ersten Hälfte 1932. Dabei ist der Umsatzanteil der Wagen bis 2 Liter Hubraum auf etwa 93 v. H. der Personenfahrzeuge angestiegen.

* D i e Dermahlungskontingente der Mühlen. Der Vorstand der Wirtschaftlichen Ver­einigung der Roggen- und Weizenmühlen weist als die vom Verwaltungsrat eingesetzte Kontingents­stelle darauf hin, daß bei den Mühlen über zwei Tonnen, sofern sie ihre Vermahlungsziffern der Jahre 1927 bis 1932 mit geschätzten Zahlen an­gegeben haben, allgemein von den geschätzten Zahlen 30 v. H. in Abzug gebracht worden sind, da nach den getroffenen Feststellungen die Zahlen durchweg um diesen Prozentsatz zu hoch angegeben worden sind. Bei allen Mühlen, die geschätzte Zahlen an­gegeben haben, wird eine Kontrolle durchgeführt werden. Ergibt sich hierbei, daß der Abzug von 30 v. H. zu hoch ist, so wird das der Mühle zu- aeteilte Kontingent entsprechend erhöht. Ergibt die Nachprüfung jedoch, daß der Abzug noch zu niedrig ist, so wird das Kontingent entsprechend herabgesetzt werden.

Auf Grund der Verordnung gegen Mißbrauch wirtschaftlicher Machtstellungen und des Gesetzes über Errichtung von Zwangskartellen haben der Reichswirtschaftsminister und der preußische Mini­ster für Wirtschaft und Arbeit angeordnet, daß der Fahrzeugreifenvertrag vom 15. März 1934 nebst feinen Anlagen und den zusätzlichen Beschlüssen der Dertragssabriken mit Wirkung vom Tage des In­krafttretens dieser Anordnung ab aufgehoben wird. Die Hersteller von Person^nkraftwagenreifen, Liefer­wagenreifen, Riesenluftreifen, Kraftradreifen, Klein­kraftwagenreifen und Elektrokarrenreifen werden zu einem Kartell zusammengeschlossen. Ausgenom­men von diesem Zusammenschluß bleiben solche Hersteller, die nur Massivreifen und nicht gleich­zeitig auch Kraftfahrzeugluftreifen irgendwelcher Art herstellen. Die zusammengeschlossenen Hersteller . , ..

haben die Rechte und Pflichten, die sich aus dem Handel, Industrie und Gewerbe zuruckzufuhren. Die dem Reichswirtschaftsminister von der Wirtschafts-j Zunahme des Stromabsatzes gegenüber der ent­stehe für Kraftfahrzeugreifen G. m.b.H. in Berlin sprechenden Zeit des Vorjahres durfte jetzt etwa bei vorgelegten Entwurf des Kraftfahrzeugreifenver- 10 bis 12 v. H. liegen.

träges von 1934 (Juli-Vertrag) ergeben. Der Mini-! ^rnnffiirfcr

[ter behält sich vor, die Rechte und Pflichten der zu- sammenqeschlossenen Hersteller besonders zu regeln Aullagsborse fester.

zialkäufen gab die Auslassung des Instituts für Konjunkturforschung, das von einer weiteren Bele- zu errichten, in denen Kraftfahrzeugreifen in der bung der deutschen Wirtschaft berichtet, Anregung, obengenannten Art hergestellt werden sollen, b) den I Beachtung fand ferner der Dividendenvarschlag der Geschäftsbetrieb bestehender Unternehmen auf die! Elektr. Lieferungen mit 5 v. H. (i. 23. 6 v. H.); die Herstellung dieser Reifen zu erweitern, c) die \ Dividendenermäßigung ist also im Vergleich mit Leistungsfähigkeit bestehender Unternehmungen, in den seither recht pessimistischen Erwartungen der denen Kraftfahrzeugreifen der angeführten Art her-' Börse (Dividendenausfalls ober stärkere Reduzie- geftetlt werden, zu erweitern. Auch hier behält sich rung) recht gering.

der Minister vor, Ausnahmen von den Vorschriften j Die Kurse lagen überwiegend fest, im Durchschnitt zu bewilligen. Diese Anordnung, zu deren Befol- | betrugen die Erhöhungen 1 v. H. Lebhaftes Geschäft gung die Beteiligten durch polizeilichen Zwang an- l .......1 mrx* 1-- v

* Wiederaufnahme des Eigenbetrie­bes bei den Frankfurter Elektrizi­tätswerken. Mit Rücksicht auf die erheblichen Frembstromlieferungsverträge mußten in ben letz­ten brei Jahren bie stäbtifchen Elektrizitätswerke in Frankfurt a. M. währenb ber Sommermonate still­gelegt werben. In biefer Zeit würbe nur Strom von ber Preußischen Elektrizität AG., im Vorjahr auch von bem Untermainwasserkraftwerk Griesheim bezogen. Im vergangenen Jahre hat biefe Still­legungszeit vier Monate gebauert. In biefem Jahre ist es burch eine Reihe von Maßnahmen gelungen, bie Stillegungszeit erheblich abzukürzen. Das Elek­trizitätswerk hat feinen Betrieb erst am 2. Juni eingestellt unb ihn am 19. Juli bereits wieber aus­genommen. Die Stillegungszeit konnte als etwa um brei Monate gegenüber bem Vorjahre verkürzt ..o________werben. Dieses erfreuliche Ergebnis ist in erster

zufammengefchloffenen Hersteller' Linie auf bie Zunahme bes Strombezuges burch .. v cya t<i l v _ r ix -.. - S n X aT n 11 fCtrtfrnnr fm oitritrf 1 it fi thron IM o

kirchen, Phönix und Stahlverein selbst, die bis zu 2 v. H. zunächst anzogen. Ferner eröffneten Klöck­ner 1,50 v.H., Harpener 1,25 v. H., Mannesmann und Buderus je 1 v. H. fester. Metallgefellfchaft fetz­ten ihre Steigerung um 1,40 v. H. fort. Farbenindu­strie lagen ruhig unb unv. 149,25 v. H., später ca. 149,65 v.H. Scheibeanstalt unb Deutsche Erböl gewannen je 0,50 v. H., Golbschmibt 1,13 v. H. Am Elektromarkt waren besonbers Gesfürel gefragt unb schließlich 2 v.H. höher, ferner zogen Elektr. Liefe­rungen 1,25 v.H., Felten 0,40 v. H., Bekula unb AEG. je 0,25 v. H. an. Zellstoffaktien eröffneten bis 1 v. H. freunblicher, auch Schiffahrtswerte lagen bis 0,65 v. H. höher. Conti Gummi mürben um 1,90 v. H. heraufgefetzt. Sonst eröffneten u. a. Zement Heibelberg 0,25 v.H., Reichsbank 0,90 v.H. nieb- riger, Daimler 0,13 v. H. fester AKU. behauptet.

Der Rentenmarkt war vernachlässigt. Altbesttz mi­nus 0,13 v. H., 6 v.H. Stahlverein-Bonbs minus 0,75 v. H., späte Reichsschulbbuchforderungen unb Reichsmark-Anleihen behauptet. Im freien Markt waren Gulben-Ruffen weiter fest mit 1,50 nach 1,30 v.H.

Nach Erlebigung ber Aufträge würbe bas Ge­schäft im Verlaufe wieber recht still unb auf Ge­winnficherungen bröckelten bie anfangs stark for­cierten Berwerkspapiere meist etwas ab. Gelsenkir­chen 63 bis 62, Phönix 49 bis 48,75, Harpener 107,75 bis 107,50, bagegen Mannesmann 65,25 bis 66,50, Stahlverein 42 bis 42.40, Nheinstahl 92,40 (90,75), Klöckner 73,90 bis 75. Gesfürel gingen um 1 v. H. zurück, AKU. um 0.65 v. H. unb Farben um 0,25 v. H. Metallgefellfchaft lagen nochmals 0,65 v. H. fester (89,25). Sonst lagen bie Kurse meist be­hauptet.

Renten blieben auch später sehr ruhig, Stahlver- ein-Bonbs waren um 0,50 v. H. erhalt. Der Pfanb- briefmarkt lag ruhig aber gut gehalten, teilweise er­gaben sich geringfügige Verärgerungen nach beiben Seiten. Aehnlich war ber Markt für Stabtanleihen, währenb Staatsrenten ruhig lagen. Am Auslands- rentenmarft zogen Anatolier 0,50 v. H. an, ferner waren Schweizer Bunbesbahn-Obligationen höher gesucht. Tagesgelb war zu 3,25 v. H. etwas ge­fragt.

Abendbörse freundlich.

Auch die Abendbörse verzeichnete verhältnismäßig feste Haltung und hatte, besonders im Vergleich zu den Vortagen, etwas lebhafteres Geschäft. Einiges Interesse erhielt sich weiterhin für Montanpapiere, aber auch auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich .gegen den Berliner Schluß noch leichte Er­höhungen bis 0,25 v. H. Sonberbewegungen traten heute abend nicht hervor.

Im Verlaufe wurde bie Umsatztätigkeit wieder recht klein, die Kurse erfuhren keine Veränderung, lediglich Phönix gingen leicht zurück, anderseits Kunstseide Aku noch etwas höher. Der Kassamarkt hatte weiter feste Haltung bei bis zu 1 v. H. höheren Kurien. Rückforth (Stettin) tarnen nach Pause mit 81 (zuletzt am 2. Juli 71 v. H.) wieder zur Notiz.

Der Rentenmarkt lag sehr still, lediglich in späten Reichsschulbbuchforderungen beobachtete man etwas mehr Geschäft bei unverändert 92,50 v. H. Im Frei­verkehr zogen Gulden-Russen bis auf 1,65 v. H. an. Von Auslandrenten blieben Schweiz. Bundesbahn- Obligationen etwa behauptet; 4-v. H. 179,50 (179,75), 3,5'-v. H. 168,25 (168,75). Sonst notierten u. a.: Alt- befitzanleihe 95,50, 6-v. H.-Stahlvereinbonds 78,65, 4-v. H.--Einheitsrumänen 4,15, Reichsbankanteile 153, Buderus Eisen 77,50, Gelsenkirchen 62,40, Harpener 107,25, Klöckner 74,50, Mannesmann 66,25, Phönix 49,25 bis 49, Rheinstahl 92, Aku 62,40 bis 62,50, AEG. 24, Bekula 143, Chade 200,50, Conti Gummi 132,75, Scheideanstalt 207, Licht & Kraft 111, JG.- Farben 149,50, Gesfürel 110,50, Goldschmidt 79,50, Holzmann 62,50, Lahmeyer 121, Schuckert 91, Sie­mens 148,50, Westdeutsche Kaufhof 22, Norddeutsche Lloyd 30,90.

Frankfurter Schlachwiehrnarkt.

F r a n f f u r t a. M>, 19. Juli. Auftrieb: Rin­der insgesamt 58 (gegen 218 am letzten Donnerstag­markt), davon 27 Ochsen, 5 Bullen, 8 Kühe und 18 Färsen. Kälber 1009 (1326), Hämmel 63 (41), Schafe 41 (29), Schweine 489 (724). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber: Sonder­klasse, andere a) 40 bis 44, b) 36 bis 39, c) 28 bis 35, d) 18 bis 27. Lämmer und Hämmel: b2) Weidemasthämmel 30 bis 33, c) mittlere Mastläm­mer 26 bis 29, d) geringere Lämmer und Hämmel 20 bis 25; Schafe f) mittlere 24 bis 28. Schweine: b) 44 bis 47, c) 43 bis 47, d) 40 bis 45, e) 34 bis 40. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagmarkt blie­ben Kälber unverändert, Hämmel in guten Quali­täten gaben 1 bis 2, in geringen bis 4 Mark nach. Schweine zogen 1 bis 2 Mark an. Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schlie­ßen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht-, Markt- und Verkaufskosten, Umsatzsteuer so­wie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Markt­verlauf: Kälber schleppend, ausverkauft. Hämmel und Schafe schleppend, Schafe geräumt. Schweine mittelmäßig, aus verkauft.

Fleischgroßmarkt: Beschickung: 869 Viertel Rinderfleisch, 256'/- ganze Kälber, 13 ganze Häm­mel, 1225 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch! 46 bis 50, II 40 bis 45; Bullenfleisch 42 bis 48; Kuhfleisch II 32 bis 38, III 24 bis 30. Kalbfleisch II 65 bis 70, III 55 bis 65. Hammelfleisch 70 bis 75. Schweinefleisch I 58 bis 65. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes schleppend.

Mlchviehauttion in Gießen.

Die Nutzviehgenossennschaft Frankfurt a. M., die der Hauptabteilung III der Landesbauernschaft Hessen-Nassau angeschlossen ist, hielt am gestrigen Donnerstag in Gießen eine Milchviehauktion ab. lieber den Rahmen der letzten Auktionen, auf denen nur schwarzweißes Tieflandoieh ausgeboten wurde, hinaus wurden gestern zum ersten Male auch rot­weiße Kühe des Waldecker Schlages aufgetrieben. Infolge der anhaltenden Dürre der letzten Wochen und der Futtermittelknappheit war der Besuch der Auktion nicht sehr stark. Anderseits waren die Bauern auch durch die in vollem Gange befindlichen Erntearbeiten abgehalten, die Auktion zu besuchen. Die rotweißen Waldecker Tiere fanden lebhaften Anklang, so daß das Angebot zur Deckung des Be­darfs nicht ausreichte. Der Preis für beste junge Leistungskühe dieses Schlages betrug etwa 350 bis 400 Mark. Die ausgebotenen ostpreußischen Rinder des schwarzweißen Tieflandschlages konnten nicht völlig abgesetzt werden und wurden im Durchschnitt zu Preisen von 280 bis 350 Mark abgegeben.

Schweinemarkt in Butzbach.

pb. Butzbach, 19.Juli. Der Auftrieb zum heu­tigen Schweinemarkt betrug 431 Ferkel. Es wurden gezahlt für Ferkel bis 6 Wochen 10,50 Mk., von 6 bis 8 Wochen 10,50 bis 13,50 Mk.Der Handel war gering, es verblieb größerer lleberftanb.

Gchnettgerichi Gießen.

Einem die öffentliche Ruhe und Ordnung stören­den Verhalten eines Mannes aus Heuchelheim wurde am Mittwochmittag durch energisches Ein­greifen des diensttuenden Richters sofort ein Ende gefetzt. Der Mann wurde, wie wir bereits berich­teten, vom hiesigen Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Verurteilte glaubte, sein Mütchen über die Strafe an einem in diesem Prozeß ver­nommenen Zeugen kühlen zu müssen, indem er durch die Anheftung eines Plakates, das voller Beleidigungen war, den Zeugen in der öffentlichen Meinung herabzufetzen versuchte. Als die Orts­polizei die Beseitigung dieses Pamphlets verlangte, brach der Ruhestörer inHeil Moskau!" und andere die öffentliche Sicherheit gefährdende Rufe aus. Der Mann wurde sofort fest genommen unb bem Richter vorgeführt, ber ihn wegen groben Unfugs zu 3 Wochen Haft verurteilte. Eine nach Ver- fünbung bes Urteils gemachte Aeußerung brachte bem Friebensstärer noch 3 Tage Haft ein.

Kleine Strafkammer Gießen.

Wegen Jagdvergehens wurde ein Mann vom Amtsgericht Butzbach zu 60 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte einen Pachtvertrag über eine Jagd geschlossen, nach dem bei nicht recht­zeitiger Zahlung des Pachtzinses ein Kündigungs­recht gegeben fein sollte. Als der Kündigungsgrund schließlich vorlag, erhielt der 2lnpeflagte ein Schrei­ben der Gemeinde, das die Kündigung der Jagd aussprach und dem Angeklagten die Ausübung un­tersagte. Der Angeklagte hielt dieses Schreiben für eine Anfrage, ob er sich mit der Kündigung einver­standen erkläre. Er veranstaltete dessen ungeachtet noch einmal eine Treibjagd, die die Anzeige der Ge­meinde zur Folge hatte. Er wurde gestern wegen zivilrechtlichen Irrtums, der ihm strafrechtlich zugute kam, freigesprochen.

Ein Mann aus Nidda wurde wegen Beleidigung einer Frau, der er unsittliche Anträge stellte, zu 14Ta gen Gefängnis verurteilt. Die Berufung des Angeklagten gegen das vom Amtsgericht Nidda erlasfene Urteil wurde gestern kostenpflichtig ver­worfen.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rebaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Wo blieben die Postautos?

Am Mittwochabend warteten eine Anzahl Leute auf das Postauto, das sie nach der Bergschenke zum Abonnements-Konzert bringen sollte, etwa % Stun­den vergeblich. Es ging sonst regelmäßig um 20 und um 20Uhr vorn Ludwigsplatz ab, diesmal mußten die Leute nach Hause zurückkehren. Wie kann so etwas Vorkommen?

Eine der Wartenden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe her zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankbiskont 4 v. H., Lombarbzinsfuß 5 v. H.

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Berlin

Frankfurt a. M.

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Schluß­kurs

Schlußk.

Abend- börse

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Schlußk. Mittag­börse

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Schlußk. Abend­börse

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Schlußk. Miltag­börse

Datum

18.7.

19.7.

18.7-

19.7.

Datum

18-7.

19.7.

18.7.

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% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 6% ehe m.7% Dl. Reichsanl. d. 1929 6Ki% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit

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6% ehern.8% Hess. BolkSstaat 1929

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amvurg-Amertka-Paket .... 0 amburg-Südam. Dampfschiff. 0 ansa-Dampfschiff........... 0

orddeutscher Lloyd .........0

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ammerz. und Privat-Bank ... 0

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dresdner Bank..............o

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Rheinische Elektrizität ........ 5

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Siemens & Halske............ 7

Lahmeyer L Co............. 10

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deutsche Erdöl...............

Gelsenkirchener..............0

)arpener...................0

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RanneSmann-Röbreu SMMM. C

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Gold R. 12.....

6Vi% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Ltaut......

vberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten..........

Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Vanl

Boldpfe. 16 unkündbar bis 1936 ehem. 4yt% Franks. Hyp^

Bank-Ltqu.-Psandbriese.......

VVX% ehem. iy,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriese R. 19 6% ebcm. 7% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eteuergutsch. Verrechnungskurs..

8% Oesterretchtsche Goldrente....

8,20% Oesterretckstsche Silberrente 8% Ungarische Goldrente.......

8% Ungarische Staatsrente v. 1910

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6% äbgest. Goldmexikaner von 99 8% Türkische Zollanlethe von 1911 8% Türkische Bagdadbaha-Anleihe

Leite 1.....................

1

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- furd

Schlußk. Abend­börse

Schluß- furd

Schlußk. Minag- börse

Datum

18.7.

19.7.

18.7.

19.7.

ManSfelder Bergbau......... 0

Kokswerke .................0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....10

Rheinstahl .................0

Bereinigte Stahlwerke........ 0

Otavj Minen ........ 0

Kaliwerke Aschersleben........ 6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

3. B- Farven-Industrie.......7

76,5

47

243,5

90,75

40,5

13,75

124,25

124,5

165

149,25

205,5

77,4

39,25

87,25

61,25

108,5

125,75

62,75

67

47,9

63,25

48,75

60,25

22,5

199

177,5

130

I 22,65

73

77,25

49

243

92

42

13,75

124,5

124,5

165

149,5

207

79,5

39,25

88,5

62,5

108

62,5

67,25

48,25

64,25

48,9

60,13

22

200,5

177,5

132,75

23,13

I ü

77 93,65 47,13

242

91,25

40,5

13,75

124,25

124

165

149,25

77,25

39,13 87,C

61,5

115,4

62,25

67

47,5 63,75 127,75

49,13 60,75

71,65 22,25 199,5

177,25 131,5

I -

1 191

77,5

94,5

49

92,25

42,25

13,9

124

122

165

149,25

79,4

39,25

89

62,75

117

62,25

67,25

48

62

128

48,13

60

72

21,25

200

177

133

I 23,5

I 189,5

Goldschmidt ................ 0

Rütgerswerke ...............0

Philipp Holzmann . ....... 0

Zementwerk Heidelberg ......0

Zementwerk Karlstadt...... 0

Schultheis Payenhofer .......0

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg............. 0

Zellstoff Waldhos ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ....... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........0

Orenstetn & Koppel..........0

Leonhard Tietz ..............0

Ehade......................10

Attumulawren-Fabrü........ 0

Lonit-Gmumt.......... 0

Gritzner................. 0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker -

Bantnoten.

Devi

enmarkt Berlin Frankfurt clHL

18-3ull

19.Zuli

Amtliche

Notierung

Amtliche Dotierung

Gew

Lriei

Geld

Brie.

Buenos Aire^

0,611

0,615

0,611

0,615

Brüssel....

58,61

58,73

58,59

58,71

Rio de Jan.

0,184

0,186

0,182

0,184

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

56,44

56,56

56,59

56,71

Danzig....

81,72

81,88

81,72

81,88

London....

12,645

12,675

12,675

12,705

Helsingfors.

5,584

5,596

5,594

5,606

Paris .....

16,50

16,54

16,50

16,54

Holland ...

169,73

170,07

169,73

170,07

Italien....

21,58

21,62

21,58

21,62

Japan.....

0,749

0,751

0,749

0,751

Jugoslawien

5,664

5,676

5,664

5,676

Oslo.....

63,54

63,66

62,69

62,81

Wien......

48,45

48,55

48,45

48,55

Lissabon...

11,47

11,49

11,49

11,51

Stockholm..

65,18

65,32

65,34

65,48

Schweiz ...

81,65

81,81

81,65

81,81

Spanien...

34,32

34,38

34,32

34,38

Prag......

Budapest ..

10,44

10,46

10,44

10,46

Neuyork...

2,512

2,518

2,512

2,518

Berlin, 19.Füll |

Gew

23 rief

Amerikanische Roten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

2.465 -58,43 56,54

12,63 16,46

169,31 21,46

63,52

65,18 81,47

34,18

2,485

58.67

56,76

12,69

16,52

169,99

21,54

63,78

65,44

81,79

34,32

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ...............

Schweizer Noten.................

Spanische Roten...............